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Posts Tagged ‘Anspruch’

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Jeder Mensch kann vieles ganz toll. Aber kein Mensch kann alles perfekt. Das wäre auch ein Anspruch an sich selbst, der nicht zu erfüllen ist. Davon abgesehen: Was man selbst nicht kann, kann sicher jemand anderes. So gleicht sich alles früher oder später wieder aus.

Dieser Gedanke tröstet mich häufig, wenn mir irgendwas so gar nicht gelingen will. Nicht, dass ich immer sofort die sprichwörtliche Flinte ins Korn schmeiße aber irgendwann muss es auch mal gut sein, wenn irgendwas offenbar einfach nicht zu schaffen ist.

Auf diese Worte kam ich in letzter Zeit häufiger, wenn ich Eichhörnchen sah: Es gelingt mir einfach nicht. Ich kann von ganz vielen Tieren schöne Fotos machen aber diese fiesen kleinen Flitzer ☺ sind einfach zu schnell für mich. Meine bis heute beste Ausbeute sind diese beiden Fotos:

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Eichhoernchen2-500
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Eichhoernchen1-500
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Nicht so doll, oder? Aber mittlerweile weiß ich, wo ich ganz zauberhafte Fotos und Videos von Eichhörnchen sehen kann, und zwar immer wieder: Claudia hat es in monatelanger Kleinarbeit geschafft, dass diese kleinen Flitzer unglaublich viel Vertrauen zu ihr bekommen haben. Auf ihrem Blog sind zahlreiche Beiträge mit Fotos und Videos zu sehen, die mich immer wieder faszinieren.

Ich bewundere das sehr, da es mir vermutlich schon an der minimalsten Voraussetzung dafür fehlen würde: Geduld. Damit bestätigt sich meine Theorie aber erneut: Niemand muss alles perfekt können und das was man selbst nicht kann, vermag jemand anderes.

UND? Wo liegen Eure Schwachstellen, die bewirken, dass Ihr Euch umso mehr darüber freut, wenn es andere besser können als Ihr? ;o)

Ich wünsche Euch eine echt starke Rest-Woche, die voller unverhoffter Erfolge steckt! ▲

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Dass unter all unseren sog. Volks(ver)tretern doch noch einige sind, die möglicherweise etwas früher als gestern von den Bäumen gefallen zu sein scheinen, finde ich fast tröstlich. Dass es sich jetzt aber sogar bis zur Politiker-Ebene herum gesprochen haben könnte, dass die stärkste Wählergruppe im Lande die Rentner (m/w) sind, finde ich ja … also echt, das ist … einfach bombastisch! *Taschentuch bitte

Dass diese Neuentdeckung einer seit ungezählten Jahren bestehenden Tatsache nun für reichlich Verwirrung zu sorgen scheint, ist ein Stück weit nachvollziehbar. Plötzlich sind die uns (Ver)tretenden in einer Situation, in der sie völlig überraschend und aus dem Nix versuchen müssen, eine ganz bestimmte Wählergruppe für sich zu gewinnen, die sie bisher nur als eine beliebige Bezeichnung auf Zahlungskürzungslisten kannten.

Das ist natürlich echt hart, keine Frage. Wer konnte denn auch ahnen, dass dahinter echte Menschen stecken? Menschen, die sich für dieses Land ein Leben lang den Arsch (´tschuldigung) aufgerissen und sich ihre Renten-Ansprüche redlich verdient haben. Und zwar im krassen Gegensatz zu sog. Volks(ver)tretern, die einfach durch Zeitablauf von acht Jahren im Parlament, ohne je auch nur einen Beitrags-Cent für diesen Anspruch an die Rentenkasse gezahlt zu haben, einen hundertprozentigen Rentenanspruch erhalten. Wie gesagt: erhalten, nicht unbedingt verdienen!

Nun muss man heute auf SPON (Spiegel Online — ja ich weiß, dass es seriösere Medien gibt aber für meinen Bildschirm bekomme ich leider nur dieses „Widget“) lesen, dass Frau Mer*kel und Herr PEST (wer erinnert sich?! ☺) im Wahlkampf um Stimmen der Rentner buhlen. In einem der Unterpunkte, hier „Teure Wahlversprechen“, wird es dann m.E. völlig absurd:

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[…] Die Union will Mütter, die vor 1992 Kinder bekommen haben, bei der Rente besserstellen. Zumindest um einen Rentenpunkt, was jährlich rund 6,5 Milliarden Euro kosten soll. […]

Die Wohltaten, die die SPD am Sonntag bei ihrem Parteitag ins Wahlprogramm schreiben will, hält von der Leyens Behörde für unbezahlbar. Die Kosten für das Rentenkonzept der Sozialdemokraten beziffert man dort auf 90 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030. […]

Dieser Ausschnitt ist sehr stark gekürzt. Um sich ein vollständiges Bild von dem zitierten Geschreibsel zu machen bietet es sich natürlich an, den ganzen Artikel zu lesen. Wenn ich allerdings die im Zitat-Bereich genannten Zahlen mal genauer betrachte, bereue ich es schon wieder, den Artikel überhaupt angeklickt zu haben:

Da rechnet sich die Politik durch die Wählerstimmen, konstruiert irgendwas Schickes, wirft es den Medien zum Fraße vor, was auch sofort ungefiltert vertilgt wird und das daraus resultierende Ergebnis nennt sich dann befürchtenswerter Weise „Berichterstattung“. Ist das jetzt das neue Synonym für Ihrwisstschonwasichmeine? So in der Art von „Ich gehe mal aufs Klo und mache Berichterstattung“? Wie sonst wäre es zu erklären, dass nicht wenigstens den Redakteuren des verwertenden Mediums aufgefallen ist, wie dämlich hier gut- und schlecht-gerechnet wurde … Zur Verdeutlichung:

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SPD-Konzept aus Unions-Sicht =

90 Mrd. € gesamt : 17 Jahre bis 2030 = 5,3 Mrd. € p.a.

Unions-Konzept aus Unions-Sicht =

6,5 Mrd. € p.a. x 17 Jahre bis 2030 = 110,5 € gesamt

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Verstehe ich das richtig?: 5,3 Mrd. Euro pro Jahr (SPD-Konzept) mit Gesamtkosten von 90 Mrd. bis 2030 Euro sind unmöglich zu finanzieren. Aber 6,5 Mrd. Euro pro Jahr (Unions-Konzept) mit Gesamtkosten von 110,5 Mrd. Euro bis 2030 können finanziert werden? Wenn es 1,2 Mrd. Euro pro Jahr und insgesamt rund 20,5 Mrd. Euro mehr kostet ist es okay aber wenn es günstiger ist, dann ist es nicht zu finanzieren?

Ey Loideee, wo binnisch?

Bei dieser unsäglichen Schwurbelei mit Menschen und Zahlen kann man ja fast froh sein, dass es sich vermutlich wieder nur um leere Wahlversprechen („Versprechen“ = blödes Zeux reden?) handelt, die nach der Wahl sowieso wieder vergessen sind.

Auf ein Versprechen („Versprechen“ = Zusage!) dürft Ihr Euch allerdings verlassen: Ich wünsche Euch ein ausgesprochen frühlingsfröhliches Wochenende und meiner Physio-Fee ☺ eine bombastisch schöne Urlaubswoche!

Versprochen! ;o)

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Wie viel Not können Medien und deren selbst ernannte „Vertreter“ denn haben?

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Als vor ein paar Jahren ein Foto durch die deutsche Presse gepeitscht wurde, war darauf angeblich Mark Medlock zu sehen. Das Foto war entstanden, weil sich ein Mitglied der Foto-Journaille in einem öffentlichen Klo auf die Schüssel gestellt hatte. Anschließend fotografierte er über die Trennwand hinweg in die Nachbarkabine. Auf der dortigen Schüssel soll sich Mark Medlock befunden haben, der angeblich gerade Drogen konsumierte. Klar zu erkennen war m. E. allerdings gar nichts.

Mich persönlich hat es einen *piep* interessiert, wer dort saß und was er tat. Für mich stellte sich bestenfalls die Frage, welch Geistes Kind der Fotograf war und wie viel Not die Presse empfinden kann, wenn sie für einen solchen Schund nicht nur bezahlt, sondern sowas auch noch veröffentlicht. Vor einigen Jahren wäre ein vermeintlicher „Journalist“, der es gewagt hätte, mit einem solchen Dreck in einer Redaktion aufzutauchen, in hohem Bogen auf die Straße gesetzt worden. Heutzutage nennt sich ein solcher Schund „Schlagzeile.

Das einzig Positive an der Sache war für mich die Reaktion Mark Medlocks, der sich konsequent weigerte, das überhaupt zu kommentieren. Bravo, setzten, so weitermachen!

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Als Verona Poth, ehemals Feldbusch, von ihrem Franjo das erste Mal schwanger war, fühlte sich ein Mitglied der Foto-Journaille bemüßigt, vor Verona auf die Knie zu fallen. Allerdings nur, um der Hochschwangeren unter den Rock zu fotografieren. Daraufhin stürmten Franjo und ein Freund auf den Fotoapparat-Halter zu und zeigten ihm unter Einsatz körperlicher Kräfte, was sie von seiner Aktion hielten.

Auch wenn ich grundsätzlich gegen seelische und körperliche Gewalt bin, bedaure ich es bis heute, dass Franjo nicht besser gezielt und getroffen hat. Noch bedauerlicher ist es allerdings, dass der Foto-Typ Gehör fand, als er Anzeige gegen Franjo wegen Körperverletzung und auf Schadenersatz seiner Kamera gestellt hat. Bodenlos finde ich, dass der Foto-Journaillist damit sogar noch durchgekommen ist. Aber die Presse hatte mal wieder ein „Thema“.

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Und nun hat die stets ach so objektiv handelnde Presse Deutschlands den Pundesbräsidenten beim Wickel. Er soll … Ach, es ist müßig, das hier jetzt nochmal breitzutreten. Also: Er hat wohl alles Mögliche gemacht, was unter dem Aktendeckelchen „Integer“ nicht zu finden sein wird. Es gibt Verhaltensweisen, die möglicherweise juristisch betrachtet nicht strafbar sein mögen. Ob sie nach den Regeln von Anstand und Moral zu vertreten sind, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Für ein sog. Staatsoberhaupt dürften die hier anzulegenden Maßstäbe noch um einiges höher anzusetzen sein, als an ein Mitglied des schnöden Wahlviehs.

Was Herr Wuff getan oder unterlassen hat, muss geklärt werden. Er selbst hat sich offensichtlich eine noch längere Salami zugelegt, als seinerzeit die von Herrn zu Schnutenzwerg missbrauchte und über Monate gemütlich zerschredderte. Nur darauf, die Anschuldigenden wider besseren Wissens als Lügner zu bezeichnen, hat Herr Wuff im Gegensatz zu Herrn Schnutenzwerg bisher verzichtet. Aber geben wir ihm ruhig noch ein paar Tage.

