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Posts Tagged ‘Eindruck’

 

Mit Werbung „habe“ ich es ja sowieso … Kaum gibt es mal eine „Verbraucher-Information“, für die man die Werbetreibenden als Zuschauer nicht direkt wegen versuchter Beleidigung der Intelligenz potentieller Kunden mit Strafanzeigen überziehen müsste. Inzwischen scheint aber ein ganz anderes „Phänomen“ um sich zu greifen:

Woran liegt es eigentlich, dass immer mehr gestörte Kinder in der Werbung eingesetzt werden? Oder habe nur ich diesen Eindruck? Falls nicht sollte man doch wohl normalerweise davon ausgehen, dass diese Kinder in z. B. psychiatrischer oder logopädischer Behandlung besser aufgehoben wären als vor laufender Kamera. Von dem Aspekt, dass ihre Erkrankungen so für die Nachwelt für alle Zeit dokumentiert werden, was ich persönlich meinem Kind nicht antun würde. Insofern könnte ich es durchaus verstehen, wenn diese Kinder ihre Eltern irgendwann verklagen. Auch wenn ich normalerweise gar nichts davon halte, wenn sich Familienmitglieder vor Gericht wiedersehen. Aber Ausnahmen bestätigen wie so oft die Regeln.

Da wird für eine Kinder-Süßigkeit ein Werbe-Spot in einem Geschäft gedreht. Mutter und zwei Kinder stehen vor einem Verkäufer. Das ca. acht Jahre alte Mädchen blafft den Verkäufer in einer so grottenschlecht nachgemachten Kinder-Quäk-Stimme an „Gib mir sofort mein &%§/$§, sonst schmeiße ich dein Regal um“ … Davon abgesehen, dass es dem Gör an Kraft fehlen dürfte, ein Regal, das mutmaßlich an der Wand fest verankert ist, umzuschmeißen, ist natürlich nur schwer zu kalkulieren, was es im Tobsuchts-Wahn sonst für einen Schaden anrichten würde. Als Mutter würde ich im Boden versinken, wenn meine Unfähigkeit, mein Kind zumindest zu Höflichkeit und Achtung zu erziehen, in dieser Weise öffentlich dokumentiert wäre. Aber wenn die Kohle stimmt, für die man sein Kind verkauft, scheint das ja für manche Menschen zweitrangig zu sein.

In einem anderen Spot brüllt ein Kind sich durch diverse Joghurt-Variationen. Inzwischen ist die Kleine eingeschult worden. Normalerweise sollte man davon ausgehen, dass man ihm zumindest hätte versucht haben sollen, das gekünstelten Lispeln abzugewöhnen. Aber dann wären der Werbe-Spots nicht mehr so „niedlich“, nä? Mich schüttelt es einfach nur. Davon abgesehen, dass es dem Werbetreibenden gelungen sein soll, den Staat durch Inanspruchnahme von Subventionen so auszutricksen, dass er für jeden letztendlich vernichteten Arbeitsplatz glatte drei Millionen Euro kassiert hat, was für mich persönlich reicht, den Kauf dieser Produkte komplett und für alle Zeiten zu boykottieren, geht mir das Gekeife des Mädchens bereits seit Monaten nur noch auf den Puffer.

Aber darf man sich wirklich wundern, wenn selbst die Eltern in den Verniedlichungswahn getrieben werden, indem für eine Windel mit dem Zusatz „Mit Raupi Flex“ geworben wird? Raupi … Wie süüüß … *würg* Ein örtlicher Telefonanbieter geht mit dem Slogan „Ich will ein DSL von Dir“ auf Kundenfang. Davor sollte man sich natürlich zum Antörnen eine Mikrowellen geeignete FoodFight-Leckerei mit Curry gönnen, die sich mit „Kaum probiert – schon verführt“ anpreist. Um die potentielle Schweinerei dieser Verführung wieder aus der Wäsche zu kriegen, propagiert ein Waschmittel, das gleich auf die Stufen „3“, „4“ und „5“ etc. verzichtet hat, um sich sofort mit „100“ anzubieten und ergänzt durch „Besser denn je“, das Großartigste zu sein. Alles zunichte macht dann allerdings für mich „Das Must Have des Sommers“, was einen Lippgloss bewirbt, dessen Darstellung ich auf monstermäßig aufgespritzten Lippen dermaßen ekelhaft finde, dass mir komplett die Lust am Küssen vergehen könnte.

