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Posts Tagged ‘Bann’

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Habt Ihr es auch schon erlebt, dass Ihr irgendwas seht und schon geht die Gedanken-Maschine los? Mir erging es so in der Kyrka (Kirche) von Runsten auf Oeland in Schweden. Dort lagen in den Fenstern verschiedenste Gegenstände, die ich alle auf ihre Weise interessant fand. Aber am meisten haben mich zwei Schlüssel in ihren Bann gezogen. Alte, große Schlüssel:

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Schluessel1+2

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Was haben sie wohl zu ihren aktiven Zeiten, geöffnet … geschlossen? Wurde hinter ihnen etwas verschlossen … präsentiert? Boten sie Sicherheit für Hab und Gut? Für Menschen? Und was ist wohl aus den Schlössern geworden, in die sie einst passten? Hoffentlich nicht das:

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Schluesselgewicht-207

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Ooops! ;o)

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Ich wünsche Euch ein positiv aufschlussreiches Wochenende! ☼

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Barfuss-ALT

 

„Ob ich mich noch an diesen Satz erinnere?“. Ich lache einfach los. „Natürlich!“. Du nickst zufrieden und schenkst unsere Gläser nochmal nach. Meines reichst Du mir lächelnd und wir prosten uns zu. Ich lasse mich in die Lehne zurück fallen und sehe Dich an. Schweigend. Denn zu sagen, dass die letzten 33 Jahre spurlos an Dir vorbei gegangen sind, wäre gelogen. Das sind sie an mir auch nicht. Zum Glück nicht. Und doch ist das der Gedanke, der mich gerade in seinen Bann zieht. Finde ich es gut, dass sich so vieles an Dir tatsächlich nicht verändert hat? So rein gefühlsmäßig natürlich. Ob es tatsächlich so ist, lässt sich nach so kurzer Zeit nun wirklich nicht sagen.

Du siehst mich ruhig an und Dein „Du hast Dich kaum verändert“ lässt mich erneut loslachen. „Ja, sowas ähnliches dachte ich auch gerade“ gebe ich zurück und lege den Kopf schief. „Haben wir uns damals eigentlich auch angelogen?“. Jetzt lachst Du los und prompt ist sie wieder da: Diese Vertrautheit, die sich in mehr als drei Jahrzehnten tatsächlich nicht verändert hat. Dieses Funkeln in den Augen, wenn wir uns anlachen. Ein Funkeln, das auch bei ernsten Gedanken nicht verschwindet, wenn wir uns ansehen. Es tut gut, Dich zu sehen. Deine Stimme zu hören. Zu wissen, dass ich noch immer Teil Deiner Gedanken bin. Genauso, wie ich nie aufgehört habe, an Dich zu denken.

Wir waren gegenseitig unsere ersten Lieben. Das verbindet. Ich höre noch, wie Du damals sagtest „Ich möchte einmal irgendwas ganz Großes für Dich tun. Etwas ganz Wichtiges, damit Du mich nie wieder vergisst!“. Wir standen in dem Park hinter der Schule, in dem wir uns auch zum ersten Mal geküsst haben. Dieses Wichtige hast Du mehrfach für mich getan. Genauso wie ich angeblich für Dich. Doch keiner von uns könnte auch nur ein Beispiel dafür nennen, ohne dass der Andere sofort widersprechen würde. Es war einfach so. Unter Freunden passiert sowas, ohne dass man es aufrechnet. Ohne dass es eine Rolle spielt. Es ist selbstverständlich. Wenn ich Dir sagen würde, dass Du für mich der „Mensch für die Insel“ bist, wärst Du vermutlich der Einzige, dem ich diesen Satz nicht zu erklären bräuchte. Du würdest ihn einfach so verstehen und wortlos nicken.

Damals waren wir in unseren Lebensvorstellungen so unterschiedlich, dass es unpassender gar nicht hätte erscheinen können. Du der Wilde und ich die Brave. Doch im Grunde unserer Herzen waren wir uns viel näher, als es von außen den Anschein erweckte. Eben nur für uns, nicht zur Demonstration nach außen. Was uns verband konnten die wenigsten verstehen. Die Freundeskreise waren es auf gar keinen Fall. Aber auch das spielte keine Rolle. Wir rechtfertigten es nicht, sondern lebten es einfach. Die ersten Versuche, uns auch körperlich näher zu kommen, waren so grandios gescheitert, dass wir noch heute darüber lachen. Einiges haben wir vor ein paar Jahren korrigiert, als wir uns völlig unerwartet über den Weg liefen.

Das war wirklich ein seltsames Wiedersehen. Was wir als erstes feststellten war, dass das Leben tatsächlich verdrehter manchmal nicht sein kann. Ich, die damals so brave, war Single. Gerade geschieden und kinderlos. Du, der damals so wilde, warst verheiratet und hattest zwei Kinder. Zwar in Scheidung lebend aber dennoch. Würden wir unsere ehemaligen Klassenkameraden fragen, welche Rolle sie wem zuschreiben würden, wäre das Ergebnis bestimmt genau anders herum. Nur dass sie Dir die Scheidung nicht geglaubt hätten, weil dem eine Ehe vorausgehen müsste, die Dir sicher niemand zugetraut hätte. Ich auch nicht. Darauf hätte ich seinerzeit Wetten abgeschlossen. Wie man sich irren kann … Und das ich, einmal verheiratet, mich jemals scheiden lassen würde, hätte vermutlich auch niemand geglaubt.

