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Posts Tagged ‘Bundesregierung’

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Dann ist ja schon abzuschätzen, was uns als nächstes heimsuchen wird. Mir schwante ja schon geraume Zeit, dass der Bundesregierung langsam die möglichen Umbenennungen von ganzen Heerscharen von Arbeitslosen ausgehen, um die Statistik weiterhin möglichst brutal zu schönen. Nur so kann ja das europäische Ausland noch sicherer davon ausgehen, dass wir kaum noch wissen, wohin mit der ganzen Kohle:

Die Bürgersteige sind bereits vergoldet, allen Menschen geht es so gut, dass sie es kaum noch aushalten können, zweit- und dritt-Jobs gehören seit Jahrzehnten der Vergangenheit an … es musste einfach dringend etwas passieren. Dass wir kurz vor der Vollbeschäftigung stehen, wie Herr Stein*eier nicht müde wird zu elaborieren, glaubt ja einfach stur kein Arsch Mensch. Jedenfalls diejenigen nicht, die noch bei Verstand sind.

Das Video ist doch mal eine wirklich ehrliche Alternative, nöch?! Da weiß man, was man hat! Gute Nacht!

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Ich wünsche Euch trotzdem oder erst recht eine aufrichtig tolle Woche! ;)

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Die neuen Regelungen für GEZ-Gebühren empfinde ich als himmelschreiend! Klar: Kein Gutachten, keine Umorganisation findet statt, damit die daraus zu erzielenden Einnahmen für den Verbraucher (v)erträglicher werden. Wenn, dann geht es üblicherweise nur darum, noch mehr Geld in die vermisswirtschafteten Kassen zu spülen.

Ich will hier gar nicht auf öffentlich-rechtliche Programm-Inhalte eingehen, die kaum noch jemand erträgt. Ich will auch gar nicht genauer ausführen, was ich von ständigen und bestenfalls noch ermüdenden Wiederholungen auf den dritt-, viert- und siebzehnt-Sendern halte. Da wird mittlerweile jeder seine eigenen, treffenden Formulierungen gefunden haben.

Was mir richtig gegen den Strich geht ist, dass pauschal unterstellt wird, jeder Haushalt würde in gleichem Umfang die öffentlich-rechtlichen Sender konsumieren und deshalb müsste auch jeder Haushalt die gleiche Abgabe zahlen. Und zwar völlig losgelöst davon, ob in dem Haushalt eine oder mehrere Personen wohnen.

Als Einzelperson dürfte es nahezu ausgeschlossen sein, dass ständig mehrere Angebote gleichzeitig genutzt werden. Entweder hört ein Single Radio oder er „glotzt TV“. Bei Mehrpersonen-Haushalten sieht das schon anders aus. Heutzutage ist es üblich, in fast jedem Zimmer eines Mehrpersonen-Haushalts ein Radio und/oder einen Fernseher stehen zu haben. Dem entsprechend werden auch regelmäßig mehrere Angebote parallel konsumiert.

Wenn also wenigstens zwischen Single-Haushalt und Mehrpersonen-Haushalt unterschieden würde, könnte man immerhin fast noch von Fairness sprechen. Aber so? Bei mir ist es beispielsweise so, dass ich Single bin, kein Auto mit Radio besitze, keine Kellerbar in der regelmäßig Partys stattfinden und auch keine/n Gartenlaube oder Wohnwagen mit Beschallungsanlage. Ich habe lediglich zwei Augen und Ohren, mit denen ich gleichzeitig immer nur eine Hör-/Seh-Möglichkeit nutze.

Wie kann es sein, dass ich genauso viele GEZ-Beiträge bezahlen muss, wie ein Mehrpersonen-Haushalt oder eine Wohngemeinschaft, in denen üblicherweise immer mehrere Programme gleichzeitig konsumiert werden? Wie kann es sein, dass ich keinen Cent weniger bezahlen muss, als Menschen, die täglich zusätzlich in ihren Autos radiologisch besudelt werden und am Wochenende mit dem beradioten Wohnwagen im Schrebergarten der Sportschau folgen?

