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Posts Tagged ‘aufstehen’

 

Morgens aufstehen kann jeder. In den ersten Minuten bereits dafür sorgen, dass es nur noch bergauf gehen kann, nicht.

Außerdem spinnt die Industrie, wenn sie Mengenangaben auf Behältnissen vorgibt!

Dass in einem Becher Kaffee grundsätzlich mindestens ein Liter Flüssigkeit enthalten ist, und zwar völlig unabhängig von der Größe des Bechers, weiß jeder, dem mal ein voller Becher am Türrahmen oder jedem anderen, dafür geeigneten Hindernis zersplittert ist.

Wobei es bei der Auswahl des Hindernisses oftmals nur auf den Schwung aus der Hüfte und die daraus resultierende Aufprallgeschwindigkeit nebst Aufschlagwinkel ankommt.

Seit heute weiß ich:

Auch in einer Kaffeekanne mit einem maximalen Fassungsvermögen von einem Liter sind mindestens fünf Liter, eher mehr, enthalten …

… wenn sie runterfällt.

Ja, vermutlich gilt das auch für Teekannen.

Besonders zu empfehlen ist ein solches Vorgehen, direkt 10 Minuten nach dem Aufstehen. Der Tag fängt bemerkenswert an. Man hat richtig Lust weiterzumachen und sieht den kommenden Ereignissen freudig erregt entgegen. Es kann nur besser werden und insofern lohnt sich ein solcher Tagesstart.

Immer!

Hoffe ich.

Morgen mache ich das wieder. Ein paar Kannen habe ich noch!

*ARRRGH!

 

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Im Moment steckt der Teufel mal wieder hoffnungslos im Detail:

Bevor ich nach Dresden fuhr, rammte ich mir meinem linken „Ringzeh“, also den der neben dem kleinen Zeh ist, am Metall-Rahmen meiner Balkontür so an, dass ich in keinen Schuh mehr rein kam. In die Semperoper mit Turnschuhen zu gehen, erschien mir jedoch reichlich bedürftig, so dass ich mit Kühlen und Salben die Schwellung zumindest soweit zurück bekam, dass ich in weiche Pumps einsteigen konnte.

In Dresden war ohne Ende Rumlaufen angesagt. Was in einer solch schönen Stadt auch nicht allzu schwer ist. Sofern man rumlaufen KANN. Abends (oder eher nachts) im Hotel angekommen, wollte ich mich nur noch schnell duschen und dann ins Bett fallen. Als ich gerade mit Schmackes ums Bett rumturnen wollte, rammte ich mir den rechten „Ringzeh“ an einem dort blöd rumstehenden Stuhlbein. Turnschuhe hatte ich nicht mitgenomen. Salbe ebenso wenig. So dass nur Kühlen und Hoffen blieb.

Beide Zehen sind inzwischen wieder fit, so dass ich entsprechend schnell unterwegs bin.

Als ich am Dienstagabend völlig schmerzfrei zu Bett ging, war die Welt in Ordnung. Mittwoch beim Aufstehen nicht; ich hatte mir wohl im Schlaf das linke Knie verdreht und konnte kaum auftreten. Wenn man beim Schlafen schon Fehler macht …

Bewegung ist meist die beste Medizin, also zog ich mich an und ging los zum Einkaufen. Bereits auf dem Rückweg hatte ich zwar noch ein etwas bedrücktes Gefühl im Knie aber als Schmerzen hätte ich es zu dem Zeitpunkt bereits nicht mehr bezeichnet.

Solange ich unterwegs war, hielt das Knie ruhig. Zuhause angekommen verstaute ich meine Eroberungen, zog mir etwas Bequemeres an und setzte mich an den Schreibtisch. Es dauerte keine fünf Minuten und ich hatte das Gefühl, die Schmerzen in meinem, eigentlich nun zur Ruhe gekommenen, Knie sprengen mir die Schädeldecke weg. Also wieder KSH. … Kühlen, salben, hochlegen.

