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Archive for März 2008

Nur einmal möchte ich dir so tief in die Augen sehen,
dass ich höre, wie deine Seele singt.

Nur einmal möchte ich dein Gesicht so in meinen Händen halten,
dass ich alle Worte fühle, die du nicht sagst.

Nur einmal möchte ich so deinen Atem schmecken,
dass ich erlebe, wie bittere Mandeln süß werden.

Nur einmal möchte ich deine Stimme so mit meinem Bauch hören,
dass ich erfahre, wie Schmetterlinge schwimmen lernen.

Nur einmal möchte ich deine Haut so an meiner fühlen,
dass ich es endlos genießen kann, zu verbrennen.

Nur einmal möchte ich dir all das so sagen und zeigen,
dass du keine Chance hast, es nicht zu bemerken.

Nur einmal.

Aber was ist schon einmal …

© skriptum

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Dieses sanfte Gefühle der Verbundenheit
ist so vertraut.

Diese bunten Gedanken der Vertrautheit
sind so warm.

Dieses brennende Knistern der Wärme
ist so schön.

Diese unaufdringlichen Momente der Schönheit
sind so gewiss.

Dieses stille Kennen der Gewissheit
ist so verbindend.

Oder kurz:

Dieses leise Du in mir
möchte ich einfach nicht mehr missen!

© skriptum

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Er nun wieder …

Wer wie ich „Anfang 40“ ist (ja, aktuell; nicht seit Jahrzehnten *g), der ist mehr oder weniger mit einigen Künstlern aufgewachsen, die es in Verbindung mit ihren ursprünglichen Combos oder in den seinerzeitigen Stilrichtungen längst nicht mehr gibt. Ob nun Frank Sinatra, der mittlerweile von einer Harfe begleitet wird bzw. recovered von Robbie Williams, oder Tina Turner, die ohne Ike vermutlich um Längen besser klar kommt als zuletzt mit ihm. Supertramp ohne Roger Hodgson (und auch umgekehrt) ist für mich wie eine Uhr ohne Zeiger. Die „Neue Deutsche Welle“ (NDW) bekommt man in Fragmenten nur noch zu hören, wenn ein Radiosender mal sehr gnädig gestimmt ist oder eine Themenwoche durchzieht. Pink Floyd, Barkley James Harvest etc. etc. etc. Diese Reihe könnte endlos fortgesetzt werden.

Und dann gibt es da noch diese Urgesteine, die immer mal wieder auf der sprichwörtlichen Bildfläche auftauchen oder nie weg waren und die man seit 10, 20, 30 Jahren oder noch länger schon am ersten Ton erkennt. Nach wie vor und vermutlich auch die nächsten 10, 20 oder 30 Jahre. Carlos Santana ist da nur ein Beispiel. Rod Stewart, dessen markante Stimme es nie gelang, glaubhaft nachzuahmen … Joe Cocker, für den Gleiches gilt … Kylie Minogue, nach 10jähriger Pause völlig neu erfunden wiederauferstanden … Madonna, ohne Worte … Lionel Richie … Herbert Grönemeyer … Und jemanden wie Howard Carpendale muss man in dem Zusammenhang ja wohl auch nennen.

Letzteres finde ich nicht schlimm, weil ich Musik nicht nach dem Aspekt höre, wem ich damit imponieren kann oder was gerade für oder durch wen auch immer angesagt ist, sondern je nach Lust und Laune. Obgleich meine Howie-Zeiten wirklich Jahrzehnte her sind. Ich schwöre! Aber es gab sie eben auch. Als ich noch ganz klein war … und so ;o) Und ihn gibt es heute noch. Oder wieder. Oder mal wieder. Oder wie auch immer.

