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Archive for Oktober 2009

Der Ursprung des Wortes „Halloween“ entspringt aus „All Hallow’s Eve“, womit der Vorabend von Allerheiligen gemeint ist. Der Brauch stammte ursprünglich aus dem keltischen Raum und symbolisierte den Abschied vom Sommer. Auch ging man davon aus, dass Halloween ein besonders günstiger Tag war, um mit den Toten in Kontakt zu treten, da sie sich an diesem Tag unter die Lebenden mischten. Aufgrund der Annahme, dass sich die erscheinenden Toten dann für ein Jahr den Körper eines Lebenden suchten, wurden ihnen Opfer gebracht, damit der eigene Körper möglichst verschont blieb. Einige wollten jedoch auf Nummer sicher und den Toten lieber ganz aus dem Weg gehen, in dem sie sich in der Halloween-Nacht möglichst gruselig anzogen, so dass sie gar nicht erst als Lebende erkannt werden konnten.

Gängige Symbole sind Hexen, Teufelsgestalten, Dämonen, Eulen, Spinnen, Fledermäuse, Gnome/Zwerge und natürlich nicht zu vergessen Gespenster, Skelette und Kürbisse! Sämtliche dieser Bildnisse soll(t)en böse Geister abschrecken.

Während (zumindest in den USA) eher in überwiegend katholischen Gegenden diesem Brauch nachgegangen wird, lehnen Evangelisten Halloween teilweise ganz massiv ab. Vielmehr vertreten sie die Auffassung, dass mit dem Feiern dieses Festes Missbrauch durch satanische Vereinigungen betrieben werden könnte. Letzteres erweckt in mir allerdings eher den Eindruck des „dann haben wir auch mal etwas dazu gesagt“, denn einer vernünftigen Argumentation. Aber sei’s drum.

Während sich Halloween in Deutschland überwiegend auf Dekorationen im Haus, möglicherweise auch Garten, beschränkt, wird dieser Brauch z. B. in Nordamerika zum Outdoor-Ereignis. Das Land ist mittels ausgehöhlter und meist mit eingeschnitzten Fratzen versehener Kürbisse („Jack O’Lantern“ genannt) in Orange getaucht. Echt oder aus pflegeleicht-wetterfestem Plastik industriell hergestellt. Mit diesen Grimassen werden die Kürbisse verziert, um auch auf diesem Wege zu versuchen, böse Geister abzuschrecken. Ursprünglich wurden dazu keine Kürbisse, sondern Rüben verwendet. Da Kürbisse sich aber aufgrund ihrer Größe besser gestalten lassen, wurden diese wenig später zur Abschreckung eingesetzt.

Die moderne Form des Bettelns mit „Trick or Treat“ (Streiche [Saures] oder Süßes), was ursprünglich das Betteln um „Seelenfutter“ bedeutete mit dem Versprechen, für die Gebenden besonders intensiv zu beten, hält sich in Deutschland durchaus in überschaubaren Grenzen. Die meisten Menschen hier könnten vermutlich nicht einmal etwas damit anfangen, wenn plötzlich eine Horde gruselig verkleideter Kinder vor ihrer Tür stünde und um Süßes bitten, anderenfalls Saures androhen würde.

Das „Saure“ beschränkt sich jedoch meist auf Klingelstreiche oder ähnliches. Dass einem z. B. die Hütte abgefackelt wird, ist eher nicht zu erwarten. Es geht bei „Saures“ eben um Streiche, nicht um Straftaten. Letztendlich steht heutzutage immer der Spaß an der Sache im Vordergrund.

