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Posts Tagged ‘New York’

 

oder: Kompetenz mit In- davor

Kürzlich vermeldete mir mein Zeitschriften &  Co.-Mokel stolz, wie es zwischen ihm und seiner Freundin abgegangen ist, nachdem er einen Meeresfrüchte-Cocktail genossen hatte. Ich lächelte milde, während ich den Laden fluchtartig verließ. Davon abgesehen, dass mich das nun echt rein gar nix angeht, dachte ich nur „zu viel Input!“. Wir kennen uns zwar schon einige Jahre aber so vertraulich wollte ich es dann doch nicht werden lassen. Was käme als nächstes? Tipps für den nächsten Sex? Ne, danke!

Ich hatte an dem Tag noch einige weitere Stationen vor mir und irgendwann fragte ich mich, ob ich „heute“ einfach zu sensibel für diese Welt bin. Nirgendwo konnte ich mich aufhalten, ohne dass nicht mindestens ein menschliches Wesen mutmaßlich Selbstgespräche führte oder immerhin sichtbar, statt des Knopfs im Ohr, ein Handy festklammerte. Da werden ganze Arztberichte beim Discounter am Regal stehend durchgegeben oder Passwörter genannt, Kontoverbindungen übermittelt oder sonstige, rein private, intime Details lautstark ausgetauscht.

Sind das eigentlich die gleichen Wesen, die sich zu anderer Gelegenheit darüber aufregen, dass der Datenschutz immer mehr vernachlässigt wird? Sind es diejenigen, die sich über Vorratsdatenspeicherung aufregen, weil sie nicht wollen, dass jemand weiß, mit wem sie wann über was telefoniert oder in anderer Weise gesprochen haben? Sind es die Gleichen, die nicht wollen, dass Innenstädte per Video überwacht werden, weil sie sich dadurch in ihrer Privatsphäre bloßgestellt fühlen? Hm?

Wie wichtig kann sich ein Mensch fühlen, dass er davon ausgeht, permanent erreichbar sein zu müssen und ständig bei jedem noch so seltenen Gedankenblitz sofort jemandem darüber Mitteilung machen zu müssen? Wenn es sich um irgendwelche dümmlichen Girlies handelt … nun denn. Sie wissen es vielleicht nicht besser. Aber bei Menschen, die scheinbar zwanghaft auf seriös machen, sollte man doch wohl annehmen können, dass sie in der Lage sind, Termine so zu koordinieren, dass nicht das gesamte Umfeld unfreiwillig und ständig Teil dessen wird.

Wer tatsächlich wichtig ist, versteht es m. E., seine Aufgaben so zu planen und mitunter zu delegieren, dass er auch mal _in Ruhe_ etwas unternehmen kann, ohne permanent erreichbar sein zu müssen. Ausnahmen gibt es sicher: Notärzte, Rettungskräfte, andere Bereitschaftsdienstler etc. Aber jeder x-beliebige Futzi (m/w)? So viele wichtige Menschen gibt es auf dieser Welt, bei denen es unmöglich ist, mal ein, zwei Stunden auf sie zu verzichten? Das mag ich nicht glauben. Ich halte das eher für geballte Inkompetenz. Aber … was? Genau: Mich fragt wieder keiner. Immer darf ich nix!

Die Krönung dieses Wahns dürfte sich jetzt in New York ereignet haben, als die New York Symphoniker Gustav Mahlers neunte Sinfonie unterbrechen mussten, weil ein iPhone einfach nicht aufhörte zu klingeln:

 

Smartphone stoppt New Yorks Symphoniker
(13.01.2012, 16:31 Uhr)

Marimbaklänge statt Mahler: Ein New Yorker Konzertbesucher hat sich dank seines iPhones vor Hunderten Musikfreunden unsterblich blamiert. Sein iPhone hörte nicht auf zu klingeln, der Dirigent unterbrach die Aufführung. Das Publikum „verlangte nach Blut“, wie die „New York Times“ berichtet.

