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Posts Tagged ‘Bogen’

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Weihnachtsmann

*

Ein pummeliger Weihnachtsmann
sah seinen Bauch sich ganz ruhig an
Er sturzte mächtig
bis bedächtig
und danach war das Rentier dran

Das Rentier fragte sich verdutzt
ob all das Rennen echt was nutzt
Es bremste ab
ging leicht in Trab
so dass der Schlitten nicht beschmutzt

Der Schlitten flog in hohem Bogen
zwar geradeaus doch auch verschoben
landet sacht
doch entfacht
ein kleines Feuer dort hoch droben

Das Feuer zündet warmen Glauben
in kullerigen Kinderaugen
sie leuchten hell
doch nicht zu grell
und singen engelsgleich wie Tauben

Die Engel sehen sich das an
und schmunzeln sacht so dann und wann
sie fühl’n sich glücklich
unermütlich
und sagen es dem Weihnachtsmann

Text + Foto
© skriptum

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Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs einen zauberhaften vierten Advent und schöne Weihnachten! ;o)

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Wie viel Not können Medien und deren selbst ernannte „Vertreter“ denn haben?

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Als vor ein paar Jahren ein Foto durch die deutsche Presse gepeitscht wurde, war darauf angeblich Mark Medlock zu sehen. Das Foto war entstanden, weil sich ein Mitglied der Foto-Journaille in einem öffentlichen Klo auf die Schüssel gestellt hatte. Anschließend fotografierte er über die Trennwand hinweg in die Nachbarkabine. Auf der dortigen Schüssel soll sich Mark Medlock befunden haben, der angeblich gerade Drogen konsumierte. Klar zu erkennen war m. E. allerdings gar nichts.

Mich persönlich hat es einen *piep* interessiert, wer dort saß und was er tat. Für mich stellte sich bestenfalls die Frage, welch Geistes Kind der Fotograf war und wie viel Not die Presse empfinden kann, wenn sie für einen solchen Schund nicht nur bezahlt, sondern sowas auch noch veröffentlicht. Vor einigen Jahren wäre ein vermeintlicher „Journalist“, der es gewagt hätte, mit einem solchen Dreck in einer Redaktion aufzutauchen, in hohem Bogen auf die Straße gesetzt worden. Heutzutage nennt sich ein solcher Schund „Schlagzeile.

Das einzig Positive an der Sache war für mich die Reaktion Mark Medlocks, der sich konsequent weigerte, das überhaupt zu kommentieren. Bravo, setzten, so weitermachen!

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Als Verona Poth, ehemals Feldbusch, von ihrem Franjo das erste Mal schwanger war, fühlte sich ein Mitglied der Foto-Journaille bemüßigt, vor Verona auf die Knie zu fallen. Allerdings nur, um der Hochschwangeren unter den Rock zu fotografieren. Daraufhin stürmten Franjo und ein Freund auf den Fotoapparat-Halter zu und zeigten ihm unter Einsatz körperlicher Kräfte, was sie von seiner Aktion hielten.

Auch wenn ich grundsätzlich gegen seelische und körperliche Gewalt bin, bedaure ich es bis heute, dass Franjo nicht besser gezielt und getroffen hat. Noch bedauerlicher ist es allerdings, dass der Foto-Typ Gehör fand, als er Anzeige gegen Franjo wegen Körperverletzung und auf Schadenersatz seiner Kamera gestellt hat. Bodenlos finde ich, dass der Foto-Journaillist damit sogar noch durchgekommen ist. Aber die Presse hatte mal wieder ein „Thema“.

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Und nun hat die stets ach so objektiv handelnde Presse Deutschlands den Pundesbräsidenten beim Wickel. Er soll … Ach, es ist müßig, das hier jetzt nochmal breitzutreten. Also: Er hat wohl alles Mögliche gemacht, was unter dem Aktendeckelchen „Integer“ nicht zu finden sein wird. Es gibt Verhaltensweisen, die möglicherweise juristisch betrachtet nicht strafbar sein mögen. Ob sie nach den Regeln von Anstand und Moral zu vertreten sind, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Für ein sog. Staatsoberhaupt dürften die hier anzulegenden Maßstäbe noch um einiges höher anzusetzen sein, als an ein Mitglied des schnöden Wahlviehs.

