Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for August 2009

Bei paleica entdeckte ich heute ein so genanntes Stöckchen, das ich dann mal aufgenommen habe ;o) Es handelt sich um eine „Liste von Dingen, die man im Leben getan haben sollte…“. Los geht’s:

[x] 001. Eine Kneipenrunde bezahlen
[ ] 002. Mit Delfinen im offenen Meer schwimmen – leider noch nie
[ ] 003. Einen Berg besteigen
[ ] 004. Das Innere der Großen Pyramide von Gizeh besuchen – steht ganz oben auf meiner „to do“-Liste
[ ] 005. Eine Tarantel auf der Hand halten – alles hat Grenzen!
[x] 006. Im Kerzenlicht mit jemandem ein Bad nehmen
[x] 007. »Ich liebe dich« sagen und es meinen – ich sage es nie, wenn ich es nicht auch genau so meine
[x] 008. Einen Baum umarmen
[ ] 009. Einen Striptease bis zum Ende hinlegen – das ist und bleibt privat ;o)
[ ] 010. Bungee Jumping ausprobieren – darf ich leider nicht
[x] 011. Paris besuchen – bei strömendem Regen
[ ] 012. Ein Gewitter auf See erleben
[x] 013. Die Nacht durchmachen – nur eine? Oh!
[ ] 014. Das Nordlicht sehen
[x] 015. Eine Sportveranstaltung besuchen
[ ] 016. Den Schiefen Turm von Pisa besteigen
[ ] 017. Eigenes Gemüse züchten und essen
[ ] 018. Einen Eisberg berühren – leider noch nie
[x] 019. Unter dem Sternenhimmel schlafen – schlafen in Form von ein_schlafen? ;o)
[x] 020. Eine Babywindel wechseln
[x] 021. In einem Heißluftballon fahren
[ ] 022. Einen Meteoritenhagel beobachten
[ ] 023. Einen Champagnerrausch haben
[x] 024. Mehr als man sich leisten kann spenden
[x] 025. Den Himmel durch ein Teleskop anschauen
[x] 026. Im unpassendsten Moment einen Lachanfall haben – Jou! Das volle Programm inklusive Schnappatmung
[ ] 027. An einer Schlägerei teilnehmen
[x] 028. Beim Pferderennen gewinnen – zählt auch Roulette?
[x] 029. Blau machen, obwohl man nicht krank ist
[ ] 030. Eine(n) Fremde(n) bitten, mit einem auszugehen
[x] 031. Eine Schneeballschlacht mitmachen
[ ] 032. Seinen Hintern auf dem Bürokopierer ablichten
[ ] 033. So laut schreien wie es geht – ich mag kein Schreien
[ ] 034. Ein Lamm in den Armen halten
[x] 035. Eine heimliche Fantasie ausleben
[x] 036. Um Mitternacht (nackt) baden gehen
[x] 037. In eiskaltem Wasser baden
[x] 038. Eine richtige Unterhaltung mit einem Bettler führen
[x] 039. Eine totale Sonnenfinsternis beobachten
[x] 040. Eine Achterbahnfahrt mitmachen
[ ] 041. Einen Elfmeter verwandeln
[ ] 042. Die Aufgaben von drei Wochen irgendwie in drei Tagen erledigen
[x] 043. Völlig verrückt abtanzen, egal wer dabei zusieht
[x] 044. Einen fremden Akzent einen ganzen Tag lang nachmachen
[ ] 045. Den Geburtsort seiner Vorfahren besuchen
[x] 046. Glücklich mit dem eigenen Leben sein, wenn auch nur für einen Moment
[x] 047. Zwei Festplatten im Computer haben
[ ] 048. Alle Bundesländer seines Landes besuchen
[x] 049. Den eigenen Job in jeder Hinsicht mögen auch wenns nur für einen Moment ist
[x] 050. Sich um jemanden kümmern, der beschissen aussieht
[x] 051. Nach eigenem Ermessen genug Geld besitzen
[x] 052. Abgefahrene Freunde haben
[x] 053. Im Ausland mit einem/r Fremden tanzen
[ ] 054. Wale in der freien Natur beobachten – hoffentlich erlebe ich das irgendwann!
[ ] 055. Ein Straßenschild stehlen
[ ] 056. Mit dem Rucksack durch Amerika reisen
[ ] 057. Per Anhalter fahren
[ ] 058. Freeclimbing ausprobieren
[ ] 059. Im Ausland einen Beamten anlügen, um bloß nicht aufzufallen
[x] 060. Um Mitternacht am Strand spazieren gehen
[x] 061. Mit dem Fallschirm abspringen – nur EINmal? Ooops …
[ ] 062. Irland besuchen
[x] 063. Länger an Liebeskummer leiden, als die Beziehung gedauert hat
[x] 064. Im Restaurant am Tisch mit Fremden speisen
[ ] 065. Japan besuchen
[ ] 066. Das eigene Gewicht in Hanteln stemmen
[ ] 067. Eine Kuh melken
