Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Österreich’

*

1-WP-Quatsch-1-300200

*

Das wir hier alle kleine „Champignons“ sind, ist ja sowieso klar. Aber dass es EIN offensichtlich ganz besonderer Besucher kurz nach Mitternacht schafft, dreimal aus Deutschland, einmal aus Österreich, einmal aus Spanien und einmal aus den USA auf meinen Blog zuzugreifen, finde ich schon außerordentlich bemerkenswert!

Wie geht das? Beamen? Auf jeden Fall muss diederjenige ungeheuer schnell sein; alle Achtung! ;o)

*

Werbeanzeigen

Read Full Post »

Manche Übernachtungen hinterlassen Erinnerungen, die man lieber aus seinem Gedächtnis streichen würde. So geschehen während eines Skiurlaubs in Österreich:

Die Wetterverhältnisse ließen ein Überqueren des Passes mit einem Porsche, der ansonsten seinen Dienst wirklich absolut einwandfrei versehen hatte (!), bei den plötzlich eingetretenen Schneeverhältnissen dann aber doch die sprichwörtlichen Segel streichen musste, einfach nicht zu. Also mussten wir für den nächstmorgendlichen Autozug einchecken und uns eine Unterkunft für die Nacht suchen. Da es sich um einen sehr kleinen Ort handelte, gab es nicht allzu viele Hotels oder Pensionen und die die es gab, waren überwiegend ausgebucht. Schließlich fanden wir doch noch ein … Gemäuer … das von außen schon so gruselig aussah, dass ich da freiwillig nie eingecheckt hätte. Aber was blieb uns übrig?

Der Weg zu unserem Zimmer führte durch das gesamte Gebäude. Mindestens. Hoch, runter, links, rechts, kreuz und quer. Circa 10 Minuten vor Erreichen unseres Zimmers hatte ich das Gefühl, dass wir inzwischen den Ort längst verlassen haben müssten, wenn wir uns nicht noch immer im gleichen Gebäude befänden. Das Zimmer ansich war recht ordentlich. Eben so burg-like eingerichtet: Riesiges Bett, eine Waschgelegenheit (Toilette irgendwo auf dem Flur), dicke (sehr dicke!) Teppiche und darunter unheimlich knarrende Holzdielen, wie auch schon im gesamten Flur- und Treppenhaus-Bereich.

Nach Abstellen unserer Klamotten fanden wir tatsächlich den Weg zurück zur Rezeption und damit zum Restaurant. Oder das, was dort „Restaurant“ genannt wurde … Spelunke hätte es möglicherweise besser getroffen. Das Essen war anständig, der Wirt offensichtlich ein Bruder von Frankenstein (oder sogar er selbst?) und die weiteren Gäste schienen alle schon lange in diesem Haus zu wohnen oder gar dort (hergestellt worden oder) geboren zu sein. Wir fühlten uns wie Außerirdische und wurden auch genau so angestarrt.

Auf unsere Frage, ob man uns gegen fünf Uhr wecken könne, weil wir unbedingt den Autozug bekommen müssten (und keinen Wecker dabei hatten), bekamen wir samt der ungefragt gebrachten Rechnung ein knappes „Wecken ist nicht!“ auf den Tisch geklatscht. Das war’s. Entsprechend unruhig war die Nacht:

Wenn ich befürchte zu verschlafen, kann ich überhaupt keinen Schlaf finden. Also lag ich die ganze Nacht wach und wippte ungeduldig mit den Füßen, unruhig auf den Morgen wartend und mir einen ansich dringend notwendigen Toiletten-Besuch schmerzhaft verkneifend. Mich hätten keine 10 Pferde alleine aus dem Zimmer bekommen! Eine solche Situation hat bekanntermaßen zur Folge, dass man jedes Geräusch, was des nächtens durch Räumlichkeiten hallt, wesentlich intensiver hört, als es einem lieb sein kann. Mir zumindest.

