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Posts Tagged ‘CD’

 

Wer gern lacht, dem sei das Hörbuch „Hummeldumm„, gesprochen von Tommy Jaud, empfohlen. Der eindeutige Vorteil vor einem klassischen Buch ist m. E. darin zu finden, dass die sich mitunter überschlagende Stimme, die hörbare Entrüstung und die zahlreichen Dialekte in einem gedruckten Buch vermutlich niemals so herauskommen, wie in dieser Version zum Hören.

 

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Erzählt wird von den Widrigkeiten, die so genannte Pauschalreisen so mit sich bringen können. Völlig unterschiedliche Charaktere treffen aufeinander und müssen – teilweise fast oder wirklich hautnah – miteinander klar kommen. Erschwerend hinzu kommen die kleinen persönlichen Katastrophen und zahlreiche Verwicklungen, die amüsanter kaum hätten erzählt werden können.

Aus meinem ursprünglichen „das höre ich, CD nach CD, mal so nebenbei“-Plan wurde bereits nach den ersten Minuten eine stundenlange „Mono-Tasking“-Veranstaltung. Ich habe Tränen gelacht!

 

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Wie viele Sänger kennst Du, denen es gelingt, das Härteste was beispielsweise Wagner je geschrieben hat, exzellent zu bringen und ohne Probleme den Spagat zu Jazz und Swing, Rock und Soul sowie Country und Blues zu schaffen, wobei Pop natürlich ebenfalls nicht vergessen wird?

Vermutlich keinen. Oder vielleicht gerade mal, wie ich, einen. Nämlich den hier:

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Unter dem Titel „Tell it like it is“ brachte Thomas Quasthoff vor wenigen Wochen seine zweite Jazz-CD auf den Markt. Die erste Jazz-CD, „Watch what happens“, steckte für mich bereits voller Überraschungen, die zweite überbietet das locker. Wer nur mit purem Jazz rechnet, trifft auf eine Abwechslung, die ich mehr als bemerkenswert gut finde. Der Bassbariton zeigt sozusagen in einer Person, wie abwechslungsreich Musik ist, wie flexibel eine gut trainierte Stimme einsetzbar ist und wie groß(artig) ein „kleiner Mann“ sein kann.

Ich gehe davon aus, dass er kein Problem mit der vorherigen Formulierung hat. Quasthoff selbst hat es fast zu einer Art Markenzeichen erkoren, sich selbst auf die sprichwörtliche Schippe zu nehmen. Klar: Wer austeilt muss auch einstecken können. Und da er gern austeilt … Allein sein Zynismus, vor allem aber sein unbändiger Humor sind die Teilnahme an jeder Veranstaltung von und/oder mit ihm mehr als wert. Ich hatte dieses außer_ordentliche Vergnügen erneut am vergangenen Mittwoch

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Nicht nur die Musik, sondern eben auch seine Ausführungen, Erzählungen und liebevoll-sarkastischen Seitenhiebe haben den (soweit ich sehen konnte) prall gefüllten Kuppelsaal zum Beben gebracht. Seine vierköpfige Band hätte zeitweise durchaus Pause machen können: Mehr als einmal musste ich genauer hinsehen/hören, um zu ergründen, ob er da gerade mit seiner Stimme den Rhythmus vorgibt oder ob tatsächlich der Schlagzeuger bzw. Gitarrist spielt. Wer solche Leistungen bringt, darf auch Sprüche klopfen!

Ein Zitat von ihm lautet

„In Deutschland leben 80 Millionen Behinderte.
Ich habe den Vorteil, dass man es mir ansieht.“
[Thomas Quasthoff]

Quelle

Wer mehr davon will, sollte seine Bücher lesen und CDs hören. Wer nicht genug davon bekommt, sollte in seine Konzerte gehen. Da diese aufgrund seiner weltweiten Popularität in Deutschland leider sehr rar gesät sind, hätte ich noch 3SAT am kommenden Samstag im Angebot. Ab 20:15 Uhr wird der Tourauftakt von „Tell it like it is“ aus dem Jazzclub A-Trane (Berlin) im Februar gesendet. Ich werde garantiert wie fest getackert vor der Glotze sitzen. Endlich mal wieder etwas, das es sich wirklich zu sehen und hören lohnt! ;o)

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Unter anderem bei Tonari und bei voller worte fand ich dieses Stöckchen mit 49 Fragen/Antworten und dachte so … aber lest selbst:

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Mehr als fünf Jahre hatte es gedauert. So eine typische „nicht mit Dir und nicht ohne Dich“-Geschichte. Wir hatten sehr viel erlebt. Und noch heute denke ich oft und gern nicht an alle aber doch an viele gemeinsame Situationen zurück.

