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Posts Tagged ‘Rechtschreibung’

Oder: Textportale und ihre Tücken

Sofern ich mal keine Aufträge meiner eigenen Kunden habe, schreibe ich mitunter auch für sog. Textportale oder Agenturen. Das System bei Textportalen ist relativ einfach: Ein Text-Suchender kann nach der Registrierung seinen Auftrag einstellen. Sucht er beispielsweise für seinen Internet-Auftritt einen Text zu einem bestimmten Thema, kann er einen entsprechenden Auftrag formulieren. Wenn er kann. Dieser Auftrag erscheint in einer Art offenem Pool. Dort können Texter in den Aufträgen stöbern und annehmen, was sie schreiben wollen. Auf manchen Portalen werden die Texter vom Betreiber in verschiedene Qualitätsstufen eingegliedert, auf anderen Portalen kann im Zweifel auch Hund Struppi alles annehmen, was er will.

Dass sich hierbei mitunter diverse Probleme ergeben können, liegt auf der Hand. Zahlreiche Auftraggeber wissen zwar möglicherweise ganz genau was sie wollen, verraten es aber nicht. Sie formulieren einen Auftrag, für den die Beschreibung Larifari noch geschmeichelt wäre. Gut, sowas muss man als Texter nicht annehmen. Solche Aufträge stehen auch üblicherweise mehrere Wochen herum und keiner will sie. Andere Auftraggeber sind da schon pfiffiger: Sie formulieren einen Auftrag, in dem ganz genau steht was sie wollen. Wird der Text entsprechend geschrieben und abgegeben, kommt er dennoch zur Überarbeitung zurück. Denn der Auftraggeber hat das doch nicht so gemeint. Oder ihm ist zwischenzeitlich noch etwas eingefallen und das soll unbedingt auch noch in den Text.

Letzteres muss ein Texter nicht nachliefern. Denn was sich aus dem Auftrag an Anforderungen nicht ergibt, muss auch nicht geliefert werden. Davon abgesehen: Wenn Texter hellsehen könnten, wäre sie vermutlich nicht als Texter tätig, sondern per Festanstellung bei Roncalli! Liefert der Texter aber nicht nach, sondern gibt den Text unverändert zurück mit der Bitte um Annahme, da der Auftrag selbst erfüllt wurde, kann ihm die Nummer um die Ohren fliegen. Beispielsweise, wenn der Auftraggeber die Annahme des Textes ablehnt. Dann kommt es auf den Betreiber an:

Ist der Betreiber mit dem Auftraggeber gut befreundet oder steht in sonstiger Abhängigkeit (was natürlich niemals den Ausschlag über Wohl und Wehe zur Annahme oder Ablehnung eines Textes zu Lasten des Autors geben würde!), wird die Ablehnung einfach mal binnen weniger Sekunden bestätigt. Sowas kann die Ablehnungsquote ganz schön desastrieren und schlimmstenfalls dazu führen, dass sich andere Auftraggeber bei der Vergabe direkter Aufträge abschrecken lassen. Direkte Aufträge sind üblicherweise mit einer höheren Verdienstspanne verbunden.

Die Verdienstspannen richten sich in zahlreichen Textportalen nach verschiedenen Kriterien. In manchen Fällen geht es um den Themenbereich. Für wissenschaftliche Arbeiten wird beispielsweise mehr bezahlt, als für „bunte“ Beiträge. Letztere werden zum Beispiel oft in Auftrag gegeben, für Blogs, deren Blogger zwar bloggen wollen, selbst jedoch nicht schreiben können. Nein, dazu sage ich nüscht weiter! ;) In anderen Fällen sind die offenen Aufträge nach Qualitätsstufen sortiert, deren jeweiligen Preise vom Betreiber festgelegt sind. Der Kunde kann sich also entscheiden, ob ihm aneinander gereihte Buchstaben oder Keyword-Spam reichen oder ob er einen qualitativ hochwertigen Text bekommen möchte. Nach seinem Anspruch (und Zahlungswillen) richtet sich der Preis pro Wort und natürlich die letztendliche Qualität des Textes. Hochwertige Qualitätsstufen können nur von entsprechend qualifizierten Textern eingesehen und die darin befindlichen Aufträge angenommen werden.

