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Posts Tagged ‘Reaktion’

Wie viel Not können Medien und deren selbst ernannte „Vertreter“ denn haben?

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Als vor ein paar Jahren ein Foto durch die deutsche Presse gepeitscht wurde, war darauf angeblich Mark Medlock zu sehen. Das Foto war entstanden, weil sich ein Mitglied der Foto-Journaille in einem öffentlichen Klo auf die Schüssel gestellt hatte. Anschließend fotografierte er über die Trennwand hinweg in die Nachbarkabine. Auf der dortigen Schüssel soll sich Mark Medlock befunden haben, der angeblich gerade Drogen konsumierte. Klar zu erkennen war m. E. allerdings gar nichts.

Mich persönlich hat es einen *piep* interessiert, wer dort saß und was er tat. Für mich stellte sich bestenfalls die Frage, welch Geistes Kind der Fotograf war und wie viel Not die Presse empfinden kann, wenn sie für einen solchen Schund nicht nur bezahlt, sondern sowas auch noch veröffentlicht. Vor einigen Jahren wäre ein vermeintlicher „Journalist“, der es gewagt hätte, mit einem solchen Dreck in einer Redaktion aufzutauchen, in hohem Bogen auf die Straße gesetzt worden. Heutzutage nennt sich ein solcher Schund „Schlagzeile.

Das einzig Positive an der Sache war für mich die Reaktion Mark Medlocks, der sich konsequent weigerte, das überhaupt zu kommentieren. Bravo, setzten, so weitermachen!

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Als Verona Poth, ehemals Feldbusch, von ihrem Franjo das erste Mal schwanger war, fühlte sich ein Mitglied der Foto-Journaille bemüßigt, vor Verona auf die Knie zu fallen. Allerdings nur, um der Hochschwangeren unter den Rock zu fotografieren. Daraufhin stürmten Franjo und ein Freund auf den Fotoapparat-Halter zu und zeigten ihm unter Einsatz körperlicher Kräfte, was sie von seiner Aktion hielten.

Auch wenn ich grundsätzlich gegen seelische und körperliche Gewalt bin, bedaure ich es bis heute, dass Franjo nicht besser gezielt und getroffen hat. Noch bedauerlicher ist es allerdings, dass der Foto-Typ Gehör fand, als er Anzeige gegen Franjo wegen Körperverletzung und auf Schadenersatz seiner Kamera gestellt hat. Bodenlos finde ich, dass der Foto-Journaillist damit sogar noch durchgekommen ist. Aber die Presse hatte mal wieder ein „Thema“.

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Und nun hat die stets ach so objektiv handelnde Presse Deutschlands den Pundesbräsidenten beim Wickel. Er soll … Ach, es ist müßig, das hier jetzt nochmal breitzutreten. Also: Er hat wohl alles Mögliche gemacht, was unter dem Aktendeckelchen „Integer“ nicht zu finden sein wird. Es gibt Verhaltensweisen, die möglicherweise juristisch betrachtet nicht strafbar sein mögen. Ob sie nach den Regeln von Anstand und Moral zu vertreten sind, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Für ein sog. Staatsoberhaupt dürften die hier anzulegenden Maßstäbe noch um einiges höher anzusetzen sein, als an ein Mitglied des schnöden Wahlviehs.

Was Herr Wuff getan oder unterlassen hat, muss geklärt werden. Er selbst hat sich offensichtlich eine noch längere Salami zugelegt, als seinerzeit die von Herrn zu Schnutenzwerg missbrauchte und über Monate gemütlich zerschredderte. Nur darauf, die Anschuldigenden wider besseren Wissens als Lügner zu bezeichnen, hat Herr Wuff im Gegensatz zu Herrn Schnutenzwerg bisher verzichtet. Aber geben wir ihm ruhig noch ein paar Tage.

Aufgabe der Presse wäre es nun m. E., die heutzutage zur Verfügung stehenden Mittel für Recherche und Aufklärung sinnvoll zu nutzen, um die Sachverhalte um Herrn Wuff aufzuklären. Aber was passiert stattdessen? Das Vorleben der Bettina W. wird nicht nur unter die Lupe genommen, sondern ein Großteil der verfügbaren Zeit damit verplempert, irgendwelche Mutmaßungen durch den Dschungel der Vermeintlichkeiten zu klatschen.