Hier geht es zum vollständigen Beitrag

Ob es schlimmer ist, sich für ZU wichtig zu halten oder zu blöd zum Abstellen seines mobilen Fernsprechgerätes zu sein, mag ich nicht entscheiden. Entschieden habe ich mich hingegen längst dafür, dass ich gehe, wenn es jemandem wichtiger ist, einen überraschenden Anruf anzunehmen, statt mit mir ungestört ein Gespräch zu führen. Man muss Prioritäten setzen, schon klar. Und meine liegen üblicherweise auf Höflichkeit, nicht auf neurotischer Erreichbarkeit.

Für mich ist dieses hektischen „Entschuldigung!“, sobald das Handy los geht und die damit inzwischen meist einher gehende Unterbrechung des momentanen Gesprächs pure Unhöflichkeit. Es ist gleichbedeutend mit der Taktlosigkeit, einfach in ein Gespräch zu platzen und dazwischen zu quasselt. Nur dass es in diesem Fall nicht der Dazwischenplatzer ist, der sich daneben benimmt, sondern der Gesprächspartner, weil er dazwischen platzen lässt.

All das wird tatsächlich nur noch dadurch getoppt, dass man in ein Konzert geht und sein iPhone oder ein anderes Empfangsgerät so lange klingeln lässt, bis das Orchester aufhört zu spielen. Ich mag nicht einmal darüber nachdenken, wie sich diese Abartigkeit noch fortsetzen mag. Vielleicht sollte ich dazu mal meinen Zeitschriften & Co.-Mokel befragen. Oder seine Freundin, sobald sie wieder Luft kriegt …

 

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unvergessen:

 

WTC-Danach

Bildquelle: pgtech.com

Dienstag, 11. September 2001

 

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Heute kommen wir in Quizzys ABC-Geo-Projekt zum Buchstaben H und damit in meine Heimatstadt Hannover:

 

 

Bei diesem Prachtbau handelt es sich um das neue Rathaus. Ja, das NEUE! Das Alte sieht noch älter aus.

In dem früheren Artikel „Hannover im Kontrast (schwarz/weiß): Aufgang“ führte ich schon einmal aus:

Das „Neue Rathaus“ wird oftmals für das alte gehalten. Das alte ist aber noch wesentlich älter, als das neue. Logisch. Das neue Rathaus gehört aus gutem Grund zu den am häufigsten fotografierten Motiven in Hannover. Der Prachtbau wurde vor knapp 100 Jahren im wilhelminischen, eklektizistischen (ausgewählten/zusammengesetzten) Stil gebaut und (!) bar bezahlt, wie der damalige Stadtdirektor Heinrich Tramm an Kaiser Wilhelm II berichtete. Ja, so sindse, die Hannoveraner. Aber Kreditkarten werden hier mittlerweile auch akzeptiert! ;o) Das Rathaus ist auf 6026 Buchenpfählen gebaut, da es […] auf sumpfigem Grund steht.

Nachtrag: Damit der sumpfige Grund entsumpft wird, wurden seinerzeit die Maschteiche und der Maschsee angelegt. Danke, liebe Mum, für diesen Hinweis!

Natürlich gibt es in dem verlinken Artikel noch weitere Informationen zum Rathaus.
 
Hannover ist an Möglich- und Nennenswertigkeiten schier unerschöpflich. Ein paar Stichpunkte sind der weit über die Grenzen Deutschlands beliebte „Erlebnis Zoo Hannover“, die bisher einzige „EXPO 2000“ auf deutschem Boden und das weltgrößte Schützenfest. Dazu kommt der europaweit größte Stadtpark, die „Eilenriede“. Sie ist sogar größer als der Central Park in New York! Zum Trost durfte die Stadt New York jedoch das hannöversche U-Bahn-System kaufen und betreibt es noch heute. In Hannover befindet sich die weltweit größte Sammlung von Werken der Künstlerin Niki de Saint Phalle. Sie ist auch Ehrenbürgerin der Stadt. Nicht vergessen werden darf natürlich Hannovers weltweit ausgezeichneter Ruf als „Stadt des Jazz“. Von der Qualität können sich Interessenten beispielsweise  jedes Jahr am „Vatertag“ auf dem Trammplatz und rund um das oben gezeigte Rathaus überzeugen.

