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Ich wollte mich ja nicht mehr aufregen. Erst gestern sagte ich noch, dass ich ja gerade erst auf diesem Blog gemotzt habe und nun erstmal wieder was „Lockeres“ kommen müsse. Geht aber nicht: Wenn ich mich daran halte, implodiere ich!

Was ist das eigentlich für eine Gott verdammte Farce in München?

Entschuldigung an alle Gläubigen aber das war schon die höflichste Formulierung, die mir einfiel. Nein, die anderen will kein Mensch lesen! Ja, da bin ich sicher!

Es geht um den Beginn eines Verfahrens, das unter vollständiger Ausnutzung gesunden Menschenverstandes möglicherweise dieser elenden Ausländerfeindlichkeit in Deutschland einen weiteren – wenn auch kleinen so doch – Riegel vorschieben könnte. Aber statt sich um das eigentliche Thema zu kümmern, egomanieren sich in gnadenlos erbärmlicher Weise Politik, Presse und letztendlich sogar noch die Gerichtsbarkeiten selbst durch die ganze Schose.

Ja sagt mal: Seid Ihr noch bei Sinnen?

Bei dem Akkreditierungsverfahren ist offenkundig eine Panne passiert, ja. Eine Panne, die jedem, der jemals administrativ gearbeitet hat, genauso hätte passieren können. Diese Panne hätte binnen kürzester Zeit durch Hinzustellen von lächerlichen drei Sitzplätzen korrigiert werden können.

Es ist an Peinlichkeit kaum zu überbieten, dass Medien und Politik auf die eigentlich unabhängige Gerichtsbarkeit dermaßen viel Druck ausüben können, und dass auch noch mit Erfolg, so dass der Beginn eines Verfahrens gegen eine so genannte Terror-Zelle komplett ins Wanken gerät.

Was die Richter in Bayern meines Erachtens jetzt allerdings einzig und allein demonstrieren, ist Rotzigkeit der übelsten Art! Da wird der Beginn dieses Prozesses um drei Wochen verschoben, um das Akkreditierungsverfahren nochmal ganz neu aufzurollen. Und was kommt danach? Die Medien-Vertreter, die bei der ersten Auswahl dabei gewesen wären und im zweiten Durchgang rausfliegen, ziehen dann ihrerseits vor Gericht, um ihre ehemaligen Plätze einzuklagen?

Wird dann der Beginn des Verfahrens nochmal verschoben, weil man es ja der ach so wichtigen Presse erstmal recht machen muss, bevor an die Opfer gedacht und ein ordentliches Verfahren in Gang gebracht wird? Warum müssen ARD und ZDF mit sechs Plätzen vertreten sein, wenn die Anzahl der Presse-Plätze doch so gering ist? Wäre es nicht schon eine Lösung gewesen, dort drei Plätze zu streichen und sie stattdessen an türkische und griechische Medien freizugeben?

Dieses Verfahren ist bereits zum jetzigen Zeitpunkt (ganz abgesehen von den unzähligen Ermittlungspannen und -fehlern im Vorfeld) ein Schlag mit Anlauf ins Gesicht aller Betroffenen und Hinterbliebenen der Opfer! Von der grenzenlosen Lächerlichkeit, der sich die deutsche Gerichtsbarkeit, Presse und Politik mal wieder weltweit preisgibt, ganz abgesehen. Versteht man das neuerdings unter gerichtlicher Autorität und Glaubwürdigkeit?

Wer bitte soll dieses Verfahren noch ernst nehmen? Und wie lange müssen die geneigten Zaungäste noch warten, bis die Angeklagten aufgrund irgendwelcher vermeidbaren Verfahrensfehler freigesprochen werden, um sofort weitermachen zu können? Gibt es da schon konkrete Pläne oder sollen wir uns einfach überraschen lassen? Ich kann dazu, gerichtet an Presse, Politik und Gerichte nur noch eines sagen:

Schämt Euch in Grund und Boden!

Immerhin haben wir ja noch Glück gehabt, dass der Prozessbeginn nicht auf den 20. April verschoben wurde, nicht wahr?

