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Posts Tagged ‘Wecker’

 

Ich kann mich einfach nicht entscheiden. Womit soll ich nur anfangen?

Damit, dass es auf dieser Welt doch eine Weckvorrichtung gibt, die keine Sekunde Verzögerung zulässt, bis ich nicht nur die Augen aufschlage (mit Karacho!), sondern zeitgleich senkrecht neben meinem Bett stehe? Toll wäre es, wenn man das noch exakter terminieren könnte. Oder fange ich besser damit an, dass ein männlicher Vorname ab sofort auf meiner „ich will das nie wieder hören“-Liste steht?

Ich könnte auch damit anfangen, dass ich durch den unvermittelten Einsatz von Schlagbohrmaschinen noch aus meiner Zeit beim Sender massiv geschädigt bin. Im alt ehrwürdigen Anzeiger Hochhaus in Hannover musste seinerzeit die gesamte Fassade aufgebohrt werden. Stück für Stück für Stück für Stück. Das kam zwar unserer Telefonrechnung zugute, da sowieso kein Wort zu verstehen war, zerrte aber gewaltig an den Nerven. Geht das über Monate und spielt sich gefühlthört komplett direkt vor dem eigenen Fenster ab, ist man irgendwann fast reif für die Klapse.

Mittlerweile arbeite ich seit ungefähr sieben Jahren zuhause. Dass es in diesem Wohnpark aus mir noch nicht nachvollziehbaren Gründen ständig lauter zu werden scheint, ist eine Sache. Dass ich heute früh, ausgesprochen unsanft und ohne Ankündigung, von einer Schlagbohrmaschine und der damit unvermeidlich verbundenen Geräuschpegelerhöhung bei Einführung in festes Mauerwerk geweckt wurde, ist eine andere. Von dem Umstand, dass völlig unvermittelt das Bett anfing zu vibrieren, einmal ganz abgesehen (keinen Spruch jetzt! *g).

War es der gellende Schrei, der mich aus meinen Träumen riss? Sowas kann ja etwas Gutes haben. Allerdings zukünftig bitte nie wieder, wenn ich gerade einmal drei Stunden geschlafen habe. Denn das anschließende Einschlafen, insbesondere wenn über Stunden mit Schlag gebohrt wird, gestaltet sich doch recht desaströs bis unmöglich. Eher das Letztere.

Vielleicht hat mich aber doch die Tatsache stutzen lassen, dass sich plötzlich etwas an meinem Balkon vorbei nach oben bewegte? Das ist im zweiten Stock nicht so ganz an der Tagesordnung. Und selbst im Halbschlaf, oder in dem Fall vermutlich bestenfalls 1/17-Schlaf, war ich mir sicher, dass bis gestern Abend an der Brüstung noch keine Leiter stand. Bei genauerer Betrachtung waren es sogar zwei: Eine, damit Wesen aller Art hoch und runter klettern konnten und eine zweite zum Transportieren von Lasten.

Ich habe die putzwunderliche Eigenart, gern vorab informiert zu werden, wenn etwas veranstaltet wird, was für mir unbekannte Menschen eine potentielle Einstiegsmöglichkeit über meinen Balkon in meine Wohnung schafft. Menschen, die ich definitiv nicht in meiner Kemenate haben will. Das mag ein Tick, eine Marotte oder einfach eine Macke sein. Zur Pflege meines Wohlgefühls halte ich es jedoch für zwingend erforderlich. Leider scheint das nicht jeder so zu sehen. Nö, warum auch?! Wenn es nicht die eigene Wohnung ist, die für Einbrecher & Co. zum Einstieg freigegeben wird, ist das ja auch nicht so relevant, hm?!

Nun sind Schlagbohrmaschinen ja relativ laut. Diejenigen, die mit diesen Höllenmaschinen arbeiten, tragen üblicherweise einen Ohrenschutz. Diejenigen, die von den Dingern aus dem Schlaf gerissen werden, üblicherweise nicht. Gleiches trifft auf den Einsatz von Laubsaugern zu. Wenn diese bei einem tendenziellen Hof-Charakter gleichzeitig in einer Stückzahl von sechs eingesetzt werden, muss ich vermutlich den damit verbundenen Lärmpegel nicht näher erläutern. Die sechs Laubsaugerhalter trugen auch Ohrenschützer, ich nicht.

Der Schlagbohrmaschinenbediener da über mir trägt vermutlich ebenfalls Ohrenschützer. Woher ich das weiß? Weil ich ca. eine viertel Stunde benötigt habe, um zu ergründen, was sein permanent gekrähtes „DÄÄÄÄLÄÄÄÄÄÄÄ!!!!!!!!!!“ sein soll. Ich befürchtete schon, er hätte sich in den Fuß gebohrt. Aber Irrtum: Er brüllte nur alle paar Sekunden nach seinem Kollegen „Detlev“. Der wiederum schien sich weder in Ruf- noch in Brüllweite aufzuhalten, was eine mehrfache Wiederholung von „DÄÄÄÄLÄÄÄÄÄÄÄ!!!!!!!!!!“ notwendig zu machen schien. Ich bin ja in solchen Fällen für den Einsatz von Funkgeräten. Aber mich fragt ja wieder keiner.