Bei direkten Aufträgen legt der Texter, im Gegensatz zu den offenen Aufträgen, seinen Preis pro Wort selbst fest. Egal, um welchen Themenbereich es geht. Er kann in einigen Portalen seine Themenschwerpunkte angeben und mögliche Auftraggeber können sich die Profile aller Texter, die für diese Thematiken schreiben, anzeigen lassen. Anschließend beauftragen sie oder fragen zunächst per Nachricht an, ob eine Zusammenarbeit denkbar ist. Je besser dieses Vorgeplänkel (< positiv gemeint) läuft, desto allgemeiner können dann natürlich die folgenden, direkten Aufträge gefasst werden. Denn die Ziele der Texte sind bereits vorab zwischen Auftraggeber und Texter geklärt worden.

Zahlreiche Auftraggeber sind jedoch mehr daran interessiert, ganz viele super geile Texte zu Dumpingpreisen zu bekommen. Die realistische Annahme, mit dem gekauften Text selbst einen Pulitzer-Preis zu bekommen, nachdem widerrechtlich der eigene Name drüber oder drunter geklatscht wurde, sollte schon drin sein. Die Forderungspalette innerhalb eines Auftrages ist mitunter dem entsprechend „bemerkenswert“. Da wird über eine Din A4-Seite lamentiert, wie der Auftrag geschrieben werden soll. Außerdem, dass neben einer umfangreichen Recherche perfekte Kenntnisse in Rechtschreibung und Grammatik erwartet werden und die Einzigartigkeit des Textes genauestens geprüft wird.

Anschließend erfolgt oftmals gleich noch irgendeine Drohung: Entweder für den Fall des Text-Diebstahls, bei möglichen Tippfehlern oder fehlenden Absätzen etc.. Leider wird bei all den schönen Worten vergessen, genau zu erklären, um was es sich eigentlich inhaltlich bei dem Text handeln und welchem Zweck er dienen soll. Außerdem scheint vielen Auftraggebern dieses Quäntchen Realitätssinn zu fehlen, wenn es um die Abwägung zwischen Anforderungen und Preis geht. Die Chance auf einen Pulitzer-Preis ist denkbar verschwindend, wenn der Auftraggeber gerade einmal bereit ist, einen Wort-Preis von einem Cent zu bezahlen.

Mir persönlich gehen immer schon die Nackenhaare hoch, wenn ich lese, dass eine umfangreiche Recherche erwartet wird. Bei den Formulierungen handelt es sich oftmals um eben jene Auftraggeber, die einen Cent pro Wort zahlen. Werden also beispielsweise 200 Wörter verlangt, kann der Texter damit um die zwei Euro verdienen. Das geht nicht einmal als Schmerzensgeld durch! Ich war schon häufiger versucht, jene Auftraggeber anzuschreiben und zu fragen, ob ein Rechercheaufwand von drei Stunden für ausreichend einschätzt wird; immerhin müssen sich ja die zwei Euro lohnen. Aber ich glaube, das würden diejenigen sowieso nicht verstehen. Vermutlich käme nur ein „Sie dürfen auch gern länger“ zurück …

Dabei vergessen wird offensichtlich, dass es überhaupt nicht die Aufgabe eines Texters ist, zu recherchieren. Das besagt auch schon die Benennung. Es heißt Texter, nicht Rechercheur. Ein Texter erstellt aus den ihm überlassenen Informationen ordentliche Texte, die mitunter bestimmte zusätzliche Kriterien (SEO etc.) erfüllen sollen. Der Vorteil für den Auftraggeber liegt mit der Lieferung vollständiger Informationen darin, dass alle von ihm erwarteten Fakten in den Text eingearbeitet werden können. Der bloße Hinweis „Die Wikipedia kann da bestimmt weiterhelfen. Aber nicht abschreiben!“ ist keine Lieferung von Informationen, sondern bestenfalls eine Frechheit.

