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Posts Tagged ‘Ausspruch’

 

Der Sommer beginnt, die Sonne scheint, die Fenster meiner Wohnung müssten schon wieder geputzt werden und ich muss dringend zum Ordnungsamt.

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Nun braucht der Mensch ja eine Gültigkeit. In diesem unserem Lande natürlich mit Bild und Stempel. Das ganze nennt sich dann Ausweis, hilfsweise Reisepass.

Ich habe beides und beides ist ungültig. Ich bin also sozusagen abgelaufen … inaktiv … keine Betriebserlaubnis mehr … nicht mehr verfügungsberechtigt. Was tun? Ausweise verlängern. Doch das ist leider leichter gesagt als getan … manchmal.

Seit Monaten steht auf meiner „ich-muss-noch-ganz-dringend …!“-Liste, dass ich endlich beim Ordnungsamt einmarschiere, um meine Ausweise neu ausstellen zu lassen. Lust habe ich dazu überhaupt nicht. Aber sobald die Sonne am Himmel steht, erwischt mich eine teilweise Motivation, genau den Mist zu erledigen, den ich schon viel zu lange vor mir her schiebe… Also ran an den Feind und Ausweise neu beantragen.

Es hatte schon ewig gedauert, bis ich endlich die für neue Ausweise erforderlichen Passbilder hatte machen lassen. Diese waren nun inzwischen mit dem Ausweis-üblichen blöd-Grinsen in meinem Besitz.

Da ich vor ein paar Jahren so zackig war, zu heiraten und den Nachnamen meines damals relativ schnell designierten Exmannes dem Meinen anhängen ließ, obwohl ich „Strichmädchen“ – sprich: Frauen mit Doppelnamen – immer doof fand, ging ich also zunächst zum Standesamt um eine Namensänderung, die ja nicht automatisch mit Ausspruch der Scheidung erfolgt, zu beantragen. Denn dieser Namens-Appendix soll natürlich nicht in meinen neuen Ausweisen, die ich ja – sofern keine anderen Änderungen erforderlich werden – die nächsten 10 Jahre mit mir herum schleppen werde, stehen.

ABER … so einfach isses ja dann doch nicht!

Zunächst brauche ich mal, wie mir die nette Standesbeamtin mitteilte, eine „Abschrift aus dem Familienbuch mit Scheidungsvermerk“. Soweit einfach. Oder doch nicht. Denn das Familienbuch ist an die Stadt weitergeleitet worden, in der mein Exmann geboren wurde. Offensichtlich spielt es keine Rolle, dass sowohl er als auch ich zum Zeitpunkt der Eheschließung in Hannover gemeldet waren und auch hier lebten und geheiratet haben sowie geschieden wurden.

Das Dumme daran ist, dass er in einer Stadt geboren ist, die ich überhaupt nicht kenne. Und – zugegeben – mein Interesse, diese Stadt kennen zu lernen hält sich auch in deutlichen Grenzen … Das Gute daran ist, dass es nicht Afghanistan ist, sondern schon noch in Deutschland liegt.

Ich dachte mir, ich rufe da einfach an und bitte um Zusendung dieser Abschrift. Aber weit gefehlt … Die Idee an sich ist gut aber die hiesige Bürokratie verbietet derartiges. Ich muss da schon persönlich antreten. Also entschied ich mich, auf die Namensänderung zunächst zu verzichten.

Nun fiel ich zuversichtlich gestimmt im hiesigen Ordnungsamt ein zur Beantragung eines neuen Personalausweises und Reisepasses und mit dem Vorhaben, in charmante Verhandlungen zu treten, damit der Strich-Name nicht in den Ausweis aufgenommen wird.

Auch diese Idee hat was, ist aber ebenso undurchführbar wie die Vorherige. Ich trug mein Anliegen freundlich aber bestimmt vor. Mehr oder weniger atemlos: Der Beamte hatte nämlich eine Fahne, die in mir – so kurz nach dem Frühstück – sämtliche Magensäfte erstarren ließ, war aber sehr nett (klar, bei dem Pegel!). Das half mir jedoch nicht wirklich weiter, als er mir erklärte, dass es ja sooo einfach nicht sei, den Namens-Zusatz mal mir-nix-dir-nix wegzulassen. Das ginge nicht und der Name müsse im Ausweis stehen … vollständig … so wie ich offiziell registriert bin.

