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Posts Tagged ‘Kindergarten’

Was ist das eigentlich auf manchen Internet-Präsenzen (natürlich bis zum Glück nicht hier!) für eine neue Erscheinung, sich ständig auf die Blog- und Foren-Böden der Tatsachen zu schmeißen? Da werden aus dem Nichts einer bis dahin sachlich geführten Diskussion Sub-Threads kreiert, die nur noch aus

*umfall*
*aufhelf*
*nochmal umfall*
*Riechsalz ranschlepp*
*Riechsalz schnapp*
*aufrappel*
*wieder hinschmeiß*
*auch schubs*
*kreisch*
*Luft schnapp*
*wieder umfall*
*fächel*
*Wasser kipp*
*jetzt erst recht umfall*
*liegen bleib*
*ächts*
*flizzzzzzzz*
*pfffffff*
*schubs nochmal*
*heul los*
*Taschentuch reich*
*schnöf rein*
*Kleenexrolle rüberschieb*
*Rolle über Kopf hau*
*Beule reib*

etc. bestehen, um möglichst zeitnah in Gelächter zu Gipfeln mittels

*gggggggggg*

was spätestens ab drei „g“ höchst hysterisch wirkt oder

*rofffffffffl*

obwohl diese Foren in den seltensten Fällen über dermaßen viel Floor verfügen. Dennoch.

Und wenn man gerade die leise Hoffnung hegt, dass es überstanden sein könnte, lässt sich unschwer feststellen, dass alles unbedingt steigerungsfähig ist. Zum Beispiel mit

*dichmalzurseiteschieb*
*michnichtschiebenlass*
*nöldichmalan*
*sturstehenbleib*
*vorbeiwill*
*abernichtvorbeilass*
*draufhau*

womit wir spätestens in dem Moment wieder bei

*umfall*

wären und das ganze Theater von vorn losgeht.

Im Grunde stört es ja gar nicht weiter, wenn sich dererlei in irgendwelchen Threads abspielt und nur allzu leicht der Eindruck entsteht, es handele sich möglicherweise um Menschen, die einfach nicht über die Fähigkeit verfügen, wenigstens ab und zu in ganzen Sätzen zu schreiben. RatzFatz *umfall* und schon ist klar, dass andere User irgendwas *ranschlepp* sollen, was dann recht schnöde mit *wegschmeiß* oder *nichtwill* abgelehnt wird. Nun denn. Notfalls hilft auch ein kurzes *kreisch* oder „brüll*, um bekannt zu geben, dass man nicht mehr will. Hat man ja im Kindergarten schon so gelernt. Scheint irgendwas von Radfahren zu haben. Nur *weglauf* ist einfacher und verfehlt wenigstens nicht den „Sinn“ solcherlei Threads. Immerhin möchte man sich ja gern mitteilen und das geht eben nur, wenn man die „Sprache“ des Adressaten spricht. Und wer’s nicht lesen will, kann ja wegklicken; spätestens bevor er ganz erblindet.

Was mich ehrlich gesagt beunruhigt ist jedoch, dass mich inzwischen immer öfter solche Nachrichten erreichen.

WAS bitte habe ich getan? *grübelfürchterbar

WANN habe ich den Eindruck erweckt, diese Sprache, möglicherweise sogar ausschließlich, zu beherrschen? *überlegganzdolle