Davon abgesehen fehlt es eben auch oftmals allein schon an der Information, was in dem Text überhaupt beschrieben werden soll. Einen Auftrag zu überschreiben mit dem Titel „Sommer“ und als Auftragsbeschreibung (in der üblicherweise die Informationen geliefert werden müssen) gerade noch ein „Siehe Auftragstitel! Informationen im Internet!“ zustande zu bringen, reicht nicht. Wenn dann auch noch die Einarbeitung von Keywords in einer Anzahl verlangt wird, die das Gesamtvolumen des Textes bereits übersteigen oder in der vorgegebenen Form überhaupt nicht verwendbar sind, hört es ganz auf. Die Nummer geht garantiert in die Hose.

Allerdings kann es auch witzig sein, ungenau formulierte Aufträge anzunehmen. Ähnliches ist mir mal bei einem offenen Auftrag mit dem Titel „Nordic Walking“ untergekommen: Ich hatte Zeit und Lust etwas Witziges anzustellen. Also nahm ich den Auftrag an und schrieb einen achtkantigen Verriss über Nordic Walking. Dass mir der Auftrag um die Ohren fliegen würde, stand für mich eigentlich fest. Dann hätte ich ihn allerdings mit größter Freude auf meinem Blog veröffentlicht. Aber siehe da: Der Auftrag wurde binnen Minuten angenommen. Mehr noch: Aus der anschließenden Nachricht des Kunden ging hervor, dass er das zwar überhaupt nicht gemeint hatte, sie hätten sich aber gerade alle kaputt gelacht, weil der Text absolut genial sei! Tja, schade! Auf meinem Blog hätte ich ihn auch gern gehabt. Na ja, so gab’s Kohle, ist ja auch nicht schlecht! Pech für Euch: Ihr hättet Euch garantiert schlapp gelacht! ;)

Alles in allem bin ich froh und dankbar, dass ich ganz überwiegend für feste Kunden schreibe. Diejenigen wissen was sie wollen (Lob!), schätzen die Qualität meiner Texte und sind bereit, fair dafür zu bezahlen. Dann recherchiere ich auch gern mal. Für einen Cent pro Wort ist das allerdings nicht drin. Sollte ich irgendwann nur noch schreiben, um meine Zeit totzuschlagen, wäre es möglicherweise verhandlungsfähig. Solange ich aber über das Schreiben meinen Lebensunterhalt finanziere, möchte ich fair entlohnt werden. Bei einem angebotenen Kurs von einem Cent pro Wort schreibe ich, Zeit und lukrativere Aufträge vorausgesetzt, tatsächlich lieber für meine beiden Blogs!

Soll ich nochmal was über Nordic Walking erzählen? ;o)

 

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Folgender „Pressetext“ kam mir vor die virtuelle Flinte:

 

50 bis 90 Prozent aller Sprachen sterben aus

Köln (pte020/09.05.2011/13:30) – Noch werden weltweit 7.000 Sprachen gesprochen. Wissenschaftler glauben, dass viele dieser Sprachen vom Aussterben bedroht sind. Geschätzt wird, dass 50 bis 90 Prozent der jetzigen Sprachen das aktuelle Jahrhundert nicht überleben werden. Viele existierende Sprachen sind kaum dokumentiert, der Wortschatz und die Strukturen dieser Sprachen sind der Wissenschaft unbekannt.

Die Abteilung für Allgemeine Sprachwissenschaft im Institut für Linguistik der Universität zu Köln ist führend in der Erforschung und Dokumentation bedrohter Sprachen. Die Forscher haben vom Programm „Dokumentation bedrohter Sprachen“ eine Fördersumme in Höhe von1,3 Mio. Euro erhalten. „Mit den Sprachen stirbt auch die Datengrundlage für deren Erforschung“, sagt der Sprachwissenschaftler Nikolaus Himmelmann. Die Fördersumme mache es möglich, Sprachen zu dokumentieren.

Keine Rettung

„Retten kann man viele Sprachen nicht mehr“, sagt Himmelmann im Gespräch mit pressetext. Eine Sprache erhalten könnten nur die jeweiligen Sprachgemeinschaften oder Volksgruppen. Man könne bloß Bewußtseinsarbeit leisten und den Menschen klar machen, dass die Sprache absterben würde, wenn sie den nächsten Generationen nicht beigebracht würde.