Bin ich noch? Ich bin doch längst inaktiviert!

Mein Vorschlag, den Namen so aufzunehmen, wie ich es wollte – also ohne Anhängsel – und den Strich-Namen als Künstlernamen einzutragen; dann wären ja alle Namen im Ausweis vermerkt, brachte den netten Alki-Beamten zwar laut zum Lachen (spätestens ab dann war ich auch stoned), dazu bewegt, diesem Wunsch nachzugeben, hat ihn sein Humor jedoch auch nicht.

Also einigte ich mich mit mir, diesen blöden Namenszusatz erstmal in Kauf zu nehmen. Für den Fall, dass ich erneut heirate, sich meine Adresse ändert oder sonstiges zwischen Himmel und Erde geschieht, könnte ich ja noch immer neue Ausweise beantragen.

Das Beantragen UND Bekommen neuer Ausweise ging dann allerdings in diesem Ordnungsamt auch nur bedingt. Denn diese Zweigstelle schließt am 1.7. und ich könnte zwar dort die Ausweise beantragen, müsste sie jedoch aufgrund der Schließung in einem von zwei anderen Ordnungsämtern der Stadt abholen. Ich hörte irgendwann in meinem Leben mal von diesen Stadtteilen, in denen sich diese beiden Ordnungsämter befinden. Wie ich da jedoch hinkomme – zu dienstüblichen Zeiten – und ob ich da überhaupt hin WILL, wusste ich nicht so wirklich. Also fragte ich nach Alternativen. Diese lautete dann, meine Ausweise gleich direkt beim Haupt-Ordnungsamt der Landeshauptstadt zu beantragen und dann auch dort wieder abzuholen.

Die Öffnungszeiten wären nicht das Problem doch mir deucht jetzt schon, dass die mich dann wahrscheinlich an mein „zuständiges“ Ordnungsamt verweisen werden, weil das ja noch bis 1.7. aktiviert ist. Dann geht die Rennerei wieder von vorne los und davor graut mir jetzt schon!

Und was verdammt nochmal macht der Abdruck einer Schuhsohle auf meiner Fensterscheibe?

Marmonemi
(momentan abgelaufen)
;-)

© marmonemi [06/02] / skriptum

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Seit mehr als 30 Jahren ist Krieg ihr Leben. Irgendwie …

Seit fast 20 Jahren begleitet sie mich. Irgendwie …

Ihresgleichen müsste man wohl lange suchen. Eine Journalistin die noch weiß, was investigativer Journalismus wirklich bedeutet und sich an die diesbezüglichen Regeln hält. Immer.

Eine Frau.

Und was für eine …

Antonia Rados

 

Geboren wurde die mehrfache Buchautorin und Politikwissenschaftlerin 1953 in Klagenfurt; studierte in Paris, Salzburg und Bologna. Seit 1979 außenpolitische Redakteurin des Österreichischen Fernsehens und seit 1993 Sonderkorrespondentin Ausland bei RTL. 1995 übernahm sie die Leitung des RTL-Studios in Paris. In Österreich erhielt sie den Pirelli- und den Kritikerpreis. 1991 wurde sie in ihrer Heimat zur „Frau des Jahres“ gewählt. Sie berichtete aus Chile, Südafrika, Rumänien, der arabischen Welt… vom Kosovo- bis hin zum Afghanistan-Krieg… aus nahezu allen Regionen der Welt.

Seit Beginn der kriegerischen Handlungen berichtet Antonia Rados, eine der erfahrensten Krisen- und Kriegsreporterinnen, fast rund um die Uhr live aus … Bagdad.

Rados selbst sieht sich als Pendlerin zwischen der ersten und der dritten Welt. Nicht selten ist das mit sehr vielen Schwierigkeiten und Kompromissen verbunden und – gerade in der islamischen Welt – für eine Frau oftmals mit fast unüberwindlichen Hürden. Damit umzugehen, sich zwar anzupassen aber nicht das Wort verbieten zu lassen, ist eine Form der Berichterstattung die wohl kaum jemand mit so viel Finesse und KnowHow beherrscht wie Rados. Erfahrung ist ihre Art der Vorbereitung. Kaum ein Krisengebiet ist ihr unbekannt. Sie weiß um die Nöte der Menschen und die Skrupellosigkeit mancher Regierungen. Sieht Parallelen und kennt das Weltgeschehen wie ihre Westentasche.