Ich Dummerchen dachte, dass der Schlagbohrmaschinenbediener möglicherweise irgendwas vergessen hätte, was ihm „DÄÄÄÄLÄÄÄÄÄÄÄ!!!!!!!!!!“ über einen der Zufahrtsgangswege, vorbei an meinem Balkon, rauf auf den darüberliegenden, schicken oder bringen soll. Aber nein, wie blöd, darum ging es natürlich nicht: „DÄÄÄÄLÄÄÄÄÄÄÄ!!!!!!!!!!“ sollte den Schlagbohrmaschinenbediener mal fotografieren. Ich könnte jetzt fragen, wozu. Für Bewerbungsfotos? Soll ich ihm sagen, dass er dafür keine Fotos mehr braucht?

Warum? Weil ich jetzt von zehn runterzählen werde. Wenn dann noch ein einziges Mal „DÄÄÄÄLÄÄÄÄÄÄÄ!!!!!!!!!!“ kommt, hat sich für den Guten jede Form von Bewerbung vorerst sowieso erledigt: Mit zwei gebrochenen Beinen und Armen, sowie diversen Rippenprellungen arbeitet es sich schlecht als Bauarbeiter. Wenn die über Leitern vom Erdboden in den dritten Stock, vorbei an meinem in der zweiten Etage liegenden Balkon, kommen, werde ich es vermögen, ab zweiter Etage aufzusteigen und das eine Stockwerk hochzuklettern. Und dann sei ihm welche höher Macht auch immer gnädig … Dann helfen ihm auch die soeben von „DÄÄÄÄLÄÄÄÄÄÄÄ!!!!!!!!!!“ (noch 9!) angeforderten Knieschoner nix mehr!

Ich weiß noch, wie diese Firma das letzte Mal vor zwei Jahren hier war. Ohne jede Ankündigung war plötzlich das gesamte Haus eingerüstet. Das war für potentielle Überraschungsgäste natürlich noch viel bequemer, als heute diese dusseligen zwei Leitern. Damals gab es keinen „DÄÄÄÄLÄÄÄÄÄÄÄ!!!!!!!!!!“, dafür einen „UWÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ!!!!!!!!!!“. Letzterer klärte seine Kollegin, die nicht gemerkt hatte, dass er unter ihr saß (Sachen gibt’s … *tse) darüber auf, dass sie langsam machen solle, sonst müssten sie noch auf eine andere Baustelle. Er meinte natürlich das Arbeiten … oder das, was sie darunter verstanden.

Wer jetzt jedoch vermutet, dass die beiden besonders gründlich gearbeitet hätten, der irrt. „UWÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ!!!!!!!!!!“ machte seinerzeit ganz in Ruhe bis zum Feierabend Päusken auf meinem Balkon. Ihm dazu einen Kaffee anzubieten, hatte ich mir gerade noch verkniffen. Auch hatte ich darauf verzichtet, ihm ein Polster für den Stuhl (oder zwei, falls seine Kollegin runterkommen wollte) herauszugeben und eine Tischdecke aufzulegen. Das war aber auch nicht notwendig; er fühlte sich offensichtlich auch so, ungefragt sauwohl auf MEINEM Balkon!

Die heutigen Arbeiten ergeben sich aus dem Umstand, dass beim letzten Mal saumäßig gepfuscht worden war und die Firma nun nacharbeiten muss. Oder findet Ihr rote Außen-Klinker schön, an denen bei jedem Regen weiße Farbe herunterläuft, die möglicherweise (nur eine Vermutung, ich bin ja kein Fachmann) gar nicht für die Verwendung im Freien geeignet ist? Ich nicht. Den Einsatz von Schlagbohrmaschinen, wenn ich gerade mal drei Stunden geschlafen habe, finde ich allerdings auch nicht so prall. Und dass „DÄÄÄÄLÄÄÄÄÄÄÄ!!!!!!!!!!“ (noch 8!) eine „doofe Logik“ hat, interessiert mich nicht einmal wenig.

Mittlerweile scheinen sie abzubauen. Allerdings haben sie gerade innerhalb der Diskussion mit einem meiner Nachbarn angedroht, morgen wiederzukommen. Herr Nachbar macht sich (wohlwissend vom letzten Mal?) Sorgen um seine (wirklich!) wunderschönen Rosenbeete an seiner Terrasse. Dort werden dann wohl morgen irgendwann mittenrein zwei Leitern gestellt. Da kennen die Kumpel ja nix. Ist ja auch nicht ihrs, müssen sie ja nicht schonen. Und Nacharbeiten, die doch schon nach zwei Jahren erfolgen … Ja nun, da muss man ja um einen Tag nicht pingelig werden.