Die armen Männer, deren Frauen sich damit vollpanschen und erwarten, dass „Mann“ sich das beim Küssen ins Gesicht schmieren lässt. Fast bewundernswert finde ich es, dass das Zeux nicht einfach am Kinn runter läuft, sondern sich tatsächlich auf den Lippen fixieren lässt. Zumindest im Werbe-Spot. In der Praxis sieht das ja oftmals anders aus. Aber selbst wenn die Pampe tatsächlich so „haltbar“ wäre, würde meine irrtümlich vorausgesetzte Begeisterung nicht ausreichen, um mir dieses „Must Have“ anzutun. Ich küsse lieber! Von mir aus gern, während irgendeine dümmliche Werbung läuft. Wenn jemand richtig gut küssen kann, vergeht mir das Hören und Sehen. Dann kriege ich von diesem Schwachsinn sowieso nichts mit! ;o)

© skriptum
[17.09.2007]

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„Hallo, schön Dich zu sehen. Setz Dich … Ich möchte Dir gern etwas erzählen.

Da war dieser Mann. Er saß mir gegenüber. Ich kann es Dir kaum erklären. Mein Blick wollte sich nicht mehr von ihm abwenden. Er saß einfach still und hatte so einen Stöpsel im Ohr. Klassik. Es war eindeutig Klassik was er hörte. Das passte so gar nicht zu ihm. Ich meine, zu seinem Erscheinungsbild. Er hatte einen hellbraunen, ausgeleierten Pullover an, dessen Ärmel aus denen der Jacke hervor lugten. Um den Hals hatte er einen riesigen Schal gewickelt, der eher die Funktion eines völlig überdimensionierten Rollkragens einnahm. Dazu trug er eine schwarze, sehr schmuddelige Hose. Nicht wirklich dreckig … eher staubig … fusselig. Na, Du weißt schon.

Die Jacke. Sie war ziemlich sicher wesentlich älter als er selber. Du kennst doch diese alten Uniform-Jacken. Die zweireihigen mit großen silberfarbenen Knöpfen. Eine solche Jacke trug er. Sie ging schon aus allen Nähten. Das helle Innenfutter bahnte sich längst an mehreren Stellen durch Risse seinen Weg aus der Jacke. Aber irgendwie machte dieser Mann den Eindruck, sehr stolz zu sein, gerade diese Jacke tragen zu dürfen.

Wie seine Hände aussahen?

Die Hände waren schmuddelig doch seine Fingernägel sehr gepflegt und sauber. Er schien auf sein Äußeres zu achten, so gut es eben ging. Das war nicht viel aber für ihn sicher doch. Er versteckte seine Hände auch nicht, was darauf schließen lässt, dass er „sich“ nicht versteckt. Obgleich seine Ausstrahlung irgend etwas von Flucht … vielleicht auch Resignation … hatte.

Seine Haare waren ordentlich geschnitten und die in Sorgenfalten gelegte Stirn wurde durch keines von ihnen verdeckt. Seine Augen. Du hättest seine Augen sehen sollen. Sie waren grün oder braun. Ich hatte den Eindruck, dass die Farbe je nach Lichteinfluss sekündlich wechselte. Es war irgendwie faszinierend. Und doch… Die Augen hatten eine ganz eigene Sprache. Eine Sprache, die überall verstanden wird. Verstanden, sobald jemand bereit ist, „zuzuhören“.

Diese Augen …

Was hatten sie schon alles gesehen?

Sie machten einen besorgten … glücklichen … verzweifelten Eindruck. Sie sagten mir, dass sie bereits so vieles gesehen hatten, dass kaum mehr Platz für Weiteres vorhanden ist. Sie zeigten eine Seele. Die Seele dieses Mannes. Wie ein offenes Buch. Ihr Ausdruck war unheimlich und doch waren die Geschichten, die aus ihnen heraus zu lesen waren, so interessant, dass es keinerlei weiterer Worte bedurfte. Man brauchte nur hinzusehen und kannte Geschichten, von denen man noch nie zuvor gehört hatte. Ohne, dass dieser Mann auch nur ein einziges Wort darüber verlor.

Worte …

Der Mund dieses Mannes. Ein Mund, der deutlich zeigte, dass er zu töten bereit war, um endlich wieder etwas essen zu dürfen. Trinken. Egal was. Nein, nein, der Mann machte ganz und gar nicht den Eindruck, ein Penner oder Alkoholiker zu sein. Nein, das war es nicht.