Am Donnerstagmorgen war wieder alles okay. Daily business as usual. Abends rollte ich mich mit meinem Stuhl wohlgelaunt an einen Berg von Arbeit. Beim Annähern an den Schreibtisch knallte ich dermaßen mit dem rechten Knie an die Tischkante, dass mir vor Schmerzen fast die Tränen in die Augen schossen. Nach einigen Minuten Luftschnappen und hoffen, dass ich es zumindest bis ins Bad schaffen würde, salbte ich nun das rechte Knie und machte einen dicken Stützverband drum, da die Beuge permanent versuchte, nach hinten statt nach vorn wegzuknicken.

Nein, nach dem heutigen Aufstehen war das Knie noch nicht wieder genesen. Es ist oberhalb der Kniescheibe geschwollen, als wenn … was weiß ich, was da los ist. Jedenfalls tut es nach wie vor höllisch weh und ich kann kaum einen Schritt vor den anderen setzen, ohne wie eine uralte Frau zu stöhnen und zu keuchen. Den wievielten Salbenverband ich nun angelegt habe, weiß ich gar nicht. Es wird zwar besser aber wirklich gebessert hat es sich wohl noch längst nicht.

Zum Arzt gehen? Wie soll ich denn bitte zum Arzt GEHEN? Und ihn herkommen zu lassen ist mir zu blöd. Außerdem brächt er garantiert irgend etwas mit, was er in mich rein spritzen oder mir absaugen wollen würde. Ne, dann leide ich lieber still wimmernd vor mich hin und hoffe auf morgige Schmerzfreiheit.

Beide Füße und beide Knie habe ich nun in den letzten Tagen hinter einander weg geschrottet. Mit purer Angst verweigere ich meinen Gedanken das Ausmalen der nun potentiell folgenden Crash-Zone. Als nächstes müsste ich ja eigentlich hinfallen und mir den Steiß stauchen, oder? In meiner Wohnung dürfte das – zumindest relativ – ausgeschlossen sein. Doch morgen bin ich schon wieder unterwegs und wer weiß, ob wir bei diesem Wetter nicht plötzlich Minustemperaturen mit Eis auf den Straßen bekommen?

Aber wen zum Teufel interessiert schon ein solches Detail, wenn ich, sofern das jetzt nicht endlich aufhört, vermutlich in ein paar Tagen eingegipst auf irgendeiner Intensivstation liege und jede Hoffnung begraben habe? Wenn Ihr also in nächster Zeit nichts mehr von mir lest oder hört, denkt einfach liebevoll an mich, ja? Danke!

;o)

© skriptum
[08/2005]

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Ganz unbeeinflusst von jedweder Form der so genannten Verbraucher-Information führte ich vor ein paar Tagen den ultimativen „Wie stark sind Spülmaschinen wirklich?“-Test durch:

Ich klappte die Tür der Spülmaschine runter, um das Geschirr vor dem Ausräumen etwas abkühlen zu lassen. Dann drehte ich mich weg, um am Fenster irgendwas völlig unnötiges rumzufummeln. Beim Umdrehen, um die Küche zu verlassen, vergaß ich die runter geklappte Spülmaschinentür, blieb mit beiden Füßen dran hängen und machte einen solchen Satz darüber, dass ich am anderen Ende der Küche wieder aufkam, und zwar mit dem Kopf direkt auf dem riesigen Schwingdeckelmülleimer aufschlagend.

Der Flug war gut; die Landung scheiße! *sorry

Sobald ich, vor der offenen Spülmaschinentür sitzend, wieder einigermaßen zu mir gekommen war, entdeckte ich die Blutspritzer auf meinem Arm und frage mich, wo genau, vermutlich im Gesicht, irgendwas zerbombt war. Dabei verfiel ich keinesfalls in Panik, sondern blieb ganz ruhig sitzen und sammelte mich. Etwas anderes war im akuten Schock-, Schreck- und Schmerzzustand eh nicht möglich. Aufstehen wäre spontan ebenso unmöglich gewesen, weil meine Beine höllisch schmerzten. Die Arme auch, aber das konnte in der Situation erstmal vernachlässigt werden. Kleine Hautabschürfungen sowieso.

