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Posts Tagged ‘Weg’

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Dass Hannoveraner sehr fleißig und fast immer in Eile sind, ist ja bekannt. Aber dass sie sogar Hinweisschilder

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NurFuerPersonal-082

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einfach umrennen, ist neu. Immerhin haben sie es geschafft, noch während ihres Falls vom schnöden „Personal“ zu „Mitarbeitern“ aufzusteigen! Beförderung auf den letzten Metern sozusagen, hm?! ☺

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NurFuerMitarbeiter-064

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Ein ungehetztes und arbeitsfreies Wochenende wünsche ich Euch!
Und rennt bloß nicht alles um, was Euch im Weg steht, klar?! ;o)

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Es gab ja in diesem Jahr schon so sonnige Tage, dass ich behauptet habe, sie seien „zum Eierlegen“ schön. Aktuell ist das Wetter allerdings leider wieder eher cholesterinsenkend, als alles andere. Klar, dass sich verschiedene Sehnsüchte ihren Weg bahnen. Leider kann nicht jede beruhigt werden. Aaaber, liebe Gudrun, Deine schon! Du möchtest

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so gerne mal wieder “Schafe gucken” gehen

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Wenn es Dich nicht stört, dann bleib zum Gucken einfach sitzen und genieße es:

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– Für größere Ansichten einfach anklicken! –

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Euch/uns allen wünsche ich einen möglichst sonnigen Tag, an dem es keiner dicken Wolljacken bedarf! ☼

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Barfuss-ALT

 

„Ob ich mich noch an diesen Satz erinnere?“. Ich lache einfach los. „Natürlich!“. Du nickst zufrieden und schenkst unsere Gläser nochmal nach. Meines reichst Du mir lächelnd und wir prosten uns zu. Ich lasse mich in die Lehne zurück fallen und sehe Dich an. Schweigend. Denn zu sagen, dass die letzten 33 Jahre spurlos an Dir vorbei gegangen sind, wäre gelogen. Das sind sie an mir auch nicht. Zum Glück nicht. Und doch ist das der Gedanke, der mich gerade in seinen Bann zieht. Finde ich es gut, dass sich so vieles an Dir tatsächlich nicht verändert hat? So rein gefühlsmäßig natürlich. Ob es tatsächlich so ist, lässt sich nach so kurzer Zeit nun wirklich nicht sagen.

Du siehst mich ruhig an und Dein „Du hast Dich kaum verändert“ lässt mich erneut loslachen. „Ja, sowas ähnliches dachte ich auch gerade“ gebe ich zurück und lege den Kopf schief. „Haben wir uns damals eigentlich auch angelogen?“. Jetzt lachst Du los und prompt ist sie wieder da: Diese Vertrautheit, die sich in mehr als drei Jahrzehnten tatsächlich nicht verändert hat. Dieses Funkeln in den Augen, wenn wir uns anlachen. Ein Funkeln, das auch bei ernsten Gedanken nicht verschwindet, wenn wir uns ansehen. Es tut gut, Dich zu sehen. Deine Stimme zu hören. Zu wissen, dass ich noch immer Teil Deiner Gedanken bin. Genauso, wie ich nie aufgehört habe, an Dich zu denken.

Wir waren gegenseitig unsere ersten Lieben. Das verbindet. Ich höre noch, wie Du damals sagtest „Ich möchte einmal irgendwas ganz Großes für Dich tun. Etwas ganz Wichtiges, damit Du mich nie wieder vergisst!“. Wir standen in dem Park hinter der Schule, in dem wir uns auch zum ersten Mal geküsst haben. Dieses Wichtige hast Du mehrfach für mich getan. Genauso wie ich angeblich für Dich. Doch keiner von uns könnte auch nur ein Beispiel dafür nennen, ohne dass der Andere sofort widersprechen würde. Es war einfach so. Unter Freunden passiert sowas, ohne dass man es aufrechnet. Ohne dass es eine Rolle spielt. Es ist selbstverständlich. Wenn ich Dir sagen würde, dass Du für mich der „Mensch für die Insel“ bist, wärst Du vermutlich der Einzige, dem ich diesen Satz nicht zu erklären bräuchte. Du würdest ihn einfach so verstehen und wortlos nicken.

Damals waren wir in unseren Lebensvorstellungen so unterschiedlich, dass es unpassender gar nicht hätte erscheinen können. Du der Wilde und ich die Brave. Doch im Grunde unserer Herzen waren wir uns viel näher, als es von außen den Anschein erweckte. Eben nur für uns, nicht zur Demonstration nach außen. Was uns verband konnten die wenigsten verstehen. Die Freundeskreise waren es auf gar keinen Fall. Aber auch das spielte keine Rolle. Wir rechtfertigten es nicht, sondern lebten es einfach. Die ersten Versuche, uns auch körperlich näher zu kommen, waren so grandios gescheitert, dass wir noch heute darüber lachen. Einiges haben wir vor ein paar Jahren korrigiert, als wir uns völlig unerwartet über den Weg liefen.