[x] 068. Seine CD sammlung auflisten
[ ] 069. Vorgeben, ein Superstar zu sein
[ ] 070. Karaoke singen – never ever!
[x] 071. Einen ganze Tag lang einfach nur so im Bett bleiben
[ ] 072. Nackt vor Fremden posieren
[ ] 073. Mit Sauerstoffflasche tauchen
[x] 074. Zu Ravels Bolero Sex haben
[x] 075. Im Regen küssen
[x] 076. Im Schlamm spielen
[x] 077. Im Regen spielen
[x] 078. Ein Autokino besuchen
[x] 079. Etwas ohne Reue tun, was man eigentlich bereuen müsste
[ ] 080. Die Chinesische Mauer besuchen – hoffentlich noch in diesem Leben!
[x] 081. Entdecken, dass jemand die Homepage besucht hat, ohne das er sie kennen sollte
[ ] 082. Statt Microsoft Windows etwas Besseres verwenden
[x] 083. Ein eigenes Geschäft gründen
[x] 084. Sich glücklich und auf Gegenseitigkeit verlieben
[x] 085. Eine berühmte historische Stätte besuchen
[ ] 086. Einen Kampfsport erlernen Judo, Karate und Ju Juitsu
[ ] 087. Mehr als sechs Stunden am Stück vor einer Spielkonsole sitzen
[x] 088. Heiraten – der Wiederholungsbedarf ist als recht überschaubar einzugrenzen ;o)
[x] 089. Ins Kino gehen
[x] 090. Eine Party platzen lassen
[x] 091. Jemanden lieben, obwohl es verboten oder unschicklich ist
[x] 092. Jemanden küssen bis er/sie schwindelig davon wird
[x] 093. Sich scheiden lassen
[x] 094. Sex im Büro haben
[x] 095. Fünf Tage lang ohne Essen auskommen- sehr unfreiwillig, ja
[x] 096. Kekse nach eigene Rezept backen (nach abgeändertem Rezept)
[x] 097. Den ersten Platz in einem Verkleidungswettbewerb belegen – zählt auch eine Miss-Wahl?
[ ] 098. In einer Gondel durch Venedig fahren
[ ] 099. Sich tätowieren lassen – bei meiner Panik vor Nadeln? Eher nicht …
[x] 100. Herausfinden, dass allein die Berührung von Gegenständen einen anmacht
[ ] 101. Wildwasser- Rafting – würde ich sehr gern!
[ ] 102. Im Fernsehen als »Experte« auftreten
[x] 103. Ohne Grund einen Blumenstrauß bekommen
[ ] 104. In der Öffentlichkeit masturbieren
[ ] 105. So besoffen sein, dass man sich an nichts mehr erinnert
[ ] 106. Von irgendeiner illegalen Droge abhängig sein – gibt es auch legale? ;)
[x] 107. Auf einer Bühne auftreten – jahrelang, also deutlich mehr als einmal
[x] 108. Las Vegas besuchen
[ ] 109. Die eigene Musik aufnehmen
[ ] 110. Haifisch essen (Haifischsuppe)
[x] 111. Einen One-Night-Stand haben
[ ] 112. Thailand besuchen
[x] 113. Erleben, wie Asylanten in Deutschland leben
[ ] 114. Ein Haus kaufen
[ ] 115. Im Krieg auf einem Schlachtfeld sein
[ ] 116. Einen oder beide Elternteile begraben – meine absolute Horrorvorstellung!
[x] 117. Eine Kreuzfahrt machen
[x] 118. Mehr als eine Sprache sprechen
[x] 119. Beim Versuch, einen anderen zu verteidigen, selbst eins “auf die Fresse kriegen”
[ ] 120. Einen ungedeckten Scheck einreichen
[ ] 121. In der Rocky Horror Picture Show auftreten
[ ] 122. Das eigene Kreditkartenstatement lesen und verstehen
[ ] 123. Kinder aufziehen
[x] 124. Nachträglich das ehemalige Lieblingsspielzeug kaufen und damit spielen
[ ] 125. Auf Tour seiner Lieblingsmusiker mitreisen
[x] 126. Die eigene Sternenkonstellation bestimmen
[ ] 127. Im Ausland eine Fahrradtour machen
[ ] 128. Etwas Interessantes über die eigenen Vorfahren herausfinden
[ ] 129. Den eigenen Bundestagsabgeordneten anrufen oder anschreiben – ich bin nicht allzu scharf auf eine Anzeige wegen Beleidigung ;)
[x] 130. Mit dem/der Geliebten irgendwo von Null neu anfangen
[x] 131. Zu Fuß über die Golden Gate Bridge gehen
[ ] 132. Im Auto laut singen und nicht aufhören, obwohl jemand zusieht
[ ] 133. Eine Abtreibung hinter sich bringen, gegebenenfalls mit dem Partner
[ ] 134. Eine Schönheitsoperation mitmachen – Dafür müsste ich mir eine Spritze geben lasse, nöch?! Vergiss es!