Die Zimmertür konnten wir nur mit einem riesigen Schlüssel „verschließen“. Um die Tür mit einer Scheckkarte zu öffnen, hätte man sie nicht durch den Türrahmen schieben, sondern schlicht im Schloss drehen müssen. Einen allzu sicheren Eindruck machte das also nicht. Im Bett liegend konnte ich dem entsprechend durch das Schlüsselloch auf den Flur gucken. Jeder vorbei huschende Schatten drängte mir den Gedanken auf, dass wir gleich nicht mehr allein wären. Ein unheimliches Gefühl und nicht zwingend dazu geeignet, sich zu entspannen und einzuschlafen.

Was ich aber noch viel schlimmer fand war, dass ich ja wusste, dass die Holzdielen ausnahmslos bei jedem Schritt sehr knarrten, wenn man darüber ging. Die nächtlichen Schatten vor der Tür machten aber keine Knarrgeräusche, was mir wiederum die Vermutung aufdrängte, dass ich entweder inzwischen halluzinierte oder es sich um fliegende Geister handeln musste. Vermutlich durch Schritte hervor gerufenes Knarren war nur dann zu hören, wenn keine Schatten vor der Tür sichtbar waren. Das alles war eher weniger dazu geeignet, mich in Ruhe Schlaf finden zu lassen. Da half nicht einmal das selige Schnarchen meines Bettnachbarn.

Wie wir am nächsten Morgen aufgewacht sind, ob ich überhaupt geschlafen habe und ob wir frühstückten, erinnere ich nicht mehr. Auch ist mir der Name des Ortes und des Hotels entgegen meiner sonstigen Merkfähigkeiten völlig entfallen. Und die Tatsache, dass nach ca. 20 Metern auf der absolut (!) geraden Straße zum Bahnhof beim Zurückblicken das Hotel nicht mehr zu sehen war, beunruhigt mich inzwischen nicht mehr. Ich habe es mittlerweile so zur Kenntnis genommen und gehe davon aus, dass ich da vermutlich eh nie wieder hinfahren werde …

© skriptum
[03.04.2006]

Read Full Post »

 

Seit mehr als 30 Jahren ist Krieg ihr Leben. Irgendwie …

Seit fast 20 Jahren begleitet sie mich. Irgendwie …

Ihresgleichen müsste man wohl lange suchen. Eine Journalistin die noch weiß, was investigativer Journalismus wirklich bedeutet und sich an die diesbezüglichen Regeln hält. Immer.

Eine Frau.

Und was für eine …

Antonia Rados

 

Geboren wurde die mehrfache Buchautorin und Politikwissenschaftlerin 1953 in Klagenfurt; studierte in Paris, Salzburg und Bologna. Seit 1979 außenpolitische Redakteurin des Österreichischen Fernsehens und seit 1993 Sonderkorrespondentin Ausland bei RTL. 1995 übernahm sie die Leitung des RTL-Studios in Paris. In Österreich erhielt sie den Pirelli- und den Kritikerpreis. 1991 wurde sie in ihrer Heimat zur „Frau des Jahres“ gewählt. Sie berichtete aus Chile, Südafrika, Rumänien, der arabischen Welt… vom Kosovo- bis hin zum Afghanistan-Krieg… aus nahezu allen Regionen der Welt.

Seit Beginn der kriegerischen Handlungen berichtet Antonia Rados, eine der erfahrensten Krisen- und Kriegsreporterinnen, fast rund um die Uhr live aus … Bagdad.

