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Archive for März 2013

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Frei nach „Zehn kleine Negerlein“:

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Hase2

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Zehn kleine Osterhasen wollten Eier streu’n.
Doch einer ist drauf ausgerutscht, da waren’s nur noch neun.

Neun kleine Osterhasen haben Quatsch gemacht.
Der eine hat sich weggelacht, da waren’s nur noch acht.

Acht kleine Osterhasen wollten den Korb schieben.
Den einen hat es überrollt, da waren’s nur noch sieben.

Sieben kleine Osterhasen, spielten mit ‘ner Flex.
Der eine schliff sich selber weg, da waren’s nur noch sechs.

Sechs kleine Osterhasen liebten eine Nymph‘.
Der eine brannte mit ihr durch, da waren’s nur noch fünf.

Fünf kleine Osterhasen jagten einen Stier.
Den einen hat ein Horn erwischt, da waren’s nur noch vier.

Vier kleine Osterhasen brachen Eier entzwei.
Der eine hat sich totgeschämt, da waren’s nur noch drei.

Drei kleine Osterhasen machten Eierbrei.
Der eine salmonellierte, da waren’s nur noch zwei.

Zwei kleine Osterhasen wollten es gern reiner.
Der eine schmiss sich einfach weg, da war es nur noch einer.

Ein kleiner Osterhase fühlt‘ sich sehr allein.
Der Ofen sah gemütlich aus; da flitzte er einfach rein.

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Guten Appe … Quatsch!

Schöne Ostertage wünsche ich Euch allen! ;)

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Vor einigen Tagen brach ein Scheißsturm – oder lieber „Shitstorm“ (?) – über Katja Riemann herein, der mich nach wie vor sehr verwundert. Anlass dieser m. E. inzwischen an Verunglimpfung grenzen Nachreden war ihr Auftritt in der sog. Talkshow DAS! im NDR. Da ich den Auslöser dieser Unsäglichkeiten an dem betreffenden Abend nicht gesehen hatte, suchte ich mir bei Youtube das entsprechende Video heraus und schaute die Sendung nachträglich. Ja, tatsächlich ganz. Man tut sich ja sonst kaum was an:

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In mir blieb anschließend jedoch nur eines: Ratlosigkeit darüber, was Katja Riemann falsch gemacht haben soll. War es falsch, einfach ehrlich zu sein? War es falsch, über die teilweise schon fast an Körperverletzung grenzende Oberflächlichkeit mancher Fragen nicht ladylike wortlos milde zu lächeln, sondern Klartext zu servieren? War es falsch, Gefühle zu äußern, beispielsweise weil die Peinlichkeit eines Beitrages mit normal entwickeltem Menschenverstand kaum zu überbieten war?

Gleich am Anfang, direkt bei der ersten Bemerkung des Moderators („blonde Locken“) dachte ich „Was ist das denn für’n Scheiß?“. Das war für mich als Zuschauerin schon unerträglich. Wenn man sich jedoch mit einer Frau wie Katja Riemann auch nur ein wenig beschäftigt, bevor man sie zum Gespräch in eine Sendung einlädt, muss einem klar sein, dass man mit einer solchen Moderations-Führung, und zwar in diesem Fall nahtlos von Anfang bis Ende, nicht einmal in die Nähe eines Blumenpottes kommt, geschweige denn ihn gewinnt.

Ich habe Katja Riemann einfach nur als ehrlich empfunden. Und auch wenn der NDR noch so häufig betont, dass ihr ja im Vorfeld der Ablauf der geplanten Sendung erklärt worden und sie damit einverstanden gewesen sei, denke ich, dass

– es ihr durchaus zustand, genervt zu sein, wenn sich (sofern das tatsächlich so passiert ist; ich war nicht dabei) der Moderator off air wiederholt in einer der Kamera-Scheiben spiegelte und nicht müde wurde zu betonen, wie geil er doch ist oder aussieht. Das kann man witzig finden, muss man aber nicht. Dass Katja Riemann davon vorher tatsächlich gewusst hat, wage ich zu bezweifeln.