[x] 135. Einen [schweren] Unfall unerwartet unverletzt überstehen
[x] 136. Einen Beitrag für eine Zeitung schreiben
[x] 137. Über fünfzig Kilo abnehmen – sehr unfreiwillig die Hälfte
[x] 138. Jemanden zum Trost in den Armen halten
[ ] 139. Ein Flugzeug fliegen
[ ] 140. Einen Stachelrochen streicheln
[x] 141. Das Herz eines/r anderen brechen
[ ] 142. Einem Tier beim Gebären helfen
[ ] 143. Den Job verlieren
[ ] 144. Geld bei einer Fernsehshow gewinnen
[x] 145. Einen Knochenbruch erleiden
[ ] 146. Einen Menschen töten – dafür habe ich zuviel Achtung vor dem Leben
[ ] 147. In Afrika auf Fotosafari gehen
[x] 148. Ein Motorrad fahren – mit, ja.
[x] 149. Mit irgendeinem Landfahrzeug schneller als 220 km/h fahren – ebenfalls mit
[ ] 150. Ein Piercing irgendwo schulterabwärts anbringen lassen
[x] 151. Eine Schusswaffe abfeuern
[x] 152. Selbst gesammelte Pilze essen
[x] 153. Ein Pferd reiten
[x] 154. Eine schwere Operation durchmachen
[x] 155. Sex im fahrenden Zug haben
[ ] 156. Eine Schlange als Haustier halten – nicht als Haustier aber immerhin gehalten
[x] 157. Durch den Grand Canyon wandern
[ ] 158. Einen ganzen Flug durchschlafen
[ ] 159. Im Verlauf von zwei Tagen länger als dreißig Stunden schlafen
[x] 160. Mehr fremde Nationen als deutsche Bundesländer besuchen
[ ] 161. Alle sieben Kontinente bereisen
[ ] 162. Eine Kanureise machen
[ ] 163. Kängurufleisch essen
[ ] 164. Sich an einer historischen Mayastätte verlieben
[ ] 165. Sperma oder Eizellen spenden
[x] 166. Sushi essen – und vorher selbst machen
[x] 167. In der Zeitung das eigene Foto finden – gelten auch Buch-Cover und ein Fernsehbericht im ZDF/Kontraste?
[x] 168. Mindestens zwei glückliche Partnerbeziehungen im Leben haben
[x] 169. Jemanden in einer Angelegenheit überzeugen, die einem am Herzen liegt
[x] 170. Jemanden wegen dessen Handlungsweise rauswerfen
[ ] 171. Nochmal zur Schule gehen – alles hat Grenzen! ;o)
[x] 172. Gleitschirm fliegen – Fallschirm ist doch auch okay, oder?
[x] 173. Den eigenen Namen ändern
[ ] 174. Eine Kakerlake streicheln
[x] 175. Grüne Tomaten braten und essen – und dazu den Film „Grüne Tomaten“ sehen! *hach
[ ] 176. Die Ilias von Homer lesen
[x] 177. Einen Autor aussuchen und lesen, den man in der Schule verpasst hat
[ ] 178. Im Restaurant Löffel, Teller oder Gläser für zu Hause mitgehen lassen
[ ] 179. und vor dem Restaurant von der Polizei gefilzt werden – :-))
[x] 180. Eine künstlerische Tätigkeit als Autodidakt erlernen
[ ] 181. Ein Tier eigenhändig töten, zubereiten und essen – auf gar keinen Fall!
[x] 182. Sich bei jemandem Jahre nach einer Ungerechtigkeit dafür entschuldigen
[ ] 183. Nie an einem Klassentreffen teilnehmen
[x] 184. Sex mit jemandem haben, der halb oder doppelt so alt ist wie man selbst
[ ] 185. In ein öffentliches Amt gewählt werden
[ ] 186. Selbst eine Computersprache entwickeln
[x] 187. Erkennen dürfen, dass man den eigenen Traum tatsächlich lebt
[ ] 188. Jemanden, den man liebt, in Pflege geben müssen – das käme nie freiwillig in Frage!
[ ] 189. Selbst einen Computer [aus Einzelteilen] zusammenbauen
[x] 190. Ein selbst gemachtes Kunstwerk an einen Fremden verkaufen
[x] 191. Testrunde in einem Ferrari fahren – mit. Ja.
[ ] 192. Selbst einen Stand auf einem Straßenfest haben
[ ] 193. Sich die Haare färben
[ ] 194. Als DJ auftreten
[ ] 195. Herausfinden, dass einem der Partner im Internet den Laufpass gegeben hat
[ ] 196. Sein eigenes Rollenspiel schreiben
[ ] 197. Verhaftet werden
[x] 198. Ein Haustier halten
[x] 199. An einer Zigarette ziehen
[x] 200. Eine Sache durchsetzen
[ ] 201. Sex auf einer Discotoilette
[x] 202. Sex unterm Sternenhimmel
[ ] 203. Bei Gewitter zelten – dann wäre ich erledigt …
[ ] 204. Ein Kind gebären – ~~~
[ ] 205. Aktfotos machen (lassen)