Mir persönlich ist es sowas von *piep*, was sie früher mal vor Jahren gemacht hat. Von mir aus kann sie mitten auf dem Steintor (Rotlichtviertel Hannovers) ein gläsernes Domina-Studio betrieben haben. Von mir aus kann sie an höchst intimen Stellen so viele Tattoos haben, bis man nix mehr erkennt. Von mir aus kann sie auch für einen Escort-Service gearbeitet, einen geleitet haben oder direkt auf dem Straßenstrich ihrem Broterwerb nachgegangen sein. Es würde mich nicht einmal den Dreck unter einem meiner Fußnägel scheren. (Dem dritten von rechts, die anderen sind sauber!)

Was mich interessiert ist, was Herr Wuff für sich in Anspruch genommen hat, was einem Normalsterblichen nicht zusteht oder ihm ausgesprochen unangenehme Folgen bescheren würde. Inwieweit hat sich ein Herr Wuff entgegen geltender Gesetze, die je nach momentanen Funktionen Relevanz für ihn hatten, verhalten oder sich Vorteile verschafft, die ihm nicht zustanden. Inwieweit hat er sich durch diese Inanspruchnahmen in Abhängigkeiten zu Personen gebracht, denen gegenüber er in seinen Positionen unbedingt hätte unabhängig sein und bleiben müssen?

Für mich schrillen immer dann die Alarmglocken, wenn in irgendeinem Zusammenhang der Name Car‘sten Masch‘meyer auftaucht. So Promi-geil wie ich diesen Typen seit Jahrzehnten empfinde, ist er mir regelrecht unheimlich. Als ich mich vor vielen Jahren zwecks Findung eines neuen Betätigungsfeldes beim Allgemeinen WD vorstellte, war – abgesehen vom seinerzeit unübersehbaren Baustellen-Flair des fast noch als Rohbau zu bezeichnenden Firmensitzes in Hannover – das menschliche Umfeld ausgesprochen höflich.

Die Mitarbeiterin, mit der ich mich unterhielt, war ebenso zuvorkommend, wie Herr M. selbst, als er kurz Nase samt Anhang in den Raum bewegte. Und dennoch fühlte ich mich aus seinerzeit nicht definierbaren Gründen (abgesehen von gerade einmal hälftig gewillt zu erfüllenden Gehaltsforderungen) sowas von sau-unwohl, dass ich nur noch raus und weg wollte. Heutzutage bin ich froh darüber, dass eine Zusammenarbeit nie zustande gekommen ist. Ich würde mich in Grund und Boden schämen, wenn ich jemals Teil dessen gewesen wäre.

Was mir an C.M. immer wieder aufstößt ist, dass er je nach Notwendigkeit seine Sympathien zu verteilen scheint. Kohle hat er (glaubt man zahlreichen Berichten, dann zulasten anderer) inzwischen mehr als genug, die er rausschmeißen kann, um sich wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen. Seien es großzügige Spenden an Parteien, für deren Gewährung er doch recht klar formuliert haben soll, was er sich in Zukunft an politischen Entscheidungen und Maßnahmen vorzustellen gewillt sein könnte, oder andere MaSchenschaften. Beispielsweise, dass ein Verlag einem Privatwirtschaftler die Rechnung für die Veröffentlichung des Buches eines hochrangigen Politikers, ohne dessen Wissen, zur Begleichung überlässt, halte ich für ausgeschlossen. Und dass ein Herr Masch’meyer sowas vollkommen selbstlos tut, für noch unwahrscheinlicher. Aber nun denn, mich fragt ja sowieso wieder keiner.

Immerhin bestätigen zahlreiche andere Verlage, dass es sich nicht nur um eine unübliche Praxis, sondern vielmehr um eine zumindest tendenziell undenkbare Praxis handelt. Die dadurch von dritter Seite geschaffenen Abhängigkeiten wären unüberschaubar. Ich würde mich tunlichst dagegen verwehren, wenn jemand, dessen Motive ich überhaupt nicht kenne, die Kosten für die Veröffentlichung meines nächsten Buches übernehmen wollen würde. Diese Entscheidung läge aber nicht bei mir, wenn ein Verlag nach Lust und Laune Rechnungen zur Begleichung und ohne Wissen des Autors weiterreichen dürfte.

Was nach all meinem Gelabere bleibt ist die Frage, was hat Herr Wuff tatsächlich falsch gemacht. Stattdessen hagelt es jedoch wirre Mutmaßungen, scheinbare Beschuldigungen und „Antworten“ auf Fragen, die vermutlich kein selbständig denkender Mensch je gestellt hat. Alles im Hinblick darauf, was Frau B.W. irgendwann einmal möglicherweise getan haben könnte. Handelt es sich dabei bewusst um Ablenkungsmanöver oder ist „die Presse“ einfach zu blöd, um sachlich Fakten zum eigentlichen Thema zu sammeln und diese ordentlich recherchiert zu veröffentlichen?

