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Ich wünsche Euch einen guten Start in ein tolles Jahr 2014, in dem Euch stets neue, positive Überraschungen begleiten!

Habt es gut!

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Geräusche

in der Nacht
ungewohnt
laut

Ich trete hinaus

wundernd
lauschend

sehend
riechend

erinnernd
vermissend

Lichter

die den Himmel erhellen
des nachts
wenn du schlafen solltest

Sterne

die sich irritiert zeigen
ob des Qualms
oder auch nicht

Feuerwerk über der Stadt

für dich

wenn du willst

 

© skriptum

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Ich wünsche mir, dass Ihr im nächsten Jahr genauso interessiert, spaßig, kritisch und stetig Gäste auf meinen beiden Blogs seid und wir ebenso viel Spaß haben, wie im gerade ablaufenden Jahr!

Danke für Eure Aufmerksamkeit, Euren Witz und Charme sowie Eure zahlreichen Worte zu meinen Texten und Bildern! Ihr gebt mir täglich neue Gründe, hier zu bloggen und eine Menge Spaß dabei zu haben! ;)

Ich wünsche uns allen einen unschlagbar guten Start in ein grandioses Jahr 2011!

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Der ESC = Eurovision Song Contest verkommt nach meinem Gefühl immer mehr zum Geld- und Macht-Gerangel zugunsten derer, die es sich eben finanziell leisten können, daran teilzunehmen. Er mutiert immer mehr zur Farce. Für mich hat das längst nichts mehr mit einem fairen Wettbewerb zu tun, für den sich die einzelnen Nationen durch Leistung qualifizieren müssen, um dann objektiv bewertet zu werden. Wer zahlt darf mitmachen. Unabhängig davon, was er geleistet hat. Um das zu gewährleisten, wird immer wieder an den Teilnahme-Bedingungen herum geschraubt. So lange bis es eben passt. Einstmals galt

Quelle:: „Die letztplatzierten Teilnehmer mussten ein Jahr aussetzen, waren aber im Folgejahr a priori berechtigt teilzunehmen. Diese Regel wurde mehrmals leicht modifiziert. 1996 wurde beschlossen, dass die vier Mitglieder, welche den größten Anteil des EBU-Etats tragen, für die Teilnahme gesetzt sind. Begründet war dies dadurch, dass der deutsche Beitrag 1996 bei einer internen Juryvorauswahl ausgeschieden war. Die finanzstarken Mitgliedsländer sollten nicht auf Dauer der Veranstaltung fernbleiben. Seither sind Deutschland, Frankreich, das Vereinigte Königreich sowie Spanien gesetzt, Italien ereilte bei einer Rückkehr das gleiche Schicksal. Diese Ländergruppe wird als Große Fünf (englisch Big Five) bezeichnet.“

Und daraus folgte außerdem:

Quelle:: „Der 41. Eurovision Song Contest fand am 18. Mai des Jahres 1996 im Spektrum in Norwegens Hauptstadt Oslo statt […] Da es insgesamt 30 Anmeldungen für den Contest gegeben hatte, sagte sich die Europäische Rundfunkunion vom bisherigen Qualifikationssystem – die letztplatzierten Länder des Vorjahres dürfen nicht am darauffolgenden Wettbewerb teilnehmen – los und führte eine interne Qualifikationsrunde ein, in der sich alle Länder außer Gastgeber Norwegen […] qualifizieren mussten. Da im Finale wie im Vorjahr nur 23 Länder antreten durften, mussten sich also sieben Länder vom Grand-Prix 1996 verabschieden.

Dabei traf es Ungarn, Dänemark, Mazedonien, Russland, Israel, Rumänien und auch Deutschland, wobei es bei Deutschland, Ungarn und Russland sowieso nur eine zweite Chance der Qualifikation darstellte. Diese Länder belegten beim letzten Eurovision Song Contest nämlich nur die hinteren Ränge. […] Vor allem in Deutschland reagierte man mit Zorn [***] auf die gescheiterte Qualifikation des Münchener Friseurs Leon und seinem von Hanne Haller komponierten Lied Planet of blue. Auch auf Reaktion darauf weigerte sich die ARD, den Wettbewerb auszustrahlen und verschob ihn auf den NDR, der in diesem Jahr auch erstmals für die Deutsche Vorentscheidung zuständig war.

