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Posts Tagged ‘Nebel’

 

Sinne sich vereinen
Der Seelen Gleichklang schreit
Luft schneidet Wasser
und Gedanken fliegen rot

Gesänge erheben sich aus Nebeln
Eine Hand sucht nach blau
Solisten vereinen das Einzel
Formen das Doppel entzwei

Des Geistes Not
spürt der Seele Wort
Finger hauchen
und Atem tastet rauh

Die Lust regiert und treibt
Der Wille violett
Gewollt, getan, gefunden
Genossen im Licht des Dunkel

Ein Duft, ein Hauch

bleibt

auf meiner Haut
und trägt

die Fragen fort

© skriptum

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Die Seele entstaubt

Gedankennebel zerstreut

Süßer Freiheitsduft

© skriptum

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Wortlos hast du dich in meine Seele geschlichen;
mich mit tanzenden Schatten meiner Sinne beraubt.
Die Sonne zum Lachen gebracht.
Sie auch gewärmt?

Wie schaffst du es bloß, den Regen zu trocknen
ohne dass es der Erde dürstet.
Was ist es, das dich zu treiben scheint.
Machtlos zu sein?

Übermächtig machtlos schwach gestärkt
ziehst du ruhig deine Bahnen.
Und doch scheint dir etwas verborgen.
Willst du sehen?

Komm und nimm meine Hand, sie ist dein.
Lass uns versuchen die Schatten zu küssen.
Sie werden sich nicht wehren.
Oder sollten sie?

Auch ich bin unsehend, noch immer.
Aber küssen kann ich stets.
Was ist, wenn wir keine Schatten finden.
Küsse ich dich?

Sieh doch: Die Schatten verschwinden im Nebel.
Nehmen Zweifel mit und hinterlassen Hoffnung.
Was ist, wenn wir keine Hoffnung brauchen.
Küsst du mich?

Ach Seelenfänger sieh doch was uns umgibt.
Es ist das Feuer der Unvergänglichkeit.
Keine Schatten und Nebel werden die Wärme stören.
Kommst du mit?

© skriptum

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Es begab sich zu einer Zeit, als ich eigentlich sehr gut drauf war …

Das könnte jetzt glatt ein Märchen werden. Wird es aber nicht. Im Gegenteil: Es ist die bittere Realität.

Während der Eigentümerversammlung im Jahr 2008 wurde beschlossen, die maroden Balkon-Kästen, die nach Aussage des Architekten zu damaligen (Bau)Zeiten durchaus den damaligen Standards entsprachen (hat er sie gebaut resp. daran mitgewirkt?), sanieren zu lassen. Sie zeigen mittlerweile so genannte Haarrisse, durch die Feuchtigkeit eindringen kann. Auch die Seitenverkleidungen sind an den Oberkanten alles andere als ansehnlich.

Also lautet der Beschluss, dass man da was tuen muss.

Angedacht wurden die Maßnahmen für Herbst 2008. Hilfsweise wurde das Frühjahr 2009 ins Auge gefasst.

Im Herbst 2008 passierte nix.

Im Frühjahr 2009 passierte nix.

Es könnte ja – rein theoretisch, versteht sich – sein, dass der eine oder andere Bewohner mit dem Gedanken spielt, diese verdammten Kästen zu bepflanzen. Dafür sind sie ja nun einmal da. Die meisten haben das auch gemacht, allerdings mit der gebotenen Vorsicht, falls binnen weniger Tage alles entfernt werden müsste. Denn die Balkonkästen sollten ja saniert werden.

Im Mai 2009 teilte der Verwalter dann mit, dass wir möglicherweise bereits bemerkt hätten, dass weder im Herbst 2008, noch im Frühjahr 2009 an den Balkonkästen etwas unternommen worden war.

Ach was!

Erneut erklärte der Architekt lang und breit, was genau gemacht werden müsse und aus welchen Gründen.

Ich liebe solche Veranstaltungen! *gähn

Der nächste Beschluss lautete also, dass im Herbst 2009 mit den Arbeiten begonnen werden würde. Natürlich nach rechtzeitiger Ankündigung, damit die Hausbewohner ihre Pflanzen zuvor in Sicherheit bringen können.