Er ist eine dieser Lieben, die sich zwar im Laufe der Jahre verändern, nie jedoch so ganz vergehen. Zuviel haben wir miteinander geteilt und in meiner schwersten Zeit (Krebs) hat dieser Mann absolut bedingungslos und mit oftmals durch mich sehr strapazierter Geduld zu und hinter mir gestanden.

Kürzlich lief im Fernsehen ein Konzert von und mit Joe Cocker. Und das Unvermeidliche musste natürlich passieren … Dieses Lied, was uns trotz der Trennung auf ewig verbinden wird. Zumindest was mich betrifft …

Wie gesagt: Eine „nicht mit Dir und nicht ohne Dich“-Liebe. Eigentlich haben wir uns geliebt, ja. Und doch gab es immer wieder Stress. Überwiegend hervorgerufen durch äußere Faktoren. Vielleicht war es das, was lange Zeit nicht zuließ, dass unsere Streitigkeiten zur endgültigen Trennung führten.

Aber irgendwann ging es einfach nicht mehr. Und ich musste es ihm sagen. Wir trafen uns zum Brunch. Die Stimmung war bei ihm ebenso gedrückt wie bei mir. Vermutlich ahnte er, was kommen würde.

Wir aßen und schwiegen …

Wir tranken und schwiegen …

Wir sahen uns an.

Schweigend.

Er nahm meine Hand und mir liefen plötzlich Tränen über’s Gesicht.

Ich brauchte nichts mehr zu sagen. Er verstand es auch so.

Dann stand ich auf und verließ das Lokal. Gerade ein paar Meter war ich gegangen, als er mit seinem Wagen neben mir anhielt und mich fragte, ob er mich noch nach Hause bringen dürfe. Ich stieg wortlos ein.

Schweigend fuhr er mich heim. Hielt dabei die ganze Zeit meine Hand in seiner. Keiner sah den Anderen an. Zuhause angekommen küsste er meine Hand und ließ mich gehen.

Es muss wohl eine Stunde gewesen sein, die er mit seinem Wagen noch vor dem Haus stand …

… und ich am Fenster.

Dann fuhr er weg.

Wenige Tage danach fand ich in meiner Post eine CD ohne jeden weiteren Kommentar. Und sie ist eines der berührendsten Geschenke, die ich je bekommen habe: „N‘ Oubliez Jamais“ von Joe Cocker.

Das ist der friedlichste Abschied gewesen, den ich je erlebt habe. Wir haben uns nach mehr als fünf gemeinsamen Jahren getrennt. Leise. Nun ging jeder in eine andere Richtung weiter. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

Ich glaube, irgendwann rufe ich ihn einfach mal an …

© skriptum

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Durchaus zähle ich mich zu den Menschen, die sich selbstredend absolut nicht, also sozusagen in gar keiner Weise, von Werbung beeinflussen lassen. Warum auch? Handelt es sich letztendlich doch immer nur um das Wecken von Bedürfnissen und nicht darum, tatsächliche Notwendigkeiten zu befriedigen. So saß ich also eines Abends mal vor dem Fernseher und wollte zu Entspannungszwecken einen Spielfilm genießen. Welchen weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr, da ich seit dem völlig durcheinander bin.

Es war wie gesagt abends. Ich hatte einen anstrengenden Tag hinter mich gebracht und suchte leicht verdauliche Ablenkung. Da ging es los. Wieder einmal. Immer wenn ein Film gerade spannend wird, wenn überhaupt mal ein Film spannend wird, wird das Programm unterbrochen und der Zuschauer wird überhäuft mit mehr oder weniger, eher weniger, spannenden Verbraucher-Informationen.

