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Posts Tagged ‘Mülleimer’

 

Ich liebe geschenkte Tage! Fünf Stück habe ich gerade bekommen, so dass ich mich am ersten Tag habe verwöhnen lassen, am zweiten endlich mal wieder im Zoo war, am dritten (heute) ins Konzert gehe und am vierten und/oder fünften Tag lieben Besuch aus Hamburg bekomme. Hach, das tut gut!

 

 

Ich wünsche uns allen ein zauberhaftes Wochenende!

 

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Nachdem heute keine dringenden Aufträge anstanden, hatte ich mir so viel vorgenommen. Unter anderem wollte ich die Fotos von meinem Geburtstag sichten und zuschneiden, dutzende von E-Mails beantworten und die nächsten (restlichen) Themen für Claras Tier-Alphabet vorbereiten. Außerdem müsste ich inzwischen fast schon dringend meine Steuererklärung fertig machen. Aber wie es so ist …

Zunächst habe ich ein wenig Schreibram erledigt und anschließend endlich das Herbstlaub auf meinem Balkon zusammengefegt und entsorgt. Letzteres hatte ich mir bereits seit Tagen vorgenommen. Nachdem ich mit dem Gröbsten fertig war, entmistete ich die letztjährigen Restposten aus dem riesigen Balkonkasten. Anschließend füllte ich frische Blumenerde auf, bepflanzte den ganzen Kasten neu und wässerte die Pflanzenpracht an. Nur etwas, weil die Sonne noch in ganzer Pracht und Herrlichkeit auf den Erdball krachte. Danach säuberte ich noch die Stühle, die Liege und den Tisch. Anschließend war natürlich eine erneute Grundreinigung des Bodens, dieses Mal inklusive Schrubben der Fliesen, dran. Nachdem die Sonne nicht mehr ganz so intensiv vom Himmel schien, wässerte ich den gesamten Kasten gründlich, damit die Erde durchtränkt wurde.

Zwischendurch hatte ich noch Bettwäsche abgezogen und frische aufgezogen. Samt Badvorlegern kam alles in die Waschmaschine, die gemütlich vor sich hin wusch und schleuderte. Währenddessen putzte ich erst Staub und fegte anschließend mit dem Staubsauger durch die Wohnung. Beim letzten Staubsaugen hatte es einmal kurz „klick“ gemacht. In diesem Zusammenhang war mir eingefallen, dass ein Zippdings von einem Reißverschluss beim Ausschlagen der letzten nassen Wäsche (sauge und wasche ich immer parallel?) den Weg quer durchs Zimmer genommen hatte und irgendwo gelandet war. Eigentlich wollte ich also schon nach dem letzten Staubsaugen der durchaus zweifelhaft ehrenvollen Aufgabe nachkommen, den Staubsaugerbeutel per Hand über dem Mülleimer zu entleeren, in der Hoffnung, das Zippdings zu finden. Das allerdings hatte ich letztes Mal vergessen.

Als ich heute erneut saugte und fast mit der Wohnung fertig war, fiel mir das Zippdings wieder ein. Blöderweise war aber nun der Staubsaugerbeutel noch voller, als nach dem letzten Saugen. Da ich das Dingszipp wieder haben wollte, blieb mir nichts anderes übrig, als den Beutel heute zu entleeren. Ich fand so allerlei, nur leider das Dippzings nicht. Na ja, ein leerer Beutel ist ja auch was Schönes. Die Küche konnte ich anschließend nochmal komplett ohne Zipp dingsen aber ich war ja sowieso gerade dabei. Anschließend brachte ich den Müll raus und wuppte die Berge an Altpapier aus dem namentlich noch immer so geheißenen „Brief“kasten in die Wohnung. Als die Waschmaschine durch war, drapierte ich die nasse Wäsche auf dem Ständer, bevor ich die Spülmaschine einräumte und anstellte. Und wie ich hier gerade so sitze und darauf warte, dass ich die Spülmaschine nach nahezuigem Abkühlen des Geschirrs ausräumen kann, denke ich so bei mir:

Das ist wieder so ein typischer Tag, an dem man echt nichts schafft …

 

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… dass aus manchen Menschen diese unsägliche Anscheißmentalität wohl einfach nicht rauszubekommen ist.