Was Herr Wuff getan oder unterlassen hat, muss geklärt werden. Er selbst hat sich offensichtlich eine noch längere Salami zugelegt, als seinerzeit die von Herrn zu Schnutenzwerg missbrauchte und über Monate gemütlich zerschredderte. Nur darauf, die Anschuldigenden wider besseren Wissens als Lügner zu bezeichnen, hat Herr Wuff im Gegensatz zu Herrn Schnutenzwerg bisher verzichtet. Aber geben wir ihm ruhig noch ein paar Tage.

Aufgabe der Presse wäre es nun m. E., die heutzutage zur Verfügung stehenden Mittel für Recherche und Aufklärung sinnvoll zu nutzen, um die Sachverhalte um Herrn Wuff aufzuklären. Aber was passiert stattdessen? Das Vorleben der Bettina W. wird nicht nur unter die Lupe genommen, sondern ein Großteil der verfügbaren Zeit damit verplempert, irgendwelche Mutmaßungen durch den Dschungel der Vermeintlichkeiten zu klatschen.

Mir persönlich ist es sowas von *piep*, was sie früher mal vor Jahren gemacht hat. Von mir aus kann sie mitten auf dem Steintor (Rotlichtviertel Hannovers) ein gläsernes Domina-Studio betrieben haben. Von mir aus kann sie an höchst intimen Stellen so viele Tattoos haben, bis man nix mehr erkennt. Von mir aus kann sie auch für einen Escort-Service gearbeitet, einen geleitet haben oder direkt auf dem Straßenstrich ihrem Broterwerb nachgegangen sein. Es würde mich nicht einmal den Dreck unter einem meiner Fußnägel scheren. (Dem dritten von rechts, die anderen sind sauber!)

Was mich interessiert ist, was Herr Wuff für sich in Anspruch genommen hat, was einem Normalsterblichen nicht zusteht oder ihm ausgesprochen unangenehme Folgen bescheren würde. Inwieweit hat sich ein Herr Wuff entgegen geltender Gesetze, die je nach momentanen Funktionen Relevanz für ihn hatten, verhalten oder sich Vorteile verschafft, die ihm nicht zustanden. Inwieweit hat er sich durch diese Inanspruchnahmen in Abhängigkeiten zu Personen gebracht, denen gegenüber er in seinen Positionen unbedingt hätte unabhängig sein und bleiben müssen?

Für mich schrillen immer dann die Alarmglocken, wenn in irgendeinem Zusammenhang der Name Car‘sten Masch‘meyer auftaucht. So Promi-geil wie ich diesen Typen seit Jahrzehnten empfinde, ist er mir regelrecht unheimlich. Als ich mich vor vielen Jahren zwecks Findung eines neuen Betätigungsfeldes beim Allgemeinen WD vorstellte, war – abgesehen vom seinerzeit unübersehbaren Baustellen-Flair des fast noch als Rohbau zu bezeichnenden Firmensitzes in Hannover – das menschliche Umfeld ausgesprochen höflich.

Die Mitarbeiterin, mit der ich mich unterhielt, war ebenso zuvorkommend, wie Herr M. selbst, als er kurz Nase samt Anhang in den Raum bewegte. Und dennoch fühlte ich mich aus seinerzeit nicht definierbaren Gründen (abgesehen von gerade einmal hälftig gewillt zu erfüllenden Gehaltsforderungen) sowas von sau-unwohl, dass ich nur noch raus und weg wollte. Heutzutage bin ich froh darüber, dass eine Zusammenarbeit nie zustande gekommen ist. Ich würde mich in Grund und Boden schämen, wenn ich jemals Teil dessen gewesen wäre.

