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Posts Tagged ‘Argument’

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Es ist sehr gefährlich, zuzuhören.
Hört man zu, kann man überzeugt werden,
und wer sich durch ein Argument überzeugen lässt,
ist ein von Grund auf unvernünftiger Mensch.

[Oscar Wilde – 1854-1900 – irischer Schriftsteller]

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Ich wünsche Euch ein ausgesprochen unvernünftig-wild schönes Wochenende! ;o)

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… als ich ständig auf der Jagd nach Autogrammen für einen kleinen Jungen war. Die Tatsache, dass ich bei einem Radiosender arbeitete und in den Ablauf diverser Veranstaltungen sowohl während der Vorbereitung, als auch am Veranstaltungsabend, direkt einbezogen war, erleichterte dieses Unterfangen.

Eines der ersten Autogramme organisierte ich während einer Boxveranstaltung von Udo Lindenberg. Da ich im VIP-Bereich eingeteilt war, stellte es kein Problem dar, alle möglichen Promis mal schnell zu überfallen. Udo Lindenberg ist mir, neben Graciano Rocchigiani, sowie Vitali und Wladimir Klitschko innerhalb dieser Veranstaltungen am angenehmsten in Erinnerung geblieben. Alle vier sind (man mag es in zwei von vier Fällen vielleicht nicht unbedingt glauben) ausgesprochen charmant! Selbst Udo legte nach wenigen Minuten sowohl sein Genuschel als auch die Sonnenbrille ab und wir unterhielten uns recht angeregt; sogar Auge in Auge! ;)

Das beeindruckendste Zusammentreffen (ich erwähnte es sicher schon das eine oder andere Mal) aller Zeiten war mit Hardy Krüger Senior. Dieses für mich wunderschöne Gesicht ist das beste Argument gegen jede Form von Straffung der Haut! Wenn er sich jemals in seinem Gesicht chirurgisch herumfuhrwerken lassen würde, wäre ich persönlich beleidigt. Diesem Menschen mit ca. 20 Zentimeter Abstand gegenüber zu stehen und sich mit ihm zu unterhalten ist einfach atemberaubend! Wobei dieses Gesicht so viele Lebensspuren aufweist, dass er eigentlich gar nichts zu sagen braucht, und trotzdem Geschichten erzählt.

Als die ATP in Hannover stattfand, war ich ebenfalls fast Tag und Nacht auf dem Messegelände. Nachdem ich Freitagabend endlich zuhause war, glitt ich komplett abgeschossen in die Badewanne. Ich wollte nur noch eines: Ruhe! Aber natürlich klingelte bald das Telefon. In einem mittelschweren Anfall von Wahnsinn ging ich auch noch ran. Damit nicht genug: Ich ließ mich auch noch überreden, in Harry’s New York Bar zu fahren. In dem dort angeschlossenen Pelikan Hotel residierte Boris Becker. Das hatte ich allerdings überhaupt nicht auf dem Schirm. Ich ärgerte mich nur über mich, weil ich mich tatsächlich noch hatte überreden lassen, mich in der Bar mit Freunden zu treffen.

Die Bar war vollkommen überfüllt, was für einen Freitagabend normal war. Irgendwann entdeckte ich ein paar Meter weiter an der Theke Boris Becker. Ich heimste also von irgendwo Zettel und Stift ein und stiefelte spontan auf ihn zu. Dass er von zwei Bodyguards bewacht wurde, registrierte ich natürlich nicht. Was interessierte es mich? Ich wollte nur ein Autogramm. Versprochen ist versprochen. Also schoss ich auf ihn zu und hielt ihm Zettel und Stift entgegen. Beziehungsweise … ich wollte, kam aber nicht dazu:

Blitzartig rissen mich die beiden Bodyguards, einer links und einer rechts unter meine Arme greifend, weg von ihm. Wer von uns dreien in dem Moment bekloppter geguckt hat, weiß ich nicht. Immerhin waren die beiden Typen dafür da, genau sowas zu verhindern. Ich weiß jedoch, dass Boris Becker so laut loslachte, dass ich annahm, er würde jeden Moment in Schnappatmung übergehen. Er gab dann Zeichen und die beiden Riesen ließen mich wieder auf meinen eigenen Füßen stehen. Nachdem wir kurz gequatscht hatten und ich mein Autogramm von ihm hatte, verabschiedeten wir uns und wünschten uns noch einen netten Abend. Ich ging zurück zu meinen Freunden, die natürlich alles mitbekommen hatten und sich fast nicht mehr einkriegten.

Da der Bereich an der Theke immer voller wurde, verzogen wir uns in einen kleinen, angegliederten Nebenraum, in dem mehrere Bistro-Tische und Stühle standen. Dort war es wenigstens etwas ruhiger und man konnte sogar fast ungehindert durchatmen. Wenige Sekunden später folgte einer der Bodyguards. Ich dachte, jetzt kriege ich doch noch Mecker aber nö: Er guckte und verschwand wieder. Keine Minute später saß Boris Becker nebst seinen beiden Aufpassern an unserem Nebentisch und wir haben uns noch ein wenig unterhalten. Das war ausgesprochen nett und charmant. Ich weiß gar nicht, warum ihm so häufig nachgesagt wird, dass er so ein Bollerkopp sein soll.