104 von 205 … Nicht so schlecht, hm? Immerhin gut die Hälfte. Einiges werde ich nie tun; das ist heute schon klar. Anderes werde ich irgendwann noch verwirklichen. Und so manches fehlt in dieser Auflistung. Aber nun denn … irgendwas ist ja immer ;o)

Ich bin ja ein Freund von Geschlossenem (Bezug des Endes auf den Anfang) beim Schreiben. Aber wie nun der Anfang (Kneipenrunde) mit dem Ende (Aktfotos) in Einklang zu bringen ist … da fehlt mir noch eine Idee, die mir nicht peinlich wäre *g

Wer das „Stöckchen“ aufnehmen möchte, kann das gern tun!

Werbeanzeigen

Read Full Post »

Hier bekommt der Begriff „Affentheater“ mal eine ganz andere Bedeutung: Erst kloppten sie sich, so dass durchaus der Eindruck entstehen könnte, einer von beiden würde es nicht wirklich unfallfrei überstehen. Dann guckt man mal einen Augenblick nicht hin und was passiert?:

ABC-Oralfreuden

Tja … Tiere sind eben auch nur Menschen! ;o))

Read Full Post »

Abgesehen von dieser mörder Stimme ist das eines der Youtube-Videos, an denen ich mich im Moment einfach nicht satt sehen kann. Dieses Berliner Enfant terrible fasziniert mich – je mehr ich mich mit ihm beschäftige – immer mehr.

Ich kenne kaum einen Facetten reicheren Menschen. Gerade spielte Ben Becker im „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen den „Tod“. So bescheuert die Situation vor ca. zwei Jahren durch eine Eskapade für ihn auch gewesen sein dürfte, während der er dem Tod verflucht nah gewesen ist, so dürfte ihm diese Erfahrung bei einer solchen Rolle sicher hilfreich sein.

Makaber, hm? Na ja … wer mich ein bisschen kennt, weiß, dass ich weiß, wovon ich rede bzw. schreibe. Auch wenn es bei mir ein völlig anderer Hintergrund war. Aber es ist ein gutes Beispiel dafür, dass selbst eine Situation, die man weder sich noch anderen wünscht, letztendlich etwas Positives haben kann. Einen Gewinn bringen kann, den man auf andere Weise nie erreicht hätte. Auch wenn der Weg dahin verdammt steinig war. Sei’s drum.

‚Kurze Hose – Holzgewehr.‘

Und ab!

