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Posts Tagged ‘Küssen’

Also echt!

 

Was manche Menschen hier finden wollen, ist mitunter durchaus bestenfalls als empörend zu bezeichnen:

 

 

Relativ grenzwertig fand ich ja schon „ulrich walter markus lanz atom -außerirdische“ und „private pipifilme“. Ich bin mir absolut sicher, dass beides hier vergeblich gesucht wird. Einige andere Suchbegriffe sind logisch und hier auch durchaus zu finden. Nur eines macht mich total traurig:

 

„gegen lippenfältchen hilft küssen“

 

Verdammte Hacke! Woher kriege ich denn jetzt bitte Lippenfältchen? Menno: Immer darf ich nix! *schmoll

;o)

 

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Beim Stöbern im Internet stolperte ich über recht interessante Informationen. Informationen zu einem Thema, von dem man in meinem Alter annehmen sollte, dass sich dazu wenn überhaupt, dann kaum noch Fragen ergeben. Dennoch fand ich so einiges, was ich bisher nicht wusste.

Allein schon den Begrüßungskuss betreffend gibt es so viele verschiedene Traditionen, dass ich nur staunen kann. Dass man in den Niederlanden zur Begrüßung dreimal auf die Wangen küsst, wusste ich bereits. Obwohl ich mir bisher nie merken konnte, wie rum man anfängt. Aber irgendwann weiß ich es; ganz bestimmt. Insgesamt dreimal ist aber noch wenig, denn in Afghanistan küssen die Frauen sich insgesamt dreimal auf jede Wange und in Paris tun es Männer und Frauen angeblich sogar viermal abwechselnd links und rechts. Wer da zu spät zu einer Verabredung kommt, kann also im Grunde nach der Begrüßung gleich wieder gehen ;-)

Auch hat das Küssen im Hinblick auf „Lebenslänglich“ einige Bedeutung: Er beschließt sowohl die standesamtliche wie auch die kirchliche Vermählung eines Paares. In Skandinavien versöhnen sich zerstrittene Ehepaare mit einem Kuss unter dem Mistelzweig. In vielen anderen Ländern bedeutet ein Kuss unter dem Mistelzweig ein Heiratsversprechen. In England werden die Beeren des Mistelzweiges „Kuss-Kugeln“ genannt. Ob dann dort auch geküsst oder dem ganzen nur ein Fantasiename gegeben wird, weiß ich allerdings nicht.

Was ich auch nicht wusste (aber RTL auf deren Homepage) ist, was in so einem an sich normalen Kuss alles drin steckt:

1. Küssen ist gesund. Zwischen 300 und 22000 Bakterien werden bei einem Kuss ausgetauscht. Diese immunisieren und schützen so vor Infektionskrankheiten.

Gesund, ja? Hoffentlich denke ich beim nächsten Kuss nicht an diese Zahlen …

2. Daraus besteht ein Kuss: 60 mg Wasser; 0,5 mg Eiweiß; 0,15 Drüsensekret; 0,4 mg Salz; 0,8 mg Fett.

Also fast ’ne ganze Mahlzeit, hm?

3. Der Druck, mit dem die Lippen aufeinander gepresst werden, reicht vom normalen Kuss (0,5 kg) bis zum leidenschaftlichen Kuss (15 kg).

Letztere Variante dürfte bei regelmäßiger Anwendung viel Botox sparen …

4. Beim Küssen wird das körpereigene Aphrodisiakum SEBUM freigesetzt und der Körper produziert mehr Adrenalin und Insulin.

Na gut, dann kann ich das ja schonmal von meiner Einkaufsliste streichen.

5. Fast 30 Gesichtsmuskeln werden bewegt, wenn man sich küsst.

Also ist Küssen gut gegen Falten? Wow!

6. Nur 8% der Frauen und 48% aller Männer küssen mit offenen Augen.

Das dürfte vermutlich immer auf die Situation ankommen. Bei mir zumindest.

Ein Rezept für „Nonnenküsschen“ lautet: Das Eiweiß von 2 Eiern steif schlagen, 1 Pck. Vanillezucker, 200 g Zucker und 230 g Mandeln (gehackt und geröstet) drunter mischen, mit einem Löffel kleine Häufchen abstechen und auf ein Backblech setzen. Bei 150 Grad eine halbe Stunde backen. Die Nummer würde bei mir allerdings schon daran scheitern, dass ich es leider noch nie geschafft habe, Eiweiß steif zu schlagen. Ich bin nun einmal grundsätzlich gegen Schlagen. Erst recht beim Küssen!