Nach einer weiteren Phase des Sammelns erhob ich mich langsam. Ganz langsam! Dann ging ich ins Bad und prüfte vor dem Spiegel, ob es sich bei der zersprungenen Unterlippe um einen glatten Durchschlag oder nur um eine Platzwunde handelte. Anschließend nahm ich die Unterlippe in den Mund, weil das die schnellste Möglichkeit war, die Blutung zu stoppen oder mir zumindest die Klamotten nicht noch mehr vollzusauen. Danach setzte ich mich vorsichtig auf den Wannenrand und überlegte, ob alles unter dem Rumpf befindliche tatsächlich meine eigenen Beine sind und ob sie schon jemals so weh getan haben.

Sobald das Zittern nachließ, ging ich zurück in die Küche und begann endlich, die Spülmaschine auszunehmen. Plan ist Plan. Es dauerte allerdings nicht allzu lange, bis ich feststellte, dass es aktuell ziemlich blöd war, den Kopf runter zu halten. Unterlippe und so … Auch schmerzten die Beine extrem. Also ging bzw. schlich ich zurück ins Bad und begutachtet vorsichtig, ob die Kniescheiben noch vorn oder doch nach hinten durchgeschossen waren. Dabei stellte ich fest, dass ich sie nicht einmal mit lindernder Salbe einschmieren könnte, weil die Haut aufgeschlagen war. Am linken Knie jedenfalls. Das rechte sah trotz der Schmerzen soweit in Ordnung aus, deutet allerdings schon an, dass der rechte Oberschenkel für die nächsten Wochen vermutlich in allen Blau-, Lila-, Rot- und Grüntönen glänzen würde. Bereits in den Moment war mir klar, dass ich die in den nächsten Tagen zu erwartende Farbgebung vermutlich nicht einmal in Acryl hinbekommen würde. Ich sollte mich nicht täuschen. Die Natur ist eben doch pfiffiger als der Mensch. Ob das immer gut oder angenehm ist, möchte ich in diesem aktuellen Fall gern dahingestellt lassen.

Danach schlich ich ins Wohnzimmer, um telefonisch schon mal vorzuwarnen, dass ich die getroffenen Wochenend-Verabredungen möglicherweise nicht, oder zumindest nicht in der ursprünglichen Planung, wahrnehmen können werde. Anschließend legte ich mich hin, weil sich in meinem Kopf alles drehte und mir k***übel wurde. Die nächsten Tage übte ich Gehen, als wenn ich es noch nie getan hätte. Auch das Aufstehen und Hinsetzen gestaltete sich schwieriger als bis dahin gekannt. Inzwischen ist der Status erreicht – wer kennt ihn nicht? – dass der gefühlte Muskelkater in den Oberarmen, ausgelöst durch das ständige Auf- und Abstützen bei allen möglichen Bewegungsabläufen, in direkter Schmerz-Konkurrenz zu den Beinen steht. Insgesamt bessere ich mich aber; wenn auch sehr langsam.

Es hätte allerdings noch viel schlimmer kommen können. Ja doch, tatsächlich: Die Brille hätte kaputt sein können. Die Zähne hätten ausgeschlagen werden können. Die Unterlippe hätte ganz durch sein können. War aber nicht. Statt dessen laufe ich seit nunmehr knapp zwei Wochen relativ geohovt rum und habe einen weitaus entzückenderen Schmollmund, als ihn Brigitte Bardot je hätte vorweisen können. Nur das Küssen fällt noch schwer. Aber irgendwas ist ja immer. Davon abgesehen ist aber der Test „Wie stark sind Spülmaschinen wirklich?“ erfolgreich abgeschlossen. Im Zweifel: Sehr stark! Sogar ganz ohne Spülmittel …

© skriptum

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