Wir nehmen uns den Atem
wenn wir unsere Sinne rauben
Und stehlen Sekunden
wenn wir Momente entführen
Dann sammeln wir alles
um es in Ahnung zu pflanzen
Und bis es wächst
baumeln wir mit den Füßen
© skriptum

Wir nehmen uns den Atem
wenn wir unsere Sinne rauben
Und stehlen Sekunden
wenn wir Momente entführen
Dann sammeln wir alles
um es in Ahnung zu pflanzen
Und bis es wächst
baumeln wir mit den Füßen
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Eine Liebeserklärung?
Nein.
Warum sollte ich dir meine Liebe erklären?
Da gibt es nichts zu erklären.
Sie ist einfach da.
Basta.
Davon abgesehen ist es doch völlig unwichtig.
Ich liebe dich.
Punkt.
Durch mit das.
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen
und schon gar nicht zu erklären.
Eine Erklärung ist meist eine Rechtfertigung.
Warum sollte ich mich für tiefe Gefühle rechtfertigen?
Nein.
Sieh es von mir aus als Sturheit.
Als Dickkopf.
Als was auch immer du willst.
Nimm es oder lass es.
Werte es oder vergiss es.
Freue dich darüber
oder sei einfach nur geschockt.
Du wirst nichts daran ändern,
weil es mir schlicht egal ist.
Ja, sei sicher, dass es mir egal ist!
Es berührt mich nicht,
wie es zum Beispiel ein Kolibri tun würde,
der den Hauch eines Luftzuges in seinen Bann zieht
oder eine Ameise am Gipfel des Mount Everest.
Ebenso wie ein Elefant, der auf Wolken tanzt.
Es könnte auch ein Habicht sein,
der eine Ziege trinkt
oder ein Löwe,
der ein Schaf in den Schlaf singt,
genauso wie eine Giraffe
mit einem Knoten im Hals.
Ja, genau so wäre und ist es.
Bist du.
Für mich.
Total normal und unbedeutend.
Ich liebe dich nur so.
Ist das ein Drama?
Lass es doch einfach so stehen.
Kümmere dich nicht weiter darum.
Ich tue es doch auch nicht.
Denn sobald wir dem Bedeutung schenken
wird es kaputt gehen.
Und dafür ist es mir dann doch zu wertvoll.
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Zeitlos liebten wir uns damals
Alles schien so endlos zu sein
Wir schworen uns ewige Liebe
Und lebten sie solange sie blieb
Himmel … wo ist nur die Zeit geblieben?
Oder die Liebe?
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Seelenfänger, ich bin erstaunt
wie weit du deine Flügel ausbreitest.
Du ziehst deine Kreise durch die Lüfte
bis ich dich vor meinem Fenster sehe.
Still öffne ich es, doch was mich trifft
ist eisiger Wind in meinem Gesicht.
Du fliegst in den Schutz des Dickichts der Birke.
Richtest deine ruhenden Blicke auf mich.
Still beobachtest du meine Schritte.
Ich genieße es und doch macht es mir Angst.
Das Fenster schließe ich still
und Fragen machen sich in mir breit.
Da kommst du erneut angeflogen
und setzt dich auf die Fensterbank.
So sitzen wir still und sehen uns an.
Jeder auf einer anderen Seite.
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