Zur Definition des Kusses führte RTL aus, dass es gleichermaßen die Lippen-Berührung eines Menschen wie auch eines Gegenstandes sein kann und dass er in allen Kulturen vorkommt. Küsse werden ebenso ausgetauscht, um Vertrauen zu zeigen wie auch aus leidenschaftlicher Hingabe und geküsst werden nicht nur geliebte Menschen oder Freunde, sondern beispielsweise auch Gegenstände wie Medaillen im Sport oder religiöse Symbole.

Da sich meine Religiosität durchaus in überschaubaren Grenzen hält bleibt mir also wohl nur eines: Ab in den Keller und meine alten Sportmedaillen suchen!

 

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Ich weiß,

wir werden über Berge springen
und durch Pfützen tauchen.

Außerdem die Sonne küssen
und den Regen verjagen.

Nichts wird uns daran hindern
die Welt zu erobern.

Hand in Hand werden wir
uns den Globus Untertan machen.

Erstaunte Gesichter
werden unseren Weg säumen.

Wir werden lächeln
bis auch der letzte Mensch zurück lacht.

Tränen werden wir nur vergießen
um die Blumen auf unseren Wegen zu wässern.

Dabei wird uns nichts und niemand
jemals aufhalten können.

Und wenn nichts mehr zu gehen scheint
legen wir beide erst richtig los.

© skriptum

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Mit Werbung „habe“ ich es ja sowieso … Kaum gibt es mal eine „Verbraucher-Information“, für die man die Werbetreibenden als Zuschauer nicht direkt wegen versuchter Beleidigung der Intelligenz potentieller Kunden mit Strafanzeigen überziehen müsste. Inzwischen scheint aber ein ganz anderes „Phänomen“ um sich zu greifen:

Woran liegt es eigentlich, dass immer mehr gestörte Kinder in der Werbung eingesetzt werden? Oder habe nur ich diesen Eindruck? Falls nicht sollte man doch wohl normalerweise davon ausgehen, dass diese Kinder in z. B. psychiatrischer oder logopädischer Behandlung besser aufgehoben wären als vor laufender Kamera. Von dem Aspekt, dass ihre Erkrankungen so für die Nachwelt für alle Zeit dokumentiert werden, was ich persönlich meinem Kind nicht antun würde. Insofern könnte ich es durchaus verstehen, wenn diese Kinder ihre Eltern irgendwann verklagen. Auch wenn ich normalerweise gar nichts davon halte, wenn sich Familienmitglieder vor Gericht wiedersehen. Aber Ausnahmen bestätigen wie so oft die Regeln.

Da wird für eine Kinder-Süßigkeit ein Werbe-Spot in einem Geschäft gedreht. Mutter und zwei Kinder stehen vor einem Verkäufer. Das ca. acht Jahre alte Mädchen blafft den Verkäufer in einer so grottenschlecht nachgemachten Kinder-Quäk-Stimme an „Gib mir sofort mein &%§/$§, sonst schmeiße ich dein Regal um“ … Davon abgesehen, dass es dem Gör an Kraft fehlen dürfte, ein Regal, das mutmaßlich an der Wand fest verankert ist, umzuschmeißen, ist natürlich nur schwer zu kalkulieren, was es im Tobsuchts-Wahn sonst für einen Schaden anrichten würde. Als Mutter würde ich im Boden versinken, wenn meine Unfähigkeit, mein Kind zumindest zu Höflichkeit und Achtung zu erziehen, in dieser Weise öffentlich dokumentiert wäre. Aber wenn die Kohle stimmt, für die man sein Kind verkauft, scheint das ja für manche Menschen zweitrangig zu sein.