Aufgabe der Presse wäre es nun m. E., die heutzutage zur Verfügung stehenden Mittel für Recherche und Aufklärung sinnvoll zu nutzen, um die Sachverhalte um Herrn Wuff aufzuklären. Aber was passiert stattdessen? Das Vorleben der Bettina W. wird nicht nur unter die Lupe genommen, sondern ein Großteil der verfügbaren Zeit damit verplempert, irgendwelche Mutmaßungen durch den Dschungel der Vermeintlichkeiten zu klatschen.

Mir persönlich ist es sowas von *piep*, was sie früher mal vor Jahren gemacht hat. Von mir aus kann sie mitten auf dem Steintor (Rotlichtviertel Hannovers) ein gläsernes Domina-Studio betrieben haben. Von mir aus kann sie an höchst intimen Stellen so viele Tattoos haben, bis man nix mehr erkennt. Von mir aus kann sie auch für einen Escort-Service gearbeitet, einen geleitet haben oder direkt auf dem Straßenstrich ihrem Broterwerb nachgegangen sein. Es würde mich nicht einmal den Dreck unter einem meiner Fußnägel scheren. (Dem dritten von rechts, die anderen sind sauber!)

Was mich interessiert ist, was Herr Wuff für sich in Anspruch genommen hat, was einem Normalsterblichen nicht zusteht oder ihm ausgesprochen unangenehme Folgen bescheren würde. Inwieweit hat sich ein Herr Wuff entgegen geltender Gesetze, die je nach momentanen Funktionen Relevanz für ihn hatten, verhalten oder sich Vorteile verschafft, die ihm nicht zustanden. Inwieweit hat er sich durch diese Inanspruchnahmen in Abhängigkeiten zu Personen gebracht, denen gegenüber er in seinen Positionen unbedingt hätte unabhängig sein und bleiben müssen?

Für mich schrillen immer dann die Alarmglocken, wenn in irgendeinem Zusammenhang der Name Car‘sten Masch‘meyer auftaucht. So Promi-geil wie ich diesen Typen seit Jahrzehnten empfinde, ist er mir regelrecht unheimlich. Als ich mich vor vielen Jahren zwecks Findung eines neuen Betätigungsfeldes beim Allgemeinen WD vorstellte, war – abgesehen vom seinerzeit unübersehbaren Baustellen-Flair des fast noch als Rohbau zu bezeichnenden Firmensitzes in Hannover – das menschliche Umfeld ausgesprochen höflich.

Die Mitarbeiterin, mit der ich mich unterhielt, war ebenso zuvorkommend, wie Herr M. selbst, als er kurz Nase samt Anhang in den Raum bewegte. Und dennoch fühlte ich mich aus seinerzeit nicht definierbaren Gründen (abgesehen von gerade einmal hälftig gewillt zu erfüllenden Gehaltsforderungen) sowas von sau-unwohl, dass ich nur noch raus und weg wollte. Heutzutage bin ich froh darüber, dass eine Zusammenarbeit nie zustande gekommen ist. Ich würde mich in Grund und Boden schämen, wenn ich jemals Teil dessen gewesen wäre.

Was mir an C.M. immer wieder aufstößt ist, dass er je nach Notwendigkeit seine Sympathien zu verteilen scheint. Kohle hat er (glaubt man zahlreichen Berichten, dann zulasten anderer) inzwischen mehr als genug, die er rausschmeißen kann, um sich wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen. Seien es großzügige Spenden an Parteien, für deren Gewährung er doch recht klar formuliert haben soll, was er sich in Zukunft an politischen Entscheidungen und Maßnahmen vorzustellen gewillt sein könnte, oder andere MaSchenschaften. Beispielsweise, dass ein Verlag einem Privatwirtschaftler die Rechnung für die Veröffentlichung des Buches eines hochrangigen Politikers, ohne dessen Wissen, zur Begleichung überlässt, halte ich für ausgeschlossen. Und dass ein Herr Masch’meyer sowas vollkommen selbstlos tut, für noch unwahrscheinlicher. Aber nun denn, mich fragt ja sowieso wieder keiner.

Immerhin bestätigen zahlreiche andere Verlage, dass es sich nicht nur um eine unübliche Praxis, sondern vielmehr um eine zumindest tendenziell undenkbare Praxis handelt. Die dadurch von dritter Seite geschaffenen Abhängigkeiten wären unüberschaubar. Ich würde mich tunlichst dagegen verwehren, wenn jemand, dessen Motive ich überhaupt nicht kenne, die Kosten für die Veröffentlichung meines nächsten Buches übernehmen wollen würde. Diese Entscheidung läge aber nicht bei mir, wenn ein Verlag nach Lust und Laune Rechnungen zur Begleichung und ohne Wissen des Autors weiterreichen dürfte.

Was nach all meinem Gelabere bleibt ist die Frage, was hat Herr Wuff tatsächlich falsch gemacht. Stattdessen hagelt es jedoch wirre Mutmaßungen, scheinbare Beschuldigungen und „Antworten“ auf Fragen, die vermutlich kein selbständig denkender Mensch je gestellt hat. Alles im Hinblick darauf, was Frau B.W. irgendwann einmal möglicherweise getan haben könnte. Handelt es sich dabei bewusst um Ablenkungsmanöver oder ist „die Presse“ einfach zu blöd, um sachlich Fakten zum eigentlichen Thema zu sammeln und diese ordentlich recherchiert zu veröffentlichen?

