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Posts Tagged ‘Meinung’

 

Endlich habe ich mal Zeit zum Lesen. Zwar unter Umständen, die ich mir nie hätte träumen lassen, aber immerhin. Einen ganz besonderen Spaß hatte ich bei einen protokollierten Zwiegespräch zwischen „Schmidt Schnauze“ aka Helmut Schmidt und Fritz Stern. In dem Buch „Unser Jahrhundert“ philosophieren die beiden über Politik und Kirche, die Einmischung von Letzterer in die Erstere und ihre Meinung darüber. Klar, dass aktuelle Politiker nicht verschont werden und die Lage der Weltpolitik unter eine Lupe genommen wird, auf die ich nicht einmal gekommen wäre. Wer also noch den Hebel sucht, der ihn oder sie anlässlich dessen, was in diesem Staate vor sich geht, laut lachen lässt, der sollte sich dieses Buch keinesfalls entgehen lassen!

 

^Klick!^
 

Ich wünsche allen, die sich dieses außerordentliche Vergnügen gönnen, reichlich viel Spaß! Ich habe es auf kaum einer Seite geschafft, umzublättern, ohne wenigstens einmal laut gelacht zu haben.  Natürlich bleiben auch ganz ernsthafte Gedanken und Ansätze keinesfalls auf der sprichwörtlichen Strecke. Alles in allem ist dieses Buch jedoch ein herrlicher Lesespaß! ;o)

 

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Ja, die Zeiten ändern sich.

Früher, ach früher …

… war es so, dass das Internet, Foren und Blogs, einen kleinen Teil der Freizeitgestaltung ausgemacht haben. Es sollte einfach Spaß machen und ein wenig zusätzliche Abwechslung in den Alltag bringen. Heutzutage beschleicht mich immer häufiger der Eindruck, dass einige gar nichts anderes mehr haben, als ihre Rappelkiste. Jeder Mist wird sofort proklamiert.

… war es so, dass man Menschen, die man nicht mochte, einfach links liegen ließ. Heute muss man es sie auf allen Wegen wissen lassen. Bei anderen, die nicht schnell genug auf einen Baum kommen, wird hinterrücks Überzeugungsarbeit geleistet, WIE scheiße derjenige doch ist. Wie viel unglaublich unsinnige Arbeit wegen jemandem, den man doch angeblich doof findet …

… war es so, dass man an Aktionen, die das eigene Interesse nicht berührten, einfach nicht teilgenommen hat. Heute muss man lang und breit erklären, wie blöd man das und alle die es tun findet. Dass man selbst allerdings genau das tut, was man bei anderen ach so blöd findet, ist okay. Das Knallen kommt übrigens möglicherweise vom Schuss ins eigene Knie.

… war es so, dass man sich einfach gefreut hat, wenn ein kleines Geschenk oder ein privater Gruß in der Post war. Man bedankte sich beim Schenker und gut war’s. Heute muss man groß und breit plakatieren, wer einem wann und warum was geschickt hat; bitte unbedingt mit Foto! Die ganze Welt muss schließlich wissen, wie sehr man sich darüber demonstrativ freut.

… war es so, dass man es einfach getan hat, wenn man jemandem mit einer Aufmerksamkeit eine Freude bereiten wollte. Heute muss man auf seinem Blog wochenlang zelebrieren, wie anstrengend die Vorbereitungen sind und wie viel (doch wohl freiwillige?!) Arbeit und Zeit darin steckt. Womit sich der Kreis zum vorherigen Punkt wieder schließt.

… war es so, dass man einfach auf Toilette ging, wenn man diesen Drang verspürte, oder andere – rein private Angelegenheiten – eben für sich erledigte. Heute muss man es vorher öffentlich ankündigen und den genauen Verlauf beschreiben. Nicht vergessend, irgendwelche Auffälligkeiten genau zu definieren. Vorzugsweise natürlich auch hier mit Foto.

… war es so, dass es niemandem aufgefallen ist, wenn bei schönerem Wetter die Aktivitäten im Internet stark eingeschränkt wurden. Heutzutage wird gemotzt, geschmollt und mit Blogschließung gedroht, nur weil an herrlichen Sommertagen die Klicks oder Kommentarzahlen zurückgehen. Wenn einem sowas den Tag versaut, dürfte wohl irgendwas vollkommen falsch laufen.