Welchen Eindruck sonst?

Gute Frage.

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht genau. Vielleicht einsam. Sicher verarmt. Vom Leben gebeutelt. Irgendwie weiter machend. Durchhaltend. Noch da seiend und sich doch sonst wohin wünschend.

Ob ich ihn angesprochen habe?

Nein, das hätte ich niemals tun können …

Kennst Du das Gefühl, auf jemanden zu treffen, der Dich durch seine bloße Anwesenheit lähmt? Hier war es so.

Ich sah ihn an. Ich schaute in seine Augen. Ich musterte seine Hülle und ich hatte das Gefühl, tief in sein Innerstes blicken zu können. Und doch war er absolut unnahbar. Eine unheimliche Mischung von „alles und nichts“, wie ich das nie zuvor erlebt hatte.

Ob er vielleicht ein Kriegsveteran war?

Nein, ganz bestimmt nicht …

Ich schätze, er war höchstens Mitte zwanzig.“

© skriptum

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… „kleine Bitte“:

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„Alles drauf“ ist okay. Kein Thema. „Niedrige Preise“ stimmt auch weitgehend und dass Ihr bereits erkannt habt, dass es sich bei Euren zahlenden Gästen um „Clevere Kunden“ handelt ist prima! Aber: „Unser Personal ist angewiesen, mitgebrachte Einkaufstaschen zu kontrollieren“ ist durchaus … sagen wir mal: Bestenfalls bemerkenswert.

Wenn Euch an einer weiterhin friedlichen Co-Existenz gelegen ist, solltet Ihr darauf besser verzichten. Verkauft doch Eure eigenen Mitarbeiter nicht für dumm und lasst sie in ein Messer laufen, von dem inzwischen jeder, der nicht gestern erst vom Baum gefallen ist, weiß, dass es nur den „Angreifer“ selbst schneidet, hm?

Wenn Ihr mir jemals Diebstahl unterstellen solltet, in dem Ihr den Inhalt meiner Tasche kontrollieren wollt, ruft bitte die Polizei. Denn wenn überhaupt werden nur diese Beamten meine Tasche kontrollieren. Direkt am Ort des Geschehens, also im Verkaufsraum vor allen Kunden, wo dann nach Eurer Anschuldigung auch Eure Entschuldigung an mich erfolgen wird.  Und zwar eine so gute Entschuldigung, dass es unmöglich ist, die Ernsthaftigkeit nicht zu glauben.

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Manchmal beschleicht mich der Eindruck, dass es noch immer Menschen gibt, die glauben: Wenn es nur groß genug plakatiert ist, dürfen sie alles weil es richtig ist und alle anderen glauben es sogar. Ist aber nicht so. Wie gesagt: „Clevere Kunden“; immer schön dran denken, hm?!

;o)

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Nun ist es ja nicht unbedingt so, dass ich ein Desinfektions-Freak bin; sauber reicht. Auch lerne ich Tiere nicht erst persönlich kennen, bevor ich sie esse. Und als ich vor ein paar Jahren krankheitsbedingt von jetzt auf gleich nur noch Schonkost essen durfte, gehörte diese Phase (aus verschiedenen Gründen) nicht uneingeschränkt zu meiner zufriedensten. Man gewöhnt sich an vieles, wenn es sein muss. Nur an eines werde ich mich nie gewöhnen: Wenn mich jemand täuschen oder für dumm verkaufen will.

Nicht erst, nachdem Analog-Käse einen weiteren Aspekt darstellt, beim Einkaufen sehr genau darauf zu achten, was im Wagen, auf dem Band und später im heimischen Kühlschrank landet, ist Vorsicht geboten. Da werden Schinkenreste zusammen geklebt und, nur mit „Schinken“ deklariert, dem blöden Kunden als hochwertige Ware angeboten. Geflügel-Leberwurst muss lediglich einen Anteil von drei Prozent Geflügel vorweisen, um sich so nennen zu dürfen. Der Rest sind oftmals Zutaten, von denen man am liebsten gar nichts wissen will.