Der Journalist soll informieren, zu Ereignissen „mitnehmen“, Entwicklungen kritisch begleiten, Stellung beziehen und Meinungen äußern. Gerade in Krisensituationen sind diese Grundsätze nicht selten eine sehr verzweigte Kreuzung. Wann darf die eigene Meinung einfließen oder gar überwiegen, wann dürfen nur Fakten präsentiert werden? Und was ist, wenn man Berichte nur auf Spekulationen und Anschein aufbauen kann? Wie ist mit der Tatsache umzugehen, sich einer Zensur beugen zu müssen und was will der Zuschauer überhaupt wissen? Was darf er wissen. Wie viel kann er verkraften?

Rados findet den Weg. Den „goldenen“ Mittelweg, wenn der direkte verbaut ist. Sie lässt die Zuschauer ehrlich und klar deklariert und definiert miterleben, was sie sieht, fühlt, riecht, schmeckt … eben, wie sich die Situation vor Ort tatsächlich darstellt. Der Zuschauer ist live dabei. Erlebt was geschieht und weiß, woran er ist.

„Nur Helden und Idioten haben keine Angst“ ist ein Ausspruch auf den sie sich oft bezieht. Die Lebendigkeit ihrer Berichte schließt Angst ein. Natürlich. Sie scheut sich nicht, auch mal klar zu formulieren „wir wollen hier weg“. Rados hält sich stets vor Augen, dass sie sich freiwillig in Krisengebieten aufhält. Harte Bedingungen schrecken sie nicht. Ihre mittellangen, dunklen Haare wehen ihr ins ungeschminkte Gesicht, wenn sie teils auf und ab wippend und fast schon kindlich gestikulierend, ihre Berichte – mal im Ansatz lächelnd, meist ernst – absetzt. Make-up vermisst sie nicht; Schokolade dafür umso mehr.

Menschlich faszinierend, fachlich kompetent.

Ihre Arbeit bezeichnet sie als befriedigend. Die verschiedenen Facetten der Menschen können sie nicht beängstigen, eher ihre Neugierde stillen. Rados vermittelt mit ihren Berichten Ambiente und Stimmung, Faktenwissen, Hintergründe und stellt Zusammenhänge dar. Und das in jeder Lebenslage. „Wenn jemand Zweifel hat, ob er dieser Situation gewachsen ist, sollte er sich besser nicht für diesen Beruf entscheiden.“ Sie weiß ganz offensichtlich, wovon sie spricht.

Auf die Frage, warum sie sich diesen Beruf ausgesucht hat, antwortete Rados: “Es ist umgekehrt. Der Beruf hat mich einmal gepackt und hält mich fest. Ich kann nichts dagegen tun. Außerdem ist es vielleicht die Gnade eines kurzen Gedächtnis, dass ich immer wieder mit frischer Energie und ohne lähmende Gefühle meine Arbeit verrichten kann. Angst habe ich oft genug. … Außerdem mache ich zwischen den erschütternden ja auch viele schöne Erfahrungen. Ich lerne viele Menschen kennen. Mich interessiert die Welt. Und für mich gibt es keine Alternative.“ Es ist nicht einfach Broterwerb, dem Antonia Rados auf diese Weise nachgeht, es ist mehr: schlicht und einfach ihr Traumberuf.

Rados hat für sich festgestellt, dass sie sich solchen Situationen nach drei Wochen entziehen will, um soz. die Batterien wieder aufzuladen … nachzudenken … eben neue Kraft zu sammeln. Seit Beginn der Eskalation vor ca. sieben Jahren pendelt sie unter anderem zwischen Iran und Irak. Ein Ende ist nicht abzusehen. Vor wenigen Wochen war sie es, die als erste Journalistin aller Zeiten ein persönliches Interview mit dem iranische Präsident Ahmadinedschad führen durfte.