… war es so, dass gegenseitige Akzeptanz selbstverständlich war. Wenn man jemanden ablehnte, war das so. Deshalb musste nicht die ganze Welt diese Ablehnung teilen. Mit Sympathie verhielt es sich genauso. Heutzutage begibt man sich mitunter auf verdammt dünnes Eis, wenn man jemanden mag (und das auch zeigt), den andere Blogger doof finden. Und umgekehrt.

… war es so, dass man unliebsame Beiträge einfach weggeklickt hat. Heute muss man sie studieren und anderenorts samt Verfasser in der Luft zerreißen, statt einfach sein Missfallen direkt unter dem Beitrag mittels Kommentar kundzutun oder die Finger still zu halten. (Ob ich die Kommentare hinter diesem Beitrag sperren sollte? *g).

… war es so, dass Menschen, die andere ständig provoziert und hinterrücks gehetzt haben, bestenfalls ausgelacht wurden, wenn sie aufgrund des schärfer werdenden Gegenwindes losheulten. Heutzutage finden solche Wesen durch geheuchelte Integrität sogar eine kleine Schar von Anhängern, die allerdings üblicherweise sowieso ihre Fähnchen in jeden Wind hängen. Und diejenige, die am lautesten nach Offenheit und Ehrlichkeit krähen, agieren selbst mit geschlossenem Visier.

… war es so, dass man sich sein Urteil durch mindestens zweiseitige Informationen gebildet hat und frühestens anschließend urteilte oder die Konsequenzen zog. Heutzutage werden Menschen bereits abgeurteilt, ohne dass sie überhaupt Stellung beziehen konnten. Die Ankläger müssen nur infam, perfide und laut genug krähen, damit ein Ahnungsloser zum Schuldigen wird.

… war es so, dass Menschen sich sinnvoller beschäftigen konnten, als permanent Aufzeichnung über anderer zu sichern. Es wurde nicht jahrelang protokolliert, wer wann mit wem was über wen gesagt, gemacht oder geschrieben hat. Klardaten waren vertraulich und blieben es. Geschehnisse, die mehr als ein paar Monate her waren, galten als veraltet. Heutzutage muss man damit rechnen, dass sogar Jahrzehnt alte Äußerungen über irgendeinen Fliegenschiss als Beweis für irgendwas herangezogen und ohne Hintergrundwissen bewertet werden. Nicht vergessend, sich über Kamele aufzuregen, die gerade gewachsenes Gras wieder wegfressen. Die Sta‘Si scheint gegen einige Internet-Protokollanten echt ein kleiner Scheißdreck gewesen zu sein!

… war es so, dass man sein Wort öffentlich führen konnte, u. a. weil Fairness noch groß geschrieben wurde. Wer heutzutage mit seiner Hetze öffentlich nicht mehr weiter kommt, schließt die Öffentlichkeit aus und lädt sich sein Gefolge auf den geschützten Blog. Nicht berücksichtigend, dass die Möglichkeit der Weiterleitung aller Aufwiegelungen an die Verunglimpften mit jedem weiteren Teilnehmer wächst.

… war es so, dass es Menschlichkeit und Miteinander gab. Vor allem, wenn jemand Schwächen zeigte. Heute muss derjenige damit rechnen, dass Schwächen bei nächster Gelegenheit ausgeschlachtet werden. Begriffe wie Anstand, Moral, Höflichkeit und Meinungsfreiheit bleiben dabei völlig auf der Strecke, werden überstrapaziert oder nur für sich in Anspruch genommen.

… war es so, dass man technische Möglichkeiten nutzen konnte, wie man es selbst für sinnvoll erachtet hat. Heutzutage muss man sich rechtfertigen, wenn man beispielsweise alle Kommentare vor Veröffentlichung sehen möchte, um beispielsweise dem hirnlosen Gequatsche von braunen Würstchen und sonstigem Pöbel keine Chance zu geben.

