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Posts Tagged ‘aufwachen’

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Ich frage mich, wie es wohl war …

In Deinen Armen einzuschlafen
Deinen Atem zu hören wenn Du schläfst
Dein leises Schnarchen zu genießen
Gemeinsam mit Dir aufzuwachen
Objekt des ersten Deiner Blicke zu sein

Wie es wohl war?

Ja, das frage ich mich …

… am Morgen davor!

*

© skriptum

*

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Kennst Du die auch? Ich meine diese Ichmussunbedingtnochs. Also all das, was einem siedend heiß einfällt, wenn man eigentlich gerade mit völlig anderen Dingen beschäftigt ist. Oder mit nichts; je nachdem. Ich hasse ja nicht. Menschen schon gar nicht. Aber hier könnte ich echt in Versuchung geraten, eine gepflegte Ausnahme zu machen!

Morgens wache ich auf. Noch etwas drömmelig denke ich mich ganz vorsichtig in den Tag. Und prompt durchschießt mich als erster Gedanke:

„Oh verdammt, ich muss unbedingt noch xxxxx!“! Also klettere ich aus dem Bett. Der erste Gang führt mich nach einem solchen Erwachen nicht in die Küche, um den Kaffeeautomaten zum Vorglühen zu inspirieren, sondern zunächst an den Schreibtisch um die betreffenden Unterlagen rauszusuchen und mittig zu positionieren. Damit ich das bloß nicht vergesse!

Danach in die Küche, siehe oben. Anschließend ins Bad, Zähneputzen. Danach in die Küche, Kaffee machen und mitnehmen. Zurück ins Bad und unter die Dusche (ohne Kaffee; der wartet auf der Waschmaschine für hinterher). Abtrocknen, einkremen, Klamotten an, fertig. Kein langer Zeitraum. Doch innerhalb dieser wenigen Minuten sind mir schon wieder mindestens drei weitere Ichmussunbedingtnochs durch den Kopf geschossen.

Jetzt geht es also los. Beziehungsweise fast; erst brauche ich noch einen Kaffee. Bis ich am Schreibtisch ankomme, habe ich mindestens ein, eher zwei Ichmussunbedingtnochs vergessen und versuche, mich krampfhaft daran zu erinnern, was das noch war. Für die anderen suche ich die Unterlagen zusammen und stapele sie mehr oder weniger übersichtlich, auf jeden Fall griffbereit.

Nun heißt „griffbereit“ ja nicht zwingend, dass man selbst bereit ist, zuzugreifen. Man könnte, klar. Daraus lässt sich jedoch keinesfalls ableiten, dass man es auch tut. Obwohl man sollte und das auch weiß. Allerdings wissen Kenner natürlich auch ganz genau, dass ein gutes Chaos deutlich mehr Möglichkeiten bietet, als es selbst die ausgeklüngeltste Form von Ordnung jemals könnte.

An dieser Stelle möchte ich ergänzend einfließen lassen, dass ich mal eine Chefin hatte, durch deren „Ordnung“ ich in vielen Jahren nicht durchgestiegen bin. Es sah alles sehr ordentlich aus und wenn sie in ihren Unterlagen irgendwas suchte, genügte tatsächlich ein einziger Griff und sie hatte alles parat. Allen anderen Mitarbeitern im Haus war es jedoch schier unmöglich, genauso zielsicher zuzugreifen, sofern Chefin mal nicht da war. Wenn während ihrer Abwesenheit Unterlagen oder Informationen benötigt wurden, hat es mitunter Stunden gedauert, bis man zumindest das Gefühl hatte, der Lösung wenigstens ein, zwei Schritte näher zu sein.

Das ist bei mir einfacher: Normalerweise reicht es, sich mittig des Raumes aufzustellen, in dem man die Unterlagen vermutet, und dann die Augen mit Röntgenblick kreisen zu lassen. Das garantiert zwar keinesfalls, dass man die Unterlagen findet, aber man hat viel Spaß ;o) Es sei denn, man ist ich. Dann sieht das etwas anders aus. Einerseits, weil ich das was ich sehe schon kenne und andererseits, weil ich das was ich suche meist trotzdem nicht finde.

Aber dafür gibt es ja so genannte Pultordner. Wo war der noch gleich. Ich sage nur „Raummitte“! Bring aber nichts. Dafür habe ich inzwischen ein weiteres Ichmussunbedingtnoch vergessen. Und so gestaltet sich der Tag wesentlich ruhiger als angenommen. Denn die zwei, drei Ichmussunbedingtnochs, die mir präsent sind, erledigen sich schnell und der Rest … fällt mir dann vermutlich morgen früh, direkt nach dem Aufwachen wieder ein! ;o)

© skriptum

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