Was mir an C.M. immer wieder aufstößt ist, dass er je nach Notwendigkeit seine Sympathien zu verteilen scheint. Kohle hat er (glaubt man zahlreichen Berichten, dann zulasten anderer) inzwischen mehr als genug, die er rausschmeißen kann, um sich wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen. Seien es großzügige Spenden an Parteien, für deren Gewährung er doch recht klar formuliert haben soll, was er sich in Zukunft an politischen Entscheidungen und Maßnahmen vorzustellen gewillt sein könnte, oder andere MaSchenschaften. Beispielsweise, dass ein Verlag einem Privatwirtschaftler die Rechnung für die Veröffentlichung des Buches eines hochrangigen Politikers, ohne dessen Wissen, zur Begleichung überlässt, halte ich für ausgeschlossen. Und dass ein Herr Masch’meyer sowas vollkommen selbstlos tut, für noch unwahrscheinlicher. Aber nun denn, mich fragt ja sowieso wieder keiner.

Immerhin bestätigen zahlreiche andere Verlage, dass es sich nicht nur um eine unübliche Praxis, sondern vielmehr um eine zumindest tendenziell undenkbare Praxis handelt. Die dadurch von dritter Seite geschaffenen Abhängigkeiten wären unüberschaubar. Ich würde mich tunlichst dagegen verwehren, wenn jemand, dessen Motive ich überhaupt nicht kenne, die Kosten für die Veröffentlichung meines nächsten Buches übernehmen wollen würde. Diese Entscheidung läge aber nicht bei mir, wenn ein Verlag nach Lust und Laune Rechnungen zur Begleichung und ohne Wissen des Autors weiterreichen dürfte.

Was nach all meinem Gelabere bleibt ist die Frage, was hat Herr Wuff tatsächlich falsch gemacht. Stattdessen hagelt es jedoch wirre Mutmaßungen, scheinbare Beschuldigungen und „Antworten“ auf Fragen, die vermutlich kein selbständig denkender Mensch je gestellt hat. Alles im Hinblick darauf, was Frau B.W. irgendwann einmal möglicherweise getan haben könnte. Handelt es sich dabei bewusst um Ablenkungsmanöver oder ist „die Presse“ einfach zu blöd, um sachlich Fakten zum eigentlichen Thema zu sammeln und diese ordentlich recherchiert zu veröffentlichen?

Beruhigend dürfte für die direkt Beteiligten sein, dass Herr Wuff, egal was er falsch gemacht hat, auch nach Beendigung seines Amtes seine Bezüge in Höhe von jährlich 200.000 Euro weiterhin erhält. Selbstverständlich büßt er auch kein Fitzelchen seines Anspruches auf volle Altersrente ein, in einer Höhe, für die Normalsterbliche vermutlich sieben vollbeschäftigte Leben brauchen. Nur dass Herr Wuff für diesen horrenden Anspruch nie einen Cent in die Rentenkasse eingezahlt hat. Das ist aber alles kein Problem: Das Steuervieh und die Rentner finanzieren es ja.

Manchmal habe ich das Gefühl, ich bin in einer völlig falschen Welt.

Gibt es irgendwo noch eine andere? Dann her damit, aber zackig!

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Bei Herrn Wortman und beispielsweise Frau Gedankenfest sah ich ein Stöckchen, das ich recht inspirierend fand. Vor allem beim Lesen der verschiedenen Ergebnisse auf diversen Blogs! ;o) Da ich üblicherweise nicht nur nehme, sondern soweit möglich auch gebe, schnappe ich mir mal das Wortmänsche Stöckchen.

Es sollen fünf Marotten genannt werden und anschließend weitere fünf Blogger (m/w) verlinkt werden, die bitte ebenfalls fünf ihrer Marotten in ihrem Blog von sich niederschreiben. Die Idee finde ich sehr interessant und ich hoffe, dass die am Ende meines „Outings“ Genannten, das „Stöckchen“ fangen und ebenfalls beantworten werden. Es würde mich sehr freuen!