Um die langfristige Teilnahme der großen Geldgeber (Spanien, Großbritannien, Frankreich und Deutschland) und so das Überleben des Contests zu sichern, wurde diesen Ländern ab dem nächsten Jahr der Status Big-4 zuerkannt. Diese Länder waren also – unabhängig von ihrer Vorjahresplatzierung – immer direkt für das Finale qualifiziert.
Nach der massiven Kritik wurde für das nächste Jahr der Qualifikationsmodus geändert. Nun wurde für jedes Land die Durchschnittspunktzahl der letzten vier (für die Wettbewerbe nach 1997 fünf) Jahre berechnet. Die Länder mit dem geringsten Wert mussten ein Jahr pausieren, waren aber im darauffolgenden Jahr direkt qualifiziert.“

[***]Zorn? Worüber? Wem gegenüber? Die Anderen sind böse weil die eigene Leistung einfach zu schlecht ist? Super! Sehr pfiffig! Ja ne, echt jetzt!

Übrigens handelte es sich bei dem fraglichen Beitrag um diesen hier:

Kann man toll finden; muss man aber zum Glück nicht.

Dass Länder, die sich ihre Teilnahme durch Leistung fair verdienen, tendenziell verschnupft auf die Nationen reflektieren, die im Zweifel mit jedem Scheiß antreten können, weil sie ja schließlich die Kohle haben, um sich ins Finale einzukaufen, kann ich durchaus verstehen:

Nur mal ein Jahr zurück gedacht war die Verschnupfung gegen Deutschland m. E. recht deutlich zu spüren. Eine Stripperin als Rahmenprogramm zuzulassen und sich dann prüde darüber zu echauffieren, dass die weltweit als Edel-Stripperin aner- und bekannte Dame sich ausziehen will, ist für meinen Geschmack durchaus als fragwürdig zu bezeichnen. Da hat es auf der Eurovisionären Bühne schon ganz andere Stripp-Vorlagen gegeben; die kamen nur gleich nahezu nackt und zogen sich nicht erst auf der Bühne aus. Auch dass explizit die No Angels technisch so desastriert wurden, bis ihre Stimmen kaum noch zu hören waren, könnte man durchaus gewillt sein, als negative Manipulation auszulegen.

Ist das die Quittung dafür, dass u. a. Deutschland keine Leistung zu bringen braucht, weil ja genügend Kohle von den GEZ-Gebühren missbraucht wird, um mitspielen zu dürfen? Frei nach dem Motto: Wer zahlt darf mitmachen; wer nicht zahlt muss Leistung bringen? Ganz ehrlich? Dann lieber Doping im Hochleistungssport. Das hat wenigstens trotz allem noch IRGENDwas mit reellem Wettbewerb zu tun. Denn immerhin die Qualifikation muss sauber sein.

Von all dem einmal abgesehen: Lena Meyer-Landrut hat was. Sie ist jung, frech und ihr Charme irgendwie unwiderstehlich. Ihre Sprüche sind teilweise so herzerweichend naiv, dass sie fast schon wieder richtig gut sind. Der Titel „Satellit“ ist zwar thematisch in höheren Sphären angesiedelt, als der 1996 bereits vor der Teilnahme gescheiterte Titel „Planet of blue“, ob sich die kleine Maus jedoch körperlich auf der riesigen ESC-Bühne ausreichend präsentieren kann, wage ich leider zu bezweifeln. Es sei denn, Herr Raab stellt ihr noch ein monströses Rahmenprogramm in den Rücken. Auch stimmlich würde ich sie nicht unbedingt als gewaltig bezeichnen aber ihre Persönlichkeit zeigt durchaus Präsenz. Sofern man sie lässt:

Fazit: 1996 ist bereits allein die Teilnahme Deutschlands in Oslo gescheitert, weil sich der gewählte Beitrag gar nicht erst qualifizieren konnte. Das wurde mittlerweile dahingehend „modifiziert“, dass es nicht mehr um Qualität geht, sondern darum, sich einfach in den „Wettbewerb“ einzukaufen. Leistung ist also gar nicht mehr erforderlich; Deutschland darf sowieso mitmachen. Mit Lena könnte jedoch durchaus so etwas wie Qualität an den Start gehen. Und allen Unkenrufen zum Trotz birgt sie einen unschlagbaren Joker: Sie kommt aus Hannover. Das kann also gar nicht schief gehen! ;o)

Ich drücke Lena Meyer-Landrut jedenfalls die Daumen …

Ihr persönlich! Nicht Deutschland.

