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Posts Tagged ‘Sachsen’

Ach, herrje! Nun ist es mal wieder passiert: Es wurden in großem Rahmen Daten ausgespäht und irgendein Rind hat nicht aufgepasst. Die Medien haben Wind davon bekommen, das Sommerloch läuft auch Hochtouren und endlich gibt es etwas, das reingestopft werden kann. Gratulation! Als wenn noch irgendjemand glauben würde, dass irgendwer irgendwo Achtung vor fremden Daten hat …

Um was es geht? Das hier: Handy-Verbindungsdaten – Sachsens Polizei spähte mehrere Stadtteile aus

Und natürlich kommt am Ende wieder die Forderungspalette all jener, denen sonst vermutlich keine Sau zuhört:

Die Opposition kritisierte die Aktion scharf. Die Grünen bezeichneten die massenhafte Datenerfassung als rechtswidrig und verlangten eine Entschuldigung der Minister bei den unschuldigen Betroffenen. SPD-Fraktionschef Martin Dulig sprach von einem Schreckensszenario. Linke-Chef André Hahn forderte eine rückhaltlose Aufklärung des Vorfalls.

Und ich? Ich fordere für jeden einmal Pommes rot/weiß und ’ne Tüte Luftballons!

Das Schöne an den Floskeln ist doch, dass sie immer passen:

Wenn nächste Woche wieder durch die Medien springt, dass irgendwer zum 17. Mal dadurch aufgefallen ist, dass er sich an kleinen Kindern sexuell vergangen hat (was macht so ein Wesen noch immer auf freier Wildbahn?) werden die Forderungen leicht modifiziert und wieder rausgeschossen.

Ne, da sind mir Pommes und Luftballons lieber. Dann weiß ich – im Gegensatz zum Sommerloch – wenigstens, woran ich tatsächlich bin.

~

Apropos „Sommer“! Sommer ist, wenn ich nur noch ein paar dicke Socken trage:

 

 

Das sind definitiv zwei Paar dicke Socken. Toller Sommer!

Ein absolut gänzlich schönes Wochenende, ohne Ärger, dümmliche Schlagzeilen und mit vorzugsweise deutlich mehr Wärme, wünsche ich Euch/uns allen!

 

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Aber eben nur fast. Hmm …

Davon abgesehen, dass mein Name unvollständig und meine Anschrift fehlerhaft geschrieben ist, mein Urgroßvater (angeblich der Erblasser; der tatsächliche Erblasser ist allerdings laut Chronik über sechs Ecken und Kanten ein Großvater väterlicherseits) und mein Großvater (irgendein anderer) Geschwister gewesen sein sollen, der Name meines Vaters nicht richtig geschrieben ist und das Schreiben des Nachlasspflegers von sonstigen Falschdarstellungen, Rechtschreib- oder bestenfalls Tippfehlern nur so wimmeln, zumindest wenn die angefügten Unterlagen wenigstens stimmen, habe ich ein Grundstück im Wert von 235.000 Euro geerbt. Es liegt ca. 80 Kilometer hinter Dresden; also gefühlt kurz vorm Abknicken der Erdplatte.

Soweit so gut. Manchmal stehe ich ja darauf, ganz für mich allein zu sein. Solange es nicht in gefühlte Einsamkeit (wie fühlt sich das eigentlich an?) abgleitet, habe ich damit kein Problem. Ich könnte jetzt also die Erbschaft annehmen; mache ich aber nicht. Warum? Nun ja: Nach Internetrecherche sieht es so aus, dass in den vergangenen ca. fünf Jahren mächtig geklüngelt und geschoben wurde: Ein vormaliger, positiver Wert von 1,9 Millionen hat sich blitzschnell in irgendwas zwischen Luft und Wohlgefallen aufgelöst und ein riesiges Haus, in dem ein Hotel nebst Restauration bis vor nicht allzu langer Zeit unter der maßgeblichen Adresse betrieben wurde, ist einfach weg. Letztendlich verbleibt ein zu erbendes Grundstück, auf dem alle Schulden lasten. Dieses Grundstück war allerdings bis vor einiger Zeit ca. fünfmal so groß. Möglicherweise steht das Haus auf einem anderen Teil des zuvor zu diesem Erbe gehörenden Grundstücks, so dass das jetzt als Erbschaft angebotene, völlig überschuldete Rest-Grundstück mit dem Haus nichts (mehr) zu tun hat. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Nachdem also alle vor und bis nach Ableben meines Wieviel_Ur_und_Ecken_auch_immer-Großvaters, von dessen Existenz ich nichts ahnte, geschweige denn wusste, vorhandenen Werte vertickt oder auf sonstige, recht sonderbar erscheinende Weise verschwunden sind (glaubt hier außer mir noch jemand ab sofort an Außerirdische, die Gegenstände wie Immobilien und Ländereien einfach ins All beamen?), wird ein(e) Blöde(r) gesucht, der/die das verbleibende Erbe übernimmt und dem Freistaat Sachsen abnimmt. Allerdings nur den Teil, auf den sämtliche Schulden gekarrt wurden und den bisher verständlicherweise keiner wollte. Denn 235.000 Euro sehen nun einmal immer nur so gut aus, wie die Zahl der Minusse, die davor stehen. Und vor diesem Betrag steht mir genau eines zuviel. Tja, Pech gehabt: Fünf Jahre früher und wir hätten zumindest verhandeln können. Aber da waren die Bedingungen ja auch noch andere, nöch?!

Und ich dachte immer, ein Erbe kann man nur ganz oder gar nicht annehmen. Dass die Werte von wem oder was auch immer an- bzw. übernommen oder verschoben, für die Schulden aber ein Blöder gesucht werden kann, wusste ich nicht. Ich Dummerchen, ich. Man lernt eben doch nie aus … ;o)

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