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Posts Tagged ‘Verwirrung’

Es begab sich zu einer U(h)rzeit, die ich heutzutage als irgendwas zwischen unchristlich und Körper verletzend bezeichnen würde. 6:15 Uhr ist nun wirklich nicht die Stunde/Minute, in der ich gern auf den Wecker sehe, aus dem Bett springe und dem heran drohenden Tag freudestrahlend verkünde

„Hallo, hier bin ich; nimm mich!“.

 Insofern muss ich bezüglich der Theorie, dass „Früh-Geborene“ im späteren Leben auch Frühaufsteher sind, doch vehement vetoieren. Wie es bei mir jedoch sehr häufig oder sogar fast immer ist, wollte ich erst nicht und dann konnte es nicht schnell genug gehen. Immer das Gleiche: Weiber!

Das führte ein nicht unerhebliches Quantum an Verwirrung mit sich, was zur Folge hatte, dass ich fast auf vier (vermutlich noch Winter->) Reifen das Licht der Welt erblickt hätte. Letztendlich war meine Mum aber doch schneller als ich. Nur mein Paps kam etwas zu spät, dann aber gewaltig. Natürlich!

Letzteres hat sich bis heute kaum geändert: Meine Mum ist stets überpünktlich, mein Paps sieht das meist etwas lockerer und ich kämpfe ein ums andere Mal darum, doch zumindest einigermaßen pünktlich zu sein. Irgendwas ist ständig und natürlich sind’s in dem Punkt immer „die Anderen“. Klar!

In allen anderen Lebenslagen bemühe ich mich allerdings deutlich erfolgreicher, so dass die Schuldfrage gänzlich entfällt. Ob das auf Erfahrung oder Einsicht zurückzuführen ist, sei dahingestellt. 45 ist immerhin ein Alter, in dem Welpenschutz nicht mehr und Altersnachsicht noch nicht greift. Verdammte Selbstverantwortung!

Wieder ist ein Lebensjahr geschafft. Die Frage, ob ich mich ab heute in der zweiten Hälfte meines Lebens befinde, stellt sich nicht, da ich mich insgesamt bereits in der dritten Lebensrunde sehe. Zwei lebensgefährliche Erkrankungen haben mich nicht nur an den Rand meiner Kräfte gebracht, sondern vor allem oder zum Trost vieles gelehrt. Danke!

Einer meiner Lieblingssprüche lautet „Nicht jeder Tag in meinem Leben war schön aber jeder war auf seine Weise wichtig!“. Danach lebe ich und genieße das Leben so gut es geht. Merke ich, dass mir jemand oder etwas nicht gut tut, trenne ich mich; und das mitunter sehr rasant bis überraschend. Endgültig!

Soweit diese Konsequenz auf Akzeptanz stößt (und mit einer einzigen „nordischen“ Ausnahme tut es das), kann ich mein Leben als sehr harmonisch, erfüllt und friedlich bezeichnen. Ich habe tolle Freunde und vorbildliche Eltern. Nicht zuletzt deswegen zählen meine Eltern zu meinen allerbesten Freunden. Immer!

Insofern gibt es eigentlich gar keinen Grund, das tägliche Leben nicht schon um 6:15 Uhr zu beginnen. Jeder Tag bietet etwas Aufregendes, Inspirierendes oder sogar richtig Verlockendes. Erfahrungen reihen sich aneinander und ergänzen sich auf mitunter recht erstaunliche Weise. Also Tag:

„Hallo, hier bin ich; nimm mich!“.

Nachher! Denn ich muss gestehen, dass ich mich Dank der Vordatierung dieses Textes vermutlich bis hoffentlich noch im Reich der Träume befinde und bestenfalls leise säuselnd noch einmal in meine Decke eindrehe. Heute darf ich das. Heute bin ich die Bestimmerin in meinem Leben. Jawoll!

;o)

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Bei einem der aktuellen Projekte (ZZ 100) kann ich zwar leider aus Zeitgründen nicht teilnehmen, verfolge jedoch recht interessiert bis fasziniert, was die jeweilige Auswahl der Zahlen für “Blüten” schlägt ;o) Beispielsweise bei der Freidenkerin und bei Herrn Wortman.