– es ihr durchaus zustand, bezüglich eines Beitrages, der über sie und ihre Kindheit zusammen gepfriemelt worden war und den sie vorher ganz offensichtlich nicht gesehen hatte, auf die Frage, wie sie ihn fand, mit „Wahnsinnig peinlich“ zu antworten. Gleiches war mir dreimal durch den Kopf gegangen, während der Beitrag lief und ich wäre fuchsteufelswild geworden, wenn man einen solchen Mist über mich gesendet hätte. Insbesondere, wenn ich vorher nicht einmal die Chance gehabt hätte, der Ausstrahlung zuzustimmen oder sie abzulehnen.

– es ihr durchaus zustand, an Plattheit und Unsinnigkeit kaum zu überbietende Fragen nicht mit aller höchstem Enthusiasmus zu beantworten, sondern einfach möglichst schnell hinter sich bringen zu wollen.

Möglicherweise hätte ich an ihrer Stelle versucht, höflicher zu bleiben. Allerdings hätte ich mich hinterher sicher darüber geärgert. Ehrlicher war allemal Katja Riemann.

Erschwerend hinzu kommt, dass ich mit dem Moderator jahrelang im gleichen Unternehmen gearbeitet habe. Mir ist seine Art des Humors bekannt und es war nie meiner. Er hat sein Publikum und das sei ihm gegönnt, keine Frage. Aber ich konnte nie über seine Späßchen lachen und die Nummer mit dem Spiegeln in den Kamera-Scheiben glaube ich zweifellos, auch ohne dabei gewesen zu sein. Denn genau in dieser Art habe ich ihn jahrelang erlebt. Dass eine Frau wie Katja Riemann sowas bestenfalls bedingt als lustig empfindet, kann ich sehr gut verstehen. Mir wäre das Lachen bereits bei der ersten Frage vergangen; von allen folgenden Katastrophen ganz abgesehen.

Ich mag und schätze Katja Riemann seit sehr vielen Jahren (merkt man in diesem Beitrag kaum, was?!) und bewundere sie unter anderem dafür, dass sie nicht jede noch so dümmliche Frage der Journaille lächelnd und ernsthaft beantwortet, sondern durchaus auch mal reflektiert mit Sätzen wie „Was ist das denn für eine dämliche Frage?“. Sowas müsste viel häufiger passieren. Dann würde vielleicht sogar der eine oder andere Mikrofonschlepper kapieren, dass es Grenzen des guten Geschmacks gibt, die auch bei sog. Promis nicht unterschritten werden sollten. Was dann allerdings passieren kann, ist an diesem Beispiel prächtig zu erkennen: Versuchter medialer Totschlag. Umso mehr ist meines Erachtens die Ehrlichkeit und somit der Mut von Katja Riemann zu bewundern!

Erneut scheint die Masse an TV-Konsumenten und Journaillisten einfach nur einem bereits brennenden, sehr kleinen Licht hinterher zu rennen und in eine längst ausgehöhlte Kerbe zu schlagen. Ist ja auch einfacher, als erstmal nachzudenken und sich dann selbst ein Bild zu machen. Stattdessen wird sich einfach in den sog. Mainstream geschmissen. Ich bin mir allerdings sicher, dass kaum einer derjenigen, die jetzt den Kübel über Katja Riemann auskippen selbst in ihrer Situation hätten sein wollen. Über alles andere wäre ich nämlich glatt noch mehr verwundert!

So, genug gemotzt! ;) Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch! *off

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Erstmal muss ich Euch zeigen, warum ich so stur dabei geblieben bin, dass nicht gestern, sondern erst heute Frühlingsanfang ist:

FruehlAnfM2013

Ich bitte, die Schmierereien zu übersehen und den 21. März ganz genau in Augenschein zu nehmen. Damit dürfte geklärt sein, dass mein Kalender lügt. Natürlich werde ich sofort alle anderen Ereignis-Tage genauestens überprüfen. Nicht auszudenken, wenn ich Ostern erst im Juni feiere oder so.