Aber so ist es kein Wunder, dass sich in meinem Media Player die unterschiedlichsten Künstler tummeln. Ob nun Restless Heart von Barbra Streisand abgelöst wird oder George Benson und Tom Petty nacheinander spielen, bevor der jazzige Brian Ferry vor Curtis Stigers die Ouvertüre (ja, das Wort schreibt man aktuell tatsächlich mit „ü“! Mal sehen, wie lange) zur Hochzeit des Figaro einleiten, um anschließend Paravotti oder dem Buena Vista Social Club Platz zu machen, bis hin zu Leith Al-Deen und Garth Brooks … Ich höre alles mögliche; je nach Lust und Stimmung. Nur Howie ist nicht (mehr) dabei. Definitiv nicht. *g

Wer mich u. a. seit glatten 30 Jahren immer wieder vom sprichwörtlichen Sockel haut ist ganz klar Marius Müller-Westernhagen! Geboren am 6. Dezember 1948, seit Mitte der 70er Jahre non stopp im Geschäft und auf seine Weise ebenso unverwechselbar wie der eine oder andere Jahrzehnt-Künstler. Eine prächtige Kontinuität, die irgendwie immer wieder neu verpackt den Markt stürmt. Und meinen Kopf. Nach drei Live-Konzerten mit ihm konnte ich einfach nicht mehr fliehen. Und wollte es ehrlich gesagt auch nie. Dass MMW im kommenden Dezember 60 Jahre alt wird, finde ich unglaublich klasse. Er steht mit Stolz zu seinem Alter und damit vor allem zu sich, ist „knackiger“ als so mancher 40jähriger und konsequent in der Inkonsequenz, zukünftig jeder Bühne – dann doch wieder nicht – fernzubleiben. Zum Glück!

Die diversen, klaren Statements in seinen Texten haben mir schon immer sehr gefallen. Zum Beispiel mit der Aussage „Michael Jackson geht mit kleinen Jungs ins Bett und ich kann über’s Wasser geh’n“ definiert er ziemlich klar, was er von den Vorwürfen hält. Möglicherweise „explizit“ für Internetportale jedweder Art hat er in seinem Titel „Daneben“ (Album: „Nahaufnahme“, 2005) die Songzeile

„ Es ist mir ´n Rätsel Megastar
dass du dir in die Hosen scheißt
weil jemand der dich gar nicht kennt
sich über dich sein Maul zerreißt“

kreiert, die mich schon diverse Male laut zum Lachen gebracht hat. Vor allem, wenn manche arme, immer wieder blind um sich schlagende, Seelen durch plötzlich behauptet Einschläge (wo genau?) versuchen, davon abzulenken, dass es sich zwar um einen der sehr seltenen Fälle eigener Urheberschaft handelt, aber sie die Grundlage eben selbst in die Umlaufbahn geschossen haben, um nach Schieflage der Situation plötzlich auf Opfer getrimmt den Eindruck zu erwecken, doch gar nichts getan und dieses auch längst vergessen zu haben. Gleiches könnte bei den Attackierten passiert sein, muss aber nicht. Wer andere durch diskreditierende Behauptungen versucht, in Verruf zu bringen, sollte sich darüber bewusst sein, dass ein kleiner Enterhaken durchaus zum riesigen Bumerang werden kann. Mehrere erst recht. Nicht auszudenken, wie es sich anfühlen muss, wenn sie irgendwann alle gleichzeitig zurückkommen. „Verdammt, verdammt!“ kann ich da nur sagen und frage mich bestenfalls, was es denjenigen bringt. Ob ihnen dabei einer … wie sagt man? „abgeht“? Obwohl … wenn das die einzige Chance dazu ist, kann man es ja fast schon wieder verstehen. Dennoch finde ich es nicht okay, wenn Unbeteiligte darunter leiden müssen. Zum Glück muss man solche Blitzbirnen nicht entlarven; sie tun es erfahrungsgemäß selbst. Man muss ihnen nur genügend Zeit dafür geben.

