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Posts Tagged ‘Fortsetzung’

Okay, okay: Aufgrund heftiger Nachfragen und weil es seit heute neues „Material“ gibt, kommt nun eine kurze Fortsetzung zu Immer diese Entscheidungen.

Als die morgendliche Dämmerung so gerade herein brach, wachte ich mit brennenden Kopfschmerzen auf. Ich verkrümelte mich unter meine Decke und hoffte, dass sich mit ein wenig mehr Schlaf die Inanspruchnahme der Pharmaindustrie verhindern lassen würde. Das hätte klappen können, wenn nicht kurze Zeit später ein elendes Geräusch jeden Gedanken an das Weiterschlafen direkt ad absurdum geführt hätte.

Da war er wieder: Der Schlagbohrer. Und „DÄÄÄÄLÄÄÄÄÄÄÄ!!!!!!!!!!“! Allerdings weiß ich seit heute, dass „DÄÄÄÄLÄÄÄÄÄÄÄ!!!!!!!!!!“ ebenfalls laut brüllen kann, nämlich nach „DEEEENIIIIIII!!!!!!!!!!“. Ich nehme an, da gehört bei ordentlicher Aussprache noch ein „s“ dran. Da „DEEEENIIIIIII!!!!!!!!!!“ aber, im groben Gegensatz zu mir, Ohrenschützer zu tragen scheint, bleibt kaum etwas anderes als gellende Pfiffe, sobald „DÄÄÄÄLÄÄÄÄÄÄÄ!!!!!!!!!!“ von „DEEEENIIIIIII!!!!!!!!!!“ irgendwas will. Der hört nämlich nicht auf seinen Namen. Jedenfalls nicht beim ersten Mal.

Natürlich habe ich für Euch Fotomaterial gesichert:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Es gibt also für Tarzan ein geknotetes Seil zum Hochklettern und für etwas sportlichere Interessenten oder für Jane noch zwei glatte Seile. Aber nicht, dass jetzt jemand von Euch anfängt zu weinen: Selbstverständlich ist auch noch eine Leiter vorhanden. Rolli-Fahrer können einfach an den beiden Seilen hochgezogen werden. Wenn schon, mal wieder ohne jede Ankündigung, ein unerwünschter Hintereingang zu meiner Wohnung geschaffen wird, dann doch bitte für ausnahmslos jeden, nöch?! Ich möchte gar nicht wissen, was hier stattgefunden hat, als ich im Urlaub war …

Tja, was gibt es heute sonst noch?

Das braune Würstchen postet aktuell unter dem Pseudonym „Polizei Hamburg“. Die Polizei ist telefonisch und per Screenshot informiert.

Ein Fake ist längst aufgeflogen, merkt es offensichtlich nicht einmal und blamiert sich munter weiter.

Trotz zwei Paar übereinander getragener Socken habe ich kalte Füße.

Was mir von all dem am meisten Kopfschmerzen bereitet, werde ich möglicherweise im Laufe des Tages entscheiden.

Euch wünsche ich einen entspannten, würstchen- und fake-freien Tag, ohne unerwünschte Hintertüren und ständige in-die-Wohnung-Gucker!

Ob ich Make Up auflegen sollte?

;o)

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… als mir Peter Maffay gleich zweimal in Folge aus gleichermaßen angenehmen Gründen die Tränen in die Augen trieb. Also nochmal Peter Maffay und nochmal nix für alle Leser! ;)

Ich war mit meiner Freundin Ina zum Konzert „Begegnungen I“ gefahren. Wir sind seit vielen Jahren bei fast jedem seiner Konzerte im Raum Hannover. Also ließen wir uns natürlich auch dieses nicht entgehen. Allein schon durch den Nationen-Mix handelte es sich um eine faszinierende Mischung von Menschen, Melodien und Texten auf der Bühne. Die Luft knisterte und in der gesamten Halle herrschte eine wirklich außergewöhnliche Stimmung, die es mir nicht gegeben ist, treffend zu beschreiben.

Irgendwann kam Noa auf die Bühne (höre/sehe verlinktes Video) und ich hatte den Eindruck, dass es kaum jemanden im Publikum gab, der sich noch zu atmen traute. Diese Frau ist nicht nur unglaublich hübsch, sie ist auch stimmlich sehr gewaltig. Das jedoch mit einer Zartheit, die mir allein schon in der Erinnerung beim Schreiben eine Gänsehaut über meine gut 170 Zentimeter jagt. Und auch hier der im vorherigen Teil beschriebene Effekt, dass Peter Maffay, vom Publikum ungeahnt, plötzlich hinzu kam und einstimmte. Rings um uns herum hörten wir in dem Moment nur noch Schluchzen. Wir beide mittendrin.