Hannover ist eine Stadt der Superlative und immer eine Reise wert. Und zwar über einen deutlich längeren Zeitraum, als nur zum Besuch der jährlichen CeBIT oder sonstiger Veranstaltungen. Aber davon möge sich jeder selbst überzeugen! ;)

 

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Ursprung

Ursprünglich handelt es sich bei „Silvester“ oder auch „Sylvester“ um einen männlichen Vornamen, den jedoch in Deutschland kaum ein Mensch trägt. Aber jeder kennt ihn als Bezeichnung des letzten Tag eines jeden Jahres. „Silvester“ ist von lateinischer Herkunft und geht auf den Wortstamm silva = Wald zurück. Ins Deutsche übersetzt heißt Silvester soviel wie „Waldbewohner“ oder „der zum Wald Gehörende“.

Außerdem handelt es sich bei „Silvester“ nicht nur um den einfach so benannten letzten Tag des Jahres, sondern ganz offiziell um einen Gedenktag. Gedacht werden soll an diesem Tag eines Papstes, der die Kirche im vierten Jahrhundert neu organisierte und so zu einem der bekanntesten Päpste der noch jungen Kirche wurde. Silvester I. ist somit der Tagesheilige, dem an jedem letzten Tages eines Jahres gedacht werden soll. Er verstarb am 31. Dezember 335 in Rom.

Feuerwerk

Früher wurde nicht nur mit den sprichwörtlichen Pauken und Trompeten, sondern auch mit massivem Kirchengeläut das alte Jahr und damit böse Geister vertrieben, um in ein unbeschwertes und glückliches neues Jahr zu gehen. Dabei ging es hauptsächlich darum, möglichst laut zu sein, so dass auch durchaus Rasseln und bei den Germanen die Peitschen und Dreschflegel als Lärminstrumente herhalten mussten. Nachdem im Zeitalter der Renaissance das Schwarzpulver erfunden worden war, wurden in der Nacht von Silvester auf Neujahr auch Böller-, Gewehr- und Schüsse aus Kanonen abgefeuert. Heutzutage verzichten die meisten auf Kanonenschüsse und ähnliches, sondern bedienen sich lieber diverser fabrikgefertigter Silvesterraketen, die eigens zu diesem Zweck und dazu noch in ihrer abgeschossenen Erscheinung deutlich bunter hergestellt werden. Außerdem ist der (Aber- oder auch nicht)Glaube daran, dass man mit diesem Lärm böse Geister verjagen könnte weitestgehend dem Spaß an der Freude gewichen. Auch wenn ich gestehen muss, dass ich noch nie im Leben einen Böller gezündet habe. Ich habe aber auch noch nie einen Döner gegessen. Ob das in irgend einem ursächlichen Zusammenhang steht, lasse ich lieber dahingestellt. Auf jeden Fall habe ich Spaß an Feuerwerken, solange ich sie nicht selbst zünden muss …

China kann sich auf eine der längsten Traditionen im Herstellen von Feuerwerkskörpern berufen. Aber auch in Deutschland lebt mittlerweile ein ganzer Industriestamm davon, auf das Jahresende hinzuarbeiten. Jährlich werden für diesen Spaß Milliarden ausgegeben. Ich glaube fast, SO böse können Geister kaum sein, oder? ;o)

Das größte Silvesterfeuerwerk findet übrigens jedes Jahr auf dem Times Square in New York statt. Aber die haben ja auch immer den größten Tannenbaum, also dürfen sie das vermutlich. Der Tannenbaum steht allerdings vor dem Rockefeller Center, nicht am Time Square. Obwohl das Verfangen diverser Feuerwerkskörper in diesem riesigen Tannenbaum vermutlich ein ganz eigenes Feuerwerk ergeben würde.