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Aber wer auf faire Weise zu nix kommt und als einzige Möglichkeit für seine eigene Form von Erfolg die Diskreditierung anderer zu sehen scheint … Es ist eben alles eine Frage der (V)Erziehung.

Ich habe bereits als Kind gelernt, dass Petzen bäh sind. Wer es einmal getan hatte, war bei den Kumpels out. Und zwar sowas von! Denn jeder konnte der Nächste sein und darauf wollten üblicherweise alle gern verzichten.

Man gut, dass man sich seinen Umgang normalerweise aussuchen und um SozialINkompetenzler einen großen Bogen machen kann!

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P.S. Nein, ich war nicht das „Ziel“. Das Einzige, was ich damit zu tun habe ist, dass ich mir noch immer nicht abgewöhnen konnte, über den Tellerrand zu sehen. So ein Mist aber auch. Blöder, blöder Mist!

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Allen nicht-Petzen wünsche ich einen bezaubernden 2. Advent! Auf Euren Blogs brennen schon so viele Kerzen, dass ich hier lieber einen Mülleimer aufstelle. Für die Reste der Kerzen, abgebrannte Kränze und … alles Zeux, wofür es keine Verwendung gibt! Der obige Eimer steht zwar in Hannover, es gibt jedoch sicher in jeder Stadt einen, der nach Benutzung schreit. Nur mal so erwähnt …

;o)

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Die Freidenkerin führte kürzlich aus, was sie dazu zu bringen vermag, ein Döschen mit Süßstofftabletten quer durch ihre Kemenate zu pfeffern. Liebe Freidenkerin, ich darf dann mal ergänzend tätig werden, ja?!

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Nach einer mehr oder weniger schlafreichen Nacht erwachte ich nicht unbedingt, beschloss aber dennoch, den Tag zu beginnen. Bereits die ersten Sekunden waren ein klarer Hinweis darauf, dass ich besser einfach im Bett geblieben wäre. Wer schon einmal eine Jalousie etwas zu schnell aufgezogen hat weiß, wie vertrackt es ist, wenn sich bei dieser an sich einfachen Tätigkeit das Zugband in den Lamellen verheddert. Da ich noch nicht scharf war (weder Brille auf noch Kontaktlinsen drin) gestaltete sich die Enthedderung noch mühsamer, als es mit Sehkrücken schon gewesen wäre oder hätte sein können. Das spontane „Plöpp“ mit direkt folgendem „Tock“ verkündete, dass das Zugband nicht mein einziges Problem war. Die an der Jalousie befindliche Stange zum Regulieren der Lamellen hatte mit ihrem unteren Ende spontanen Bodenkontakt gesucht und gefunden. Diese eigentlich einfache Reparatur gestaltete sich gleichermaßen untypisch, wie das Entheddern des Zugbandes aus den Lamellen. Klar: Das untere Teil der Stange war schnell wieder rein gesteckt. Blöder Weise jedoch schief. Und da steckte es nun. Drehen, pressen und ziehen brachte dann doch schon nach einiger Zeit den gewünschten Erfolg der Lockerung und Lösung. Beim zweiten Versuch klappte es dann; die Stange saß wieder fest und vor allem gerade. Auch das Zugband hatte sich mittlerweile gnädig gezeigt, so dass ich das Schlafzimmer verließ.