In Deutschland sind etwa friesische und sorbische Sprachen bedroht. Die genutzte Sprache, wie etwa Deutsch, ist zwar ständigen Änderungen unterworfen, was aber nicht ihren Tod bedeute. „Interessanterweise werden Änderungen bei Sprachen immer negativ gesehen“, sagt Himmelman. Das Phänomen der Jugendsprachen, wo Wörter übertrieben werden oder wo mit der Sprache provoziert wird, bedeuten nicht, dass eine Sprache dem Untergang geweiht sei.

Tot ist eine Sprache erst dann, wenn sie gar nicht mehr gesprochen wird – wenn etwa die Friesen und Sorben ins Deutsche wechseln. Wenn die Sprache in einer Generation gar nicht mehr gesprochen wird, gilt sie als verschwunden. Auch wenn Sprachen nur in Ritualform verwendet werden, wie etwa Latein, ist sie zwar nicht ausgestorben, aber lebendig ist sie auch nicht mehr.

 

Vorausgesetzt, dass zu einer Sprache auch die Schrift gehört, ergeben sich für mich zu dem obigen Text ein paar Gedanken:

Schade finde ich es, wenn Menschen, die vorgeben, sich mit dem Schreiben professionell zu beschäftigen, dessen gar nicht mächtig zu sein scheinen. Beispielsweise könnte darüber nachgedacht werden, ob im ersten Absatz zwischen „dokumentiert“ und „der Wortschatz“ tatsächlich ein Komma oder vielleicht doch besser ein Semikolon gesetzt werden sollte. Im zweiten Absatz würde es wohl niemanden stören, wenn zwischen „von“ und 1,3 Mio“ ein Leerschritt eingefügt worden wäre. Im dritten Absatz blieb dann bei „Bewußtseinsarbeit“ die aktuelle Rechtschreibung auf der sprichwörtlichen Strecke.

Auch könnte ich mir vorstellen, dass es Herrn Himmelmann freuen würde, wenn sein Nachname kontinuierlich, also auch im vierten Absatz, mit zwei „n“, statt variabel mit zwei oder einem „n“ geschrieben worden wäre. Davon abgesehen finde ich es durchaus verhandlungsfähig, ob nach „Das Phänomen der Jugendsprachen,“ wirklich mit „wo“ fortgesetzt wird oder doch besser mit „in denen“. Dafür könnte dann das zweite „wo“ komplett gestrichen werden. Das „sei“ am Ende des Satzes würde mir als „ist“ wesentlich besser gefallen. Im fünften Absatz kommt dann die Einzahl-/Mehrzahl-Regel ins strullern: Wenn der Bezug auf „Sprachen“ die Mehrzahl betrifft, wäre die logische Fortsetzung des Satzes „ […] Latein, SIND sie zwar nicht ausgestorben, aber lebendig SIND sie auch nicht mehr.“

Soviel dazu.

Ne, nicht ganz. Eins noch: Wer Texte unter der Bezeichnung „Pressetext“ im Internet veröffentlicht, sollte sich darüber klar sein, dass es einen Haufen „Blinder“ gibt, die diese Texte einfach ungeprüft übernehmen. Das geht soweit, dass sie sowas mitunter sogar als ihr eigenes Schaffen ausgeben, in dem sie auf sichtbare Quellenangaben verzichten. Gut: Letzteren ist eh nicht zu helfen. Wer sich mit fremden Federn schmückt, soll sich ruhig blamieren. Aber ein bisschen mehr Sorgfalt, insbesondere wenn es um die Vermittlung angeblicher Informationen geht, darf es dann doch ruhig sein, nöch? [/Klugschiss]

Nebenbei sei erwähnt, dass ich durchaus Unterschiede zwischen „offiziellen“ Veröffentlichungen und dem Bloggen bzw. Kommentieren mache. Beim privaten Vorsichhintippen gelten für mich andere Maßstäbe, als wenn für einen Text Geld bezahlt wird oder er in sonstiger Weise für eine öffentliche Publikation gedacht ist. Letzteres erhebt üblicherweise den Anspruch oder soll(te) zumindest den Anschein erwecken, seriös zu sein. Sowas wie die obige „Pressemitteilung“, in der nicht ein Absatz fehlerfrei ist, empfinde ich bestenfalls als peinlich.