Man könnte sich jetzt die Frage stellen, warum die auf der linken Seite des Hauses nicht gleich weiter machen. Es ist erst kurz nach 12 Uhr mittags und dann wären sie an einem Tag fertig. Anscheinend haben sie aber schon Feierabend. Super! Eine Leiter haben sie bis auf die erste Etage eingezogen. Die Nachbarin wird sich freuen. Der zweite Direkt-Zugang auf meinen Balkon steht da nach wie vor. Kann man eine ca. 10 Meter lange Leiter durch Antippen umkippen? Wenn es sein muss, kann ich auch ganz doll tippen! Vielleicht gucke ich gleich mal, wo sie dann landen würde.

Vermutlich haben die Typen einfach viel mehr Spaß daran, mich morgen früh wieder zu absolut unchristlicher Zeit mit einer Schlagbohrmaschinen-Attacke aus dem Schlaf zu reißen, statt die Nummer an einem Tag durchzuziehen. Im Moment ist die plötzliche Ruhe einfach nur unheimlich. Könnte mich bitte mal einer von Euch völlig unvermittelt anbrüllen? Ich spendiere auch einen Kaffee auf meinem Balkon. Und bis morgen früh könnte ich mir eine Schrotflinte besorgen. Wenigstens das werde ich wohl im Verlauf des restlichen Tages entscheiden …

Oh, ich höre gerade, dass es doch heute noch weitergeht. Allerdings auf meiner, nicht auf der anderen Hausseite. „DÄÄÄÄLÄÄÄÄÄÄÄ!!!!!!!!!!“ (noch 7!) soll vier halbe Eimer irgendwas besorgen. Ob ich rausgehe und verrate, dass zwei ganze Eimer dem Transport zuträglicher wären? Nein, dann wird mein Kaffee kalt und ich muss auch erstmal los. Vielleicht sind sie durch, bis ich wieder da bin und wenn nicht, quäle ich Euch vielleicht mit weiteren Berichten. Nur nicht heute. Ich muss unbedingt ganz früh ins Bett. Wer weiß, wann ich morgen geweckt werde?!

 

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Wie kann man nur so müde sein? Kein Satz von ihm, der nicht von einem Gähnen zumindest begleitet wurde. Die hundemüde Antwort auf meine lächelnde Frage, ob ich ihn langweile, quittierte er mit einem erneuten Gähnen und so gingen wir schlafen.

In dieser Nacht dauerte es nicht lange, bis er anfing zu schnarchen. Das ist für mich immer wieder das schönst mögliche Signal, mich jetzt auch meinen Träumen hinzugeben. Wohliger kann ich kaum einschlafen, als sein Schnorcheln ganz nah bei mir zu hören. Und so müde wie er war, hätte ich in meinen kühnsten Träumen nicht damit gerechnet, dass dies die Nacht des blanken Terrors werden würde. Kaum war ich Millisekunden vor dem Einschlafen ging’s los:

Sein Arm, in den ich mich gekuschelt hatte, zuckte. Ich dachte, dass er ihn vielleicht gern zurück hätte und wollte ihn frei geben. Doch plötzlich lag er wieder ganz ruhig da und so versuchte ich erneut, einzuschlafen. Doch warum zuckte er plötzlich mit den Füßen? Ich ignorierte es einfach und entschwand ins Reich der Träume.

Es muss kurz danach gewesen sein, als er wieder nervös zuckte. Meine Frage, ob das heute noch was mit Schlafen wird, beantwortete er mit einer wilden Kratzorgie – irgendwo in Richtung Fußbereich. Auch das Knie und der Kopf kamen bei dieser Aktion nicht zu kurz. Lag ich mit einem Affen in Bett oder was?

Plötzlich wieder Ruhe. Ich war gerade dabei einzunicken, als ich glaubte, skalpiert zu werden. Ja, kann’s denn wahr sein? Dieser Knispel. Was hat er denn jetzt schon wieder? Na klasse, seine Uhr … in meinen Haaren … Könnte er jetzt bitte mal aufhören, an meinem Kopf rumzuziehen? Wenn ich nicht so dermaßen müde wäre, würde ich jetzt was sagen. Aber meine Stimme versagt mir einfach den Dienst. Versuche ich eben einfach nooochmal, einzuschlafen.

Und was zuckt ER jetzt hier nervös rum? ICH bin gerade skalpiert worden. Zucke ich? Nein. Ich will jetzt nur endlich SCHLAFEN!!! Hallo? Was soll DAS denn nun? Warum dreht er wie ein Irrer seinen Kopf im Kissen hin und her? Träumt er vom Tennis oder was? Ja ganz toll … Jetzt kommen von seinem Rumgezappel auch noch 100 cm Kuscheltier auf mich zuge … ah! Abgefangen … Man gut, dass er noch wach war. Nein! WAS WAR DAS DENN??? Ach ja, die Weingläser. Na danke. Bis morgen früh dürfte sich der Rotwein mit dem Teppich vereinigt haben. Schön, morgens aufzustehen und als erstes in etwas Nasses zu treten! Na ja, vielleicht ist das Ansporn genug, dass er sich nun endlich um die längst versprochenen Nachttische kümmert.

