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Posts Tagged ‘Robert’

 

Als Michael Jackson damals im zweiten Prozess in allen Anklagepunkten freigesprochen wurde, hat mich das sehr gefreut. Wie biestig ich werden kann, wenn es um Kindesmissbrauch etc. geht, dürfte hinlänglich bekannt sein. Was Michael Jackson betrifft, ist es mir jedoch absolut unvorstellbar, dass er einem Kind jemals irgendwas Böses getan hat, insbesondere in sexueller Hinsicht. Das passt für mich überhaupt nicht in sein Charakterbild.

Michael Jackson selbst war in vielerlei Hinsicht ein kleines Kind. Kleine Kinder verspüren üblicherweise keinen Drang zum Sex etc. Er wollte nach seiner Aussage stets versuchen, die Kindheit, die er nie hatte, in Gesellschaft vieler kleiner Kinder irgendwie nachholen. Für die Wahrheit dieser Behauptung sprechen m. E. sehr viele Umstände. Deshalb freute es mich, dass er in allen Anklagepunkten entlastet wurde.

Dennoch gab es auch Jahre danach immer wieder ein paar Hartnäckige, die die Behauptung aufrecht erhielten, man wisse ja nicht, ob doch und man könne ja dennoch vermuten, dass. Darüber habe ich mich immer wieder maßlos geärgert. Jemand der allumfänglich freigesprochen wurde, hat als unschuldig zu gelten und Punkt.

Dagegen ist das Urteil, was gerade gegen den früheren Leibarzt Conrad Murray gesprochen wurde, für mich fast sowas, wie eine Aufforderung zur Inkonsequenz.

Als damals die Meldung kam, Michael Jackson sei an einer Überdosis Schlafmittel gestorben, war mein erster Gedanke: Sterbehilfe. Und dieser Gedanke lässt mich bis heute nicht los. Was auch immer ich über diese ganze Angelegenheit hörte, sagte mir etwas in meinem Inneren vehement: Sterbehilfe. Ich glaube, Michael Jackson konnte einfach nicht mehr.

Wie schlimm es ist, wenn einem über längere Zeit der Schlaf fehlt, kann ich einigermaßen beurteilen. Obgleich ich annehme, dass ich da vermutlich mit einer Pillepalle-Version zu kämpfen habe. Zumindest in Relation zu dem, was Michael Jackson über Jahre ertragen musste. Und ich gehe schon mitunter auf dem sprichwörtlichen Zahnfleisch, wenn ich mal wieder über Wochen nicht vernünftig schlafen kann. Das ist wie ein kleines Stückchen Hölle auf Erden.

Ich glaube, Michael Jackson war nervlich mittlerweile vollkommen am Ende und wollte nicht mehr. Hätte ihm Murray nicht geholfen, dann hätte es eben ein anderer getan und ihn erlöst resp. ihm beim Gehen geholfen. Insbesondere in Anbetracht der angesetzten 50 Konzerte, was m. E. an Wahnsinn grenzte, dürfte Jackson ausgesprochen beunruhigt gewesen sein. Eine solche Menge Auftritte ist schon kaum ausgeschlafen zu bewältigen.

Dass Conrad Murray – wenn es denn tatsächlich Sterbehilfe war – dafür irgendwann würde gerade stehen müssen, war natürlich von Anfang an klar. Davon abgesehen kann ich mir nicht vorstellen, dass ein erfahrener Arzt eine Herzmassage aus Versehen auf weichem Untergrund versucht. Es ist mir nicht vorstellbar, dass ein erfahrener Arzt aus Versehen eine Überdosis Narkosemittel verabreicht und dann in aller Seelenruhe den Patienten allein lässt.

Das Zögern beim Benachrichtigen des Rettungsdienstes spricht m. E. ebenfalls dafür, dass Rettung tatsächlich gar nicht gewollt war. Was sonst als der Wunsch nach Sterbehilfe hätte diesen Arzt dazu verleiten sollen, zuzusehen, wie Jackson aufgrund der Medikamentengabe ruhig einschläft und dieses Mal nicht wieder aufwacht? Mir fällt nichts ein.

Jegliches Fehlen von Reaktionen in Murrays Gesicht, als das Urteil gegen ihn verkündet wurde, spricht m. E. ebenfalls dafür, dass er sich auf diesen Deal mit Michael Jackson eingelassen hat und nun eben die Konsequenzen trägt. Vor ein paar Tagen wurde er der fahrlässigen Tötung für schuldig gesprochen. Das Strafmaß soll Ende November verkündet werden. Zu erwarten hat er m. W. den Verlust seiner Approbation und bis zu vier Jahren Haft.

Ich halte Conrad Murray für einen Ehrenmann, der alles tun würde nur eines auf gar keinen Fall: Michael Jackson bloßstellen. Und dem entsprechend fühlt sich dieses Urteil für mich ganz und gar nicht richtig an. Dennoch ist es ein Urteil, das von einer Jury gefällt wurde. Ebenso, wie seinerzeit der Freispruch für Michael Jackson. Momentan fällt es mir jedoch wahnsinnig schwer, das Urteil gegen Conrad Murray mit der gleichen Konsequenz, wie damals bei Michael Jackson den Freispruch, mit dem Gedanken zu akzeptieren: Dann ist das auch so.