Offensichtlich handelt es sich um einen Effekt, an den ich mich niemals gewöhnen werde. Und das ist gut so! ;) Nach den ersten positiven Schrecksekunden guckten Ina und ich uns völlig verheult an und prusteten einfach nur noch vor Lachen los. Das war fast wie eine Erlösung. „Begegnungen II“ habe ich übrigens bis heute nie gesehen. Weder auf einer Bühne noch auf DVD oder in sonstiger Form. Nicht einmal in Ausschnitten. Ich habe „Begegnungen I“ als so unüberbietbar schön empfunden, dass ich mir das nicht nehmen lassen möchte. Das Erlebnis trage ich in mir und werde es bewahren. Ungetrübt durch Fortsetzungen.

~

Da der Titel auf youtube leider nicht mehr verfügbar ist, hier der Musiklink eines anderen Anbieters (am besten ganz laut hören!) zu Peter Maffay & Noa – „Savior“, der hier als Video leider nicht eingebunden werden kann. Es ist ein Ausschnitt aus einer Gala, also nicht direkt aus „Begegnungen I“. Viel Genuss!

 

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Bei Isa entdeckte ich bereits vor einigen Monaten dieses Stöckchen, das ich mir erstmal „auf Halde“ gelegt hatte. Für ein solches Thema muss ich echt in Stimmung sein. War ich heute. Also los:

 

1. wozu braucht der mensch sowas wie religion und glaube?

Notfalls dazu, um sich an etwas festhalten zu können, was sich genauso wenig erklären lässt, wie die Situation, die zur Religion geführt hat.

2. welchen religiösen einflüssen warst du in der kindheit ausgesetzt?

Evangelischen. Allerdings nie sklavisch oder mit Druck. Ich bin konfirmiert und mit Mitte 20 aus Überzeugung (nicht Geldmangel) aus der Kirche ausgetreten.

3. wie würdest du deinen persönlichen glauben beschreiben (falls vorhanden)?

Wenn ich mich heute auf eine Glaubensrichtung festlegen müsste, würde ich mich für den Buddhismus entscheiden. Als Buddhistin würde ich mich jedoch nicht bezeichnen. Das fände ich anmaßend und dazu muss ich auch noch viel zu viel lernen. Aber beispielsweise die Selbstverantwortung, die den Buddhismus unter anderem auszeichnet, beeindruckt mich wesentlich mehr, als das permanente Drohen bei westlichen Glaubensrichtungen.

4. welche religionen siehst du positiv und warum?

Den Buddhismus. Ich respektiere allerdings jede Glaubensrichtung und Religion, solange sie ehrlich gelebt wird, statt nur eine Art Aushängeschild zu sein, weil es gerade chic ist.

5. welche religionen siehst du negativ und warum?

Jede, die fanatisch ausgeübt wird oder deren Schrift für Straftaten als Rechtfertigung missbraucht wird.

6. ist der glaube etwas rein persönliches oder sollte er öffentlich ausgelebt werden?

Ich habe kein Problem damit, meine Tendenz bekannt zu geben. Öffentlich diskutieren würde ich darüber jedoch nicht. Das bleibt bei mir. Aber wie so oft: Jeder wie er will.

7. hilft oder schadet es kindern, wenn man sie religiös erzieht?

Ich finde es gut, wenn Kids an verschiedene Glauben herangeführt werden. Sie sollten sich, wie in jedem anderen Bereich des Lebens, auch in dieser Hinsicht so vielseitig und frei orientieren können wie möglich. Ihre Entscheidung sollten sie irgendwann losgelöst von Bundesland oder Familientendenz treffen können.

8. wer ist glaubwürdiger: jesus, der papst, buddha oder mohammed?

Buddha, weil er für mich „greifbarer“ ist als alle anderen.

Ein Papst, der sich in heutigen Zeiten und in Kenntnis von z. B. AIDS nach wie vor gegen den Gebrauch von Kondomen ausspricht, ist für mich menschenverachtend. Insofern erübrigt sich hierzu sowieso jeder weitere Kommentar. Mit solchen Wesen möchte ich mich weder unterhalten noch mich mit ihren Thesen beschäftigen.

9. braucht der mensch religion zur ethischen orientierung?

Zur ethischen Orientierung m. E. nicht. Ethik und Religion hängen nicht zwingend zusammen. Mehr noch: Gerade die Grundgläubigen sind es doch oftmals, die über die Woche andere Menschen belügen, betrügen und in sonstiger Weise sündigen, am Sonntag zur Beichte gehen und damit meinen, ihr „Konto“ fix wieder säubern zu können. Gotteslästerlicher geht es ja kaum noch …

10. was ist dir lieber: wiedergeburt, auferstehung, nirvana oder keinerlei fortsetzung nach dem tod?