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Pollenpest

Oder: Wie ich Dank Heuschnupfen zum Mathematik-Fachleut wurde

Seit Jahren darf ich mir immer wieder von der Pollenpest, landläufig auch „Heuschnupfen“ genannt, eine Menge Energie rauben lassen. Vor ca. 10 Jahren fing es recht harmlos mit einer Überempfindlichkeit gegen Beifußpollen an. Mittlerweile reflektieren meine Atemorgane auf fast alle Pollen, nahezu alle Gräser, die sich gerade überlegen, mal herum zu schwirren und Leute zu nerven.

Natürlich war ich etwas erschrocken, als es nun auf web.de (dpa) hieß, dass die Pollenpestperiode in diesem Jahr noch heftiger als sonst ausfallen wird. Und natürlich interessierten mich die Gründe, warum das so sein soll. Also fing ich an zu lesen und musste dann doch recht heftig lachen:

Es zeigt sich einmal mehr, dass ich selten zunächst so einfach denke, wie es tatsächlich ist. Mir schwirrten spontan Gedanken wie „hammerharter Winter nebst explosionsartiger Austriebe“ und „zu plötzlicher Übergang von sehr kalt auf ganz warm“ im Kopf herum. Aber weit gefehlt: Es ist viel einfacher und liegt nur daran, dass das Jahr 2010 ein gerades Jahr ist!

Samma, sind die alle besoffen, oder was?

Wer es nicht glauben mag (mir fiel es auch schwer, aber nach dreimaligem Lesen muss ich wohl) kann es selbst verinnerlichen:

Später aber heftiger Start in die Heuschnupfenzeit

Später aber heftiger Start in die Heuschnupfenzeit

Mönchengladbach (dpa) – Jetzt beginnt die Zeit der verquollenen Augen und Schniefnasen: Zwar hat der lange Winter vielen von Heuschnupfen geplagten Menschen eine Schonzeit verschafft. Doch der Frühling steht vor der Tür.

Die ersten Haselpollen sind in wärmeren Regionen Deutschlands schon in der Luft, und auch die Erle kommt langsam dazu, heißt es beim Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) in Mönchengladbach. „Jetzt könnte es mit Macht beginnen“, sagt die DAAB-Biologin Anja Schwalfenberg. Die früh blühenden Bäume bescheren Millionen von Pollenallergikern die bekannten Symptome: Niesattacken, juckende Augen, Dauerschnupfen und Atemnot, in schweren Fällen auch Bronchialasthma. Schwalfenberg rät Betroffenen, für eine Diagnose zum Arzt zu gehen.

„Es ist ein Jahrgang gegen den Trend der letzten Jahrzehnte“, sagt der Allergologe Horst Müsken aus Bad Lippspringe über den späten Start in die Heuschnupfenzeit. Denn die Pollensaison ist zuletzt immer länger geworden, mit einem immer früheren Auftakt und späteren Ende. Die Haselpollen, die derzeit im Westen der Republik zu fliegen beginnen, waren in milderen Wintern auch schon im Dezember unterwegs.

In diesem Jahr kommt es nach Ansicht der Fachleute zu einem weiteren Phänomen: Weil 2010 eine gerade Jahreszahl ist, wird die Pollenkonzentration vermutlich besonders hoch sein. „Es zeigt sich über viele Jahre ein Rhythmus, wonach jedes Jahr mit einer geraden Zahl mit einem erheblichen Pollenflug verbunden ist, das darauffolgende mit ungerader Zahl aber mit deutlich weniger“, berichtet der Allergologe. Die genauen Gründe seien noch unklar.

Vermutlich wird in diesem Jahr die Blüte von Hasel, Erle und Birke zeitweise parallel verlaufen. „Wir werden sehr viele Pollen haben“, prophezeit Müsken, der auch im Vorstand der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst ist. Es gebe eine Reihe von Menschen mit einer Disposition für einen Heuschnupfen, bei denen eine starke Einwirkung großer Mengen an Allergenen das Fass nun zum Überlaufen bringen könne.

