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Posts Tagged ‘Dinge’

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Sehr hörens- und bedenkenswert, immer wieder!

Wer den Text gern mitlesen möchte, der klickt einfach in dem youtube-Fenster unten rechts auf den YT-Button und wird weitergeleitet. Unterhalb des Video-Fensters ist der Textbeginn. Wer auf „Mehr anzeigen“ tickert, bekommt den gesamten Text. Es lohnt sich!

Ich wünsche Euch eine völlig unbedenkliche Woche, ohne jedoch die wirklich wichtigen Dinge aus dem Sinn zu verlieren. ☼

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Gern würde ich +/- drei Dinge/Taten/Situationen von Dir erfahren, die einfach nur unvernünftig waren. Was hast Du in Deinem bisherigen Leben getan, das bestenfalls als überflüssig zu umschreiben wäre? Ich habe zum Beispiel

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einmal mein Zimmer in Brand gesetzt

Eine Freundin von mir war zu Besuch. Wir hatten eine Kerze angezündet aber nicht gelöscht, als wir zum Abendessen runter gegangen waren. Als ich später meine Jacke holen wollte, stand bereits mein halbes Zimmer in Flammen. Fazit: Nicht gut!

 

anfänglich auf den Terror eines Stalkers reagiert

Nachdem er ab § 185 so eine Art „Best of StGB“ zustande gebracht hatte war endlich Ruhe. Traurig, wenn sich jemand unbedingt auf etwas Unerreichbares fixieren muss. Darauf (selbst) zu RE_agieren macht es allerdings noch übler. Fazit: Auch nicht gut!

 

meinen Eltern nach einer schweren Erkrankung erzählt, dass ich lieber gestorben wäre, als die Schmerzen weiter zu ertragen

Diese geschockten Gesichtsausdrücke werde ich nie vergessen! Manchmal sollte man einfach mal die Klappe halten. Fazit: Das war nicht nur nicht gut, sondern saublöd!

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Und? Wie steht es mit Dir? Was hat Dich, obwohl es richtig blöd gelaufen ist, letztendlich eines Besseren belehrt und so wenigstens als wertvolle Erfahrung gedient?

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Machen kann man ja viel. Muss man aber nicht. Manchmal will man, tut es aber trotzdem nicht. Und manches interessiert einfach nicht. Ich möchte gern +/- fünf Dinge von Euch wissen, die Ihr noch nie getan habt. Egal aus welchem Grund.

 

Ich habe noch nie

einen Döner gegessen (obwohl ich alles mag was drin ist)

einen Feuerwerkskörper gezündet (obwohl ich Feuerwerke liebe)

einen Partner betrogen (auch wenn ich betrogen wurde)

im Radio gesprochen (Präsenz in TV und Zeitung gab es aber)

öffentlich gesungen (mein Wille zu quälen hat enge Grenzen *g)

 

Wer mag, möge das Stöckchen zum Weiterschnitzen an sich nehmen! ;)

 

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Bei vivi entdeckte ich einen Hinweis auf ein Indianer-Horoskop, den sie bei fudelchen gefunden hat. Klar, dass ich mich gegen diese Erkenntnisse nicht wehren konnte und gleich mal den Test gemacht habe. Mein chinesisches Sternzeichen ist die Schlange. Dass es ein Indianisches gibt wusste ich bisher nicht einmal. Und was bin ich dort? Ein Puma. Hmm … Hoffentlich bezieht sich das nicht auf den Geruch. Aber wie es aussieht … nicht! ;o) Statt dessen las ich folgendes:

Puma

Der Puma gehört in der Natur zu der lautlosen, intelligenten und ehrlichen unverfälschten Spezies. Der Pumageborene kann diese Eigenschaften im positiven Sinne nutzen und weitergeben. Oft macht der Puma sich zum Einzelgänger, dieses liegt begründet in seiner eigenen Gedankenwelt. Nicht selten ist der Puma-Mensch ein Lehrer, der seine Weisheiten und Lehren weitergibt. Der Puma ist loyal, sehend und immer fühlend aktiv. Der Puma ist sich bewusst, dass alles vergänglich ist und erliegt daher nicht dem irdischen Besitz. Pumageborene lieben selbstlos und sind ungemein tolerant. Vorurteile im Umgang mit anderen Menschen, Freunden oder gar Familie kennt der Puma nicht. Puma und Braunbär ergänzen sich in der Partnerschaft (Liebe + Freundschaft) in verschiedensten Dingen. Seine ausgeprägte Intuition ist schon fast hellsichtig, zudem werden ihm oft heilende Kräfte zugesprochen. Die Kräfte des Himmels, die auf ihn wirken, geben ihm Reinheit, Weisheit und Erkenntnis. Grazie sowie wortlose Kommunikation sind die fundamentalsten Eigenschaften, die der Puma-Mensch zu bieten hat. Menschen in seinem Umfeld sollten sich gewiss sein, dass man mit den Gefühlen oder dem Wissen eines Pumageborenen nicht spielen sollte. Er hat vieles zu geben! Jedoch kann er auch vieles erschweren, wenn man mit ihm unfair oder verletzend umgeht. Die Sensibilität des Puma wird genutzt, um anderen etwas auf ihren Lebensweg mitzugeben oder auch um in einer Familie/ Partnerschaft glücklich zu werden. Prominente Puma: Falco oder Prinz Andrew – Herzog von York oder auch Kopernikus.