;o)

Read Full Post »

Die Marktkirche in Hannover wäre nicht die Marktkirche und würde nicht in Hannover stehen, wenn sie nicht in jedem Detail Interessantes zu bieten hätte. So gibt es allein um den Kirchturm unzählige Legenden und Geschichten, einiges an Symbolik und natürlich auch ein paar Tatsachen ;o) Eine der Tatsachen ist, dass der Turm zu den Gigantischsten überhaupt gehören sollte. Seinerzeit, also in diesem Fall im 14. Jahrhundert, war es üblich, dass die reicheren Bürger für dererlei Baumaßnahmen spendeten. Aber auch arme Bürger, die sowieso schon kaum wussten, wie sie noch etwas auf den heimischen Tisch bringen sollten, spendeten um ihr Seelenheil. Natürlich immer ganz freiwillig … klar! Nichts lag der Kirche ferner, als Menschen ein schlechtes Gewissen einzureden, wenn sie nicht ihr letztes Hemd gaben. Dank dieser Spenden konnte von dem geplanten Turm ein gutes Stück gebaut werden. Doch irgendwann riss der Geldsegen ab. Um die Bürger weiter zu motivieren, wurde das ehemals vor der Kirche stehende Modell des geplanten Turmbaus kurzerhand auf den Rohbau des Kirchturms gestellt.

Und da steht es noch heute.

Zu den sichtbaren Symbolen gehören auf der Ostseite ein Pentagramm, auf der Nord- und Süd-Seite zwei Hexagramme, sowie verschiedene keltische Symbole und ein Henkelkreuz. Ein sprichwörtliches „Kreuz“ erfuhr 1984 der vergoldete Wetterhahn. Er wurde nämlich kurzerhand geklaut, als der Turm zu Renovierungsarbeiten komplett eingerüstet war. Entrüstet waren daraufhin die Bürger Hannovers und fingen eifrig an, in einer gläsernen Box Spenden zu sammeln, um einen neuen Wetterhahn für den Turm anzuschaffen. Entweder war das dem Dieb peinlich oder es packte ihn ein schlechtes Gewissen. Auf keinen Fall jedoch gelang es ihm offensichtlich, den Wetterhahn zu verkaufen, so dass er ihn einfach irgendwo ablegte und somit finden ließ. Nachdem der Hahn also wieder da war, kamen die bis dahin gesammelten Spenden einem anderen kirchlichen Zweck zugute.

Zugute gekommen sein soll auch zwei Chorknaben Gottes Segen oder einfach mächtig viel Glück. Als in den Gewölben des Kirchturms Dohlen nisteten, beschlossen sie, die Brut an sich zu bringen. Nachdem sie in den Kirchturm gekraxelt waren, schob einer der Knaben aus der Turmöffnung ein Brett, damit der andere Bengel zu den Nestern kriechen konnte. Nachdem die Beute gesichert war, gerieten die beiden Banausen jedoch in Streit darüber, wer wie viel bekommen sollte. Also ließ der Junge, der das Brett mit dem anderen darauf hielt, einfach los und der zweite segelte daraufhin zu Boden. Dank des Chormantels, der wie ein Fallschirm wirkte, soll der Junge aber unbeschadet unten angekommen sein.

Himmlisches-SA500123-SW700

Bei letzterem Ereignis war Gott mit seiner Vergebung aber wirklich verflucht schnell … *g

© skriptum

Read Full Post »

Was ist das eigentlich auf manchen Internet-Präsenzen (natürlich bis zum Glück nicht hier!) für eine neue Erscheinung, sich ständig auf die Blog- und Foren-Böden der Tatsachen zu schmeißen? Da werden aus dem Nichts einer bis dahin sachlich geführten Diskussion Sub-Threads kreiert, die nur noch aus

*umfall*
*aufhelf*
*nochmal umfall*
*Riechsalz ranschlepp*
*Riechsalz schnapp*
*aufrappel*
*wieder hinschmeiß*
*auch schubs*
*kreisch*
*Luft schnapp*
*wieder umfall*
*fächel*
*Wasser kipp*
*jetzt erst recht umfall*
*liegen bleib*
*ächts*
*flizzzzzzzz*
*pfffffff*
*schubs nochmal*
*heul los*
*Taschentuch reich*
*schnöf rein*
*Kleenexrolle rüberschieb*
*Rolle über Kopf hau*
*Beule reib*

etc. bestehen, um möglichst zeitnah in Gelächter zu Gipfeln mittels

*gggggggggg*

was spätestens ab drei „g“ höchst hysterisch wirkt oder

*rofffffffffl*

obwohl diese Foren in den seltensten Fällen über dermaßen viel Floor verfügen. Dennoch.