Nun ist ja die Umschreibung „rechtzeitig“ ein relativ dehnbarer Begriff. Ich persönlich empfinde es nicht als „rechtzeitig“, wenn aus heiterem Himmel ein höllisches Gepolter hinter dem Haus losgeht, ohne dass auch nur IRGENDein Hausbewohner weiß, was das soll. Das allein machte mich jedoch nicht einmal stutzig: So ruhig und harmonisch diese Wohngegend viele Jahre war, wird sie in den letzten Monaten, aus verschiedenen Gründen, immer lauter und ungemütlicher. Mir reicht es hier bald.

Erst als ein Hausbewohner die Arbeiter lautstark zum sofortigen Aufhören aufforderte, schoss ich auf den Balkon und wollte wissen, was da los ist. Könnte ja sein, dass Hilfe benötigt wird. Und was sah ich? Hinter dem Haus wurden Massen an Stangen, Leitern und Bohlen heran geschleppt. Offensichtlich wollte da jemand ein Gerüst aufbauen. Beziehungsweise mehrere. Der Hausbewohner hatte sich völlig zu recht aufgeregt, denn schließlich muss der Sockel des Gerüsts an diesem Haus auf seiner Terrasse stehen. Da er bei der Eigentümerversammlung nicht anwesend war, konnte er nicht wissen, was das überhaupt alles soll.

Mir schoss in dem Moment fast Dampf aus den Ohren! So sieht also rechtzeitig aus, ja?! Na, toll! Mein Balkonkasten stand auf ca. drei Metern noch voll in Blüte:

Ist es völlig unrealistisch, anzunehmen, dass der liebste Herr Verwalter nicht bei den Firmen, die einrüsten und malern, angerufen, den Auftrag erteilt und gefragt hat, wann sie anfangen, um zur Antwort zu bekommen „In drei Minuten geht es los“? Der hat doch wochenlang Zeit gehabt, uns zu informieren. Und das ist nicht zu schaffen?

Ach.

Irgendwann klingelte meine Nachbarin, die ihrerseits den Vorarbeiter ausfindig gemacht und gefragt hatte, was denn nun wohl geplant sei. Es handelte sich tatsächlich um den Gerüstbau zur Sanierung der Balkonkästen. Danke an die Hausverwaltung an dieser Stelle, für die „rechtzeitige“ Information, wann es losgeht. Meine Nachbarin teilte mir weiter mit, dass an diesem und dem nächsten Tag noch nichts an den Kästen gemacht würde, so dass wir am Folgetag Zeit hätten, um die Kästen zu räumen.

Kurz zuvor hatte ich – nicht wissend, wann es losgehen wird – noch neue Pflanzen gekauft und eingesetzt. Wer mir das bezahlt, wenn die Pflanzen jetzt nach Rücksetzung in kleine Pötte eingehen, weiß ich noch nicht. Dienstag habe ich mir händeringend drei Stunden abgequält und meine Arbeit liegen lassen (müssen), um den Balkonkasten zu leeren und meine Pflanzen zu evakuieren, weil es ja Mittwoch losgehen sollte. Wer mir das bezahlt, weiß ich auch noch nicht. Aber wen ich dafür „umbringen“ werde, wenn ich ihn erwische … ja, da habe ich schon eine leise Idee!

Das alles heißt aber natürlich keinesfalls, dass es am Mittwoch tatsächlich losging:

28.09.: Plötzlicher Gerüstaufbau
29.09.: Chance, die Pflanzen zu evakuieren
30.09.: geht’s los.

Geht es los? Denkste! Nüscht war! Kein Arbeiter zu sehen, folglich keine Arbeiten. Okay, nächste Chance:

01.10.: Geht’s endlich los?

Denkste (2)! Wieder nix. Kein Arbeiter, keine Arbeiten.

02.10.: Zum Wochenende Arbeits-Start?

Nein, natürlich nicht.

Auch habe ich den Hausverwalter noch nicht gesehen. Immerhin hat er es verpennt, uns rechtzeitig (…) zu informieren. Es könnte ja durchaus sein, dass der eine oder andere Bewohner im Urlaub ist und seinen Balkonkasten dem entsprechend gar nicht räumen kann. Also ist es doch wohl die Aufgabe des Hausverwalters, hier blitzartig anzutanzen, die Gerüste zu erklimmen und nachzusehen, ob bei insgesamt 24 Wohneinheiten in drei Häusern alle Pflanzen entfernt wurden, damit sie während der Arbeiten nicht geschrottet werden, oder?

ODER?