Fast tröstlich mutet es an, dass sich am System selbst rein gar nichts geändert hat: Die GEZ bzw. der öffentlich-rechtliche Zwangsberieselungs-Apparat behauptet einfach, dass jemand die Angebote nutzen könnte und darf dann, gesetzlich geschützt, aufgrund dieser bloßen Behauptung die Zahlung oder den Einzug von Gebühren beanspruchen, notfalls sogar erzwingen. Eines Beweises der Wahrhaftigkeit dieser Behauptung bedarf es nicht. Die bloße Unterstellung reicht völlig. Wenn die Behauptung des Konsums nicht zutrifft, muss eben der potentielle Konsument beweisen, dass er zu Unrecht beschuldigt wird.

Einfach ohne jeden Beweis eine Behauptung aufstellen, unter der ein anderer Mensch bereits mit Entstehung der bloßen Behauptung zu leiden hat? Eine an Dreistigkeit kaum zu überbietende Beweislastumkehr betreiben? Das klappt echt nur bei der GEZ, der Telekom und von Seiten Frau Merkels bei der UN-Hauptversammlung gegen Herrn Ahmadinedschad. Liebe Leute, versucht Ihr das aber mal, beispielsweise im deutschen Strafrecht!

Davon abgesehen werden durch diese Umgestaltung des Einzugs-Verfahrens nebst Abbau von GEZ-Mitarbeitern weitere Horden von Arbeitslosen geschaffen (die vermutlich durch die Bundesregierung anders benannt werden, damit das europäische Ausland weiterhin von Traumzahlen bei der „kreativen Gestaltung der deutschen Arbeitslosenstatistik“ ausgehen kann), die – mangels wirtschaftlicher Voraussetzungen zur Arbeitsaufnahme – dem Staat zusätzlich auf der Tasche liegen (müssen!). Es handelt sich also mitnichten um eine Einsparung der Kosten, sondern wieder einmal nur um eine Umschichtung zu Lasten aller.

Bei SPON las ich kürzlich sinngemäß in einem Kommentar, dass die Gleichstellung aller Haushalte ein ebenso großer Unsinn ist, wie von allen Menschen, die über eine Fahrerlaubnis verfügen, pauschal Autobahngebühren zu verlangen. Und zwar völlig losgelöst davon, ob sie überhaupt noch mit dem eigenen Wagen fahren oder Autobahnen nutzen. Die reine Möglichkeit, dass sie es könnten, wäre dann ausreichend, um Autobahngebühren von ihnen zu verlangen.

Nichts anderes bedeutet m.E. das vorherige Procedere und die jetzige Umstellung der GEZ-Gebühren: Die bloße Einräumung der Möglichkeit des Konsums von Angeboten öffentlich-rechtlicher Sender reicht aus, um pauschal von jedem Haushalt Gebühren zu verlangen. Und zwar völlig losgelöst davon, ob die Angebote in Anspruch genommen werden oder nicht und wenn ja in welchem Umfang.

Was kommt denn dann als nächstes? Dass wir pauschal erstmal 50 Euro abdrücken müssen, sobald wir einen Discounter betreten? Die Angebote stehen ja in den Regalen. Wir könnten sie ja in Anspruch nehmen. Wenn wir es nicht tun, ist das ja nicht dem Anbieter vorzuwerfen oder mit mangelhaften Produkten zu begründen. Also raus mit der Kohle, denn wir hätten ja können.

Wenn das so ist, erwarte ich die umgehende Auszahlung eines Betrages in Höhe von 1.386.000 Euro an Kindergeld zugunsten meines sicher längst bekannten Kontos. Ich habe zwar keine eigenen Kinder, hätte aber in den vergangenen 30 Jahren locker spätestens alle zwei Jahre ein weiteres Kind bekommen können. Ich wollte immer eigene Kinder und die Möglichkeit bestand ja. Es hat nur keiner die Leistung in Anspruch genommen aber dafür kann ich ja nix!

Gute Nacht, Deutschland!

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Ein wirklich …

interessanter Artikel bei Spiegel Online! Aber im nächsten Jahr wird bestimmt alles besser!

Wer’s glaubt …

P.S. Ich bleibe bei meiner Schätzung, dass wir – vorausgesetzt alle Arbeitslosen werden in der Statistik geführt – mittlerweile bei ca. 20 Millionen angekommen sind. Das ist ein Viertel der in Deutschland lebenden Menschen. Zumindest ich finde das verflucht viel. Ich kann aber auch nicht so perfide Statistiken schönen. Oder will es nicht; je nachdem.