So, so. Na gut. Das hätte ja wohl echt schlimmer sein können, oder?

Gibt es hier irgendwo einen Braunbären? Bitte melden! Bisher hieß es nämlich immer, dass Skorpion der denkbar beste Partner für mich wäre. Aber das ist ja wieder was anderes, oder?

Hach, diese hoch geistigen Tests und Auflösungen schaffen mich immer total

;o))

 

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… und doch so präsent:

Nachdem mein Großvater väterlicherseits Anfang der 70er Jahre für immer eingeschlafen war, fuhr ich jedes Wochenende zu meiner Großmutter, damit sie nicht so alleine ist. Ich war gerade mal ein Teenager und hatte die Todesnachricht auf ziemlich robuste Weise erhalten: Eines Abends waren meine Eltern unterwegs, als das Telefon klingelte. Ich nahm den Hörer ab und hörte meine Großmutter sagen „Opa ist tot“. Das war’s. Von der Beerdigung und dem ganzen Drumherum bekam ich nichts weiter mit. Irgendwie ist dieser Abschied ziemlich spurlos an mir vorbei gegangen. So zumindest empfinde ich es heute. Vielleicht war das so eine Art Grundstein, den Tod als selbstverständlichen Bestandteil des Lebens anzuerkennen. Wer weiß.

Nachdem einige Zeit ins Land gezogen war, sah mich meine Großmutter eines Tages ganz ruhig an und sagte, für mich völlig unvermittelt, „Wenn ich irgendwann mal sterbe will ich, dass „Träumerei“ von Robert Schumann auf meiner Beerdigung gespielt wird. Innerlich fiel ich irgendwie zusammen. Tot? Meine Oma? Hm. Das war so weit weg. Lange Zeit dachte ich auch nicht mehr an diese Bemerkung. Allerdings vergaß ich nie, dass sie dieses Lied gespielt haben wollte, wenn es irgendwann soweit war. „Irgendwann“ dauerte noch ein viertel Jahrhundert. Dann war es tatsächlich passiert. Die Umstände und Folgen ihres Todes waren teilweise etwas merkwürdig, was mich sehr beschäftigte. Und mein Paps, der üblicherweise so wirkt, als wenn ihm nichts etwas anhaben könnte, ließ mich eine sehr nachdenkliche und mitunter verletzbare Seite erkennen.

Auch in diesem Fall ging vieles der „Vorbereitungen“ für den endgültigen Abschied an mir vorbei. Ich tue mich sehr schwer mit diesen irdischen Ritualen. Für mich selbst will ich gar kein Grab oder großes TamTam haben, wenn ich einmal gehe. Wer mich bis dahin nicht sowieso in sich trägt, braucht sich auch nicht auf einer dafür inszenierten Veranstaltung mit großen Reden die Augen aus dem Kopf zu heulen. Auch habe ich persönlich keinerlei Bedarf daran, dass er/sie sich anschließend vor einen Stein stellt oder stellen muss. Von der Pflege und den laufenden Kosten einmal ganz abgesehen. Die Zeit und das Geld kann man lebendiger investieren. Mir wäre es am liebsten, wenn ich verbrannt und meine Asche aus einem Flugzeug gestreut würde.

Das ist jedoch eine Entscheidung, die ich für mich getroffen habe. Selbstverständlich respektiere ich es, wenn jemand für sich eine völlig andere Vorgehensweise wählt. Und ich würde ihr, soweit es in meinen Möglichkeiten steht, grundsätzlich folgen. Auch musste ich mich einmal zu recht belehren lassen, dass mein Leben zwar mir gehört, die Trauer über mein Ableben aber den Hinterbliebenen. Und wie sie dann verfahren läge nicht mehr in meinem Bestimmungs-Spielraum. Insofern sage ich mittlerweile auch: Wenn beispielsweise meine Eltern ein Grab von mir brauchen und dafür Sorge tragen möchten, könnte ich damit „leben“. Und das ist keinesfalls makaber gemeint.

