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Archive for Mai 2010

 
Ich hätte da gern mal ein Problem, das ich gar nicht habe, und zwar wie folgt:

X

Als dieses Fenster auf dem blendfreien Bildschirm meines Laptops plötzlich aufpoppte hatte ich nur das Problem, dass ich nicht weiter arbeiten konnte, weil ich plötzlich ein PopUp vor meinen an ganz Anderem interessierten Augen hatte. Trotzdem riskierte ich einen Blick. Der verriet mir, dass ich mit dem Gelesene rein gar nichts anfangen konnte. Was mich nicht weiter verwunderte, weil ich ja bis dahin gar kein Problem hatte.

Dass bei „Lösungen zum Installieren“ „Keine Lösungen gefunden“ angegeben wurde, war nicht überraschend.

Dass „In Ihrer Sprache ist keine Lösung verfügbar“ „!Neu“ sein soll, wunderte mich hingegen schon. Ich kenne es überhaupt nicht anders. Über das falsch positionierte Ausrufungszeichen sprechen wir lieber gar nicht.

Davon abgesehen habe ich auf meinem Laptop kein Word 2002 und Firefox ist zwar installiert, war aber nicht aktiv.

Nachdem ich das PopUp weggetickert hatte, konnte ich völlig problemlos weiter arbeiten. Da bleibt nur die Frage: Habe ich zu schnell geklickt oder getippt, so dass google und microsoft mit dem Protokollieren nicht mehr hinterher gekommen sind? Soll ich (es Euch) langsamer machen? Hm?

Manchmal könnte ich echt in Versuchung geraten, mich in die Zeit der Steintafeln zurück zu wünschen …

Dennoch oder erst recht Häppi Pfingschtn ätt ool! ;o)

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Vom Sinn und Unsinn, einen Menschen halten zu wollen, wenn er unbedingt fallen will …

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Sie war glücklich mit ihm. In diesem Mann hatte sie die Liebe ihres Lebens gefunden. Sie überschüttete ihn teilweise mit ehrlichen Liebeserklärungen, weil sie ahnte, dass er es nicht wirklich glauben konnte, dass sie ihn so liebte.

Einige Monate war ihr dieser Mann in ihrem Leben vergönnt. Es war nicht immer einfach. Viele Streitigkeiten begleiteten diesen relativ kurzen Weg. Es war schwierig, weil sie sich – wenn überhaupt – nur an den Wochenenden sehen konnten. Viele Pläne, mal mehr als 24 Stunden miteinander zu verbringen, scheiterten irgendwann sogar an oft abwendbaren Gründen. Und dennoch … sie war glücklich mit ihm. Sie wollte ihn, wie niemals einen Mann zuvor.

Bis sie ihn kennen gelernt hatte, wollte sie keine Beziehung. Absolut nicht. Dann kreuzte er ihren Weg und sie wollte … absolut … ausschließlich … ihn! Dass sie sich aufgrund der Entfernung nur an den Wochenenden sehen konnten, kam ihr einerseits sehr entgegen, da sie während der Woche genug mit ihrem Job etc. um die Ohren hatte. Andererseits war es ihr nicht genug, ihn nur 24 Stunden pro Woche genießen zu können. Sie wurde ungeduldig …

Gleich am Anfang schmiedeten beide Pläne, dass er in ihre Stadt ziehen würde. Er versprach, sich zu bewerben und sie schickte ihm Adressen und Ansprechpartner, entwickelte endlos Ideen, um ihm die Suche zu erleichtern. Die anfängliche Euphorie ließ sehr schnell nach und so wurde sie immer enttäuschter, dass aus den Plänen, im Sommer bereits ein gemeinsames Nest zu bauen, inzwischen sicher nichts mehr würde. Sie wurde ungeduldiger …

Anfänglich wurden die Jobs vernachlässigt, um den gerade gefundenen Partner so oft wie möglich genießen zu können. Dann nahmen die Jobs zwangsläufig wieder einen höheren Stellenwert ein. Irgendwann war es so weit, dass Jobs vorgeschoben wurden, so dass gar nicht mehr so viel Zeit miteinander verbracht werden konnte. Sie enttäuschte das sehr. Doch was sollte sie tun? Das Argument Job konnte sie nicht entkräften. Ihre Ungeduld wuchs …

Sie hätte sich so sehr ein Ziel gewünscht. Einfach ein Ziel, das ihr die Möglichkeit gegeben hätte, sich auf Tag X zu freuen, wenn es zwischendurch mal wieder unmöglich war, sich zu sehen. Tag X, der bedeutet hätte, endlich mit dem geliebten Menschen in der gleichen Stadt leben zu können. Einfach Tag X … selbst wenn er noch Monate auf sich hätte warten lassen. Doch dieser Tag wurde nicht definiert. Ihre Ungeduld eskalierte …