Mein Balkonkasten sieht so trostlos aus wie noch nie! Das ist der klägliche Rest, den ich nicht heraus nehmen konnte, weil sie dann garantiert eingehen. Tüten müssen reichen:

Inzwischen ist es Freitagnachmittag. Die Arbeiter sind nach wie vor nicht (mehr) zu sehen, mit den Arbeiten wurde nicht einmal begonnen. Stattdessen haben wir Dank längst aufgebauter Gerüste gar prächtige Hintereingänge. Es ist ein Leichtes, die erste Plattform zu erklimmen und dann mittels der auf jeder weiteren Plattform befindlichen Leiter bis ins oberste Stockwerk zu klettern. Zwischendurch kann man mal in aller Ruhe gucken, ob irgendwo eine Balkontür offen oder wenigstens auf kipp steht, die man dann aufbrechen kann, um die jeweilige Wohnung in Ruhe auszuräumen, falls die Bewohner beispielsweise im Urlaub sind und keine Ahnung davon haben, dass das Haus eingerüstet ist.

Im Moment ist es also sehr leicht, mich überraschenderweise zu besuchen:

Einfach bei Nacht, sogar ganz ohne Nebel, hinter das Haus gehen und hoch kommen. Die Leiter befindet sich sozusagen direkt vor meinem Schlafzimmerfenster, da dort auch der Balkon ist. Ich könnte natürlich, zur Vereinfachung des Einstiegs, zusätzlich mein Haar herunter lassen, damit die erste Plattform noch leichter erklommen werden kann. Aber wie gesagt: Es ist ja kein Märchen, sondern bittere Realität! Nur zu Rapunzel …

… ja, es könnte durchaus sein, dass ich dazu bald werde! *ARRRRGH!

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Sinne sich vereinen
Der Seelen Gleichklang schreit
Luft schneidet Wasser
und Gedanken fliegen rot

Gesänge erheben sich aus Nebeln
Eine Hand sucht nach blau
Solisten vereinen das Einzel
Formen das Doppel entzwei

Des Geistes Not
spürt der Seele Wort
Finger hauchen
und Atem tastet rau

Die Lust regiert und treibt
Der Wille violett
Gewollt, getan, gefunden
Genossen im Licht des Dunkel

Ein Duft, ein Hauch

bleibt

auf meiner Haut
und trägt

die Fragen fort

© skriptum

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Sinne sich vereinen
Der Seelen Gleichklang schreit
Luft schneidet Wasser
und Gedanken fliegen rot

Gesänge erheben sich aus Nebeln
Eine Hand sucht nach blau
Solisten vereinen das Einzel
Formen das Doppel entzwei

Des Geistes Not
spürt der Seele Wort
Finger hauchen
und Atem tastet rauh

Die Lust regiert und treibt
Der Wille violett
Gewollt, getan, gefunden
Genossen im Licht des Dunkel

Ein Duft, ein Hauch

bleibt

auf meiner Haut
und trägt

die Fragen fort

© skriptum

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Wir sitzen hier mit all diesen Gedanken und dem Zeug.
Verworren und doch zufrieden in der Stille des Augenblicks.
Die Fragen unserer anfänglichen Tränen
haben sich längst in Wohlgefallen aufgelöst.
Es lohnt nicht mehr, darüber nachzudenken.
Schon gar nicht, wenn es uns nicht mehr interessiert.

Und so reiche ich Dir die Hand zum Abschied.
Doch sei sicher, dass ich die Finger am Ende nachzählen werde.
So leicht legst du mich nicht nochmal rein. Nein, du nicht.
Die Zeiten sind vorbei, wie du weißt. Wenn es sie überhaupt je gab.

Ob ich dich vermissen werde? Ja, vielleicht ein bisschen.
In diesen Momenten, in denen die Stille schreit.
Nach Vergeltung verlangt, die es nicht geben wird.
Findest du es auch so neblig um uns herum?
Es spielt keine Rolle.

Da gibt es nichts mehr, was ich sehen will.
Da gibt es nichts mehr, das ich fühlen will.
Da gibt es längst nichts mehr, was es wert wäre, erwähnt zu werden.

Doch du sprichst noch immer.
Kannst einfach nicht still sein.
Willst es wissen.
Ich werde es dir nicht sagen.
Warum?
Ob ich nicht kann?
Doch, ich könnte.
Aber ich will nicht.
Nicht mehr.

Stille.

Du verlässt den Raum.

Ich bleibe zurück.

Endlich glücklich.

Frieden.

© skriptum

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