WIE könnte ich es erreichen, dass das aufhört? *nochmalstarknachdenk

WER wagt es, das auch zukünftig zu tun? *drohjetztschonmal

WARUM muss mir so etwas passieren? *fragmalsoindieRunde

WO bin ich da nur gelandet? *guckumschau *fassungslos *gleichmitumfall

Einzig die Hoffnung, dass diejenigen, die mir solche Nachrichten schicken maximal die Hälfte dieses Textes verstehen, beruhigt mich etwas oder auch gerade das nicht. Alle anderen verstehen nur die andere Hälfte. In Anbetracht dessen sollte wohl geklärt sein, dass keiner diesen Text ganz versteht. Daraus müsste resultieren, dass eigentlich und uneigentlich kein einziger Kommentar folgen dürfte. Normalerweise. Oder jeder schreibt eben das dazu, was er schreiben kann, soweit er diesen Text verstanden hat. Ehrlich gesagt verstehe ich ihn inzwischen selbst nicht mehr und habe den Mist längst wieder gelöscht. Wie er auf diesen Blog gekommen ist weiß ich nicht, lehne jede Verantwortung für das ab, was daraus entsteht und *flitzganzfixfurchtbarweitweg*, um nicht irgendwann nur noch Sternchen zu sehen. Also noch viel Spaß und

*ganzliebwinkewinke*

;o)

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Ach, waren das noch Zeiten, als unsere armen Mütter und Großmütter die 10 Kilo-Trommeln mit staubigem Waschmittel nach Hause schleppen (rollen?) mussten. Leichter zwar nicht aber einfacher war das irgendwie schon: Sie gingen in den Kaufmannsladen, sahen sich nur kurz um, erblickten eine riesige Auftürmung großer Waschmittel-Trommeln und gingen zielstrebig darauf zu. Kam eh nur eine geringe Auswahl in Frage und groß wie schwer waren sie schließlich alle.

Aber wie haben sie eigentlich anschließend diese riesigen Trommeln entsorgt? Klar, eine gewisse Zeit konnten die Hart-Pappen-Trommeln für Spielzeug, Werkzeug oder gar direkt schmutzige Wäsche weiter verwendet werden. Vermutlich so lange, bis man im eigenen Haus einen ebensolchen Turm an Waschmittel-Trommeln hatte, wie im Laden. Aber irgendwann musste man sich von den Teilen trennen. Nur wie?

Nun denn … die Zeiten ändern sich. Heute gehe ich zu Rossmann, Schlecker, Edeka oder sonstigen Anbietern und suche erstmal überhaupt das Regal, in dem ich dann ca. 50 verschiedene Waschmittel-Sorten finde. Ich stehe jedesmal wie blöd davor und überlege, welche werblichen Vorzüge ich diesmal für meine Wäsche zu präferieren gedenke. Weißeres Weiß than ever? Bunteres Bunt than always? Schwärzeres Schwarz than Hell? Das Must-Have für Sommer, Herbst und Winter? („Frühling“ fällt ja in diesem Jahr wohl aus?!) Es gibt inzwischen für fast alles ganz eigene Waschmittel. Allerdings: Das Waschmittel um gleich Hundehaare und Tempo-Fussel zu entfernen vermisse ich noch. Ist aber sicher nur eine Frage der Zeit. Vielleicht kann man irgendwann den Hund auch gleich mit in die Trommel stopfen. Doppel-Whopper: Dann erspart man sich auch das stundenlange Staubsaugen, um die Haare aus den hoch floorigen Teppichen rauszusaugen, diesen Gedanken dann irgendwann zeitgleich mit der Begnadigung des Staubsaugers aufzugeben und doch wieder mit der Schrubber-Bürste auf allen Vieren durch die Wohnung zu robben.

Tja, da stehe ich also vor diesem Regal – wenn ich es denn endlich gefunden habe, bevor ich losdüsen muss, um Nachbars Kinder rechtzeitig aus dem Kindergarten zu holen (versprochen ist versprochen) und vor allem bevor sie mich mit dem bereits verfügbaren Handy der Freundin im Laden anrufen und hinpfeiffen. Aber zurück zu meiner eigentlichen Baustelle: Die Packungen sind mit den Jahren putzig klein geworden. Und was für einen Wandel der Inhalt inzwischen durchgemacht hat. Erst waren es die riesigen Waschmittel-Trommeln mit staubigem Waschmittelpulver, dann gab es die Trommeln auch in kleiner – Inhalt immer noch staubig – Preis der gleiche, dann noch kleiner (Inhalt – Preis) und dann ganz klein. Dann fiel offenbar endlich irgendwann, irgendwo, irgend jemandem auf, dass die Entsorgung immer schwieriger und das nach-Hause-Schleppen immer nerviger wurde und das Thema Verpackung wurde umgestellt auf Papier und Plastik. Das Material ist ja auch deutlich leichter und damit keiner mehr so schwer an Waschmittel schleppen muss, wurde es auch immer konzentrierter. Wo allerdings der Sinn liegt, inzwischen im Angebot den fünfer Pack Waschmittel zu erstehen – zwar in konzentrierter Form aber mit dem gleichen Schleppfaktor wie vor 30 Jahren – erschließt sich mir spontan nicht. Denn wenn ich richtig rechne, sind fünf mal zwei Kilo zumindest ungefähr genauso viel wie einmal zehn Kilo. Das mag aber täuschen.