Mitunter kann einem jedoch während Halloween reichlich mulmig werden! Ich erlebte es einmal in Florida: Eine riesige Gestalt, komplett schwarz vermummt, kam bedrohlich auf mich zu, nahm mich wortlos in den Arm und zerrte mich regelrecht weg … in dem Fall zur nächsten Theke um dann die Gesichts-Verkleidung grinsend etwas zu lüften In Amerika sind während Halloween sämtliche öffentlichen Gebäude mit (künstliche) Spinnweben und anderem Gruselkram geschmückt, Bedienungen tragen die absonderlichsten Kostüme und pflegen während dieser verrückten Zeit meist auch eine ganz andere Ausdrucksweise. Für Ängstliche nicht unbedingt geeignet, für nicht Ängstliche mitunter ein riesiger Spaß. Und wer sich noch nicht ganz sicher ist, wie er auf solche Szenarien reagieren würde, kann ja in Deutschland erstmal üben: Hier wird all das längst (noch?) nicht so intensiv betrieben, wie in manchen anderen Ländern.

Und wer glaubt, dass er die Nummer nüchtern überhaupt nicht ertragen kann, sollte sich vielleicht schnell noch eine Blut-Bowle zaubern:

Zutaten: 2 Liter roten Traubensaft , 1,5 Liter Martini Bianco oder weißen Rum, 0,5 Liter Tequila, 4 Blätter Gelatine, Zitronensaft (Menge nach Geschmack)

Zubereitung: Gelatine in warmem Wasser einweichen, Saft und Alkohol in eine Bowlenform geben, mit der Gelatine andicken, bis es wie Blut aussieht. Lauwarm servieren.

Und wer sich das nicht allein zutraut, könnte auch noch schnell per E-Card ein paar Einladungen rausschicken, um die kommende Nacht in möglichst lebendiger Gesellschaft zu überstehen:

Klick mal hier! ;o)

Viel Spaß!

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Seelenfänger, ich bin erstaunt
wie weit du deine Flügel ausbreitest.
Du ziehst deine Kreise durch die Lüfte
bis ich dich vor meinem Fenster sehe.

Still öffne ich es, doch was mich trifft
ist eisiger Wind in meinem Gesicht.
Du fliegst in den Schutz des Dickichts der Birke.
Richtest deine ruhenden Blicke auf mich.

Still beobachtest du meine Schritte.
Ich genieße es und doch macht es mir Angst.
Das Fenster schließe ich still
und Fragen machen sich in mir breit.

Da kommst du erneut angeflogen
und setzt dich auf die Fensterbank.
So sitzen wir still und sehen uns an.
Jeder auf einer anderen Seite.

© skriptum

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Ich höre und staune,
vernehme
und weiß.

Bin es leid,
die Augen zu öffnen,
um zu sehen
was ich nicht wissen will.

Was in mir schreit
ist die Ewigkeit.
Nur dass es sie nicht gibt.
Nicht so und anders auch nicht.

Oder doch?
Immerhin:

Sie hält und beschützt mich,
betrügt und belügt mich,
gibt mir das Gefühl von „ja“.

Nur, um mich im nächsten Moment
erbarmungslos
auf den Boden der Tatsachen
zurück zu klatschen.

Nein, nein:
Keine Tränen.
Dies ist ein anderes Stück vom Un_Glück.

Schon wieder sammele ich Steine.
Versuche sie zu dem Mosaik zu formen,
das ich gern sehen würde.
Und doch versperrt es sich mir.

Immer wieder.

Dieses „Ach wenn wir doch nur“
bringt mich um den Verstand.
Stück für Stück treibt es mich
in den wehrlosen Wahnsinn.

Natürlich bin ich stark.
Ich schaffe das.
So, wie ich immer alles schaffe.
Irgendwie.

Aber manchmal …

Ja, manchmal …

… will ich einfach nicht stark sein.

Möchte mich fallen lassen,
In Dir.
Mit Dir.
In Dich hinein.

Ich möchte diejenige sein,
die Dich um den Verstand bringt.
Nicht umgekehrt.

Das hatten wir doch nun oft genug.
Und es hört nicht auf.
Es hört einfach nicht auf.

Das nicht … und das sowieso nicht.

Und die Ewigkeit schreit.

Lautlos.

Eben ganz so, wie immer.

© skriptum

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