Ja, das IST zynisch UND böse UND wütend!

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Ein sehr guter Beitrag zu diesem Thema findet sich von Kay Kloetzer auch HIER!

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„Mama, wie hießen die heiligen drei Könige?“ Mein Kopf drehte sich langsam in Richtung dieser Kinderstimme. Ein kleiner Junge, der seine Mutter erwartungsvoll ansah. Sie wusste keine Antwort; der Lütte schon und so informierte er sie grinsend mit „Mönsch Mama, das waren doch Caspar, Melchior und Balthasar!“ Die Mutter war mehr erleichtert als begeistert, dass die Antwort so prompt gekommen war. Auf die Frage, ob sie selbst bereits gelebt habe, als Jesus geboren wurde, antwortete sie somit locker-flockig mit „nein“, klamüserte ihm kurzweilig auseinander, dass wir nun im Jahr 2010 sind und seit Jesus Geburt gezählt würde. Also wäre im nächsten Jahr das Jahr 2011 nach Jesus. Danach lehnte sie sich entspannt lächelnd zurück.

Aber der Lütte legte sofort nach mit der Frage, warum Jesus ans Kreuz genagelt wurde …

Stille. Keiner der umsitzenden Fahrgäste in dieser, aufgrund der Feierabendzeit eher an einen Schlafwagen denn an Entertainment pur erinnernden, Bahn sagte auch nur irgendwas. Auf mindestens jedem zweiten Platz verkniff sich jemand ein Grinsen bis lautes Lachen aber sagen sagte keiner was. Der auf dieser Mutter in dem Moment lastende Druck muss unerträglich gewesen sein. Denn sie wusste die Antwort nicht.

Ich war versucht einzuspringen mit der Bemerkung, dass Jesus die Schuld aller Menschen auf sich genommen hat und er deshalb gekreuzigt wurde, war mir aber nicht völlig sicher, dass es so war und hatte außerdem schlicht Angst vor dem sich erfahrungsgemäß obligatorisch anschließenden „Warum?“ des Jungen. Denn darauf hätte ich dann garantiert überhaupt keine Antwort gehabt.

Es folgten einige Fragen auf die ich zwar Ideen aber keine sicheren Antworten hatte und der Wunsch, selbst Mutter zu werden zeigte plötzlich seine ganz natürlichen Grenzen des Wollens. Ich beneidete diese Mutter nicht!

Der Knirps drehte und wendete in seinen Händen eine kleine Box. Etwas größer als eine Streichholz-Schachtel aber gleiches Prinzip. Sie war außen braun angemalt und die Lade war etwas heraus gezogen. Aus dieser Öffnung lugte eine kleine Styropor-Kugel, die mittels zweier Punkte und Striche zu einem Gesicht mutiert war. „Mama?! Sie zuckte nur noch. „Mama, sag doch mal!“ Sie drehte etwas ängstlich ihr Gesicht in Richtung Junior und fragte ihn nach dem „Was?“

„Mama, wie findest Du meinen Jesus?“ Sie fand ihn toll. Natürlich. Punkte machen war wohl in dieser Situation die einzige, wirkliche Chance, die sie überhaupt hatte. „Wirklich GANZ, GANZ toll hast Du das gemacht!“ log sie … offensichtlich. Denn ihr Blick auf die Zuhörer verriet die Entschuldigung für diese Antwort. Somit schien Jesus auch abgehakt.

Nun beschäftigte den Jungen die Frage nach Josef und Maria. Ich muss gestehen, dass in mir die Spannung zum Zerbersten wuchs. In der Mutter offensichtlich auch. Sie versuchte, ihren Sohn mit allen möglichen Themen abzulenken doch er blieb stur. Als er wissen wollte, warum es „Jungfrau Maria“ heißt, lehnte ICH mich in gespannter Entspanntheit lächelnd zurück und harrte. Doch leider, leider: In dem Moment stiegen beide aus.

AUSGERECHNET IN DIESEM MOMENT?