Bundesweit gibt es etwa 20 Millionen Allergiker, mit steigender Tendenz. „Der Trend der Zunahme ist noch nicht gebrochen“, sagt Müsken. Etwa die Hälfte der Allergien geht auf das Konto von Pollen. Litten früher die meisten Heuschnupfen-Kranken unter den Gräsern, so hat die Birke dicht aufgeholt. Ihre Pollen gelten als besonders aggressiv – und der Baum setzt in kurzer Zeit scharenweise Pollen frei.“

Und da sind sie wieder: Die zitierten „Fachleute“! Zunächst sollte vielleicht erstmal die Frage geklärt werden: Was sind „Fachleute“? Ich suche ja seit Jahren eine offizielle Form der Definition des Wortes „Fachleute“. Was genau ist also ein Fachleut?

Zahnarztfrauen sind ja Fachleute für die Wirkung von Zahncrème. Jeder Idiot weiß, dass Zahnschmelz nie wieder ersetzt werden kann. Ist er einmal weggeschreddert, kann man da nüscht mehr machen. Insofern verwundert es keinesfalls, dass Zahnärzte selbst in Werbefilmchen nicht behaupten, es gäbe eine Zahnpasta, die kaputten Zahnschmelz ersetzt und somit repariert. Da ihre Frauen aber jeden Morgen neben einem Zahnarzt aufwachen, sind sie Fachleute. Stimmt’s?

Oder:

Jemand, der schon einmal eine Heizung gesehen hat, ist ein Wärme-Fachleut?
Jemand, der eine Sonnenbrille besitzt, ist ein Klima-Fachleut?
Jemand, der als Kind im Sandkasten gebuddelt hat, ist ein Agrar-Fachleut?
Jemand, der einen Kopierer bedienen kann, ist ein Urheberrechts-Fachleut?
Jemand, der schon einmal ein Flugzeug am Himmel gesehen hat, ist ein Reise-Fachleut?
Jemand, der mal eine Hausratversicherungspolice gesehen hat, ist ein Brandschutz-Fachleut?
Jemand, der mal an einem Fitness-Center vorbei gegangen ist, ist ein Sport-Fachleut?
Und jemand, der weiß, wie man eine Banane unfallfrei pellt, ist ein Ernährungs-Fachleut?

Ach ne: Da kommen wir dann vermutlich schon in den Bereich der „Experten“. Das würde den hiesigen Rahmen nun wirklich sprengen!

Aber so ungefähr ist es doch mit Fachleuten, oder?

Ja?

In etwa?

Na, dann ist mir alles klar!

Das erklärt auch, wie beispielsweise die Panik im Hinblick auf die Schweinegrippe, die gar nichts mit Schweinen zu tun hatte, zustande gekommen ist. Aber die WHO war ja so entgegen kommend, das tatkräftig zu unterstützen. Klar: Da sitzen vermutlich auch Tausende von Fachleuts.

Okay: Zurück zur Pollenpest! Wird es dagegen eine Massen-Impfung geben? Welche Schutzmaßnahmen werden weltweit getroffen und wird es jemals einen Fachleut geben, der tatsächlich etwas von dem versteht, was er öffentlich elaboriert? Werden die Medien sich irgendwann besinnen, was Journalismus tatsächlich bedeutet und nicht mehr jede Schote für die Quote verkloppen? Und muss man als potentieller Leser/Zuhörer/Zuschauer wirklich jeden Scheiß glauben, der einem vorgesetzt wird?

Nö, nä?!

Gut so. Ich flitze dann trotzdem mal los und besorge mir eine Palette Kleenex-Boxen. Sicher ist sicher. Wer weiß schon, ob nicht irgendein Fachleut den verdammten Pollen das Lesen beigebracht hat. Wenn DIE diese Meldung sehen ist gar nicht auszudenken, was sie tatsächlich anstellen werden. Jetzt haben sie ja einen Freibrief. Und ich das Nachsehen. Obwohl ich es deutlich vor ihnen gesehen habe. Es sei denn, diese Information wurde den Pollen bereits vorab in einem vertraulichen Brief mitgeteilt. Aber dann wäre die Pharma-Industrie ja schon mit der Herstellung von entsprechenden Impfstoffen beschäftigt und könnte endlich aufhören, die Schweinegrippe-Dosen unter das Volk jammern zu wollen.