Und los:

1. Eine meiner Marotten ist mein ständiges Zuspätkommen. Das ist, entgegen tiefenplyschologischer Deutungen, keine Missachtung. Würde ich diejenigen, mit denen ich verabredet bin, missachten, wäre ich nicht mit ihnen verabredet. Klar, oder? ;) Mein Zuspätkommen hat auch immer triftige Gründe und niemals trage ich daran die Schuld. Auch klar, oder? Hmm …

2. Resteessen, oh ja! Ich liebe Resteessen! Wenn ich jährlich anlässlich meines Geburtstages ein unter einem bestimmten Motto stehendes Raclette-Essen mache, dann bereite ich so viele Zutaten vor, dass garantiert Massen davon übrig bleiben. Ich freue ich diebisch auf diesen Abend und genieße ihn sehr. Fast ein bisschen mehr freue ich mich jedoch auf die folgenden Tage: Ich wache bereits mit einem breiten Grinsen und dem Gedanken an meinen Kühlschrank auf. Darin befinden sich unzählige Dosen, Packungen etc. voller Reste. Und jeden Tag ist es für mich ein Festessen, mir aus zahlreichen schmackhaften Zutaten wieder irgendwas Leckeres zu überbacken, braten oder in sonstiger Weise zuzubereiten. Ich bin keine gute Köchin aber eine leidenschaftliche, weil ich Lust darauf und Spaß daran habe. Dem entsprechend verlockend sind für mich sog. Reste: Man kann immer irgendwas Primatolles daraus machen.

3. Einen Ordnungsfimmel würde auf den ersten Blick niemand bei mir vermuten, der meine Wohnung (auch „Villa Kunterbunt von innen“ genannt *g) kennt. Aber zumindest in mancherlei Hinsicht muss Ordnung einfach sein. Das betrifft bei mir Tuben, Flacons, Flaschen etc. Diese müssen immer mit dem Hauptetikett nach vorn stehen. Nicht, weil ich sonst nicht wüsste, was drin ist, sondern einfach weil ich es so will. Es macht mich irre, wenn sowas falschherum steht. Einzige Ausnahme sind Flaschen im Kühlschrank: Zum einen liegen sie (mit dem Hauptetikett nach oben) und zum anderen drehe ich noch ungekühlte Flaschen mit dem HE nach unten, damit ich auf den ersten Griff weiß, welche bereits gekühlt ist oder noch Kühlung braucht.

4. Mein Gerechtigkeitssinn treibt viele fast in den Wahnsinn. Wenn ich mich selbst ungerecht behandelt fühle, drehe ich mich meist einfach um und gehe. Es sei denn, es handelt sich um Vertragsverhältnisse, die ich ordnungsgemäße erfülle, der Vertragspartner jedoch nicht. Wenn ich allerdings sehe, dass jemand anderem Unrecht geschieht, kann ich nicht die Klappe halten. Dagegen muss ich an. Egal, ob es sich um einen Behinderten handelte, der in der U-Bahn von mehreren Schlägern attackiert wurde, ob ich feige Verunglimpfungen etc. gegen Menschen die ich schätze erlebe oder von sonstigen Machenschaften Kenntnis erlange, die mein ausgeprägtes Rechtsempfinden attackieren.

5. Sammeln. Oh ja, eine meiner Marotten ist das Sammeln. Beispielsweise Masken aus Leder oder im italienischen Stil, die ich in weitem Bogen neben und über der Fensterfront meines Wohnzimmers hängen habe. Allerdings bewegt sich ihre Zahl noch im zweistelligen Bereich. Das Fenster ist auf ca. vier Metern Breite einfach zu schmal für mehr. Außerdem habe ich einen Extra-Schrank, nur für Bettwäsche. Allerdings halte ich mich an einen mit mir gemachten Deal: Ich darf nur neue Bettwäsche kaufen, wenn ich mich vorher von der doppelten Menge getrennt habe. Eine Garnitur neu = zwei Garnituren ausmustern und wirklich entsorgen. Natürlich nicht zu vergessen meine Sammelleidenschaft für Kaffeebecher. Geschätzt sind es mittlerweile ungefähr 300, die ich von zahlreichen Reisen weltweit mitgebracht habe oder einfach nicht in irgendeinem Laden-Regal stehen sehen konnte. Ich habe mir einen „Tassen-Stop“ auferlegt und halte mich tatsächlich daran. Aber schenken ist nach wie vor erlaubt! ;))

So, das war es von mir. Jetzt seid Ihr dran! ;) Ich benenne gern fünf BloggerInnen, von denen ich mir wünsche, dass sie das Stöckchen fangen und beantworten mögen:

Da wäre zum einen Ludger, auf dessen Antworten ich sehr gespannt bin!