Die Antwort … oder überhaupt eine Reaktion darauf … hätte ich zu gern mitbekommen. Immerhin ist der Lütte schätzungsweise im Vorschul- oder Schulalter. Somit dürfte in absehbarer Zeit das Thema „Blümchen und Bienchen“ abgehakt sein um sinnvoller Weise durch echte Aufklärung abgelöst zu werden. Und wie sinnig ist es, einem Kind in diesem Alter noch zu erklären, dass die Bibel behauptet, eine Jungfrau habe Jesus geboren?

Mensch, ich war so gespannt. DIE Antwort hätte ich zu gern noch gehört!

© skriptum


Allen meinen hiesigen Lieben wünsche ich einen verzaubert schönen Heiligabend! Den nicht Hiesigen wünsche ich ihn nachher persönlich! ;o)

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Bei Isa entdeckte ich bereits vor einigen Monaten dieses Stöckchen, das ich mir erstmal „auf Halde“ gelegt hatte. Für ein solches Thema muss ich echt in Stimmung sein. War ich heute. Also los:

 

1. wozu braucht der mensch sowas wie religion und glaube?

Notfalls dazu, um sich an etwas festhalten zu können, was sich genauso wenig erklären lässt, wie die Situation, die zur Religion geführt hat.

2. welchen religiösen einflüssen warst du in der kindheit ausgesetzt?

Evangelischen. Allerdings nie sklavisch oder mit Druck. Ich bin konfirmiert und mit Mitte 20 aus Überzeugung (nicht Geldmangel) aus der Kirche ausgetreten.

3. wie würdest du deinen persönlichen glauben beschreiben (falls vorhanden)?

Wenn ich mich heute auf eine Glaubensrichtung festlegen müsste, würde ich mich für den Buddhismus entscheiden. Als Buddhistin würde ich mich jedoch nicht bezeichnen. Das fände ich anmaßend und dazu muss ich auch noch viel zu viel lernen. Aber beispielsweise die Selbstverantwortung, die den Buddhismus unter anderem auszeichnet, beeindruckt mich wesentlich mehr, als das permanente Drohen bei westlichen Glaubensrichtungen.

4. welche religionen siehst du positiv und warum?

Den Buddhismus. Ich respektiere allerdings jede Glaubensrichtung und Religion, solange sie ehrlich gelebt wird, statt nur eine Art Aushängeschild zu sein, weil es gerade chic ist.

5. welche religionen siehst du negativ und warum?

Jede, die fanatisch ausgeübt wird oder deren Schrift für Straftaten als Rechtfertigung missbraucht wird.

6. ist der glaube etwas rein persönliches oder sollte er öffentlich ausgelebt werden?

Ich habe kein Problem damit, meine Tendenz bekannt zu geben. Öffentlich diskutieren würde ich darüber jedoch nicht. Das bleibt bei mir. Aber wie so oft: Jeder wie er will.

7. hilft oder schadet es kindern, wenn man sie religiös erzieht?

Ich finde es gut, wenn Kids an verschiedene Glauben herangeführt werden. Sie sollten sich, wie in jedem anderen Bereich des Lebens, auch in dieser Hinsicht so vielseitig und frei orientieren können wie möglich. Ihre Entscheidung sollten sie irgendwann losgelöst von Bundesland oder Familientendenz treffen können.

8. wer ist glaubwürdiger: jesus, der papst, buddha oder mohammed?

Buddha, weil er für mich „greifbarer“ ist als alle anderen.

Ein Papst, der sich in heutigen Zeiten und in Kenntnis von z. B. AIDS nach wie vor gegen den Gebrauch von Kondomen ausspricht, ist für mich menschenverachtend. Insofern erübrigt sich hierzu sowieso jeder weitere Kommentar. Mit solchen Wesen möchte ich mich weder unterhalten noch mich mit ihren Thesen beschäftigen.

9. braucht der mensch religion zur ethischen orientierung?