Der Tag war gerade einmal wenige Minuten alt und schon gebraucht. Etwas genervt ging ich ins Bad und setzte anschließend in der Küche eine Kanne Kaffee auf. Danach fuhr ich den Rechner hoch. Der wollte aber wohl noch schlafen. Jedenfalls krückte er zunächst einige Minuten vor sich hin, bis er dann doch irgendwann einsatzfähig war. Der Kaffee war in der Zeit längst durchgelaufen. Nachdem ich einige Zeit relativ zackig durchgearbeitet hatte, der Kaffee vernichtet war und ich mich nun via Television über das aktuelle Nacht- und Tagesgeschehen informieren wollte, schaltete ich den Fernseher an. Das ging auch völlig problemlos. Allerdings gab es keinerlei Empfang. Stecker & Co. saßen alle fest. Also versuchte ich über die Menü-Führung einen Senderlauf und löschte dabei – wie sollte es an diesem Tag anders sein? – sämtliche eingestellten Sender. Entnervt schaltete ich das Gerät zunächst wieder aus und suchte im Internet nach Störungsmeldungen beim TV-Empfang in dieser Region. Die aktuellste Meldung, die ich finden konnte, bezog sich auf eine Störung und deren Kommentierung im März. Immerhin schon 2010. Auf diesem Weg war also eher nicht mit Informationen zu rechnen. Also arbeitete ich weiter und versuchte später wieder, meinem TV-Empfangs-Gerät bunte Bilder und dumme Nachrichten zu entlocken. Das klappte auch. Erstmal. Na ja, eher scheinbar. Denn zunächst mussten ja sämtliche Sender neu programmiert werden. Nachdem dieses Werk zur Sekunde vollbracht war … Na? Was? Genau: … war der Empfang wieder weg.

Nun könnte man annehmen, dass die gewünschten Nachrichten ebenso gut über das Internet unter Verwendung des Rechners zu erhalten sein wären. Theoretisch? Klar doch! Praktisch? Bei einem Seitenaufbau von jeweils bis zu drei Minuten hält sich die Dauer meiner Motivation in recht überschaubaren Grenzen.

Mittlerweile wäre ich bereit gewesen, von meinem normalerweise generellen Vorsatz, niemals Gewalt anzuwenden, zumindest vorübergehend Abstand zu nehmen. Ich war genervt hoch Zehn und froh alleine zu leben, so dass das niemand mitbekommen würde. Mit den von mir ganz neu kreierten Schimpfwörtern überraschte ich mich ein ums andere Mal selbst und war froh, sie im Anschluss auch recht schnell wieder vergessen zu haben. Um mich insgesamt etwas milder zu stimmen wechselte ich vom Schreibtisch in die Küche, um während des Genusses eines heißen Kaffees erstmal durchzuatmen. Beim Entsorgungsversuch des Pads verklemmte sich der Deckel des Mülleimers und trat damit den Beweis an, dass auch ich – selbst an einem Tag wie diesem – mit Gewalt nicht weiter komme. Bei dem kläglich scheiternden Versuch, ihn robuster als sonst praktiziert zum Schwingen zu bewegen, zerbrach er schlicht und ergreifend. Zum Glück kann ich mit Niederlagen umgehen und ließ ihm seinen Triumph.

Mittlerweile war es ca. 18:30 Uhr, als plötzlich und unerwartet das Telefon klingelte. Bereits vor dem Abnehmen des Hörers sah ich, dass es mein Paps war, der mich zu sprechen gewünschte. Ich atmete tief durch. Sehr tief. Allein schon, um das Brechen meiner Stimme und das Ablassen des mit mir herum geschleppten Frusts irgendwie zu verhindern. Ich wollte dieses tendenziell als Missstimmung zu definierende Ungemach keinesfalls in den Hörer krähen. Das klappte auch. Erstmal. Wir begrüßten uns fröhlich-freundlich und smalltalkten kurz vor uns hin. Dann jedoch geschah genau das, was an diesem Tag auf gar keinen Fall hätte geschehen dürfen: Er fragte mich, wie es mir geht. In dem Moment brachen alle nicht vorhanden Dämme und ich polterte einfach los. Nach einiger Zeit bemerkte ich jedoch, dass sich mein Paps vor lachen kaum noch ein kriegte. WAS WAR DARAN LUSTIG? Egal! Schön, wenn ich wenigstens anderen Menschen mit einem solchen Tag eine Freude bereiten kann. ;)