Ute hat auch immer viel Interessantes zu erzählen. Warum nicht mal einen Marottenstriptease?

Anna-Lena macht sogar aus Plagen und Klagen noch schöne Texte. Von ihr möchte ich auch mehr wissen.

Mandy ist hoffentlich sehr bald wieder da und freut sich über dieses Stöckchen!

Bei Gudrun freue ich mich oft über recht kontroverse Ansichten und möchte mehr von ihr wissen!

Sobald Emily aus ihrem Freudentaumel über ihre Teilnahme bei der Nabucco-Aufführung heraus ist, wird sie Klein Bloggersdorf mit ihrem Marotten-Outing sicher sehr viel Freude bereiten!

Die Auswahl ist zufällig und ich schließe mich Herrn Wortman an: Wer auch immer das Stöckchen fangen möchte, soll und darf dies sehr gern tun!

Ich wünsche uns allen ein schönes Wochenende mit möglichst vielen Marotten, denn auch sie machen uns letztendlich aus und liebenswert! ;o)

 

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Von diesem Zensus-Tamtam kann man ja halten was man will. Solange ich nicht weiß, nach welchen „Zufälligkeiten“ die Befragten von welchen „autorisierten Auswählern“ bestimmt wurden, empfinde ich die ganze Nummer sowieso als Schwachfug. Hinzu kommt, dass kein „Normalsterblicher“ weiß, nach welchen Kriterien die Ergebnisse von wem der welche Interessen verfolgt ausgewertet und gewichtet werden. Mich beschleicht das ungute Gefühl, dass dieser ganze Mist mal wieder nur der Meinungsmache dienen soll.

Wer sagt denn, dass – rein zufällig, versteht sich – nicht überwiegend Menschen mit einem monatlichen Netto-Einkommen ab 8.000 Euro ausgesucht wurden. Hinzu kommt eine Mindest-Wohnfläche pro Person ab 120 Quadratmetern. Die Warm-Miete beträgt maximal 98 Cent pro Quadratmeter. Wobei diese Wohnfläche selbstredend zu diesem Dumping-Preis vermietet wird. Zur Selbstnutzung steht Eigentum zur Verfügung, das natürlich nach den neuesten Energiespar-Erkenntnissen modernisiert ist.

Selbstverständlich handelt es sich bei all diesen Befragten um Menschen, die entweder von den Zinsen aus ihren Vermögen leben oder über einen festen Anstellungsvertrag mit Kündigungsschutz verfügen. Sie sind gesund, haben noch keine Kinder, wollen aber definitiv mindestens drei. Die von ihnen zu erwartende Altersversorgung in Form der staatlichen Rente fängt frühestens bei einem Betrag ab 5.000 Euro monatlich an. Etc. etc. etc.

Was für einen himmlischen Bevölkerungsschnitt samt wirtschaftlichen Verhältnissen in Deutschland würde das ergeben?!

Angeblich sind die Kontaktdaten der Befragten weder vom Einwohnermeldeamt, noch vom Finanzamt oder sonstigen offiziellen Stellen bezogen worden. Kompliment an denjenigen, der sich vermutlich monate- wenn nicht sogar jahrelang hingesetzt und in jeder Stadt alle Straßen nebst Postleitzahlen herausgesucht und sich dazu Namen ausgedacht oder sie vor Ort von den Briefkästen abgeschrieben hat. Das muss echt eine mörderische Arbeit gewesen sein! [/ironie]

Hinzu kommt die Auswahl derer, die nun in Millionen private Haushalte gehen und die Besuchten befragen sollen. Nach welchen Kriterien sind denn diejenigen ausgewählt worden? Wieder einmal nur nach dem Faktor „Hauptsache billig“? Sind sie zur Verschwiegenheit verpflichtet worden? Was geschieht beispielsweise mit meinen Daten auf dem Weg von meiner Wohnung zur Abgabe-Zentrale? Von der Auswertung nach Ankunft ganz abgesehen. Mit Klardaten und weiteren Angaben zur Lebenssituation lässt sich pro Adresse immerhin eine Menge Geld machen.