Rados selbst sieht sich als Pendlerin zwischen der ersten und der dritten Welt. Nicht selten ist das mit sehr vielen Schwierigkeiten und Kompromissen verbunden und – gerade in der islamischen Welt – für eine Frau oftmals mit fast unüberwindlichen Hürden. Damit umzugehen, sich zwar anzupassen aber nicht das Wort verbieten zu lassen, ist eine Form der Berichterstattung die wohl kaum jemand mit so viel Finesse und KnowHow beherrscht wie Rados. Erfahrung ist ihre Art der Vorbereitung. Kaum ein Krisengebiet ist ihr unbekannt. Sie weiß um die Nöte der Menschen und die Skrupellosigkeit mancher Regierungen. Sieht Parallelen und kennt das Weltgeschehen wie ihre Westentasche.

Der Journalist soll informieren, zu Ereignissen „mitnehmen“, Entwicklungen kritisch begleiten, Stellung beziehen und Meinungen äußern. Gerade in Krisensituationen sind diese Grundsätze nicht selten eine sehr verzweigte Kreuzung. Wann darf die eigene Meinung einfließen oder gar überwiegen, wann dürfen nur Fakten präsentiert werden? Und was ist, wenn man Berichte nur auf Spekulationen und Anschein aufbauen kann? Wie ist mit der Tatsache umzugehen, sich einer Zensur beugen zu müssen und was will der Zuschauer überhaupt wissen? Was darf er wissen. Wie viel kann er verkraften?

Rados findet den Weg. Den „goldenen“ Mittelweg, wenn der direkte verbaut ist. Sie lässt die Zuschauer ehrlich und klar deklariert und definiert miterleben, was sie sieht, fühlt, riecht, schmeckt … eben, wie sich die Situation vor Ort tatsächlich darstellt. Der Zuschauer ist live dabei. Erlebt was geschieht und weiß, woran er ist.

„Nur Helden und Idioten haben keine Angst“ ist ein Ausspruch auf den sie sich oft bezieht. Die Lebendigkeit ihrer Berichte schließt Angst ein. Natürlich. Sie scheut sich nicht, auch mal klar zu formulieren „wir wollen hier weg“. Rados hält sich stets vor Augen, dass sie sich freiwillig in Krisengebieten aufhält. Harte Bedingungen schrecken sie nicht. Ihre mittellangen, dunklen Haare wehen ihr ins ungeschminkte Gesicht, wenn sie teils auf und ab wippend und fast schon kindlich gestikulierend, ihre Berichte – mal im Ansatz lächelnd, meist ernst – absetzt. Make-up vermisst sie nicht; Schokolade dafür umso mehr.

Menschlich faszinierend, fachlich kompetent.

Ihre Arbeit bezeichnet sie als befriedigend. Die verschiedenen Facetten der Menschen können sie nicht beängstigen, eher ihre Neugierde stillen. Rados vermittelt mit ihren Berichten Ambiente und Stimmung, Faktenwissen, Hintergründe und stellt Zusammenhänge dar. Und das in jeder Lebenslage. „Wenn jemand Zweifel hat, ob er dieser Situation gewachsen ist, sollte er sich besser nicht für diesen Beruf entscheiden.“ Sie weiß ganz offensichtlich, wovon sie spricht.

Auf die Frage, warum sie sich diesen Beruf ausgesucht hat, antwortete Rados: “Es ist umgekehrt. Der Beruf hat mich einmal gepackt und hält mich fest. Ich kann nichts dagegen tun. Außerdem ist es vielleicht die Gnade eines kurzen Gedächtnis, dass ich immer wieder mit frischer Energie und ohne lähmende Gefühle meine Arbeit verrichten kann. Angst habe ich oft genug. … Außerdem mache ich zwischen den erschütternden ja auch viele schöne Erfahrungen. Ich lerne viele Menschen kennen. Mich interessiert die Welt. Und für mich gibt es keine Alternative.“ Es ist nicht einfach Broterwerb, dem Antonia Rados auf diese Weise nachgeht, es ist mehr: schlicht und einfach ihr Traumberuf.