Nicht wegen aber nach dem Telefonat war ich fix und alle. Ich erwartete von diesem Tag außer Schlechtem wirklich rein gar nichts mehr und ging ins Bett. Es hätte mir keine allzu großen Probleme bereitet, wenn ich einfach bis zu nächsten Tag durch geschlafen hätte. Diese Möglichkeit schloss ich allerdings nach anderthalb stündigem Wachliegen aus und traute mich erneut in die laufenden 24 Stunden. Im Kühlschrank standen noch Kringelnudeln vom Vortag. Außerdem waren noch u. a. Schinkenwürfel, Frühlingszwiebeln und geschredderter Käse dort. Also zückte ich eine Auflaufform, stapelte alles und verfolgte aktiv den normalerweise einfachen Plan, es in der Mikrowelle überbackend zu erhitzen. Noch als ich dachte, dass mir an diesem Tag vermutlich die Auflaufform zerspringt würde stellte ich fest, dass sie zu länglich = groß war, als dass sich der Teller der Mikrowelle noch hätte drehen können. So wurde das also nix und ich heizte stattdessen den Ofen vor. Die Chancen, dass die Auflaufform doch noch zerbrechen könnte, standen also gut. Aber nix! Abgesehen davon, dass es mich persönlich stört, wenn ich von „in fünf Minuten gibt es Essen“ auf „eine halbe Stunde dauert es doch noch“ verschoben werde, erfolgte die Sättigung meines desastrierten Ichs völlig problemlos. Zumindest fast: Während ich am Schreibtisch saß und darauf wartete, dass der Ofen die richtige Temperatur erreichte, machte es plötzlich „fffffump!“. Später stellte sich heraus, dass sich eine der Herdplatten … tja, was hat sie denn nun? Zumindest ist sie jetzt einige Millimeter höher, ringsum kommt eine Menge schwarzes Pulverzeux raus und ich traue mich nicht mehr, sie zu benutzen. Immerhin ist sie mir nicht um die Ohren geflogen. Immer positiv denken; selbst an einem solchen Dreckstag!

Dennoch: So viel Süßstoff, wie ich an einem solchen Tag brauchen würde, gibt es auf der ganzen Welt nicht! *ARRRRRGH!

 

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Wie ist das eigentlich, wenn Fliegen auf dem Bildschirm sitzen und ganz ruhig des nächsten Seitenwechsels harren? Killert das am Bauch? Normalerweise müsste das doch optisch für die Viecher wie eine rasante Achterbahnfahrt sein. Stehen die auf Schwindel? Von Erna, dem Kuschelvieh, kenne ich das ja schon. Mittlerweile hat sich hier aber eine andere Spezies überlegt, sich nicht nur schwerpunktmäßig in meiner Küche aufzuhalten, sondern sich in kürzesten Zeiträumen zu vervielfachen. Und ein Ding davon sitzt. Auf meinem Bildschirm. Und nicht nur das.

Zur Situation:

Ich hatte mir eine Tomatensoße gekocht und zum Schluss, nur noch durchwärmender Weise, gewürfelte frische Paprika untergehoben. Dazu noch Nudeln, von denen ich immer viel zuviel koche, so dass zwangsläufig ein Rest blieb, den ich auf dem Herd abgedeckt stehen ließ.

All das erwähne ich lediglich, weil ich nicht weiß, ob es die Tomaten, die Paprika oder die Nudeln waren. Auf alles werde ich in absehbarer Zeit jedoch verzichten. Denn ich war wohl nicht die Einzige, der das ausgesprochen gut schmeckte. Plötzlich waren sie da. Nach langer Abstinenz fanden sie endlich wieder etwas in meiner Küche und es schmeckte ihnen. Oh ja!

In den letzten Wochen hatte ich sie gelinkt. Insofern verdiene ich die aktuellen Geschehnisse möglicherweise. Ich hatte generell nur so viel Obst und Gemüse eingekauft, wie ich in meinen geliebten „Prima Klima“-Dosen von Tupper unterbringen und im Kühlschrank verstauen konnte. Außerhalb der Kühlzelle befand sich nichts. Rein gar nichts, was von Fruchtfliegen als interessant und erstrebens- resp. fressenswert hätte erachtet werden können.