Übrigens ist die Quersumme aus 2010 = 3. Also ungerade. Aber ob das jetzt noch irgendwas raus haut, darf wohl bezweifelt werden … Allerdings werde ich mich ab sofort ganz unerschrocken Mathematik-Fachleut nennen. Gleiches Recht für alle; jawoll! Und eine Impfung brauche ich dagegen auch nicht. Nüchtern betrachtet, versteht sich!

© skriptum

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Es begab sich zu einer Zeit, als ich eigentlich sehr gut drauf war …

Das könnte jetzt glatt ein Märchen werden. Wird es aber nicht. Im Gegenteil: Es ist die bittere Realität.

Während der Eigentümerversammlung im Jahr 2008 wurde beschlossen, die maroden Balkon-Kästen, die nach Aussage des Architekten zu damaligen (Bau)Zeiten durchaus den damaligen Standards entsprachen (hat er sie gebaut resp. daran mitgewirkt?), sanieren zu lassen. Sie zeigen mittlerweile so genannte Haarrisse, durch die Feuchtigkeit eindringen kann. Auch die Seitenverkleidungen sind an den Oberkanten alles andere als ansehnlich.

Also lautet der Beschluss, dass man da was tuen muss.

Angedacht wurden die Maßnahmen für Herbst 2008. Hilfsweise wurde das Frühjahr 2009 ins Auge gefasst.

Im Herbst 2008 passierte nix.

Im Frühjahr 2009 passierte nix.

Es könnte ja – rein theoretisch, versteht sich – sein, dass der eine oder andere Bewohner mit dem Gedanken spielt, diese verdammten Kästen zu bepflanzen. Dafür sind sie ja nun einmal da. Die meisten haben das auch gemacht, allerdings mit der gebotenen Vorsicht, falls binnen weniger Tage alles entfernt werden müsste. Denn die Balkonkästen sollten ja saniert werden.

Im Mai 2009 teilte der Verwalter dann mit, dass wir möglicherweise bereits bemerkt hätten, dass weder im Herbst 2008, noch im Frühjahr 2009 an den Balkonkästen etwas unternommen worden war.

Ach was!

Erneut erklärte der Architekt lang und breit, was genau gemacht werden müsse und aus welchen Gründen.

Ich liebe solche Veranstaltungen! *gähn

Der nächste Beschluss lautete also, dass im Herbst 2009 mit den Arbeiten begonnen werden würde. Natürlich nach rechtzeitiger Ankündigung, damit die Hausbewohner ihre Pflanzen zuvor in Sicherheit bringen können.

Nun ist ja die Umschreibung „rechtzeitig“ ein relativ dehnbarer Begriff. Ich persönlich empfinde es nicht als „rechtzeitig“, wenn aus heiterem Himmel ein höllisches Gepolter hinter dem Haus losgeht, ohne dass auch nur IRGENDein Hausbewohner weiß, was das soll. Das allein machte mich jedoch nicht einmal stutzig: So ruhig und harmonisch diese Wohngegend viele Jahre war, wird sie in den letzten Monaten, aus verschiedenen Gründen, immer lauter und ungemütlicher. Mir reicht es hier bald.

Erst als ein Hausbewohner die Arbeiter lautstark zum sofortigen Aufhören aufforderte, schoss ich auf den Balkon und wollte wissen, was da los ist. Könnte ja sein, dass Hilfe benötigt wird. Und was sah ich? Hinter dem Haus wurden Massen an Stangen, Leitern und Bohlen heran geschleppt. Offensichtlich wollte da jemand ein Gerüst aufbauen. Beziehungsweise mehrere. Der Hausbewohner hatte sich völlig zu recht aufgeregt, denn schließlich muss der Sockel des Gerüsts an diesem Haus auf seiner Terrasse stehen. Da er bei der Eigentümerversammlung nicht anwesend war, konnte er nicht wissen, was das überhaupt alles soll.

Mir schoss in dem Moment fast Dampf aus den Ohren! So sieht also rechtzeitig aus, ja?! Na, toll! Mein Balkonkasten stand auf ca. drei Metern noch voll in Blüte:

Ist es völlig unrealistisch, anzunehmen, dass der liebste Herr Verwalter nicht bei den Firmen, die einrüsten und malern, angerufen, den Auftrag erteilt und gefragt hat, wann sie anfangen, um zur Antwort zu bekommen „In drei Minuten geht es los“? Der hat doch wochenlang Zeit gehabt, uns zu informieren. Und das ist nicht zu schaffen?