Rados hat für sich festgestellt, dass sie sich solchen Situationen nach drei Wochen entziehen will, um soz. die Batterien wieder aufzuladen … nachzudenken … eben neue Kraft zu sammeln. Seit Beginn der Eskalation vor ca. sieben Jahren pendelt sie unter anderem zwischen Iran und Irak. Ein Ende ist nicht abzusehen. Vor wenigen Wochen war sie es, die als erste Journalistin aller Zeiten ein persönliches Interview mit dem iranische Präsident Ahmadinedschad führen durfte.

Vor ca. 20 Jahren fing ich an, mich in der sog. Medienlandschaft herum zu tummeln. In dieser Zeit habe ich sehr viele Menschen erlebt … persönlich kennen gelernt. Gerade die Branche des Journalismus hält vieles bereit, was bei näherer Betrachtung dieser Bezeichnung im eigentlichen Sinne nicht gerecht wird. Antonia Rados fiel mir vor 20 Jahren zum ersten Mal auf und meine Begeisterung für ihre Art der Umsetzung des Journalismus hat an keinem einzigen Tag nachgelassen … ganz im Gegenteil.  Ich kann sie nicht immer beneiden, sehrwohl aber jederzeit bewundern.

Gerade im Vergleich zu sehr vielen Kollegen bleibt mir im Hinblick auf sie nur wieder und wieder, den Hut zu ziehen und mit grenzenlosem Respekt ihre Arbeit zu beobachten und anzuerkennen.

Wie gesagt:

Eine Frau.

Und was für eine!

© marmonemi [03/03] / skriptum

[Anm.: Ich hatte den Text erstmalig vor ca. sieben Jahren geschrieben und heute nur leicht modifiziert.]

Read Full Post »

 

Bräuche

Eines haben im Grunde alle Silvester-Bräuche gemeinsam: Sie sollen zeigen, was die Zukunft bringen wird oder sie zumindest in gute Bahnen lenken.

Bibelstechen: Man nimmt eine Bibel zur Hand und öffnet mit dem Daumen eine Seite, auf der man blind auf eine Text-Stelle tippt. Diese soll verraten, was man im nächsten Jahr erwarten darf.

Bleigießen: Hierfür kann man heutzutage fertige Sets käuflich erwerben, in denen sich kleine Bleifiguren befinden, die man auf einem mitgelieferten Löffel über einer Kerze bis zum Flüssigzustand erhitzen kann. Kurz nach Mitternacht gießt man das flüssige Blei in eine mit Wasser gefüllte Schale und versucht anschließend (also frühestens, wenn das Blei abgekühlt ist) zu ergründen, was das Gebilde darstellen soll. Wir haben das im letzten Jahr gemacht und ich glaube, keiner von uns weiß bis heute, was die Symbole darstellten.

Ein paar Beispiele seien hier nur aufgeführt:

Anker – Hilfe in der Not
Ball – Glück rollt heran
Beil – Enttäuschung in der Liebe
Blume – neue Freundschaft
Bock – Erwartung einer Erbschaft
Brille – Weisheit, hohes Alter
Dreieck – finanzielle Verbesserung
Fisch – Glück
Flasche – fröhliche Zeit
Glocke oder Ei – frohe Nachricht, Ankündigung einer Geburt
Herz – sich verlieben
Hut – gute Nachrichten
Kreuz – Tod
Kuchen – ein Fest steht bevor
Kuh – Heilung
Leiter – Beförderung
Maus – heimliche Liebe, sparsam sein
Ringe und Kränze – Hochzeit
Schere – eine wichtige Entscheidung steht an
Schiff/Flugzeug/Rakete – Urlaubsreise, Reise ins Ungewisse
Schlange – andere sind neidisch auf dich
Spinne – das Glück hängt am seidenen Faden
Stern – Glück
zerbrochene Ringe – Trennung

Wer sich die giftigen Bleidämpfe lieber schenken möchte, insbesondere wenn kleine Kinder dabei sind, kann jedoch das gleiche Ergebnis mit heißem Wachs erzielen, das ebenso wie Blei verflüssigt und dann in eine Schale mit kaltem Wasser gegossen wird. Und wer doch beim Blei bleibt und hinterher so gar nicht weiß, was ihm das Ergebnis sagen will, sollte seine Figuren nicht im Hausmüll entsorgen; das ist Sondermüll!

