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Posts Tagged ‘Kirche’

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Habt Ihr es auch schon erlebt, dass Ihr irgendwas seht und schon geht die Gedanken-Maschine los? Mir erging es so in der Kyrka (Kirche) von Runsten auf Oeland in Schweden. Dort lagen in den Fenstern verschiedenste Gegenstände, die ich alle auf ihre Weise interessant fand. Aber am meisten haben mich zwei Schlüssel in ihren Bann gezogen. Alte, große Schlüssel:

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Schluessel1+2

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Was haben sie wohl zu ihren aktiven Zeiten, geöffnet … geschlossen? Wurde hinter ihnen etwas verschlossen … präsentiert? Boten sie Sicherheit für Hab und Gut? Für Menschen? Und was ist wohl aus den Schlössern geworden, in die sie einst passten? Hoffentlich nicht das:

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Schluesselgewicht-207

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Ooops! ;o)

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Ich wünsche Euch ein positiv aufschlussreiches Wochenende! ☼

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… warum die Römisch-Katholische Kirche mitunter dermaßen rückständig ist, konnte endlich gelüftet werden:

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CastelGandolfo3

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Wenn dort die Tage und Nächte nur jeweils sechs statt zwölf Stunden haben, erklärt sich wohl vieles von selbst!

Ich wünsche Euch einen geläuterten Sonntag! ;o)

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Bild: fr-academic-ru


 

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Endlich habe ich mal Zeit zum Lesen. Zwar unter Umständen, die ich mir nie hätte träumen lassen, aber immerhin. Einen ganz besonderen Spaß hatte ich bei einen protokollierten Zwiegespräch zwischen „Schmidt Schnauze“ aka Helmut Schmidt und Fritz Stern. In dem Buch „Unser Jahrhundert“ philosophieren die beiden über Politik und Kirche, die Einmischung von Letzterer in die Erstere und ihre Meinung darüber. Klar, dass aktuelle Politiker nicht verschont werden und die Lage der Weltpolitik unter eine Lupe genommen wird, auf die ich nicht einmal gekommen wäre. Wer also noch den Hebel sucht, der ihn oder sie anlässlich dessen, was in diesem Staate vor sich geht, laut lachen lässt, der sollte sich dieses Buch keinesfalls entgehen lassen!

 

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Ich wünsche allen, die sich dieses außerordentliche Vergnügen gönnen, reichlich viel Spaß! Ich habe es auf kaum einer Seite geschafft, umzublättern, ohne wenigstens einmal laut gelacht zu haben.  Natürlich bleiben auch ganz ernsthafte Gedanken und Ansätze keinesfalls auf der sprichwörtlichen Strecke. Alles in allem ist dieses Buch jedoch ein herrlicher Lesespaß! ;o)

 

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Die abgegriffene Zigarettenschachtel ließ erahnen, dass sie längst mit dem Rauchen aufgehört hatte. Eigentlich. Nur ab und zu noch überkam es sie und sie verpasste ihrer Lunge eine Dosis Nikotin, die nicht nur ihre Lunge sprengte, sondern auch sofort bis ins Hirn zu schießen schien.

Verloren folge ihr Blick den Bewegungen der Gardinen, die unaufhaltsam wärmende Sonnenstrahlen in das kleine sterile Zimmer zu wehen versucht zu sein schienen. Vergeblich. Ihr war kalt. Eine innere Kälte, der mit nichts beizukommen war. Träume hatte sie längst keine mehr. Ebenso wenig, wie sie sich noch irgendwelchen Illusionen hingab. Sachlichkeit und Ernüchterung hatten ihren anfänglichen Willen längst austrocknen lassen.

„So ist das Leben. Leben eben“ hatte sie so oft lächelnd und ruhig gesagt, dafür aber nur verständnisloses Kopfschütteln geerntet. Die Karten mischt eine unbestechliche Macht, die nicht selten kleine perverse Spielchen zu treiben scheint. Mag sein, dass alles anders geworden wäre, wenn sie sich diesen Spielregeln gebeugt hätte. Aber sie kannte sie ja nicht einmal; wusste um keines der möglichen Ziele und hatte sich inzwischen in das ihr nach wie vor unbekannte Schicksal ergeben. Fast zumindest. Einen Weg hatte sie noch gefunden, um dem für sie von welcher Macht auch immer Geplanten doch noch ein Schnippchen zu schlagen.