Dass es sich mit dem Frühlingsanfang erledigt hat, dürfte außer Frage stehen. Das wird nicht einmal mehr ein Spätlinksende. Natürlich könnte ich Euch nun ein Foto zeigen, wie sich der heutige oder gestrige oder überhaupt Frühlingsanfang hier ereignet hat. Aber das muss ich nicht, oder? Das habt Ihr ja schon getan.

Also lasse ich es lieber.

Aber ich könnte.

Wenn ich wollen würde.

Will ich aber nicht.

Oder soll ich doch?

Na guuut:

fruehlingsanfang2013-026

Ich hätte es mir aber auch ersparen können, richtig? Na also, sag ich doch!

Okay, vergessen wir das mit dem Frühlingsanfang und gehen direkt zum Sommeranfang über. Weiß jemand von Euch, wann der sein soll? Ich traue meinem Kalender nicht mehr!

Ich wünsche Euch einen echt heißen Tag! ;)

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haben wir das ausgesprochen fragwürdige „Vergnügen“, GEZial abgezockt zur Kasse gebeten zu werden? Mit meinem Beitrag Was für ein GEZumpel hatte ich mich darüber ja schon im Januar gewundert. Aber diese Aufzeichnung der Verfolgung (fast all-)täglicher Einschaltquoten (siehe nachstehende Scroll-Wahnsinnigkeit = ich hätte lieber eine Slide-Show eingebunden aber das scheint aktuell mal wieder nicht zu gehen. Vermutlich werde ich mich doch bald mal nach einem anderen Blog-Anbieter umsehen) lässt mich noch mehr daran zweifeln, dass die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender auch nur einen Cent dieser Gebühren verdienen. Sie kriegen sie einfach nur, das war’s.

Außer Nachrichten und Sport scheint von deren Angebot nicht allzu viel regelmäßig in die heimischen Stuben zu springen. Und die paar Ausnahmen, mit denen sie sonst ab und zu mal Quote machen, kann man locker auf den Resteverwertungssendern unterbringen. Beispielsweise statt der siebzehnschrillionen Wiederholungen von Serien, die schon auf den Hauptsendern keiner sehen wollte.

Kann es übrigens sein, dass der mediale Aufschrei bezüglich der Ungerechtigkeit der aktuellen Eintreibung zur ÖR-TV-Finanzierung schon wieder verhallt ist? Die paar Unternehmen oder Gemeinden, die schnell durch Ermäßigungen zum Schweigen gebracht werden mussten, sind gestillt und der riesige Rest kann sehen, wo er bleibt? Als wenn ich es nicht geahnt hätte. Könnte hier nicht dieses Anti-Abzock-Gesetz greifen? Wie war doch gleich der Name des Gesetzes? Na ja, egal.

Guckt doch selbst mal, ob Ihr einen triftigen (von „regelmäßigen“ fange ich lieber gar nicht erst an. Und dass ÖR-Radiosender auch durch diese Gebühren finanziert werden, weiß ich.) Grund findet, der es rechtfertigen würde, dass die ÖR-TV-Sender auch nur ein klitzekleines Stückchen vom GEZteten Kuchen abbekommen. Oder scrollt einfach runter und glaubt es mir! ;o)

(mehr …)

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Mich ernsthaft mit Politik auseinander zu setzen, ist mir immer mehr zuwider. Aber so ganz drum herum kommt man ja doch nicht, sofern man zur Kombination aus Lesen und Verstehen verdammt ist. Leider gibt es für den Bildschirm nur noch ein nachrichtliches Widget, und zwar von SPON (Spiegel online). Zum Anfüttern reicht es mir. Sofern ich irgendwas tatsächlich oder genauer wissen will, recherchiere ich eben anderweitig. Beim morgendlichen Studium der letztstündigen Nachrichten fiel mir allerdings etwas Bedenkliches auf:

Wenn man die dreier Riege derer nimmt, die in der SPD für die Spitzenkandidatur zur Verfügung standen, und den inakzeptabelsten streicht, bleiben noch zwei. Nimmt man von denen jeweils die ersten zwei Buchstaben ihrer Namen, bleiben PEST für Peer Steinbrück und SIGA für Sigmar Gabriel. Ich habe ja von Anfang an gesagt, dass die Wahl von PEST die dusseligste Entscheidung war, die die SPD treffen konnte. Was noch vor einigen Monaten in Amerika spöttisch als neue Maßeinheit definiert wurde

Der Abstand zwischen zwei Fettnäpfchen ist ein „Romney“

könnte in Deutschland analog lauten

Der Abstand zwischen zwei Peinlichkeiten ist ein „Steinbrück“

oder PEST, wer’s lieber mag.

Nun haben ja die Redakteure von SPON mitunter eine ganz eigene Sprache. Manchmal dauert es etwas, bis das inintellektuelle Menschenkind verstehen kann, was wohl wann womit und vor allem warum gemeint ist. So auch in diesem Artikel Jauch-Debatte: Mogelpackung mit Maschmeyer.

Man kann die (nach meinem Eindruck meist von vorn herein durch die Wahl der Gäste definierten Endergebnisse der) Sendungen von Herrn Günther Jauch natürlich ansehen. Man muss es aber glücklicherweise nicht. Wenn man es gestern doch getan hat und/oder dann heute früh auf den zuvor genannten Artikel auf SPON stößt, ist schnell zu erkennen: Die an Raffinesse und Wortneugestaltung nur selten zu überbietenden Redakteure dieses internetten Blättchens haben sich mal wieder etwas besonders Schickes einfallen lassen:

„Stanzen“

Zu sehen in den Sätzen

„… durften Liberale und Linke Stanzen austauschen“

„Bekannte Stanzen von Wagenknecht und Brüderle“

„… doch die hatten noch Stanzen parat …“

Da ich mit diesem Wort im Zusammenhang mit diesem Beitrag zunächst nichts anfangen konnte, wikipediate ich mich durch die Begrifflichkeit und fand folgende Hinweise:

Stanzen bezeichnet:

– Formstücke aus dünnem Werkstoff (Blech, Pappe, Textilien) auf der Presse mit besonderem Schnittwerkzeug herausschneiden, siehe Stanzen (Verfahren)

– drei von Raffael und seiner Schule für Papst Julius II. ausgemalte Gemächer im Vatikan, siehe Stanzen des Raffael (ital. stanza, „Zimmer“)

– in der Videotechnik das virtuelle Ersetzen des blauen Hintergrunds durch eine andere Szene, siehe Bluescreen-Technik

– eine Gedichtform, siehe Stanze

– umgangssprachlich und regional Stechmücken

– umgangssprachlich einen Ausdruck für Geschlechtsverkehr, siehe Stenz

Wenn ich mir das jetzt auf der seelischen Zunge zergehen lasse und daraufhin von meinen Resthirnzellen gezwungen werde, mir vorzustellen, dass Brüderle und Wagenknecht unter Aufsicht von Maschmeyer in der ARD-Sendung von Jauch Geschlechtsverkehr hatten, dann bin ich … Na? Was wohl? Genau: Ich bin ausgesprochen erleichtert, dass ich gestern Abend arte gesehen habe!

Führt man das jetzt aber noch ein Tickchen weiter und wikipediat sich den Begriff „Stenz“, dann stößt man auf die Erklärung

„Der […] Begriff Stenz bezeichnet […] einen Zuhälter oder einen Weiberhelden.“

Gehe ich zu weit in meinen Befürchtungen, dass damit nur der potentielle Sexgott der FDP gemeint sein kann? Schade, dass RABR so gar kein phonetisch einwandfrei zu verstehendes Wort ergibt. Möglicherweise könnten hier die letzten beiden Buchstaben aushelfen, die ERLE ergeben würden. Damit schlüße sich im Hinblick auf einen Auszug aus einer Ballade von Johann Wolfgang von Goethe der Kreis mithin zum Erlenkönig,

[…] „Den Erlenkönig mit Kron’ und Schweif? […]

was mich einem mittelschweren Schweißausbruch doch geeignet ist, sehr nahe zu bringen. Mein aufrichtiges Mitgefühl gilt an dieser Stelle Sahra Wagenknecht!