In einem anderen Spot brüllt ein Kind sich durch diverse Joghurt-Variationen. Inzwischen ist die Kleine eingeschult worden. Normalerweise sollte man davon ausgehen, dass man ihm zumindest hätte versucht haben sollen, das gekünstelten Lispeln abzugewöhnen. Aber dann wären der Werbe-Spots nicht mehr so „niedlich“, nä? Mich schüttelt es einfach nur. Davon abgesehen, dass es dem Werbetreibenden gelungen sein soll, den Staat durch Inanspruchnahme von Subventionen so auszutricksen, dass er für jeden letztendlich vernichteten Arbeitsplatz glatte drei Millionen Euro kassiert hat, was für mich persönlich reicht, den Kauf dieser Produkte komplett und für alle Zeiten zu boykottieren, geht mir das Gekeife des Mädchens bereits seit Monaten nur noch auf den Puffer.

Aber darf man sich wirklich wundern, wenn selbst die Eltern in den Verniedlichungswahn getrieben werden, indem für eine Windel mit dem Zusatz „Mit Raupi Flex“ geworben wird? Raupi … Wie süüüß … *würg* Ein örtlicher Telefonanbieter geht mit dem Slogan „Ich will ein DSL von Dir“ auf Kundenfang. Davor sollte man sich natürlich zum Antörnen eine Mikrowellen geeignete FoodFight-Leckerei mit Curry gönnen, die sich mit „Kaum probiert – schon verführt“ anpreist. Um die potentielle Schweinerei dieser Verführung wieder aus der Wäsche zu kriegen, propagiert ein Waschmittel, das gleich auf die Stufen „3“, „4“ und „5“ etc. verzichtet hat, um sich sofort mit „100“ anzubieten und ergänzt durch „Besser denn je“, das Großartigste zu sein. Alles zunichte macht dann allerdings für mich „Das Must Have des Sommers“, was einen Lippgloss bewirbt, dessen Darstellung ich auf monstermäßig aufgespritzten Lippen dermaßen ekelhaft finde, dass mir komplett die Lust am Küssen vergehen könnte.

Die armen Männer, deren Frauen sich damit vollpanschen und erwarten, dass „Mann“ sich das beim Küssen ins Gesicht schmieren lässt. Fast bewundernswert finde ich es, dass das Zeux nicht einfach am Kinn runter läuft, sondern sich tatsächlich auf den Lippen fixieren lässt. Zumindest im Werbe-Spot. In der Praxis sieht das ja oftmals anders aus. Aber selbst wenn die Pampe tatsächlich so „haltbar“ wäre, würde meine irrtümlich vorausgesetzte Begeisterung nicht ausreichen, um mir dieses „Must Have“ anzutun. Ich küsse lieber! Von mir aus gern, während irgendeine dümmliche Werbung läuft. Wenn jemand richtig gut küssen kann, vergeht mir das Hören und Sehen. Dann kriege ich von diesem Schwachsinn sowieso nichts mit! ;o)

© skriptum
[17.09.2007]

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Sogar ein Stöckchen ohne Namen kann einen gewissen Reiz haben. So gesehen bei Wortperlen und für gut befunden:

Wie alt wirst du in drei Monaten sein?
Wenn nichts dazwischen kommt, dann drei Monate älter

Denkst Du, Du wirst bis dahin verheiratet sein?
Nein, die Nummer habe ich schon vor Jahren abgehakt

Was ist zurzeit dein Klingelton?
Irgendwas das tüddelt

In wie vielen Städten hast du bisher gelebt?
In zwei Städten

Bevorzugst Du in Schuhen herumzulaufen, auf Socken oder barfuß?
In Socken, eindeutig!

Was ist deine Lieblingseiscreme?
Stracciatella

Hast du eine bestimmte Art und Weise, wie du im Bett schläfst?
Erst kurz auf dem Rücken, dann linke Schulter, rechte Schulter.

Bist du eine laute Person?
Nö, ich stehe eher auf leise Töne

Wie alt bist du?
fünfundvierzig

Kannst du Poker?
Face? Jiepp! ;)

Schon mal jemanden geküsst, deren oder dessen Name mit “D” anfängt?
Muss man vorher nach dem Namen fragen? Nur Spaß! ;) Ich weiß es nicht.

Würdest du deine Nase piercen lassen?
Ich halte nichts von vermeidbaren Verstümmelungen im Gesicht

Bist du neugierig?
Bedingt. Ich schnüffel nicht; was ich erfahren soll kommt mir eh zur Kenntnis.

Kennst du eine, die schwanger ist?
Bewusst nicht.

Würdest du ohne deine Eltern zurecht kommen?
Nein; ich würde es nicht wollen!