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Mich irritiert das etwas. Denn wenn ich jemanden doof finde, lasse ich ihn nach wie vor links (wahlweise auch mal rechts oder sonst wo) liegen; zumindest solange er/sie mich lässt. Beiträge, die (oder deren Verfasser) mich nicht interessieren, klicke ich weg oder meide sie vornehmlich ganz. Ich unterlasse Aktivitäten kommentarlos, zu denen ich keine Lust habe und genieße Post und Geschenke als das was sie sind: Private Gaben. Auf gleichem Wege bedanke ich mich üblicherweise auch. Ausnahmen mögen mitunter diese Regel bestätigen.

Wenn ich etwas verschenken möchte, tue ich es einfach, ohne dem Beschenkten bereits im Vorfeld ein schlechtes Gewissen wegen meiner vielen Mühen zu machen. Informationen über mein Privatleben, die die Welt nicht braucht, behalte ich für mich. Auch überlege ich sehr genau, was ich bereit bin, „der Welt“ auf meinen Blogs über mich mitzuteilen. Nur wer mich privat kennt, hat tatsächliche Informationen über mich. Zu dem, was ich öffentlich schreibe, kann ich jederzeit Auge in Auge stehen.

Ich lebe mein Privatleben real und das Bloggen spielt darin zu maximal fünf Prozent eine Rolle; oftmals noch weniger. Nur der Umfang an Bloggerei im Internet, der mich bereichert, ist freiwillig Teil meines Privatlebens. Wenn das Wetter schön ist, fällt es mir kaum auf, wenn auf meinen beiden Blogs weniger „Traffic“ herrscht, weil ich selbst nicht online bin. Wenn doch, freue ich mich, dass es außer mir noch weitere Menschen gibt, die das reale Leben dem Internet vorziehen.

Sympathie und Antipathie pflege ich unabhängig vom „Mainstream“. Wenn ich jemanden mag oder ablehne, ist es mir egal, ob andere genauso empfinden. Nichtmögen muss ich nicht täglich thematisieren; in meinem Leben gibt es Schöneres. Auch ist es mir egal, ob andere meine Einstellung teilen. Bei einigen scheinen Überzeugungen sowieso flexibler zu sein, als Windsäcke. Blogger, die sich (vermeintlich geschützt/hinterrücks) über mich oder mir nahe stehende Blogger das Maul zerreißen, möchte ich auf meinen Blogs nicht mehr sehen. Anfragen, wo ihre Kommentare geblieben sind, erübrigen sich dem entsprechend.

Wenn jemand mir gegenüber über Abwesende herziehen will, bin ich dafür ein denkbar schlechtes Publikum. Üblicherweise bedienen sich solche Charaktere immer gleicher Machenschaften und ziehen stets denjenigen durch den Dreck, der gerade abwesend ist. Wenn ich nur einseitige Informationen habe, bilde ich mir daraus kein Urteil. Das kann nur falsch, bestenfalls unvollständig sein. Und wer mir nicht mit offenem Visier begegnen kann oder will, sollte nicht mich, sondern den Mondschein wählen.

Wenn ich Informationen über jemanden habe, behandele ich diese grundsätzlich vertraulich. Also genau so, wie ich es im umgekehrten Fall ebenfalls erwarte. Ich habe genügend eigenes Leben, als dass ich mich über Freud und Leid anderer Menschen wichtig oder interessant machen müsste. Privat ist privat und bleibt privat. Gleiches gilt für Persönliches.

Wenn ich etwas über jemanden zu sagen habe, kann ich das offen tun und muss mich dazu nicht verstecken. Auf Menschen, die bereits am Boden liegen, trampele ich nicht noch herum. Entweder versuche ich sie zu stützen oder ich lasse sie in Ruhe. Rechte, die ich für mich in Anspruch nehme, gestehe ich anderen genauso zu. Wenn jemand entscheidet, die ihm zur Verfügung stehenden, technischen Möglichkeiten zu nutzen, ist das für mich eine Tatsache, keine Diskussionseröffnung.

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Tja, alles in allem muss ich feststellen: „Irgendwas stimmt nicht mit Hasi“ … Ob es gegen Fossilität etwas von Ratioschmarrn gibt?