Reis, Nudeln Gewürze etc. habe ich sowieso immer in Tupper gebunkert. Nur Obst und Gemüse steht üblicherweise offen, nicht im Kühlschrank. Dieses Verfahren hatte ich aus der Not heraus massiv modifiziert. Und prompt fanden die Scheißerchen nix mehr, was sie fressen konnten. Also verpieselten sie sich. Zumindest die meisten von ihnen:

Ein paar hatten geschnallt, dass die Reste von Obst und Gemüse irgendwann sinnvollerweise im Mülleimer landeten und hatten es sich somit innerhalb dieses Behältnisses gemütlich gemacht. Lauerstellung, sozusagen. Wenn ich also etwas in den Müll schmiss, kamen immer so zwei, drei heraus, um sich zu bedanken und sofort zurück in die Kiste zu fliegen. Das ist eine Menge, die ich verkrafte. Alle anderen waren jedoch abgereist.

Bis gestern. Dann kamen sie wieder. Hundertfach.
Ach, was sage ich: Tausendfach!
Pappalapapp: Millionenfach!!! Oder besser noch:

SCHRILLIONEN

dieser Mistviecher!!!!! Ich schwör’s!

Sie machten sich erbarmungslos über die Nudeln auf den Herd her: Einen gläsernen Topfdeckel hatte ich darüber gelegt. Und darunter krabbelten sie, kreuchten, fleuchten und versetzten mir einen riesigen Schreck! Als ich mich gerade umdrehte, um den Deckel vom Mülleimer zu nehmen, um die gesamten Nudelreste, vorzugsweise samt Besucheransturm, direkt entsorgen zu können, traf mich der nächste Schlag: Die nächste Schrillion. Auf dem Mülleimerdeckel! Himmel! Gibt es hier irgendwo ein Frühwarnsystem für Fruchtfliegen? Woher wussten die das alle?

Ich habe selten so dermaßen angeekelt in meiner Küche agiert. Dennoch; es nützte ja nix. Also Deckel ab, Fliegen wegpusten und -schlagen, Nudelsieb aus dem Topf genommen und sofort über den Mülleimer gehoben, Deckel mit voller Ekel-Packung abgenommen, viele Fliegen wegpusten und -schlagen, Nudeln rein, Sack raus, sehr viele Fliegen wegpusten und -schlagen, Sack zuknoten, geschätzte vierzehnmetersiebzig am ausgestreckten Arm vom Körper entfernt halten, durch die Wohnung schleppen, Balkontür auf, Sack raus, Balkontür zu, durchatmen.

Nun musste ich zurück in die Küche. Aber ich wollte nicht. Nicht einmal wenig. Dann sagte ich mir „ich bin groß, ich bin mutig, ich schaffe das“ und ging. Langsam; natürlich! Ich war ja nicht auf der Flucht. Als ich die Tür vorsichtig aufschob, traf mich der nächste Schlag. Wie nennt sich das Zehnfache von Schrillionen? Na, egal. Jedenfalls schwirrten mindestens so viele von ihnen durch meine Küche. Man, war das eine Aufregung! Müll weg, Nudeln weg aber Fliegen da. Und Tina mittendrin. Mit einem Gesichtsausdruck der vermutlich jeden Preis dieser Welt abräumen würde.

Nun behauptet Sa*gro*tan, gegen Schweinegrippe zu helfen. Tina, nicht blöd, denkt sich „Ein Schwein ist um ein Vielfaches größer als eine Fruchtfliege“ und sprüht los. Bis zum Zusammenklappen der Lungenflügel. Erbarmungslos. An den Schrank, auf, an und in den Mülleimer, einfach in den Raum. Einzelne dieser Tyrannen mit Sprühstrahl jagend oder gleich auf Masse … je nachdem. Ich nutzte jede Chance, um den Mistdingern einen Lungenkollaps zu verpassen.