Wahre Zuckerbomben werden meist großartig mit „fettfrei“ plakatiert und Fettbomben dürfen sich „zuckerfrei“ nennen. Wenn man weiß, dass Zucker später im Blut zu Fett umgewandelt wird, relativieren sich jedoch beide Behauptungen. Fakt ist, dass ein Lebensmittel nun einmal einen so genannten Geschmacksverstärker haben muss. Ob das beispielsweise Fett, Zucker oder Salz ist, hängt vom Einzelfall ab. Lediglich 30 Gramm Fett benötigt der Körper jedoch pro Tag, damit die Verdauung problemlos funktioniert. Diese 30 Gramm hat man üblicherweise bereits nach einem ordentlichen Frühstück intus. Alles was dann noch an Fett zugeführt wird, muss der Körper mühsam abbauen oder es setzt an. Üblicherweise genau an den Stellen, an denen man es nun echt nicht gebrauchen kann.

Die so genannte „Ampel-Kennzeichnung“ steht seit Jahren in der Diskussion. Bisher war jedoch die Lebensmittelindustrie wesentlich einflussreicher als die Verbraucherverbände. Vor einigen Monaten war ein Versuch mit „vergleichbaren“ Kennzeichnungen durchgeführt worden. Allerdings hatten die Hersteller sich auf Darstellungen geeignet, wonach zum Beispiel eine Portion Müsli die ungefähre Menge von drei bis vier Esslöffeln ausgemacht hätte. Auf Basis dieser mikro-Menge war natürlich die zugeführte „Energie“ pro Portion nicht bedrohlich. Geht man jedoch von einer durchschnittlich zum Frühstück gegessenen Portion aus, wäre für den Rest des Tages keine Nahrungszufuhr mehr notwendig gewesen, um Kalorien etc. in ausreichendem Maß zu sich zu nehmen.

Der seinerzeitige Gesundheitsminister Jung äußerte auf Nachfrage einmal sinngemäß, dass die Ampel auf keinen Fall eingeführt werden solle, da sie der Industrie massiv schaden würde. Außerdem hätten Kinder dann den Eindruck, nur noch giftiges Zeug zu essen. Nun definiert „Minister“ ja, dass es sich dabei um einen Politiker aka Volks-Vertreter handeln müsste. Herr Jung präsentierte sich jedoch (bevor er Kriegsminister wurde) eher als Wirtschafts- oder Industrie-Vertreter, denn als für das Volk Sprechender. Wenn Kinder bei ordentlicher Kennzeichnung befürchten müssen, nur noch Gift zu essen, ist es m. E. nicht die Kennzeichnung die geändert werden muss. Auch hilft eine Verschleierung oder Verklausulierung der Zutaten nicht dauerhaft, denn zumindest die Eltern können lesen. So sie es denn wollen und ihnen das Wohl ihrer Sprösslinge (und ihr eigenes) am Herzen liegt.

In der kommenden Woche soll das Thema „Ampel-Kennzeichnung“ nochmals auf EU-Bestimmer-Tischen liegen. Anlässlich dieser erneuten Beratung nimmt auch FoodWatch dieses Thema erneut auf. Neben zahlreichen Informationen zu sog. WM-Produkten wird auch eine Abstimmung angeboten, an der sich bereits mehr als 50.000 Menschen beteiligt haben. Die Regeln der Abstimmung und wohin die Stimmen weitergeleitet werden, sind transparent und sauber dargestellt. Und nachdem ich mich natürlich längst für die Ampel ausgesprochen habe, gehe ich jetzt putzen. Wenigstens meine Wohnung soll schonungslos sauber sein! ;o)

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Okay: Nach Teil 1 mache ich es kurz: Wer findet die drei Fragezeichen?

 

Nur eines würde mich noch interessieren: Wie gewinnt man natürliches Karamell? Ich kannte es bisher nur so, dass man Zucker stark erhitzt, um Karamell zu erzeugen. Wer es mit Puderzucker macht, bekommt ein noch viel feineres Ergebnis. Semi-fein wird es mit brauem Zucker.

Der Hinweis „mit natürlichem Karamell“ kann (soll?) jedoch den potentielen Eindruck erwecken, dass das Zeug irgendwo wächst und man braucht es nur noch zu pflücken. So eine Pflanze hätte ich dann auch gern. Sachdienliche Hinweise zum Erwerb dieses Krauts bitte direkt per Email an mich. Danke!

