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Posts Tagged ‘Mousse’

Der Freigang meiner Gedanken
schwankte rankend
in den Planken
hin und her.

Und als ich mir gerade
die Johannisbeer-Marmelade
von den Brötchen laufen ließ
überfiel mich einer.

Ich versuchte ihn
noch festzuhalten
aber zu spät:
Er fiel hin.

Direkt auf den Teller
auf dem ich gerade
meine Worte sortieren wollte
zu einer Mousse.

So bleibt mir nichts anderes
als in den Teller zu beißen
der mir statt des Grases
doch die liebere Wahl ist.

Auch wenn mir schlechthin
Johannisbeer-Marmelade
auf Brötchen
besser mundet.

Und ich sag noch …
immer diese Freigänger!

© skriptum

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Nein, ich bin keinesfalls perfekt. Aber ich bemühe mich wenigstens, so korrekt wie möglich zu schreiben UND auch zu sprechen. Was mich fast rasend macht, ist der permanente Missbrauch des Wörtchens „wo“:

Die Schule, wo man XY lernen kann. Nein, nicht „wo“, sondern in der

Der Anbieter, wo XY angeboten wird. Nein, nicht „wo“, sondern bei dem

Der Urlaub, wo wir XY gemacht haben. Nein, nicht „wo“, sondern in dem

etc.

Ebenso missmutig (höflich, wa?!) reflektiere ich auf die permanente Betonung der ersten Silbe. Köche machen das ja nur allzu gern. Bei Filet, Karamell, Spinat, Dessert, Parfait, Hollandaise etc. wird definitiv nicht die erste Silbe betont. Menschen, die ständig mit Lebensmitteln umgehen, sollte das eigentlich wissen. Oder sie beschäftigen sich nur noch mit Mousse …

Eine ganz neue Masche scheint es zu sein, ganz besonders doll zu reduzieren. Da wird „runter reduziert“ und „weg reduziert“. Von wem? Klar: Auch von Köchen. Ich wüsste gern mal, wie man hoch oder dazu reduziert. Aber das verrät wieder einmal niemand. War ja klar.

Es muss ja keinesfalls jeder alles perfekt beherrschen; darum geht es mir gar nicht. Aber wenn jemand Fachmann/-Frau für irgendwas ist, sollte er/sie es doch wohl auch in allen Facetten beherrschen. Zumindest grobe Fehler sollten nicht passieren. Wenn sich ein Nachrichtensprecher mit Worten wie „einzigstes“ und ähnlichem Gestümper durch die Sendung laviert und sich ein Journalist mit „zumindestens“ durch seinen Beitrag quält, dann frage ich mich ernsthaft, wie hoch wohl die Bezahlung für eine solche Pfuscherei ist.

Wenn schon so genannte „Multiplikatoren“ offensichtlich keinerlei Wert mehr darauf legen, die deutsche Sprache, wenn schon nicht zu schützen, dann doch wenigstens einigermaßen korrekt anzuwenden, wie sollen es dann unsere Folgegenerationen lernen?

Und vor allem: Wozu? Es würde sie ja eh bald keiner mehr verstehen.

Ich glaube, ich muss mir nochmal einen neuen Duden kaufen, WO ich dafür Erklärungen finden tu …

© skriptum

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