Beruhigend dürfte für die direkt Beteiligten sein, dass Herr Wuff, egal was er falsch gemacht hat, auch nach Beendigung seines Amtes seine Bezüge in Höhe von jährlich 200.000 Euro weiterhin erhält. Selbstverständlich büßt er auch kein Fitzelchen seines Anspruches auf volle Altersrente ein, in einer Höhe, für die Normalsterbliche vermutlich sieben vollbeschäftigte Leben brauchen. Nur dass Herr Wuff für diesen horrenden Anspruch nie einen Cent in die Rentenkasse eingezahlt hat. Das ist aber alles kein Problem: Das Steuervieh und die Rentner finanzieren es ja.

Manchmal habe ich das Gefühl, ich bin in einer völlig falschen Welt.

Gibt es irgendwo noch eine andere? Dann her damit, aber zackig!

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Als Michael Jackson damals im zweiten Prozess in allen Anklagepunkten freigesprochen wurde, hat mich das sehr gefreut. Wie biestig ich werden kann, wenn es um Kindesmissbrauch etc. geht, dürfte hinlänglich bekannt sein. Was Michael Jackson betrifft, ist es mir jedoch absolut unvorstellbar, dass er einem Kind jemals irgendwas Böses getan hat, insbesondere in sexueller Hinsicht. Das passt für mich überhaupt nicht in sein Charakterbild.

Michael Jackson selbst war in vielerlei Hinsicht ein kleines Kind. Kleine Kinder verspüren üblicherweise keinen Drang zum Sex etc. Er wollte nach seiner Aussage stets versuchen, die Kindheit, die er nie hatte, in Gesellschaft vieler kleiner Kinder irgendwie nachholen. Für die Wahrheit dieser Behauptung sprechen m. E. sehr viele Umstände. Deshalb freute es mich, dass er in allen Anklagepunkten entlastet wurde.

Dennoch gab es auch Jahre danach immer wieder ein paar Hartnäckige, die die Behauptung aufrecht erhielten, man wisse ja nicht, ob doch und man könne ja dennoch vermuten, dass. Darüber habe ich mich immer wieder maßlos geärgert. Jemand der allumfänglich freigesprochen wurde, hat als unschuldig zu gelten und Punkt.

Dagegen ist das Urteil, was gerade gegen den früheren Leibarzt Conrad Murray gesprochen wurde, für mich fast sowas, wie eine Aufforderung zur Inkonsequenz.

Als damals die Meldung kam, Michael Jackson sei an einer Überdosis Schlafmittel gestorben, war mein erster Gedanke: Sterbehilfe. Und dieser Gedanke lässt mich bis heute nicht los. Was auch immer ich über diese ganze Angelegenheit hörte, sagte mir etwas in meinem Inneren vehement: Sterbehilfe. Ich glaube, Michael Jackson konnte einfach nicht mehr.

Wie schlimm es ist, wenn einem über längere Zeit der Schlaf fehlt, kann ich einigermaßen beurteilen. Obgleich ich annehme, dass ich da vermutlich mit einer Pillepalle-Version zu kämpfen habe. Zumindest in Relation zu dem, was Michael Jackson über Jahre ertragen musste. Und ich gehe schon mitunter auf dem sprichwörtlichen Zahnfleisch, wenn ich mal wieder über Wochen nicht vernünftig schlafen kann. Das ist wie ein kleines Stückchen Hölle auf Erden.

Ich glaube, Michael Jackson war nervlich mittlerweile vollkommen am Ende und wollte nicht mehr. Hätte ihm Murray nicht geholfen, dann hätte es eben ein anderer getan und ihn erlöst resp. ihm beim Gehen geholfen. Insbesondere in Anbetracht der angesetzten 50 Konzerte, was m. E. an Wahnsinn grenzte, dürfte Jackson ausgesprochen beunruhigt gewesen sein. Eine solche Menge Auftritte ist schon kaum ausgeschlafen zu bewältigen.

