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Posts Tagged ‘Rache’

 

Am 5. Oktober 2010 strahlte Sat.1 den Film „Die Wanderhure“ aus. Mit einiger Skepsis sah ich mir diesen Film an und zweifelte ehrlich gesagt daran, dass ausgerechnet eine Alexandra Neldel eine so tiefe Rolle würde glaubhaft spielen können. Aber sie konnte. Mehr noch: Sie begeisterte mich regelrecht. Einige Zeit war der komplette Film online zu sehen. Meine heutige Suche nach dem ersten Teil war leider nicht von Erfolg gekrönt. Bei Youtube gibt es zwar ein paar Szenen aber Sat.1 hat den ganzen Film mittlerweile leider gar nicht mehr online. Vielleicht hat einer von Euch mehr Glück bei der Suche nach einem Link.

Wer den ersten Teil von „Die Wanderhure“ nicht gesehen hat, dem sei ein Nachholen, wenn möglich, ehrlich anempfohlen. Der Film ist teilweise sehr brutal … wie die Bibel auch. Er spielt im Jahre 1414, als es mit der Selbständigkeit und Gleichberechtigung der Frauen weniger als nicht weit her war. Alexandra Neldel verkörpert die Wanderhure, die sich gegen zahlreiche (wenn nicht alle) Konventionen zur Wehr setzt. Häufig so weit, dass sie ihr Leben damit auf Spiel setzt. Für sich, für viel andere Menschen, für Ideale und nicht zuletzt für ihre große Liebe.

Das mag spontan nach Klischee klingen. Doch dieser Film ist m. E. alles andere als ein Abklatsch von bereits schrillionen Mal Dagewesenem. Am 28.02.2012 kommt nun tatsächlich ein zweiter Teil mit dem Titel „Die Rache der Wanderhure“. Auch wenn ich persönlich rein gar nichts von Neid, Hass und Rache halte, kann ich den Abend kaum erwarten. Ich vermute (hoffe), dass es am Anfang eine ordentliche Zusammenfassung des ersten Teils geben wird, damit diejenigen, die ihn leider verpasst habe, nachvollziehen können, um was es in „Die Rache der Wanderhure“ geht.

In der Hauptrolle von „Die Rache der Wanderhure“ ist wieder Alexandra Neldel zu sehen (anderenfalls würde ich ihn nicht angucken). Mit im Boot soll Esther Schweins sein. Auch ihr traue ich … na ja, mit Nichtzutrauungen sollte ich wohl, insbesondere bei diesem Film, besser vorsichtig sein. Ich lasse mich einfach mal überraschen. Klar ist jedoch, dass ich auf diesen Film und Alexandra Neldel auf Rachefeldzug ausgesprochen gespannt bin. Sofern mir ein an diesem Tag stattfindender Termin keinen Strich durch die Vorfreude bereitet, werde ich ihn auf keinen Fall verpassen! Und Euch empfehle ich ihn hiermit.

Google-Links zu den Filmtiteln: Die Wanderhure, Die Rache der Wanderhure. Und die Story zu „Die Wanderhure“ auf Sat.1

Sofern von Euch auch keiner das Glück hat, den ersten Teil im Internet vollständig zu finden (anderenfalls bitte unbedingt einen Link setzen, danke!), kann er hier bestellt werden:

 

^Klick!^

 

Ich weiß gar nicht, ob ich Euch nun viel Spaß wünschen soll. Denn spaßig ist „Die Rache der Wanderhure“ vermutlich genauso unterbrochen, wie „Die Wanderhure“. Aber einen tollen Abend, den wünsche ich Euch allemal und Langeweile wird es sicher nicht geben!

 

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Seit vielen Jahren behaupte ich, dass jeder für das was er tut oder lässt von einer „höheren Macht“ die Quittung bekommt. Insbesondere wenn ich etwas als Unrecht gegen mich empfinde, tröstet mich dieser Gedanke. Er gibt mir Ruhe und vor allem die Kraft, nicht selbst tätig zu werden. Vielmehr vertraue ich darauf, dass wer oder was auch immer irgendwann für eine Art Ausgleich sorgen wird.