In Deutschland ist das Abschießen von Feuerwerkskörpern der Klasse 2 (also die „richtigen“) nur in der Silvesternacht von 18 Uhr bis 1 Uhr erlaubt und auch nur von Personen ab 18 Jahren. Feuerwerkskörper der Klasse 1 (also die nicht so „richtigen“) dürften rund ums Jahr, jederzeit und ab 12 Lenzen abgefeuert werden. Bedenken sollte man beim Abfeuern immer, dass Tiere ein wesentlich sensibleres Gehör haben als Menschen und z. B. die Silvesterknallerei um ein Vielfaches stärker wahrnehmen. Nicht nur das: Manche Tiere geraten durch diese ungewohnte Lautstärke regelrecht in Panik. Wenn man also Halter eines Tieres ist, sollte man sich durchaus vorher Gedanken darüber machen, wie man sein Tier vor allzu großer Lärmeinwirkung möglichst schützen kann.

Auf Schiffen sind Feuerwerke übrigens strikt verboten, da es im Seenotfall zu Verwechslungen mit Leuchtraketen kommen könnte. Dennoch wird das neue Jahr begrüßt, und zwar mit tutenden Nebelhörnern. Was ja mögliche böse Geister auch ausreichend vertreiben dürfte! ;o)

~ Ende Teil 1~

Teil 2 und Teil 3 finden sich hier:

Silvester 2/3 (Bräuche und Verhaltensweisen)

Silvester 3/3 (Glücksbringer + Essen + Trinken + überhaupt)

 

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Na? Die Silhouette welcher Stadt ist das wohl?:

 

San Francisco?

New York?

Dubai?

Hongkong?

Sydney?

Gar keine?

 

Röchtööööch: Gar keine! Es ist der Spam, vor dem mein Blog ‚protected‘ wurde:

 

Sieht aber ganz interessant aus, oder? ;o)

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Wir in Hannover sind Bundespräsident …

… und noch so einiges: Noch ganz frisch sind wir Lena Meyer-Landrut und der Eurovision Song Contest aka Grand Prix. Damit ist aber längst noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Wir sind nämlich auch Könige, was heute noch unter anderem in den Königlichen Gärten zu Herrenhausen zu bewundern ist. In dem Zusammenhang sind wir auch „Ernst August Albert Paul Otto Rupprecht Oskar Berthold Friedrich-Ferdinand Christian-Ludwig Prinz von Hannover Herzog zu Braunschweig und Lüneburg“, der aufgrund seines Fauxpas auf der Expo auch Pipi Prinz genannt wird. Pipi sind wir natürlich nicht alle! Die meisten Hannoveraner haben eine eigene Toilette oder wissen wo sie eine finden. Dafür sind wir aber Schwanz-Treffer. Wobei es sich um nichts Unanständiges oder Sex handelt, sondern lediglich um einen Treffpunkt am Reiterdenkmal des „Ernst August von Hannover“ vor dem Hauptbahnhof.

Lebendiger sind die „Hannoveraner“ wenn es sich um die weltberühmte Pferderasse handelt, die zu den weltweit erfolgreichsten für Dressur und Springen zählt. Wir sind aber auch Messe und insbesondere CeBIT, ebenso wie Expo 2000 mit der bis dahin größten Resonanz aller Zeiten und dem weltweit größten frei tragenden Holzdach. Außerdem sind wir Eilenriede, wobei es sich um den größten Stadtpark Europas handelt. Zum Vergleich: Der Central Park in New York ist gerade einmal halb so groß. Dafür fährt aber unser U-Bahn-System sogar „bis“ New York und unser Schützenfest ist ebenfalls das größte weltweit. Weltweit sind wir außerdem im Erlebnis Zoo Hannover, in dem an einem Tag eine Reise durch den Dschungel, das Outback, die Yukon Bay, auf dem Sambesi u.v.w. möglich ist.