Vor ca. 20 Jahren fing ich an, mich in der sog. Medienlandschaft herum zu tummeln. In dieser Zeit habe ich sehr viele Menschen erlebt … persönlich kennen gelernt. Gerade die Branche des Journalismus hält vieles bereit, was bei näherer Betrachtung dieser Bezeichnung im eigentlichen Sinne nicht gerecht wird. Antonia Rados fiel mir vor 20 Jahren zum ersten Mal auf und meine Begeisterung für ihre Art der Umsetzung des Journalismus hat an keinem einzigen Tag nachgelassen … ganz im Gegenteil.  Ich kann sie nicht immer beneiden, sehrwohl aber jederzeit bewundern.

Gerade im Vergleich zu sehr vielen Kollegen bleibt mir im Hinblick auf sie nur wieder und wieder, den Hut zu ziehen und mit grenzenlosem Respekt ihre Arbeit zu beobachten und anzuerkennen.

Wie gesagt:

Eine Frau.

Und was für eine!

© marmonemi [03/03] / skriptum

[Anm.: Ich hatte den Text erstmalig vor ca. sieben Jahren geschrieben und heute nur leicht modifiziert.]

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Frau paradalis hat es geschafft, dass ich etwas mache, wovon ich eigentlich nix halte: Einen so genannten „Persönlichkeitstest“ oder wie auch immer das in diesem Fall heißen mag. Zu finden hier. Das Ergebnis hatte ich skeptisch erwartet und dann mit immer größer werdenden Augen gelesen. Donner noch eins ;o) Aber lest selbst:

*****

„Du gibst allen, die dich kennen, ein Rätsel auf. Du bildest dir deine eigenen Regeln, welche nicht immer denen der Gesellschaft entsprechen. Deine ausgeprägte Individualität bestimmt jeden Gedanken und jede deiner Handlungen. Wenn es eine Möglichkeit gibt, etwas anders zu machen, als es alle machen, wirst du sie finden und dementsprechend handeln.

Dein Ausdruck, deine Rede und dein Handeln schockieren nicht selten dein Umfeld, und es hat den Anschein, als sei der Schock beabsichtigt. Und, das ist er auch. Schließlich lebst du in der Zukunft und die Gegenwart kümmert dich wenig. Du bist anderen mit deinen Ideen und Idealen um Lichtjahre voraus.

Mit dieser Eigenschaft ist ein angeborenes Talent für Prophezeiungen verknüpft, für ein Wissen darum, was morgen geschehen wird, schon lange ehe morgen ist. Deine Lebensweise liegt irgendwo zwischen unkonventionell und schrullig, aber deine verrückten Ideen sind nicht selten erfolgreich.

Alles, was irgendwie exzentrisch oder ungewöhnlich ist, übt eine starke Anziehungskraft auf dein suchendes, neugieriges Wesen aus. So lässt du dich auch von den unglaubhaftendsten, absolut unerwiesenen oder so genannten unwissenschaftlichen Theorien niemals abschrecken. Dies reizt dich vielmehr, da du zutiefst von der Realität all dessen überzeugt bist, was der Mensch sich ausdenken kann. Wenn man dir sagt, etwas sei unmöglich, verstärkt das nur deine Entschlossenheit, zu beweisen, dass es doch möglich ist. Der Ausspruch „unlösbare Aufgabe“ trifft dich in innerster Seele und ruft deine ganze Begeisterung für geistige Herausforderungen wach.

Obwohl du danach trachtest, Veränderungen in allen Lebensbereichen, von der Politik bis zur Kunst, herbeizuführen, hast du eine merkwürdige Abneigung dagegen Veränderungen in deinen persönlichen Gewohnheiten zu akzeptieren. So kannst du furchtbar dickköpfig werden, wenn andere Leute versuchen, dir Vorschriften zu machen oder dich in ein gesellschaftliches Muster zu zwingen.

Da Propheten in ihrer eigenen Zeit oft nicht anerkannt werden, und du häufig in der Zukunft lebst, werden deine großartigen und zumeist auch treffenden Visionen nicht selten lächerlich gemacht oder einfach ignoriert. Du bist von UFO´s fasziniert, und wünscht dir insgeheim, eines davon möge mit dir Verbindung aufnehmen, dich an Bord nehmen, so dass du dem Chaos der Erde entrinnen kannst.

Da du aufrichtig nach Toleranz und Brüderlichkeit strebst, fühlst du dich von Reformbewegungen, die in diese Richtung gehen, magisch angezogen. Freundschaft ist lebensnotwendig für dich, und so hast du, wenn auch nicht zu jeder Zeit deines Lebens, viele Freunde aus allen Lebensbereichen.