Dachte ich.

Ich höre sie jetzt noch lachen und prusten.

Nein, PRUSTEN, nicht husten!

Das macht denen nämlich gar nix! Nicht einmal wenig! Ich glaube, die stehen sogar drauf. Ich aber nicht. Und nachdem zumindest ich inzwischen an akuter Atemnot litt, knallte ich erst das verdammte Sa*gro*tan auf die Arbeitsfläche und dann hinter mir die Tür zu. Natürlich mit dem festen Vorhaben, diesen Raum nie wieder zu betreten. Das Küchenfenster stand auf kipp, insofern konnten sie mich nicht wegen Freiheitsberaubung belangen. Und dass sie abhauen würden, hoffte ich ja sowieso.

Nun kommt man ja, wenn es um die eigene Küche geht, nicht so ganz umhin, sie doch irgendwann wieder zu betreten. Das tat ich ein paar Stunden später. Ich öffnete langsam die Tür und schaute in die Luft: Alles klar. Dann an die Schränke: Keine einzige Fliege. Dann in Richtung Fenster: Alles frei von Fliegen. Dabei hätte ich es einfach belassen sollen. Ich hätte nach diesem monströsen Erfolg einfach die Tür milde lächelnd hinter mir schließen und zu Bett gehen sollen. Aber das wäre ja zu einfache gewesen. Ich musste natürlich noch in Richtung Mülleimer gucken.

Und da saßen sie. Grinsend und geifernd. Warteten die auf Nachschub, oder was? Wie dreist können solche Viecher eigentlich sein? Ich versuchte es noch ein letztes Mal mit Sa*gro*tan (ich weiß, dass das völliger Unsinn ist aber ein Insekten-Kill-Mittel habe ich nicht. Sowas brauche ich normalerweise gar nicht). Innerhalb einer Sekunde stand ich inmitten von Schrillionen hoch Zehn Fruchtfliegen. Und in Sa*gro*tan; gefühlt bis an die Knie. Und die Viecher? Grinsten sich eins!

Und wenn ich trotz aller Verträumtheit nicht auch ein gehöriges Maß an Realitätssinn besitzen würden, wäre ich gewillt zu schwören, dass diese verdammt Fruchtfliege, die nach wie vor immer wieder auf ihre persönliche Achterbahnfahrt auf meinem Bildschirm wartet, leise vor sich hin säuselt „Komm doch, komm doch! DU schaffst uns nicht; DU NICHT!“. Ich kriege bald ‚ne Klatsche!

Braucht jemand eine Küche?

Oder Nudeln? Reis? Tomaten? Paprika?

Alles in Tupper. Fruchtfliegensicher, sozusagen.

Meistens jedenfalls …

;o)

 

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Warum dauert es mindestens drei Stunden, um 63 qm zu saugen???

 

Nun liebe ich meinen Staubsauger ja wirklich! Natürlich NICHT auf sexueller Ebene … nein, das nun wirklich nicht! Aber er ist klein und wendig, kommt überall hin, ist leicht hochzuheben und er saugt wie der Teufel! … der Staubsauger!

 

Er macht sozusagen seinem Namen VAMPYRino alle Ehre. Und im Grunde ist es ja auch ganz einfach, zweimal die Woche gute 63 qm zu saugen … wären, ja wären da nicht so viele Ecken und Kanten … Es dauert immer stundenlang, bis ich meine kleine Kemenate endlich sauber habe!

 

Staubsauger haben ja die dumme Angewohnheit, um sich herum so eine Art Schutzzone zu haben … direkt am Korpus diese Gummierung … damit sie keine Möbel ankratzen und so. Wenn es doch nur DAS wäre … aber mit dieser Gummierung bleiben sie natürlich genauso gern überall hängen.