Allerdings lege ich großen Wert darauf, dass es meinetwegen keine Trauer-Feier gibt. Ein Gedenken; eine Art Zusammenkunft derer, denen ich wichtig war … ja, das gern. Aber sie sollen nicht trauern. Dafür haben wir viel zu viel miteinander gelacht. Dafür gab es viel zu viele schöne Erlebnisse, die uns für immer verbinden. Dafür war ich meist einfach viel zu frech. Sie sollen lachen und sich freuen, dass wir viel Zeit miteinander verbringen durften. Der Titel, den ich dann gespielt wissen will, ist „Somewhere“ aus der Westside Story, gesungen von Barbra Streisand. „Irgendwie, irgendwann, irgendwo werden wir uns wiedersehen“. An Letzteres glaube ich ja sowieso ganz fest. Und anschließend bitte Party; sonst werde ich echt sauer! ;o)

Was die Beerdigung meiner Großmutter betraf, verlief sie in einem ganz klassischen Rahmen. Bevor wir zum Friedhof gingen, saßen wir noch zusammen und auf einmal durchfuhr es mich wie ein Blitz! Ich hatte vergessen, mich darum zu kümmern, dass „Träumerei“ von Schumann gespielt wird. Kennst Du dieses Gefühl, wenn Du vor Schreck plötzlich glaubst, Tausend Nadeln bohren sich in Deine Gesichtshaut? Mir wurde richtig schlecht. Ich wusste nicht, ob ich die Einzige war, der gegenüber sie diesen Wunsch geäußert hatte. Vorsichtig fragte ich also, welche Titel wohl während der Zeremonie gespielt würden. Meine Eltern sagten, dass außer dem „Ave Maria“ kein Titel abgesprochen war. In dem Moment fing ich fast an zu heulen und hatte ein unglaublich schlechtes Gewissen.

Wir gingen gemeinsam zum Friedhof und ich betete innerlich, dass es mir gelingen würde, den Pfarrer vor Beginn zu sprechen, um ihm die Bitte vorzutragen, die mir meine Großmutter extra aufgetragen hatte. Natürlich ergab sich diese Möglichkeit nicht. So saßen wir schweigend in der ersten Reihe und mein Magen zog sich immer mehr zusammen. Wie konnte ich das nur vergessen. Eine Bitte und ich versage auf ganzer Linie. Die Feierlichkeit begann und Reden wurden gehalten. Das „Ave Maria“ wurde gespielt und weitere Worte über meine Großmutter und an die um sie Trauernden folgten. Gegen Ende der Zeremonie wurde nur noch ein weiterer Titel gespielt. Ein Titel, der mich endgültig fest daran glauben lässt, dass es irgendeine höhere Macht gibt, die Dinge lenkt, zu denen wir selbst – aus welchen Gründen auch immer – nicht fähig sind:

Danke!

P.S. Robert Schumann wäre heute 200 Jahre alt geworden.

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Was bisher geschah? Klick HIER!

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Nah am Wahnsinn aus Liebe zueinander und Sekunden dauern Jahre

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     Es war schön. Es war einfach nur endlos schön.
     Doch sie konnten es beide nicht so richtig fassen.
     Wo sollte das noch hinführen?

Sie schrieben sich Tag und Nacht SMS und Mails. Telefonierten. Schickten sich Fotos. Hatten nicht enden wollendes Verlangen nacheinander. Geplant war, dass sie sich am nächsten Wochenende wieder sehen würden. Doch eine Woche mit fünf ganzen Arbeitstagen war so schrecklich lang.

Zu ändern war es nicht. Sie hatten beide ihre Jobs. Wollten und konnten nicht riskieren, irgendwann ihre Gehälter mit Schleifchen zu bekommen. Also blieb nichts anderes, als sich die Woche über zu gedulden. Und es war die Hölle auf Erden.

     Es war so schön. Alles so unglaublich schön.
     Und es war kaum zu fassen.
     Es tat schon weh.

Sobald sie getrennt waren, zergingen sie vor Sehnsucht nacheinander. Und auch das Runterzählen der Stunden bis zum nächsten Wiedersehen brachte ihnen nicht wirklich Erleichterung.