Dieses Mal sind die Zahlen 4 und 69 dran und scheinen mancherorts für einige Verwirrung oder zumindest ein wenig Aufhebens zu sorgen. Das allerdings kann ich gar nicht verstehen. Es ist doch sooo einfach:

 

;o)

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Nun wird die Klage darüber, dass die deutsche Sprache immer mehr, z. B. durch Abkürzungen und Anglizismen, verstümmelt wird, lauter und lauter. Schön ist das nicht immer aber wohl auch nicht mehr aufzuhalten.

Es mag sein, dass ich nicht ganz allein mit der Ansicht stehe, dass man manches mit englischen oder sonstigen, auswärtigen Worten, besser, treffender oder einfach schöner bis komprimierter ausdrücken kann, als mit deutschen Worten. Und viele Abkürzungen machen ansich durchaus Sinn, wenn sie denn dann korrekt oder zumindest sinnvoll verwendet werden.

Ein Armutszeugnis gegen die eigene Muttersprache? Mag sein. Muss aber nicht.

Ob man die Verfremdung der eigenen Sprache gut heißt oder eben nicht, muss letztendlich jeder selbst entscheiden. Auch in diesem Punkt wird wohl eher nie einen Konsens unter allen Beteiligten zu finden sein. Ich merke jedoch bereits bei diesem kurzen Text, dass ich arg aufpassen muss, um nur deutsche Worte und weder Anglizismen noch Abkürzungen zu verwenden. Obgleich ich mich Dank der in der Überschrift enthaltenen englischen Abkürzung schon selbst zum potentiellen Narren gemacht habe.

Auf was stehe ich denn nun? Und kann ich das nicht auch in deutscher Sprache ausdrücken?

Ja klar, könnte ich. Aber dann versteht mich ja keiner …

Um was es bei dem von mir aufgeführten Kürzel „SM“ geht, hat mit meinem Handy zu tun.

Huch?!

Ne, wirklich. Mit meinem Handy mache ich es. Und mit meinem Handy kriege ich es.

An einer Übersetzung ins Deutsche für die Bezeichnung Handy versuche ich mich nur ungern. Denn auch als Mobil-Telefon beinhaltet es bereits zwei Anglizismen. Es sei denn, dass jemand gesteigerten Wert auf die Umschreibung „Bewegliches und handgerechtes Funk-Fernsprech-Gerät (BuhFFG?)“ legt. Aber ich denke, ich darf das Wort „Handy“ einfach so stehen lassen, ja? Danke!

Wo war ich?

Ach ja: Bei SM mit meinem Handy.

Nun mag der Eine oder Andere versucht sein, an etwas wohl oftmals blind als „unanständig“ Verschrieenes zu denken.

Noch immer. Zu recht oder unrecht mag jeder für sich definieren.

Aber Irrtum! Unanständig kann es gar nicht sein, weil es bereits Grundschüler täglich mehrfach machen. Und das mit vollem Einverständnis ihrer Eltern. Sonst stünde ihnen das dafür benötigte Handwerkszeug gar nicht zur Verfügung.

Womit ich erneut bei einem Handy wäre.

Verwirrung perfekt?

Fein!

Was ich im Grunde moniere, ist die falsche Benutzung von Anglizismen; vorzugsweise durch die gedankenlose Verwendung, üblicher Abkürzungen. Und genau das ist es, was den Einfluss fremder Sprachen oder auch Abkürzungen allgemein meines Erachtens überhaupt erst schlimm werden lässt.

Innerhalb der eigenen, deutschen Sprache geht es ja schon los:

Da heißt es in Pressemeldungen oftmals, dass die „Krankenkasse AOK …“. Also Krankenkasse Allgemeine Ortskrankenkasse?! Doppelt hält besser? Oder hat sich die AOK deshalb zur „Gesundheitskasse“ umbenannt? Somit wäre es die Krankenkasse Allgemeine Ortskrankenkasse Gesundheitskasse. Kasse, Kasse, Kasse machen die Kassen reichlich aber muss man es deshalb in der Namensgebung SO übertreiben?