© skriptum

P.S. Ich hatte seinerzeit gleich zwei Packungen erworben. Gierig, Vorrat und so; Ihr wisst schon. Nicht, dass jemand auf die Idee kommt, ich hätte nach Kenntnis des Schoko-Waffel-Täuschungs-Manövers tatsächlich einen weiten Kauf getätigt! Neben „Schoko“ und „Karamell“ gab es übrigens auch noch „Cappuccino“. Ich habe allerdings nicht nachgesehen, ob auf der Verpackung ein inbegriffenes Heißgetränk versprochen wird … ;o)

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Der Ursprung des Wortes „Halloween“ entspringt aus „All Hallow’s Eve“, womit der Vorabend von Allerheiligen gemeint ist. Der Brauch stammte ursprünglich aus dem keltischen Raum und symbolisierte den Abschied vom Sommer. Auch ging man davon aus, dass Halloween ein besonders günstiger Tag war, um mit den Toten in Kontakt zu treten, da sie sich an diesem Tag unter die Lebenden mischten. Aufgrund der Annahme, dass sich die erscheinenden Toten dann für ein Jahr den Körper eines Lebenden suchten, wurden ihnen Opfer gebracht, damit der eigene Körper möglichst verschont blieb. Einige wollten jedoch auf Nummer sicher und den Toten lieber ganz aus dem Weg gehen, in dem sie sich in der Halloween-Nacht möglichst gruselig anzogen, so dass sie gar nicht erst als Lebende erkannt werden konnten.

Gängige Symbole sind Hexen, Teufelsgestalten, Dämonen, Eulen, Spinnen, Fledermäuse, Gnome/Zwerge und natürlich nicht zu vergessen Gespenster, Skelette und Kürbisse! Sämtliche dieser Bildnisse soll(t)en böse Geister abschrecken.

Während (zumindest in den USA) eher in überwiegend katholischen Gegenden diesem Brauch nachgegangen wird, lehnen Evangelisten Halloween teilweise ganz massiv ab. Vielmehr vertreten sie die Auffassung, dass mit dem Feiern dieses Festes Missbrauch durch satanische Vereinigungen betrieben werden könnte. Letzteres erweckt in mir allerdings eher den Eindruck des „dann haben wir auch mal etwas dazu gesagt“, denn einer vernünftigen Argumentation. Aber sei’s drum.

Während sich Halloween in Deutschland überwiegend auf Dekorationen im Haus, möglicherweise auch Garten, beschränkt, wird dieser Brauch z. B. in Nordamerika zum Outdoor-Ereignis. Das Land ist mittels ausgehöhlter und meist mit eingeschnitzten Fratzen versehener Kürbisse („Jack O’Lantern“ genannt) in Orange getaucht. Echt oder aus pflegeleicht-wetterfestem Plastik industriell hergestellt. Mit diesen Grimassen werden die Kürbisse verziert, um auch auf diesem Wege zu versuchen, böse Geister abzuschrecken. Ursprünglich wurden dazu keine Kürbisse, sondern Rüben verwendet. Da Kürbisse sich aber aufgrund ihrer Größe besser gestalten lassen, wurden diese wenig später zur Abschreckung eingesetzt.

Die moderne Form des Bettelns mit „Trick or Treat“ (Streiche [Saures] oder Süßes), was ursprünglich das Betteln um „Seelenfutter“ bedeutete mit dem Versprechen, für die Gebenden besonders intensiv zu beten, hält sich in Deutschland durchaus in überschaubaren Grenzen. Die meisten Menschen hier könnten vermutlich nicht einmal etwas damit anfangen, wenn plötzlich eine Horde gruselig verkleideter Kinder vor ihrer Tür stünde und um Süßes bitten, anderenfalls Saures androhen würde.

Das „Saure“ beschränkt sich jedoch meist auf Klingelstreiche oder ähnliches. Dass einem z. B. die Hütte abgefackelt wird, ist eher nicht zu erwarten. Es geht bei „Saures“ eben um Streiche, nicht um Straftaten. Letztendlich steht heutzutage immer der Spaß an der Sache im Vordergrund.