Geld bedeutet dir wenig, und so sind dir soziale Unterschiede gleichgültig. Du hast nicht das Bedürfnis, irgendjemanden zu beeindrucken. Nicht das du ein Vorurteil gegen Reichtum und Komfort hättest, nein, du merkst einfach nicht, wie deine Umgebung beschaffen ist. Schließlich lebst du in deiner Phantasie.

Eine deiner sympathischsten Tugenden ist die Neigung >>zu leben und leben zu lassen<<. Du gibst keinen Pfifferling darum, was andere sagen oder tun, wie empörend es auch sein mag und wie sehr es auch gegen deine eigenen Prinzipien verstoßen mag. Jedoch erwartest du, von diesen anderen, dieselbe Rücksichtnahme.“

*****

Zu meinem AutorenNamen wird folgendes angegeben:

„Du scheinst andere Menschen magnetisch an-zuziehen und wirst von deinen Freunden und Gefährten aufrichtig geliebt. Du selbst bist geliebten Menschen gegenüber anhänglich und zärtlich, jedoch steckt in der Natur deiner Liebe mehr Idealismus und Zuneigung als Sinnlichkeit.

Du bist der geborene Romantiker mit einem starken Hang bis hin zur Sentimentalität, ganz gleich, wie hartnäckig du es auch leugnest oder nach außen hin zu verstecken versuchst. Du hegst eine besondere Liebe zur Kunst und hier eine ausgesprochene Neigung zur Musik. Du liebst schöne, große Häuser, geschmackvolle Einrichtungen, Pastellfarben und Harmonie in deiner Umgebung.

So lädst du gern Freunde zu dir ein und du möchtest am liebsten alle Menschen glücklich machen. Du kannst Unstimmigkeiten, Streitereien und Eifersucht nicht vertragen, obwohl du selbst heftig eifersüchtig werden kannst, wenn dir der Verlust einer geliebten Person oder Sache droht.

Du schließt leicht Freundschaften und magst es, Auseinandersetzungen zwischen Freunden, Geschäftspartnern und Verwandten zu schlichten. Bei einer solchen Gelegenheit scheinst du sanft und friedlich wie Lämmer zu sein, so lange, bis deine dickköpfige Seite an den Tag kommt. Dann wirkst du überhaupt nicht mehr lieblich.

Geld fließt dir häufig zu, ohne dass du dich darum besonders bemühen musst, manchmal aufgrund eigener Fähigkeiten und Talente, Manchmal weil du einfach aus irgendeiner Quelle etwas erhältst. Da du gegenüber Geld selten eine neutrale Einstellung hast, solltest du dich davor hüten eines der Extreme, Verschwendungssucht oder Geiz, zu leben.

Besonders ausgeprägt ist deine Liebe zur Schönheit in allen Lebensbereichen. Du bist tief mit der Natur verbunden und verbringst, sofern es dir möglich ist, viel Zeit auf dem Land, in der Nähe von schweigenden Wäldern und rauschenden Bächen, welche eine beruhigende Wirkung auf dich und deine Gefühle ausüben.

Hässlichkeit ist höchst beleidigend für dein Empfinden. Du bewunderst das Geschmackvolle und schreckst vor dem Lauten und Vulgären zurück. Deine Manieren sind im allgemeinen makellos, und im Umgang mit anderen bist du normalerweise höflich und zuvorkommend.

Wenn dich jedoch etwas stark berührt, wirst du nicht zögern, deine Meinung offen und nachdrücklich zum Ausdruck zu bringen. Du diskutierst gern über Politik und andere Themen und meist gehst du aus diesen Diskussionen auch als Sieger hervor: aufgrund deines logischen Denkens und deines unwiderstehlichen Lächelns.“

*****

Selten habe ich mich so genau in pauschal für Millionen von Irgendwassen erstellten Texten wiedererkannt.