Zur ethischen Orientierung m. E. nicht. Ethik und Religion hängen nicht zwingend zusammen. Mehr noch: Gerade die Grundgläubigen sind es doch oftmals, die über die Woche andere Menschen belügen, betrügen und in sonstiger Weise sündigen, am Sonntag zur Beichte gehen und damit meinen, ihr „Konto“ fix wieder säubern zu können. Gotteslästerlicher geht es ja kaum noch …

10. was ist dir lieber: wiedergeburt, auferstehung, nirvana oder keinerlei fortsetzung nach dem tod?

Das Liebste ist mir, daran zu glauben, dass wir uns hier alle nur in so einer Art Vorrunde befinden. Das richtig Große kommt erst hinterher. Falls das nicht stimmen sollte: Verklag mich, sobald Du es genau weißt! ;)

Ich glaube also sozusagen an eine Art Nirwana deluxe und finde das voll okay.

 

Viel Spaß all jenen, die sich gern die gleichen Fragen stellen und sie beantworten mögen!

 

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Was bisher geschah? Klick HIER!

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Vom Sinn und Unsinn, einen Menschen halten zu wollen, wenn er unbedingt fallen will …

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Sie war glücklich mit ihm. In diesem Mann hatte sie die Liebe ihres Lebens gefunden. Sie überschüttete ihn teilweise mit ehrlichen Liebeserklärungen, weil sie ahnte, dass er es nicht wirklich glauben konnte, dass sie ihn so liebte.

Einige Monate war ihr dieser Mann in ihrem Leben vergönnt. Es war nicht immer einfach. Viele Streitigkeiten begleiteten diesen relativ kurzen Weg. Es war schwierig, weil sie sich – wenn überhaupt – nur an den Wochenenden sehen konnten. Viele Pläne, mal mehr als 24 Stunden miteinander zu verbringen, scheiterten irgendwann sogar an oft abwendbaren Gründen. Und dennoch … sie war glücklich mit ihm. Sie wollte ihn, wie niemals einen Mann zuvor.

Bis sie ihn kennen gelernt hatte, wollte sie keine Beziehung. Absolut nicht. Dann kreuzte er ihren Weg und sie wollte … absolut … ausschließlich … ihn! Dass sie sich aufgrund der Entfernung nur an den Wochenenden sehen konnten, kam ihr einerseits sehr entgegen, da sie während der Woche genug mit ihrem Job etc. um die Ohren hatte. Andererseits war es ihr nicht genug, ihn nur 24 Stunden pro Woche genießen zu können. Sie wurde ungeduldig …

Gleich am Anfang schmiedeten beide Pläne, dass er in ihre Stadt ziehen würde. Er versprach, sich zu bewerben und sie schickte ihm Adressen und Ansprechpartner, entwickelte endlos Ideen, um ihm die Suche zu erleichtern. Die anfängliche Euphorie ließ sehr schnell nach und so wurde sie immer enttäuschter, dass aus den Plänen, im Sommer bereits ein gemeinsames Nest zu bauen, inzwischen sicher nichts mehr würde. Sie wurde ungeduldiger …

Anfänglich wurden die Jobs vernachlässigt, um den gerade gefundenen Partner so oft wie möglich genießen zu können. Dann nahmen die Jobs zwangsläufig wieder einen höheren Stellenwert ein. Irgendwann war es so weit, dass Jobs vorgeschoben wurden, so dass gar nicht mehr so viel Zeit miteinander verbracht werden konnte. Sie enttäuschte das sehr. Doch was sollte sie tun? Das Argument Job konnte sie nicht entkräften. Ihre Ungeduld wuchs …

Sie hätte sich so sehr ein Ziel gewünscht. Einfach ein Ziel, das ihr die Möglichkeit gegeben hätte, sich auf Tag X zu freuen, wenn es zwischendurch mal wieder unmöglich war, sich zu sehen. Tag X, der bedeutet hätte, endlich mit dem geliebten Menschen in der gleichen Stadt leben zu können. Einfach Tag X … selbst wenn er noch Monate auf sich hätte warten lassen. Doch dieser Tag wurde nicht definiert. Ihre Ungeduld eskalierte …

