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Posts Tagged ‘Strich’

Ob es sich bei den beiden tatsächlich jemals um Freunde handelte, lasse ich lieber dahingestellt. Fakt ist, dass mich Machstedanngleich und Guckstedannmal permanent begleiten. Im Grunde weiß ich schon, dass es nix wird, wenn einer von beiden oder sogar beide gemeinsam auftauchen.

Leider ziehen sie mich manchmal voll in ihren Bann. Da lese ich auf einem Blog einen tollen Beitrag, den ich unbedingt kommentieren möchte. Doch während ich noch denke „machstedanngleich“, klicke ich das Fenster schon wieder weg, weil irgendwas erst noch dringend erledigt werden muss.

Ach ja: Erstnoch … das ist auch so ein Mistkerl! Manchmal habe ich den Eindruck, dass er „guckstedannmal“ und „machstedanngleich“ auf mich angesetzt hat. Ich könnte wetten, dass es eigentlich Erstnoch ist, der die Fäden im Hintergrund zieht. Beweisen kann ich das natürlich nicht.

Wenn es hart auf hart kommt, wird es mitunter noch schlimmer. Sofern ich lediglich Zeit habe, die Überschrift Eurer Beiträge zu lesen, kommt Guckstedannmal ins Spiel. Mein guter Vorsatz ist da, ich schwöre es. Aber Guckstedannmal im Zusammenspiel mit Erstnoch … ich bitte Euch! Was soll ich denn machen?

Besonders hart war es in den letzten Wochen des alten Jahres. So oft habe ich daran gedacht, dass ich weihnachtliche Grüße an einige von Euch verschicken möchte. Weihnachtskarten und die eine oder andere Kleinigkeit hatte ich längst besorgt. Weihnachten kam immer näher und ich dachte jeden Tag mindestens einmal „machstedanngleich“.

Vermutlich hat sich Erstnoch jedes Mal kaputt gelacht. Dann trudelten fast täglich so liebevoll gestaltete Grüße und Gaben von Euch bei mir ein, dass mein schlechtes Gewissen immer präsenter wurde. Also nahm ich mir fest vor, es Guckstedannmal und Machstedanngleich zu zeigen. Aber Erstnoch war immer schneller und machte mir einen fetten Strich durch die Planung.

Weihnachten war vorüber und ich hatte keinen einzigen Gruß verschickt. Jetzt schämte ich mich echt und nahm mir felsenfest vor, die drei aus meinem Leben zu schmeißen, damit ich wenigstens zum Jahreswechsel noch ein paar Grüße versende. Und? Wie viele von Euch haben von mir einen Gruß „zwischen den Tagen“ bekommen? Genau. Und es tut mir furchtbar leid!

Ich brauche hier dringend Verstärkung! Einer von Euch muss mir bitte Guckstedannmal abnehmen. Dann brauche ich noch jemanden, der mir Machstedanngleich von den Hacken hält. Für Erstnoch müssen vermutlich zwei von Euch ran, den schafft keiner alleine. Denn Erstnoch ist stark, sehr stark! Also am besten zwei starke Männer oder Frauen mit Ringer-Lizenz und ohne Skrupel vor Gewalt.

Und? Gibt es Freiwillige?

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„Mama, wie hießen die heiligen drei Könige?“ Mein Kopf drehte sich langsam in Richtung dieser Kinderstimme. Ein kleiner Junge, der seine Mutter erwartungsvoll ansah. Sie wusste keine Antwort; der Lütte schon und so informierte er sie grinsend mit „Mönsch Mama, das waren doch Caspar, Melchior und Balthasar!“ Die Mutter war mehr erleichtert als begeistert, dass die Antwort so prompt gekommen war. Auf die Frage, ob sie selbst bereits gelebt habe, als Jesus geboren wurde, antwortete sie somit locker-flockig mit „nein“, klamüserte ihm kurzweilig auseinander, dass wir nun im Jahr 2010 sind und seit Jesus Geburt gezählt würde. Also wäre im nächsten Jahr das Jahr 2011 nach Jesus. Danach lehnte sie sich entspannt lächelnd zurück.

Aber der Lütte legte sofort nach mit der Frage, warum Jesus ans Kreuz genagelt wurde …

Stille. Keiner der umsitzenden Fahrgäste in dieser, aufgrund der Feierabendzeit eher an einen Schlafwagen denn an Entertainment pur erinnernden, Bahn sagte auch nur irgendwas. Auf mindestens jedem zweiten Platz verkniff sich jemand ein Grinsen bis lautes Lachen aber sagen sagte keiner was. Der auf dieser Mutter in dem Moment lastende Druck muss unerträglich gewesen sein. Denn sie wusste die Antwort nicht.

Ich war versucht einzuspringen mit der Bemerkung, dass Jesus die Schuld aller Menschen auf sich genommen hat und er deshalb gekreuzigt wurde, war mir aber nicht völlig sicher, dass es so war und hatte außerdem schlicht Angst vor dem sich erfahrungsgemäß obligatorisch anschließenden „Warum?“ des Jungen. Denn darauf hätte ich dann garantiert überhaupt keine Antwort gehabt.

Es folgten einige Fragen auf die ich zwar Ideen aber keine sicheren Antworten hatte und der Wunsch, selbst Mutter zu werden zeigte plötzlich seine ganz natürlichen Grenzen des Wollens. Ich beneidete diese Mutter nicht!