 

 

;o)

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Web.de und deren Redakteure sind an Intällänz echt nicht zu überbieten:

 

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Heute, um 12:00 Uhr [Anm.: 16.05.2011]

Am Wochenende kommt der Sommer zurück

(men/mac) – Das vergangene Wochenende hatte mit dem Frühsommer nur wenig zu tun. Grau und regnerisch präsentierte sich das Wetter in weiten Teilen Deutschlands. Das soll diese Woche wieder besser werden, sagt der Meteorologe Dominik Jung, Wetter-Experte von Wetter.net. […] Langfristig prognostiziert Jung einen „Zick-Zack-Sommer“, der insgesamt aber überdurchschnittlich warm ausfallen soll. Meldungen, der Sommer habe sein „Pulver“ schon zu früh verschossen, bezeichnet der Wetterexperte als Unsinn. […]

 
Wem das noch nicht reicht, der klickt HIER! Aber es reicht vermutlich auch so, oder? Immerhin hat noch einer von denen gemerkt, dass es Unsinn ist. Wenn auch spät und in einem anderen Zusammenhang. Aber man wird ja genügsam, nöch?! ;o)

Ich dachte jedenfalls, dass wir noch Frühling haben und der Sommer überhaupt erst am 21. Juni anfängt. Klar: Manches ist nur eine Frage der Formulierung. Manch anderes scheint mir allerdings eher eine Frage von Dummheit zu sein … Bestätigen kann ich, dass wir am vergangenen Montag in Hannover „heiter bis bewölkt“ in einer geschätzten Höhe von teilweise bis zu fünf Zentimetern hatten.

Zweck-optimistisch, wie ich nunmal bin, hatte ich vor dem Verlassen des Hauses mit einer Sonnenbrille mein Gedöns auffm Kopp zurück geschoben. Das sah wohl besonders tricky aus in Anbetracht der Tatsache, dass ich keine Schirme mag und meine Haare deutlich an Feuchtigkeit zunahmen. Jedenfalls lächelten mir einige Menschen zu, was ja auch sowas wie Sonnenschein ist, hm? ;)

Auf jeden Fall wünsche ich Euch am heutigen Sonn_Tag, dass er seinem Namen reichlich Ehre macht! 

 

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Niemand muss wegen eines guten Kaffees nach Togo fliegen. Auch wenn die diesbezüglichen Hinweise mittlerweile fast wie ein Virus um sich zu greifen scheinen:

 

*

Macht aber nix! Hier kann man auch prima Kaffee trinken. Sogar mit sehr wertvollen Hinweisen, jawoll:

 

 

Gelle?! ;o)

 

Und daraus resultiert ja schon fast zwangsläufig:

 

 

Aber diese Tasse nehme ich natürlich nuuur selbst! ;o)

Habt einen prächtigen Tag! ;)

 

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Ich wollte es eigentlich in eine Geschichte verpacken aber ehrlich gesagt ist es mir die Mühe nicht wert. Das Verpacken sollte auch nicht zum Verschleiern dienen, sondern nur dazu, es netter lesen zu können. Aber „nett“ ist ja sowieso relativ.

Dieser Tage wundere ich mich mal wieder darüber, wie man einen Begriff wie „Meinungsfreiheit“ so dermaßen an der Schnur vorbei aufhängen kann. Wer des Lesens im direkten Zusammenhang mit dem Verstehen mächtig ist, sollte an Artikel 5, Absatz 1 des Grundgesetztes vorbei zu Absatz 2 kommen. Dort ist klar definiert, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung seine „Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze“ findet. Wer es genauer wissen möchte, scrolle zum Ende dieses Textes; dort ist der gesamte Artikel 5 GG zitiert. Das ist aber nur die schnöde Theorie. Und wie funktioniert dieser Kram mit freier Meinungsäußerung in der Praxis? Im Grunde ganz einfach: Man stelle sich einen alten Spruch vor und beherzige ihn. Schon klappt’s! Der Spruch lautet:

„Was du nicht willst, dass man dir tu’,
das füg’ auch keinem anderen zu.“

[Tobit 4,15 EU Lutherbibel von 1545]

Eine vielleicht etwas lebensnahere Definition lautet:

Die Freiheit der eigenen Meinung endet exakt an dem Punkt, an dem man mit der eigenen Meinung die Meinung eines anderen Menschen einzuschränken beginnt.