Warum ich das alles schreibe? Weil ich nicht nur wissen will, ob ich es bis Ende August schaffe, nicht über Werbung zu motzen (harte Probe!). Ich treibe es sogar auf die Spitze und erzähle etwas Lustiges über Werbung, nämlich über diesen Spot:

 

 

So, wie Boris Becker hier auf 0:18 lacht habe ich ihn selbst erlebt. Und jedes Mal, wenn dieser Spot über die Mattscheibe flimmert, fange ich wieder an zu gniggern. Ich kann nach meiner persönlichen Erfahrung nicht bestätigen, dass er unhöflich oder ruppig ist; ganz im Gegenteil!

Natürlich gibt es auch sehr nette weibliche Promis, wie beispielsweise Bonnie Tyler und Suzi Quatro. Und natürlich gibt es noch viel mehr männliche Promis, die ebenfalls erwähnt werden sollten, wie zum Beispiel René Baumann (DJ Bobo). Auch könnte ich Bücher füllen mit recht kuriosen Ereignissen aus persönlichem, sozusagen hautnahem Erleben. Aber irgendwann muss ja auch mal Schluss sein, nöch?! Außerdem gebe ich nicht alles preis. Ich gehe lieber noch ein bisschen gniggern, und das ganz ohne „Jagdschein“! :)

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Kurz nach halb Elf passierte es: Dunkel. Zack. Alles aus. Der Fernseher machte zum Abschied noch kurz Pling, der Rechner kam nicht einmal mehr dazu. Vorsichtig tastete ich nach links, wo diverse Teelichte stehen. Nachdem das erste brannte, arbeitete ich mich systematisch durchs Wohnzimmer, wo überall Teelichte stehen. Anschließend kramte ich die beiden Bewegungsmelder heraus, die ich vor langer Zeit einmal angeschafft hatte, als nächtlich auf meinem Balkon immer mal wieder recht putzwunderliche Geräusche zu hören waren.

Die Batterien fand ich dieses Mal sehr schnell und bestückte beide. Dann hatte ich wieder Licht. Nicht taghell aber man muss ja auch mal Kompromisse machen. Internet gab es natürlich nicht aber mein Laptop hatte noch Saft auf dem Akku, so dass ich erstmal weiter arbeiten konnte. Geht. Es geht (fast) alles. Plötzlich überlegte ich, was wäre, wenn die Pumpen des Wasserwerks nicht mehr funktionieren würden. Also befüllte ich im Bad einen Eimer mit Wasser und in der Küche einen riesigen Topf. Mineralwasser in Flaschen habe ich sowieso immer.

Die nächste Überlegung galt der Ursache. Kann es sein, dass die Atom-Mächtigen ihre Schikane nun noch weiter ausspielen? Ich meine … hat es vor dem Beschluss, aus der Atomenergie auszusteigen, jemals eine Situation gegeben, in der alle Atomkraftwerke eines Betreibers auf einmal ausgeschaltet werden „mussten“? Angeblich zu Wartungszwecken. Meines Wissens nicht. Direkt nach Verkündung des Ausstiegs kam es zu einem solchen Szenario, was jedoch keinen Blackout zur Folge hatte. Obwohl er doch als Möglichkeit so großspurig angekündigt worden war.

Aber mit Ankündigung ist sowas ja auch langweilig. Dann ärgert sich das schnöde Wahlvieh ja nicht. Für gestern Abend gab es keine Ankündigung. Aktuell wird von 20 Minuten Stromausfall gefaselt. Hier waren es knapp anderthalb Stunden. Kurz nachdem die Stadt im Dunkeln lag, krähte irgendein weibliches Wesen hinter meinem Haus „Die hat aber Strom!“ woraufhin ihr Begleiter etwas leiser zur Kenntnis gab, dass es sich wohl nur um Kerzen handelt. Röchtöööch! Daraus folgt jedoch die weitere Erkenntnis: Je dunkler es ist, desto lauter scheinen Stimmen zu sein.

Nach heutigen Berichten sollen spezielle Stadtbewohner besonders pfiffig gewesen sein und räumten im nicht nur sprichwörtlichen Handumdrehen Supermärkte und weitere Läden aus. Ein weiteres Argument dafür, Plünderer auf der Stelle zu erschießen? Die Bahn fuhr munter weiter und über das Handy war nur noch Notruf möglich. Der wurde offensichtlich notgedrungen eifrig genutzt. Denn Martinshorn hörte man allerorts. Vermutlich auch, um Intensiv-Patienten zu verlegen. Bleibt zu wünschen, dass Plünderer und Verursacher solcher Blackouts auch irgendwann mal … verlegt werden müssen.

Dass tatsächlich ein kleiner defekter Stromkasten dafür verantwortlich war, dass gestern Abend in ganz Hannover für bis zu knapp anderthalb Stunden kein Strom mehr floss, glaubt wohl nur, wer sich die Hose noch mit dem Bagger anzieht. Ich fand es jedenfalls relativ gemütlich mit den vielen Kerzen. Und wenn es jemand auf zu blöde Weise darauf anlegt, mich zu ärgern, hat das bis heute nur ausgesprochen selten Erfolg gehabt. Mich ärgert man nicht so schnell, MICH NICHT!

;o)

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