Beruhigend dürfte für die direkt Beteiligten sein, dass Herr Wuff, egal was er falsch gemacht hat, auch nach Beendigung seines Amtes seine Bezüge in Höhe von jährlich 200.000 Euro weiterhin erhält. Selbstverständlich büßt er auch kein Fitzelchen seines Anspruches auf volle Altersrente ein, in einer Höhe, für die Normalsterbliche vermutlich sieben vollbeschäftigte Leben brauchen. Nur dass Herr Wuff für diesen horrenden Anspruch nie einen Cent in die Rentenkasse eingezahlt hat. Das ist aber alles kein Problem: Das Steuervieh und die Rentner finanzieren es ja.

Manchmal habe ich das Gefühl, ich bin in einer völlig falschen Welt.

Gibt es irgendwo noch eine andere? Dann her damit, aber zackig!

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Folgender „Pressetext“ kam mir vor die virtuelle Flinte:

 

50 bis 90 Prozent aller Sprachen sterben aus

Köln (pte020/09.05.2011/13:30) – Noch werden weltweit 7.000 Sprachen gesprochen. Wissenschaftler glauben, dass viele dieser Sprachen vom Aussterben bedroht sind. Geschätzt wird, dass 50 bis 90 Prozent der jetzigen Sprachen das aktuelle Jahrhundert nicht überleben werden. Viele existierende Sprachen sind kaum dokumentiert, der Wortschatz und die Strukturen dieser Sprachen sind der Wissenschaft unbekannt.

Die Abteilung für Allgemeine Sprachwissenschaft im Institut für Linguistik der Universität zu Köln ist führend in der Erforschung und Dokumentation bedrohter Sprachen. Die Forscher haben vom Programm „Dokumentation bedrohter Sprachen“ eine Fördersumme in Höhe von1,3 Mio. Euro erhalten. „Mit den Sprachen stirbt auch die Datengrundlage für deren Erforschung“, sagt der Sprachwissenschaftler Nikolaus Himmelmann. Die Fördersumme mache es möglich, Sprachen zu dokumentieren.

Keine Rettung

„Retten kann man viele Sprachen nicht mehr“, sagt Himmelmann im Gespräch mit pressetext. Eine Sprache erhalten könnten nur die jeweiligen Sprachgemeinschaften oder Volksgruppen. Man könne bloß Bewußtseinsarbeit leisten und den Menschen klar machen, dass die Sprache absterben würde, wenn sie den nächsten Generationen nicht beigebracht würde.

In Deutschland sind etwa friesische und sorbische Sprachen bedroht. Die genutzte Sprache, wie etwa Deutsch, ist zwar ständigen Änderungen unterworfen, was aber nicht ihren Tod bedeute. „Interessanterweise werden Änderungen bei Sprachen immer negativ gesehen“, sagt Himmelman. Das Phänomen der Jugendsprachen, wo Wörter übertrieben werden oder wo mit der Sprache provoziert wird, bedeuten nicht, dass eine Sprache dem Untergang geweiht sei.

Tot ist eine Sprache erst dann, wenn sie gar nicht mehr gesprochen wird – wenn etwa die Friesen und Sorben ins Deutsche wechseln. Wenn die Sprache in einer Generation gar nicht mehr gesprochen wird, gilt sie als verschwunden. Auch wenn Sprachen nur in Ritualform verwendet werden, wie etwa Latein, ist sie zwar nicht ausgestorben, aber lebendig ist sie auch nicht mehr.

 

Vorausgesetzt, dass zu einer Sprache auch die Schrift gehört, ergeben sich für mich zu dem obigen Text ein paar Gedanken:

Schade finde ich es, wenn Menschen, die vorgeben, sich mit dem Schreiben professionell zu beschäftigen, dessen gar nicht mächtig zu sein scheinen. Beispielsweise könnte darüber nachgedacht werden, ob im ersten Absatz zwischen „dokumentiert“ und „der Wortschatz“ tatsächlich ein Komma oder vielleicht doch besser ein Semikolon gesetzt werden sollte. Im zweiten Absatz würde es wohl niemanden stören, wenn zwischen „von“ und 1,3 Mio“ ein Leerschritt eingefügt worden wäre. Im dritten Absatz blieb dann bei „Bewußtseinsarbeit“ die aktuelle Rechtschreibung auf der sprichwörtlichen Strecke.

Auch könnte ich mir vorstellen, dass es Herrn Himmelmann freuen würde, wenn sein Nachname kontinuierlich, also auch im vierten Absatz, mit zwei „n“, statt variabel mit zwei oder einem „n“ geschrieben worden wäre. Davon abgesehen finde ich es durchaus verhandlungsfähig, ob nach „Das Phänomen der Jugendsprachen,“ wirklich mit „wo“ fortgesetzt wird oder doch besser mit „in denen“. Dafür könnte dann das zweite „wo“ komplett gestrichen werden. Das „sei“ am Ende des Satzes würde mir als „ist“ wesentlich besser gefallen. Im fünften Absatz kommt dann die Einzahl-/Mehrzahl-Regel ins strullern: Wenn der Bezug auf „Sprachen“ die Mehrzahl betrifft, wäre die logische Fortsetzung des Satzes „ […] Latein, SIND sie zwar nicht ausgestorben, aber lebendig SIND sie auch nicht mehr.“

Soviel dazu.