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Ist es nicht schön? Da titelt web.de wieder in einer Art und Weise …

 

Gefährliche Darminfektion grassiert im Norden

Hannover/Hamburg (dpa) – In Deutschland haben sich mindestens 80 Menschen mit dem lebensgefährlichen Darmkeim EHEC infiziert. Das Durchfall-Bakterium breitet sich schnell aus und ruft außergewöhnlich schwere Krankheitsfälle mit Nierenleiden hervor, so dass viele Patienten auf Intensivstationen liegen.

Gesundheitsexperten suchen unter Hochdruck nach der Quelle. „Wir haben eindeutig eine ungewöhnliche Situation“, sagte Epidemiologe Gérard Krause vom Robert Koch-Institut (RKI/Berlin).

In Niedersachsen und Bremen gibt es nach Ministeriumsangaben inzwischen fast 25 gemeldete Verdachtsfälle, in Schleswig-Holstein und Hamburg jeweils rund 20. Hessen meldete Sonntagabend 16 Verdachtsfälle, Mecklenburg-Vorpommern vier. Ein Großteil der Patienten wird in Kliniken behandelt.

Überraschenderweise sind Frauen diesmal besonders betroffen. Möglicher Grund: „Die Frauen bereiten häufiger Lebensmittel zu, und da können sie sich möglicherweise bei der Reinigung des Gemüses oder anderer Lebensmittel infizieren“, sagte Krause der Nachrichtenagentur dpa. Das RKI empfiehlt, auch bei der Verarbeitung von Gemüse auf gute Küchenhygiene zu achten sowie Bretter und Messer gründlich zu reinigen. Es gebe keine Hinweise, dass diesmal Fleisch oder Rohmilch die Infektionsquelle seien.

Das EHEC-Bakterium befindet sich oftmals im Kot von Nutztieren. Die Infektion kann beim direkten Kontakt mit Tieren aber auch beim Verzehr kontaminierter Lebensmittel – zum Beispiel Rindfleisch oder Rohmilch – übertragen werden. Eine Infektion ist auch über rohes, ungewaschenes Gemüse oder von Mensch zu Mensch möglich.

Zu den Krankheitssymptomen gehören wässriger oder blutiger Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Als mögliche Komplikation kommt es zu Nierenversagen, das zum Tod führen kann. Ein Sprecher des niedersächsischen Sozialministeriums rief dazu auf, bei Symptomen sofort zu reagieren: „Wichtig ist, dass sich die Menschen in ärztliche Behandlung begeben.“

EHEC-Keime (Enterohämorrhagische Escherichia coli) treten in Deutschland immer wieder auf. Das RKI hat seit Einführung der Meldepflicht 2001 bundesweit jährlich zwischen 800 und 1200 EHEC-Erkrankungen registriert, die aber oft einen leichteren Verlauf nahmen. Besonders verwundert die Experten auch, dass diesmal vor allem Erwachsene schwer erkranken, normalerweise haben eher Kinder starke Symptome. Am Samstag hatten sich Vertreter des RKI mit Experten aus den betroffenen norddeutschen Ländern zu einem Krisentreffen in Hamburg zusammengesetzt.

Der Quelle der Erkrankungen sind die Behörden seit Freitag trotz aller Bemühungen bislang nicht auf die Spur gekommen. Nach Angaben aus dem niedersächsischen Sozialministerium ist auch noch unklar, ob es überhaupt einen gemeinsamen Erreger gibt. Experten vermuten dies. „Der Hauptanhaltspunkt ist das gemeinsame zeitliche Auftreten der Fälle“, sagte ein Ministeriumssprecher. Der Erreger sei nicht hochansteckend, betonte eine Sprecherin des hessischen Gesundheitsministeriums. „Die Ursache ist noch unklar. Aber es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung.“

Die Ermittlung der Quelle für die Erkrankungen gestaltet sich nach Angaben des niedersächsischen Ministeriums auch deswegen schwierig, weil die Erkrankten detailliert dazu befragt werden müssen, was sie in den letzten Tagen gegessen haben. Viele Patienten seien aber so schwer erkrankt, dass solche Befragungen gar nicht möglich sind.