Früher hieß es schlicht Werbung aber im Zeitalter von diversen Rechtschreib-Reformen und allgemeiner Verklauselung einfachster Begriffe muss man ja schon aufpassen, nicht plötzlich irgendwas beim falschen Namen zu nennen. So bitte ich bereits jetzt um Entschuldigung, falls es sich bei den bunten Bildchen, die jede mögliche Spannung eines Films oder Beitrags in Sekunden zu zerstören im Stande sind, inzwischen nicht mehr um Verbraucher-Informationen handeln sollte, sondern um etwas anderes, dessen Sinn zwar exakt der gleiche ist, sich mittlerweile nur anders nennt.

Nun gibt es ja durchaus Stimmen die behaupten, dass die Werbepausen, oder wie auch immer sie aktuell genannt werden, gut dazu geeignet sind, sich mit frischen Getränken einzudecken, auf die Toilette zu gehen oder auch einfach mal den Nebensitzer anzusehen. Erstere hatte ich noch bei mir, Letzterer war nicht verfügbar und so oft, wie Verbraucher-Informationen gesendet werden, kann ich gar nicht auf die Toilette. Also ich könnte natürlich schon aber was soll ich da wenn ich nicht … Also blieb ich sitzen und sah mir an, was die Disposition des eingeschalteten Senders über den Tag in mühevoller Kleinarbeit für mich und Millionen weitere Zuschauer zusammengestellt hatte.

Zunächst wurden mir die Vorzüge von Ladival Sonnenmilch verbildlicht. Was mich zu der Frage brachte, ob ich in Anbetracht der Tatsache, dass wir in diesem Jahr nun wohl doch noch einen Sommer bekommen zu der Frage brachte, ob ich überhaupt noch Sonnenmilch vorrätig habe. Also ging ich doch ins Badezimmer und prüfte, ob mein Einkaufszettel einer Ergänzung bedarf. Er bedurfte nicht. Noch im Bad stehend hörte ich von Nivea Deo, was in mir gleich zwei Fragen, nach Deo und nach Body-Lotion, aufwarf. Beides war ebenso vorhanden wie Sonnenmilch.

Auf dem angetretenen Rückweg ins Wohnzimmer ertönte der Hinweis auf Sahne Joghurt von Zott, was mich einen Abstecher in die Küche und dort zum Kühlschrank unternehmen ließ. Aber auch in den Punkt brauchte ich nicht den Stift zu zücken. Ich bevorzuge zwar eine andere Marke, die ich hier natürlich zur Vermeidung von Schleichwerbung vermeide zu erwähnen, aber Joghurt im Allgemeinen war noch ausreichend vorhanden. Beruhigt wollte ich ins Wohnzimmer zurückkehren als mich ein Hinweis auf Aspirin plus C erneut ins Badezimmer verschlug. Vorhanden und abgehakt. Auch Paracetamol, nur für den Fall, dass das einer der nächsten Spots wäre, war noch in ausreichender Menge verfügbar.

Bei 200 x Mediamarkt ließ ich mich beruhigt in meinen Sessel zurückfallen. Das interessierte mich nun wirklich nicht und auch Herr und Frau Kerners Hinweis auf Wurstwaren von Gutfried erzeugten in mir höchstens eine wissende Ruhe. Einen eigenen Hund habe ich nicht, so dass Pedigree völlig ungerührt an mir abprallte. Nur bei Hot Pockets wurde ich schwach. Vorrätig sind sie in meiner Kemenate nicht und Appetit darauf habe ich, seit dem ich zum ersten Mal Zeuge eines Werbespots für dieses Produkt wurde. Ändern konnte ich das jetzt nicht, denn die Läden waren um diese Zeit geschlossen und um zwischendurch einzukaufen waren die Sende-Blöcke der Verbraucher-Informationen dann doch zu kurz.