Die Folgen der Ohnmächtigkeit einer Sprache zeigt sich m. E. ganz gut in den folgenden Werbespots:

~

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Sämtliche Spots laufen im deutschen Fernsehen und bewerben die potentiellen Kunden in Deutschland. Aber in keinem Werbespot wird darauf verzichtet, Artikelbeschreibungen oder Slogans oder beides durch Fremdsprachen „unkenntlich“ zu machen. Wenn ich erst Sprachen oder Chemie studiert haben muss, um zu verstehen, was mir da verkauft werden soll, kaufe ich es nicht. So einfach ist das.

Davon abgesehen legt es natürlich die Vermutung nahe, dass sämtliche Werbetreibende der deutschen Sprache gar nicht fehlerfrei mächtig sind. Das dokumentiert sich mitunter in Rechtschreibfehlern, die m. E. durchaus vermeidbar gewesen wären, wenn man die Texte zuvor einfach durch die Word-Rechtschreibprüfung geschickt hätte. Wenn die Werbetreibenden der deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig wären, hätten sie doch keinen Grund, so vehement darauf zu verzichten. Oder?  Immerhin geht es ihnen doch um Kunden in Deutschland.

Wenn also schon Werbung, die früher oder später angeblich jeden erreicht, so verhunzt wird und sich immer mehr von der deutschen Sprache entfernt, was ist dann in anderen Bereichen zu erwarten? Hm? Genau.

Na ja, immerhin erklärt es die Pisa-Ergebnisse. Immer positiv denken! ;)

 

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Ein Freund zeigte mir eine Anzeige und hört vermutlich vor Ostern 2020 nicht mehr auf zu lachen. Da wird in „Hallo Sonntag“, einem der sog. „Käseblättchen“, mit denen sämtliche Briefkästen der Region einmal in der Woche (ja genau: Sonntag!) zugeschüttet werden, am 29.04.2007 auf Seite 21 im Stellenmarkt folgende Anzeige eines großen Kaffeemokels geschaltet, der allerdings in den letzten Jahren eher nur noch nebenbei Kaffee verkauft:

 

Frühaufsteher gesucht !
Zum Verräumen von Waren für eine
***** Filiale in Isernhagen suchen wir
eine Mitarbeiter/in auf 400 Euro-Basis
für dienstags ab cy. 6.30 h für 3-4 Std./
Woche. Voraussetzung: Handy, guter
Leumund (pol. Führungszeugnis): Bei
Interesse rufen Sie bitte am Montag von
11-12 h bei ***** an.

 

Davon abgesehen, dass ich eine solche Rechtschreibung als Aushängeschild eines großen Unternehmens für reichlich peinlich halte, frage ich mich, wozu man ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen muss, um Regale einzuräumen. Was um Himmels willen wollen sie denn jetzt noch verkaufen? Drogen? Goldbarren? Nachgemachte Euro-Noten?

 

Zum „Verräumen von Waren“ einmal wöchentlich dienstags ab ca. 6:30 Uhr für drei bis vier Stunden braucht man heutzutage also ein polizeiliches Führungszeugnis …

 

Ja ne, is klar!

 

Und was braucht man mittwochs? Und donnerstags? Und wenn man freitags arbeitet, muss man dann über drei Arme verfügen?

 

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Oder: Woran erkennst Du, dass Du dem Internet hoffnungslos verfallen bist?

1) Auf die Frage, wieviele Pole es gibt, antwortest Du mit „Drei: Nordpol, Südpol und Webpol!“.

2) Dich am Wochenende rund um die Uhr in irgendwelchen Threads zu beteiligen, nennst Du „Dates“.

3) Auf die Frage nach Deiner Kontoverbindung nennst Du den Namen Deines virtuellen Kiosks.

4) Jemanden zu lieben oder heiraten zu wollen, den Du nur rein virtuell kennst, findest Du völlig normal.

5) Eine internette Freundschaftliste bezeichnest Du als Dein soziales Umfeld.

6) Wenn Dir in einem persönlichen Gespräch irgendetwas nicht passt, schnauzt Du los mit Verweis auf das „Kreuz oben rechts“.