Ne, nicht ganz. Eins noch: Wer Texte unter der Bezeichnung „Pressetext“ im Internet veröffentlicht, sollte sich darüber klar sein, dass es einen Haufen „Blinder“ gibt, die diese Texte einfach ungeprüft übernehmen. Das geht soweit, dass sie sowas mitunter sogar als ihr eigenes Schaffen ausgeben, in dem sie auf sichtbare Quellenangaben verzichten. Gut: Letzteren ist eh nicht zu helfen. Wer sich mit fremden Federn schmückt, soll sich ruhig blamieren. Aber ein bisschen mehr Sorgfalt, insbesondere wenn es um die Vermittlung angeblicher Informationen geht, darf es dann doch ruhig sein, nöch? [/Klugschiss]

Nebenbei sei erwähnt, dass ich durchaus Unterschiede zwischen „offiziellen“ Veröffentlichungen und dem Bloggen bzw. Kommentieren mache. Beim privaten Vorsichhintippen gelten für mich andere Maßstäbe, als wenn für einen Text Geld bezahlt wird oder er in sonstiger Weise für eine öffentliche Publikation gedacht ist. Letzteres erhebt üblicherweise den Anspruch oder soll(te) zumindest den Anschein erwecken, seriös zu sein. Sowas wie die obige „Pressemitteilung“, in der nicht ein Absatz fehlerfrei ist, empfinde ich bestenfalls als peinlich.

Die Folgen der Ohnmächtigkeit einer Sprache zeigt sich m. E. ganz gut in den folgenden Werbespots:

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Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Sämtliche Spots laufen im deutschen Fernsehen und bewerben die potentiellen Kunden in Deutschland. Aber in keinem Werbespot wird darauf verzichtet, Artikelbeschreibungen oder Slogans oder beides durch Fremdsprachen „unkenntlich“ zu machen. Wenn ich erst Sprachen oder Chemie studiert haben muss, um zu verstehen, was mir da verkauft werden soll, kaufe ich es nicht. So einfach ist das.

Davon abgesehen legt es natürlich die Vermutung nahe, dass sämtliche Werbetreibende der deutschen Sprache gar nicht fehlerfrei mächtig sind. Das dokumentiert sich mitunter in Rechtschreibfehlern, die m. E. durchaus vermeidbar gewesen wären, wenn man die Texte zuvor einfach durch die Word-Rechtschreibprüfung geschickt hätte. Wenn die Werbetreibenden der deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig wären, hätten sie doch keinen Grund, so vehement darauf zu verzichten. Oder?  Immerhin geht es ihnen doch um Kunden in Deutschland.

Wenn also schon Werbung, die früher oder später angeblich jeden erreicht, so verhunzt wird und sich immer mehr von der deutschen Sprache entfernt, was ist dann in anderen Bereichen zu erwarten? Hm? Genau.

Na ja, immerhin erklärt es die Pisa-Ergebnisse. Immer positiv denken! ;)

 

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Im Anschluss an die Kommentare zu meinem Beitrag „Sitzplätze? Immer gern genommen!“ fiel mir eine weitere Begebenheit von vor ein paar Jahren ein, die ich auch recht bemerkenswert fand:

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Feierabend. Ich saß in der U-Bahn und wollte, total erledigt, nur noch nach Hause! Da ich derzeit im Anzeiger Hochhaus gearbeitet hatte, was mitten in der Innenstadt liegt, füllte sich die Bahn immer recht schnell. Ich stieg in den Zug und fand sogar noch einen freien Sitzplatz. Nachdem ich geplatzt war, schloss ich die Augen und hoffte einfach, so schnell wie möglich an meiner Ziel-Haltestelle anzukommen. Plötzliches Gemotze ließ mich jedoch meine Augen wieder öffnen und kurz prüfen, wer es für wichtig hielt, seinem Unmut in so lauter und anmaßender Weise Luft zu machen. Die Umschreibung „kurz“ war dann allerdings relativ. Es ging mal wieder um einen Sitzplatz. Klar; worum sonst?!

Eine ältere Dame hatte sich schräg gegenüber von mir vor einem jungen Mann aufgebaut, der auf einem als solchem ausgewiesenen Behindertenplatz saß. Der junge Mann hatte auf seinem Körper alles aufbringen lassen, was im Zusammenhang mit Piercings und Tattoos genannt werden kann. Sozusagen ein wandelndes Bilderbuch mit Nadelkissen-Flair. Geschmackssache. Ich mag zahlreiche Tattoos, wenn sie gut gemacht sind. Piercings mag ich nur bedingt. Bis heute fehlt mir jedwedes Verständnis dafür, wie man auf die Idee kommen kann, sich sein Gesicht an Brauen, Lippen, Nase oder sonst wo freiwillig verstümmeln zu lassen. Aber ich muss es ja zum Glück weder tun noch verstehen.

Die ältere Frau bekam sich gar nicht mehr ein. In Anbetracht der Tatsache, dass ihr die Beleidigungen und Anmaßungen kaum auszugehen schienen, die allesamt den jungen Mann auf „ihrem“ Platz zum Ziel hatten, war es schwer, den Eindruck zu bekommen, dass es sich um ein ältliches hilfloses Mütterchen handeln könnte. Der junge Mann kommentierte keine der ihn bombardierenden Gemeinheiten, was die ältere Dame nur noch mehr in Fahrt brachte. Sie hatte längst den Behinderten-Platz mir gegenüber eingenommen, hielt aber nach wie vor nicht damit hinterm sprichwörtlichen Berg, um was für ein Dreckspack es sich bei dem jungen Mann handeln würde. Es wäre der Gipfel der Unverschämtheit, dass er einer gebrechlichen alten Dame nicht sofort seinen Platz zur Verfügung stellte, obgleich er auf einem Behindertenplatz sitzen würde.