„Der Ausbruch ist noch nicht vorbei“, sagte RKI-Experte Krause. „Wir haben die meisten Fälle im Norden aber durchaus auch vorläufige Meldungen in Süd- und Ostdeutschland.“ Um welche Bundesländer es sich genau handelt, wollte Krause nicht sagen, da die Fälle noch nicht bestätigt seien.

 

Liebe web.de’ler, ich hätte da mal ein paar Fragen:

Lässt sich noch nachvollziehen, wann es aus der Mode gekommen ist, Abkürzungen von Institutionen und ihre Funktionen zu definieren? Hier RKI = Robert Koch Institut. Man könnte dazu schreiben, um was für ein Institut es sich handelt und was dort gemacht wird. Der erste Link bei google gibt bereits den Hinweis „Das Robert Koch-Institut ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention“. Ganz mutige Redakteure könnten sogar noch einen Link zum RKI setzen. Aber das würde vermutlich schon unter „zu viele Informationen“ fallen. Die Leser sollen ja nicht sachlich aufgeklärt, sondern möglichst kurvenlos in Aufregung versetzt werden, hm?! Oder liegt es daran, dass das RKI es nicht für notwendig erachtet, diese Meldung aufgrund ihrer lebensbedrohlichen (?), die Welt in wenigen Atemzügen komplett vernichtenden (??) Gefahr (???) auf die Startseite zu setzen? Ich habe mich beim RKI ziemlich durch die Seiten geklickt, jedoch keinerlei Hinweis auf diese mordsgefährliche Krankheit gefunden. Hammer, wa?! [Nachtrag am Nachmittag: Inzwischen ist es auf der Startseite des RKI, allerdings heißt es dort „HUS-Syndrom“. Klingt auch wesentlich schnittiger als „EHEC-Bakterium“! ;)]

Bei den im „Bericht“ genannten „mindestens 80“ infizierten Menschen handelt es sich um Verdachtsfälle. Es bliebe also normalerweise erstmal abzuwarten, ob diese Vermutung verifiziert werden kann.

Was ich bei dem obigen Bericht vermisse, ist der dringende Hinweis auf irgendeine unsinnige Impfung. So geht das nicht! Wenn solche Nachrichten so verbreitet werden, hat doch die Pharmaindustrie gar nichts davon. Mensch, da muss aber echt mehr Sorgfalt an den Tag gelegt werden!

Als tatsächlich sinnvoller Hinweis hätte sich angeboten: Hände waschen! Und zwar im Moment noch häufiger, als sowieso schon. Insbesondere vor der Zubereitung von Speisen.

Apropos: Was hat eine möglicherweise mangelnde Küchen-Hygiene mit den oben genannten Erkrankungen zu tun, wenn doch im „Bericht“ darauf hingewiesen wird, dass sich das Bakterium oftmals im Kot der Nutztiere befindet? Wenn die Erkrankung durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel ausbrechen kann, dann hat doch wohl innerhalb der Erzeuger- und Verpacker-Kette irgendwer geschlampt, hm? Davon abgesehen heißt es jedoch im „Bericht“ fast gleichzeitig, „Es gebe keine Hinweise, dass diesmal Fleisch oder Rohmilch die Infektionsquelle seien“. Also: Was denn nun, hm?

Na ja, ich will mich gar nicht aufregen. ICH NICHT!

;))

Hach, es geht doch nichts über sorgfältige, journalistische Arbeit und neutrale Berichterstattung. Seit wann gibt es die eigentlich nicht mehr?

 

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Nachdem ich über die beiden Artikel Atomkraftwerke und ihre Störfälle und Sicherheit von Siedewasserreaktoren – Neue Angst vor alten Meilern gestolpert war, fand ich auch noch diese Tabelle:
 

 

Nach den Angaben des Bundesumweltministeriums waren das in 15 Jahren 774 offiziell bekannt gewordene Zwischenfälle in Form von sicherheitsrelevanten Defekten. Nicht beim Bäcker nebenan, sondern in Atomkraftwerken! Von der sog. Dunkelziffer, von denen die Öffentlichkeit nie etwas erfahren hat, weil schnell oder wirkungsvoll genug vertuscht wurde, einmal ganz abgesehen.

Das heißt im Klartext, dass es allein in Deutschland nach offiziellen Angaben circa einmal pro Woche zu einem sicherheitsrelevanten Defekt in einem Atomkraftwerk kommt. Von Zwischenfällen in Nachbarländern, die sich natürlich auch auf Deutschland auswirken können, ebenfalls abgesehen.