Doch damit nicht genug der Veränderung von Waschmitteln. Der Staub musste weg. Also wurde die Konsistenz gewandelt von staubigem Pulver über Pearls und Taps bis hin zur trinkfähigen Seifenmasse, deren Dosierungsanleitungen mit beiliegendem Kalktest für das verwendete Wasser meist länger sind als der gesamte Waschvorgang dauert. Die Qual der Wahl wird immer nerviger. Nimmt man nun die kleine 2 Kilo Packung konzentriertes Waschmittel für Wäsche bis 40°C, die aber nur schwarz ist, jedoch dringend nachgefärbt werden müsste, aber nicht in den Trockner darf, weil sie dann hinterher zu weich zum Bügeln ist? Oder doch lieber einen Zacken schärfer und vor allem heißer. Dann aber nur die Wäsche die eben nicht schwarz ist und in den Trockner darf weil sie ja eigentlich nicht gebügelt werden soll, allerdings meist von Mal zu Mal etwas kleiner wird und inzwischen eher der Tochter denn der Mutter passt? Ist sie bunt und könnten die Farben verwaschen? Könnte also das billige da hinten – kostet nur ein Drittel dessen, was andere Hersteller verlangen – seinen Dienst tun? Nein, lieber doch nicht. Bei dem daneben steht etwas drauf von „nicht für gefärbte Wäsche verwenden“. Tja, wenn ich jetzt wüsste, wie lange das her ist, daß ich die schwarzen Jeans gefärbt habe. Da ist doch sicher längst alles an Farbe raus … oder doch nicht? Ach Moment, da sehe ich gerade einen Hinweis, dass es sich bei dem Waschmittel und die 17-fache Konzentration handelt. Wieviel brauche ich denn dann noch für eine Trommel Wäsche? Habe ich überhaupt noch einen Fingerhut? Aber ob die miniwinzige Menge tatsächlich reicht? Ich glaube, davon nehme ich dann doch lieber mehr. Ach, ich sehe gerade: Ist sowieso egal. Dieses Waschmittel ist nur für Kochwäsche. Schwarze Kochwäsche? Quatsch, ne! Von schwarz war ich ja schon wieder weg.

Also mal Tacheles: Wenn ich für jede zu reinigende Wäsche das passende Waschmittel haben will, schleppe ich mich zu Tode. Für welches entscheide ich mich also? Habe ich irgendwas mit den obligatorischen Werbe-Flecken? Ketchup? Schlamm? Ausgedrücktem Kugelschreiber? Zerkaute Wachsmalstifte in Baumwolle? Nö, eigentlich alles so gar nicht. Ich hatte die Klamotten einfach nur mal an. Somit dürfte 40 bis 60°C-Wäsche reichen. Also am besten eines der Waschmittel für 40/60/95°C.