Du füllst erneut unsere Gläser und Deine Augen blitzen mich an. Ich fühle was Du denkst. Und dass ich das Gleiche will, brauche ich nicht auszusprechen. Es versteht sich von selbst. Wie so einiges zwischen uns. Dass wir vieles, was damals nicht so geklappt hat, wie wir uns das vorstellten, inzwischen fast bis zur Perfektion treiben, liegt wohl in der Natur der Sache. Damals waren wir Kinder. Egal wie erwachsen wir uns fühlten. Heute sind wir erwachsen und gerade das Kindliche, was wir beide uns bewahrt haben, treibt uns zu Höhenflügen, die wir selbst damals nie und nimmer für möglich gehalten hätten, geschweige denn hätten erleben können. Heute leben wir es und es könnte schöner, aufregender und harmonischer nicht sein. Ich flüstere nur „Komm!“ und nehme Dein Gesicht in meine Hände. „Ja, lass uns barfuß durch’s Feuer gehen!“.

 

Barfuss-NEU

 

© skriptum 02/2008

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Ob es sich bei den beiden tatsächlich jemals um Freunde handelte, lasse ich lieber dahingestellt. Fakt ist, dass mich Machstedanngleich und Guckstedannmal permanent begleiten. Im Grunde weiß ich schon, dass es nix wird, wenn einer von beiden oder sogar beide gemeinsam auftauchen.

Leider ziehen sie mich manchmal voll in ihren Bann. Da lese ich auf einem Blog einen tollen Beitrag, den ich unbedingt kommentieren möchte. Doch während ich noch denke „machstedanngleich“, klicke ich das Fenster schon wieder weg, weil irgendwas erst noch dringend erledigt werden muss.

Ach ja: Erstnoch … das ist auch so ein Mistkerl! Manchmal habe ich den Eindruck, dass er „guckstedannmal“ und „machstedanngleich“ auf mich angesetzt hat. Ich könnte wetten, dass es eigentlich Erstnoch ist, der die Fäden im Hintergrund zieht. Beweisen kann ich das natürlich nicht.

Wenn es hart auf hart kommt, wird es mitunter noch schlimmer. Sofern ich lediglich Zeit habe, die Überschrift Eurer Beiträge zu lesen, kommt Guckstedannmal ins Spiel. Mein guter Vorsatz ist da, ich schwöre es. Aber Guckstedannmal im Zusammenspiel mit Erstnoch … ich bitte Euch! Was soll ich denn machen?

Besonders hart war es in den letzten Wochen des alten Jahres. So oft habe ich daran gedacht, dass ich weihnachtliche Grüße an einige von Euch verschicken möchte. Weihnachtskarten und die eine oder andere Kleinigkeit hatte ich längst besorgt. Weihnachten kam immer näher und ich dachte jeden Tag mindestens einmal „machstedanngleich“.

Vermutlich hat sich Erstnoch jedes Mal kaputt gelacht. Dann trudelten fast täglich so liebevoll gestaltete Grüße und Gaben von Euch bei mir ein, dass mein schlechtes Gewissen immer präsenter wurde. Also nahm ich mir fest vor, es Guckstedannmal und Machstedanngleich zu zeigen. Aber Erstnoch war immer schneller und machte mir einen fetten Strich durch die Planung.

Weihnachten war vorüber und ich hatte keinen einzigen Gruß verschickt. Jetzt schämte ich mich echt und nahm mir felsenfest vor, die drei aus meinem Leben zu schmeißen, damit ich wenigstens zum Jahreswechsel noch ein paar Grüße versende. Und? Wie viele von Euch haben von mir einen Gruß „zwischen den Tagen“ bekommen? Genau. Und es tut mir furchtbar leid!

Ich brauche hier dringend Verstärkung! Einer von Euch muss mir bitte Guckstedannmal abnehmen. Dann brauche ich noch jemanden, der mir Machstedanngleich von den Hacken hält. Für Erstnoch müssen vermutlich zwei von Euch ran, den schafft keiner alleine. Denn Erstnoch ist stark, sehr stark! Also am besten zwei starke Männer oder Frauen mit Ringer-Lizenz und ohne Skrupel vor Gewalt.

Und? Gibt es Freiwillige?

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Eine Liebeserklärung?
Nein.
Warum sollte ich dir meine Liebe erklären?
Da gibt es nichts zu erklären.
Sie ist einfach da.
Basta.

Davon abgesehen ist es doch völlig unwichtig.
Ich liebe dich.
Punkt.
Durch mit das.
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen
und schon gar nicht zu erklären.

Eine Erklärung ist meist eine Rechtfertigung.
Warum sollte ich mich für tiefe Gefühle rechtfertigen?
Nein.
Sieh es von mir aus als Sturheit.
Als Dickkopf.
Als was auch immer du willst.

Nimm es oder lass es.
Werte es oder vergiss es.
Freue dich darüber
oder sei einfach nur geschockt.
Du wirst nichts daran ändern,
weil es mir schlicht egal ist.

Ja, sei sicher, dass es mir egal ist!
Es berührt mich nicht,
wie es zum Beispiel ein Kolibri tun würde,
der den Hauch eines Luftzuges in seinen Bann zieht
oder eine Ameise am Gipfel des Mount Everest.
Ebenso wie ein Elefant, der auf Wolken tanzt.

Es könnte auch ein Habicht sein,
der eine Ziege trinkt
oder ein Löwe,
der ein Schaf in den Schlaf singt,
genauso wie eine Giraffe
mit einem Knoten im Hals.

Ja, genau so wäre und ist es.
Bist du.
Für mich.
Total normal und unbedeutend.
Ich liebe dich nur so.
Ist das ein Drama?

Lass es doch einfach so stehen.
Kümmere dich nicht weiter darum.
Ich tue es doch auch nicht.
Denn sobald wir dem Bedeutung schenken
wird es kaputt gehen.
Und dafür ist es mir dann doch zu wertvoll.

© skriptum

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