Sie versuchte, ihm ihre Gefühle, ihre Bedürfnisse und ihre Ängste zu erklären. Doch sie fand nicht die richtigen Worte. Liebe in ruhig formulierte Ungeduld gebettet kam als Angriff und Unter-Druck-Setzen bei ihm an. Als Provokation und Sarkasmus. Sie hatte es nie verletzend gemeint. Sie wollte einfach nur bekunden, dass sie ihn liebte und ihn mehr in ihrem Leben wissen wollte, als 24 Stunden pro Woche. Doch ihre wahre Message verhallte ungehört. Viele Worte – gesagt oder geschrieben – nahmen einen Weg, der sie beim Empfänger nicht im Entferntesten so ankommen ließen, wie sie tatsächlich gemeint waren … Voller Liebe … Voller Begehren … Voller … Ungeduld …

Um sich vor ihren Gefühle schützen zu können, wählte er den Weg des Ignorierens… den Weg des Ausschweigens… Der Blick seiner Augen – wenn er sie ansah – wurde leerer … die Küsse wurden kälter … der Sex wurde pflichtbewusster … seine Hände auf ihrer Haut brachten sie noch immer zum Beben doch sein Atem streichelte sie nicht mehr … er peitschte auf ihrer Haut.

Die Beziehung hatte sich trotz ihrer ehrlichen Liebe aufgrund der unterschiedlichen Intensität der Gefühle zu Tode geliebt. So konnte sie einfach nicht mehr weiter … nicht ohne ihn … aber auch nicht

mit ihm!

Forgive me, Baby, and good luck!

© skriptum

[21.05.2002]

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Ich darf mal kurz nachfragen, ja?!

Also: Herr Bischof Walter Mixa prügelt Kinder im angeblichen Namen Gottes. Das war eben damals so. Vorher hat er jedoch „reinen Herzens“ versichert, das niemals getan zu haben. Muss man da Altersdemenz unterstellen oder ist der Typ einfach so perfide? Und gibt es noch ein einziges unter den 10 Geboten, das er nicht gebrochen hat? Natürlich in aller Selbstherrlichkeit. Er darf das; das war eben damals so. Na ja, das sechste Gebot (Ehebrechen) ist möglicherweise verschont worden. Aber sonst …

Zur Belohnung dafür, dass er aufgrund öffentlichen Drucks, also nicht etwa aus persönlicher Einsicht, von seinem Amt zurück tritt, bekommt er eine Pension von 8.000 Euro. Monatlich; nicht jährlich. Diese Pension wird nicht etwa aus Kirchengeldern finanziert, sondern von Steuergeldern, die jeder einzelne, der diese Zeilen liest, finanziert. Da lohnt es sich doch, morgens aufzustehen und zu arbeiten, damit man schön Steuern zahlen kann. Hauptsache Herrn Mixa geht es gut!

Damit wird sein monatlicher Obolus auch von jedem Opfer finanziert, das geprügelt und/oder von sog. Kirchendienern sexuell missbraucht wurde. Ein zusätzlicher Schlag ins Gesicht all jener, die sowieso schon unter ihm und seinen Kumpanen zu leiden hatten? Wann hat das eigentlich aufgehört, dass eine Pension schlicht und ergreifend vollständig gestrichen wurde, wenn der Anspruchs-Inhaber sich auch nur irgendeiner Verfehlung schuldig gemacht hat? Das gab es doch mal in diesem Staat.

Zusätzlich erhält dieses Wesen, so wurde gestern Abend in den Nachrichten verkündet, einen „angemessenen Altersruhesitz“. Der steht ihm nun einmal zu, wie es hieß. Gehe ich recht in der Annahme, dass es sich dabei um ein – nach gängigem Verständnis – recht mondänes Häuschen oder ähnliches handelt? Angemessen wäre vermutlich eher eine kleine, bescheidene zwei Zimmer Wohnung. Immerhin hat er ja weder Frau noch Kinder zu versorgen. Diese Wohnung sollte dann vorzugsweise im Dachgeschoss liegen, damit er seinem „Herrn“ etwas näher sein kann, als während seiner Amtszeit.