So, war‘s das jetzt für diese Nacht mit Special-Effects oder was? Langsam reicht es echt. Boah! Und mein Kopf tut weh. Er hat mich echt skalpiert … Na warte!

Das dürfte es ja wohl jetzt gewesen sein, oder? Vorhin war nicht ein einziger Satz möglich, ohne dass er mich breit angegähnt hat. Langsam dürfte doch wohl seine Energie, mich mitten in meinem Urlaub neurotisch vom Schlafen abzuhalten, erschöpft sein.

WAS IST DENN JETZT SCHON WIEDER? Was nestelt er denn nun noch an der Bettdecke rum? Kann jetzt endlich mal Ruhe sein? Nö, wohl nicht. Was will er denn jetzt noch? Warum schubbert er mit seinem Fuß an meinem Bein rum? „AUTSCH! MANN! Willst Du Deine Fußnägel eigentlich so lange wachsen lassen, bis das Guinness-Buch einen Antrag auf Rekord-Veröffentlichung stellt? Oder was?“ Gleich werde ich echt sauer. Okay, letzter Schlaf-Versuch, bevor ich ihn einfach umbringe …

Oh man, und ständig dieses Krachen lassen seiner Knochen. Toll! Kopfkratzen, Decke wenden. Jetzt bleibt ja wohl kaum noch was, um mich vom Schlafen abzuhalten, oder? Also Ruhe jetzt und guuuuute Nacht! Mal sehen, ob er nun endlich still liegen wird. Ein letzter Versuch, mich bei ihm anzukuscheln …

Nein. Nein, nein, nein, nein, NEIN! WAS IST JETZT NOCH? Ich gebe es auf. Wo will er denn jetzt hin? Warum steht er nicht einfach auf? Wäre wohl zu einfach. Stattdessen kriecht er wie eine Schnecke im Bett rum. Letztendlich wird er doch sowieso aufstehen. Warum nicht kurz und schmerzlos? AUTSCH! Nicht schmerzvoll … oh man, mein Bein. Er hasst mich … er MUSS mich hassen. Warum sonst sollte er versuchen, mich durch Schlafentzug zu töten und mich im Rahmen des Abschlusses dieses Vorhabens vollends zu verstümmeln? Warum sonst?

Entschuldigung … ja toll. Das hilft mir jetzt auch nicht so ganz direkt weiter. Darf ich jetzt bitte endlich schlafen, ja? Danke! Oh nein, ist er jetzt auch noch in die Scherben der Weingläser getreten? Kann nicht wahr sein. Kann wirklich nicht wahr sein. Wie kann ein einzelner Mensch so paddelig sein? WIE? Ich fasse es nicht! Aber: Respekt. Ich glaube, ICH hätte gefiept oder so. Er trägt es wie ein Mann. Na endlich, er geht ins Badezimmer. Ruhe! Ich darf endlich schlafen … darf ich?

Nein! Natürlich nicht. Was randaliert er denn nun noch im Badezimmer rum? Oh je … das Regal. DAS fehlt jetzt noch. Wehe, wenn er in seiner diesnächtlichen Paddeligkeit auch noch das Regal umschmeißt. Wie ruhig kann Frau eigentlich in einer solchen Nacht bleiben? Stehe ich auf und sehe nach, was er angestellt hat? Nö! Das soll er mal schön selber in Ordnung bringen. Was war denn DAS für ein Geräusch? Doch noch irgendwas umgefallen? Egal, ich will jetzt endlich einfach schlafen. Mal sehen, ob ich seiner Geräusch-Kulisse mittels meiner Bettdecke über meinem Kopf entgehen kann.

Gut, dass ich ausschlafen kann. Ist ja wenigstens eine reelle Chance, den Tag zur Nacht zu machen. Ich muss mir nur noch was einfallen lassen, wie ich ihn wenigstens für ein paar Stunden aus dem Haus bekomme. Und dann schlafen … nur noch und endlich schlaaaafen!

Der Wecker … ich bringe ihn um! Warum stellt er diesen verdammten Wecker? Wo ist das Mistding? Da. Na warte … komm DU mir in die Nähe des Bettes! Und jetzt auch noch … oh nein … Das Regal … das WAR das Regal … Wo ist … DA ist er. Mal sehen, ob er fangen kann … Na klasse! Jetzt hängt die Steckdose auch noch am Kabel. Tja Babe, hättest sie vielleicht doch mal reparieren sollen. Gleich lach ich mich kaputt … Oh verdammt, warum weicht er denn aus? Nein! Der Fernseher … Wecker in Fernseher … merken: Kommt nicht gut! Na ja, im Wohnzimmer haben wir ja noch einen zweiten.

Mist! Das war jetzt wohl mein Fehler. Ich versuch’s mal einfach mit Decke über den Kopf ziehen. Es soll ja zwischen Himmel und Erde möglich sein, irgendwann einfach vor Erschöpfung einzuschlafen … Ich tu‘ einfach so, als hätte ich es nicht bemerkt. Hauptsache, er gibt jetzt endlich Ruhe!