 

An einer meiner Zimmertüren habe ich ein Regal hängen in dem so allerlei Kleinkram steht. Den einen Tag flitze ich mit meinem kleinen Vampir umme Ecke und – zack – Vampir bleibt an der Tür hängen, diese knallt nach hinten, das Regal kommt mit Karacho runter, donnert auf die Erde, ca. 17.000 Einzelteile, die zuvor noch im Regal standen, verteilen sich charmant durch das ganze Zimmer und ich stehe daneben und will das einfach nicht glauben. Vampir steht davor und brummt säuselnd weiter vor sich hin. Na klasse! Wenn der grinsen könnte …

 

Also Fassung bewahren, Vampir aus, Besen und nasse Lappen ranschleppen, Fassung bewahren, Chaos beseitigen, bei dieser Gelegenheit gleich mal wieder die Tür rundherum abwaschen, Fassung bewahren, Regal wieder aufhängen und in mühevoller Kleinstarbeit (Fassung bewahren!!!) alles wieder einsortieren. Nach ca. drei Stunden Vampir wieder anstellen und ab ins nächste Zimmer …

 

Immer wieder gern genommen ist auch die Nummer, den Staubsaugerbeutel auszuleeren. Nein, nicht aus meinem kleinen Vampir nehmen und ab in den Müll … OH NEIN! DAS wäre zu einfach. Nein, nein, ich meine den Beutel an sich ausleeren, weil mal wieder (vermutlich) ein Ohrring oder ähnliches darin verschwunden ist. Also Vampir deaktivieren, Beutel raus und über den Mülleimer halten (ersatzweise über die Spüle – dann ist die Sauerei größer) und dann (Fassung bewahren und …) Faser für Faser all das, was man ja in den letzten Wochen mühevoll gesammelt hat, wieder rausziehen. Vorsichtig natürlich, denn es wird ja ein Ohrring (oder ähnliches) vermisst.

 

Nachdem man dann den kompletten Beutelinhalt mit den Fingerspitzen raus gezogen, natürlich alles mögliche nur nicht das was man suchte zutage befördert hat und aussieht wie ein Schwein, sieht man sich langsam und ziemlich ungläubig um, stellt fest, dass die Küche schlimmer aussieht als ein aktiver Handgranatenwurfstand, holt einen neuen Beutel, bewahrt natürlich die Fassung, pflanzt ihn in den Staubsauger und noch lange bevor die Küche sauber ist, ist der Beutel schon voll. Geht doch gar nicht; zumindest ETWAS vom vorherigen Beutelinhalt müsste doch im Müll gelandet sein …

 

Und ganz kurz bevor man dann die Küche wieder in den Urzustand zurück versetzt hat, klickert irgendwas und verschwindet kommentarlos im Staubsauger …

 

Ach, DA war er also … der Ohrring … *ARRRGH

 

© skriptum

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Ganz unbeeinflusst von jedweder Form der so genannten Verbraucher-Information führte ich vor ein paar Tagen den ultimativen „Wie stark sind Spülmaschinen wirklich?“-Test durch:

Ich klappte die Tür der Spülmaschine runter, um das Geschirr vor dem Ausräumen etwas abkühlen zu lassen. Dann drehte ich mich weg, um am Fenster irgendwas völlig unnötiges rumzufummeln. Beim Umdrehen, um die Küche zu verlassen, vergaß ich die runter geklappte Spülmaschinentür, blieb mit beiden Füßen dran hängen und machte einen solchen Satz darüber, dass ich am anderen Ende der Küche wieder aufkam, und zwar mit dem Kopf direkt auf dem riesigen Schwingdeckelmülleimer aufschlagend.

Der Flug war gut; die Landung scheiße! *sorry

Sobald ich, vor der offenen Spülmaschinentür sitzend, wieder einigermaßen zu mir gekommen war, entdeckte ich die Blutspritzer auf meinem Arm und frage mich, wo genau, vermutlich im Gesicht, irgendwas zerbombt war. Dabei verfiel ich keinesfalls in Panik, sondern blieb ganz ruhig sitzen und sammelte mich. Etwas anderes war im akuten Schock-, Schreck- und Schmerzzustand eh nicht möglich. Aufstehen wäre spontan ebenso unmöglich gewesen, weil meine Beine höllisch schmerzten. Die Arme auch, aber das konnte in der Situation erstmal vernachlässigt werden. Kleine Hautabschürfungen sowieso.