Der junge Mann schwieg weiterhin und ich begann ihn zu bewundern. Ab irgendeinem Punkt hätte ich diese Tiraden nicht mehr über mich ergehen lassen und mich zumindest mit unmissverständlichem Gesichtsausdruck vor der älteren Dame aufgebaut. Aber er blieb ganz ruhig sitzen und kommentierte lange Zeit keine einzige der ihn treffenden Bemerkungen. Ich weiß nicht mehr, welche der unsäglichen Beleidigungen es seitens der alten Dame war, die den Bilderbuch-Mann dann doch dazu verleitete, in die Innentasche seiner Jacke zu fassen. [Klammheimlich hatte ich gehofft, dass er eine Knarre zieht, aber das würde ich hier natürlich niemals schreiben! ;)]

Ganz ruhig, ganz sachte, zog er etwas heraus, stöberte kurz darin und beugte sich dann in Richtung der älteren Dame mit den sinngemäßen Worten

„Hier ist mein Behindertenausweis. Seit einem Unfall bin ich zu X % schwerbehindert und ich darf nicht nur, sondern ich muss auf diesem Platz sitzen. Darf ich jetzt bitte mal Ihren Behindertenausweis sehen?“

Die ältere Dame war nicht nur blitzartig still, sondern erbleichte zudem in einer Geschwindigkeit, die mich gedanklich bereits nach meinem Handy suchen ließ, um den Notarzt zu rufen. Die erneut, höflich und sehr ruhig vorgebrachte Bitte des jungen Mannes, den Behindertenausweis der alten Dame sehen zu möchten, quittierte diese mit einer schnippischen „Kopp in Nacken“-Geste und dem schweigend-starren Blick aus dem Fenster. In der U-Bahn. Allzu aufregend kann das, was sie da gesehen hat, nicht gewesen sein. Aber immerhin hatte sich mal wieder jemand in der Öffentlichkeit nicht nur bis auf die Knochen blamiert, sondern dafür gesorgt, dass es immer weniger Freude bereitet, einem anderen Menschen den Platz anzubieten. Es ist doch ZU interessant, was alles passieren kann, wenn man es nicht tut.

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P.S. Selbstverständlich räume ich meinen Platz nicht nur weiterhin, sondern auch sofort, wenn ein Mensch, der gebrechlicher wirkt als ich, die Bahn betritt! Aber: Freiwillig; und dann auch gern! Als mal ein junges Mädchen mit Gipsbein und sehr unglücklichem Gesichtsausdruck einstieg, habe ich mir auch keinen Zacken aus der Krone gebrochen, als ich ihr meinen Platz überließ. Wenn mir aber jemand unverschämt kommt, dann bleibe ich garantiert sitzen. Denn beim Räumen eines Sitzplatzes handelt es sich um eine Höflichkeit bis Gefälligkeit, nicht um eine Verpflichtung. Jeder, der ein reguläres Ticket besitzt, hat Anspruch auf einen Sitzplatz, sofern einer frei ist. Und zwar in jedem Alter!

P.S.2 Natürlich handelt es sich bei der beschriebenen „Dame“ um eine Ausnahme! Üblicherweise wissen sich Menschen zu benehmen. Und Hannoveraner sind sowieso per se höflich und zuvorkommend; klar doch. Die da oben muss von außerhalb gekommen sein! ;) Das sind dann aber meist genau diejenigen, die sich am lautesten darüber aufregen, dass die heutigen Jugendlichen kein Benehmen haben. Aber wie auch, wenn manche der heutigen Älterlichen mit solchen „Beispielen“ voran gehen …

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Die liebe Andrea, die ab sofort HIER zu finden ist, hat ein Stöckchen zur freien Verwendung durch jeden Interessenten in die Luft geworfen, das ich sehr interessant finde. Klar, dass ich es gern beantworte:

Wie findest Du Blogs im Internet?

Blogs finde ich beispielsweise über Abonnements für bestimmte Tags, die ich über das Dashboard eingerichtet habe. Die Ergebnisse der Funktionen „Tag-Surfer“ und „Blog Surfer“ erscheinen dann über „Readomattic“. Dort werden mir alle Beiträge angezeigt, die mich per Schlagwort interessiert. Außerdem erscheinen dort alle neuen Beiträge der von mir bereits abonnierten Blogs. Wenn Themen kommentiert werden, sehe ich mir auch oft die Blogs der Kommentierenden an, was bei Interesse und entsprechender Neugierde auf Weiteres ebenfalls zu Abonnements führen kann. Gleiches gilt natürlich für Blogger, die auf meinen beiden Blogs kommentieren. Auf diese Weise hat sich mittlerweile eine ganz beachtliche Auswahl an Blogs ergeben, die ich regelmäßig lese.

Welche Blogs liest Du, welche abonnierst zw. bookmarkst Du?