Ob Westernhagen sich mit obigem Zitat auf solcherlei Machenschaften bezogen hat, weiß ich natürlich nicht. Möglicherweise hat er, möglicherweise nicht. Aber nicht nur möglicherweise hat er recht, dass es solche Charaktere mit Sicherheit nicht wert sind, sie überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Was auch gut funktioniert, solange sie die Ignoranz ihrer Person ertragen. Es muss eben jede/r selbst entscheiden dürfen, wo er mitmachen will und wo nicht. Und wenn er klar zum Ausdruck bringt, an gewissen Personen nicht nur kein Interesse zu haben, sondern alles was von ihnen ausgeht hochgradig lächerlich zu finden, sollte man ihn nicht versuchen, zum Umgang zu nötigen. Das kann nur schief gehen. Auch Westernhagen weiß das offensichtlich und er hat so eine Art, mit solchen Statements umzugehen, die ich bewundernswert finde. Vielleicht liegt es daran, dass er bald 60 Jahre alt wird (obwohl das erfahrungsgemäß keinesfalls eine Garantie für Weisheit ist) und vermutlich nie auf die paradoxe Idee käme, zu behaupten, noch immer „Anfang 40“ zu sein. Es wäre aber auch nicht nur schade, sondern vor allem unsinnig, wenn er ca. 20 Jahre seines Lebens plötzlich leugnen würde. Was wäre mit dem Inhalt dieser 20 Jahre? Nie geschehen? Was für ein Preis … Was für ein Unsinn.

Noch bin ich Anfang 40 und wenn ich Menschen wie Westernhagen sehe, freue ich mich fast darauf, vielleicht irgendwann 60 zu werden. Mit gleichaltrigen Freunden um mich herum, die auch keinen Tag ihrer Leben missen wollen und die sich von der gleichen Musik mitreißen lassen, wie ich. Ob es nun Paul Simon, Peter Maffay, Marshall & Alexander, Simply Red, Ray Charles, Erasure, Sheryl Crow, Simon Estes, Toto, Eric Clapton, Eagles, Poco, Julia Neigel, Chicago, Talk Talk, Supertramp, Nils Landgren oder Westernhagen*** ist (pfiffige Mischung, hm? *g), spielt da eher eine untergeordnete Rolle. Hauptsache, es wird nie langweilig! Eben genauso wie seit Jahrzehnten die Titel von Westernhagen.

© skriptum
[nach Diktat verreist und gezeitstempelt]

*** Nein, die Aufzählung ist nicht vollständig! Die Interpreten so zu mischen, dass es definitiv überhaupt keine Linie mehr ergibt, war allerdings nicht ganz einfach. So durcheinander ist ja nicht einmal mein Media Player. Aber ich … vielleicht … gleich! *verwirrt

;o)

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Die Wurzel des LauschGiftes missfällt mir. Da sie mir jedoch nicht nur zu schnippisch, sondern die darin enthaltenen Querschläge in der Tat zu banal sind, als dass sie meine fraglose Wertschätzung gegenüber der Weiterwerferin trüben könnten, reflektiere ich es dennoch. Und das nach Außerachtlassung des Ursprungs sogar gern.

Was höre ich, wenn ich nach Erlöschen der Tageslichter die Augen schließend meinen Kopf zurück lehne und auf Entspannung warte … Aktuell ist es Lea von Toto, die mich träumen lässt.

Immer wieder.
Manchmal stundenlang.
Manchmal aus dem Stand.
Und manchmal sogar,
wenn ich es gar nicht höre.

„Lea
How long
will you
still
want me
to want you“ …

Ein Titel, der in 4 Minuten und 30 Sekunden eine ganze Lebensliebesgeschichte erzählt. Und das in einer Verbundenheit und mit so viel Zärtlichkeit, dass ich das Wort „Ziel“ versucht sein könnte, ganz neu zu definieren.

Es wäre doch gelacht, wenn man aus der [zensiert] Wurzel nicht doch noch eine wunderschöne Pflanze entstehen lassen könnte. Vielleicht mögen redder und gokui noch etwas Dünger hinzufügen … Freiwillig, versteht sich. Nicht apportierenderdings ;o)

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Einer der vermutlich berühmtesten Aussprüche stammt von Kurt Tucholsky, der (wenn ich richtig informiert bin) bereits 1926 wusste „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen“. Jou Kurt, hast recht! Allerdings haben sich seit dem zumindest die Transportmittel deutlich verändert.

Nun bin ich ja bekennende Öffi-Nutzerin. Wobei für mich alles dazu gehört, was nicht das eigene Auto betrifft. Als ich kürzlich mittels zweifachem Umsteigen ein ganz bestimmtes Ziel erreichen wollte, war es mal wieder so weit, dass ich überlegte, zukünftig doch generell mit dem eigenen Auto zu fahren. Ich denke mal weiter darauf rum.