Ich will hier natürlich niemandem etwas Böses unterstellen. Was bleibt sind aber folgende Gedanken:

Die Befrager sollen pro Fragebogen, den sie bei den zu Befragenden abgeben, lediglich zwei Euro bekommen. Werden die Bögen jedoch sofort ausgefüllt und die Befrager bringen die Beute wieder mit, soll es eine Entlohnung von sieben bis zwölf Euro geben. Das nenne ich doch mal Unterschied! Die Differenz von 7 zu 12 bemisst sich vermutlich danach, ob auch alle freiwilligen Angaben zu Religion etc. gemacht wurden. Ich kann hier nur vermuten, denn eine Auf- oder Erklärung fand ich dazu nirgendwo.

Wenn nicht alles beantwortet ist, gibt es somit wohl nur sieben Euro. Je geschickter der Befrager im Belabern der Befragten ist, desto höher ist also sein Profit. Es liegt demnach auf der Hand, dass es möglicherweise bei dem einen oder anderen Befrager nicht so leicht sein könnte, ihn zur Herausgabe der Bögen und zum Verlassen des Hauseingangs zu bewegen. Losgelöst von irgendwelchen potentiellen Gedanken oder faktischen Möglichkeiten, private Haushalte en masse auszuspionieren.

Soweit ich weiß, wird der Termin, an dem der Befrager kommt, vorab telefonisch avisiert. Bliebe die Frage, woher die Telefonnummern stammen, wenn keine vorhandenen Datenbanken zur Ermittlung von personenbezogenen Daten herangezogen wurden. Das aber nur am Rande. Was bereits geschieht ist, dass sich Fremde bei Angerufenen als Volksbefrager ausgeben und private Angaben nebst Kontoverbindungen abfragen sollen. Das wird von den tatsächlichen Zensus Lakaien Mitarbeitern nicht gemacht; sie teilen m. W. wirklich nur den Termin mit.

Festzuhalten bleibt: Niemand muss einen fremden Menschen in seine Wohnung oder sein Haus lassen. Selbst Polizeibeamte müssen nicht eingelassen werden, sofern sie keinen entsprechenden Beschluss (Durchsuchung etc.) vorlegen können. Wer meine privaten Räume betritt, entscheide nur ich und sonst niemand. Kein Vermieter, kein Politiker, kein Polizist und auch kein Volksbefrager.

Festzuhalten bleibt weiter: Die Bögen müssen beantwortet werden! Wer es nicht tut, muss mit einem Bußgeld in dreistelliger Höhe rechnen. Angst davor, irgendwas falsch zu machen, muss aber m. E. niemand haben. Es genügt, die Bögen nach bestem Wissen und Gewissen auszufüllen. Viele der Fragen können freiwillig, müssen aber nicht beantwortet werden. Es bietet sich also in jedem Fall an, sich ohne „Aufsicht“ in Ruhe hinzusetzen, und die Bögen abzuarbeiten. Dies kann auch online geschehen.

Die Tatsache, dass diese Fragebögen nicht einfach eingeschrieben verschickt werden, was deutlich günstiger wäre, zeigt mir bereits, dass es bei der persönlichen Übergabe und Abfrage mutmaßlich nur darum gehen kann, die Menschen zur Beantwortung von Fragen zu bewegen, die sie gesetzlich gar nicht verpflichtet sind zu beantworten. Anderenfalls würde man dem schnöden Wahlvieh doch wohl zutrauen, Fragen selbständig zu beantworten; also ohne Aufsicht.

Für mich steht fest, dass ich niemanden in meine Wohnung lasse, den ich nicht kenne; auch keine Volksbefrager. Das nur, sofern ich ausgewählt werden sollte, obwohl ich noch nicht von meinen Zinsen leben kann ;)

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… dass aus manchen Menschen diese unsägliche Anscheißmentalität wohl einfach nicht rauszubekommen ist.

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Aber wer auf faire Weise zu nix kommt und als einzige Möglichkeit für seine eigene Form von Erfolg die Diskreditierung anderer zu sehen scheint … Es ist eben alles eine Frage der (V)Erziehung.