Warum. Warum zum Henker riecht es hier nach meinem Parfum? Ist er jetzt völlig durchgedreht? Ich glaube, damit hätte ich dann ein wirklich ernstes Problem. ER mit MEINEM Parfum? Och nö … bitte nicht. Egal. Ich bin hundemüde. Ich MUSS jetzt schlafen! Hoffentlich gibt er jetzt endlich Ruhe!

Er zieht sich an … er zieht sich tatsächlich an. Es gibt DOCH einen Gott! Er geht weg. Wo will er bloß heute um diese Zeit hin? Und warum stöhnt er so rum? Poh, kann er abends seine Klamotten nicht in den Wäschekorb schmeißen? Jetzt zieht er die gleichen Plünnen nochmal an … Na ja, wem’s gefällt. Boah! WASCHEN, Babe. Waschen ist meist ein trefflicher Trick, um den Deo-Verbrauch nicht ins Unermessliche zu steigern. Igitt! Stinkt das … Wie soll ich dabei bloß schlafen?

Die Tür. Ich glaub’s ja nicht. Er hat die Tür zugezogen. Hat er überhaupt seine Schlüssel mitgenommen? Honey, glaub bloß nicht, dass ich Dich freiwillig jemals wieder ins Haus lasse.

Ruhe … wow, ist das ein schöne Geräusch … KEIN Geräusch. Er ist echt weggegangen. Ich kann schlafen. Kann ich? Klasse, jetzt bin ich wach. Okay, Kaffee trinken und erstmal durchatmen. Wie spät ist es eigentlich? WAS? Erst halb sieben?

Ha! Ich lach mich kaputt. Da liegt sein Hausschlüssel, Autoschlüssel, Handy, Ziggis … er hat alles vergessen! Ist er auf der Flucht? Was will er draußen schon so früh? Und vor allem: Warum am Sonntag?

© skriptum
(05/2003)

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Bei April fand ich dieses Stöckchen, was sie (von) kurzbemerkt beantwortete. Das mache ich natürlich auch gern:

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Du führst ein Tagebuch: Nein! Bloß keine unnötigen Beweismittel schaffen! ;o) Kalender und Blog zählen auch? Dann doch.

Du kochst gerne: Ja. Allerdings muss ich damit niemandem etwas beweisen; Hauptsache es schmeckt.

Du treibst regelmäßig Sport: Aktuell nicht. Früher habe ich im Hochleistungssport getanzt und wenn ich Ski fahre sind die Beinmuskeln sofort wieder da. Geprägt hat es also schon. Aber aktiv verleitet es mich zu nix.

Du kritzelst beim Telefonieren vor dich hin: Ne, ich als ziemlicher Telefonmuffel bin meist froh, wenn es geschafft ist.

Du hast im letzen Monat ein Buch gelesen: Leider nein. Mein „Balkonstapel“ ist mittlerweile auf sechs dicke Wälzer angewachsen. Bedauerlicherweise fehlt mir im Moment die Zeit.

Du ersetzt das Toilettenpapier sofort: Klar; sonst macht es ja keiner.

Du magst Kreuzworträtsel: Nein.

Du warst auf dem Eiffelturm: Jou, bei strömendem Regen und kaputten Fahrstühlen. Wiederholungsbedarf = Null. Zumindest unter den Bedingungen.

Du hast ein Geheimnis, das du noch niemanden anvertraut hast: Nicht dass ich wüsste. Vielleicht halte ich es sogar vor mir geheim? ;o)

Du schnarchst: Keine Ahnung, ich schlafe allein.

Du liest auf der Toilette: Nein.

Krank sein ist wie Urlaub: Ne, ganz sicher nicht. Wenn ich beginne, mich als krank zu bezeichnen, liegen andere schon auf der Intensivstation. Mit Urlaub hat das dann rein gar nichts zu tun.

Du hast oft Besuch: Ja

Du magst Amerika: Ja; vor allem San Francisco!

Du kannst dir Witze merken: Eher nicht.

Du spielst Karten: Früher habe ich mit meiner Großmutter viel Karten gespielt. Aber inzwischen seit Jahren nicht mehr.

Du faltest deine Unterwäsche: Jou, sonst passt sie nicht in den Schrank.

Du sprichst im Schlaf: Keine Ahnung. Vielleicht in den Schnarchpausen? *gg

Du isst schnell: Oftmals, ja leider. Ich esse nicht gern allein. Vielleicht liegt es daran.

Du wanderst gerne: Spazieren gehe ich gern aber so richtig wandern eher nicht.

Du telefonierst gerne: Auf einer Skala von 1 (bäh!) bis 10 (super) findet sich Telefonieren bei mir ungefähr bei 1,5.

Du stellst deine Uhr ein paar Minuten vor: Meine Uhr nicht aber mein Wecker ist seiner Zeit (oder meiner?) immer voraus.