Domino-Stein-Orakel: Man zieht aus einem kompletten Domino-Spiel einfach einen Stein und schon weiß man, was das nächste Jahr bringt. Die Bedeutungen lauten wie folgt:

0-0 Der schlechteste Stein im ganzen Spiel: zur Zeit ist überhaupt nichts los. Abwarten.

0-1 Verlust von Liebe und Geld durch Gleichgültigkeit und Apathie. Unzureichende Planung/Vorbereitung oder Nachlässigkeit/Fahrlässigkeit.

1-1 Ausgezeichnet für Liebesangelegenheiten in der Gegenwart und für Geldangelegenheiten in der nächsten Zukunft.

0-2 Derzeit ungünstige Aussichten/Lage. Ausnahme: wer eine Reise antritt, kann mit einem angenehmen Verlauf dieser rechnen

1-2 Gut für Frauen, die heiraten wollen und für Männer, die Junggesellen bleiben wollen. Schlecht für geschäftliche und landwirtschaftliche Arbeiten.

2-2 Hervorragend für Liebe und Hochzeit, ebenso für Erfolg im Beruf

0-3 Ein ernsthaftes Gespräch bzw. eine Auseinandersetzung liegt in der Luft

1-3 Gehe Leuten, die Dich zu Unredlichkeit oder übler Nachrede verleiten wollen, aus dem Weg. Zieh Dich nicht in Dein „stilles Kämmerlein“ zurück!

2-3 Gut für Reisen und Liebesangelegenheiten; schlecht für Glücksspiele

3-3 Du wirst in Kürze (eine Menge) Geld bekommen

0-4 Ungünstige Zeit für die Liebe. Sprich mit niemandem über Dinge, die Du besser geheim halten solltest, nicht einmal mit/zu Deinem besten Freund!

1-4 Eine glückliche Ehe, aber keine oder nur wenige Kinder

2-4 In Deinem Leben wird eine scharfe Wendung eintreten

3-4 Eine frühe Ehe/Heirat, aus der gewöhnlich nur ein Kind hervorgeht

4-4 Eine gute Zeit für Feste/Veranstaltungen, Partys und Hochzeiten, aber nicht für geschäftliche Dinge!

0-5 Jetzt nicht spielen! Dein Partner/-in oder Geliebte/-r kann unzuverlässig und nicht unbedingt vertrauenswürdig sein.

1-5 Es gibt jetzt viele Orte und Gelegenheiten, Spaß und Vergnügen zu haben; doch das Geld will nicht so recht ausreichen.

2-5 Keine Zeit zum Heiraten, denn eine zum jetzigen Zeitpunkt geschlossene Ehe würde nicht lange halten. Auch in geschäftlichen Dingen und in Bezug auf die Karriere ist Vorsicht geboten. Lieber noch ein bisschen warten!

3-5 Ein ruhiges, zufriedenes Leben ohne größere Probleme. Ausreichend Geld, um es sich bequem und angenehm zu machen.

4-5 Geldschwierigkeiten! Jemand der vorgibt Geld zu haben, besitzt in Wirklichkeit keines.

5-5 (Viel) Geld liegt auf dem Weg vor Dir.

0-6 Du wirst eine Mitteilung über einen Verlust (Todesfall) erhalten. („Todesfall“ kann auch die Beendigung einer Freundschaft oder Ehe sein!)

1-6 Du wirst mehr als einmal heiraten.

2-6 Gut für die Liebe und eine glückliche Heirat. Eine unehrenhafte Sache wird aufgedeckt.

3-6 Ausgezeichnet für eine Hochzeit mit jemandem, der Dich verehrt. Es werden dabei keine Wünsche offen bleiben.