Und genau SO ist es. Immer, wie es scheint. Ich finde es irgendwie beruhigend, wenn ich sehe, dass ausgerechnet diejenigen, die am perfidesten mit mehreren gegen einzelne nachtreten, die bereits am Boden liegen, sich des lautesten Geheules bedienen, wenn ihnen mal Gleiches widerfährt. Dann ist das Gezeter plötzlich groß: „Wie kann er nur. Wie bösartig ist das und wie unnötig …“. Tja.

Ich bin kein Mensch, der anderen Schlechtes wünscht. Grundsätzlich nicht. Wer mir Grund dafür geben würde, den streiche ich aus meinem Gedächtnis. Zumindest so gut es geht. Wer mir Schlechtes tut, ist meine Gefühle nicht wert. Gerade Hass und Rachegelüste sind sehr starke Gefühle. Aber negative. Und ich beschäftige mich generell lieber mit Positivem. Zumindest soweit es geht.

Und doch sieht man das Eine oder Andere, was Aufschluss darüber gibt, wie es demjenigen, der einen mal sehr verletzt hat, ergeht. Und manchmal lässt sich erkennen, dass seine eigenen Machenschaften auf ihn zurück gefallen sind. Plötzlich scheint er zu begreifen, wie sehr es schmerzt, wenn er das, was er anderen Menschen mit höchster Befriedigung über sehr lange Zeit angetan hat, im umgekehrten Fall einmal selbst aushalten muss.

Was in mir bleibt ist die Hoffnung, dass diejenigen – zumindest nachdem sie am eigenen Leib erfahren haben, wie es sich anfühlt, so behandelt zu werden – letztendlich kapieren, dass ihr eigenes Verhalten inakzeptabel war. Mit einer Entschuldigung muss man von solchen Wesen sicher nicht rechnen. Aber vielleicht verhalten sie sich wenigstens zukünftig fairer gegenüber anderen Menschen. Insbesondere wenn sie sehen, dass diese längst am Boden liegen.

Zu meinen persönlichen Glückmomenten würde ich es nicht unbedingt zählen, wenn ich so etwas erfahre. Aber: Ja, es ist schon irgendwie beruhigend, zu sehen, dass es tatsächlich eine höhere Gerechtigkeit zu geben scheint. Eine Macht, die für Ausgleich sorgt. Selbst wenn es viele Jahre dauert. Es gibt mir die Ruhe, mich mit Schönem und Positivem zu beschäftigen. Selbst oder erst recht, wenn mir Schlechtes widerfährt.

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Als ich noch ziemlich verschlafen aus den Federn kroch und vorsichtig einen Fuß nach dem anderen aus dem Bett sortierte, war da etwas. Zunächst dachte ich, mein Traum vom einfach Loslaufen bei schönem Wetter hatte noch nicht geendet und ich würde gerade über eine kleine Unebenheit stolpern. Doch ich saß ja auf der Bettkante und war somit vorm Fallen geschützt. Und vor allem konnte ich nicht mehr träumen; ich war wach. Also beugte ich mich leicht vorn über und entdeckte etwas, direkt unter meinem Fuß: Ein Stöckchen. Ein kleiner Faden daran führte die Spur zurück zu ihr, die es mir zugeworfen hatte. Also nahm ich es in meine Hände und ließ meine Gedanken loslaufen.

Sie stoppten schon direkt neben meinen Füßen, wo zwei Bücher von Waris Dirie darauf warten, endlich gelesen zu werden. Spätestens wenn das Wetter besser wird, werde ich draußen sitzen und sie verschlingen. Es sei denn, meine Gedanken fliegen in eine andere Richtung und ich muss sie wie so oft sofort niederschreiben. Prosa, Lyrik, Kurztexte … in meine Tastatur läuft alles, was meinen Kopf ansonsten zum Platzen bringen würde. Allerdings findet nicht alles den Weg in die Öffentlichkeit. Aber so manches. Mein Musikgeschmack ist sehr gemischt. Jazz und Soul finden ebenso den Weg in meine Ohren, wie Rock und Klassik. Wobei mir einfällt, dass noch ein Buch von mir gelesen werden will. Das Erste habe ich regelrecht inhaliert. Den Autor mag ich sehr für seinen Sarkasmus und überhaupt für seine Schreibe. Auf der Bühne genauso, wie in seinen Büchern. Den Sänger verehre ich regelrecht. Ihn auf der Bühne zu erleben war und ist für mich ein unvergessliches Erlebnis. Nicht unbedingt wegen seiner „schweren“ Werke, die mir meist zu krass sind. Aber er kann auch „leichter“ und vor allem hat er einen … wie sagt man? … spitzbübisch-ironischen Humor, dem vermutlich so gut wie niemand entfliehen kann. Es wird also Zeit, dass der Sommer, den ich sehr liebe endlich kommt, damit ich zumindest ein paar der noch ungelesenen Bücher endlich genießen kann.