Plötzlich war klar, dass sie sich nicht mehr bis zum Wochenende gedulden konnten. Er änderte Termine und schlug vor, bereits am Donnerstag zu ihr zu kommen. Nach dieser Nachricht war sie völlig aus den Häuschen. Sie freute sich so unbändig. Und sie wusste, dass dieser eine Mann in ihrem Leben besser war, als jede Woche irgendeinen Jackpot zu knacken.

Donnerstag wachte sie früh auf. Eigentlich spielten sich beim ersten Läuten eines ihrer Wecker immer Dramen ab. Vier Wecker hatte sie inzwischen um ihr Bett stehen, damit sie es überhaupt schaffte, sich morgens aus den Federn zu quälen. Aber an diesem Morgen war sie bereits vor dem ersten Läuten wach. Sie sprang aus dem Bett und als erstes fuhr sie ihren PC hoch.

Ganz sicher war über Nacht eine Email von ihm gekommen. Gespannt wartete sie, bis sich die Seiten aufgebaut hatten. Und tatsächlich. Mitten in der Nacht hatte er ihr noch einen lieben Gruß geschickt, um sie mit einem Lächeln den neuen Tag beginnen zu lassen. Und das tat sie ganz sicher. Das wusste auch er genau.

Danach ging sie lächelnd duschen, trank ihren Kaffee und dann ab in den Job. Es war Donnerstag. Abends hätten sie sich endlich wieder. Zwei Tage vor dem ersehnten Wiedersehen würden sie sich nun schon in die Arme fallen können. Warum war sie so ungeduldig. Der Tag wollte einfach nicht zu Ende gehen. Bis zum Abend waren es noch so viele Stunden. Stunden die vergehen würden, doch es schien ihr schier endlos zu dauern.

     Es war so schön. Alles so unglaublich schön.
     Und es war kaum zu fassen, was da in beiden vor sich ging.
     Es tat schon weh.
     Und selbst Sekunden schienen plötzlich wochenlang zu dauern.

Endlich Feierabend. Sie fuhr nach Hause. Auf dem Weg kaufte sie noch ein paar Kleinigkeiten für das Abendessen ein. Zuhause angekommen bereitete sie alles soweit vor.

Es waren noch immer ein paar Stunden. Sie legte sich auf die Couch und wollte noch ein wenig schlafen. Die Nacht würde sicher deutlich kürzer, als sie es eigentlich brauchte, um am nächsten Tag fit zu sein. Außerdem wollte sie auf ihn nicht total abgehetzt wirken.

Sie lag im Wohnzimmer und starrte an die Decke. Sie schloss die Augen, sah ihn in Gedanken vor sich und geriet sofort ins Träumen. Er war auf dem Weg zu ihr. Kam immer näher. Sie lächelte. Spürte ihren Herzschlag wie ein Beben im ganzen Körper. Konnte IHN schon fast spüren. Seine weiche Haut. Seine Lippen. Seinen Atem. An Schlaf war gar nicht zu denken. Sie war viel zu nervös.

Er hatte verständlicher Weise noch Schwierigkeiten, den Weg durch die Stadt zu ihr zu finden. Deshalb meldete er sich bisher immer telefonisch, so dass sie ihn die letzten Meter lotsen konnte. Also wusste sie auch an diesem Abend, dass sie noch Zeit hatte. Bisher war er noch fast zweihundert Kilometer entfernt. Sie stand wieder von der Couch auf. Ordnete ein paar Dinge in der Wohnung und ging dann ins Bad.

In aller Ruhe genoss sie das heiße Wasser der Dusche auf ihrer Haut. Er kam näher. Sie spürte es ganz deutlich. Aber noch hatte das Telefon nicht geklingelt. Also musste es noch einige Zeit dauern. Diese Zeit ließ sie sich auch im Bad. Legte in aller Ruhe etwas Make-Up auf. Zog sich einfach erst mal nur ein Negligé über. Sie hatte keine Ahnung, was sie später tragen wollte. Alles was zählte war, dass er bald bei ihr war.