Nach einer weiteren Phase des Sammelns erhob ich mich langsam. Ganz langsam! Dann ging ich ins Bad und prüfte vor dem Spiegel, ob es sich bei der zersprungenen Unterlippe um einen glatten Durchschlag oder nur um eine Platzwunde handelte. Anschließend nahm ich die Unterlippe in den Mund, weil das die schnellste Möglichkeit war, die Blutung zu stoppen oder mir zumindest die Klamotten nicht noch mehr vollzusauen. Danach setzte ich mich vorsichtig auf den Wannenrand und überlegte, ob alles unter dem Rumpf befindliche tatsächlich meine eigenen Beine sind und ob sie schon jemals so weh getan haben.

Sobald das Zittern nachließ, ging ich zurück in die Küche und begann endlich, die Spülmaschine auszunehmen. Plan ist Plan. Es dauerte allerdings nicht allzu lange, bis ich feststellte, dass es aktuell ziemlich blöd war, den Kopf runter zu halten. Unterlippe und so … Auch schmerzten die Beine extrem. Also ging bzw. schlich ich zurück ins Bad und begutachtet vorsichtig, ob die Kniescheiben noch vorn oder doch nach hinten durchgeschossen waren. Dabei stellte ich fest, dass ich sie nicht einmal mit lindernder Salbe einschmieren könnte, weil die Haut aufgeschlagen war. Am linken Knie jedenfalls. Das rechte sah trotz der Schmerzen soweit in Ordnung aus, deutet allerdings schon an, dass der rechte Oberschenkel für die nächsten Wochen vermutlich in allen Blau-, Lila-, Rot- und Grüntönen glänzen würde. Bereits in den Moment war mir klar, dass ich die in den nächsten Tagen zu erwartende Farbgebung vermutlich nicht einmal in Acryl hinbekommen würde. Ich sollte mich nicht täuschen. Die Natur ist eben doch pfiffiger als der Mensch. Ob das immer gut oder angenehm ist, möchte ich in diesem aktuellen Fall gern dahingestellt lassen.

Danach schlich ich ins Wohnzimmer, um telefonisch schon mal vorzuwarnen, dass ich die getroffenen Wochenend-Verabredungen möglicherweise nicht, oder zumindest nicht in der ursprünglichen Planung, wahrnehmen können werde. Anschließend legte ich mich hin, weil sich in meinem Kopf alles drehte und mir k***übel wurde. Die nächsten Tage übte ich Gehen, als wenn ich es noch nie getan hätte. Auch das Aufstehen und Hinsetzen gestaltete sich schwieriger als bis dahin gekannt. Inzwischen ist der Status erreicht – wer kennt ihn nicht? – dass der gefühlte Muskelkater in den Oberarmen, ausgelöst durch das ständige Auf- und Abstützen bei allen möglichen Bewegungsabläufen, in direkter Schmerz-Konkurrenz zu den Beinen steht. Insgesamt bessere ich mich aber; wenn auch sehr langsam.

Es hätte allerdings noch viel schlimmer kommen können. Ja doch, tatsächlich: Die Brille hätte kaputt sein können. Die Zähne hätten ausgeschlagen werden können. Die Unterlippe hätte ganz durch sein können. War aber nicht. Statt dessen laufe ich seit nunmehr knapp zwei Wochen relativ geohovt rum und habe einen weitaus entzückenderen Schmollmund, als ihn Brigitte Bardot je hätte vorweisen können. Nur das Küssen fällt noch schwer. Aber irgendwas ist ja immer. Davon abgesehen ist aber der Test „Wie stark sind Spülmaschinen wirklich?“ erfolgreich abgeschlossen. Im Zweifel: Sehr stark! Sogar ganz ohne Spülmittel …

© skriptum

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