Natürlich vergesse ich nicht die immer gebotene Ausschlussklausel. Nicht, dass mich irgendwann jemand auf einzelne Inhalte fest tackert, nöch?! ;o)

Und dieses Ding mit der Eifersucht … hmm … Mir hat mal jemand unterstellt, krankhaft eifersüchtig zu sein. In Anbetracht der Tatsache, dass es sich bei diesem Menschen um einen chronischen Lügner und Fremdgeher handelte, dürfte sich diese Aussage von selbst relativieren. Ich wäre eher gewillt, es „begründete Skepsis“ zu nennen. Aber vielleicht habe ich es tatsächlich etwas zu eng gesehen, dass er spätestens alle zwei Wochen die Nächste nebenbei flach gelegt hat … wie sich im Nachhinein heraus stellte.

Von Eifersucht, Hass und Neid halte ich rein gar nichts. Die Energien kann ich deutlich sinnvoller einsetzen und auf Menschen konzentrieren, die mir wirklich richtig wichtig sind; und ich ihnen. Davon abgesehen: Was ich nicht freiwillig bekomme, will ich gar nicht haben. Betteln ist nicht! Und was sonst ist Eifersucht, als um wasauchimmer zu betteln?

Ist doch eigentlich ganz einfach, oder? ;o)

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Einer der vermutlich berühmtesten Aussprüche stammt von Kurt Tucholsky, der (wenn ich richtig informiert bin) bereits 1926 wusste „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen“. Jou Kurt, hast recht! Allerdings haben sich seit dem zumindest die Transportmittel deutlich verändert.

Nun bin ich ja bekennende Öffi-Nutzerin. Wobei für mich alles dazu gehört, was nicht das eigene Auto betrifft. Als ich kürzlich mittels zweifachem Umsteigen ein ganz bestimmtes Ziel erreichen wollte, war es mal wieder so weit, dass ich überlegte, zukünftig doch generell mit dem eigenen Auto zu fahren. Ich denke mal weiter darauf rum.

Jedenfalls kam es wie es kommen musste: Ich wusste genau, wann ich los muss, um das erste Öffi rechtzeitig zu bekommen. Um auch alle Anschlussverbindungen pünktlich zu erreichen, ging ich rechtzeitig genug los, um eine Verbindung früher zu fahren. Wenn diese nicht vor der regulären Abfahrtzeit bereits losgefahren wäre, hätte das auch geklappt. Also bestieg ich das Gefährt, mit dem ich spätestens losfahren musste. Zeitlich hätte das hingehauen. Wenn es nicht einen weder angekündigten noch mutmaßlich so angedachten mini-Streik von vier Minuten Stillstand gegeben hätte, dem ich es verdankte, dass ich am ersten Umsteigepunkt so knapp mit der Zeit war, dass ich richtig Gas geben musste.

Selbstverständlich versammeln sich in einer solchen Situation alle Menschen, die unglaublich viel Zeit haben, direkt vor einem auf der Rolltreppe und stehen zu dritt nebeneinander, so dass man ganz sicher keine Chance hat, da durch zu kommen. Mein etwas hektisches „Darf ich bitte mal drängeln“ wurde mürrisch durch gemütliches zur Seite schwanken beantwortet, was zur Folge hatte, dass meine Anschlussverbindung gerade den Bahnsteig verließ, als ich oben ankam.

Das nächste Öffi sollte planmäßig eine Minute nach Abfahrt der Folgeverbindung am zweiten Umsteigepunkt ankommen. Das ist normalerweise überhaupt kein Problem, da diese Verbindung immer drei bis vier Minuten Verspätung hat. Immer. Es sei denn, man selbst ist nicht pünktlich und kommt 30 Sekunden zu spät. Dann ist sie garantiert pünktlich abgefahren. So saß ich also in meiner zweiten Verbindung, die mir unglaublich langsam vorkam. Meine Hoffnungen, sie würde möglicherweise während der Fahrt zum Endpunkt eine Minute aufholen, zerschlug sich. Wir kamen pünktlich an. Also eine Minute nach Abfahrt meiner Folgeverbindung.

Und was war? Falsch! *höhö* Die Folgeverbindung stand noch und hatte tatsächlich auch an diesem Tage ihre obligatorische Verspätung von drei bis vier Minuten, so dass ich letztendlich, zwar kurz vor’m Herzinfarkt aber dennoch pünktlich an meinem Ziel ankam.

Ja, ja, so kann’s auch mal kommen. Darauf verlassen werde ich mich aber auch zukünftig lieber nicht ;o)

© skriptum

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