Als sie noch in alle Ruhe völlig gedankenverloren vor dem Spiegel stand, klingelte es plötzlich an der Tür. Sie erschrak furchtbar und sah zum ersten Mal seit Stunden auf die Uhr. Außer ihm konnte das niemand sein. Das Telefon hatte nicht geklingelt. Ihre Gedanken liefen Amok als sie den Türöffner betätigte. Wie sah sie aus. War in der Wohnung alles okay? Kerzen angezündet? Nein, natürlich nicht! Sie fluchte innerlich. Wie konnte sie so die Zeit vergessen …

Er kam strahlend die Treppe hinauf. Sie fragte nur ironisch und gespielt lässig ob er den Weg tatsächlich inzwischen alleine findet. Er grinste sie an, antwortete aber nicht. Stellte nur seine Tasche ab und sie fielen sich in die Arme. Seine Küsse waren so fordernd, als hätte sie sich seit Wochen nicht mehr gesehen. Die Welt um sie herum schien völlig aus der Laufbahn zu geraten. Und wenn sie es tatsächlich getan hätte … sie hätten es nicht registriert.

     Es war so schön. Alles war so phantastisch schön.
     Es war nicht zu fassen, was da mit beiden passierte.
     In diesem Moment tat es nicht weh.
     Es war einfach nur wundervoll.

Sie hielten sich in den Armen. Küssten sich um gleich wieder fest umschlungen in ihren Armen zu versinken. Keiner von beiden wollte sich lösen. Minutenlang standen sie so, bis die Nässe seines Mantels ihr dünnes Negligé durchdrungen hatte. Sie lösten sich. Nur ungern. Keiner ließ den anderen aus den Augen. Keiner ging am anderen vorbei, ohne ihn wenigstens kurz zu küssen. Sie hatten sich wieder. Nach endlos scheinenden 96 Stunden konnten sie sich endlich wieder sehen. Fühlen.

Wie 12-jährige Backfische führten sie sich auf. Alberten durch die Wohnung. Sahen sich stumm an. Fielen sich wieder und wieder in die Arme. Küssten sich als wäre es das erste Mal. Küssten, als wäre es das letzte Mal. Sie gingen zum Esstisch und stießen miteinander an. Aßen ein wenig. Genossen es einfach pur, den anderen endlich wieder bei sich zu haben.

Sie unterhielten sich zwar doch keiner von beiden hatte die Ruhe, sich auf irgendein Gespräch zu konzentrieren. Zu groß war das grenzenlose Verlangen nach einander. Sie sahen sich in die Augen. Hörten fast auf zu atmen. Endlich wieder vereint. Endlich wieder den Menschen bei sich, den man so sehr vermisst hatte. Den Menschen, der in so kurzer Zeit zum Ein und Alles geworden war. Den Menschen, der alles Verlangen, jede Begierde weckte und erhielt.

Die Spannung war nicht mehr zu ertragen. Ihre Lippen fanden sich und das Spiel, was dann einfach nur noch losbrach hatte keine Regeln. Passierte einfach. Wie alles zwischen ihnen einfach passierte. Jede Berührung. Jeder Kuss. Jeder Blick. Jeder Atemzug der den Körper des anderen streifte um augenblicklich Beben auszulösen, die mit nichts auf der Welt vergleichbar waren. Fallen lassen. Den Kopf ausschalten. Einfach pur genießen. Wissen, was auch immer passiert, passiert mit DEM Menschen. Und es ist gut. Es ist einfach endlich gut.

     Es war so traumhaft. Alles war unwirklich real. Unfassbar.

Nichts könnte ihnen jemals wirklich wehtun, solange sie füreinander da waren. Sie versanken einfach ineinander. Er wollte einfach nur noch sie. Und

sie ihn!

© skriptum
[27.01.2002]

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Was weißt du Narr schon von der Liebe,
von Wolkenstürzen angefleht.
Von all den herrlichen Gefühlen
die nur ein Liebender versteht.

Was weißt du Narr denn schon von dem Leben.
Vom Dasein füreinander und
vom Atmen, Lachen, Weinen, Sehnen
und von des Lebens tiefstem Grund.

Was glaubst du Narr vom Sein zu wissen,
von Ewigkeit und Blut und Tod,
von Existenz, Not, Niedertrachten
und all dem Kram wie Lohn und Brot.

Und wie, mein lieber Narr, meinst du
sagen zu können, wann es reicht.
Wann es genug ist und du geh’n kannst
sonst wohin über den Teich.

Mein Narr, du glaubst dich fest gespickt
mit Wissen und Erfahrungen,
mit allem was der Mensch so braucht
und endlos Seelennahrung.

Doch lieber Narr, sei Dir gewiss,
du hast gar keine Ahnung
was Leben, Lieben, Leiden ist.
Nimm es einfach als Warnung.

Und anzunehm’n, ich wär’ kein Narr,
wüsst alles, was ich schreib’
und stünde über all den Dingen
ist wohl die größte Narretei!

© skriptum

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