7) Im Falle längerer Server-Crashs

a) starrst Du völlig verzweifelt auf Deine Tastatur und heulst die F5-Taste an.

b) bekommst Du Schweißausbrüche und Wutanfälle.

c) kramst Du im Medizinschrank panisch nach Anti-Depressiva.

d) erschreckst Du Dich fast zu Tode, wenn Du siehst, dass es draußen nicht immer dunkel ist.

8) Reale Termine nimmst Du nur dann wahr, wenn

a) Du keinen Artikel veröffentlicht hast.

b) kein Artikel von jemand anderem veröffentlicht wurde.

c) es keinen Thread gibt, in dem Du meinst, gebraucht zu werden.

d) sich im Internet nichts als so genanntes „Date“ ergibt.

9) Die Realität hast Du völlig aus den Augen verloren, wenn Du

a) einem Kollegen an seiner Stamm-Pommes-Bude auflauerst und es Geschäftsessen nennst.

b) in den 40er Jahren geboren bist aber stoisch behauptest, „um die 40“ zu sein.

c) Filminhalte als bare Münze nimmst und sie in Artikeln als Dein Privatleben beschreibst.

d) überzeugt davon bist, dass es keiner merkt, wenn Du Dich im Internet mit uralten oder fremden Fotos präsentierst.

10) Eine Leistung zu vollbringen definiert sich für Dich darüber,

a) immer schneller neue Blogs samt Email-Adressen anlegen zu können. Dein Rekord liegt bei 11 Sekunden.

b) mindestens drei Blogger pro 24 Stunden durch Beleidigungen oder Verleumdungen zu brüskieren.

c) pro Woche mindestens einmal gesperrt zu werden.

11) Dass Du Dich bis auf die Knochen lächerlich machst merkst Du selbst dann nicht, wenn Du

a) vorgibst, Literatur-Professor zu sein aber nicht einmal annähernd die aktuelle Rechtschreibung beherrschst.

b) geklaute Texte einstellst und anderen dann erzählst, ihre (selbst geschriebenen) Texte seien scheiße.

c) Dir Neben-Blogs anlegst, um Dich selbst zu beposten, hochzujubeln und mit Dir selbst zu verabreden.

d) es toll findest, jeden Abend besoffen zu sein und Dein eigenes Fake als Drecksau bezeichnest.

12) Wenn Du für ein paar Tage nicht online sein kannst, glaubst Du, es vorher öffentlich beantragen zu müssen.

13) Ein Großteil Deines Urlaubs-Budgets geht dafür drauf, in Internet-Cafes zu sitzen, um online zu sein.

14) Nach Deinem Ausweis gefragt, legst Du einen Ausdruck Deines Internet-Profils vor.

15) Wenn Du Dir in der Bank nicht sicher bist, dass Dein Bar-Scheck gedeckt ist, malst Du als Unterschrift ein *lieblächelbettelflehhihi*.

16) Es macht Dich nicht einmal mehr stutzig, wenn Du Dir über das Internet und über Menschen, die Du real niemals treffen wollen würdest, dermaßen viele Gedanken machst, dass es Dich sogar dazu hinreißt, einen Artikel darüber zu schreiben.

Öhm …

Moment …

Ich muss weg!

© skriptum

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Es ist mal wieder so weit: Ich möchte Euch ein paar Putzwunderlichkeiten aus meinen Suchbegriffen vorstellen:

imazalil
imazalil orangen
imazalil wikipedia
imazalil gesundheitsschädlich
konservierung-imazalil
konserviert mit imazalil
mit imazalil behandelte orangenschalen
gefahrenzeichen
gefahrenzeichen und gift

Putzig, dass immer häufiger nach Imazalil gesucht und über immer massivere Beschwerden geklagt wird. Aber solange es die Verantwortlichen nicht für erforderlich halten, dieses Gift an Lebensmitteln endlich zu verbieten, ist es eben nicht schädlich; basta!

durchfall
scheiss drauf
kackender elefant
elefanten scheisse
elefant durchfall

Habt Ihr Imazalil gegessen oder was ist los?

weihnachtslimerick
weinachts limeriks
weihnachts limerick

Ja, wie denn nun? Ach, wisst Ihr was?!: Sucht einfach in den Kategorien. Da wird sich schon das Passende finden! ;)

kaktüsse duden
massnahmen rechtschreibung
grundschule rechtschreibung regel ß oder ss eselsbrücken

Stur theoretisch angewandtes Dudenwissen ist durchaus kontra-produktiv, wenn es um praktisch und/oder werblich einzusetzende Texte geht. Aber so ein wenig Theorie schadet ja nun auch nicht, nöch?!

