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Meine Meinung?

Nein!

Warum?

Jeder Idiot kann Kinder auf die Welt bringen. Eine Frau, die gesundheitlich dazu in der Lage ist, findet jemanden, der sie schwängert und knapp 10 Monate später kommt der Sprössling. Alles ganz einfach.

→ Eine Prüfung der Kompetenz, um Kinder zu erziehen etc. erfolgt nicht.

→ Eine Prüfung, ob die wirtschaftlichen Voraussetzungen ausreichend sind, erfolgt nicht.

→ Eine Prüfung, ob die Partnerschaft verbindlich genug ist, erfolgt nicht.

Kinder werden beispielsweise geboren

→ aus Liebe, mit vollem Bewusstsein bis Wunsch beider Partner, in beiderseitigem Einverständnis.

→ als vermeintliche Rettung einer Beziehung, die längst oder dann oftmals erst recht zum Scheitern verurteilt ist.

→ oder schlicht und ergreifend als Mittel zum Zweck, damit die „Mutter“ über das Kind durch den „Vater“ versorgt ist.

Soweit zum natürlichen Weg einer Kind- und Elternschaft.

Und die Adoption?

Wenn es Menschen nicht gegeben ist, auf natürlichem Wege zu Eltern zu werden, entscheiden sich viele für die Adoption eines Kindes. Bis es – wenn überhaupt jemals – soweit ist, muss ein Ritt von mehreren Jahren absolviert werden. Das Leben der zur Adoption Willigen wird bis ins kleinste Detail durchleuchtet. Ihre wirtschaftlichen Verhältnisse nebst Sicherheit der Jobs etc. werden haarklein überprüft. Ihre Sozialkompetenz muss alle möglichen Tests bestehen. Und wenn auch nur der leiseste Zweifel bei jemandem aufkommt, der weder die potentiell zukünftigen Eltern noch das Kind wirklich kennt, ist die Nummer komplett erledigt. Vom begrenzten Höchstalter der Adoptiveltern einmal ganz abgesehen.

Wer es tatsächlich schafft, in Deutschland ein Kind zu adoptieren, musste sich auf dem Weg zum Ziel bis aufs Äußerste entblößen. Er wurde bei weitem nicht nur sprichwörtlich auf Herz und Nieren geprüft. Ein Kind wird nur dann überantwortet, wenn im wahrsten Sinne des Wortes, nicht der geringste Zweifel an der Kompetenz der zukünftigen Eltern zur Elternschaft besteht. Wie viel ehrlichen Willen zur Elternschaft und aufrichtige Liebe müssen diese beiden Erwachsenen empfinden, damit sie diese Prüfungen, Tests und mitunter als Schikane anmutenden Durchleuchtungen tatsächlich überstehen?

Ich will keinem Elternteil absprechen, sein Kind wirklich zu lieben! Ich will auch keinem Kind absprechen, von seinen Eltern wirklich geliebt zu werden. Die Chancen, dass ein adoptiertes Kind noch gewollter ist und möglicherweise auch noch mehr geliebt wird, stehen jedoch wirklich nicht schlecht.

Deshalb zerreißt es mich immer wieder ein Stück weit, wenn ich höre, dass für Kinder, die erfahren, dass sie adoptiert wurden, eine Welt zusammen bricht. Plötzlich fühlen sie sich ungeliebt, ungewollt und ihnen wird komplett der Boden unter den Füßen entzogen. Sie stellen alles in Frage, was in ihrem bisherigen Leben geschehen ist und verstehen die Welt nicht mehr.

Vorausgesetzt (und davon gehe ich fest aus), dass keine Mutter leichtfertig ihr Kind in eine Babyklappe gibt oder sich in sonstiger Weise von ihm trennt, hat sie für ihre Entscheidung gute Gründe. Diese Gründe sind oftmals vorrangig von Liebe getrieben. Sie trennt sich von ihrem Kind, WEIL sie will, dass es ihm gut geht. WEIL sie es liebt. WEIL sie weiß oder zumindest fest davon ausgeht, dass ihr Sprössling bei einer anderen Familie bessere Chancen im Leben hat.

Es mag Ausnahmen geben, klar doch. Vielleicht hat das Baby doch nicht als Mittel zum Zweck gereicht, um geheiratet zu werden und ohne eigenes Zutun vom Erzeuger für den Rest des eigenen Lebens versorgt zu sein. Vielleicht hat sich der verheiratete Mann doch nicht durch ein Baby dazu zwingen lassen, sich von seiner Frau zu trennen, um mit der Geliebten und ihrem Kind weiterzuleben. Vielleicht … Vielleicht … Vielleicht … Das mag alles sein. Aber die Regel sind solche perfiden Spielchen zum Glück nicht.