Dass Conrad Murray – wenn es denn tatsächlich Sterbehilfe war – dafür irgendwann würde gerade stehen müssen, war natürlich von Anfang an klar. Davon abgesehen kann ich mir nicht vorstellen, dass ein erfahrener Arzt eine Herzmassage aus Versehen auf weichem Untergrund versucht. Es ist mir nicht vorstellbar, dass ein erfahrener Arzt aus Versehen eine Überdosis Narkosemittel verabreicht und dann in aller Seelenruhe den Patienten allein lässt.

Das Zögern beim Benachrichtigen des Rettungsdienstes spricht m. E. ebenfalls dafür, dass Rettung tatsächlich gar nicht gewollt war. Was sonst als der Wunsch nach Sterbehilfe hätte diesen Arzt dazu verleiten sollen, zuzusehen, wie Jackson aufgrund der Medikamentengabe ruhig einschläft und dieses Mal nicht wieder aufwacht? Mir fällt nichts ein.

Jegliches Fehlen von Reaktionen in Murrays Gesicht, als das Urteil gegen ihn verkündet wurde, spricht m. E. ebenfalls dafür, dass er sich auf diesen Deal mit Michael Jackson eingelassen hat und nun eben die Konsequenzen trägt. Vor ein paar Tagen wurde er der fahrlässigen Tötung für schuldig gesprochen. Das Strafmaß soll Ende November verkündet werden. Zu erwarten hat er m. W. den Verlust seiner Approbation und bis zu vier Jahren Haft.

Ich halte Conrad Murray für einen Ehrenmann, der alles tun würde nur eines auf gar keinen Fall: Michael Jackson bloßstellen. Und dem entsprechend fühlt sich dieses Urteil für mich ganz und gar nicht richtig an. Dennoch ist es ein Urteil, das von einer Jury gefällt wurde. Ebenso, wie seinerzeit der Freispruch für Michael Jackson. Momentan fällt es mir jedoch wahnsinnig schwer, das Urteil gegen Conrad Murray mit der gleichen Konsequenz, wie damals bei Michael Jackson den Freispruch, mit dem Gedanken zu akzeptieren: Dann ist das auch so.

 

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„Mama, wie hießen die heiligen drei Könige?“ Mein Kopf drehte sich langsam in Richtung dieser Kinderstimme. Ein kleiner Junge, der seine Mutter erwartungsvoll ansah. Sie wusste keine Antwort; der Lütte schon und so informierte er sie grinsend mit „Mönsch Mama, das waren doch Caspar, Melchior und Balthasar!“ Die Mutter war mehr erleichtert als begeistert, dass die Antwort so prompt gekommen war. Auf die Frage, ob sie selbst bereits gelebt habe, als Jesus geboren wurde, antwortete sie somit locker-flockig mit „nein“, klamüserte ihm kurzweilig auseinander, dass wir nun im Jahr 2010 sind und seit Jesus Geburt gezählt würde. Also wäre im nächsten Jahr das Jahr 2011 nach Jesus. Danach lehnte sie sich entspannt lächelnd zurück.

Aber der Lütte legte sofort nach mit der Frage, warum Jesus ans Kreuz genagelt wurde …

Stille. Keiner der umsitzenden Fahrgäste in dieser, aufgrund der Feierabendzeit eher an einen Schlafwagen denn an Entertainment pur erinnernden, Bahn sagte auch nur irgendwas. Auf mindestens jedem zweiten Platz verkniff sich jemand ein Grinsen bis lautes Lachen aber sagen sagte keiner was. Der auf dieser Mutter in dem Moment lastende Druck muss unerträglich gewesen sein. Denn sie wusste die Antwort nicht.

Ich war versucht einzuspringen mit der Bemerkung, dass Jesus die Schuld aller Menschen auf sich genommen hat und er deshalb gekreuzigt wurde, war mir aber nicht völlig sicher, dass es so war und hatte außerdem schlicht Angst vor dem sich erfahrungsgemäß obligatorisch anschließenden „Warum?“ des Jungen. Denn darauf hätte ich dann garantiert überhaupt keine Antwort gehabt.

Es folgten einige Fragen auf die ich zwar Ideen aber keine sicheren Antworten hatte und der Wunsch, selbst Mutter zu werden zeigte plötzlich seine ganz natürlichen Grenzen des Wollens. Ich beneidete diese Mutter nicht!