Mitunter kann einem jedoch während Halloween reichlich mulmig werden! Ich erlebte es einmal in Florida: Eine riesige Gestalt, komplett schwarz vermummt, kam bedrohlich auf mich zu, nahm mich wortlos in den Arm und zerrte mich regelrecht weg … in dem Fall zur nächsten Theke um dann die Gesichts-Verkleidung grinsend etwas zu lüften In Amerika sind während Halloween sämtliche öffentlichen Gebäude mit (künstliche) Spinnweben und anderem Gruselkram geschmückt, Bedienungen tragen die absonderlichsten Kostüme und pflegen während dieser verrückten Zeit meist auch eine ganz andere Ausdrucksweise. Für Ängstliche nicht unbedingt geeignet, für nicht Ängstliche mitunter ein riesiger Spaß. Und wer sich noch nicht ganz sicher ist, wie er auf solche Szenarien reagieren würde, kann ja in Deutschland erstmal üben: Hier wird all das längst (noch?) nicht so intensiv betrieben, wie in manchen anderen Ländern.

Und wer glaubt, dass er die Nummer nüchtern überhaupt nicht ertragen kann, sollte sich vielleicht schnell noch eine Blut-Bowle zaubern:

Zutaten: 2 Liter roten Traubensaft , 1,5 Liter Martini Bianco oder weißen Rum, 0,5 Liter Tequila, 4 Blätter Gelatine, Zitronensaft (Menge nach Geschmack)

Zubereitung: Gelatine in warmem Wasser einweichen, Saft und Alkohol in eine Bowlenform geben, mit der Gelatine andicken, bis es wie Blut aussieht. Lauwarm servieren.

Und wer sich das nicht allein zutraut, könnte auch noch schnell per E-Card ein paar Einladungen rausschicken, um die kommende Nacht in möglichst lebendiger Gesellschaft zu überstehen:

Klick mal hier! ;o)

Viel Spaß!

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Nun bin ich ja nicht gerade die Viel-Telefoniererin vor dem Herrn. Meist habe ich gar keine Lust, den Hörer in die Hand zu nehmen. Klar: Wenn es klingelt gehe ich meistens ran. Aber dass ich mal freiwillig sowas mache … *igitt

Warum ich also für mein Festnetz eine Flatrate habe, weiß ich nicht so genau. Da der Mensch an sich aber faul ist, hatte ich noch keine Lust, mal durchzurechnen, was günstiger wäre. Denn ab und zu telefoniere ja sogar ich. *jawoll

Gleiches gilt natürlich für meine Handy-Nutzung. Da habe ich zwar keine Flat aber 50 Freiminuten pro Monat, die ich in den aller seltensten Fällen mal ausnutze. Laut Vertrag stehen mir auch 50 Frei-SMS monatlich zu. Die hatte ich durchaus genutzt. Doch nach der letzten Vertragsverlängerung waren sie plötzlich und unerwartet weg. Unterschrieben hatte ich keinerlei Verzicht und mich auch in sonstiger Weise nicht damit einverstanden erklärt, dass das Einzige, was ich an meinem T-Mobile-Vertrag überhaupt nutze, gestrichen wird.

Also schrieb ich T-Mobile an und bat darum, den Fehler in der letzten Rechnung zu korrigieren, die Frei-SMS wieder zu integrieren und die in Rechnung gestellten SMS gutzuschreiben.

Was kam, war zunächst einmal nix.

Also schrieb ich noch einmal und erinnerte an mein erstes Schreiben.

Daraufhin bekam ich eine Antwort in der mir angeboten wurde, ein super günstiges Kontingent an monatlichen SMS dazu zu buchen. Erneut emailte ich und stellte klar, dass mir diese SMS vertraglich zustehen, nur bei der letzten Vertragsverlängerung „aus Versehen“ (ich Dummerchen, ich!) gestrichen wurden. Ich bat noch einmal darum, diese Frei-SMS nun endlich wieder freizuschalten und die bisher berechneten gutzuschreiben.

Was kam, war zunächst einmal nix.

Also schrieb ich noch einmal und erinnerte an mein vorhergehendes Schreiben.

Daraufhin bekam ich einen Anruf von T-Mobile, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich ja die monatlichen 50 Frei-Einheiten immer schon sehr schnell vertelefoniert hätte und mir deshalb ein super Angebot gemacht wird. Danach könnte ich 100 Minuten monatlich frei telefonieren, für nur sage und schreibe X Euro monatlich mehr. Ich fragte die Sesselwarmhalterin, ob sie tatsächlich die richtigen Vertragsinformationen vor sich habe, da ich mit meinem Handy so gut wie nie telefoniere und die 50 Freiminuten pro Monat noch nie ausgenutzt hätte. Sie bestätigte das eifrig und betonte, dass sie mir ja deshalb ein Angebot machen wollen würden, mit dem ich wahnsinnig viel Geld pro Monat sparen könne. Meine Frage, ob sie mir gerade zugehört hätte, bejahte sie und versicherte, dass ich mit der Zubuchung von weiteren Freiminuten ganz viel Geld sparen könnte.