Und wenn man gerade die leise Hoffnung hegt, dass es überstanden sein könnte, lässt sich unschwer feststellen, dass alles unbedingt steigerungsfähig ist. Zum Beispiel mit

*dichmalzurseiteschieb*
*michnichtschiebenlass*
*nöldichmalan*
*sturstehenbleib*
*vorbeiwill*
*abernichtvorbeilass*
*draufhau*

womit wir spätestens in dem Moment wieder bei

*umfall*

wären und das ganze Theater von vorn losgeht.

Im Grunde stört es ja gar nicht weiter, wenn sich dererlei in irgendwelchen Threads abspielt und nur allzu leicht der Eindruck entsteht, es handele sich möglicherweise um Menschen, die einfach nicht über die Fähigkeit verfügen, wenigstens ab und zu in ganzen Sätzen zu schreiben. RatzFatz *umfall* und schon ist klar, dass andere User irgendwas *ranschlepp* sollen, was dann recht schnöde mit *wegschmeiß* oder *nichtwill* abgelehnt wird. Nun denn. Notfalls hilft auch ein kurzes *kreisch* oder „brüll*, um bekannt zu geben, dass man nicht mehr will. Hat man ja im Kindergarten schon so gelernt. Scheint irgendwas von Radfahren zu haben. Nur *weglauf* ist einfacher und verfehlt wenigstens nicht den „Sinn“ solcherlei Threads. Immerhin möchte man sich ja gern mitteilen und das geht eben nur, wenn man die „Sprache“ des Adressaten spricht. Und wer’s nicht lesen will, kann ja wegklicken; spätestens bevor er ganz erblindet.

Was mich ehrlich gesagt beunruhigt ist jedoch, dass mich inzwischen immer öfter solche Nachrichten erreichen.

WAS bitte habe ich getan? *grübelfürchterbar

WANN habe ich den Eindruck erweckt, diese Sprache, möglicherweise sogar ausschließlich, zu beherrschen? *überlegganzdolle

WIE könnte ich es erreichen, dass das aufhört? *nochmalstarknachdenk

WER wagt es, das auch zukünftig zu tun? *drohjetztschonmal

WARUM muss mir so etwas passieren? *fragmalsoindieRunde

WO bin ich da nur gelandet? *guckumschau *fassungslos *gleichmitumfall

Einzig die Hoffnung, dass diejenigen, die mir solche Nachrichten schicken maximal die Hälfte dieses Textes verstehen, beruhigt mich etwas oder auch gerade das nicht. Alle anderen verstehen nur die andere Hälfte. In Anbetracht dessen sollte wohl geklärt sein, dass keiner diesen Text ganz versteht. Daraus müsste resultieren, dass eigentlich und uneigentlich kein einziger Kommentar folgen dürfte. Normalerweise. Oder jeder schreibt eben das dazu, was er schreiben kann, soweit er diesen Text verstanden hat. Ehrlich gesagt verstehe ich ihn inzwischen selbst nicht mehr und habe den Mist längst wieder gelöscht. Wie er auf diesen Blog gekommen ist weiß ich nicht, lehne jede Verantwortung für das ab, was daraus entsteht und *flitzganzfixfurchtbarweitweg*, um nicht irgendwann nur noch Sternchen zu sehen. Also noch viel Spaß und

*ganzliebwinkewinke*

;o)

Read Full Post »

Umgehen

Es gibt Menschen,
mit denen werde ich immer gern umgehen.

Es gibt andere Menschen,
die werde ich stets umgehen.

© skriptum

Read Full Post »

Meine Wohnung befindet sich in einem sehr schönen so genannten Wohnpark. Rot geklinkerte Häuser und ringsum ohne Ende Grün. Bäume, Büsche, Wiesen … Sehr viele Singvögel und andere frei laufende Tiere. Am Anfang der Straße ist ein Friedhof, den man passieren muss, um in den Wohnpark zu gelangen. Da dieser Friedhof zu den Straßenseiten in hohe Mauern „gehüllt“ ist, die von großen Sträuchern umrahmt sind, ist er vor allzu vielen Blicken oder sonstigen Störungen geschützt.