Der Knirps drehte und wendete in seinen Händen eine kleine Box. Etwas größer als eine Streichholz-Schachtel aber gleiches Prinzip. Sie war außen braun angemalt und die Lade war etwas heraus gezogen. Aus dieser Öffnung lugte eine kleine Styropor-Kugel, die mittels zweier Punkte und Striche zu einem Gesicht mutiert war. „Mama?! Sie zuckte nur noch. „Mama, sag doch mal!“ Sie drehte etwas ängstlich ihr Gesicht in Richtung Junior und fragte ihn nach dem „Was?“

„Mama, wie findest Du meinen Jesus?“ Sie fand ihn toll. Natürlich. Punkte machen war wohl in dieser Situation die einzige, wirkliche Chance, die sie überhaupt hatte. „Wirklich GANZ, GANZ toll hast Du das gemacht!“ log sie … offensichtlich. Denn ihr Blick auf die Zuhörer verriet die Entschuldigung für diese Antwort. Somit schien Jesus auch abgehakt.

Nun beschäftigte den Jungen die Frage nach Josef und Maria. Ich muss gestehen, dass in mir die Spannung zum Zerbersten wuchs. In der Mutter offensichtlich auch. Sie versuchte, ihren Sohn mit allen möglichen Themen abzulenken doch er blieb stur. Als er wissen wollte, warum es „Jungfrau Maria“ heißt, lehnte ICH mich in gespannter Entspanntheit lächelnd zurück und harrte. Doch leider, leider: In dem Moment stiegen beide aus.

AUSGERECHNET IN DIESEM MOMENT?

Die Antwort … oder überhaupt eine Reaktion darauf … hätte ich zu gern mitbekommen. Immerhin ist der Lütte schätzungsweise im Vorschul- oder Schulalter. Somit dürfte in absehbarer Zeit das Thema „Blümchen und Bienchen“ abgehakt sein um sinnvoller Weise durch echte Aufklärung abgelöst zu werden. Und wie sinnig ist es, einem Kind in diesem Alter noch zu erklären, dass die Bibel behauptet, eine Jungfrau habe Jesus geboren?

Mensch, ich war so gespannt. DIE Antwort hätte ich zu gern noch gehört!

© skriptum


Allen meinen hiesigen Lieben wünsche ich einen verzaubert schönen Heiligabend! Den nicht Hiesigen wünsche ich ihn nachher persönlich! ;o)

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Ich hatte mal eine Hose nebst passendem Shirt in Knallrot. Dazu einen schwarzen Gürtel, mit dem das Shirt in Form gebunden wurde. Auf der Brust prangte ein asiatisches Schriftzeichen. Das sah alles in allem recht rassig aus. Irgendwann in einem Restaurant sprach mich ein Asiate sehr höflich an und fragte, ob er sich das Schriftzeichen einmal genauer ansehen dürfte. Ich willigte ein und streckte ihm dezent meine Brust entgegen. Er bedankte sich mit Diener, verabschiedete sich ohne jede Erklärung und ging zurück an seinen Tisch.

Dort warteten die Tischnachbarn offensichtlich gespannt auf seine Antwort. In der Runde folgte jedoch genau NULL Reaktion. Nix; nada! Ein paar Minuten wartete ich, dann hielt ich es nicht mehr aus und ging zu dem Tisch. Ich begrüßte die Runde ebenso höflich und fragte den asiatischen Herrn, der mich beäugt hatte, ob er mir bitte verraten könne, was auf meiner Brust prangte. Er stand auf, verbeugte sich erneut vor mir und verkündete in sehr dezenter Lautstärke, dass es das Zeichen für „Animierdame“ sei.

So schnell habe ich noch nie in meinem Leben ein Restaurant verlassen …

Und die Moral von der Geschicht?: Zieh niemals etwas an, dessen Aufschrift Du nicht lesen resp. verstehen kannst!

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Alles wie gehabt: Jede/r die/der will,
kann, darf und soll sogar!

Ich hoffe auf zahlreiches mit_Entblößen! ;o)

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Die Inspiration zu diesem Stöckchen entstammt dem Beitrag „Die Chinarose“ von der lieben Clara. Und da sie so ungeduldig ist, stelle ich dieses Stöckchen nicht erst – wie angekündigt – am Montag, sondern doch schon heute ein.

