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Posts Tagged ‘Ausland’

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Dann ist ja schon abzuschätzen, was uns als nächstes heimsuchen wird. Mir schwante ja schon geraume Zeit, dass der Bundesregierung langsam die möglichen Umbenennungen von ganzen Heerscharen von Arbeitslosen ausgehen, um die Statistik weiterhin möglichst brutal zu schönen. Nur so kann ja das europäische Ausland noch sicherer davon ausgehen, dass wir kaum noch wissen, wohin mit der ganzen Kohle:

Die Bürgersteige sind bereits vergoldet, allen Menschen geht es so gut, dass sie es kaum noch aushalten können, zweit- und dritt-Jobs gehören seit Jahrzehnten der Vergangenheit an … es musste einfach dringend etwas passieren. Dass wir kurz vor der Vollbeschäftigung stehen, wie Herr Stein*eier nicht müde wird zu elaborieren, glaubt ja einfach stur kein Arsch Mensch. Jedenfalls diejenigen nicht, die noch bei Verstand sind.

Das Video ist doch mal eine wirklich ehrliche Alternative, nöch?! Da weiß man, was man hat! Gute Nacht!

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Ich wünsche Euch trotzdem oder erst recht eine aufrichtig tolle Woche! ;)

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Jetzt ist man ab „Anfang 30“ nicht nur schon „zu alt“, wenn man als Arzthelferin, Servicekraft oder in jedweder Administration einen Job sucht, obwohl man hoch qualifiziert ist, sondern im Hinblick auf Schreiben hat man in diesem biblischen Alter auch schon ausgedient?

Wow! Stellt sich die Frage: Wohin mit den ganzen „Restposten über 30“?

Na ja, vielleicht wandern ja noch mehr Deutsche ins Ausland ab. Dann haben sie eine reelle Chance, dass die Bundesregierung sie über die Zahlung einer Prämie von 10.000 Euro zurück kauft. Solange im eigenen Land die eigene Bevölkerung nicht ordentlich für ordentliche Leistungen bezahlt wird, muss man eben Fachkräfte aus dem Ausland einkaufen. Re-importierte Medikamente sind ja auch wesentlich günstiger, als Medikamente, die keine Reise um die Welt hinter sich haben. Schon klar; danke für das Gespräch!

Dem eigenen Wahlvieh bleibt zur Lebenserhaltung inzwischen kaum noch eine andere Möglichkeit, als auszuwandern. Beispielsweise die Diskussionen um den „drohenden Pflegekräfte-Notstand“ würden sich im Keim erledigen, wenn Pflegekräfte endlich angemessen entlohnt werden würden. Statt dessen werden sie seit Jahrzehnten mit Hungerlöhnen abgespeist und „plötzlich und unerwartet“ ist das Gejammere groß, dass es keiner mehr machen will.

Könnte ich bitte mal eine Tüte Logik bekommen? Egal woher. Ich zahle gut!

;o)

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Seit mehr als 30 Jahren ist Krieg ihr Leben. Irgendwie …

Seit fast 20 Jahren begleitet sie mich. Irgendwie …

Ihresgleichen müsste man wohl lange suchen. Eine Journalistin die noch weiß, was investigativer Journalismus wirklich bedeutet und sich an die diesbezüglichen Regeln hält. Immer.

Eine Frau.

Und was für eine …

Antonia Rados

 

Geboren wurde die mehrfache Buchautorin und Politikwissenschaftlerin 1953 in Klagenfurt; studierte in Paris, Salzburg und Bologna. Seit 1979 außenpolitische Redakteurin des Österreichischen Fernsehens und seit 1993 Sonderkorrespondentin Ausland bei RTL. 1995 übernahm sie die Leitung des RTL-Studios in Paris. In Österreich erhielt sie den Pirelli- und den Kritikerpreis. 1991 wurde sie in ihrer Heimat zur „Frau des Jahres“ gewählt. Sie berichtete aus Chile, Südafrika, Rumänien, der arabischen Welt… vom Kosovo- bis hin zum Afghanistan-Krieg… aus nahezu allen Regionen der Welt.

Seit Beginn der kriegerischen Handlungen berichtet Antonia Rados, eine der erfahrensten Krisen- und Kriegsreporterinnen, fast rund um die Uhr live aus … Bagdad.

Rados selbst sieht sich als Pendlerin zwischen der ersten und der dritten Welt. Nicht selten ist das mit sehr vielen Schwierigkeiten und Kompromissen verbunden und – gerade in der islamischen Welt – für eine Frau oftmals mit fast unüberwindlichen Hürden. Damit umzugehen, sich zwar anzupassen aber nicht das Wort verbieten zu lassen, ist eine Form der Berichterstattung die wohl kaum jemand mit so viel Finesse und KnowHow beherrscht wie Rados. Erfahrung ist ihre Art der Vorbereitung. Kaum ein Krisengebiet ist ihr unbekannt. Sie weiß um die Nöte der Menschen und die Skrupellosigkeit mancher Regierungen. Sieht Parallelen und kennt das Weltgeschehen wie ihre Westentasche.