Oder nehmen wir den „Human Immunodeficiency Virus“, was übersetzt „menschliches Immunmangel Virus“ heißt. Abgekürzt würde man es dann als MIV bezeichnen. Da dieses, ursprünglich angeblich aus Osteuropa stammende Virus jedoch inzwischen weltweite Verbreitung fand, hat man sich auf die Englische Bezeichnung HIV geeinigt. Soweit macht das ja auch Sinn. Doch warum wird immer wieder die Formulierung „HIV-Virus“ (=Human Immunodeficiency Virus-Virus) verwendet?

Letzteres ist auch mit einmal „Virus“ bereits verheerend genug! Hier könnte man jedoch zugute halten, dass es die Gefahr möglicherweise noch mehr verdeutlichen soll. Auch wenn es bei viel zu vielen Menschen dennoch und nach wie vor rein gar nichts auslöst, um dieses Virus zu wissen. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Verdoppelungen oder den Falscheinsatz von Abkürzungen zu finden, wenn man die eigentliche Bedeutung der Kürzel kennt, liest sich nicht zwingend gut. Wird aber im täglichen Sprachgebrauch einfach mal so in die Runde bis Werbung geklatscht und niemanden interessiert es. Blind benutzt und wieder falsch.

Tja. Und deshalb mache ich SM mit meinem Handy. Denn was ich damit bekomme oder verschicke ist nicht der SMS (= Short Message Service), sondern lediglich die SM (= Short Message). Und das ist wahrlich unabhängig vom Inhalt.

Aber wer denkt schon so weit, wenn es um Sexualpraktiken mit einem beweglichen und handgerechten Funk-Fernsprech-Gerät (BuhFFG!) geht, die letztendlich gar keine sind?

© skriptum

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Wahlen in Bayern und zu viele gehen hin? Mal wieder erstaunlich finde ich, wie die Presse im Vorfeld der Wahlen auf dem Weißwurschtäquator mitzieht, wenn es gilt, das schnöde Wahlvieh anzuheizen. Wer den übleren Wahlkampf führt dürfe somit bereits geklärt sein: Funk und Fernsehen. Print natürlich nicht zu vergessen. Die Spekulationen schlagen Salti und das Volk wird mit Zeilen geschlagen, die klar machen sollen, dass die CSU ihre Mehrheit verlieren könnte, womit die Bundesregierung ins Straucheln geriete und alles ganz doll schlimm würde, wenn nicht genügend Stimmen für die Christsozis abgegeben werden. Wobei ich noch nicht erkenne, was daran schlimm wäre. Ich bin allerdings auch keine Bayerin.

Wer letztendlich die Schuld an der Wahlniederlage in die Schuhe geschaufelt kriegen würde, steht allerdings höchst wahrschein- bis vermutlich schon fest: Die neue Generalsekretärin bzw. Parteimanagerin Christine Haderthauer. Ihr wirft man bereits jetzt vor, keinen „mitreißenden Wahlkampf“ organisiert zu haben. Es scheint generell unter keinem allzu guten Stern zu stehen, wenn man sich als Frau in Bayern politisch engagiert und auch noch die Frechheit besitzt, damit Erfolg zu haben. Aber da mag mein Eindruck täuschen. Oder auch nicht.

Ich hätte ja eher auf die Außenwirkung einiger Herren des blau-weiß-Staates getippt, die mit ihren Statements durchaus – mal sehr vorsichtig ausgedrückt – für Verwirrung gesorgt haben:

Zum Beispiel der vermeintliche Bundes(?)verbraucher(?)minister Horst Seehofer. Vermeintlich? Jiepp: Outete er sich doch vor ein paar Monaten klar und deutlich als … wie soll ich sagen? Volks- bzw. Kinderfeind? … als er sich vehement gegen eine Ampelkennzeichnung von Lebensmitteln aussprach. Ampel bedeutet hier Grün für gesund, Gelb für bedenklich und Rot für schädlich. Sein Argument gegen diese Kennzeichnung splittete sich sinngemäß in a) das würde der Wirtschaft schaden und b) dann würde alles was Kinder essen mit Rot gekennzeichnet sein und sie verunsichern.