Liebe CC, die Nummer mit der Geduld üben wir dann bei Gelegenheit nochmal, nöch?! ;-)
 

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Der ESC = Eurovision Song Contest verkommt nach meinem Gefühl immer mehr zum Geld- und Macht-Gerangel zugunsten derer, die es sich eben finanziell leisten können, daran teilzunehmen. Er mutiert immer mehr zur Farce. Für mich hat das längst nichts mehr mit einem fairen Wettbewerb zu tun, für den sich die einzelnen Nationen durch Leistung qualifizieren müssen, um dann objektiv bewertet zu werden. Wer zahlt darf mitmachen. Unabhängig davon, was er geleistet hat. Um das zu gewährleisten, wird immer wieder an den Teilnahme-Bedingungen herum geschraubt. So lange bis es eben passt. Einstmals galt

Quelle:: „Die letztplatzierten Teilnehmer mussten ein Jahr aussetzen, waren aber im Folgejahr a priori berechtigt teilzunehmen. Diese Regel wurde mehrmals leicht modifiziert. 1996 wurde beschlossen, dass die vier Mitglieder, welche den größten Anteil des EBU-Etats tragen, für die Teilnahme gesetzt sind. Begründet war dies dadurch, dass der deutsche Beitrag 1996 bei einer internen Juryvorauswahl ausgeschieden war. Die finanzstarken Mitgliedsländer sollten nicht auf Dauer der Veranstaltung fernbleiben. Seither sind Deutschland, Frankreich, das Vereinigte Königreich sowie Spanien gesetzt, Italien ereilte bei einer Rückkehr das gleiche Schicksal. Diese Ländergruppe wird als Große Fünf (englisch Big Five) bezeichnet.“

Und daraus folgte außerdem:

Quelle:: „Der 41. Eurovision Song Contest fand am 18. Mai des Jahres 1996 im Spektrum in Norwegens Hauptstadt Oslo statt […] Da es insgesamt 30 Anmeldungen für den Contest gegeben hatte, sagte sich die Europäische Rundfunkunion vom bisherigen Qualifikationssystem – die letztplatzierten Länder des Vorjahres dürfen nicht am darauffolgenden Wettbewerb teilnehmen – los und führte eine interne Qualifikationsrunde ein, in der sich alle Länder außer Gastgeber Norwegen […] qualifizieren mussten. Da im Finale wie im Vorjahr nur 23 Länder antreten durften, mussten sich also sieben Länder vom Grand-Prix 1996 verabschieden.

Dabei traf es Ungarn, Dänemark, Mazedonien, Russland, Israel, Rumänien und auch Deutschland, wobei es bei Deutschland, Ungarn und Russland sowieso nur eine zweite Chance der Qualifikation darstellte. Diese Länder belegten beim letzten Eurovision Song Contest nämlich nur die hinteren Ränge. […] Vor allem in Deutschland reagierte man mit Zorn [***] auf die gescheiterte Qualifikation des Münchener Friseurs Leon und seinem von Hanne Haller komponierten Lied Planet of blue. Auch auf Reaktion darauf weigerte sich die ARD, den Wettbewerb auszustrahlen und verschob ihn auf den NDR, der in diesem Jahr auch erstmals für die Deutsche Vorentscheidung zuständig war.

Um die langfristige Teilnahme der großen Geldgeber (Spanien, Großbritannien, Frankreich und Deutschland) und so das Überleben des Contests zu sichern, wurde diesen Ländern ab dem nächsten Jahr der Status Big-4 zuerkannt. Diese Länder waren also – unabhängig von ihrer Vorjahresplatzierung – immer direkt für das Finale qualifiziert.
Nach der massiven Kritik wurde für das nächste Jahr der Qualifikationsmodus geändert. Nun wurde für jedes Land die Durchschnittspunktzahl der letzten vier (für die Wettbewerbe nach 1997 fünf) Jahre berechnet. Die Länder mit dem geringsten Wert mussten ein Jahr pausieren, waren aber im darauffolgenden Jahr direkt qualifiziert.“

[***]Zorn? Worüber? Wem gegenüber? Die Anderen sind böse weil die eigene Leistung einfach zu schlecht ist? Super! Sehr pfiffig! Ja ne, echt jetzt!

Übrigens handelte es sich bei dem fraglichen Beitrag um diesen hier:

Kann man toll finden; muss man aber zum Glück nicht.

Dass Länder, die sich ihre Teilnahme durch Leistung fair verdienen, tendenziell verschnupft auf die Nationen reflektieren, die im Zweifel mit jedem Scheiß antreten können, weil sie ja schließlich die Kohle haben, um sich ins Finale einzukaufen, kann ich durchaus verstehen:

Nur mal ein Jahr zurück gedacht war die Verschnupfung gegen Deutschland m. E. recht deutlich zu spüren. Eine Stripperin als Rahmenprogramm zuzulassen und sich dann prüde darüber zu echauffieren, dass die weltweit als Edel-Stripperin aner- und bekannte Dame sich ausziehen will, ist für meinen Geschmack durchaus als fragwürdig zu bezeichnen. Da hat es auf der Eurovisionären Bühne schon ganz andere Stripp-Vorlagen gegeben; die kamen nur gleich nahezu nackt und zogen sich nicht erst auf der Bühne aus. Auch dass explizit die No Angels technisch so desastriert wurden, bis ihre Stimmen kaum noch zu hören waren, könnte man durchaus gewillt sein, als negative Manipulation auszulegen.