Ein Kind das adoptiert wurde, kann sich dem entsprechend, eigentlich mehr als alle anderen Kinder, sicher sein, dass es von den Eltern, bei denen es aufwächst, ehrlich geliebt wird und von beiden Elternteilen wirklich gewollt ist. Sie haben sich zu zweit ganz bewusst für dieses Kind entschieden und sehr viel auf sich genommen, um überhaupt als Adoptiveltern von irgendwelchen Behörden akzeptiert zu werden. Und selbst die Grundlage, die zur Adoption geführt hat, war seitens der leiblichen Mutter normalerweise von sehr viel Liebe geprägt. Denn Liebe begründet sich üblicherweise darüber, dass einem nicht das eigene, sondern das Wohl des geliebten Menschen am wichtigsten ist.

Warum also empfinde ich eine Adoption keinesfalls als Makel?

Darum!

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Unter anderem bei Tonari und bei voller worte fand ich dieses Stöckchen mit 49 Fragen/Antworten und dachte so … aber lest selbst:

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Der Termin ist geschafft. Stunden später, als ich gedacht hatte. Endlich falle ich aus dem Haus auf die Straße und der Schnee über mich her. Einen Schirm will ich nicht öffnen; genieße das Fallen der Flocken auf meine offenen Augen. Es ist kalt und der Atem gefriert. Meinen Weg kenne ich. Der Großstadtlärm hält mich wach. Ich biege um die Ecke und …

… da stehst Du. Die letzten 21 Jahre übernehmen für Millisekunden die Macht über meine Gedanken. 21 Jahre. Die ersten zwei mit Dir.

Was haben wir für Spaß miteinander gehabt. Mehr gelacht als geweint. Mehr genossen als zerstört. Wir waren so glücklich. Zwei Jahre. Und doch war uns eine Zukunft nicht vergönnt.

„Wir fliegen nach Rio“ hast Du damals so oft gesagt und ich nickte lächelnd. Beide wussten wir genau, dass wir niemals nach Rio fliegen würden. Deine Frau hätte sicher etwas dagegen gehabt.

Ich hasse Fremdgehen. Will es nicht. Dulde es nicht. Möchte nicht Instrument dessen sein. Seit diesen zwei Jahren mehr als jemals zuvor. All die Lügen, die niemand will und die doch täglich ausgesprochen werden, um das zu halten, was einem gar nicht vergönnt ist.

Vielleicht musste ich durch diese zweijährige Glamour-Hölle gehen, um zu begreifen wie es ist, zu betrügen. Betrogen zu werden obgleich man selbst diejenige ist, die dazu beiträgt. Du liebtest Deine Frau… und mich. Ich Dich? Ja, ich glaube, dass ich Dich liebte. Irgendwie. Eingestehen wollte ich es mir nie. Konnte ich mir nicht. Du warst verheiratet.

Irgendwann hielt ich die Situation nicht mehr aus. Du sprachst davon, Dich scheiden zu lassen. Klar. Usus, wenn die Geliebte sagt, dass sie geht. Ich wollte keine Scheidung meinetwegen. Und Du konntest es gar nicht. Zu sehr warst Du mit Deiner Frau in all Euren gemeinsamen Jahren verschmolzen. Euer gemeinsames Kind ging noch nicht einmal zur Schule. Du musstest – und wolltest wohl auch – bei Deiner Frau bleiben. Aber mich gehen lassen wolltest Du auch nicht.

Wir trennten uns und es ging mir besser. Keine Tränen; nur ein Zurückblicken mit lächelnden Augen. Es war okay.

Dann vor ein paar Jahren hast Du mich mitten in der Stadt fast buchstäblich umgefahren. Unsere Wege sollten sich erneut kreuzen. Warum musste das passieren? Wieder waren wir uns in Sekunden verfallen. Wieder sind wir bei nächst bester Gelegenheit über einander hergefallen. Wieder war es schön. Doch noch immer warst Du verheiratet.

Wir versuchten es.

Mit Geschenken, die ich nicht wollte, hast Du mich überhäuft. Mit Aufmerksamkeit, der ich nicht gerecht werden konnte, hast Du mich bedacht. Mit Zeit, die ich Dir nicht geben konnte, hast Du mich gelockt.

Ja, wir versuchten es noch einmal. Eine kurze Zeit. Und plötzlich wachte ich auf aus diesem kleinen Traum. Ich höre noch immer Deine Worte, als Du mich anlächeltest und sagtest „Es ist noch immer wie damals. Alles ist wie damals.“ „Ja, das ist es“ begriff ich in Worte gekleidet, dass Du noch immer verheiratet warst.

Ich drehte mich weg und bat Dich zu gehen. Die Tür fiel zu und nun war ich sicher, dass ich Dich nie wieder sehen würden.

Doch nun stehst Du vor mir. Strahlst mich an. Fällst mir um den Hals und freust Dich so offensichtlich, mich zu sehen, dass es mich fast erschlägt. Wir stehen uns gegenüber. So nah, dass unser Atmen fast zu einem Zopf gefriert.