Sie versuchte, ihm ihre Gefühle, ihre Bedürfnisse und ihre Ängste zu erklären. Doch sie fand nicht die richtigen Worte. Liebe in ruhig formulierte Ungeduld gebettet kam als Angriff und Unter-Druck-Setzen bei ihm an. Als Provokation und Sarkasmus. Sie hatte es nie verletzend gemeint. Sie wollte einfach nur bekunden, dass sie ihn liebte und ihn mehr in ihrem Leben wissen wollte, als 24 Stunden pro Woche. Doch ihre wahre Message verhallte ungehört. Viele Worte – gesagt oder geschrieben – nahmen einen Weg, der sie beim Empfänger nicht im Entferntesten so ankommen ließen, wie sie tatsächlich gemeint waren … Voller Liebe … Voller Begehren … Voller … Ungeduld …

Um sich vor ihren Gefühle schützen zu können, wählte er den Weg des Ignorierens… den Weg des Ausschweigens… Der Blick seiner Augen – wenn er sie ansah – wurde leerer … die Küsse wurden kälter … der Sex wurde pflichtbewusster … seine Hände auf ihrer Haut brachten sie noch immer zum Beben doch sein Atem streichelte sie nicht mehr … er peitschte auf ihrer Haut.

Die Beziehung hatte sich trotz ihrer ehrlichen Liebe aufgrund der unterschiedlichen Intensität der Gefühle zu Tode geliebt. So konnte sie einfach nicht mehr weiter … nicht ohne ihn … aber auch nicht

mit ihm!

Forgive me, Baby, and good luck!

© skriptum

[21.05.2002]

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Vor ein paar Jahren kam der „Witz“ auf, „Wenn nur 10 Prozent aller Unfälle von Fahrern verursacht werden, die unter Alkoholeinfluss stehen, müssen doch die anderen 90 Prozent von der Straße!“. Das kann man so natürlich nur schwer stehen lassen. Denn die verbleibenden 90 Prozent setzen sich aus vielen Gruppen und Faktoren zusammen. Beispielsweise aus Übermüdung, Drogeneinfluss, Raserei oder schlicht Dummheit.

Was mir nach wie vor und immer wieder gegen den Strich geht ist, dass es offensichtlich zum erklärten Schwerpunkt der Medien gehört, Senioren für Unfälle pauschal verantwortlich zu machen. Immer wieder kommt diese völlig sinnfreie Diskussion auf, Senioren den Führerschein ab dem Alter X einfach abzunehmen oder sie permanent erneut zu prüfen, ob sie tatsächlich noch fahrtüchtig sind. Das ärgert mich maßlos.

Um das potentiell zu widerlegen suchte ich mittlerweile einige Zeit nach einer Unfallstatistik, aus der die einzelnen Altersgruppen hervor gehen. Leider ohne Erfolg (vielleicht hat eine/r von Euch mehr Glück?). Was ich fand waren ein paar Artikel und Berichte, wovon ich lediglich zwei verlinken und im Ausschnitt zitieren möchte:

DEKRA SafetyCheck 2010 – Kostenloser Boxenstopp für junge Fahrer (Stuttgart, 10. Mai 2010)
Junge Autofahrer sind doppelt so häufig an schweren Verkehrsunfällen beteiligt wie andere Fahrer. [Quelle]

und

Senioren am Steuer sind besser als ihr Ruf: Ältere Autofahrer sind offenbar besser als viele denken. Das geht aus einer Analyse einer Unfallstatistik hervor […] Demnach sind ältere Verkehrsteilnehmer nicht häufiger Unfallverursacher als Fahrer jüngeren Alters. Dagegen sind ältere Menschen aber überdurchschnittlich häufig Opfer von Verkehrsunfällen […] weniger als 11 Prozent aller Unfälle würden durch Senioren verursacht. [Quelle]

Hier nun alle Links einzustellen, die ich gefunden habe, nebst den entsprechenden Textpassagen, würde vermutlich den Account sprengen. Ich stelle einfach bei Interesse eigene Recherche anheim und fasse grob zusammen:

– Bei (2009) ca. 12 % aller Unfälle ist Alkohol im Spiel
– Weniger als 11 % aller Unfälle wurden von Senioren verursacht
– An weit mehr als 20 % aller Unfälle sind sog. „junge Erwachsene“ beteiligt.

Die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss hat sich also relativ konstant gehalten. Dass Senioren die Hauptverursacher von Verkehrsunfällen sind, stellt sich wieder einmal und nach wie vor als Unsinn heraus. Und dass die tatsächlich größte Gruppe der Verkehrsunfall-Verursacher Jugendliche sind, darf von den Medien natürlich nicht thematisiert werden. Immerhin wird ja nach wie vor an dem Gedanken herum gekaut, Jugendlichen im Alter ab 15, möglicherweise sogar bereits ab 14 Jahren, die aktive Teilnahme mit einem Auto am Straßenverkehr zu erlauben. Da wäre eine korrekte Darstellung der Unfallzahlen natürlich hinderlich. Es lebe der investigative Journalismus! *bravo

Manchmal habe ich das Gefühl, dieses Land wird fast ausschließlich von Geisteskranken „gelenkt“ und mitunter noch wesentlich Verwirrtere berichten darüber …

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