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Grippeschutzimpfung ahoi!

Sonntag, 17. Februar 2008

„Grippeschutzimpfung! Lass Dir endlich eine Grippeschutzimpfung geben!“ hörte ich Tag aus, Tag ein. Also tat ich es und ließ mir von meinem Arzt ein seiner Helferin zugebrülltes „Bitte einmal Grippe für Frau X!“ geben. Das ist jetzt knapp 11 Monate her und die Bilanz kann sich echt sehen lassen:

Im Mai bekam ich eine Erkältung. Klar, kein Problem. Grippeschutzimpfungen sind ja kein Allheilmittel, um nie wieder rumzuschnöfen.

Im Juli grippte ich anderthalb Wochen vor mich hin, ignorierte das aber weitestgehend. Schließlich hatte ich mir ja eine Grippeschutzimpfung geben lassen. Es konnte also gar nicht schlimm sein, egal wie erbärmlich ich mich fühlte.

Ab September lag ich flach. Komplett mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und Schüttelfrost gleichzeitig. Das konnte zwar nicht sein, da ich ja … Es war aber trotzdem. Zu geschwächt, um diese verdammte Kindersicherung an der Flasche Wick MediNait zu überlisten, begnügte ich mich mit heißen Bädern und Zitronentee.

Ende November erwachte ich eines Morgens. Was für sich genommen schon eine Leistung war. Denn an diesem Tag sagte ich mir … Nein, halt! Ich sagte gar nichts. Ich hatte nämlich keine Stimme mehr. Dafür furchtbare Drüsenschmerzen, links und rechts im Hals drückend und Ohrenschmerzen verursachend. Husten und Schnupfen gab es kostenlos dazu. Natürlich, wenn wir schon mal dabei sind, muss sich die ganze Schose ja auch lohnen.

Anfang Januar war nichts neues. Ich kämpfte noch immer mit meiner November-Infektion. Die Stimme war nach wie vor nicht wirklich vakant, so dass ich nicht einmal laut losmotzen konnte. Aber inzwischen hatte ich die Wick MediNait-Flasche auf. Immerhin.

Im kommenden März, also sozusagen im nächsten Monat, müsste ich mir die nächste Grippeschutzimpfung geben lassen. Da man die aber nicht bekommt, wenn man bereits begrippt ist, überlege ich, ob ich nicht doch lieber bereits in diesem Monat zum Arzt gehe.

Also sozusagen, sobald mein momentanes Fieber auf unter 38,drölfzig gesunken ist. Danach aber sofort. Es wäre doch schade, wenn die kommenden 12 Monate nicht durchflutet wären, mit den Auswirkungen des Segens einer Grippeschutzimpfung.

Oder lasse ich es vielleicht einfach darauf ankommen?

Viel schlimmer kann es ja eigentlich nicht werden …

© skriptum

15 Kommentare

  1. Bisher habe ich mir noch nie eine Grippeschutimpfung geben lassen. Wenn ich diesen Bericht so lese, glaube ich, dass ich es auch in Zukunft lieber lasse. Eine fiese Erkältung im Jahr ist mir lieber, als alle paar Wochen wieder so ein Theater. Das ist ja mehr als lästig!


  2. Ich habe das im vergangenen Jahr so ähnlich hingekriegt. Allerdings ganz ohne Grippeschutzimpfung. Ätsch! :-))


  3. Ich würde es lieber darauf ankommen lassen. Oder beim nächsten Mal sehr genau zuhören, was der Arzt für Ansagen macht. “Bitte einmal Grippe” war ja nicht das was es sein sollte. Aber genau das ist dann dabei rausgekommen.

    Tja, Pech gehabt, würde ich sagen, und gute Besserung! ;-)


  4. Mittlerweile bin ich mir auch unsicher, ob ich das Risiko einer Schutzimpfung nochmal eingehen soll. Ich glaube, in diesem Jahr probiere ich es wieder ohne. Oder suche mir einen anderen Arzt. Oder … ja, ja … höre besser auf seine Ansagen und lege gleich mein Veto ein, wenn er meine Anfragen ins Gegenteil verdreht. Besser ist das *g


  5. Tja, das nenne ich echt Pech. Bei 90 Prozent aller geimpften Patienten hilft die Grippeschutzimpfung. Nur 10 Prozent werden dadurch erst richtig krank. Dann solltest Du es vielleicht wirklich besser lassen. Anscheinend gehörst Du zu den 10 Prozent. Oder Du versuchst es in ein paar Jahren nochmal.


  6. Mit einem ausreichenden Vorrat an Taschentüchern (hilfsweise Klopapierrollen) und Mülleimern (hilfsweise Tonnen) kommt man doch durch jede Erkältung. Richtige Grippen gibt es ja in diesen Breitengraden “normalerweise” nicht. Zumindest seltener als grippale Infekte. Vielleicht liegt es daran, dass Grippeschutzimpfungen da nicht helfen. Richtigerweise müsste es ja eine Grippalerinfektschutzimpfung heißen. Aber das wäre dann wieder zuviel des Guten. Und der arme Arzt, der dann minutenlang Anweisungen zurufen muss. Nicht auszudenken, um wieviel das wieder die Krankenkassenbeiträge erhöhen würde.

    Oder kurz: Lass es zukünftig! *gg*


  7. “Oder Du versuchst es in ein paar Jahren nochmal.”

    Hat sich bis dahin die Relation 10:90 verändert? *g


  8. “Oder kurz: Lass es zukünftig! *gg*”

    Ich tendiere zu “kurz”. Ganz klar! ;o)


  9. Wie bitte? Bei 10 Prozent wird es mit Medikament schlimmer als ohne? Und das Zeug ist noch nicht vom Markt?

    Na sowas! ;-)


  10. In Amerika wäre es vermutlich längst verboten! ;-) Aber ich verzichte einfach darauf. In meinem Fall scheint das die sicherste Alternative zu sein.


  11. Ich wollte mich nur artig bedanken. Denn seit dem ich den Text gelesen habe, kribbelt meine Nase und ich muss ständig niesen.

    Wehe wenn das noch mehr wird! Dann …. Dann aber! :-)


  12. Na, dann mal gute Besserung! Und schnelle vor allem ;o)


  13. Hallo,
    also meines Wissens nach, hilft eine Schutzimpfung nur vor einem gewissen Influenza-Virenstamm, und zwar den, der höchstwahrscheinlich die Grippewelle dominiert. Und falls du dir einen anderen eingefangen hast, ist das halt Pech…leider. Und ausserdem schuetzt die GSI nicht vor grippalen Infekten-also kannst du trotzdem den ganzen Winter ueber Erkältungen mit dir rumschleppen. Eine richtige Grippe kann durchaus gefährlich werden und fuer viele ist es sicherlich gut, dagegen geimpft zu sein.


  14. @ratlos: für jemand mit diesem Namen, ist das doch ein sehr hilfreicher Beitrag :-)


  15. Hallo Ratlos, natürlich hast Du vollkommen recht. Ich bin ja auch froh, dass mir wenigstens dieser eine Virus, gegen den ich geimpft war, erspart blieb. Nicht auszudenken, wenn der mich auch noch flachgelegt hätte … ;o)



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