Ich lese Blogs, auf denen ich erkennen kann, dass es sich um einen ehrlichen Menschen mit allen Stärken und Schwächen handelt, der dort schreibt. Blogs, auf denen Selbstgemachtes, Persönliches und für mich „Greifbares“ zu sehen und zu lesen ist. Das ist mir wesentlich angenehmer, als ständiges Blabla, Selbstbeweihräuchern und das Fischen nach Komplimenten für eigentliche Selbstverständlichkeiten resp. Normalitäten. Letzteres lese ich zwar über „Readomattic“ mitunter auch, allerdings eher mit einem teilweise sogar schon leicht mitleidigen Lächeln. Dort treibt mich nichts zum kommentieren. Gleiches gilt für Blogs, auf denen zwar ständig Themen erscheinen, allerdings kaum mal etwas tatsächlich Neues. Auch die Kommentare selbst können dazu führen, bestimmte Blogs nicht mehr zu lesen: Ich bin nicht der Typ, der stoisch Tag für Tag für Tag wiederholt „Oh, wie toll“, „Oh, wie mutig“ oder „Oh, wie schön!“. Mag sein, dass mein Anspruch mitunter etwas zu hoch ist, aber so tief möchte ich ihn nun wirklich nicht sehen. Manche Blogs samt ständiger „Themen“ geben aber einfach nicht mehr her und dann verzichte ich gern auf eigene Beteiligung. Irgendwann unterbleibt dann das Lesen automatisch.

Wo kommentierst Du? Was bringt Dich dazu, regelmäßig zu kommentieren?

Ich kommentiere abwechslungsreiche Geschichten die das Leben schreibt, lustige Begebenheiten und schöne oder witzige (eigene oder mit Quellenangabe versehene) Fotos genauso wie harmonische bis freche Lyrik. Wichtig sind mir die Natürlichkeit und der Abwechslungsreichtum eines Blogs und des Bloggers (m/w). Dazu gehört es zwangsläufig, dass das (reale) Leben des Bloggers mehr, als nur Balkon- und Arztbesuche nebst dem Weg zu Letzterem hergibt. Ich kommentiere, wenn ich ehrliche Texte lese. Meint: Wenn jemand frei Schnauze schreibt, Freud und Leid ohne jedes Kalkül teilt und einfach Mensch ist. Ich selbst sehe Themen auf meinem Blog als Einladung zum Kommentieren. Insofern ist es für mich (nicht nur) ein Gebot der Höflichkeit, jeden Kommentar zu beantworten. Auch wenn das mitunter ab und zu ein paar Tage (oder noch länger; jahaa ich schäme mich! *g) dauert. Die wenigen Blogs, auf denen (mitunter gezielt >) meine Kommentare ignoriert werden, meide ich zukünftig. Da schließe ich mich Andrea inhaltlich voll und ganz an. Zum einen ist das für mich ein klares Zeichen, dass meine Worte nicht erwünscht sind und zum anderen empfinde ich sowas als sehr unhöflich. Wenn ich mich geduldet fühle, bin ich grundsätzlich sofort weg. Dadurch entsteht jedoch keine Lücke, weil es genügend Menschen (real und virtuell) gibt, bei denen ich mich sehr willkommen fühle. Und dort kommentiere ich gern!

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Viel Spaß für alle, die gern mitstöckseln möchten! ;o)

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Ich finde es – gelinde gesagt – erstaunlich, dass in und von Deutschland deutschland-, europa- und sogar weltweit für alles und jeden Geld da ist, nur nicht für diejenigen, die das Ganze finanzieren: Das schnöde Wahlvieh Deutschlands. Es ist bemerkenswert, wie gewissenlos mit dem Geld umgegangen wird, das unseren „Volks-Vertretern“ zu treuen Händen und zur Verwendung zum Wohle des Volkes Monat für Monat von uns überantwortet wird.

Aktuell bekommen unsere Abgeordneten monatliche Bezüge in Höhe von ca. 5.600 Euro. Die aktuelle Erhöhung strebt einen Betrag von 200 Euro auf 5.800 Euro an. Im nächsten Jahr ist bereits eine weitere Erhöhung auf dann 6.000 Euro geplant. Wenn die Damen und Herren dann wenigstens die Ausübung sämtlicher Nebenjobs unterlassen würden und damit unter anderem ihre Unabhängigkeit von der Wirtschaft etc. tatsächlich gewährleisten könnten, wäre ja mit viel gutem Willen möglicherweise noch zu sagen, dass die bisherigen 5.600 Euro (allerdings pro Quartal, nicht Monat) in Ordnung wären. Aber so? Vielleicht wäre es generell sinnvoll, jedwede Form von Zuwendungen von Seiten der Wirtschaft, Banken und Versicherungen als Spenden an Parteien ab sofort zu untersagen. Das würde die eine oder andere tatsächlich faire Entscheidung zugunsten des Volkes möglicherweise auch etwas erleichtern.

Ich bin ja eher der Meinung, dass nicht bei den Schwächsten, die sich nicht wehren können, gekürzt werden sollte, sondern dass beispielsweise die Erhebung vom „Bund der Steuerzahler“ heran gezogen werden sollte. Im so genannten „Schwarzbuch“ werden jedes Jahr sämtliche Steuer-Verschwendungen aufgezählt. Um wie viele Milliarden Euro pro Jahr es sich dabei insgesamt handelt, habe ich noch nie ausgerechnet. Wer nähere Informationen möchte, kann gern HIER einmal nachsehen. Es werden jährlich insgesamt Steuer-Milliarden im zwei, eher drei-stelligen Bereich verschwendet.