Ich legte dann auf. Meist erinnere ich mich immerhin in der letztmöglichen Sekunde an meine gute Kinderstube.

Kurz danach erhielt ich eine weitere Email, in der mir angeboten wurde, aus meinen 50 Freiminuten 100 zu machen, für nur X Euro monatlich zusätzlich, womit ich ja waaaahnsinnig viel Geld sparen könnte. Ich antwortete mit Verweis auf meine bisherigen Emails und auf das bereits hinter mich gebrachte Telefonat, dass ich mit meinem Handy so gut wie nie telefoniere und mir die einzig genutzten Frei-SMS vertragswidrig gestrichen worden wären. Diese seien unverzüglich gutzuschreiben.

Was kam, war zunächst einmal nix.

Also schrieb ich noch einmal und erinnerte an meine vorhergehenden Schreiben.

Daraufhin erhielt ich eine Email, in der mein Interesse an der Zubuchung weiterer T-Mobile-Leistungen sehr begrüßt wurde und ich sollte mich doch einfach mal auf deren Homepage umsehen. Unter der Rubrik „Habvergessenwiesiehieß“ würde ich alle in Frage kommenden Tarife finden und könnte sie auch sofort buchen.

Das war der Moment, in dem ich es aufgab und die Kündigung des Vertrages beschlossen war. Aber … der Mensch an sich … siehe oben. Ich hatte mir zwar schon einmal ein paar Anbieter genauer angesehen, bin aber noch nicht aktiv geworden.

Nun klingelte soeben mein Handy. Wer war dran? Genau! Mir wurde irgendeine Sonderaktion für Bestandskunden angeboten. Für nur fünf Euro und befristet auf drei Monate. Die erste Darstellung klang so, als würden sich meine monatlichen Vereinsbeiträge auf fünf Euro reduzieren. Meine genauere Nachfrage, ob die „Dame“ mir etwas zusätzlich verkaufen wolle oder ob mein erster Eindruck stimme, bestätigte sie. Plötzlich wollte sie den weiteren Verlauf des Gesprächs aufzeichnen. Ich fragte erneut, ob sie mir zusätzlich etwas verkaufen wolle oder wozu die Aufzeichnung sonst dienen solle. Sie betonte erneut, dass sie mir nichts verkaufen wird.

Die Aufzeichnung wurde gestartet und sie fasste noch einmal zusammen. Als ich die Worte „zusätzlich monatlich fünf Euro“ vernahm, unterbrach ich sie erneut und fragte noch einmal, ob das bedeuten solle, dass mir zu den sowieso in Rechnung gestellten Monatsbeiträgen noch fünf Euro extra berechnet würden, was sie dann doch „schon“ bestätigte. Daraufhin teilte ich ihr mit, dass es dann – nachdem die mir vertraglich zustehenden Frei-SMS vertragswidrig gestrichen worden waren und bis heute nicht wieder aktiviert wurden – bei meiner vorgesehenen Kündigung des Vertrages bleibt.

Wenn also die Nummer +498003009911 anklingelt und zusätzliche „Services“ von T-Mobile nicht erwünscht sind: Am besten gleich ran gehen und „nein!“ sagen. Wenn man das Gespräch nicht annimmt, rufen die zig Mal an. Die geben nicht auf; nicht einfach so!

Wie dreist ist es überhaupt, auf mehrfache Nachfrage, ob das mit Zusatzkosten verbunden ist, klar vernehmlich „nein!“ zu sagen und dann während der Aufnahme des weiteren Gespräches dem Kunden schnell mal die Zusatzbuchung unterjubeln zu wollen? Unglaublich sowas! Zumal es ja auch gar keinen Sinn ergibt, ein Gespräch aufzunehmen, wenn man dem Kunden tatsächlich nur etwas schenken möchte, für das er nichts zusätzlich bezahlen soll …

Meine Handy-Nummer wird sich also in den nächsten Tagen ändern. Wer mich nochmal anrufen will, sollte Gas geben!  Vielleicht gehe ich ja sogar ran … ;o)

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