Aber gehen wir ruhig einmal etwas mehr ins beispielhafte Detail: Oftmals fängt es schon damit an, dass jemand zitiert aber nicht genannt wird, und das nur zum Zwecke der Bloßstellung. Im Zeitalter von Google & Guttenberg sollte jedem Idioten, selbst wenn er gestern erst vom Baum gefallen ist, klar sein, dass es üblicherweise nur weniger Klick bedarf, um mit dem exakten Wortlaut Quellen zu finden. Wenn ich jemanden ungenannt wörtlich zitiere ist das für sich genommen schon ein potentieller Straftatbestand. Wenn sich derjenige, auf die Nicht-Nennung angesprochen, damit herauszureden versucht, dass er niemanden bloßstellen wollte, ist das wohlwollend betrachtet eine ganz besondere Form der Höflichkeit. Dergestalt, dass der Behauptende damit das Niveau seiner bis dato erreichten Intelligenz selbst bekannt gibt. Siehe erneut: Google & Guttenberg. Als naiv dürfte es hingegen zu bezeichnen sein, wenn jemand annimmt, dass er ein Recht für sich in Anspruch nehmen kann, ohne dass sich daraus automatisch eine Pflicht ergibt. In diesem Fall ist es beispielsweise die Pflicht, den anderen in seiner Ehre nicht zu missachten, auch wenn dessen Meinung nicht genehm ist.

Verunglimpfe ich einen anderen Menschen durch Herabwürdigen seiner Äußerungen sowie Hinzufügen meiner Interpretation und propagandierenden Meinung, nennt man das beispielsweise Beleidigung. Fließen in eine solche Darstellung auch noch Mutmaßungen über die Motive des Zitierten ein, die bestenfalls als Unterstellungen gewertet werden können aber als Tatsachen verkauft werden, handelt es sich zum Beispiel um üble Nachrede. Denn über die Motive eines Schreibers dürften im Internet die wenigsten Lesenden tatsächlich informiert sein. Insofern kennt der Zitierende die Motive des Zitierten zwar nicht, stellt aber dennoch Behauptungen darüber auf. Allerdings können solche Machenschaften schon eher an Diffamie grenzen. Hat der Zitierende sogar Kenntnis darüber, dass das, was er über einen anderen Menschen behauptet, nicht den Tatsachen entspricht, sind wir bei der Verleumdung angekommen. Aber schon die Folgen des bloßen Verbreitens von sog. Schmähschriften sind im Strafgesetzbuch klar geregelt.

Es ist relativ leicht und vor allem schnell möglich, in Artikel 5 des Grundgesetzes von Absatz 1 zu Absatz 2 zu gelangen. Also vom Recht der freien Meinungsäußerung zu Kenntnis der Schranken dieses Rechts. Den meisten Menschen gelingt das schon durch das ganz einfache Lesen des Textes. Manche schaffen es allerdings in einer nur noch als bemerkenswert (die Wertung positiv/negativ überlasse ich der geneigten Leserschaft) zu definierenden Rasanz, innerhalb eines Blogbeitrages bezüglich des 14. Abschnitts (ab § 185) eine Art „Best of StGB“ aufzustellen. Sie zerfleddern die frei geäußerte Meinung eines anderen in einer Art und Weise, die im Rahmen üblicher Strafverfolgung möglicherweise noch viel zu harmlos geahndet wäre. Konfrontiert mit ihren Boshaftigkeiten krähen sie wie alte bayerische Waschweiber* nach ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung. Also genau nach dem Recht, das sie einem anderen Menschen durch ihr eigenes Handeln Schwarz auf Weiß komplett abgesprochen haben. Das nenne ich doch mal eine hieb- und stichfeste, ordentliche Kritik- und Erkenntnis-Resistenz!