Letzter Film, den du gesehen hast?
„Backdraft“

Ist es in der Regel einfach für andere, dich zum Lachen zu bringen?
Wenn sie tatsächlich witzig sind, ja.

Was hast du zuletzt in deinen Mund geschoben?
Pellkartoffeln mit Schnittlauch-Leberwurst

Wer hat zuletzt für dich gekocht?
Eine Freundin

Wer hat dich zuletzt angerufen?
Ein Freund

Liest du den Sportteil der Zeitung?
Der geht immer direkt ins Altpapier

Hast du eine gute Beziehung zu deinem Bruder/Schwester?
./.

Was für Bilder hängen in deinem Zimmer?
Hundertwasser und Acryl mit verschiedenen Motiven

Wie siehst du aus: wie Mama oder Papa?
Papa; eindeutig!

Wenn du für den Rest deines Lebens nur noch ein einziges Getränk zu dir nehmen dürftest, welches wäre das?
Kaffee oder Cola Light

Was liegt rechts neben dir?
Ohne Ende Post

Schon mal irgendwo ins Wasser gefallen?
Nö, aber in Pfützen gesprungen. Zählt das? ;)

Mitnehmen und Spaß haben ist ausdrücklich erwünscht!

 

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Was bisher geschah? Klick HIER!

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Was ist eigentlich, wenn man über andere lacht und plötzlich besteht jeder erdenkliche Grund, über sich selber laut schallend zu lachen?

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Sie empfand es als völligen Quatsch, nach ein paar Tagen bereits zu behaupten, dass man jemanden liebt. Gern haben ja. Verliebt sein vielleicht. Aber lieben? Ständig zauberte es ihr ein milde besser wissendes Grinsen auf die Wangen, wenn sie von anderen hörte oder las, dass sie bereits nach kürzester Zeit vorgaben, jemanden zu lieben.

Es gehörte doch sehr viel mehr dazu, einem Menschen gegenüber zu behaupten, dass man ihn liebt, als ihn gerade mal – nein: als gerade mal sechs Wochen überhaupt von seiner Existenz zu wissen. Man musste sich länger kennen. Mehr Macken am anderen entdeckt und für sich Wege gefunden haben, damit umgehen zu wollen und zu können. Eigene Macken abgelegt oder zumindest bewegt haben. So vieles musste doch geschehen, bevor man wirklich lieben konnte.

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Er war weg. Sie blieb allein zurück. Die Tränen liefen ihr über das Gesicht und sie fühlte sich leer. Einfach leer. Was sie in den vergangenen 48 Stunden erlebt hatte, konnte doch nur ein Traum gewesen sein. So schön. So warm. So romantisch wie es nur sein konnte. Sie war in einem völligen Gefühls-Strudel und drohte in diesem Moment sang- und klanglos darin unterzugehen.

Es war völliger Quatsch, nach so kurzer Zeit bereits zu behaupten, dass sie ihn liebt. Gern haben ja. Verliebt sein vielleicht. Aber lieben? Doch was veranstalteten ihre Gefühle da bloß gerade?

Warum freute sie sich nicht einfach? Warum saß sie heulend dort, wo beide gerade noch gekuschelt hatten? Warum lachte sie nicht und freute sich einfach auf das nächste Wochenende, wenn sich beide wieder hätten? Sie konnte nicht. Sie vermisste ihn in dem Moment, als sich die Tür hinter ihm schloss so sehr, dass sie ihren Tränen, die sie schon in den letzten Minuten mit ihm krampfhaft zurückhalten musste, nur noch freien Lauf ließ.

Es war total bescheuert und verrückt. Kindisch. Hysterisch vielleicht sogar. Sie wusste das. Sie wusste genau, dass es total albern war, was sie gerade abzog. Und doch riss es ihr das Herz aus der Brust zu wissen, dass jede Sekunde ihn weiter von ihr weg brachte.

Inzwischen steckte sie sich völlig gedankenverloren parallel die dritte Zigarette an und wunderte sich nicht einmal darüber. Sie grübelte. Es war ja kein Abschied für immer. Es war nicht einmal überhaupt ein Abschied. Er war längst in ihrem Herzen. Und er würde bis zum nächsten Treffen jede Sekunde bei ihr sein. Sich eigentlich gar nicht entfernen. In ihr liebevolle Gefühle und Gedanken auslösen. Jede Minute. Jede Sekunde. So wie er es in den letzten Stunden bei ihr, mit ihr, getan hatte.