Ist das die Quittung dafür, dass u. a. Deutschland keine Leistung zu bringen braucht, weil ja genügend Kohle von den GEZ-Gebühren missbraucht wird, um mitspielen zu dürfen? Frei nach dem Motto: Wer zahlt darf mitmachen; wer nicht zahlt muss Leistung bringen? Ganz ehrlich? Dann lieber Doping im Hochleistungssport. Das hat wenigstens trotz allem noch IRGENDwas mit reellem Wettbewerb zu tun. Denn immerhin die Qualifikation muss sauber sein.

Von all dem einmal abgesehen: Lena Meyer-Landrut hat was. Sie ist jung, frech und ihr Charme irgendwie unwiderstehlich. Ihre Sprüche sind teilweise so herzerweichend naiv, dass sie fast schon wieder richtig gut sind. Der Titel „Satellit“ ist zwar thematisch in höheren Sphären angesiedelt, als der 1996 bereits vor der Teilnahme gescheiterte Titel „Planet of blue“, ob sich die kleine Maus jedoch körperlich auf der riesigen ESC-Bühne ausreichend präsentieren kann, wage ich leider zu bezweifeln. Es sei denn, Herr Raab stellt ihr noch ein monströses Rahmenprogramm in den Rücken. Auch stimmlich würde ich sie nicht unbedingt als gewaltig bezeichnen aber ihre Persönlichkeit zeigt durchaus Präsenz. Sofern man sie lässt:

Fazit: 1996 ist bereits allein die Teilnahme Deutschlands in Oslo gescheitert, weil sich der gewählte Beitrag gar nicht erst qualifizieren konnte. Das wurde mittlerweile dahingehend „modifiziert“, dass es nicht mehr um Qualität geht, sondern darum, sich einfach in den „Wettbewerb“ einzukaufen. Leistung ist also gar nicht mehr erforderlich; Deutschland darf sowieso mitmachen. Mit Lena könnte jedoch durchaus so etwas wie Qualität an den Start gehen. Und allen Unkenrufen zum Trotz birgt sie einen unschlagbaren Joker: Sie kommt aus Hannover. Das kann also gar nicht schief gehen! ;o)

Ich drücke Lena Meyer-Landrut jedenfalls die Daumen …

Ihr persönlich! Nicht Deutschland.

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Die Nacht hatte längst ihre Fühler ausgestreckt und mich geschnappt. Zu müde war ich, um überhaupt noch etwas zu denken. Mein Bett war warm. Viel zu warm um schlafen zu können. Ich versuchte es dennoch. Vergeblich. Weder erlösender Schlaf noch irgend welche Träume, notfalls wach, wollten sich einstellen. Etwas genervt stand ich auf und schlich im Dunkeln zum Fenster. Suchte den Mond, doch der Himmel war viel zu bedeckt, um ihn sehen zu können. Nicht einmal ein einziger Stern funkelte mir entgegen. Gelangweilt fuhr ich den Laptop hoch um nachzusehen, ob noch irgend etwas zu tun war, bis ich schlafen konnte. Eine Nachricht. Von Dir. Bereits vor Stunden eingegangen. Wenn ich sie jetzt öffnen würde, wäre an Nachtruhe gar nicht mehr zu denken. Ich kenne Deine Nachrichten. Den Stil, in dem Du sie verfasst. Unnahbar und dennoch fesselnd.

Vor Jahren hatten wir uns geliebt. Keine dieser Lieben, die auf Zukunftspläne und Erwartungen ausgerichtet war, sondern einfach nur so. Man könnte auch sagen, wenn wir beide gerade nichts anderes zu tun hatten, haben wir uns immer mal wieder geliebt. Und genau das machte den Reiz aus. Genau so musste es mit uns sein. Alles andere hätte das was uns verband zerstört. In den letzten Jahren war ich davon ausgegangen, dass Du mich längst vergessen hattest. Doch dann vor ein paar Wochen eine Nachricht von Dir. Du wolltest mich sehen. Beim Lesen erschrak ich leicht. Keine Ahnung warum. Vielleicht war es auch einfach nur die Überraschung, dass Du Dich plötzlich wieder bei mir meldetest. Ich wollte Dir antworten. Doch irgend etwas kam immer wieder dazwischen. Zumindest redete ich mir das ein. Nach drei Wochen gab ich ein Lebenszeichen und Du sogst es auf wie ein Ertrinkender.