Beispielsweise Herr M. Abu Minyar al-Gaddafi demonstriert derartige Machenschaften gerade in unerträglich anschaulicher Weise und in einem der dunkelsten Abschnitte deutscher Geschichte gab es sowas auch schon einmal. Einer Wiederholung oder eines Imports bedarf es m. E. nicht. Das ist jedoch nur meine subjektive und somit unerhebliche Meinung. Was jedoch meist ausgerechnet diejenigen, die am vehementesten auf ihre eigenen Meinungsfreiheit bestehen, zu vergessen scheinen ist, dass es JEDEM Menschen (zumindest innerhalb dieser Zivilisation) zusteht, seine Meinung frei zu äußern, und zwar im Rahmen definierter Schranken. Eine geäußerte Meinung stellt niemals eine Grundlage bzw. einen Freibrief für Beleidigungen, Diffamierungen, Diskreditierungen, Rufmorde, Verleumdungen etc. dar! Wo die Freiheit der Meinungsäußerung aufhört sei denjenigen, die Verständnisprobleme mit den Begriffen „Grenzen“ oder „Schranken“ haben anhand eines Zitats aus einem allseits beliebten Film vereinfacht dargestellt, und zwar mit „Dirty Dancing“, worin es heißt:

„Das ist MEIN Tanzbereich und das ist DEIN Tanzbereich!“.