Schicksal? Oder Bestimmung? Worin lag der Unterschied? Gab es überhaupt einen? Sie blies gedankenverloren den letzten Zug ihrer Zigarette dem Kosmos entgegen. Ein Atemzug wie jeder andere und doch mit tieferer Bedeutung. War er doch Teil ihres Todesurteils, das längst besiegelt war. Sie wehrte sich schon lange nicht mehr. Keiner redete noch auf sie ein. Alle hatten sich damit abgefunden, dass sie nun in einer Warteschleife hing. Eine Position, die ihr täglich mehr die Sinne vernebelte. Ihr sollte es recht sein. Waren die verabreichten Medikamente doch Garant dafür, dass sie ihr eigenes Ende hoffentlich nicht bei allzu klarem Bewusstsein mitbekommen würde.

Sie wollte längst nicht mehr, hatte vor langer Zeit angefangen zu beten. Nie hatte sie wirklich an Gott geglaubt. Doch jetzt lagen ihre verbliebenen Hoffnungen in seiner Existenz. Wenn es ihn gab würde er ihr beistehen. Der Allmächtige. Der Allwissende. Hoffentlich würde er. Würde er? Oder fand die Kirche auch hier wieder irgendeine Ausrede für ihn? Den Allmächtigen.

Sie schaute auf die Uhr. Es war Zeit. Ihre Sachen hatte sie längst gepackt. Niemand hatte es mitbekommen. Das meiste ließ sie sowieso zurück. Was sie bei dieser Fahrt brauchte passte in eine kleine Umhängetasche. Der Abschied von ihren Lieben war ihr etwas schwer gefallen. Doch nie zuvor hatte sie sich so sehr darauf gefreut, nach Holland zu fahren …

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Auf der schwedischen Insel Öland befindet sich in Runsten eine Kirche, die mich auf vielfältige Weise beeindruckt hat. Nicht nur, dass das Tor zu dem betreffenden Grundstück weit offen stand und an der Kirchentür ein Schild extra darauf hinwies, dass die Kirche mitten in der Woche geöffnet ist. Beides ist schon viel mehr, als es in Deutschland häufig zu finden ist.

Mehr noch: Im Inneren dieser Kirche kam ich aus dem positiven Staunen kaum noch raus. Dass es unter einem Dach möglich ist, verschiedenen Glaubensrichtungen Raum zu bieten, ist geografisch kein Problem. Für die meisten „Gotteshäuser“ und deren „Betreiber“ scheint es jedoch undenkbar zu sein. In der Runsten Kyrka ist es offensichtlich eine Selbstverständlichkeit:

 

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Die Kirche durfte jedoch nicht nur explizit im Altarraum besichtigt werden. Wir hatten außerdem die Möglichkeit, den Kirchturm zu erklimmen. Ein bisschen wirkten die gelagerten Habseligkeiten wie „Kraut und Rüben“. Dennoch war jede einzelne sehr sehenswert.

Eine alte Schulbank und längst ausgediente Manuskripte lagerten dort ebenso auf den verschiedenen Etagen, wie viele andere kleine und große Schätze. Als wir am Verlies vorbei kamen, packte mich eiskalter Schauer. Keine Ahnung warum. Ein kurzer, sehr kurzer Blick hinein zeigte deutlich, dass dort niemand mehr gefangen gehalten wurde. Dennoch durchfuhr mich ein sehr bedrückender Schreck. Vor selbigem vergaß ich sogar, ein Foto zu machen.

An dem gezeigten Gebälk ist vermutlich gut zu erkennen, wie schmal und steil die Treppen im Kirchenturm waren. Und auch wenn mir in dem Moment schon klar war, dass ich mich für den Rest meines Lebens darüber ärgern würde, verzichtete ich darauf, die letzte Etage bis zum Glockenspiel zu erklimmen. Jede bisher geschaffte Stufe musste ich ja auch wieder runter.

Ich kann Euch sagen: Heute ärgere ich mich wirklich maßlos darüber, dass ich die letzte Etage nicht noch hochgestiegen bin! Aber es ging leider wirklich nicht mehr. Meine Beine zitterten inzwischen schon richtig. Da konnte auch der Kopf und die mich gepackte Faszination nichts mehr besänftigen.

Was ich von der „Institution Kirche“ halte, dürfte hinlänglich bekannt sein. Wenn ich jedoch in Runsten leben würde, wäre ich sicher häufiger in dieser Kirche anzutreffen. Und das will wirklich etwas heißen! Eines sollte man, losgelöst von der jeweiligen Glaubensrichtung, m.E. nie vergessen:

Letztendlich leben wir alle unter demselben Himmel!