Dazu fallen mir nur noch zwei Sprüche ein (beide leider nicht von mir):

 

Mäuse sind Menschen bei weitem überlegen: Keine Maus wäre so dämlich, Mausefallen zu bauen. Aber der Mensch arbeitet systematisch an seiner eigenen Vernichtung.

UND

Sir Peter Ustinov prägte mal sinngemäß den Ausspruch: Das Letzte, was man hört, bevor die Welt untergeht, ist die Stimme eines Experten, der versichert: „Das kann nicht sein!“.

Soweit ich weiß könnten in Deutschland sofort sieben Atomkraftwerke abgeschaltet werden, ohne dass auch nur eine Lampe ausgehen würde (wenn es jemand genauer oder besser weiß, bitte ich um Korrektur!). Dadurch könnte das aktuelle Risiko sicherheitsrelevanter Defekte weit mehr als halbiert (774-450=324) werden. Leider scheint es der Bundesregierung wichtiger zu sein (an dieser Stelle nochmal danke für die Laufzeitverlängerung!), mit dem Export des überschüssig produzierten Stroms Geld zu scheffeln, statt die Sicherheit des schnöden Wahlviehs im eigenen Lande so hoch wie möglich anzusetzen. Allein dieser Punkt spricht für mich Bände! Bleibt zu hoffen, dass sich das schnöde Wahlvieh am kommenden und übernächsten Wochenende in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg artig bedankt …

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Zu den Texten der beiden oben verlinkten Artikel:

 

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Jetzt ist man ab „Anfang 30“ nicht nur schon „zu alt“, wenn man als Arzthelferin, Servicekraft oder in jedweder Administration einen Job sucht, obwohl man hoch qualifiziert ist, sondern im Hinblick auf Schreiben hat man in diesem biblischen Alter auch schon ausgedient?

Wow! Stellt sich die Frage: Wohin mit den ganzen „Restposten über 30“?

Na ja, vielleicht wandern ja noch mehr Deutsche ins Ausland ab. Dann haben sie eine reelle Chance, dass die Bundesregierung sie über die Zahlung einer Prämie von 10.000 Euro zurück kauft. Solange im eigenen Land die eigene Bevölkerung nicht ordentlich für ordentliche Leistungen bezahlt wird, muss man eben Fachkräfte aus dem Ausland einkaufen. Re-importierte Medikamente sind ja auch wesentlich günstiger, als Medikamente, die keine Reise um die Welt hinter sich haben. Schon klar; danke für das Gespräch!

Dem eigenen Wahlvieh bleibt zur Lebenserhaltung inzwischen kaum noch eine andere Möglichkeit, als auszuwandern. Beispielsweise die Diskussionen um den „drohenden Pflegekräfte-Notstand“ würden sich im Keim erledigen, wenn Pflegekräfte endlich angemessen entlohnt werden würden. Statt dessen werden sie seit Jahrzehnten mit Hungerlöhnen abgespeist und „plötzlich und unerwartet“ ist das Gejammere groß, dass es keiner mehr machen will.

Könnte ich bitte mal eine Tüte Logik bekommen? Egal woher. Ich zahle gut!

;o)

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Mittlerweile werden meine Zweifel von Tag zu Tag größer und ich frage mich ernsthaft, ob in der aktuellen Bundesregierung überhaupt noch jemand einigermaßen bei Verstand ist! Da elaboriert sich unser aller Kundesbanzlerin offensichtlich erneut durch ein Thema, das sie nicht einmal im Ansatz zu kapieren scheint und stellt fest, dass die Mieten doch ratzfatz mal um 200 bis 300 Euro erhöht werden können, wenn Wohnungen im Hinblick auf die Energieeinsparung durch die Vermieter effizienter gestaltet werden. Diese Mieterhöhung kann angeblich durch die dann zu erwartende Einsparung an bspw. Heizkosten von den Mietern aufgefangen werden.

Was für ein himmelschreiender Unsinn!

Meine gesamten Nebenkosten(Vorauszahlungen) pro Monat betragen ca. 100 Euro. Für alles! Bei einer Mieterhöhung von ca. 250 Euro und einer – wenn überhaupt – maximal zu erwartenden Einsparung bei den Heizkosten von ca. 20 Euro blieben 230 Euro mehr für mich an monatlichen Belastungen. Wie Frau Kundesbanzlerin zu rechnen beliebt, erschließt sich mir nicht. Mal wieder.