4-6 Eine glückliche Heirat mit vielen Kindern und genügend Geld, um bequem auszukommen, aber keine Reichtümer.

5-6 Halte entschlossen durch, dann wird die Sache, die Du vor hast, Erfolg bringen. Eine neue Liebe kommt auf Dich zu.

6-6 Gute Zeit für Glücksspiele. Die Person, die diesen Dominostein zieht, wird eine Person mit viel Geld heiraten!

Als ich vor ein paar Jahren mit einer Freundin eine große Silvester-Party organisierte, haben wir jeden Gast aus einem Zylinder einen Domino-Stein ziehen lassen und auf den Tischen Zettel mit den Bedeutungen der einzelnen Steine ausgelegt. Was wir allerdings auch getan haben ist, vorher die negativen/schlechten Domino-Steine auszusortieren. In der Silvesternacht sollte ja möglichst keiner mit schlechten Omen bedacht werden …

Glücksgreifen: Hierfür backt man kleine Figuren (Symbole) aus Brotteig und verbirgt diese dann unter Bechern. Danach werden die Becher, wie beim heutigen „Hütchenspiel“, hin und her geschoben. Jeder deckt Symbole durch Anheben einzelner Becher auf und erfährt so, was ihm die Zukunft bringen wird. Ein Ring steht dabei zum Beispiel für Heirat, eine Münze für Geld- oder Kinderreichtum (wobei heutzutage das Eine das Andere ziemlich ausschließen dürfte), usw. Auf die Bedeutung der einzelnen Symbole sollte man sich jedoch besser vorher einigen.

Gummibärchen-Orakel: Dieses Spiel ist besonders beliebt bei Kindern. Jeder darf mit geschlossenen Augen fünf Gummibärchen ziehen und die gezogenen Farben der Bärchen sagen dann etwas über das kommende Jahr aus. Dabei kann Rot für Liebe oder Freundschaft stehen, Gelb für Eifersucht oder Streit, Grün für Hoffnung oder Vertrauen, Weiß für Erfolg oder Ehrgeiz, Orange für Kreativität und gute Laune … was auch immer. Auch hier sollte man sich vorher überlegen, was die Farben bedeuten oder im Internet recherchieren. Und wehe, jemand schleppt dann eine Tüte blaue Gummibärchen an …

Liebes-Orakel: Wenn man wissen möchte, wie es im neuen Jahr um die Liebe bestellt ist, stellt man sich mit dem Rücken zur Tür und wirft einen Schuh rückwärts über die Schulter. Zeigt die Schuhspitze zur Tür, wird das nächste Jahr eine neue Beziehung bringen. Ob sie dann auch gut wird? Na, lassen wir das lieber an einem Abend wie Silvester dahin gestellt … den Schuh … oder die Frage … Je nachdem.

Pendeln: Zum Pendeln nimmt man einen längeren Faden und befestigt an deren Ende einen Ring oder ähnlich Schweres. Je nachdem, in welche Richtung das Pendel dann beim stillen Hochhalten ausschlägt, wird eine vorher gestellte Frage beantwortet. Kreist das Pendel im Uhrzeigersinn, lautet die Antwort „ja“; kreist es entgegen gesetzt, lautet die Antwort „nein“. Bewegt es sich nur hin und her, gibt es im Moment keine Antwort. Klar dürfte sein, dass man die Antwort bewusst oder unbewusst durchaus beeinflusst, wenn man das Pendel in den eigenen Händen hält. Man sollte also z. B. seine Frage nicht aussprechen und den Tischnachbarn bitten, das Pendel zu halten. Sofern man überhaupt daran glaubt …

Wetter-Orakel: Man nimmt zwölf Zwiebelschalen (für jeden Monat des kommenden Jahres eine) und legt sie nebeneinander. Anschließend füllt man in jede Schale etwas Salz und je nachdem, ob das Salz nass wird oder trocken bleibt, wird dann das Wetter in dem betreffenden Monat. Ja, ganz bestimmt!