Potzblitz! Dann ist es also besser, die Wirtschaft zu schützen, statt zum Nutzen des den Herrn Minister bezahlenden Volkes zu agieren? Oder zahlt die Wirtschaft besser? Ich Schelm … Auf jeden Fall scheint es besser bis lukrativer zu sein, die Kinder dieses Staates Stück für Stück zu vergiften, statt sie samt ihrer Eltern durch klar Kennzeichnung von schädlichen Lebensmitteln vor weiterem Schaden zu bewahren. Ist ja auch eine Möglichkeit, die Zahl potentieller Wähler zu minimieren. Ob das im Sinne seiner Partei ist, erlaube ich mir, dahingestellt zu lassen.

Da hatte sich Herr Ministerpräsident Günther Beckstein allerdings etwas viel Wirkungsvolleres einfallen lassen, als er kürzlich zur Eröffnung der Wiesn behauptete, nach dem Genuss von zwei Maß (= Litern) Bier könne man durchaus noch autofahren. Die Quote der potentiell zu tötenden Wähler dürfte dadurch zwar nicht unbedingt höher, aber durchaus schneller erfüllt sein, wenn Bayerns Straßen zukünftig von Besoffenen beherrscht werden.

Und dann auch noch der medienwirksame „Dirndl-Boykott“ seiner Frau, als sie sich weigerte, mit der gesetzlich vorgeschriebenen (oder verwechsele ich da etwas?) Bekleidung zum Oktoberfest zu erscheinen. War ihr denn nicht klar, dass ein Wahlsieg der CSU maßgeblich davon abhängt, dass sie ein Dirndl trägt? Ah nein, Moment: Völliger Quatsch und total falsche Denkrichtung. Bei Frau Beckstein handelt es sich ja um eine Frau. Eine Frau in Bayern. Eine Frau am Rande der bayerischen Politik. Es geht also viel einfacher: Siehe oben = Frauen in der bayerischen Politik.

Den früheren CSU-Parteichef Edmund Stoiber hatte man ja vorsichtshalber bereits durch Weglobung nach Brüssel in die EU-Pleiten-Pech-und-Pannen-Zentrale entsorgt. Muschi wird ihm dabei bestimmt ganz doll die Stange halten.

Dann wäre da noch der CSU-Vorsitzende Erwin Huber. Zwar ist es unter anderem ihm zu verdanken, dass dieses Land von Herrn Stoiber erlöst wurde, der rhetorisch als recht talentfrei zu bezeichnende Chef der CSU (ist das Bedingung für diesen Job?) kann aber ansonsten keinen allzu guten Start machen. Allein seine Zitate „Unsere politischen Wahlerfolge fußen zum größten Teil auf der politischen Klugheit der Frauen“ und „Wir haben das modernste Frauenbild aller Parteien.“ sowie „Ohne Frauen werden wir nicht die große Volkspartei bleiben“ dürften ihm über kurz oder lang den Hals brechen. Denn – siehe oben: Frauen in der bayerischen Politik.

Da scheint der arme Herr Huber im Hinblick auf Frauen in der CSU, insbesondere wenn es um benötigte, sperrangelweit offen stehende Hintertürchen für spätere Schuldzuweisungen geht, irgendwas ganz und gar nicht verstanden zu haben. So wird das auf Dauer nix. Und wenn tatsächlich 9, 3 Millionen Wahlberechtigte Bayern dieser Tage mit Spam-Attacken ***1 via SMS bombardiert werden, mit der Aussage „Bitte weitersenden: Sonntag wählen! Bayern bleibt nur mit der CSU Spitze! FDP und FW helfen Rot-Grün-Links. Keine Experimente. Beide Stimmen für die CSU“, werden sich vermutlich mindestens 9, 2 Millionen Wähler bestenfalls noch an den Kopf fassen. Aber immerhin wissen sie dann, für was ein Teil der Parteienfinanzierung (S. 5+6) ***2 rausgeschmissen wird.

Beim Anblick dieser Zahlen kann jedoch eigentlich jedem Bürger dieses Staates nur noch schlecht werden. Egal ob in Bayern oder anderswo, egal ob Mann oder General-Schuldige = Frau. Sollte der sich nach Kenntnis dieser Zahlen mutmaßlich einstellende Schwindel und Brechreiz rechtzeitig nachlassen, gehen sie vielleicht zur Wahl. Oder baden.

Oder beides … grübeln

© skriptum

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***1 http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,580797,00.html

***2 http://www.bundestag.de/parlament/funktion/finanz/festsetz_staatl_mittel/finanz_07.pdf

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