 

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Ursprung

Ursprünglich handelt es sich bei „Silvester“ oder auch „Sylvester“ um einen männlichen Vornamen, den jedoch in Deutschland kaum ein Mensch trägt. Aber jeder kennt ihn als Bezeichnung des letzten Tag eines jeden Jahres. „Silvester“ ist von lateinischer Herkunft und geht auf den Wortstamm silva = Wald zurück. Ins Deutsche übersetzt heißt Silvester soviel wie „Waldbewohner“ oder „der zum Wald Gehörende“.

Außerdem handelt es sich bei „Silvester“ nicht nur um den einfach so benannten letzten Tag des Jahres, sondern ganz offiziell um einen Gedenktag. Gedacht werden soll an diesem Tag eines Papstes, der die Kirche im vierten Jahrhundert neu organisierte und so zu einem der bekanntesten Päpste der noch jungen Kirche wurde. Silvester I. ist somit der Tagesheilige, dem an jedem letzten Tages eines Jahres gedacht werden soll. Er verstarb am 31. Dezember 335 in Rom.

Feuerwerk

Früher wurde nicht nur mit den sprichwörtlichen Pauken und Trompeten, sondern auch mit massivem Kirchengeläut das alte Jahr und damit böse Geister vertrieben, um in ein unbeschwertes und glückliches neues Jahr zu gehen. Dabei ging es hauptsächlich darum, möglichst laut zu sein, so dass auch durchaus Rasseln und bei den Germanen die Peitschen und Dreschflegel als Lärminstrumente herhalten mussten. Nachdem im Zeitalter der Renaissance das Schwarzpulver erfunden worden war, wurden in der Nacht von Silvester auf Neujahr auch Böller-, Gewehr- und Schüsse aus Kanonen abgefeuert. Heutzutage verzichten die meisten auf Kanonenschüsse und ähnliches, sondern bedienen sich lieber diverser fabrikgefertigter Silvesterraketen, die eigens zu diesem Zweck und dazu noch in ihrer abgeschossenen Erscheinung deutlich bunter hergestellt werden. Außerdem ist der (Aber- oder auch nicht)Glaube daran, dass man mit diesem Lärm böse Geister verjagen könnte weitestgehend dem Spaß an der Freude gewichen. Auch wenn ich gestehen muss, dass ich noch nie im Leben einen Böller gezündet habe. Ich habe aber auch noch nie einen Döner gegessen. Ob das in irgend einem ursächlichen Zusammenhang steht, lasse ich lieber dahingestellt. Auf jeden Fall habe ich Spaß an Feuerwerken, solange ich sie nicht selbst zünden muss …

China kann sich auf eine der längsten Traditionen im Herstellen von Feuerwerkskörpern berufen. Aber auch in Deutschland lebt mittlerweile ein ganzer Industriestamm davon, auf das Jahresende hinzuarbeiten. Jährlich werden für diesen Spaß Milliarden ausgegeben. Ich glaube fast, SO böse können Geister kaum sein, oder? ;o)

Das größte Silvesterfeuerwerk findet übrigens jedes Jahr auf dem Times Square in New York statt. Aber die haben ja auch immer den größten Tannenbaum, also dürfen sie das vermutlich. Der Tannenbaum steht allerdings vor dem Rockefeller Center, nicht am Time Square. Obwohl das Verfangen diverser Feuerwerkskörper in diesem riesigen Tannenbaum vermutlich ein ganz eigenes Feuerwerk ergeben würde.

In Deutschland ist das Abschießen von Feuerwerkskörpern der Klasse 2 (also die „richtigen“) nur in der Silvesternacht von 18 Uhr bis 1 Uhr erlaubt und auch nur von Personen ab 18 Jahren. Feuerwerkskörper der Klasse 1 (also die nicht so „richtigen“) dürften rund ums Jahr, jederzeit und ab 12 Lenzen abgefeuert werden. Bedenken sollte man beim Abfeuern immer, dass Tiere ein wesentlich sensibleres Gehör haben als Menschen und z. B. die Silvesterknallerei um ein Vielfaches stärker wahrnehmen. Nicht nur das: Manche Tiere geraten durch diese ungewohnte Lautstärke regelrecht in Panik. Wenn man also Halter eines Tieres ist, sollte man sich durchaus vorher Gedanken darüber machen, wie man sein Tier vor allzu großer Lärmeinwirkung möglichst schützen kann.