 

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… wenn man trotzdem einen Grund zum Lachen findet!

Einem Rettungswagen hinterher zu fahren, um jemanden in die Notaufnahme eines Krankenhauses zu begleiten, ist sicher keine Beschäftigung, die man sich dreimal täglich wünscht. Neben der Besorgnis dennoch einen Grund zum … na ja, zumindest zum Lächeln zu finden, kann da schon das Gemüt ein wenig lockern. Dieser Kumpel

guckt so dermaßen frech, dass ich trotz der Situation lachen musste. Danke dafür; vor allem an die Erbauer!

***

Übrigens steht das Kerlchen an der Fensterfront der Notaufnahme im Robert-Koch Krankenhaus, durch die es auf eine „Nichtraucher-Terrasse“ geht. Meine Mum (eingefleischte Nichtraucherin) sah das Hinweis-Schild und fragte Kopf schüttelnd „Wen stört es denn bitte, wenn da draußen jemand raucht?“. Ganz meine Meinung, liebste Mum!

© skriptum

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Ich glaube, man muss schon ein sehr eingefleischter Fahrradfahrer sein, um bei diesem Wetter den ollen Drahtesel aus dem Schuppen zu schieben und ihn auch noch über vereiste Straßen und Wege zu fahren! Aber wie gesagt:

Einer traut sich immer!

Gesehen vor dem Robert-Koch-Krankenhaus in Gehrden (bei Hannover). Bleibt zu hoffen, dass der Fahrer nicht mit einem gebrochenen Bein ein paar Etagen oberhalb des Eingangs versorgt werden muss …

© skriptum

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Und mal wieder überbieten sich die Schlagzeilen …

Mal wieder weiß es einer besser als der andere …

Mal wieder das Rennen um die besten Neuigkeiten.

~~~

Ob es tatsächlich Selbstmord war, werden die Ermittlungen klären.

Ob sich jemand Freund nennen darf, der ein paar Minuten nach Ableben seines Freundes (?) mit solchen Behauptungen für Schlagzeilen sorgt, muss er mit seinem Gewissen klären.

Ob die Lücke, die sein Tod gerissen hat, geschlossen werden kann, wird die Zeit klären.

Möglicherweise.

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Tatsache ist:

Nachdem er monatelang mit einer bakteriellen Infektion gekämpft hatte und selbst das Tropeninstitut ratlos war, soll es ihm inzwischen besser gegangen sein. Vor drei Jahren verloren er und seine Frau die zweijährige Tochter Lara. Neues Familienglück stellte sich erst vor wenigen Monaten mit dem Adoptiv-Mädchen Leila ein. Immer wieder erlitt er Rückschläge … immer wieder steckte er sie weg und machte weiter. Aber „immer wieder“ kann eben selbst für starke Menschen irgendwann das berüchtigte „eine Mal zuviel“ sein. Vielleicht war es das. Denn auch der stärkste Mensch hat irgendwo seine Grenzen.

Tatsache ist auch:

Er war einer der ganz wenigen Menschen, über den ich niemals auch nur den Anschein einer negativen Äußerung gehört habe. Und auch nicht von ihm über andere Menschen. Er war sehr engagiert gegen Rechtsradikalismus und vor allem für Kinder und Tiere in Not. Er war allseits und offensichtlich ausnahmslos beliebt. Beliebt für seine natürliche Art als Mensch. Beliebt als Keeper von Hannover 96 und die optionale Nummer 1 im Tor der Deutschen Nationalelf in Südafrika 2010.

Schmerzliche Tatsache ist:

Robert Enke ist gestern Abend leider zum letzten Mal vom Platz gegangen: Gegen 18:30 Uhr wurde er in der Nähe von Hannover von einem Zug erfasst und tödlich verletzt. Die Fassungslosigkeit, die mit diesem Tod verbunden ist, scheint grenzenlos zu sein. Bereits wenige Stunden nach seinem Ableben waren aus der ganzen Welt Tausende von Beileidsbekundungen auf seiner Homepage hinterlassen worden. Trauer über den Verlust, Mitgefühl mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter, Bedauern darüber, dass mit ihm einer der besten Keeper aller Zeiten gegangen ist. Ein Journalist entschuldigte sich sogar neben dem Bekunden seines Beileids dafür, diese Nachricht verbreiten zu müssen.

In erster Linie gilt die Trauer jedoch dem Menschen Robert Enke, nicht dem Keeper. „Nur“ einem Menschen? Nein, wohl eher einem der letzten tatsächlichen Menschen, die es im Fußball-„Business“ überhaupt noch gegeben hat. Einem Menschen, der sich noch ehrlich freuen konnte und dem seine Fans nicht nur sprichwörtlich in guten und in schlechten Zeiten stets beigestanden haben. Einem Menschen, der ebenso immer für seine Fans da war. Offen, ehrlich und stets fair. Eben einfach als Mensch.

Und wieder handelt es sich um eine dieser verdammten Situationen, die Tausende Fragen aufwirft, auf die es jedoch keine Antworten gibt. Zumindest keine zufrieden stellenden. Was bleibt ist nur ein leises „Tschüs“, gute Gedanken an seine Frau und Tochter, sowie die Akzeptanz für seine Entscheidung …

… wenn es denn seine war.

Mach’s gut und Gruß an Lara!

*fassungslos

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