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Posts Tagged ‘Mitte’

 

Erna,

 

 

Das Kuschelvieh!

*

Ich neige ja dazu, meine Mitbewohner beim Namen zu nennen. Wobei „nennen“ eher symbolischen Charakter hat. Wir sitzen nicht zusammen beim Tee oder sowas. Nein, so weit geht es nicht. Aber einen Namen zu geben, wenn wir uns jeden Tag sehen, halte ich für so eine Art Akt der Höflichkeit. Und hier präsentiere ich nun Erna, das Kuschelvieh.

Erna ist eine hundsgemeine Stubenfliege. Sie hat ein bemerkenswert ausgeprägtes Kuschel-Bedürfnis. Permanent fliegt sie meine Wange, meine Hände oder sonstiges von mir an. Wenn ich sie allzu oft weggescheucht habe, setzt sie sich eben mitten auf den Bildschirm. Da ich Wesen, die ständig um meine Aufmerksamkeit betteln, nicht mag, zeigt sich mit Erna die absolute Ausnahme: Ihr verzeihe ich das. Es sei denn …

… sie flaniert über den Bildschirm. Das ist an sich nicht schlimm. Nur, wenn sie das kackenderweise tut, werde ich fuchtig. Den Sch*** in Form zahlreicher kleiner Punkte muss ich nämlich wieder weg machen. Und das nervt richtig!

;o)

 

***

Halt, stop, Moment!
 

Noch nicht weg gehen!
Einer kommt noch!

Nein, nicht „einer“, sondern eine:

 

Esmeralda,

 

 

 

Die Badezimmerspinne

*

Esmeralda begleitet mich mittlerweile seit Jahrzehnten. In der wievielten Generation weiß ich allerdings nicht. Sie hängt üblicherweise kopfüber an einem Gitternetz im Badezimmer. Wenn sie auf großer Reise ist, finde ich sie meist im Schlafzimmer, ebenfalls kopfüber, zwischen Kleiderschrank und Wand am Heizungsrohr hängend. Manchmal ist ihr aber auch nach ein wenig Nähe. Dann sitzt sie in meinem Waschbecken und scheint auf mich zu warten. Allerdings hält sie sich ganz Lady-like im linken Drittel auf, so dass ich die Mitte und die rechte Seite bequem nutzen kann. Klar, dass ich beim Händewaschen dann etwas vorsichtiger bin. Ich will ihr ja kein ungewolltes Vollbad verpassen. Sie verhält sich mir gegenüber sehr rücksichtsvoll, dann kann ich das ihr gegenüber auch.

Tja, und dann gibt es da auch noch Friederich. Bitte niemals das zweite „e“ im Namen vergessen; da ist er sehr eigen! Friederich ist leider so dermaßen schnell, dass ich ihn noch nie vor die Linse bekommen habe. Aber ich bleibe dran; da kann ich ja echt stur sein. Und sobald ich es geschafft habe, werde ich ihn hier natürlich auch vorstellen. Klar, Ehrensache!

;o)

***

 

Teilweise der lieben Emily gewidmet, in der Hoffnung, dass sie Spinnen in Zukunft vielleicht nicht mehr ganz so arg als Bedrohung empfindet! ;o)

 

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Da ist er wieder: Der Beweis …

… dass Menschen von Tieren noch eine Menge lernen können.

Peter Maffay sagte mal sinngemäß in einem Interview, dass Elefanten den Menschen viel voraus haben. Bei den Dickhäutern ist es so, dass die Schwächsten immer in die Mitte genommen werden, damit die Starken die Schwachen beschützen können. Sobald Gefahr droht, bilden die Starken einen Kreis und nehmen die Schwachen in die Mitte.

Bei den Menschen ist es meist genau umgekehrt: Wehrlose, wie zum Beispiel Kinder und Ältere, werden leider oftmals an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Aber ohne die Wissbegierde und Lernfähigkeit der Kinder und die Erfahrungen der Älteren kann eine Gesellschaft nicht funktionieren. Mehr noch; sie hat keine Chance auf Zukunft.

Die Elefanten haben das begriffen …

© skriptum

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Zeitstempel

Zeitstempel sind eine feine Sache. Finde ich. Zum Beispiel wurde gerade dieser Text veröffentlicht, obwohl ich nicht einmal in der Nähe eines Rechners sitze.

Ich könnte gerade in einer Bar sitzen und dem Mann meiner Träume tief in die Augen blicken (dort oder an jedem anderen Ort), während ich wie ein verlegener Backfisch (eher unwahrscheinlich) mit einem Strohhalm in meinem Cocktail (oh ja, gern) rumstochere. Oder ich bin beim Japaner und stopfe mich voll mit Sushi (wahrscheinlicher). Ich könnte genauso gut mit Freunden unterwegs sein (gute Idee) oder bis auf die Haut durchnässt (bitte nicht schon wieder!) an irgendeinem Straßenrand (sehr selten) dieser Welt auf ein Taxi warten (schon eher), das mich zum Flughafen, nach Hause oder in ein Hotel fährt (die goldene Mitte wäre gut). Oder ich habe gerade wilden und hemmungslosen Sex mit dem Gott aller Männer (*höhö), allerdings garantiert ohne Rechner.

Und trotzdem erscheint brandaktuell ein neuer Text von mir. Was das soll? Keine Ahnung. Ich bin nur jeden Tag wieder überrascht, was sich hier für technische Möglichkeiten bieten. Und Möglichkeiten soll man ja nutzen. Hörte ich.

So kann ich also den Eindruck erwecken, da zu sein, obwohl ich meilenweit entfernt bin. Wenn also jemand Sehnsucht nach mir hat und sich suchender Weise auf diesen Blog verirrt:

Ich bin hier.

Immer.

Selbstverständlich.

Die Frage ist höchstens, wo genau „hier“ ist … ;o)

© skriptum
[nach Einstellung gezeitstempelt]

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