Das Liebste ist mir, daran zu glauben, dass wir uns hier alle nur in so einer Art Vorrunde befinden. Das richtig Große kommt erst hinterher. Falls das nicht stimmen sollte: Verklag mich, sobald Du es genau weißt! ;)

Ich glaube also sozusagen an eine Art Nirwana deluxe und finde das voll okay.

 

Viel Spaß all jenen, die sich gern die gleichen Fragen stellen und sie beantworten mögen!

 

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Er nun wieder …

Wer wie ich „Anfang 40“ ist (ja, aktuell; nicht seit Jahrzehnten *g), der ist mehr oder weniger mit einigen Künstlern aufgewachsen, die es in Verbindung mit ihren ursprünglichen Combos oder in den seinerzeitigen Stilrichtungen längst nicht mehr gibt. Ob nun Frank Sinatra, der mittlerweile von einer Harfe begleitet wird bzw. recovered von Robbie Williams, oder Tina Turner, die ohne Ike vermutlich um Längen besser klar kommt als zuletzt mit ihm. Supertramp ohne Roger Hodgson (und auch umgekehrt) ist für mich wie eine Uhr ohne Zeiger. Die „Neue Deutsche Welle“ (NDW) bekommt man in Fragmenten nur noch zu hören, wenn ein Radiosender mal sehr gnädig gestimmt ist oder eine Themenwoche durchzieht. Pink Floyd, Barkley James Harvest etc. etc. etc. Diese Reihe könnte endlos fortgesetzt werden.

Und dann gibt es da noch diese Urgesteine, die immer mal wieder auf der sprichwörtlichen Bildfläche auftauchen oder nie weg waren und die man seit 10, 20, 30 Jahren oder noch länger schon am ersten Ton erkennt. Nach wie vor und vermutlich auch die nächsten 10, 20 oder 30 Jahre. Carlos Santana ist da nur ein Beispiel. Rod Stewart, dessen markante Stimme es nie gelang, glaubhaft nachzuahmen … Joe Cocker, für den Gleiches gilt … Kylie Minogue, nach 10jähriger Pause völlig neu erfunden wiederauferstanden … Madonna, ohne Worte … Lionel Richie … Herbert Grönemeyer … Und jemanden wie Howard Carpendale muss man in dem Zusammenhang ja wohl auch nennen.

Letzteres finde ich nicht schlimm, weil ich Musik nicht nach dem Aspekt höre, wem ich damit imponieren kann oder was gerade für oder durch wen auch immer angesagt ist, sondern je nach Lust und Laune. Obgleich meine Howie-Zeiten wirklich Jahrzehnte her sind. Ich schwöre! Aber es gab sie eben auch. Als ich noch ganz klein war … und so ;o) Und ihn gibt es heute noch. Oder wieder. Oder mal wieder. Oder wie auch immer.

Aber so ist es kein Wunder, dass sich in meinem Media Player die unterschiedlichsten Künstler tummeln. Ob nun Restless Heart von Barbra Streisand abgelöst wird oder George Benson und Tom Petty nacheinander spielen, bevor der jazzige Brian Ferry vor Curtis Stigers die Ouvertüre (ja, das Wort schreibt man aktuell tatsächlich mit „ü“! Mal sehen, wie lange) zur Hochzeit des Figaro einleiten, um anschließend Paravotti oder dem Buena Vista Social Club Platz zu machen, bis hin zu Leith Al-Deen und Garth Brooks … Ich höre alles mögliche; je nach Lust und Stimmung. Nur Howie ist nicht (mehr) dabei. Definitiv nicht. *g

Wer mich u. a. seit glatten 30 Jahren immer wieder vom sprichwörtlichen Sockel haut ist ganz klar Marius Müller-Westernhagen! Geboren am 6. Dezember 1948, seit Mitte der 70er Jahre non stopp im Geschäft und auf seine Weise ebenso unverwechselbar wie der eine oder andere Jahrzehnt-Künstler. Eine prächtige Kontinuität, die irgendwie immer wieder neu verpackt den Markt stürmt. Und meinen Kopf. Nach drei Live-Konzerten mit ihm konnte ich einfach nicht mehr fliehen. Und wollte es ehrlich gesagt auch nie. Dass MMW im kommenden Dezember 60 Jahre alt wird, finde ich unglaublich klasse. Er steht mit Stolz zu seinem Alter und damit vor allem zu sich, ist „knackiger“ als so mancher 40jähriger und konsequent in der Inkonsequenz, zukünftig jeder Bühne – dann doch wieder nicht – fernzubleiben. Zum Glück!

