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Posts Tagged ‘Ungeduld’

Wie Papierschnipsel im Wind
Gedanken wie Porzellan
meine Sinne verwirrend.

Flirren schwebend umeinander
suchend und findend
keinen Sinn ergebend.

Tänzeln nach unhörbarer Musik
gefühlsverwebte Noten
sich still vereinigend

Aufbrausende Ungeduld schweigt
schwelgend und sehnend
um sich endlich zu finden

… aneinander.

©  skriptum

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Vom Sinn und Unsinn, einen Menschen halten zu wollen, wenn er unbedingt fallen will …

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Sie war glücklich mit ihm. In diesem Mann hatte sie die Liebe ihres Lebens gefunden. Sie überschüttete ihn teilweise mit ehrlichen Liebeserklärungen, weil sie ahnte, dass er es nicht wirklich glauben konnte, dass sie ihn so liebte.

Einige Monate war ihr dieser Mann in ihrem Leben vergönnt. Es war nicht immer einfach. Viele Streitigkeiten begleiteten diesen relativ kurzen Weg. Es war schwierig, weil sie sich – wenn überhaupt – nur an den Wochenenden sehen konnten. Viele Pläne, mal mehr als 24 Stunden miteinander zu verbringen, scheiterten irgendwann sogar an oft abwendbaren Gründen. Und dennoch … sie war glücklich mit ihm. Sie wollte ihn, wie niemals einen Mann zuvor.

Bis sie ihn kennen gelernt hatte, wollte sie keine Beziehung. Absolut nicht. Dann kreuzte er ihren Weg und sie wollte … absolut … ausschließlich … ihn! Dass sie sich aufgrund der Entfernung nur an den Wochenenden sehen konnten, kam ihr einerseits sehr entgegen, da sie während der Woche genug mit ihrem Job etc. um die Ohren hatte. Andererseits war es ihr nicht genug, ihn nur 24 Stunden pro Woche genießen zu können. Sie wurde ungeduldig …

Gleich am Anfang schmiedeten beide Pläne, dass er in ihre Stadt ziehen würde. Er versprach, sich zu bewerben und sie schickte ihm Adressen und Ansprechpartner, entwickelte endlos Ideen, um ihm die Suche zu erleichtern. Die anfängliche Euphorie ließ sehr schnell nach und so wurde sie immer enttäuschter, dass aus den Plänen, im Sommer bereits ein gemeinsames Nest zu bauen, inzwischen sicher nichts mehr würde. Sie wurde ungeduldiger …

Anfänglich wurden die Jobs vernachlässigt, um den gerade gefundenen Partner so oft wie möglich genießen zu können. Dann nahmen die Jobs zwangsläufig wieder einen höheren Stellenwert ein. Irgendwann war es so weit, dass Jobs vorgeschoben wurden, so dass gar nicht mehr so viel Zeit miteinander verbracht werden konnte. Sie enttäuschte das sehr. Doch was sollte sie tun? Das Argument Job konnte sie nicht entkräften. Ihre Ungeduld wuchs …

Sie hätte sich so sehr ein Ziel gewünscht. Einfach ein Ziel, das ihr die Möglichkeit gegeben hätte, sich auf Tag X zu freuen, wenn es zwischendurch mal wieder unmöglich war, sich zu sehen. Tag X, der bedeutet hätte, endlich mit dem geliebten Menschen in der gleichen Stadt leben zu können. Einfach Tag X … selbst wenn er noch Monate auf sich hätte warten lassen. Doch dieser Tag wurde nicht definiert. Ihre Ungeduld eskalierte …

Sie versuchte, ihm ihre Gefühle, ihre Bedürfnisse und ihre Ängste zu erklären. Doch sie fand nicht die richtigen Worte. Liebe in ruhig formulierte Ungeduld gebettet kam als Angriff und Unter-Druck-Setzen bei ihm an. Als Provokation und Sarkasmus. Sie hatte es nie verletzend gemeint. Sie wollte einfach nur bekunden, dass sie ihn liebte und ihn mehr in ihrem Leben wissen wollte, als 24 Stunden pro Woche. Doch ihre wahre Message verhallte ungehört. Viele Worte – gesagt oder geschrieben – nahmen einen Weg, der sie beim Empfänger nicht im Entferntesten so ankommen ließen, wie sie tatsächlich gemeint waren … Voller Liebe … Voller Begehren … Voller … Ungeduld …

Um sich vor ihren Gefühle schützen zu können, wählte er den Weg des Ignorierens… den Weg des Ausschweigens… Der Blick seiner Augen – wenn er sie ansah – wurde leerer … die Küsse wurden kälter … der Sex wurde pflichtbewusster … seine Hände auf ihrer Haut brachten sie noch immer zum Beben doch sein Atem streichelte sie nicht mehr … er peitschte auf ihrer Haut.

Die Beziehung hatte sich trotz ihrer ehrlichen Liebe aufgrund der unterschiedlichen Intensität der Gefühle zu Tode geliebt. So konnte sie einfach nicht mehr weiter … nicht ohne ihn … aber auch nicht

mit ihm!

Forgive me, Baby, and good luck!

© skriptum

[21.05.2002]

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Ach Seelenfänger, was tust du nur?
Tauchst meine Gedanken in blaue Blumen
und färbst meine Seele laut.

Nah und fern zugleich schmecke ich den Wind!
Fühle, wie er sich sittsam in meinen Augen niederlässt
um sich zugleich zu instrumentieren.

Hörst du das Rot, so klammheimlich?
Sieh, wie es sich weise mit dem Gelb verstrickt
und in schwarzer Unschuld von dannen schreitet.

Wir sollten uns berühren, mit Seelenfäden!
Sie sich verschlingen lassen in ihrer Ungeduld
und ihnen zeigen, dass es anders geht.

Seelenfänger, hörst Du es denn nicht?
Öffne Deine Arme, nimm die Klänge der Nacht
und tanze sie ins Grün, damit sie leben.

© skriptum

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Wie naheliegende Entfernung
von Flügeln berührt
liest Du die Inschrift meiner Wortlosigkeit

Unsere Vorräte in Pandoras Büchse
sind längst verweht
wie die vertikale Zeit der Ungeduld

Sternenstaub auf nackter Haut
wie eine leichte Brise im Mondschein
die Gefühlsperlen zerspringen lässt

Im Gegenwartsmoment der Vergangenheit
streuen wir uns Sand in die Augen
und gehen dann einfach nicht nach Hause

Wie Tiefseetaucher in den Weiten des Alls
erklimmen wir die Kellertreppen des Lebens
nicht wissend wohin sie führen werden

Das schweigende Herausbrüllen verstummt
sichtbar unsichtbar verkannt
und die größte Entfernung wird plötzlich …

… greifbar.

© skriptum

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