Damit könnten wir bei entsprechenden Sanktionen von Städten, Gemeinden etc., die der Verschwendung von Steuergeldern überführt wurden, bereits im nächsten Jahr locker 100 Milliarden im Sack haben. Steuergelder, die verschwendet wurden, könnten ab sofort im Folgejahr gekürzt werden und Punkt. Kein Currywurst-Museum und keine unnötige Kanzler-U-Bahn für 2,5 Minuten Fahrtzeit auf 1,8 Kilometern Strecke und lächerliche 320 Millionen Euro in Berlin, kein vom Wahlvieh mehrheitlich unerwünschter neuer Landtag in Niedersachsen, keine kilometerlangen Brücken mehr ins Nirgendwo etc. etc. etc. Da dürfte jedes Bundesland einige Leichen am Modern haben.

Übrigens haben wir alle im Jahr 2009 Kirchengehälter von einer knappen halben Milliarde Euro bezahlt. Muss ich extra erwähnen, dass diese Zahlungen nicht der aktuellen Kürzung zum Opfer gefallen sind? Herr Mixa, fühlen Sie sich wohl? Was macht Ihr „angemessener Altersruhesitz“? Lässt es sich denn mit Ihren ca. 8.000 Euro monatlichen Zuwendungen wenigstens einigermaßen leben? Wussten Sie übrigens, dass es Menschen gibt, die mit Ihrem monatlichen Gehalt ein ganzes Jahr über die Runden kommen müssen? Und zwar, ohne dass sie wehrlose Kinder misshandelt haben.

Wenn endlich das ehrliche Bekenntnis der Verantwortlichen folgen würde, dass der Generationenvertrag bereits seit Jahrzehnten nicht mehr funktionieren kann und die Abgeordneten dem entsprechend endlich ihre Selbstbedienung in der Rentenkasse einstellen, sehen wir nicht nur rosigen Zeiten entgegen, sondern sogar vergoldeten Straßen und Wegen. Denn dann wissen wir vermutlich bald nicht mehr, wohin mit der ganzen Kohle. So viele Lagerhallen gibt es in ganz Deutschland nicht. Außerdem könnten wir Spanien, Italien und Portugal direkt kaufen, statt sie finanziell zu unterstützen und Griechenland würde glatt noch einen fetten Bonus drauf bekommen. Einfach so zum Verprassen.

Aktuell ist es so (ich bitte um Korrektur, falls ich mich inkorrekt ausdrücke!), dass Abgeordnete nach einer Parlaments-Zugehörigkeit von gerade einmal acht Jahren einen VOLLEN Anspruch auf Altersrente erworben haben. Und zwar in einer Höhe vom bis zu ca. 20fachen dessen, was ein Normalsterblicher jemals erwirtschaften könnte. Er könnte nicht einmal so lange leben, geschweige denn arbeiten. Der Normalsterbliche hat aber (s)ein Leben lang in die Rentenkasse eingezahlt, UM im Alter abgesichert zu sein.

Zum Dank dürfen sich die Rentner dann von unseren Volks-Vertretern auch noch anhören, dass sie die heutige Jugend abzocken. Allerdings haben sie im Gegensatz zu den Abgeordneten, die für ihre horrenden „Ansprüche“ nie einen Cent in die Rentenkasse gezahlt haben, die ganze Schose finanziert! Dass dieses System auf Dauer nicht funktionieren kann, ist jedem Vollidioten klar, der nicht gestern erst vom Baum gefallen ist. Nur unseren so genannten „Volksvertretern“ nicht? Ach! Oder wollen sie es einfach nicht (ein)sehen? Ich Schelm ich …

Nun werden die Bezüge der Abgeordneten mal wieder mächtig aufgestockt, nachdem gerade zur Sekunde ein Milliarden-Sparpaket zu Lasten der Finanzierer verabschiedet wurde. Frau Kundesbanzlerin soll großzügig auf eine Erhöhung ihrer Bezüge in Höhe des ungefähren Hartz IV-Satzes verzichtet haben. Hoffentlich kommt sie mit ihren sowieso schon monatlich mehr als 15.000 Euro dann noch klar. Im Gegenzug werden Hartz IV-Empfängern die lächerlichen monatlich 40,80 Euro Rentenanspruch auch noch gestrichen. Von Stichworten wie Kindergeld, Elterngeld, Wiedereingliederung (in was, wenn es immer weniger Jobs gibt und man bereits mit Anfang 30 zu alt für diesen Markt ist?) etc. einmal ganz abgesehen.

Apropos Hartz IV: Ich hätte gar kein Problem damit, wenn Abgeordnete für den Zeitraum ihrer Berufung als „Volks-Vertreter“ einen Rentenanspruch erwerben. Allerdings bitte nur exakt für die Zeit, in der sie tatsächlich so getan haben, als würden sie im Sinne des Volkes handeln und auch nur maximal in der Höhe, die sie anderen als „zum Leben ausreichend“ zubilligen. Also dem während ihrer Amtszeit gültigen Hartz IV-Satz. Und bitte: Keinen Cent mehr! Die Erhöhung der Bezüge von Abgeordneten könnte direkt an die Erhöhungen der Renten und Hartz IV-Sätze gekoppelt werden. Bekommen die Rentner und H4ler nicht mehr oder werden ihre Zahlungen sogar gekürzt, gucken die „Volks-Vertreter“ eben 1:1 genauso in die sprichwörtliche Röhre. Sie werden es überleben; da bin ich mir sicher!

Hach, ich sehe und rieche sie bereits: Blühende Landschaften, güldene Wege und ein Leben in Saus und Braus für uns alle… Ich freue mich schon drauf! Wer macht mit?

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