Obwohl sein direkter „Herr“ und Vorgesetzter ja in Rom weilt. Dieser hat es bis heute nicht für notwendig erachtet, sich klar und unmissverständlich gegen sexuellen Missbrauch und jedes sonstige Misshandeln von Kindern auszusprechen. Zumindest in Deutschland scheint das für ihn völlig in Ordnung zu sein. Oder gibt es da mittlerweile eine andere Stellungnahme des Herrn Papstes? Vielleicht soll sein Schweigen auch ein stilles Schuldanerkenntnis sein? Heißt es nicht „wer nicht handelt macht sich mit schuldig“? Wenn ich nichts verbrochen habe, wofür ich mich schämen muss oder strafrechtlich zu verantworten habe, kann ich klar Stellung beziehen und mich dagegen aussprechen. Das mag aber in der katholischen Kirche anders geregelt sein …

Dass Mixa keine Kinder hat will ich übrigens nicht behaupten. Immerhin soll der größte Posten in kirchlichen Bilanzen die Zahlung von Alimenten und „Schweigegeldern an die Mütter“ sein. Soviel zum Thema Zölibat. Und nach dem bisher von diesem Wesen gezeigten Verhalten mag ich nicht einmal darüber nachdenken, was da möglicherweise noch alles auffliegen könnte, wenn die Hochrangigen der katholischen Kirche nicht so dermaßen „loyal“ gegenüber ihren „Mitarbeitern“ wären.

Aber Herr Mixa darf das ja alles. Er darf auch bestreiten, dass es die Evolution jemals gegeben hat. Und selbst wenn er Frauen als „Gebärmaschinen“ tituliert, wenn es um die Schaffung von mehr Kita-Plätzen geht, passiert ihm nichts. Der sexuelle Missbrauch von Kindern in sozialen, katholischen Einrichtungen darf von ihm auch mit der sexuellen Revolution gerechtfertigt werden. Alles kein Problem. Herr Mixa weiß das. Herr Mixa darf das. Herr Mixa wird dafür auch noch belohnt. Solange es jedoch einen Papst gibt, der sich in der heutigen Zeit (Stw. Aids etc.) generell gegen den Gebrauch von Kondomen ausspricht, kriege ich den Begriff „Menschenfeindlichkeit“ irgendwie sowieso nicht aus meinem Kopf.

Ich fasse also zusammen: Wer in einer Art sozialem Dienst eingesetzt ist und sich um das Wohl von benachteiligten Kindern kümmern soll, darf:

a) die den Kindern zugedachten Gelder veruntreuen und zu seinem eigenen Wohlergehen verwenden

b) sich Luxusgüter anschaffen und diese dann auf putzwunderlichen Wegen wegschaffen, damit kein direkter Zusammenhang ermittelt werden kann

c) die ihm zum Schutze Unterstellten misshandeln, weil das „ganz normal war“

d) anschließend über seine Taten „reinen Herzens“ hinweg lügen

e) irgendwann ganz beiläufig und völlig ungestraft einräumen, dass da doch mal was war

f) zur Belohnung eine monatliche Pension von 8.000 Euro kassieren, die von jedem einzelnen Steuerzahler finanziert werden; und zwar losgelöst davon, ob sie überhaupt (noch) Mitglied in dem Verein sind

g) sich über einen „angemessenen“ (???) Ruhesitz freuen

h) sich noch von einigen Kollegen für gute Dienste auf die Schuld beladenen Schultern klopfen lassen

Wisst Ihr was?

Ich werde Bischof!

Ich habe zwar bisher nicht die geringste Ahnung, ob ich es jemals schaffen werde, Kinder zu verprügeln und die mir für sie überantworteten Gelder zu meinem eigenen Nutzen zu missbrauchen, aber wenn die Nummer so gut bezahlt wird …

Nein, das war nur eine kleine zynische Anwandlung. Aber eine Kotztüte hätte ich gern. Wäre das verhandlungsfähig? XXL bitte. Danke!

(mehr …)

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