Und wer nun bei all dem irgendwie immer Pech hatte, hat dennoch eine echte Chance auf Glück: Eine einfache Drehung um die eigene Achse soll bewirken, dass sich ein böses Vorzeichen in ein gutes verwandelt. Hoffentlich bekommt dabei keiner einen Drehwurm!

Verhaltensweisen

An Silvester sollte man kein Geflügel essen, weil dann das Glück im neuen Jahr davonfliegt.

Neujahr-Morgen sollte man nicht allzu spät aufstehen, weil man sonst das ganze laufende Jahr schlecht schläft, vor allem mit schlechten Träumen.

Wer sich am Neujahrstag falsch herum anzieht, bei dem läuft das ganze Jahr verkehrt.

Von Heiligabend bis Neujahr sollte man keine langen Wäschestücke (Bettbezüge oder -laken, Tischdecken etc.) waschen und aufhängen, damit sich keiner daran aufhängt. [Als wenn man das nicht auch an anderen Tagen könnte …]

Als gutes Vorzeichen für das folgende Jahr gilt, wenn alle Hausbewohner aus dem gleichen Glas trinken und der Hausherr das Glas anschließend rückwärts über die Schulter vor die Haustür wirft, wo es allerdings zerspringen muss. Sonst wirkt der ganze Zauber nicht.

Wenn man beabsichtigt, kräftig zu feiern, soll man einen Amethyst bei sich tragen. Er hilft gegen den Kater am nächsten Morgen. Der Amethyst soll vor Trunkenheit und den daraus resultierenden Folgen schützen [Vitamin C und ein reichhaltiges Essen vor dem ersten Schluck Alkohol tut es aber meines Wissens auch].

Am Silvestertag sollte man sich eine Schuppe des Silvesterkarpfens in die Geldbörse legen, damit im neuen Jahr das Geld nicht ausgeht.

In Spanien isst man um Mitternacht zwölf Weintrauben (zu jedem Glockenschlag eine), um sich mit jeder Traube etwas zu wünschen. Die Trauben müssen aber bis zum letzten Glockenschlag aufgegessen sein, sonst bringt das Ganze Unglück.

In Italien (aber inzwischen auch über die Alpen hinweg) trägt man in der Silvesternacht rote Unterwäsche, da sie ein Garant für Glück und Erfolg im neuen Jahr ist.

Mindestens einmal sollte man sich, sofern man in Deutschland ist, „Dinner for One“ ansehen! In England kennt man diesen Klassiker übrigens so gut wie überhaupt nicht. Hier ist im Grunde kein Gebäude denkbar, in dem dieser Film nicht mindestens einmal läuft.

Und wer vom Silvestergefeiere nicht genug bekommt, sollte in Russland weiter machen: Aufgrund der vielen Zeitzonen wird dort Silvester elf Mal gefeiert. Da das jedoch erst im Januar stattfindet, kann man erstmal in Ruhe hier feiern und macht dann dort die Zwölf voll.

Wer dagegen Walzer liebt, ist in Wien richtig aufgehoben: Vor dem dortigen Rathaus tanzen die Wiener im Dreivierteltakt ins neue Jahr.

In Israel werden süße Äpfel mit Honig und Honigkuchen gegessen, damit das neue Jahr süß wird.

In Asien werden um 23 Uhr alle Fenster und Türen geöffnet, damit das Glück bloß nicht draußen bleibt.

In China ist es in einigen Regionen Brauch, dass unverheiratete Frauen Mandarinen ins Meer werfen, damit sie im kommenden Jahr einen guten Ehemann finden. Das erklärt natürlich einiges … ich esse die Dinger immer auf.

~ Ende Teil 2~

 

 

Und dieses Video ist NUR für Herrn Wortmann

;o)

 

Read Full Post »