Auf Schiffen sind Feuerwerke übrigens strikt verboten, da es im Seenotfall zu Verwechslungen mit Leuchtraketen kommen könnte. Dennoch wird das neue Jahr begrüßt, und zwar mit tutenden Nebelhörnern. Was ja mögliche böse Geister auch ausreichend vertreiben dürfte! ;o)

~ Ende Teil 1~

Teil 2 und Teil 3 finden sich hier:

Silvester 2/3 (Bräuche und Verhaltensweisen)

Silvester 3/3 (Glücksbringer + Essen + Trinken + überhaupt)

 

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Bei Isa entdeckte ich bereits vor einigen Monaten dieses Stöckchen, das ich mir erstmal „auf Halde“ gelegt hatte. Für ein solches Thema muss ich echt in Stimmung sein. War ich heute. Also los:

 

1. wozu braucht der mensch sowas wie religion und glaube?

Notfalls dazu, um sich an etwas festhalten zu können, was sich genauso wenig erklären lässt, wie die Situation, die zur Religion geführt hat.

2. welchen religiösen einflüssen warst du in der kindheit ausgesetzt?

Evangelischen. Allerdings nie sklavisch oder mit Druck. Ich bin konfirmiert und mit Mitte 20 aus Überzeugung (nicht Geldmangel) aus der Kirche ausgetreten.

3. wie würdest du deinen persönlichen glauben beschreiben (falls vorhanden)?

Wenn ich mich heute auf eine Glaubensrichtung festlegen müsste, würde ich mich für den Buddhismus entscheiden. Als Buddhistin würde ich mich jedoch nicht bezeichnen. Das fände ich anmaßend und dazu muss ich auch noch viel zu viel lernen. Aber beispielsweise die Selbstverantwortung, die den Buddhismus unter anderem auszeichnet, beeindruckt mich wesentlich mehr, als das permanente Drohen bei westlichen Glaubensrichtungen.

4. welche religionen siehst du positiv und warum?

Den Buddhismus. Ich respektiere allerdings jede Glaubensrichtung und Religion, solange sie ehrlich gelebt wird, statt nur eine Art Aushängeschild zu sein, weil es gerade chic ist.

5. welche religionen siehst du negativ und warum?

Jede, die fanatisch ausgeübt wird oder deren Schrift für Straftaten als Rechtfertigung missbraucht wird.

6. ist der glaube etwas rein persönliches oder sollte er öffentlich ausgelebt werden?

Ich habe kein Problem damit, meine Tendenz bekannt zu geben. Öffentlich diskutieren würde ich darüber jedoch nicht. Das bleibt bei mir. Aber wie so oft: Jeder wie er will.

7. hilft oder schadet es kindern, wenn man sie religiös erzieht?

Ich finde es gut, wenn Kids an verschiedene Glauben herangeführt werden. Sie sollten sich, wie in jedem anderen Bereich des Lebens, auch in dieser Hinsicht so vielseitig und frei orientieren können wie möglich. Ihre Entscheidung sollten sie irgendwann losgelöst von Bundesland oder Familientendenz treffen können.

8. wer ist glaubwürdiger: jesus, der papst, buddha oder mohammed?

Buddha, weil er für mich „greifbarer“ ist als alle anderen.

Ein Papst, der sich in heutigen Zeiten und in Kenntnis von z. B. AIDS nach wie vor gegen den Gebrauch von Kondomen ausspricht, ist für mich menschenverachtend. Insofern erübrigt sich hierzu sowieso jeder weitere Kommentar. Mit solchen Wesen möchte ich mich weder unterhalten noch mich mit ihren Thesen beschäftigen.

9. braucht der mensch religion zur ethischen orientierung?

Zur ethischen Orientierung m. E. nicht. Ethik und Religion hängen nicht zwingend zusammen. Mehr noch: Gerade die Grundgläubigen sind es doch oftmals, die über die Woche andere Menschen belügen, betrügen und in sonstiger Weise sündigen, am Sonntag zur Beichte gehen und damit meinen, ihr „Konto“ fix wieder säubern zu können. Gotteslästerlicher geht es ja kaum noch …

10. was ist dir lieber: wiedergeburt, auferstehung, nirvana oder keinerlei fortsetzung nach dem tod?

Das Liebste ist mir, daran zu glauben, dass wir uns hier alle nur in so einer Art Vorrunde befinden. Das richtig Große kommt erst hinterher. Falls das nicht stimmen sollte: Verklag mich, sobald Du es genau weißt! ;)

Ich glaube also sozusagen an eine Art Nirwana deluxe und finde das voll okay.

 

Viel Spaß all jenen, die sich gern die gleichen Fragen stellen und sie beantworten mögen!

 

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