Der Knirps drehte und wendete in seinen Händen eine kleine Box. Etwas größer als eine Streichholz-Schachtel aber gleiches Prinzip. Sie war außen braun angemalt und die Lade war etwas heraus gezogen. Aus dieser Öffnung lugte eine kleine Styropor-Kugel, die mittels zweier Punkte und Striche zu einem Gesicht mutiert war. „Mama?! Sie zuckte nur noch. „Mama, sag doch mal!“ Sie drehte etwas ängstlich ihr Gesicht in Richtung Junior und fragte ihn nach dem „Was?“

„Mama, wie findest Du meinen Jesus?“ Sie fand ihn toll. Natürlich. Punkte machen war wohl in dieser Situation die einzige, wirkliche Chance, die sie überhaupt hatte. „Wirklich GANZ, GANZ toll hast Du das gemacht!“ log sie … offensichtlich. Denn ihr Blick auf die Zuhörer verriet die Entschuldigung für diese Antwort. Somit schien Jesus auch abgehakt.

Nun beschäftigte den Jungen die Frage nach Josef und Maria. Ich muss gestehen, dass in mir die Spannung zum Zerbersten wuchs. In der Mutter offensichtlich auch. Sie versuchte, ihren Sohn mit allen möglichen Themen abzulenken doch er blieb stur. Als er wissen wollte, warum es „Jungfrau Maria“ heißt, lehnte ICH mich in gespannter Entspanntheit lächelnd zurück und harrte. Doch leider, leider: In dem Moment stiegen beide aus.

AUSGERECHNET IN DIESEM MOMENT?

Die Antwort … oder überhaupt eine Reaktion darauf … hätte ich zu gern mitbekommen. Immerhin ist der Lütte schätzungsweise im Vorschul- oder Schulalter. Somit dürfte in absehbarer Zeit das Thema „Blümchen und Bienchen“ abgehakt sein um sinnvoller Weise durch echte Aufklärung abgelöst zu werden. Und wie sinnig ist es, einem Kind in diesem Alter noch zu erklären, dass die Bibel behauptet, eine Jungfrau habe Jesus geboren?

Mensch, ich war so gespannt. DIE Antwort hätte ich zu gern noch gehört!

© skriptum


Allen meinen hiesigen Lieben wünsche ich einen verzaubert schönen Heiligabend! Den nicht Hiesigen wünsche ich ihn nachher persönlich! ;o)

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Vor ein paar Jahren kam der „Witz“ auf, „Wenn nur 10 Prozent aller Unfälle von Fahrern verursacht werden, die unter Alkoholeinfluss stehen, müssen doch die anderen 90 Prozent von der Straße!“. Das kann man so natürlich nur schwer stehen lassen. Denn die verbleibenden 90 Prozent setzen sich aus vielen Gruppen und Faktoren zusammen. Beispielsweise aus Übermüdung, Drogeneinfluss, Raserei oder schlicht Dummheit.

Was mir nach wie vor und immer wieder gegen den Strich geht ist, dass es offensichtlich zum erklärten Schwerpunkt der Medien gehört, Senioren für Unfälle pauschal verantwortlich zu machen. Immer wieder kommt diese völlig sinnfreie Diskussion auf, Senioren den Führerschein ab dem Alter X einfach abzunehmen oder sie permanent erneut zu prüfen, ob sie tatsächlich noch fahrtüchtig sind. Das ärgert mich maßlos.

Um das potentiell zu widerlegen suchte ich mittlerweile einige Zeit nach einer Unfallstatistik, aus der die einzelnen Altersgruppen hervor gehen. Leider ohne Erfolg (vielleicht hat eine/r von Euch mehr Glück?). Was ich fand waren ein paar Artikel und Berichte, wovon ich lediglich zwei verlinken und im Ausschnitt zitieren möchte:

DEKRA SafetyCheck 2010 – Kostenloser Boxenstopp für junge Fahrer (Stuttgart, 10. Mai 2010)
Junge Autofahrer sind doppelt so häufig an schweren Verkehrsunfällen beteiligt wie andere Fahrer. [Quelle]

und

Senioren am Steuer sind besser als ihr Ruf: Ältere Autofahrer sind offenbar besser als viele denken. Das geht aus einer Analyse einer Unfallstatistik hervor […] Demnach sind ältere Verkehrsteilnehmer nicht häufiger Unfallverursacher als Fahrer jüngeren Alters. Dagegen sind ältere Menschen aber überdurchschnittlich häufig Opfer von Verkehrsunfällen […] weniger als 11 Prozent aller Unfälle würden durch Senioren verursacht. [Quelle]

Hier nun alle Links einzustellen, die ich gefunden habe, nebst den entsprechenden Textpassagen, würde vermutlich den Account sprengen. Ich stelle einfach bei Interesse eigene Recherche anheim und fasse grob zusammen:

– Bei (2009) ca. 12 % aller Unfälle ist Alkohol im Spiel
– Weniger als 11 % aller Unfälle wurden von Senioren verursacht
– An weit mehr als 20 % aller Unfälle sind sog. „junge Erwachsene“ beteiligt.

Die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss hat sich also relativ konstant gehalten. Dass Senioren die Hauptverursacher von Verkehrsunfällen sind, stellt sich wieder einmal und nach wie vor als Unsinn heraus. Und dass die tatsächlich größte Gruppe der Verkehrsunfall-Verursacher Jugendliche sind, darf von den Medien natürlich nicht thematisiert werden. Immerhin wird ja nach wie vor an dem Gedanken herum gekaut, Jugendlichen im Alter ab 15, möglicherweise sogar bereits ab 14 Jahren, die aktive Teilnahme mit einem Auto am Straßenverkehr zu erlauben. Da wäre eine korrekte Darstellung der Unfallzahlen natürlich hinderlich. Es lebe der investigative Journalismus! *bravo

Manchmal habe ich das Gefühl, dieses Land wird fast ausschließlich von Geisteskranken „gelenkt“ und mitunter noch wesentlich Verwirrtere berichten darüber …

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