Ach.

Irgendwann klingelte meine Nachbarin, die ihrerseits den Vorarbeiter ausfindig gemacht und gefragt hatte, was denn nun wohl geplant sei. Es handelte sich tatsächlich um den Gerüstbau zur Sanierung der Balkonkästen. Danke an die Hausverwaltung an dieser Stelle, für die „rechtzeitige“ Information, wann es losgeht. Meine Nachbarin teilte mir weiter mit, dass an diesem und dem nächsten Tag noch nichts an den Kästen gemacht würde, so dass wir am Folgetag Zeit hätten, um die Kästen zu räumen.

Kurz zuvor hatte ich – nicht wissend, wann es losgehen wird – noch neue Pflanzen gekauft und eingesetzt. Wer mir das bezahlt, wenn die Pflanzen jetzt nach Rücksetzung in kleine Pötte eingehen, weiß ich noch nicht. Dienstag habe ich mir händeringend drei Stunden abgequält und meine Arbeit liegen lassen (müssen), um den Balkonkasten zu leeren und meine Pflanzen zu evakuieren, weil es ja Mittwoch losgehen sollte. Wer mir das bezahlt, weiß ich auch noch nicht. Aber wen ich dafür „umbringen“ werde, wenn ich ihn erwische … ja, da habe ich schon eine leise Idee!

Das alles heißt aber natürlich keinesfalls, dass es am Mittwoch tatsächlich losging:

28.09.: Plötzlicher Gerüstaufbau
29.09.: Chance, die Pflanzen zu evakuieren
30.09.: geht’s los.

Geht es los? Denkste! Nüscht war! Kein Arbeiter zu sehen, folglich keine Arbeiten. Okay, nächste Chance:

01.10.: Geht’s endlich los?

Denkste (2)! Wieder nix. Kein Arbeiter, keine Arbeiten.

02.10.: Zum Wochenende Arbeits-Start?

Nein, natürlich nicht.

Auch habe ich den Hausverwalter noch nicht gesehen. Immerhin hat er es verpennt, uns rechtzeitig (…) zu informieren. Es könnte ja durchaus sein, dass der eine oder andere Bewohner im Urlaub ist und seinen Balkonkasten dem entsprechend gar nicht räumen kann. Also ist es doch wohl die Aufgabe des Hausverwalters, hier blitzartig anzutanzen, die Gerüste zu erklimmen und nachzusehen, ob bei insgesamt 24 Wohneinheiten in drei Häusern alle Pflanzen entfernt wurden, damit sie während der Arbeiten nicht geschrottet werden, oder?

ODER?

Mein Balkonkasten sieht so trostlos aus wie noch nie! Das ist der klägliche Rest, den ich nicht heraus nehmen konnte, weil sie dann garantiert eingehen. Tüten müssen reichen:

Inzwischen ist es Freitagnachmittag. Die Arbeiter sind nach wie vor nicht (mehr) zu sehen, mit den Arbeiten wurde nicht einmal begonnen. Stattdessen haben wir Dank längst aufgebauter Gerüste gar prächtige Hintereingänge. Es ist ein Leichtes, die erste Plattform zu erklimmen und dann mittels der auf jeder weiteren Plattform befindlichen Leiter bis ins oberste Stockwerk zu klettern. Zwischendurch kann man mal in aller Ruhe gucken, ob irgendwo eine Balkontür offen oder wenigstens auf kipp steht, die man dann aufbrechen kann, um die jeweilige Wohnung in Ruhe auszuräumen, falls die Bewohner beispielsweise im Urlaub sind und keine Ahnung davon haben, dass das Haus eingerüstet ist.

Im Moment ist es also sehr leicht, mich überraschenderweise zu besuchen:

Einfach bei Nacht, sogar ganz ohne Nebel, hinter das Haus gehen und hoch kommen. Die Leiter befindet sich sozusagen direkt vor meinem Schlafzimmerfenster, da dort auch der Balkon ist. Ich könnte natürlich, zur Vereinfachung des Einstiegs, zusätzlich mein Haar herunter lassen, damit die erste Plattform noch leichter erklommen werden kann. Aber wie gesagt: Es ist ja kein Märchen, sondern bittere Realität! Nur zu Rapunzel …

… ja, es könnte durchaus sein, dass ich dazu bald werde! *ARRRRGH!

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