Der Journalist soll informieren, zu Ereignissen „mitnehmen“, Entwicklungen kritisch begleiten, Stellung beziehen und Meinungen äußern. Gerade in Krisensituationen sind diese Grundsätze nicht selten eine sehr verzweigte Kreuzung. Wann darf die eigene Meinung einfließen oder gar überwiegen, wann dürfen nur Fakten präsentiert werden? Und was ist, wenn man Berichte nur auf Spekulationen und Anschein aufbauen kann? Wie ist mit der Tatsache umzugehen, sich einer Zensur beugen zu müssen und was will der Zuschauer überhaupt wissen? Was darf er wissen. Wie viel kann er verkraften?

Rados findet den Weg. Den „goldenen“ Mittelweg, wenn der direkte verbaut ist. Sie lässt die Zuschauer ehrlich und klar deklariert und definiert miterleben, was sie sieht, fühlt, riecht, schmeckt … eben, wie sich die Situation vor Ort tatsächlich darstellt. Der Zuschauer ist live dabei. Erlebt was geschieht und weiß, woran er ist.

„Nur Helden und Idioten haben keine Angst“ ist ein Ausspruch auf den sie sich oft bezieht. Die Lebendigkeit ihrer Berichte schließt Angst ein. Natürlich. Sie scheut sich nicht, auch mal klar zu formulieren „wir wollen hier weg“. Rados hält sich stets vor Augen, dass sie sich freiwillig in Krisengebieten aufhält. Harte Bedingungen schrecken sie nicht. Ihre mittellangen, dunklen Haare wehen ihr ins ungeschminkte Gesicht, wenn sie teils auf und ab wippend und fast schon kindlich gestikulierend, ihre Berichte – mal im Ansatz lächelnd, meist ernst – absetzt. Make-up vermisst sie nicht; Schokolade dafür umso mehr.

Menschlich faszinierend, fachlich kompetent.

Ihre Arbeit bezeichnet sie als befriedigend. Die verschiedenen Facetten der Menschen können sie nicht beängstigen, eher ihre Neugierde stillen. Rados vermittelt mit ihren Berichten Ambiente und Stimmung, Faktenwissen, Hintergründe und stellt Zusammenhänge dar. Und das in jeder Lebenslage. „Wenn jemand Zweifel hat, ob er dieser Situation gewachsen ist, sollte er sich besser nicht für diesen Beruf entscheiden.“ Sie weiß ganz offensichtlich, wovon sie spricht.

Auf die Frage, warum sie sich diesen Beruf ausgesucht hat, antwortete Rados: “Es ist umgekehrt. Der Beruf hat mich einmal gepackt und hält mich fest. Ich kann nichts dagegen tun. Außerdem ist es vielleicht die Gnade eines kurzen Gedächtnis, dass ich immer wieder mit frischer Energie und ohne lähmende Gefühle meine Arbeit verrichten kann. Angst habe ich oft genug. … Außerdem mache ich zwischen den erschütternden ja auch viele schöne Erfahrungen. Ich lerne viele Menschen kennen. Mich interessiert die Welt. Und für mich gibt es keine Alternative.“ Es ist nicht einfach Broterwerb, dem Antonia Rados auf diese Weise nachgeht, es ist mehr: schlicht und einfach ihr Traumberuf.

Rados hat für sich festgestellt, dass sie sich solchen Situationen nach drei Wochen entziehen will, um soz. die Batterien wieder aufzuladen … nachzudenken … eben neue Kraft zu sammeln. Seit Beginn der Eskalation vor ca. sieben Jahren pendelt sie unter anderem zwischen Iran und Irak. Ein Ende ist nicht abzusehen. Vor wenigen Wochen war sie es, die als erste Journalistin aller Zeiten ein persönliches Interview mit dem iranische Präsident Ahmadinedschad führen durfte.

Vor ca. 20 Jahren fing ich an, mich in der sog. Medienlandschaft herum zu tummeln. In dieser Zeit habe ich sehr viele Menschen erlebt … persönlich kennen gelernt. Gerade die Branche des Journalismus hält vieles bereit, was bei näherer Betrachtung dieser Bezeichnung im eigentlichen Sinne nicht gerecht wird. Antonia Rados fiel mir vor 20 Jahren zum ersten Mal auf und meine Begeisterung für ihre Art der Umsetzung des Journalismus hat an keinem einzigen Tag nachgelassen … ganz im Gegenteil.  Ich kann sie nicht immer beneiden, sehrwohl aber jederzeit bewundern.