Sie waren so glücklich an diesem Wochenende. Glücklich, als würden sie sich schon jahrelang kennen. Als hätten sie längst alle Hürden, die einer großen Liebe im Wege stehen könnten, lächelnd überwunden und inzwischen jeden Freiraum, die Beziehung – die Gefühle füreinander völlig frei wachsen zu lassen und zu genießen.

Natürlich war es völliger Quatsch, nach so kurzer Zeit zu denken, dass sie ihn liebt. Gern haben ja. Verliebt sein vielleicht. Aber lieben? Und doch, waren ihre Gefühle viel größer, als es gern haben oder verliebt sein zu umfassen in der Lage gewesen wären.

Sie haben viel miteinander geredet. Sich Dinge aus ihren Leben erzählt, die dem anderen bisher natürlich verborgen waren. Dinge berichtet, die vielleicht irgendwann einmal eine Art Hürde darzustellen geeignet sein könnten. Sich dadurch gegenseitig den Rückhalt geben, anderen gegenüber für den Fall der Fälle lächelnd sagen zu können Ich weiß, wir haben darüber gesprochen!. Die Stärke gegeben, eventuellen Neidern schmunzelnd die kalte Schulter zu zeigen, weil beide zueinander offen waren. Ehrlich waren. Sich dadurch unschlagbar gemacht haben. Miteinander. Füreinander. Jetzt schon.

Sie waren albern wie kleine Kinder. Haben gelacht. Sich umarmt. Sich gejagt und gefangen. Sich geküsst. Sich genossen. Ganz tief in die Augen gesehen und ohne ein einziges Wort gewusst, was in dem anderen vorgeht. Diese Harmonie. Dieses wortlose einander verstehen. Einander annehmen. Einander akzeptieren. Wo kam das her? Wie konnte das sein? So schnell. So aus heiterem Himmel. So einfach.

Natürlich war es völliger Quatsch, nach so kurzer Zeit zu denken, dass sie ihn liebt. Gern haben ja. Verliebt sein vielleicht. Aber lieben? Und doch passte einfach alles so gut. So ganz selbstverständlich.

Sie brauchten keine Worte, um sich zu verstehen. Sie brauchten keine Fragen, um Antworten zu erhalten. Sie brauchten keine Erlaubnis, um übereinander herzufallen. Ihre Körper miteinander verschmelzen zu lassen, um später einfach schweißgebadet beieinander zu liegen und sich glücklich in die Augen zu sehen, in den Armen zu halten. Sie passten zusammen, konnten sich ineinander vereinigen, sich endlos genießen, als wären sie ausschließlich füreinander geschaffen worden.

Sie hatte das Gefühl, dreieinhalb Jahrzehnte ihres Lebens damit verschwendet zu haben, sich mit Männern einzulassen, die ihm nicht einmal einen Fingerhut voll Wasser hätten reichen können oder dürfen. ER! Er war es, den sie immer wollte. Und nun war er da. Stand an ihrer Seite. War in ihr Leben getreten. Die Wärme ihres Lebens. Die Wärme? Der Mensch? Der Mann? Die Liebe ihres Lebens?

Und was machte sie nun so traurig? Die Tatsache, dass er ein paar hundert Kilometer von ihr entfernt wohnte? Es hätte ein anderes Land, ein anderer Kontinent sein können. Aber es waren nur ein paar hundert Kilometer. Ein paar hundert Kilometer, die für sie die kommende Woche zur Hölle werden ließen. Das wusste sie im Moment des Abschieds genau.

Schlafen gehen, ohne ihn fühlen zu können. Einfach zu wissen, dass er da ist. Sie im Arm hält. Bei ihr ist mit Körper und Geist. Mit seinen Augen. Mit seinen Händen. Mit seinem Mund. Mit seinem ganzen Körper. Bei ihr ist. Sie liebkost. Sie fordert. Sie nimmt. Sie loslässt um sich kurz danach wieder mit ihr zu verlieren. Bei ihr. In ihr. Ohne Kalkül. Ohne Plan. Ohne den Kopf eingeschaltet zu lassen. Einfach so. Einfach fallen lassen. Einfach grenzenlos schön.