Inzwischen stehe ich hier schon seit einer halben Stunde vor diesem blöden Regal und die Verkäuferin mustert mich, als würde ich nur auf den richtigen Augenblick warten, irgendwas in meiner Tasche verschwinden zulassen. Will ich auch! Und zwar direkt nachdem ich das richtige Mittel gefunden und bezahlt habe. Also weiter „für 40/60/95°C“. Das isses doch jetzt endlich. Steht auch nix von schwarzer Wäsche oder Hundehaaren drauf. Da stehen allerdings noch drei, die angeblich das gleiche können. Finde ich irgendwo einen Hinweis auf „stinkt nicht wie die Hölle wenn die Wäsche trocknet“? Denn deshalb bin ich ja ständig wieder auf der Suche nach einem anderen Waschmittel: Kaum hat man sich an eines gewöhnt, wird irgendwas in Richtung März-blumig, Oktober-muffig, April-fröstelig oder sonstiges verändert und man spart sich jede Form von EdT; es reicht völlig, den frisch gewaschenen Pulli anzuziehen. Ob man den aufgezwungenen Duft nun mag oder nicht; er begleitet einen durch den Tag und man hat ihn eben toll zu finden. Auch wenn man wie eine Waschmitteltrommel müffelt. Aber den Stinkfaktor verrät einem natürlich auf der Verpackung keiner vorher. Also nehme ich jetzt einfach mal das mit dem niedrigsten „wie schrumpfe ich mein Einkommen“-Faktor. Na endlich, das wäre geschafft!

Eigentlich brauche ich auch noch Weichspüler. Mein Blick wandert gerade weiter am Regal lang um nach Weichspüler zu suchen, da merke ich, wie ich mich selber blitzartig überzeuge, dass ich „rubbelige“ Handtücher eigentlich viel lieber mag. Die Nummer „Waschmittel“ tue ich mir jetzt mit Weichspüler nicht gleich noch einmal an! Auf dem Weg zur Kasse klingelt mein Handy. Ich traue mich gar nicht, ranzugehen. Und tanken muss ich auch noch. Bei DEN Preisen …

Ach, waren das noch Zeiten, als der Liter Sprit weniger als eine Mark kostete …

© skriptum

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Erinnerungen hat ja jeder. Ich weiß. Das ist nun wirklich nichts besonderes. Dennoch wiegen manche Erinnerungen schwerer und andere verblassen oder verschwinden irgendwann ganz. Die ersten Erinnerungen gehen meist auf die Kindergartenzeit zurück. Lange her und doch haben sie sich aus irgendwelchen Gründen eingeprägt.

Wie war das eigentlich im Kindergarten. Mittagsschlaf? Das Grauen! Heute wäre ich froh, wenn ich mich zwischendurch hin und wieder ablegen könnte. Händewaschen nach jedem Toilettengang. Gut, das habe ich beibehalten. Ne, echt! Soll man ja auch so machen.

Noch etwas habe ich beibehalten. Und das ist der totale Ekel vor purer Milch. In jeder Mischung und Verarbeitung mag ich sie. Aber pur? Mir wird schon schlecht wenn ich sie nur riechen muss. Von trinken ganz zu schweigen. Woran das liegt, ist schnell erklärt:

Im Kindergarten (natürlich, wo sonst) mussten wir jeden verdammten Tag warme Milch trinken. Und immer mit Flott oben drauf. Heute nennt man das ja vörnehm „Haut“ aber damals war es einfach Flott. Und der war ekelhaft! Er klebte an den Lippen oder am Gaumen. Oder im Magen. Gefühlt natürlich nur. Man konnte ihn zwar zur Seite schieben, doch sobald man anfing zu trinken, mogelte er sich in den Mund. Und da war er dann. Ausspucken war unter Strafe verboten. Wohin auch? Zurück in die Tasse? Das wäre eine Never ending Story geworden. Also schluckte man das Zeug. Und ekelte sich. Ich zumindest.

Noch heute wird mir schlecht, wenn ich warme Milch nur sehe. Muss ich sie riechen, ergreife ich die Flucht. Auf’s Klo meistens. Aber der Würgereiz beruhigt sich normalerweise, sobald ich aus Riechweite der Milch bin. Ne, da ist mir Joghurt schon lieber. Kalt natürlich. Und ohne Flott. Auch wenn ich ihn meistens recht flott wegesse. Flotter zumindest als ich im Kindergarten die Milch getrunken habe. Sofern ich mich recht erinnere …

© skriptum

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