498003009911
+498003009911
08003301043 aus liste austragen
telekomterror
gez, neue masche november 2010

Schon wieder? Ja, stimmt: Jeden Monat aufs Neue. Dem letzten T-Mobile-Callcentersesselwarmhalter-Futzi habe ich ins Handy gebrüllt, dass er mich endlich in Ruhe lassen soll. Bis zum nächsten Monat besorge ich mir etwas Lauteres.

schnarchklinik

Ne, nein, halt, stopp: Schnarchen ist gar nicht schlimm! Üüüüüberhaupt nicht; ganz in ehrlich!

virus sm
vögeln in kw
gummimasken
vibro eier leise genug
mädchen missbrauch tube
hartes scheißerchen

möchte ich unkommentiert lassen. Ob

meine lippenpflege

dazu gehört weiß ich nicht. Ich will es auch nicht wissen: Eindeutig zuviel Input! Für

wie merke ich ob ich auf sm stehe

würde ich vor_schlagen, dass Du Dich mir ruckartig näherst. Dann stellen wir das ganz schnell fest! ;o)

Weitere Fragen?

;o)

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~

~

Es scheint höchste Zeit zu sein!

Oder habe ich irgendeine Form
der Rechtschreibreform verpasst?

;o)

 

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Manche Suchbegriffe, über die dieser Blog gefunden wird, bringen mich ja noch regelmäßig zu irgendwas zwischen Staunen und Grinsen, nöch?! Guckst Du:

015207459471 Hören die immer noch nicht auf? *tse

imazalil Ja, ja … in der Küche habe ich Clementinen liegen; aber ich traue mich nicht …

delphine fotos Ne, nur ein selbst gemaltes Acryl-Bild, sorry!

jogi löw das erdmännchen Erdmännchen ja, diverse. Aber Jogi Löw? Hmm … tendenziell eher nicht

maßnahme massnahme rechtschreibung Jahaaa, guck guuut hin! ;o)

linksseitige drüsenschmerzen Ne, im Moment nicht. Aber danke der Nachfrage!

adler Oh ja, der Kerl hat einen Blick, was? *g

fuß muskelspiele Nö, heute nicht.

498003009911 Was denn? Die geben auch noch nicht auf? Den Quatsch kennt doch längst jeder!

kackender elefant Na ja … fast. Er pieselt. Zählt das auch?

tschechische silvestergerichte DAS nenne ich mal „vorausschauende Planung“. Hey, wir haben gerade mal Februar!

vögel mallorca Danke, dass auf das „n“ an prominenter Stelle verzichtet wurde! Den Wiedehopf findet man allerdings nicht nur auf Mallorca.

wege Oh ja, einige.

die geschichte von der kuh Auch das, natürlich. Nein, damit war/bin ich nicht gemeint! ;o)

dummes kängeru Ne! DAS nun echt nicht! Such lieber woanders weiter! Öhm, nur zum Verständnis: Was ist ein käng“e“ru?

zoo hannover Nicht nur gucken; hingehen! Und zwar zackig! *g

marktkirche hannover glocken bilder Bilder von den Glocken gibt es hier nicht, aber über die Marktkirche gibt es eine Menge Infos. Zählt das auch? ;o) „Legende“ und „Freimaurer“ wird in dem Zusammenhang übrigens auch gern gesucht.

würgereiz milch Oh ja, ich verstehe …

schnee nackte haut Hier? In Kombination? Eher nicht!

hilfe ich stehe auf sm Öhm … ja, sowas gab’s hier mal. Aber anders; ganz anders! *schwör

strenge erzieherinnen Ne, immer noch nicht. Ich glaube, das wird auch nix mehr! *g

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