Aufwachen, ohne als erstes in sein Gesicht zu sehen. Sich an ihn anschmiegen zu können. Nur ganz vorsichtig um ihn nicht schon zu wecken. Dort zu liegen. Seine nackte Haut zu spüren. Seinen Atem zu hören. Zu fühlen. Zu genießen. Zu denken, dass er noch schläft und doch plötzlich durch seine zarten Berührungen zu beben.

Berührungen, so zärtlich, dass jede einzelne davon sie fast um den Verstand brachte. Berührungen die von Sekunde zu Sekunde fordernder wurden und doch nie forsch. Berührungen die sie erwiderte. Langsam. Zaghaft. Fordernder. Wilder als sie es je getan hatte. Gieriger als sie es bisher je wollte. Forderungen die auf eine Weise erfüllt wurden, wie sie es bisher nicht kannte.

War es denn tatsächlich völliger Quatsch, nach so kurzer Zeit zu denken, dass sie ihn liebt? Es war viel mehr als gern haben. Das Wort verliebt träfe es vielleicht besser, nicht jedoch treffend. Aber lieben? Was ist lieben? Sie wusste, keinen weiteren Tag ohne diesen Mann erleben zu wollen. Plötzlich waren Bedürfnisse in ihr, die sie bisher bei keinem anderen Mann verspürt hatte. Immer hatte sie das Gefühl gehabt, sich ein Hintertürchen offen halten zu müssen und hatte das auch getan. Das wurde ihr jetzt klar. Jetzt.

Hier war nun plötzlich ein Mann, den sie kaum kannte. Ein Mann, der in ihr Emotionen auslöste, die sie so intensiv nie zuvor erlebt hatte. Ein Mann, der wie ein Blitz in ihr Leben eingeschlagen hatte und den sie um nichts in der Welt wieder hergeben wollte. Nach langem Dagegenangehen wollte sie plötzlich doch eine Beziehung. Diese Beziehung. Diesen Mann in ihrem Leben. Fest. Ganz fest. Nicht, weil das im Moment nicht ging, sondern, weil… weil sie… weil sie ihn… was? Liebte? Sie wollte lieben. Endlich lieben. Weil sie plötzlich wußte, dass es das schönste Gefühl war, das sie sich vorstellen konnte zu erleben.

Durch ihn.

© skriptum
[21.01.2002]

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Was passiert bloß in Menschen mit denen etwas passiert, von dem sie gar nicht wollten, das es passiert und dann passiert es doch?


    Sie war irgendwie verliebt. Daran bestand kein Zweifel. Ihre Gefühle schlugen Purzelbäume und ihre Gedanken drehten sich immer wieder um ihn.

Das erste Treffen hatte sich sehr kurzfristig ergeben. Nur wenige Stunden vorher wusste sie, dass sie ihn nun bald wirklich erLEBEN würde. Genau das geschehen würde, was sie schon tagelang herbei gesehnt hatte.

Dieses Mal war es anders. Erst am nächsten Wochenende sollten sie sich wieder sehen. Diesmal hatte sie die ganze Woche Zeit, sich auf ihn zu freuen. Eine ganze Woche, um sich darauf vorzubereiten. Eine ganze Woche, um jeden Tag ein wenig mehr durchzudrehen. Ihre Nervosität stieg fast ins Unermessliche.

Sie wollte, dass alles perfekt ist, wenn er das nächste Mal bei ihr sein würde. Sie machte Einkaufslisten. Räumte in der Wohnung hin und her. Überlegte, nun endlich mal ein paar neue Pflanzen anzuschaffen. Sie war irre!

    Nein: sie war verliebt. Daran bestand kein Zweifel. Ihre Gefühle schlugen Purzelbäume und all ihre Gedanken drehten sich ständig um ihn. Doch wie sah es in ihm aus?

Sie mailten weiter hin und her. Telefonierten. Vermissten sich – auch schriftlich. Küssten sich – auch schriftlich. Dachten aneinander – auch schriftlich. Schriftlich. Gedanklich. Vermisslich. Misslich? Was fühlte er, wenn sie in seinen Gedanken spazieren ging? Klopfte sein Herz auch bis zur Schädeldecke? Wollte auch er sie lieber jetzt wiedersehen als auch nur noch weitere fünf Minuten warten zu müssen?