Etwas weiter gedacht wird es allerdings fast lustig:

Nehmen wir einmal an, dass es in diesem Staat bei ca. 82 Millionen Menschen ungefähr 20 Millionen bewohnte und bezahlte Wohn-Unterkünfte gibt. Davon sind vermutlich an die 5 Millionen Eigenheime abzuziehen, woraus sich eine geschätzte Anzahl von Mietwohnungen im Bereich von 15 Millionen ergeben würde. Weiter angenommen, dass über sieben Millionen Hartz IV-Empfänger nicht in Palästen leben, sondern in Mietwohnungen, ergeben sich bestenfalls noch als paradox zu bezeichnende Züge.

Wenn bis zu sieben Millionen Hartz IV-Empfängern eine Mieterhöhung von 200 bis 300 Euro ins Haus flattert, müssen alle ihre Wohnungen räumen und billigeren Wohnraum suchen. Die Nummer dürfte ausfallen, da es so viele so billige Wohnungen nicht geben dürfte. Also müssten die Hartz IV-Sätze erhöht oder massenweise Wohngemeinschaften gebildet werden. Der erstere Fall hätte massive Mehrbelastungen des Bundeshaushalts zur Folge.

Der letztere Fall hätte zur Folge, dass Millionen Wohnungen von Hartz IV-Empfängern in absehbarer Zeit leer stehen, weil sich keine Mieter mehr finden lassen, die die aufgerufenen Mieten bezahlen können. Auch Menschen, die gerade noch so hinkommen mit dem, was sie monatlich erwirtschaften können, müssten ihre Wohnungen aufgeben, weil sie die Miete einfach nicht mehr bezahlen können. Die Zahl der leer stehenden Wohnungen würde sich also in jedem Fall in horrende Sphären erhöhen.

Das hätte zur Folge, dass Vermieter den Verlust der entgangenen Mieten steuerlich geltend machen können resp. keine Mieteinnahmen mehr steuerlich in Ansatz gebracht werden können bis müssen. Dieses hätte wiederum zur Folge, dass mit Steuerausfällen in Milliardenhöhe zu rechnen sein dürfte.

Fazit: Mit einer solchen Regelung, die vermeintlich NUR zu Lasten der Mieter gehen soll, letztendlich aber allen schadet und nur wieder Schikane gegenüber denjenigen bedeutet, die eh schon kaum noch wissen, wovon sie leben sollen, treibt unser aller Regierung das Volk noch mehr in die Verarmung.

Mit jedem Menschen, der am Existenzminimum lebt oder noch darunter, geht der Konsum wieder ein Stück weiter zurück. Die oberflächlich betrachtete Hilfe zugunsten der Vermieter und einiger Baufirmen macht also erst zahlreiche Vermieter platt und Baufirmen, die beispielsweise jetzt das große Geschäft wittern und aufrüsten, brauchen sich nicht einmal anzustellen, da sie gleich und direkt mitgehen können. Vom Bundeshaushalt fange ich jetzt lieber gar nicht an.

Wenn ein Schuss ins eigene Knie nicht mutmaßlich dermaßen wehtun würde, müsste sich Frau Kundesbanzlerin eigentlich über ihre eigenen Worte inzwischen kaputt lachen! Eine Woche sollte reichen, um die potentiellen Folgen ihrer Aussagen zu erkennen. Normalerweise.

Wer solche Berater hat braucht keine Feinde mehr. Und ein Volk, das eine solche Bundesregierung hat …

Ich gehe dann mal weiter arbeiten. Da meine Vermieter kaum eine Schikane auslassen, werden sie mit regelrechter Verzückung die Kunde der Kanzlerin zur Kenntnis nehmen. Vermutlich werden bald die Fensterdichtungen ausgetauscht und anschließend die Miete um 300 Euro erhöht.

Hat noch jemand ein Zimmer frei oder muss demnächst untervermieten? Hannover oder Umland wäre nett!

;o)

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P.S. Die angenommenen Zahlen sind Schätzungen, die potentiellen Folgen Spekulationen! Ich hoffe, dass das klar genug erkennbar war. Ja: Für jeden!

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