Gerade im Vergleich zu sehr vielen Kollegen bleibt mir im Hinblick auf sie nur wieder und wieder, den Hut zu ziehen und mit grenzenlosem Respekt ihre Arbeit zu beobachten und anzuerkennen.

Wie gesagt:

Eine Frau.

Und was für eine!

© marmonemi [03/03] / skriptum

[Anm.: Ich hatte den Text erstmalig vor ca. sieben Jahren geschrieben und heute nur leicht modifiziert.]

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Glücksbringer

Als Glücksbringer, die man an Silvester verschenkt, gelten: Pfennig/Cent, Kleeblatt, Fliegenpilz, Hufeisen, Schornsteinfeger/Kaminkehrer, Glücksschwein, Marienkäfer mit schwarzen Punkten. Über deren Bedeutungen schreibe ich vielleicht nochmal einem separaten Text. Gut gemeint sind eh alle und Glück bringen sie auch; eben jeder auf seine eigene leise Weise …

Essen

Früher ließ man, als Zeichen für Überfluss und Reichtum, die das neue Jahr bringen sollte, Reste von Silvesterspeisen bis zum Neujahrsmorgen auf dem Tisch stehen. Insbesondere Linsen-, Erbsen-, Bohnen und Möhrensuppe galten als Symbol für Reichtum.

Mit Sauerkraut und Rippchen (wer’s mag) soll am Neujahrstag der Reichtum gelockt werden, in dem sich die Tischgäste soviel Gut und Geld wünschten, wie Fäden Kraut im Topf sind. Voraussetzung ist jedoch, dass man beim Essen richtig zulangt.

Der Karpfen dürfte an Silvester nach wie vor der Renner unter den Tellerauflagen sein. In Tschechien wird dazu traditionell Kartoffelsalat gereicht, der in Deutschland eher an Heiligabend das Kultgericht ist; dann allerdings mit Würstchen, statt mir Karpfen. Aber in Tschechien wird auch nicht zwingend Karpfen, sondern ebenso gern Schnitzel oder Würstchen zum Kartoffelsalat gereicht, und außerdem würzig-scharfe Häppchen, die den richtigen Durst zum Essen machen.

Auch Forelle, Lachs, Aal, Zander, Hummer und Flusskrebse sowie Austern werden immer beliebter. Einen bekannten Grund für den silvestrigen Fischgenuss gibt es nicht. Gemutmaßt wird, dass man nach dem reichhaltigen und meist sehr fettigen Weihnachtsessen (Gans?) zu Silvester lieber etwas kalorienarmer genießen möchte. Wobei nicht jede Fischart zwingend als kalorienarm zu bezeichnen ist und es letztendlich ja auch maßgeblich auf die Zubereitung ankommt.

Immer beliebter werden in Deutschland zu Silvester Essen wie Fondue, Raclette oder auch ein warmes oder kaltes Buffet. Diese Speisen sind besser vorzubereiten und erfordern es nicht, dass mindestens eine Person fast überhaupt nicht zum Essen kommen kann. Außerdem sind sie geselliger, da Zwangs-Ess-Pausen oftmals dringend notwendig sind.

Natürlich dürfen die Krapfen nicht vergessen werden, weil sie die Geister friedlich stimmen. Wozu dann um Mitternacht noch geböllert wird, verstehe ich zwar nicht ganz aber vielleicht sollen sich die Geister erstmal in Sicherheit wiegen, bevor sie abgeschossen werden …

Zum Jahreswechsel sollte man guten Freunden Neujahrsbrote oder Neujahrskuchen als Glücksbringer schenken, damit das „Brot“ im neuen Jahr nichts ausgeht. Außerdem sollen die Beschenkten damit vor Krankheit und Unglück bewahrt werden. Wer es etwas spezieller mag, entscheidet sich für Gebäck, wie zum Beispiel Neujährchen (Waffelhörnchen), Neujahrsringe (Hefekränze mit Rosinen), Neujahrsbrezeln, Neujahrsmännchen, Hefezöpfe, Früchtekuchen, Lebkuchen oder Glückkuchen mit eingebackenen Geldmünzen. Auf letzteres würde ich allerdings vor Verzehr vorsichtshalber hinweisen! Brezeln und Kränze sind geschlossene Formen und verkörpern damit auch noch den Wunsch nach Verbundenheit und Unendlichkeit.