Hat es jetzt jeder verstanden? Fein. Dann können wir uns ja wieder den angenehmeren Dingen des Lebens widmen, nöch?! ;)

~~~

Weiter zu Artikel 5/GG und StGB:

 

(mehr …)

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Meine Meinung?

Nein!

Warum?

Jeder Idiot kann Kinder auf die Welt bringen. Eine Frau, die gesundheitlich dazu in der Lage ist, findet jemanden, der sie schwängert und knapp 10 Monate später kommt der Sprössling. Alles ganz einfach.

→ Eine Prüfung der Kompetenz, um Kinder zu erziehen etc. erfolgt nicht.

→ Eine Prüfung, ob die wirtschaftlichen Voraussetzungen ausreichend sind, erfolgt nicht.

→ Eine Prüfung, ob die Partnerschaft verbindlich genug ist, erfolgt nicht.

Kinder werden beispielsweise geboren

→ aus Liebe, mit vollem Bewusstsein bis Wunsch beider Partner, in beiderseitigem Einverständnis.

→ als vermeintliche Rettung einer Beziehung, die längst oder dann oftmals erst recht zum Scheitern verurteilt ist.

→ oder schlicht und ergreifend als Mittel zum Zweck, damit die „Mutter“ über das Kind durch den „Vater“ versorgt ist.

Soweit zum natürlichen Weg einer Kind- und Elternschaft.

Und die Adoption?

Wenn es Menschen nicht gegeben ist, auf natürlichem Wege zu Eltern zu werden, entscheiden sich viele für die Adoption eines Kindes. Bis es – wenn überhaupt jemals – soweit ist, muss ein Ritt von mehreren Jahren absolviert werden. Das Leben der zur Adoption Willigen wird bis ins kleinste Detail durchleuchtet. Ihre wirtschaftlichen Verhältnisse nebst Sicherheit der Jobs etc. werden haarklein überprüft. Ihre Sozialkompetenz muss alle möglichen Tests bestehen. Und wenn auch nur der leiseste Zweifel bei jemandem aufkommt, der weder die potentiell zukünftigen Eltern noch das Kind wirklich kennt, ist die Nummer komplett erledigt. Vom begrenzten Höchstalter der Adoptiveltern einmal ganz abgesehen.

Wer es tatsächlich schafft, in Deutschland ein Kind zu adoptieren, musste sich auf dem Weg zum Ziel bis aufs Äußerste entblößen. Er wurde bei weitem nicht nur sprichwörtlich auf Herz und Nieren geprüft. Ein Kind wird nur dann überantwortet, wenn im wahrsten Sinne des Wortes, nicht der geringste Zweifel an der Kompetenz der zukünftigen Eltern zur Elternschaft besteht. Wie viel ehrlichen Willen zur Elternschaft und aufrichtige Liebe müssen diese beiden Erwachsenen empfinden, damit sie diese Prüfungen, Tests und mitunter als Schikane anmutenden Durchleuchtungen tatsächlich überstehen?

Ich will keinem Elternteil absprechen, sein Kind wirklich zu lieben! Ich will auch keinem Kind absprechen, von seinen Eltern wirklich geliebt zu werden. Die Chancen, dass ein adoptiertes Kind noch gewollter ist und möglicherweise auch noch mehr geliebt wird, stehen jedoch wirklich nicht schlecht.

Deshalb zerreißt es mich immer wieder ein Stück weit, wenn ich höre, dass für Kinder, die erfahren, dass sie adoptiert wurden, eine Welt zusammen bricht. Plötzlich fühlen sie sich ungeliebt, ungewollt und ihnen wird komplett der Boden unter den Füßen entzogen. Sie stellen alles in Frage, was in ihrem bisherigen Leben geschehen ist und verstehen die Welt nicht mehr.

Vorausgesetzt (und davon gehe ich fest aus), dass keine Mutter leichtfertig ihr Kind in eine Babyklappe gibt oder sich in sonstiger Weise von ihm trennt, hat sie für ihre Entscheidung gute Gründe. Diese Gründe sind oftmals vorrangig von Liebe getrieben. Sie trennt sich von ihrem Kind, WEIL sie will, dass es ihm gut geht. WEIL sie es liebt. WEIL sie weiß oder zumindest fest davon ausgeht, dass ihr Sprössling bei einer anderen Familie bessere Chancen im Leben hat.

Es mag Ausnahmen geben, klar doch. Vielleicht hat das Baby doch nicht als Mittel zum Zweck gereicht, um geheiratet zu werden und ohne eigenes Zutun vom Erzeuger für den Rest des eigenen Lebens versorgt zu sein. Vielleicht hat sich der verheiratete Mann doch nicht durch ein Baby dazu zwingen lassen, sich von seiner Frau zu trennen, um mit der Geliebten und ihrem Kind weiterzuleben. Vielleicht … Vielleicht … Vielleicht … Das mag alles sein. Aber die Regel sind solche perfiden Spielchen zum Glück nicht.

Ein Kind das adoptiert wurde, kann sich dem entsprechend, eigentlich mehr als alle anderen Kinder, sicher sein, dass es von den Eltern, bei denen es aufwächst, ehrlich geliebt wird und von beiden Elternteilen wirklich gewollt ist. Sie haben sich zu zweit ganz bewusst für dieses Kind entschieden und sehr viel auf sich genommen, um überhaupt als Adoptiveltern von irgendwelchen Behörden akzeptiert zu werden. Und selbst die Grundlage, die zur Adoption geführt hat, war seitens der leiblichen Mutter normalerweise von sehr viel Liebe geprägt. Denn Liebe begründet sich üblicherweise darüber, dass einem nicht das eigene, sondern das Wohl des geliebten Menschen am wichtigsten ist.

Warum also empfinde ich eine Adoption keinesfalls als Makel?

Darum!

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Wenn ich als Texterin Aufträge übernehme, die sich in irgendeiner Weise mit Kindern beschäftigen, benötige ich häufig zahlreiche Synonyme. Ein paar Beispiele für „Kinder“ sind: „Kids“, „Fliesenflitzer“, „Kleine Menschen“, „Teppichflitzer“, „Mikro Bombenleger“, „Mini Menschen“, „Kleine Helden“ und mein Lieblings-Synonym „Kleine Persönlichkeiten“. Und genau das sind sie!

Auch wenn das einige große Unpersönlichkeiten noch immer nicht wahr haben wollen. All diese kleinen Helden verdienen mehr, als nur werbewirksam für den Slogan „Kinder sind unsere Zukunft“ herhalten zu müssen und sonst nichts. Sie sind wehrloser aber deshalb nicht weniger willensstark. Wird ihr Wille oder ihre Persönlichkeit gebrochen, sterben sie. Zumindest innerlich.

Oberstes Ziel sollte es somit sein, Letzteres tunlichst zu verhindern. Unter anderem deshalb schreibe ich so gern für und über diese Mini-Menschen, aus denen wünschenswerter Weise irgendwann einmal große Persönlichkeiten werden sollen. Doch dafür benötigen sie eben unsere Hilfe. Irgendwann wird sich der Spieß vielleicht umkehren. Und dann?

Ich wünsche allen Fliesenflitzern dieser Welt nur das Beste! Hoffend, dass sie immer jemanden an ihrer Seite wissen, auf den sie sich absolut und voller Vertrauen verlassen können, damit sie alle große Persönlichkeiten werden!

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Ein Link zum Tag und

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