Ich habe bereits als Kind gelernt, dass Petzen bäh sind. Wer es einmal getan hatte, war bei den Kumpels out. Und zwar sowas von! Denn jeder konnte der Nächste sein und darauf wollten üblicherweise alle gern verzichten.

Man gut, dass man sich seinen Umgang normalerweise aussuchen und um SozialINkompetenzler einen großen Bogen machen kann!

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P.S. Nein, ich war nicht das „Ziel“. Das Einzige, was ich damit zu tun habe ist, dass ich mir noch immer nicht abgewöhnen konnte, über den Tellerrand zu sehen. So ein Mist aber auch. Blöder, blöder Mist!

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Allen nicht-Petzen wünsche ich einen bezaubernden 2. Advent! Auf Euren Blogs brennen schon so viele Kerzen, dass ich hier lieber einen Mülleimer aufstelle. Für die Reste der Kerzen, abgebrannte Kränze und … alles Zeux, wofür es keine Verwendung gibt! Der obige Eimer steht zwar in Hannover, es gibt jedoch sicher in jeder Stadt einen, der nach Benutzung schreit. Nur mal so erwähnt …

;o)

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Ein pummeliger Weihnachtsmann
sah seinen Bauch sich ganz ruhig an
Er sturzte mächtig
bis bedächtig
und danach war das Rentier dran

Das Rentier fragte sich verdutzt
ob all das Rennen echt was nutzt
Es bremste ab
ging leicht in Trab
so dass der Schlitten nicht beschmutzt

Der Schlitten flog in hohem Bogen
zwar geradeaus doch auch verschoben
landet sacht
doch entfacht
ein kleines Feuer dort hoch droben

Das Feuer zündet warmen Glauben
in kullerigen Kinderaugen
sie leuchten hell
doch nicht zu grell
und singen engelsgleich wie Tauben

Die Engel sehen sich das an
und schmunzeln sacht so dann und wann
sie fühl’n sich glücklich
unermütlich
und sagen es dem Weihnachtsmann

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Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs einen zauberhaften vierten Advent! ;o)

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Das „Neue Rathaus“ wird oftmals für das alte gehalten. Das alte ist aber noch wesentlich älter, als das neue. Logisch. Das neue Rathaus gehört aus gutem Grund zu den am häufigsten fotografierten Motiven in Hannover. Der Prachtbau wurde vor knapp 100 Jahren im wilhelminischen, eklektizistischen (ausgewählten/zusammengesetzten) Stil gebaut und (!) bar bezahlt, wie der damalige Stadtdirektor Heinrich Tramm an Kaiser Wilhelm II berichtete. Ja, so sindse, die Hannoveraner. Aber Kreditkarten werden hier mittlerweile auch akzeptiert! ;o) Das Rathaus ist auf 6026 Buchenpfählen gebaut, da es Dank der Maschteiche auf sumpfigem Grund steht.

Das nachstehende Foto zeigt die Treppe zu den Verwaltungsräumen in der 38 Meter hohen Empfangshalle. In der Halle befinden sich vier Modelle, die die Entwicklung Hannovers, vor, während und nach dem Krieg sowie heute zeigen. Das Rathaus verfügt über eine Kuppel, die sich in ungefähr 100 Metern Höhe befindet und mit einem Bogen-Fahrstuhl erreicht werden kann, der parabelförmig der Rathaus-Kuppel folgend im 17°-Bogen bzw. ungefähr acht Meter seitwärts über 50 Meter nach oben fährt. Der kürzlich eingebaute, neue Fahrstuhl verfügt zudem über einen Glasboden. Das ist nicht nach Jedermanns Geschmack; deshalb ist die Treppe vermutlich noch in Betrieb. Müßig zu erwähnen, dass es innerhalb Europas nur einen einzigen dieser Fahrstühle gibt. Und wo? Genau: In Hannover, jawoll!

Aufgang-SA500004-SW700

Für Zweifler: Nein, die Fahrstühle im Eiffelturm sind keine Bogen-, sondern Schrägaufzüge; sie wechseln ihre Neigung nicht.

© skriptum

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