Bei Seccito von Freixenett wurde ich noch unruhiger. Prosecco stand seit Tagen auf meinem Einkaufszettel. Nur hatte ich es leider noch nicht geschafft, welchen zu besorgen. Mönsch, das wär’s jetzt … Ich rannte zurück in die Küche, um zu prüfen, ob sich nicht doch noch irgendwo eine Flasche davon befand. Nein, befand sich nicht. Statt dessen kam ein zweiter Spot für Hot Pockets, was ich mit einem laut motzenden „Jahaaa! Ich hab’s gehört!“ quittierte. Das wiederum hatte zur Folge, dass mir Biofax Entwässerungskapseln nahegelegt wurden. War das ein Zeichen? Auch das anschließend benannte Nestlé-Produkt Fitness fettarm ließ mich stutzen. Aber es trieb mir nicht gerade die Haarspitzen zu Berge, so dass ich den Spot für Haar Gel von Shock Waves nicht ganz einordnen konnte. Allerdings brachte er mich zu der Frage, ob ich noch genügend Shampoo und Spülung vorrätig hatte, was mich erneut ins Badezimmer trieb.

So stressig hatte ich mir meinen Fernsehabend dann doch nicht vorgestellt. Bei Reisfit 1-2-Reis konnte ich dann einen Gang zurückschalten; nenne ich doch seit langem einen Reiskocher mein Eigen und kaufe längst keinen Reis mehr in Tüten oder sonstigen, fest definierten Portionierungen. Die Scholl Party Feet-Dinger hätte ich allerdings gern. Bei meinem Rumturnen in der Wohnung litten meine Füße inzwischen nicht ganz unerheblich. Der danach folgende Hinweis auf Reisfit Risbellis Reiskekse trieb mich direkt zurück ins Wohnzimmer um zu prüfen, ob ich noch was zum Schnabbeln vorrätig habe. Was jedoch geschmacklich nicht ganz stimmig mit Spee Megapearls einzustufen möglich war. Ich sank zu Boden und versuchte mich, statt nun erneut ins Badezimmer zu rennen, einfach daran zu erinnern, ob ich noch genügend Waschmittel im Haus habe.

Den Spot für JoBu von Meggle ließ ich ungerührt an mir abprallen. Joghurt hatte ich ja noch. Zur Verwendung von Eucerin hätte ich gern erstmal geduscht; insbesondere nach dieser Hektik. Und bei Kiri Sahne-Frischkäse schaltete ich komplett auf stur: Ich werde grundsätzlich skeptisch, wenn Rindviecher in Werbespotts anfangen zu reden. Da war der Hinweis auf Aronal und Elmex schon sinnvoller. Obgleich ich es nicht für folgerichtig halte, nach dem Zähneputzen noch Rotella von Haribo zu essen. Von dem prominenten Darsteller im Spot mal ganz abgesehen. Der weckt in mir eher Alpträume, als dass er geeignet wäre, mir eine angenehme, dem Zähneputzen potentiell folgende Nachtruhe zu bescheren. Im möglichen Gegensatz zu der neuen CD der Back Street Boys, die ich ja notfalls zum Einschlafen ganz leise stellen könnte.

Es war geschafft. Tatsächlich: Die Werbepause war überstanden. In meinen Teppich hatte ich inzwischen Riefen gelaufen aber gegessen hatte ich doch nichts. Also flitzte ich zurück in die Küche, um mir noch schnell einen Joghurt zu holen, bevor der Film weiter ging. Das klappte fast: Die entscheidende Auflösung der Szene, die von der Verbraucher-Information unterbrochen wurde, verpasste ich, weil mir beim rasanten Öffnen des Kühlschranks ein rohes Ei auf den Boden klatschte, das ich selbstredend und angeekelt entfernen musste, bevor ich ins Wohnzimmer zurück gehen konnte. Das machte aber die Verfolgung des restlichen Films recht unbefriedigend, so dass ich ab diesem Moment einfach auf den nächsten Werbespot wartete. Vielleicht hat ja bis dahin jemand Kühlschranknetze erfunden, die runter fallende Eier automatisch auffangen und zu Rührei in Schale verwandeln. Die vertreibende Firma war mir dabei eigentlich völlig egal. Hauptsache ich würde in Zukunft keine Filmfortsetzungen mehr verpassen, nur weil mir so ein blödes Ei aus dem Kühlschrank fällt.

Ist es nicht schrecklich, wie beeinflussbar man heutzutage von Werbung ist?

© skriptum
[06/2005]

Im Zweifel sind alle Wörter und Bezeichnungen in diesem Text irgendwie rechtlich geschützt! ;o)

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