Jedenfalls kam es wie es kommen musste: Ich wusste genau, wann ich los muss, um das erste Öffi rechtzeitig zu bekommen. Um auch alle Anschlussverbindungen pünktlich zu erreichen, ging ich rechtzeitig genug los, um eine Verbindung früher zu fahren. Wenn diese nicht vor der regulären Abfahrtzeit bereits losgefahren wäre, hätte das auch geklappt. Also bestieg ich das Gefährt, mit dem ich spätestens losfahren musste. Zeitlich hätte das hingehauen. Wenn es nicht einen weder angekündigten noch mutmaßlich so angedachten mini-Streik von vier Minuten Stillstand gegeben hätte, dem ich es verdankte, dass ich am ersten Umsteigepunkt so knapp mit der Zeit war, dass ich richtig Gas geben musste.

Selbstverständlich versammeln sich in einer solchen Situation alle Menschen, die unglaublich viel Zeit haben, direkt vor einem auf der Rolltreppe und stehen zu dritt nebeneinander, so dass man ganz sicher keine Chance hat, da durch zu kommen. Mein etwas hektisches „Darf ich bitte mal drängeln“ wurde mürrisch durch gemütliches zur Seite schwanken beantwortet, was zur Folge hatte, dass meine Anschlussverbindung gerade den Bahnsteig verließ, als ich oben ankam.

Das nächste Öffi sollte planmäßig eine Minute nach Abfahrt der Folgeverbindung am zweiten Umsteigepunkt ankommen. Das ist normalerweise überhaupt kein Problem, da diese Verbindung immer drei bis vier Minuten Verspätung hat. Immer. Es sei denn, man selbst ist nicht pünktlich und kommt 30 Sekunden zu spät. Dann ist sie garantiert pünktlich abgefahren. So saß ich also in meiner zweiten Verbindung, die mir unglaublich langsam vorkam. Meine Hoffnungen, sie würde möglicherweise während der Fahrt zum Endpunkt eine Minute aufholen, zerschlug sich. Wir kamen pünktlich an. Also eine Minute nach Abfahrt meiner Folgeverbindung.

Und was war? Falsch! *höhö* Die Folgeverbindung stand noch und hatte tatsächlich auch an diesem Tage ihre obligatorische Verspätung von drei bis vier Minuten, so dass ich letztendlich, zwar kurz vor’m Herzinfarkt aber dennoch pünktlich an meinem Ziel ankam.

Ja, ja, so kann’s auch mal kommen. Darauf verlassen werde ich mich aber auch zukünftig lieber nicht ;o)

© skriptum

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Nachdem er sich aufgrund eines sog. „Stöckchens“ in die Rolle des Hausmeister Krause samt Dackel erinnert sah, was ich gut verstehen konnte, ging die Suche nach einer neuen Begrifflichkeit unter anderem an sie weiter und landete danach auch bei mir. Zwischenzeitlich wurden mehrere „Stöckchen“ schon nicht mehr aufgenommen, was zumindest die Vermutung zulässt, dass der Name tatsächlich impliziert „Los fang, Du Hund!“. Und dazu habe ich ehrlich gesagt auch keine Lust.

Allzu hochtrabend sollte eine mögliche neue Bezeichnung sicher nicht sein. Ein einfacher „Wortwahn“ (zumindest eines Fans – neben mir – kann ich mir bei dieser Begrifflichkeit sicher sein) würde es ja schon tun. „Wortwahn“ könnte jeder aussprechen und dieser Begriff zwingt niemandem eine Kreativität ab, die er nicht zu leisten in der Lage wäre. Zumindest wenn ich mich hier bisher richtig orientiert habe. „Wortwahn“ ist flexibel genug, um Kreativität zuzulassen und einfach genug, um Kleineres nicht mickrig erscheinen zu lassen.