Trinken

Neben den Klassikern wie Sekt, Prosecco und Champagner sowie Glühwein und Feuerzangenbowle, für die es massenweise Rezepte gibt, fand ich auch noch ein Rezept für Schlammbowle. Hierzu nimmt man eine Dose Mandarinen (oder frische, wer lieber selbst schält) oder Pfirsiche oder Sauerkirschen oder Ananas oder Schattenmorellen oder Aprikosen oder alles, einen Liter Orangensaft oder Multivitaminsaft oder Maracujasaft oder alles, zwei Flaschen Bitter-Lemon, eine Flasche roten Sekt oder weißen Sekt oder Rotwein oder alles, ein Kilo Vanille-Eis, einen viertel Liter Bacardi oder Wodka oder Gin oder alles und wer dann noch nicht genug hat, kippt auch noch Kirschsaft, Glühwein oder Blue Curacao oder alles oder nix davon rein. Und wer das dann tatsächlich trinkt, dürfte in der Tat das Bedürfnis haben, sich schnellstmöglich im Schlamm zu suhlen. Ich bleibe dann doch lieber bei den Klassikern und hänge einen Amethyst rein, den ich im Eifer des Gefechts hoffentlich nicht verschlucken werde. Oder doch lieber vorher Vitamin C? 

Und überhaupt …

Was auch immer es für Bräuche, Sitten und manchmal auch Unsitten geben mag, eines dürfte sicher für jeden gelten: Den Silvestertag mit anschließender Nacht zum Neujahr zu feiern bedeutet, mit Altem abzuschließen, sich auf Neues zu konzentrieren; soll also zur Umkehr und zur Besinnung anregen. Und welche Nacht würde besser dafür eignen, unter gewisse Vorgänge einen Schlussstrich zu ziehen, um nochmal ganz neu anzufangen? So begründet sich vermutlich auch der Wunsch „Prosit Neujahr“, der aus dem lateinischen kommt (von „prodere“ oder „prodesse“) und unter’m sprichwörtlichen Strich bedeutet „Möge es gelingen!“. Na, dann:

Also: Prosit Neujahr für alle! Lass uns einen trinken

Und für diejenigen, die noch überlegen, kurzfristig ins Ausland zu flüchten:

Deutsch: Prosit Neujahr
Afgani: Saale Nao Mubbarak
Afrikaans: Gelukkige nuwe jaar
Albanian: Gezuar Vitin e Ri
Arabic: Antum salimoun
Bengali: Shuvo Nabo Barsho
Bulgarian: Chestita Nova Godina
Chinese: Chu Shen Tan
Corsican: Language Pace e Salute
Cymraeg: (Welsh) Blwyddyn Newydd Dda
Czechoslovakia: Scastny Novy Rok
Denish: Godt Nytår
Dutch: GELUKKIG NIEUWJAAR!
Eskimo: Kiortame pivdluaritlo
Estonians: Head uut aastat!
Finnish: Onnellista Uutta Vuotta
French: Bonne Annee
Gaelic: Bliadhna mhath ur
Greek: Kenourios Chronos
Hawaiian: Hauoli Makahiki Hou
Hebrew: L’Shannah Tovah
Hindi: Nahi varsh ka shub kamna
Hungarian: Boldog £j vet k¡v nok!
Indonesian: Selamat Tahun Baru
Iraqi: Sanah Jadidah
Irish: Bliain nua fe mhaise dhuit
Italian: Felice anno nuovo
Kannada: Hosa Varushadha Shubhashayagalu
Kisii: SOMWAKA OMOYIA OMUYA
Khmer: Sua Sdei tfnam tmei
Laotian: Sabai dee pee mai
Nepal: Nawa Barsha ko Shuvakamana
Norwegian: Godt Nyttår
Papua New Guinea: Nupela yia i go long yu
Philippines: Manigong Bagong Taon
Polish: Szczesliwego Nowego Roku
Portuguese: Feliz Ano Novo
Punjabi: Nave sal di mubarak
Romanian: AN NOU FERICIT
Russian: S Novim Godom
Serbo-Croatian: Sretna nova godina
Sindhi: Nayou Saal Mubbarak Hoje
Singhalese: Subha Aluth Awrudhak Vewa
Slovak: A stastlivy Novy Rok
Somali: Iyo Sanad Cusub Oo Fiican!
Spanish: Feliz Ano ~Nuevo
Swahili: Heri Za Mwaka Mpyaº
Swedish: GOTT NYTT ÅR! /Gott nytt år!
Sudanese: Warsa Enggal
Tamil: Eniya Puthandu Nalvazhthukkal
Telegu: Noothana samvatsara shubhakankshalu
Thai: Sawadee Pee Mai
Turkish: Yiliniz Kutlu Olsun
Ukrainian: Shchastlyvoho Novoho Roku
Urdu: Naya Saal Mubbarak Ho
Vietnamese: Chuc Mung Tan Nien

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