Ich sehe Dich an und frage gespielt zufällig, wie es Deiner Frau geht. Noch indem Du anfängst zu antworten „Es geht ihr gut und unsere Große…“ sehe ich Dich ein letztes Mal lächelnd an und gehe.

Und der Schnee fällt …

… doch nicht in Rio.

© skriptum

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Ja, ich weiß, meine Liebe … Es tut sehr weh. Komm her, ich nehme Dich in meine Arme. Weine Dich ruhig aus. Ich bin für Dich da.

Wir kennen uns nicht persönlich, trafen uns nie zuvor. Und doch weiß ich ganz genau, wie es in Dir aussieht. Ich kenne Deinen Schmerz. Ich fühle mit Dir, wie sehr er Dich verletzt. Seine miesen kleinen Spielchen. Sein Rumtrampeln auf Deinen Gefühlen. Sich Mühe zu geben, wenn er glaubt, dass Du nun gehst und Deine Gefühle zu attackieren, sobald er sich sicher sein kann, dass Du doch bei ihm bleiben wirst.

Er wird Dir niemals treu sein. Zu sehr hat sich in seinem Kopf manifestiert, verlassen werden zu können von der Frau an seiner Seite. Von einer der Frauen an seiner Seite. Zu sehr hat er sich angewöhnt, immer einige weitere Frauen in petto zu halten. Mit ihnen zu schlafen und Dir seine große Liebe zu schwören.

Ja, meine Liebe, ich weiß, dass Du das weißt. Ich weiß, dass Du das nicht wahr haben willst und ich weiß, dass er es bestreitet. Es ist so und es tut einfach nur unendlich weh. Du wirst glauben, ihn zu hassen. Doch das tust Du nicht. Du liebst ihn und irgendwann wird dieses Gefühl auch in Verachtung umschlagen. Es wird Dir auch egal sein, ob er vor Dir in der Gosse liegt; Du wirst einfach über ihn steigen und das einzige Gefühl, das Dich in dem Moment beherrschen wird ist Ärger. Ärger darüber, dass Du ihn erneut als Hindernis überwinden musstest.

Doch es wird Dir gut tun. Glaube mir, meine Liebe. Du wirst es letztendlich sogar genießen. Du wirst eine Tages vergessen haben, dass er die Schuld seiner Untreue damit ‚beglichen‘ hat, Dich wie eine Dirne behandelt zu haben. Mit Dir schlief und Dir anschließend sein Geld in die Hand drückte, damit Du Dir was Schönes kaufst, um ihm zu gefallen.

Lächelnd wird er das mindestens einmal pro Monat mit Dir machen. Augenzwinkernd. Und Du wirst sein Geld nehmen. Und Du wirst etwas kaufen. Etwas für Dich … was IHM gefällt. Es wird Dir nicht gefallen. Du wirst es hassen. Weil Du weißt, dass es sein Geld ist – was Dir noch mehr das Gefühl vermittelt, schmutzig zu sein. Nichts wert zu sein.

Ja, meine Liebe, er liebt nicht Dich. Er liebt es nur, Dich zu benutzen. Zu benutzen als Mittel gegen seine Angst vor dem Alleinsein. Nein, er kann nicht allein sein. Ja, meine Liebe, ich weiß, dass er Dir das Gefühl vermittelt, Du seiest ihm im Wege. Das bist Du ja auch. Doch das wird er Dir nie sagen. Er wird es Dich nur jede Sekunde spüren lassen. Spüren lassen und Dich dennoch anlächeln. Mit Dir schlafen und Dich anschließend in den Dreck werfen. Mit Worten, mit Blicken, mit seiner maßlosen Ignoranz.

Natürlich hast Du das Gefühl, nicht ohne ihn sein zu können. Ihn zum Leben zu brauchen, wie tägliches Brot. Ich weiß, meine Liebe, Du verdienst Dein eigenes Geld und kommst prima ohne ihn aus. Eigentlich. Dennoch ist da das Gefühl, nicht ohne ihn leben zu können. Bedenke: er ist ein wahrer Meister im Schaffen von Bedürfnissen. Er wird Dich immer überzeugen wollen, bei ihm bleiben zu müssen. Und Du wirst es viel zu lange tun.

Meine Liebe, ist es schon so weit, dass Du Dir die Frage stellst, ob Du – aufgrund der Art und Weise wie er Dich behandelt – gut genug bist für ihn? Ist es schon so weit? Darf ich Dir die Frage bitte beantworten? Liebes, hör auf nachzudenken, denn die Antwort ist ganz einfach:

Er ist nicht gut genug für DICH!

Du fragst, woher ich das alles weiß?

Ich war auch eine seiner Geliebten …

© skriptum

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