Nur die Häuser am Anfang des Wohnparks … nein, dort würde ich nie einziehen: Im Winter sieht man auf den Friedhof, weil die Bäume und Büsche blattlos sind, und im Sommer … riecht man ihn … Auch aus den Kanaldeckeln, die sich auf dem Fußweg, rund um den Friedhof befinden. Meine diesbezügliche Anfrage bei der Hausverwaltung wurde mit „das geht gar nicht“ abgetan. Meine gleich lautende Anfrage bei der Stadt Hannover ergab ebenfalls ein schlichtes “das geht gar nicht“. Bitten, sich vor Ort davon zu überzeugen wurden ignoriert. Und so müffelt irgendwas bei warmem Wetter, durch die Kanaldeckel ziehend, vor sich hin. Was auch immer es ist … und wohlmöglich letztendlich ins Trinkwasser gerät.

Ansich ist diese Anlage jedoch sehr gepflegt und sauber.

Nun sitze ich hier und überlege, wie ich das, was ich eigentlich schreiben will, formulieren soll. Es ist schwierig, wenn man das Wort „Pietät“ nicht nur aus dem Duden kennt …

Als ich eines Morgens an der Hauptseite des Friedhofs vorbei zur Bahn ging, stand dort ein großer Container vor dem Eingang. Hm … Kommt vor. Also machte ich mir keine weiteren Gedanken. Als ich abends wieder am Friedhof vorbei kam, war dieser Container voll gepackt mit Grabsteinen … Ein Anblick des Grauens … irgendwie. Ich blieb wie angewurzelt stehen. Erst überlegte ich, das zu fotografieren. Es sah Furcht erregend und einzigartig aus. Und an einen Abtransport an jenem Abend war wohl aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit nicht zu denken. Also würden die Grabsteine, so lieblos aufeinander geschmissen, wohl über Nacht dort stehen bleiben.

Namen … Es waren die Namen von Verstorbenen zu lesen. Einfach so. Hier auf der Straße. In einem Container liegend. Unter-, über- und nebeneinander in irgendeinen städtischen Container geklatscht.

Achtlos.

Sehr pietätlos. … wie ich finde.

Dass die Toten auferstanden sind, ist wohl nicht anzunehmen. Also gehe ich davon aus, dass es sich um Gräber handelte, die eingeebnet wurden. Weil die Angehörigen nicht mehr bezahlen können? Weil Platz gebraucht wird und man eben nur eine bestimmte Zeit tot sein darf, bis man gänzlich ausgelöscht wird? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass mich dieser Anblick sehr erschreckt hat. Und er hat mich traurig gemacht.

Da sind Grabstellen vernichtet worden, die vermutlich über Jahre von liebenden und vermissenden Menschen besucht wurden. Nun ist auch dieser letzte Anlaufpunkt zu einem geliebten Menschen weg. Abgeräumt. In einem Container entsorgt. Ich für mich habe längst beschlossen, nicht beerdigt werden zu wollen. Vielleicht auch aus eben diesem Grunde. In erster Linie jedoch, weil ich mir sage, dass niemand sich verpflichtet fühlen soll, Stiefmütterchen oder Koniferen auf mich zu pflanzen und sie regelmäßig gießen und pflegen zu müssen … Wer mich zu Lebzeiten nicht in sein Herz geschlossen hat und somit eh bei sich trägt, egal wo ich bin, braucht sich nach meinem Tod nicht an mein Grab zu stellen und zu trauern.

Nein, ich habe für mich längst zwei Alternativen, die ich viel schöner finde, als irgendwo verbuddelt zu werden. Begraben für sehr viel Geld. Insbesondere dann sehr viel Geld, wenn man selbst kaum noch weiß, wovon man leben soll. Aber was ist mit den Menschen, die sich für die Beerdigung auf einem Friedhof entschieden haben. Sich zur letzten Ruhe im Erdreich haben betten lassen um auf diese Weise ihren Angehörigen so was wie „erhalten“ zu bleiben? Nach wahrscheinlich gesetzmäßig festgelegtem Enddatum werden sie abtransportiert und die nächsten Verstorbenen darüber gelegt?

Ich finde diese ganzen Gedanken mehr als grausam. Und ich hoffe für mich, dass ich nie im Leben erneut einen solchen Container mit Grabsteinen sehen muss. Viel bedrückendere Situationen habe ich kaum mal erlebt. Dieser Anblick lässt mich einfach nicht mehr los.

© skriptum
[urspr. 07/04]

Read Full Post »

Older Posts »