Manchmal finde ich die Kombination aus Lesen und Verstehen echt hinderlich.

Ich wünsche Euch eine maximal angenehm befeuchtete Woche!

;o)

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… warum die Römisch-Katholische Kirche mitunter dermaßen rückständig ist, konnte endlich gelüftet werden:

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CastelGandolfo3

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Wenn dort die Tage und Nächte nur jeweils sechs statt zwölf Stunden haben, erklärt sich wohl vieles von selbst!

Ich wünsche Euch einen geläuterten Sonntag! ;o)

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Bild: fr-academic-ru


 

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Eine einfache Träne, die Welten bewegte. Bände sprach, ohne auch nur ein einziges Wort zu verraten.

Sie stieg in den Zug. Sehr ruhig fragte sie mich, ob der Platz mir gegenüber noch frei sei. Ich nickte ihr zu und sie setzte sich zu mir in den Speisewagen. Sie nahm eine Zeitung aus ihrer Tasche und schlug sie auf. Ihre Augen flogen über die Zeilen und doch wusste ich, dass sie nicht liest. Hätte ich sie gefragt was dort geschrieben stand, wäre es wohl nur ein zweifelnder Blick gewesen, den ich als Antwort bekommen hätte.

Was hatte sie an diesem Tag erlebt? Ihr Blick war offen, ihre Hände ruhig und gepflegt. Als sie dem Kellner ihre Getränkebestellung aufgab, tat sie das mit klarer Stimme und einem kleinen Lächeln. Und doch wirkte sie gedankenverloren … traurig.

Hatte sie einen Freund besucht; einen kranken Freund? Und dessen Zustand beunruhigte sie. Beunruhigte, weil sie nun nach Hause fuhr … weg von ihm … ihn alleine lassend.

Musste sie in eine andere Stadt, um während der Woche zu arbeiten, und sich dafür von ihrer Familie trennen? Vermisste sie ihre Kinder? Ihren Mann?

Sie ließ die Zeitung auf ihren Schoß sinken. Ihre Kaffeetasse hielt sie in beiden Händen und sah gedankenverloren aus dem Fenster. Draußen war es längst dunkel geworden. Die vorbeifliegenden Lichter konnten es nicht sein, die ihre Aufmerksamkeit forderten. Sie dachte nach. Worüber?

Ihre Gedanken waren von Schmerz begleitet. Sehnsucht. Verlangen. Der Ausdruck ihrer Gesichtszüge veränderte sich. Sie dachte an etwas das sie sehr liebte. Etwas das sie gerade noch hatte und nun – Minuten später – bereits sehr vermisste. Mal bildeten sich Sorgenfalten auf ihrer Stirn mal überflog ein Lächeln ihren Blick. Ihre Sehnsucht flog in die Nacht …

Gern hätte ich sie angesprochen und doch wusste ich, dass nichts und niemand in diesem Augenblick in der Lage gewesen wäre, ihr zu helfen. Sie war in einer Situation, mit der sie ganz alleine klar kommen musste. Die sie alleine durchstehen musste. Allein, obgleich es in ihren Gedanken ganz sicher nicht um Einsamkeit ging.

Und ohne auch nur die geringste Regung auszulösen, verließ plötzlich eine Träne ihren Blick. Sie lief an ihrer Wange hinunter bis zum Kinn. Fiel sanft auf ihren Schoß. Nur eine Träne. Eine Träne die genauso schnell trocknete, wie sie entstanden war.

Eine einfache Träne, die Welten bewegte. Bände sprach, ohne auch nur ein einziges Wort zu verraten.

© skriptum

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