Sie musste sich beruhigen. So konnte sie ihm unmöglich begegnen. So euphorisch. So fordernd. So – ja, so wie sie es in sich trug. Leidenschaftlich bis an die Grenzen der Vernunft. Vernunft? Was hatte dieser Zustand, in dem sie sich seit einigen Tagen befand, noch mit Vernunft zu tun?

    Sie war verliebt. Daran bestand nicht der geringste Zweifel. Ihre Gefühle schlugen Purzelbäume und all ihre Gedanken drehten sich um ihn. Gespannt. Erregt. Und doch so angstvoll. Und das Wochenende rückte immer näher.

Wann würde er bei ihr sein? Wie würde es sein, sich nun zum zweiten Mal zu sehen? Zu hören. Zu fühlen. Wird die Begeisterung auf beiden Seiten die gleiche sein wie beim ersten Treffen? Wird alles viel ruhiger, weil die Spannung des völlig Unbekannten nun bereits genommen ist? Wird es vielleicht sogar enttäuschend, weil jeder den anderen seit dem ersten Mal in irgend einer Weise idealisiert hat? Wird es noch aufregender, weil die Unsicherheiten des ersten Treffens dem zweiten nun bereits genommen waren?

Würden sie einfach wie die Tiere übereinander herfallen? Animalisches Austoben aller Phantasien, die sich im Laufe der Woche, in ihr, in ihm, aufgebaut haben? Sich genießen bis keiner mehr die Kraft hat, weiterzumachen? Ausruhen. Warten. Fortsetzen. Sich endlos gegenseitig verwöhnen. Einfach so. Nicht als Forderung, sondern als Bedürfnis.

Reden. Über was? Sie brauchte Themen. Brauchte sie Themen? Würde sich nicht alles ganz selbstverständlich ergeben? Worüber machte sie sich so viele Gedanken? Sie wollte unbedingt, dass alles absolut perfekt ist. Doch war genau dieser Anspruch nicht gerade das, womit sie vieles zerstören könnte? Beim ersten Treffen waren beide unvorbereitet. Es gab vorher gar keine Zeit mehr zur Planung. Es passierte einfach. Es war einfach traumhaft schön.

    Bereits vor dem ersten Treffen war sie verliebt. Daran bestand nicht mehr der geringste Zweifel. Ihre Gefühle schlugen bereits Purzelbäume und all ihre Gedanken drehten sich um ihn, noch bevor sie überhaupt wusste, wie er sich anfühlt. Wie er duftet. Wie er aussieht. Wie er sie ansieht.

Seine Augen. Sie dachte viel an seine Augen. Sie waren so unermesslich tief. Schön. Fesselnd. Sie wollte endlich wieder in seine Augen blicken dürfen. Sehen, wie er sie mit seinem Blick verschlingt. Sie begehrt. Sie will. Genauso wie sie ihn.

Seine Lippen. Diese Lippen, an denen sie bei jedem seiner Worte hing. Es war nicht nur sehr schön, sich mit ihm zu unterhalten. Dieser leicht ironische und doch sehr männlich-charmante Zug um seinen Mund. Diesen Mund, den sie küssen will. Bald. Wieder und wieder. Bis sie beide erneut willenlos in einander versinken.

Sein Körper. So weich. So rücksichtsvoll und doch so himmlisch fordernd. So warm und vertraut. Wenngleich er doch völlig neu für sie ist. Und doch ist er in jeder Hinsicht wie extra für sie gemacht. Einfach perfekt. Einfach völlig unreal real. Einfach schön.

    Zwar nicht völlig entrückt aber doch: sie war mit allen Gefühlen, die ein Mensch in der Lage ist zu entwickeln, verliebt. Daran bestand nicht mehr der geringste Zweifel. Noch steigerungsfähig. Natürlich. Aber bereits ziemlich intensiv. Ihre Gefühle schlugen Purzelbäume und all ihre Gedanken drehten sich nur noch um ihn. Mit Angst und unermesslicher Vorfreude bangte sie erregt dem Wochenende entgegen. Einfach hoffend, dass es ihm genauso geht. Einfach hoffend, dass dieses Verlangen noch sehr lange Zeit Bestand haben wird. In ihr.

In ihm!

© skriptum

[17.01.02]

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