
Freigang
Sonntag, 17. Februar 2008Der Freigang meiner Gedanken
schwankte rankend
in den Planken
hin und her.
Und als ich mir gerade
die Johannisbeer-Marmelade
von den Brötchen laufen ließ
überfiel mich einer.
Ich versuchte ihn
noch festzuhalten
aber zu spät:
Er fiel hin.
Direkt auf den Teller
auf dem ich gerade
meine Worte sortieren wollte
zu einem Brei.
So bleibt mir nichts anderes
als in den Teller zu beißen
der mir statt des Grases
doch die liebere Wahl ist.
Auch wenn mir schlechthin
Johannisbeer-Marmelade
auf Brötchen
besser mundet.
Und ich sag noch …
immer diese Freigänger!
© skriptum


Wortbrei ist aber nicht unbedingt nahrhaft. Weder für den Magen noch für den Kopf. Nicht einmal das Gebiss hat was zu tun.
Ne, da gefallen mir Wortfetzen besser.
Es gibt eben Zeiten des Beißens und Zeiten des Lutschens. Und manchmal wählt man einfach den einfachen Weg. Eigentlich ganz einfach, oder? ;o)
Warum um Himmelswillen hast Du Dir die Marmelade vom Brötchen laufen lassen? 9 1/2 Wochen? *lach*
Nö, ich habe nebenbei gelesen. Ja, ja: Ich weiß, dass man das nicht machen soll. Aber das Positive daran ist, dass es Marmelade war und kein Zuckerrüben-Sirup. Der läuft nämlich wesentlich wärmer auf der Haut lang und man merkt es meist erst, wenn der Arm an der Tischplatte festklebt.
Es kann also wie so oft noch viel schlimmer kommen! ;o)
Wenn man nicht weit genug hoch scrollt und den ersten Absatz nicht liest, klingt
“Und als ich mir gerade
die Johannisbeer-Marmelade
von den Brötchen laufen ließ
überfiel mich einer.”
sehr seltsam. ;-) Ich gelobe Besserung!
Außerdem habe ich meine Marmelade auch lieber auf dem Brot oder Brötchen als auf dem Teller. Egal wer ich überfällt oder nicht.
Ich überfällt? Mich? Dich? Sich?
Interessant, interessant! ;-))
Vielleicht wäre beim nächsten Frühstück Nutella praktischer zu handhaben. Und keinen Teller, sondern ein Brett nehmen. Nein, nicht vor dem Kopf, sondern auf dem Tisch! ;-)
Einen Versuch ist es allemal wert; ich versuch’s mal! ;o)
Man gut, dass der Gedanke auf den Teller gefallen ist. Da war er wenigstens noch greifbar.
Wie oft verliere ich Gedanken und sie sind einfach weg. Ich suchte unter dem Tisch, zwischen Unterlagen, in meiner Jackentasche. Aber nichts. Nirgendwo zu finden.
Allerdings bevorzuge ich Gedanken ohne Johannisbeer-Marmelade. Dann lieber richtige Freigänger. Die kleben nicht ganz so arg.
Heute habe ich mich für Honig entschieden. So kommt der Gedanke nicht einmal bis zum Teller runter; er bleibt gleich hängen. Das erleichtert die Suche nach ihm ungemein ;o)
Ja, das kann funktionieren. Aber bitte nicht doch noch mit dem Ärmel reinditschen!