Du kommst immer zu spät: Leider ja; fast immer. Aber definitiv immer sind andere die Verursacher. Ist klar, oder? ;o)

Du hast oft Kopfschmerzen: Das ist zum Glück vorbei.

Du rauchst: Ja.

Es gibt ein Nacktfoto von dir: Ja, eines. Als ca. Vierjährige in der Badewanne.

Du kannst pfeifen: Das. Und drauf auch! ;)

Du schreibst regelmäßig Briefe: E-Mails liegen mir mehr. Geht schneller. Obwohl Briefe besser sind: Sie können nicht gefälscht werden, bevor sie ungefragt und widerrechtlich weiter gesendet werden.

Du glaubst an Vorbestimmung: In gewisser Weise ja.

Du putzt dir dreimal täglich die Zähne: Mindestens zweimal.

Es gibt etwas, was du gerne Beichten möchtest: Hier und jetzt? Ganz sicher nicht! *g

Du kaust an den Fingernägeln: Nein. Das wäre inkompatibel zur Länge! ;)

Du bist Vegetarier: Och, nöööö.

Du hast alleine in einem Restaurant gegessen: Als ich mal allein im Urlaub war mag das mal vorgekommen sein, ja.

Du bist allein ins Kino gegangen: Nein

Du bist allein in Urlaub gefahren: Ja.

Du entschuldigst dich, wenn du glaubst, im Unrecht zu sein: Natürlich. Das erwarte ich im umgekehrten Fall ja auch.

Du hebst Briefe und Postkarten auf: Ooooh ja!

Du hast deinen Eltern schon mal Geld gestohlen: Nein.

Du hast oft das letzte Wort: Nur wenn ich mehr zu sagen habe als der Andere.

Du gibst Obdachlosen Geld: Das kommt vor, ja.

Du lässt dich gerne fotografieren: Bedingt. Das kommt sehr auf meine Stimmung an.

Das Leben meint es gut mit dir: Im Allgemeinen ja. Da ich mittlerweile in der dritten Lebensrunde bin, darf das wohl durchaus so gedeutet werden.

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Alles wie gehabt: Wer will der kann und soll. Viel Spaß! ;o)

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Nah am Wahnsinn aus Liebe zueinander und Sekunden dauern Jahre

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     Es war schön. Es war einfach nur endlos schön.
     Doch sie konnten es beide nicht so richtig fassen.
     Wo sollte das noch hinführen?

Sie schrieben sich Tag und Nacht SMS und Mails. Telefonierten. Schickten sich Fotos. Hatten nicht enden wollendes Verlangen nacheinander. Geplant war, dass sie sich am nächsten Wochenende wieder sehen würden. Doch eine Woche mit fünf ganzen Arbeitstagen war so schrecklich lang.

Zu ändern war es nicht. Sie hatten beide ihre Jobs. Wollten und konnten nicht riskieren, irgendwann ihre Gehälter mit Schleifchen zu bekommen. Also blieb nichts anderes, als sich die Woche über zu gedulden. Und es war die Hölle auf Erden.

     Es war so schön. Alles so unglaublich schön.
     Und es war kaum zu fassen.
     Es tat schon weh.

Sobald sie getrennt waren, zergingen sie vor Sehnsucht nacheinander. Und auch das Runterzählen der Stunden bis zum nächsten Wiedersehen brachte ihnen nicht wirklich Erleichterung.

Plötzlich war klar, dass sie sich nicht mehr bis zum Wochenende gedulden konnten. Er änderte Termine und schlug vor, bereits am Donnerstag zu ihr zu kommen. Nach dieser Nachricht war sie völlig aus den Häuschen. Sie freute sich so unbändig. Und sie wusste, dass dieser eine Mann in ihrem Leben besser war, als jede Woche irgendeinen Jackpot zu knacken.

Donnerstag wachte sie früh auf. Eigentlich spielten sich beim ersten Läuten eines ihrer Wecker immer Dramen ab. Vier Wecker hatte sie inzwischen um ihr Bett stehen, damit sie es überhaupt schaffte, sich morgens aus den Federn zu quälen. Aber an diesem Morgen war sie bereits vor dem ersten Läuten wach. Sie sprang aus dem Bett und als erstes fuhr sie ihren PC hoch.

Ganz sicher war über Nacht eine Email von ihm gekommen. Gespannt wartete sie, bis sich die Seiten aufgebaut hatten. Und tatsächlich. Mitten in der Nacht hatte er ihr noch einen lieben Gruß geschickt, um sie mit einem Lächeln den neuen Tag beginnen zu lassen. Und das tat sie ganz sicher. Das wusste auch er genau.

Danach ging sie lächelnd duschen, trank ihren Kaffee und dann ab in den Job. Es war Donnerstag. Abends hätten sie sich endlich wieder. Zwei Tage vor dem ersehnten Wiedersehen würden sie sich nun schon in die Arme fallen können. Warum war sie so ungeduldig. Der Tag wollte einfach nicht zu Ende gehen. Bis zum Abend waren es noch so viele Stunden. Stunden die vergehen würden, doch es schien ihr schier endlos zu dauern.