Ich bin genau so, wie ich es von anderen mir gegenüber erwarte: Ehrlich und direkt. Andere Menschen finden in meinem Leben, wenn überhaupt, nur sehr kurze Zeit einen Platz. Ich finde Menschen bedauernswert, die sich toll finden, weil sie saufen, begehrenswert fühlen, weil sie klauen, stark fühlen, weil sie Drogen nehmen oder dem Leben entfliehen, weil er sich mit sonstigen Mitteln betäuben. Ich mag Wärme, guten Willen, Zuverlässigkeit und Schönheit. Wobei sich letzteres bei mir nicht durch Äußerlichkeiten definiert. Selbst ein sog. Top-Model kann für mich sehr hässlich sein, wenn es einen schlechten Charakter hat. Ich sehe innere Schönheit und schätze sie sehr. Ein bequemer Mensch bin ich nicht; dazu bin ich zu ehrlich. Wofür ich oft verflucht werde. So weiß man aber immer, woran man bei mir ist. Auch wenn damit nicht jede/r umgehen kann oder will. Aber genau das sind die Menschen, auf die ich auch am ehesten verzichten kann. Ich habe gelernt, konsequent zu sein und mein Leben sehr bewusst zu genießen. Ich verzeihe viel und vergesse wenig. Von allem, was mir kein gutes Gefühl gibt, trenne ich mich, und das mitunter sehr spontan und endgültig. Aber nicht im Bösen; es sei denn, jemand legt es mit aller Gewalt darauf an. Ich kann fuchsteufelswild werden, wenn ich mich (begründet) betrogen oder missachtet fühle. Freundschaft ist für mich kein Wort, sondern ein Gelübde. Vielleicht zählen gerade deshalb meine engsten Freunde seit Jahrzehnten zu meinem Leben. Und ich würde keinen von ihnen je freiwillig hergeben. Für Freunde gehe ich nicht nur durch’s Feuer, sondern lösche es. Notfalls, in dem ich mich selbst drauf schmeiße. Ich verachte Böswilligkeit, Neid und jede Form von Rache und Falschheit. Ich lege wert auf Höflichkeit, Miteinander und Zuverlässigkeit. Ich kann völlig neidfrei gönnen. Ich arbeite Tag und Nacht. Und ich schlafe Tag und Nacht. Letzteres viel zu wenig. Ich habe Spaß am Sex. Immer und überall aber nicht bei allem und mit jedem. Ich habe keine Lust, mit Menschen umzugehen, die nicht integer sind. Oder die nicht zu sich stehen können. Egal, ob es Größe, Gewicht, Alter, Beruf oder sonstiges betrifft, was sie letztendlich als Persönlichkeit ausmachen sollte. Ich esse und trinke wonach mir gerade ist. Egal wann und egal wo. Ich werde unruhig, wenn mein Kaffee-Vorrat zu Ende geht. Und Schokolade … ich brauche viel Schokolade! Und Farben! Ohne Farben vertrockne ich. Orange ist für mich der Frühling – auch im Winter, Tannengrün stimmt mich milde und mit Dunkelblau fühle ich mich geborgen. Und Rot. Viel Rot. Dafür braucht es keine Begründung. Ich fühle mich nicht zu groß, um auch Kleines zu erledigen. Und ich bin nicht zu klein, um mich an Großes ranzutrauen. Ich träume vom Fliegen, habe es auch schon getan und bin süchtig danach. Ich weiß, dass ich nicht perfekt bin und ich möchte es auch gar nicht sein.

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Da ich hier erst seit fünf Tagen blogge, habe ich mir aus ihrer Blog-Liste ihn und ihn rausgesucht und gehe davon aus, dass das so okay ist. Auch wenn ich kein Stöck“chen“ schmeißen kann, sondern die Länge dieses Textes vermutlich eher an eine alte Eiche erinnert. Ich hoffe, es gibt keine Verletzten! ;-) Aber wie erfahren die beiden jetzt davon?

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