Ich plädiere also für „Wortwahn“ und stelle ihm und ihr weitere Gedanken dazu anheim. ;o)

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Manche Tage lauern regelrecht an der Ecke um irgendeinen Menschen anzuspringen, damit sie ihm entweder die Hölle auf Erden oder den Himmel bescheren können. Oder irgendwas dazwischen. Je nachdem. So einen Tag habe ich gestern erwischt. Eindeutig. Und wenn er auch unter’m sprichwörtlichen Strich sehr lustig war, so war er in anderer Hinsicht recht unerfreulich. Also ein ganz normaler Tag. Somit alles kein Drama. Wäre da nicht diese Bahn gewesen. Wo sind die streikenden Bahnfahrer, wenn man sie braucht? DANN fahren sie. Alle. Ausnahmslos. Erbarmungslos.

Einer hat heute sein Gefährt mit einer solchen Krängung um die Kurve gepfercht, dass mir Dank des Quietschens der Räder in den Gleisen fast die Ohren weggeflogen sind. Es mutete an wie das mit Abstand fiesest mögliche Geräusch, das einem in einer Zahnarztpraxis schon den Tag versaut hat, bevor der Dottore überhaupt angefangen hat, in einem rumzuprokeln. Schrill. Hoch. Und so nachhaltig, dass ich Stunden später noch das Gefühl hatte, nicht richtig hören zu können. Merke: Permantentes „Hä?“ ist einer harmonischen Unterhaltung nur bedingt zuträglich.

Nun bin ich ja ein ziemlicher Duft-Mensch. Ja, Duft-Mensch; nicht dufter Mensch. Letzteres natürlich auch ;o) aber das meinte ich gerade nicht. Vielmehr: Wenn ich einen Duft mag, bringe ich ihn mit bestimmten, meist in irgendeiner Hinsicht bemerkenswerten Situationen in Verbindung. So reicht manchmal schon ein ganz bestimmtes Aroma und ich grinse. Oder erstarre. Oder jede Gefühlsregung dazwischen. Soweit so gut. Aber ebenso intensiv ergeht es mir mit Gerüchen.

Der Geruch steht ja dem Duft allein schon darin nach, dass er meist als unangenehm empfunden wird. Im Gegensatz zum Duft, der normalerweise etwas Angenehmes suggeriert. Nicht so ganz weiter komme ich im Moment mit der Erkenntnis, dass bestimmte Geräusche einen Geruch suggerieren können, den man für den Rest des Tages nicht mehr los wird, weil a) das Geräusch einfach nicht nachlässt, obgleich die Lärmquelle längst über alle Berge oder durch sämtliche Kurven ist und b) man den dadurch hervorgerufenen Geruch … nein, in diesem Fall Gestank … eindeutig! … schlicht und ergreifend nicht mehr los wird.

Bestimmte Gestänke scheinen es sich in den Härchen an den Nasenwänden so dermaßen bequem machen zu können, dass man keine Chance hat, sie abzuschütteln. Davon abgesehen, dass es ziemlich beknackt aussieht, wenn man den ganzen Tag mit schüttelndem Kopf rum rennt. Was sollen denn die Leute denken! Dazu, mit meinem aktuellen Lieblinsduft zu inhalieren, konnte ich mich noch nicht durchringen. Losgelöst von der Tatsache, dass das Zeug dafür zu teuer wäre, würde es mir auch noch die Geschmacksnerven zerbomben.

Wenn ich aber den vorhinnigen Bahnfahrer finden und ihn dazu überreden könnte, mir eine neue Flasche dieses Duftes zu schenken, hätte er jede Veranlassung, für mehr Geld auf die Straße zu gehen, um zu streiken. Womit auch das Problem der Lärmbelästigung erledigt wäre, da er ja nicht mehr fahren würde. Bliebe nur noch die Frage, wie ich meinem Zahnarzt beim nächsten Besuch unter die Augen treten soll und wie gut sein so genannter „Mundschutz“ ist, der ja üblichereise fast das gesamte Gesicht vermummt, um an meinem Lieblingsduft nicht zu ersticken, sobald ich ihm meine Beißerchen mehr oder weniger freudig erregt entgegen strecke.

Ich glaube, es ist besser, wenn ich mir einfach an der nächsten Ecke einen anderen Tag besorge. Oder er sich mich? Wie auch immer …

© skritpum

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