Wir telefonierten und es war, als hätte jemand ein großes Stück Zeit aus dem Lauf der Dinge heraus geschnitten. Eine alte Verbundenheit, die wir beide fühlten. Die bekannte Sucht aufeinander. Der Klang Deiner Stimme reichte aus, um mir jede Form von Schauer über den Rücken zu jagen. Alles war plötzlich wieder da. Das Gefühl Dich zu spüren. Deine Hände auf meiner Haut. Das Wissen, von Dir gehalten zu werden, wenn ich mich fallen ließ. Dich zu halten, wenn uns nichts mehr hielt. Deine Blicke, die mehr sagten, als Tausend Worte. Die Nächte mit Dir und der Kaffee am nächsten Morgen. Nur als Stärkung, kleine Pause, um anschließend sofort da weiterzumachen, wo wir vor Minuten aufgehört hatten. Grenzenlos, genau so lange, wie es eben passte. Solange wir nichts anderes zu tun hatten. Eindringen ins Sphären, die so kein Anderer von uns kannte. Kein Anderer je kennenlernen würde. Eindringlich eindringend. In uns. Für uns. In Nächten die nicht zu warm zum Schlafen sein mussten, um nicht schlafen zu wollen.

Wann war es, als wir uns das letzte Mal gesehen, gefühlt haben? Gestern? Die Zeit kann ein Freund sein. Zeit, die man dem Alltag abluchst, um sie sinnvoller zu nutzen, als mit Schlaflosigkeit und vergeblicher Mondsuche. Meine Fingernägel tippeln immer nervöser auf dem Schreibtisch rum. Die Verlockung, Deine Nachricht zu öffnen, wird größer. Ich werde wacher. Du willst mich sehen, fühlen. Das weiß ich, auch ohne Deine Nachricht zu öffnen. Die Nacht ist mondlos. Und warm. Und Deine Nachricht, die ich öffnen will doch noch nicht kann, weil ich mich meinen Gedanken noch einen Moment lang gedankenlos hingeben will, steht lockend vor mir. „Überrasch‘ mich!“ fordertest Du damals immer wieder grinsend. Und ich wüsste nicht, wann mir das mal nicht gelungen sein sollte. Zumindest wenn ich Deine Reaktionen, Deine Blicke, richtig gedeutet hatte. Und plötzlich steigt diese Lust auf Dich in mir auf. Wird fast übermächtig. Ja, ich will Dich auch sehen, Dich wieder spüren. Einfach so. Kein Alltag, keine Probleme, nur Du und ich im Hier und Jetzt. Unverbindlich verbunden.

Einen Moment lang überlege ich, mir einen Kaffee zu kochen und gar nicht mehr zu versuchen, Schlaf zu finden. Doch dann klappe ich den Laptop mit Deiner ungelesenen Nachricht zu und gehe zurück ins Bett. Wie überraschend wäre es wohl, wenn ich plötzlich gar nicht mehr antworte? Nie mehr? Was würdest Du tun? Es akzeptieren? Nein, so bist Du nicht gestrickt. Unnahbar und dennoch fesselnd. Wie Deine Nachrichten. Was Du willst bekommst Du immer. Mir war nur nie ganz klar, ob ich dazu gehören möchte. Fraglos war es reizvoll, immer wieder von Dir erobert zu werden. Und Dich zu erobern. Ohne Kalkül. Vielmehr als Wechselspiel, das wir beide genossen. Immer dann, wenn wir nichts anderes zu tun hatten. Ich hatte gerade nichts anderes zu tun. Nichts, als nicht schlafen zu können in einer Nacht, die mondlos und zum Schlafen viel zu heiß war. Lächelnd lasse ich mich in das Kissen zurück fallen, kurz bevor es an der Tür klingelt. Bereits bevor ich sie öffne ist klar, dass Du es bist, der mitten in der Nacht vor meiner Tür steht. Du willst mich überraschen und weißt ganz genau, dass es Dir gelingen wird. Der Kaffee muss noch warten.

© skriptum

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