     Es war so schön. Alles so unglaublich schön.
     Und es war kaum zu fassen, was da in beiden vor sich ging.
     Es tat schon weh.
     Und selbst Sekunden schienen plötzlich wochenlang zu dauern.

Endlich Feierabend. Sie fuhr nach Hause. Auf dem Weg kaufte sie noch ein paar Kleinigkeiten für das Abendessen ein. Zuhause angekommen bereitete sie alles soweit vor.

Es waren noch immer ein paar Stunden. Sie legte sich auf die Couch und wollte noch ein wenig schlafen. Die Nacht würde sicher deutlich kürzer, als sie es eigentlich brauchte, um am nächsten Tag fit zu sein. Außerdem wollte sie auf ihn nicht total abgehetzt wirken.

Sie lag im Wohnzimmer und starrte an die Decke. Sie schloss die Augen, sah ihn in Gedanken vor sich und geriet sofort ins Träumen. Er war auf dem Weg zu ihr. Kam immer näher. Sie lächelte. Spürte ihren Herzschlag wie ein Beben im ganzen Körper. Konnte IHN schon fast spüren. Seine weiche Haut. Seine Lippen. Seinen Atem. An Schlaf war gar nicht zu denken. Sie war viel zu nervös.

Er hatte verständlicher Weise noch Schwierigkeiten, den Weg durch die Stadt zu ihr zu finden. Deshalb meldete er sich bisher immer telefonisch, so dass sie ihn die letzten Meter lotsen konnte. Also wusste sie auch an diesem Abend, dass sie noch Zeit hatte. Bisher war er noch fast zweihundert Kilometer entfernt. Sie stand wieder von der Couch auf. Ordnete ein paar Dinge in der Wohnung und ging dann ins Bad.

In aller Ruhe genoss sie das heiße Wasser der Dusche auf ihrer Haut. Er kam näher. Sie spürte es ganz deutlich. Aber noch hatte das Telefon nicht geklingelt. Also musste es noch einige Zeit dauern. Diese Zeit ließ sie sich auch im Bad. Legte in aller Ruhe etwas Make-Up auf. Zog sich einfach erst mal nur ein Negligé über. Sie hatte keine Ahnung, was sie später tragen wollte. Alles was zählte war, dass er bald bei ihr war.

Als sie noch in alle Ruhe völlig gedankenverloren vor dem Spiegel stand, klingelte es plötzlich an der Tür. Sie erschrak furchtbar und sah zum ersten Mal seit Stunden auf die Uhr. Außer ihm konnte das niemand sein. Das Telefon hatte nicht geklingelt. Ihre Gedanken liefen Amok als sie den Türöffner betätigte. Wie sah sie aus. War in der Wohnung alles okay? Kerzen angezündet? Nein, natürlich nicht! Sie fluchte innerlich. Wie konnte sie so die Zeit vergessen …

Er kam strahlend die Treppe hinauf. Sie fragte nur ironisch und gespielt lässig ob er den Weg tatsächlich inzwischen alleine findet. Er grinste sie an, antwortete aber nicht. Stellte nur seine Tasche ab und sie fielen sich in die Arme. Seine Küsse waren so fordernd, als hätte sie sich seit Wochen nicht mehr gesehen. Die Welt um sie herum schien völlig aus der Laufbahn zu geraten. Und wenn sie es tatsächlich getan hätte … sie hätten es nicht registriert.

     Es war so schön. Alles war so phantastisch schön.
     Es war nicht zu fassen, was da mit beiden passierte.
     In diesem Moment tat es nicht weh.
     Es war einfach nur wundervoll.

Sie hielten sich in den Armen. Küssten sich um gleich wieder fest umschlungen in ihren Armen zu versinken. Keiner von beiden wollte sich lösen. Minutenlang standen sie so, bis die Nässe seines Mantels ihr dünnes Negligé durchdrungen hatte. Sie lösten sich. Nur ungern. Keiner ließ den anderen aus den Augen. Keiner ging am anderen vorbei, ohne ihn wenigstens kurz zu küssen. Sie hatten sich wieder. Nach endlos scheinenden 96 Stunden konnten sie sich endlich wieder sehen. Fühlen.

Wie 12-jährige Backfische führten sie sich auf. Alberten durch die Wohnung. Sahen sich stumm an. Fielen sich wieder und wieder in die Arme. Küssten sich als wäre es das erste Mal. Küssten, als wäre es das letzte Mal. Sie gingen zum Esstisch und stießen miteinander an. Aßen ein wenig. Genossen es einfach pur, den anderen endlich wieder bei sich zu haben.

Sie unterhielten sich zwar doch keiner von beiden hatte die Ruhe, sich auf irgendein Gespräch zu konzentrieren. Zu groß war das grenzenlose Verlangen nach einander. Sie sahen sich in die Augen. Hörten fast auf zu atmen. Endlich wieder vereint. Endlich wieder den Menschen bei sich, den man so sehr vermisst hatte. Den Menschen, der in so kurzer Zeit zum Ein und Alles geworden war. Den Menschen, der alles Verlangen, jede Begierde weckte und erhielt.

