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Posts Tagged ‘Spur’

Auch wenn die Natur nach frischem Schneefall sehr unberührt wirkt, dauert es üblicherweise nicht allzu lange, bis sich die ersten Spuren zeigen:

Dabei kann man sich fragen, um welche Spezies es sich wohl handelt, die da ihre Pfotenabdrücke für die nächsten Tage verewigt …

… muss man aber nicht. Tendenziell bemerkenswert finde ich es aber, wie gezielt mitunter kleine Hindernisse umwandert werden. Auch Tiere gehen also lieber den bequemsten, zumindest aber den sichersten Weg:

Aber so sehr sie auf dem Boden den Kontakt mit Unbekanntem zu meiden scheinen, so neugierig sind sie wohl, wenn es darum geht, in Balkonkästen nach Restposten von Nährwertigem zu suchen:

Da dort nichts Lebendes mehr ist, steht auf meinem Balkon-Tisch ein Schälchen mit Körnerzeux. Das Ergebnis? Sie sitzen auf dem Rand, futtern und kacken gleichzeitig auf den Tisch. Nein, davon gibt es keine Bilder. Denn: Nein, ich gedenke nicht, diesen Anblick zu verewigen. Weil: So war das nicht gemeint. SO nicht! *motz

Dennoch: Wohl bekomm’s! Soll ich ein paar Servietten dazu legen?

;o)

© skriptum

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Unter anderem bei Tonari und bei voller worte fand ich dieses Stöckchen mit 49 Fragen/Antworten und dachte so … aber lest selbst:

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Je schneller sich die Welt dreht,
desto undeutlicher kann das Bild,
was sich einem zeigt, mitunter werden.

Muss aber nicht. Ein genauerer Blick reicht.

*****

Alcudia-0408530-Daemmerung-Fraktalspur

© skriptum

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Ist es wirklich morbide, wie web.de kürzlich titelte, eine Führung über einen Friedhof mitzumachen? Oder ist es eine besondere Form der Achtung, auch Menschen zu „besuchen“, die man persönlich gar nicht kannte? Die Meinungen können da sicher auseinander gehen. Kürzlich haben wir an einer so genannten „Spurensuche“ teilgenommen. Es ging dabei um den Besuch von Gräbern, in denen Künstler ihre letzte Ruhe gefunden haben. Die Idee an sich fanden wir sehr interessant. Die Durchführung entsprach allerdings überhaupt nicht unseren Vorstellungen. Die Dame, die diese Führung leitete, ergoss sich mit Zitaten, vorgelesenen Briefen und Gedichten jeweils eine viertel Stunde lang (und es war teilweise seeeehr lang) zu verschiedenen Künstlern, von denen zumindest wir überwiegend noch nie etwas gehört hatten. Sie kannte die Verstorbenen wohl oder hatte eben entsprechend dazu recherchiert. Andere Persönlichkeiten, die diese Stadt mitunter maßgeblich mit ihrem Wirken über Jahre oder Jahrzehnte mitgestaltet hatten, fanden dagegen überhaupt keine Berücksichtigung. Nicht einmal die Künstlerin, nach der die Straße benannt ist, an der der Friedhof gelegen ist.

Und was tut Tina, wenn sie sich langweilt? Genau: Sie sucht sich etwas Interessante(re)s. Und fand es schnell. Das Thema waren ja eigentlich die Künstler. Aber auch Kunst in verschiedenen Formen findet sich auf diesem Friedhof. Für mich persönlich wäre es mir am „gernsten“, überhaupt kein Grab zu bekommen, wenn es irgendwann soweit ist, sondern verbrannt zu werden. Anschließend soll meine Asche aus einem Flugzeug verstreut werden. Noch einmal die Welt von oben „sehen“ und dann ganz leise zur Ruhe kommen. Das wäre mir die schönste Vorstellung. Geht nicht, zumindest nicht in Deutschland, weil ja der schnöde Bürger auch noch im Tod gemaßregelt werden muss. Soviel zum Thema Menschenwürde. Aber nun denn … Auf meinen Führungs-Abwegen fand ich einiges, das mich – mal auf die eine und mal auf die andere Weise – fesselte:

Relativ klassisch und doch etwas außergewöhnlich fand ich diese Art „Laubengang“, in der mehrere Gruften nebeneinander positioniert wurden. Ziemlich pompös mitunter aber möglicherweise der Versuch, die besondere Bedeutung für die Angehörigen deutlich zu machen.

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Beinahe fasziniert war ich von diesem Grabstein oder eher schon Monument. Es ist aus vielen Steinplatten zusammengesetzt. Was es symbolisiert weiß ich nicht. Vielleicht einen Engel. Vielleicht die Beständigkeit der Erinnerung an diesen Menschen. Die Unvergänglichkeit seines Wirkens, durch Steinplatten dargestellt. Auf jeden Fall sehr schön.

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Dieser stilisierte Engel hat mich auch berührt. Kein Blumenschmuck, kein Schnickschnack, einfach ein Engel, der schützend über jemandem steht, den er – je nach Glaubensstärke – nun in seinen Armen halten mag.

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Aber was mich am allermeisten berührt hat, war dieser … tja, was ist es? Ein Grabstein ist es nicht. Ein Monument auch nicht. Ich empfinde es als die zarteste Möglichkeit, sich eines kleinen Menschens zu erinnern, der viel zu früh von dieser Welt gehen musste. Der traurige Pinocchio oben auf Bauklötzen, der kleine Engel links daneben und die große Sonnenblume davor, die zu ihr in den Himmel zu sehen scheint … Es soll sich um ein kleines Mädchen gehandelt haben, das eine sehr schwere Herzerkrankung hatte. Insofern war es möglicherweise eher Erlösung als Schicksal. Oder beides, irgendwie. Traurig auf jeden Fall. Einen Menschen mit so viel dezent gezeigter Liebe gehen lassen zu können, erfordert m. E. unglaublich viel Kraft. Allein dafür gebührt den Eltern meine Hochachtung. Hier scheint es keine Wut über den Verlust zu geben, sondern eher Dankbarkeit dafür, dass man diesen kleinen Menschen wenigstens eine Zeit lang begleiten durfte.

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Wenn ich mich dieses Friedhof-Besuches erinnere, kann ich daran nichts Morbides sehen. Wir haben nicht Fußball gespielt, oder über Inschriften gelästert. Das wäre m. E. morbide. Unverschämt, unverzeihlich, achtlos. Die Führung, wegen der wir ursprünglich dort waren, hat mir überhaupt nicht gefallen. Aber die Eindrücke, die ich dort gesammelt habe, natürlich auf Basis eigener Interpretationen, über deren Wert oder Wahrheit ich vermutlich nie etwas erfahren werde, haben mich durchaus bereichert. Und die Künstler-Gräber, die ich tatsächlich sehen wollte, werde ich mir zu gegebener Zeit selbst suchen. Sicher ergeben sich auch dabei wieder Spuren, die nicht so schnell verwehen werden …

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An den Gräbern teilweise sichtbare Namen habe ich unkenntlich gemacht. Sollte sich dennoch ein Angehöriger unangenehm berührt fühlen, bitte ich um Nachricht und werde das entsprechende Bild dann selbstverständlich sofort entfernen.

© skriptum

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