Die diversen, klaren Statements in seinen Texten haben mir schon immer sehr gefallen. Zum Beispiel mit der Aussage „Michael Jackson geht mit kleinen Jungs ins Bett und ich kann über’s Wasser geh’n“ definiert er ziemlich klar, was er von den Vorwürfen hält. Möglicherweise „explizit“ für Internetportale jedweder Art hat er in seinem Titel „Daneben“ (Album: „Nahaufnahme“, 2005) die Songzeile

„ Es ist mir ´n Rätsel Megastar
dass du dir in die Hosen scheißt
weil jemand der dich gar nicht kennt
sich über dich sein Maul zerreißt“

kreiert, die mich schon diverse Male laut zum Lachen gebracht hat. Vor allem, wenn manche arme, immer wieder blind um sich schlagende, Seelen durch plötzlich behauptet Einschläge (wo genau?) versuchen, davon abzulenken, dass es sich zwar um einen der sehr seltenen Fälle eigener Urheberschaft handelt, aber sie die Grundlage eben selbst in die Umlaufbahn geschossen haben, um nach Schieflage der Situation plötzlich auf Opfer getrimmt den Eindruck zu erwecken, doch gar nichts getan und dieses auch längst vergessen zu haben. Gleiches könnte bei den Attackierten passiert sein, muss aber nicht. Wer andere durch diskreditierende Behauptungen versucht, in Verruf zu bringen, sollte sich darüber bewusst sein, dass ein kleiner Enterhaken durchaus zum riesigen Bumerang werden kann. Mehrere erst recht. Nicht auszudenken, wie es sich anfühlen muss, wenn sie irgendwann alle gleichzeitig zurückkommen. „Verdammt, verdammt!“ kann ich da nur sagen und frage mich bestenfalls, was es denjenigen bringt. Ob ihnen dabei einer … wie sagt man? „abgeht“? Obwohl … wenn das die einzige Chance dazu ist, kann man es ja fast schon wieder verstehen. Dennoch finde ich es nicht okay, wenn Unbeteiligte darunter leiden müssen. Zum Glück muss man solche Blitzbirnen nicht entlarven; sie tun es erfahrungsgemäß selbst. Man muss ihnen nur genügend Zeit dafür geben.

Ob Westernhagen sich mit obigem Zitat auf solcherlei Machenschaften bezogen hat, weiß ich natürlich nicht. Möglicherweise hat er, möglicherweise nicht. Aber nicht nur möglicherweise hat er recht, dass es solche Charaktere mit Sicherheit nicht wert sind, sie überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Was auch gut funktioniert, solange sie die Ignoranz ihrer Person ertragen. Es muss eben jede/r selbst entscheiden dürfen, wo er mitmachen will und wo nicht. Und wenn er klar zum Ausdruck bringt, an gewissen Personen nicht nur kein Interesse zu haben, sondern alles was von ihnen ausgeht hochgradig lächerlich zu finden, sollte man ihn nicht versuchen, zum Umgang zu nötigen. Das kann nur schief gehen. Auch Westernhagen weiß das offensichtlich und er hat so eine Art, mit solchen Statements umzugehen, die ich bewundernswert finde. Vielleicht liegt es daran, dass er bald 60 Jahre alt wird (obwohl das erfahrungsgemäß keinesfalls eine Garantie für Weisheit ist) und vermutlich nie auf die paradoxe Idee käme, zu behaupten, noch immer „Anfang 40“ zu sein. Es wäre aber auch nicht nur schade, sondern vor allem unsinnig, wenn er ca. 20 Jahre seines Lebens plötzlich leugnen würde. Was wäre mit dem Inhalt dieser 20 Jahre? Nie geschehen? Was für ein Preis … Was für ein Unsinn.

Noch bin ich Anfang 40 und wenn ich Menschen wie Westernhagen sehe, freue ich mich fast darauf, vielleicht irgendwann 60 zu werden. Mit gleichaltrigen Freunden um mich herum, die auch keinen Tag ihrer Leben missen wollen und die sich von der gleichen Musik mitreißen lassen, wie ich. Ob es nun Paul Simon, Peter Maffay, Marshall & Alexander, Simply Red, Ray Charles, Erasure, Sheryl Crow, Simon Estes, Toto, Eric Clapton, Eagles, Poco, Julia Neigel, Chicago, Talk Talk, Supertramp, Nils Landgren oder Westernhagen*** ist (pfiffige Mischung, hm? *g), spielt da eher eine untergeordnete Rolle. Hauptsache, es wird nie langweilig! Eben genauso wie seit Jahrzehnten die Titel von Westernhagen.

© skriptum
[nach Diktat verreist und gezeitstempelt]

*** Nein, die Aufzählung ist nicht vollständig! Die Interpreten so zu mischen, dass es definitiv überhaupt keine Linie mehr ergibt, war allerdings nicht ganz einfach. So durcheinander ist ja nicht einmal mein Media Player. Aber ich … vielleicht … gleich! *verwirrt

;o)

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