Doof sind wir in Hannover keinesfalls. Dafür spricht schon allein, dass wir unter anderem Kurt Schwitters, Wilhelm Busch und Werner von Siemens sind. Außerdem sind wir Leipniz, ohne den die Leser dieses Beitrages ihre Rechner schlimmstenfalls nicht einmal herunter fahren könnten, weil es sie gar nicht gäbe. Der Mathematiker und Physiker, Philosoph, Wissenschaftler und Diplomat, Historiker, Politiker und Bibliothekar hat maßgeblich bei der Entwicklung der Informatik mitgewirkt. Leipniz steht natürlich außerdem für den weltberühmten Butterkeks, womit auch gleich noch die Brücke zu leckerer Sprengel Schokolade gebaut ist. Und beim Stichwort Sprengel landen wir dann unweigerlich auch beim Sprengel Museum, in dem sich mit vielen weiteren Werken in und um Hannover die weltweit größte (Gesamt)Sammlung aller Werke der Künstlerin Niki de Saint Phalle („Nanas“ am Leineufer, Blaue Grotte in Herrenhausen etc.) befindet. Das Sprengel Museum steht direkt am Maschsee, bei dem es sich um den größten Stadtsee Europas handelt.

In seiner Nähe trainieren und spielen die Pappenheimer von „Hannover 96“. Etwas weiter weg aber nicht weniger sportlich und wesentlich erfolgreicher tummeln sich in Hannover die „Scorpions“. In diesem Fall ist jedoch das Eishockey-Team gemeint. Die musikalischen „Scorpions“ sind jedoch auch in bester Gesellschaft. Als „Stadt des Jazz“ wird Hannover bezeichnet, weil sich hier mit Clubs und zahlreichen Veranstaltungen die deutsche Hochburg dieser Musikrichtung findet. Andere Musikrichtungen bedienen die aus Hannover stammende und ebenfalls weltweit agierende Pop-Gruppe Marquess sowie Sarah Connor. Letztere lebt zwar in Delmenhorst, das ist jedoch nicht allzu weit von Hannover entfernt. Spuckweite, sozusagen. Nicht zuletzt der Musikproduzent Mousse T lebt und agiert seit mehr als 20 Jahren in Hannover. Ohne ihn wären die Repertoires von Tom Jones, Michael Jackson, Gloria Estefan, Quincy Jones, Backstreet Boys, Timbaland, Simply Red, No Angels, Fine Young Cannibals, Missy Elliot, Bernd Eichinger, Emma Lanford, Die Prinzen und Yvonne Catterfeld längst nicht so umfangreich.

Und nachdem wir mit all diesen kleineren und größeren Superlativen sowie mit den Bezeichnungen „Messestadt“, „Stadt des Jazz“ und „Stadt im Grünen“ eigentlich längst gesättigt sind, werden wir nun (okay, zusammen mit Niedersachsen und letztendlich Deutschland) auch noch Bundespräsident. Nun denn. Ein Schelm wer sagt: Gut so! Allerdings in dem Fall aus durchaus zweifelhaften Gründen. War es doch Herr C.W., der sich während der Umsetzung der Gesetzgebung zur zukünftigen Raucher-Diskriminierung in Windeseile als erpressbar erwies und von seinem ursprünglichen Konzept, „R“ an die Tür oder eben nicht und dem entsprechend handelt es sich um Raucher- oder Nichtraucher-Gastronomie, zur härtesten Variante des sog. Nichtraucher-Schutzes prügeln ließ. Einen Politiker, der erpressbar ist und sich gegenüber den „Wünschen“ der ihn auf oder in den Händen „Tragenden“ als sehr „flexibel“ erweist, ist möglicherweise kein allzu repräsentativer Kandidat, um ein Land zu vertreten. Das mag aber jeder für sich definieren. Allerdings gibt es Grund zu weiteren Zweifeln: Der Neubau des Landtages in Hannover treibt der ganz überwiegenden Zahl der Niedersachsen längst den Wutschaum ins Gesicht. Eine regelmäßige Ablehnungsquote von knapp 90 Prozent der Bevölkerung ist m. E. ein ganz klares Votum gegen den Neubau.

