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Archive for the ‘Hannover im Kontrast (schwarz/weiß)’ Category

Die Aegidienkirche steht inmitten der Innenstadt von Hannover. Sie wurde 1943 durch einen Luftangriff von Bomben zerstört. Wieder aufgebaut wurde sie im Gegensatz zu vielen anderen Kirchen nicht. Die Ruine stellt heute ein Mahnmal für die Opfer von Kriegen und Gewalt dar. Im Turm der Kirche hängt ein regelmäßig ertönendes Glockenspiel und im Turmeingang die japanische Friedensglocke. Sie wurde Hannover 1985 von ihrer Partnerstadt Hiroshima geschenkt und wird jeweils am 6. August für die Opfer des Atombombenabwurfs angeschlagen.

Was auf dieser Schwarz-Weiß-Aufnahme zum Glück nur zu erahnen ist, sind in den Fenstern verdrahtet angebrachte Glasscherben. Die Stadtoberen bezeichnen es als Kunst. Die meisten Einwohner Hannover bestenfalls als Fragezeichen tauglich. Vermutlich war die Umsetzung dieser Idee seinerzeit einfach zu teuer, um sie als Schrott zu bezeichnen; also nennt „man“ es eben Kunst.

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Was ich nicht verstehe ist, warum die Proportionen dieses Bildes so verquer wirken. Außer dem Foto die Farbe zu entziehen und es auf quadratisches Format zuzuschneiden habe ich nichts damit gemacht. Der Turm ist gerade; der Rest der Kirche sieht aus, als kippe er jeden Moment zur rechten Seite. Innerhalb dieser Serie gibt es mehrere Bilder, in denen es so wirkt, als sei an der „Statik“ nachträglich gebastelt worden. Ich war’s nicht! *schwör

© skriptum

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Als die älteste der drei Pfarrkirchen in der Altstadt von Hannover ist die Marktkirche nicht nur recht imposant, sondern mitunter auch ganz schön Sagen umwoben. So wird bezüglich des auf der Ost-Seite des Kirchturms angebrachten, umgedrehten Pentagramms offiziell behauptet, man wolle damit dem Teufel einen Spiegel vorhalten. Die Ost-Seite ist allerdings normalerweise immer Jesu Christi gewidmet. Die inoffizielle Darstellung lautet, dass die Kirche einstmals von Freimaurern erbaut worden sein soll; als diese für ihre Arbeiten nicht mehr bezahlt wurden, haben sie ein Pentagramm angebracht, woraufhin kurz danach in Hannover die Pest ausgebrochen ist. Welche Version stimmt, weiß ich natürlich nicht. Diese beiden Alternativen mag jeder für sich so deuten, wie es beliebt. Ich halte mich da garantiert raus! ;o) Abgesehen von diesem Pentagramm sind auch zwei Hexagramme (Nord und Süd), ein Henkelkreuz und verschiedene keltische Symbole zu sehen. Der rote Sandstein- und Backstein-Bau wurde über Jahrhunderte erbaut. Der erste Stein wurde im 12. Jahrhundert gelegt. Das heutige Gebäude stammt im Wesentlichen aus dem 14. Jahrhundert.

Als Wahrzeichen Hannovers gilt insbesondere der Turm. Dieser wurde im Laufe der Jahrhunderte bemerkenswert verändert und ergänzt, erreichte aber nie die ursprünglich angestrebte Vollständigkeit. Dennoch findet seit weit über 150 Jahren rund um die Marktkirche im historischen Stadtkern der Altstadt der Weihnachtsmarkt statt. Die Marktkirche ist 61,5 Meter lang und 26,6 Meter breit, die Traufhöhe beträgt 19 Meter und die Höhe des Turms beläuft sich auf 97,26 Meter. Der Wetterhahn ergänzt die Gesamthöhe auf exakt 98 Meter. Irgendwo unter ihm hängen 11 Glocken: Die kleine „Thomasglocke“ aus dem Jahr 1733 wiegt nur schlappe 140 Kilo und verfügt über einen Durchmesser von 70 Zentimetern. Die kleine (!) Glocke, wie gesagt. Die größte Glocke misst dagegen im Durchmesser 2,46 Meter, heißt „Christus- und Friedensglocke“, wird nur zu ganz besonderen Anlässen geschlagen, stammt aus dem Jahr 1960 und wiegt 10.360 Kilo. Dagegen wirkt der „Große David“ mit seinen 3.800 Kilo und 1,83 Metern Durchmesser fast mickrig. Dazwischen gibt es noch die Marien-, Georgen-, Vaterunser-, Morgen-, Jakobus-, Tauf-, Ewigkeits- und Liedglocke. Was für ein Gebimmel!

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Und jetzt interessiert mich doch irgendwie, wovon sich so ein Teufel tatsächlich abschrecken lassen würde ;o)

© skriptum

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Der Ballhof liegt inmitten der Altstadt von Hannover. An ihm finden sich meist alle Generationen gleichzeitig ein. Das dortige „Teestübchen“ ist weit über die Grenzen Hannovers bekannt und bietet leckerste Tee-Sorten an, aber auch Kaffee, exzellenten Kuchen und himmlische Waffeln. Wenn man viel Glück hat oder eine Reservierung, die man spätestens auf die Sekunde genau einhalten sollte, bekommt man dort sogar freie Plätze. Auf „gut Glück“ muss man schon wirklich sehr viel Glück haben; sowohl drinnen als auch auf den Außenplätzen.

Ebenfalls am Ballhof befindet sich das Ballhof-Theater. Es gehört zum Niedersächsischen Staatstheater. Ballhof 2 dient als Probebühne und Ausbildungsstätte. Als Hannover noch Königs-Residenz war, gehörte der Ballhof zu den königlichen Sportstätten. Vor allem Federball galt als absoluter In-Sport in königlichen Kreisen und der sonstigen feinen Gesellschaft. Wer etwas auf sich hielt, spielte Federball. Ihr wisst schon: Dieser Sport, der heutzutage Badminton heißt und in den Spielregeln dahingehend verändert wurde, dass man ihn ohne mindestens einmal ausgeschlagene Zähne und drei bis fünf Veilchen nie im Leben auch nur einmal richtig gespielt haben kann ;o)

Was ich an dem nachfolgenden Foto so interessant finde und warum es „Chancengleichheit“ heißt, ist ganz einfach erklärt: Zum einen finden sich am Ballhof jederzeit alle Generationen ein. Da guckt niemand den anderen blöd von der Seite an. Es ist, was die Interessen betrifft, für jede Altersgruppe etwas vorhanden. Irgendwie zeigt das Foto, auch wenn – wie für meine Bilder meist üblich – keine Menschen darauf zu sehen sind, dieses „alles passt“ für mich auch: Kirche und Theater, Natur und Mensch, Schatten und Sonne … alles in Harmonie. Keiner stört den Anderen. Jeder darf das was er will; einfach so, weil es ihm Spaß macht. Wer sich auf dem Ballhof zum sonntäglichen Jazz oder auch nur bei einigermaßen gutem Wetter (von wirklich gutem, sonnigem, warmem Wetter mal ganz abgesehen) einfindet, wird sich allerdings fragen, wann wohl diese Panorama-Aufnahme gemacht wurde. Entweder war Bombenalarm ausgerufen oder der Platz weiträumig gesperrt worden. Denn so leer habe ich ihn noch nie erlebt.

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Und jetzt muss ich wohl doch endlich lernen, Federball zu spielen. Ach, wenn ich das doch bloß früher gewusst hätte … ;o)

© skriptum

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