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Posts Tagged ‘treiben’

Strebend schwebend
Treibend schreibend

Dem schwebenden Treiben
als schreibendes Streben

Schreiben und treiben
ohne Worte und Sinn

Unsinn der Worte
wo gehör’n sie schon hin

Und letztendlich frag’ ich mich

… nichts.

© skriptum

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Bäume und Sträucher
werden lichter

Das Blattwerk sinkt

Bodenlos

Um sich zu sammeln und mit dem Wind
in ungeahnte Weiten treiben zu lassen

Bodenflug im Herbstgewirbel

Und nur die Sonne schaut zu*

IndianSummer3-400-200

* Und ich! Heimlich, still und leise, versteht sich!

© skriptum

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Lange bevor die Zukunft beginnt,
uns die Vergangenheit zu nehmen,
werden wir unsere Erinnerungen
an die unvergessliche Gegenwart
zu begraben gewusst haben.

Das Alte kommt, wenn das Neue geht.
Und irgendwo dazwischen
suchen wir vierblättrigen Klee,
um den Norden in unseren Gefühlen
ein Stück weit gen Süden zu treiben.

Die Wärme des Augenblicks
wird uns unaufhaltsam halten,
solange der Klang unserer Ruhelosigkeit
dem Hall der Vergänglichkeit
noch nicht erliegen musste.

Wir hören auf die Stimmen,
welche sich lautstark schweigend
über unsere Gedanken erheben,
um sich im nächsten Moment
auf jedes nicht gesagte Wort zu legen.

Ich halte dich sprachlos
während du mühsam versuchst
mir die Tiefe deines Blickes
verbergend beschämt
mit Leichtigkeit zu entziehen.

Die Augen geschlossen haltend
sehen wir blind in das Licht,
um die Ruhe der Rastlosigkeit
für diesen einen Moment nicht zu stören,
während wir uns einfach küssen.

© skriptum

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Langsam neigt sich der Tag dem Ende. Die Steine der Terrasse sind warm. Längst wird das Licht der Sonne dünner und doch wärmt ihre verbleibende Kraft den Boden und alles auf ihm Befindliche.

Es ist schön. Schön, hier draußen zu sitzen. So ruhig. Die Vögel zwitschern und fliegen aufgeregt an mir vorbei. Ich atme durch. Ganz tief. In mir endlich Ruhe. Endlich. Ich habe Kraft für die Nacht. Eine Nacht voller Träume und Sehnsüchte. Eine Nacht voller Erfüllung und Ziele. Voller Erholung von vielem.

Ich bin ruhig. Fast eine Form von Glück macht sich in mir breit. Was man so Glück zu nennen bereit ist… Ich bin bescheiden geworden. Was ist Glück? Inneren Frieden zu finden und ihn zu bewahren? Lachende Kinderstimmen, die spielerisch zu mir rüber schwingen?

Ein nochmaliges Aufflackern der Sonne, bevor ihre letzten Strahlen von vorbei ziehenden Wolken mitgenommen werden. Etwas verschreckt schließe ich die Augen. Ich bin geblendet. Schön geblendet. Wohlig warm. Ich blinzele ihr entgegen. Sie lacht zurück.

Jemand geht am Haus vorbei und zieht etwas hinter sich her. Es macht komische Geräusche auf dem steinernen Fußweg. Ein Lächeln huscht über mein Gesicht. Geräusche von Leben. Ein Mann der weit entfernt hustet und eine Frau die ihre Kinder zum Essen rein ruft.

Ein Ballon fährt am Himmel und die Menschen winken. Ich habe auch mal dort oben gestanden. In einem Ballon. Und gewunken. Es ist schön, die Schwerelosigkeit in dem Treiben dieses Fahrzeugs zu genießen. Anders schön, als im freien Fall mit fast 200 Stundenkilometern vom Himmel zu fallen. Auch das habe ich mehrfach getan. Habe es jederzeit erneut gewollt.

Es ist so lange her…

Sie Sonne geht unter. Es wird ein wenig kühlerer. Ich umarme mich selbst um nicht diesen Platz verlassen zu müssen. Hier zu liegen und mal mit offenen und mal mit geschlossenen Augen das Rauschen der Blätter zu hören ist so schön, wie die Musik, die leise aus dem Wohnzimmer hallt.

Mir wird etwas kalt aber ich bleibe. Die Steine der Terrasse senden noch immer Wärme. Das genügt mir. Ich habe keinen Hunger, keinen Durst. Nur Frieden in mir. Jetzt bloß nicht aufstehen müssen.

Wie lange habe ich darauf gewartet, dass endlich Sommer wird. Ich will ihn nicht verpassen. Diesen Abend. Ganz und gar auskosten. Diese Wärme. Ganz und gar in mich aufnehmen. Genießen. Eine kleine Form von Glück empfinden. Einfach mal an nichts denken. Ruhig werden. Runter fahren. Ich sein und dieses Gefühl festhalten.

Die Seele baumelt. Mein Blick wandert auf das kräftige Grün der umstehenden Bäume. Ein leichter Wind bewegt die Blätter Es scheint, als wären sie auf einer großen Tanzfläche.

Laith Al-Deen beflügelt meine Sinne einmal mehr. Die Sonne kehrt zurück. Ich fühle es auf meiner Haut. Sie kann sich wohl nicht trennen. Ich genieße es und höre Worte, die mir ihre Wärme noch bewusster machen. Mehr als zuvor genießen lassen.

„Tiefer immer tiefer, tauch ich in dich ein.
Kann deine Wärme fühlen, es scheint als wären wir eins nicht zwei.
Weiter immer weiter, saug ich deine Nähe auf,
will mit deinen Sinnen spielen, und lass den Dingen ihren Lauf.
Schneller immer schneller, lösen wir uns los,
ich frag mit Händen statt mir Worten, die Antwort liegt in deinem Schoß.
Höher, immer höher, dein Puls schlägt auf mich ein,
will mich in dir auflösen, ich möchte dir noch näher sein, möchte dir noch näher sein.
Wenn die Seele den Herrn meiner Sinne besiegt,
möchte ich mit dir einsam sein.
Wenn Verstand nur allein der Begierde erliegt,
möcht ich dir noch näher sein.“

Ja, ich will ihr näher sein. Sie fühlen. Sie in mich eindringen lassen. Meinen Körper in ihren Besitz geben. Mich fallen lassen in ihren Strahlen. Ihre Wärme in mich aufsaugen und frei sein. Frei für mich. Frei für Ruhe und Geborgenheit. Friedlich in mir.

Meine Seele fliegt ihr entgegen.

Und mit diesem Frieden…

… schlafe ich ein.

© skriptum

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