Die Spannung war nicht mehr zu ertragen. Ihre Lippen fanden sich und das Spiel, was dann einfach nur noch losbrach hatte keine Regeln. Passierte einfach. Wie alles zwischen ihnen einfach passierte. Jede Berührung. Jeder Kuss. Jeder Blick. Jeder Atemzug der den Körper des anderen streifte um augenblicklich Beben auszulösen, die mit nichts auf der Welt vergleichbar waren. Fallen lassen. Den Kopf ausschalten. Einfach pur genießen. Wissen, was auch immer passiert, passiert mit DEM Menschen. Und es ist gut. Es ist einfach endlich gut.

     Es war so traumhaft. Alles war unwirklich real. Unfassbar.

Nichts könnte ihnen jemals wirklich wehtun, solange sie füreinander da waren. Sie versanken einfach ineinander. Er wollte einfach nur noch sie. Und

sie ihn!

© skriptum
[27.01.2002]

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Es begab sich zu einer U(h)rzeit, die ich heutzutage als irgendwas zwischen unchristlich und Körper verletzend bezeichnen würde. 6:15 Uhr ist nun wirklich nicht die Stunde/Minute, in der ich gern auf den Wecker sehe, aus dem Bett springe und dem heran drohenden Tag freudestrahlend verkünde

„Hallo, hier bin ich; nimm mich!“.

 Insofern muss ich bezüglich der Theorie, dass „Früh-Geborene“ im späteren Leben auch Frühaufsteher sind, doch vehement vetoieren. Wie es bei mir jedoch sehr häufig oder sogar fast immer ist, wollte ich erst nicht und dann konnte es nicht schnell genug gehen. Immer das Gleiche: Weiber!

Das führte ein nicht unerhebliches Quantum an Verwirrung mit sich, was zur Folge hatte, dass ich fast auf vier (vermutlich noch Winter->) Reifen das Licht der Welt erblickt hätte. Letztendlich war meine Mum aber doch schneller als ich. Nur mein Paps kam etwas zu spät, dann aber gewaltig. Natürlich!

Letzteres hat sich bis heute kaum geändert: Meine Mum ist stets überpünktlich, mein Paps sieht das meist etwas lockerer und ich kämpfe ein ums andere Mal darum, doch zumindest einigermaßen pünktlich zu sein. Irgendwas ist ständig und natürlich sind’s in dem Punkt immer „die Anderen“. Klar!

In allen anderen Lebenslagen bemühe ich mich allerdings deutlich erfolgreicher, so dass die Schuldfrage gänzlich entfällt. Ob das auf Erfahrung oder Einsicht zurückzuführen ist, sei dahingestellt. 45 ist immerhin ein Alter, in dem Welpenschutz nicht mehr und Altersnachsicht noch nicht greift. Verdammte Selbstverantwortung!

Wieder ist ein Lebensjahr geschafft. Die Frage, ob ich mich ab heute in der zweiten Hälfte meines Lebens befinde, stellt sich nicht, da ich mich insgesamt bereits in der dritten Lebensrunde sehe. Zwei lebensgefährliche Erkrankungen haben mich nicht nur an den Rand meiner Kräfte gebracht, sondern vor allem oder zum Trost vieles gelehrt. Danke!

Einer meiner Lieblingssprüche lautet „Nicht jeder Tag in meinem Leben war schön aber jeder war auf seine Weise wichtig!“. Danach lebe ich und genieße das Leben so gut es geht. Merke ich, dass mir jemand oder etwas nicht gut tut, trenne ich mich; und das mitunter sehr rasant bis überraschend. Endgültig!

Soweit diese Konsequenz auf Akzeptanz stößt (und mit einer einzigen „nordischen“ Ausnahme tut es das), kann ich mein Leben als sehr harmonisch, erfüllt und friedlich bezeichnen. Ich habe tolle Freunde und vorbildliche Eltern. Nicht zuletzt deswegen zählen meine Eltern zu meinen allerbesten Freunden. Immer!

Insofern gibt es eigentlich gar keinen Grund, das tägliche Leben nicht schon um 6:15 Uhr zu beginnen. Jeder Tag bietet etwas Aufregendes, Inspirierendes oder sogar richtig Verlockendes. Erfahrungen reihen sich aneinander und ergänzen sich auf mitunter recht erstaunliche Weise. Also Tag:

„Hallo, hier bin ich; nimm mich!“.

Nachher! Denn ich muss gestehen, dass ich mich Dank der Vordatierung dieses Textes vermutlich bis hoffentlich noch im Reich der Träume befinde und bestenfalls leise säuselnd noch einmal in meine Decke eindrehe. Heute darf ich das. Heute bin ich die Bestimmerin in meinem Leben. Jawoll!

;o)

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