Die Abgeordneten haben aber trotzdem beschlossen, dass sie für drei Sitzungstage á zwei Stunden pro Monat einen neuen Bau haben wollen. Kein Problem: Das schnöde Wahlvieh zahlt es ja. Nicht freiwillig aber sie müssen eben. Um den Neubau realisieren zu können muss allerdings der bestehende Denkmalschutz ausgesetzt werden. Aber auch das ist kein Problem: Die entscheidende Behörde sitzt sozusagen im gleichen Haus und braucht nur dort zu unterschreiben, wo man es ihr sagt. Um den Neubau finanzieren zu können müssen natürlich Gelder anderenorts eingespart werden. Auch das ist kein Problem: Herr C.W. hat sich schnell mal überlegt, dass der erforderliche Betrag bei Schulen und Kindergärten eingespart wird. Dann ist die Finanzierung kein Problem mehr. Dafür müssen allerdings noch, wie sein Kollege OB Weil willig verkündete, zweihundert zukünftige potentielle Hartz IV-Empfänger produziert werden, weil diese von der Stadtverwaltung dann nicht mehr bezahlt werden können. Aber Hauptsache, den so genannten Volks-Vertretern geht es gut. Im Bredero-Hochhaus stehen übrigens 14 von 23 Etagen leer, die für die paar Stunden pro Monat ebenso genutzt werden könnten. Da wollen die Abgeordneten aber nicht hin. Ein Neubau an der Leine ist ja auch viel schicker; insbesondere wenn man ihn selbst nicht bezahlen muss.

Und jetzt soll dieser Herr W., der sich als „Stimme der niedersächsischen Volkes“ bereits mehrfach als recht ungeeignet bewiesen hat, also Bundespräsident werden. Nun denn. Vermutlich ist es hier das Gleiche, wie seinerzeit mit Herrn Gab*riel: Er verfügte nicht etwa über nennenswerte Kompetenzen, um das Amt als Niedersächsischer Umweltminister zu übernehmen, sondern war mit einem besonderen Posten einfach „dran“. Also wurde er Umweltminister; der Posten war gerade noch frei. 2005 verzichtete Herr W. auf die Kandidatur als Bundeskanzler zugunsten von Fräulein A.M. und blieb damit seinem Versprechen (möglicherweise könnte man es auch als Drohung empfinden) treu, nicht nach Berlin zu gehen. Immerhin hat er da sein Wort gehalten. Das ist nicht viel aber wenigstens etwas.

Nachdem sich Frau Kanzlerin selbst zur Kanzlerin ernannt hatte (mehrheitlich gewählt wurde sie ja nie) war der Posten also weg. Nun ist Herr W. aber immer noch dran. Kundesbanzler fällt aus, also wird er eben Bundespräsident. Gut für Niedersachsen und somit auch Hannover dürfte das allemal sein; dann stellt er hier wenigstens keinen weiteren Unsinn mehr an. Ob es gut für Deutschland ist, bleibt allerdings nur abzuwarten. Der Spruch „No Risc – no Fun“ bekommt hier eine ganz neue Bedeutung. Harren wir also den weiteren Ereignissen. Oder wir schicken unsere Pferde ins Rennen und lassen sie scharren, statt harren. Dann aber bitte zu Pop-unterlegten Jazz-Klängen, bunt bemalt auf grünem Grund, mit Keksen und Schokolade, zum Nachspülen royal-blaues Wasser, während einer künstlerischen Lyrik-Lesung. Und das alles gezielt zur Stimmungs-Aufhellung, damit wir (auch) zukünftig wenigstens mit einer festen und fairen Größe rechnen können …

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WTC-Danach

Bildquelle: pgtech.com

~

… und dann kommen sie:

Diese Gedanken,

deren Sinn man nie erfassen wird.

Weil sie einfach keinen Sinn ergeben.

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