Das war wirklich ein seltsames Wiedersehen. Was wir als erstes feststellten war, dass das Leben tatsächlich verdrehter manchmal nicht sein kann. Ich, die damals so brave, war Single. Gerade geschieden und kinderlos. Du, der damals so wilde, warst verheiratet und hattest zwei Kinder. Zwar in Scheidung lebend aber dennoch. Würden wir unsere ehemaligen Klassenkameraden fragen, welche Rolle sie wem zuschreiben würden, wäre das Ergebnis bestimmt genau anders herum. Nur dass sie Dir die Scheidung nicht geglaubt hätten, weil dem eine Ehe vorausgehen müsste, die Dir sicher niemand zugetraut hätte. Ich auch nicht. Darauf hätte ich seinerzeit Wetten abgeschlossen. Wie man sich irren kann … Und das ich, einmal verheiratet, mich jemals scheiden lassen würde, hätte vermutlich auch niemand geglaubt.

Du füllst erneut unsere Gläser und Deine Augen blitzen mich an. Ich fühle was Du denkst. Und dass ich das Gleiche will, brauche ich nicht auszusprechen. Es versteht sich von selbst. Wie so einiges zwischen uns. Dass wir vieles, was damals nicht so geklappt hat, wie wir uns das vorstellten, inzwischen fast bis zur Perfektion treiben, liegt wohl in der Natur der Sache. Damals waren wir Kinder. Egal wie erwachsen wir uns fühlten. Heute sind wir erwachsen und gerade das Kindliche, was wir beide uns bewahrt haben, treibt uns zu Höhenflügen, die wir selbst damals nie und nimmer für möglich gehalten hätten, geschweige denn hätten erleben können. Heute leben wir es und es könnte schöner, aufregender und harmonischer nicht sein. Ich flüstere nur „Komm!“ und nehme Dein Gesicht in meine Hände. „Ja, lass uns barfuß durch’s Feuer gehen!“.

 

Barfuss-NEU

 

© skriptum 02/2008

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Türklingel abgeschaltet.

Telefone ausgeschaltet.

Zeit für weg!

 

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Das Thermometer zeigt 6 °C Außentemperatur und die „Bakerstreet“ von Gerry Rafferty versucht, sich ihren Weg in meinen Kopf zu  bohren. Kaffee, heiß und dampfend, versucht vergeblich, nach einer schlaf- und traumlosen Nacht irgendwelche Lebensgeister in mir zu wecken. Und langsam merke ich, dass es anstrengend wird. Gedanken schwer wie Blei. Ich lasse nach. Wieder stundenlang wach gelegen. Gegen fünf Uhr aufgegeben. Wind blättert unaufhörlich in den Bäumen und der Regen bildet inzwischen kleine Seen. Statt bei offenem Fenster zu schlafen, könnte ich genauso gut ein Blasorchester neben mein Bett stellen. Die Unruhe wird immer schlimmer. Nicht nur vor den Fenstern.

In meinem Hirn schwirrt alles durcheinander und es fällt mir nicht gerade leicht, mich auf das zu konzentrieren, was im Moment wichtig ist. Nachrichten rauschen an mir vorbei. „9 Grad, Regen“. Es ist kurz nach sechs. Immerhin: Es wird wärmer. Ich fange an, einen Stapel Unterlagen zu sortieren, der es längst ist. Lege ihn weg und merke, dass meine Gedanken in eine Richtung gehen, die ich gerade überhaupt nicht gebrauchen kann. Dennoch gönne ich mir diesen Augenblick, lehne mich zurück, ziehe meine Knie an den Bauch, den Kaffeebecher in meinen Händen. Dann schließe ich die Augen. Und tatsächlich formt sich ein Lächeln in mir. Nur kurz, ganz leise. Angenehm.

Die Welt spekuliert über amerikanische Drohnen, russische Satelliten und den Rückkauf von Abwehrraketen seitens der USA von Libyen. Die Bundeskanzlerin dealt weiter mit Kampfmitteln und Doris Schröder-Köpf will in den Landtag. Wenigstens das Letztere könnte ein Lichtblick sein. Sonst immer das gleiche Palaver, letztendlich um nichts oder gar nichts. Eine Belanglosigkeit wichtiger als die vorherige. Sie interessieren mich alle nicht. Der Wind ist damit beschäftigt, sich zu einem ordentlichen Sturm aufzuplustern. Immerhin ein bisschen tatsächliches Wachstum in diesem Staat. Ob der Knabe jemals arbeitslos wird? In diesem Jahrhundert wohl nicht mehr. Und falls doch: Was bekommt er dann dafür? Einen Frühling?

Der Regen knallt an meine Fenster, als wenn ich ihn reinlassen soll. Einen Teufel werde ich tun. Der Sommer 2011 hat am 26. August stattgefunden und für heute sind mal wieder Unwetter angesagt. Genau das ist es, was mir jetzt noch fehlt. Ganz dringend. Vielleicht sollte ich doch mal Jalousien anbringen. Oder Gardinen. Oder beides. Knut ist durch Siku reinkarniert und französische Frauen laufen mit flüssigem Industrie-Silikon im Geläut herum. Der Bundespräsident klebt weiter an seinem Stuhl, obgleich längst alle vier Beine weggeschossen sind. Er merkt es wohl nicht oder gar nichts mehr. Ebenso, wie die Union, die ihn unbedingt halten will. Aber die wollen ja auch zu Schnutenzwerg um jeden Preis zurück. Danke, keine weiteren Fragen.

Schalkes Rangnick geht es besser und die Suche nach einem verschütteten 10jährigen Mädchen auf Rügen wird endgültig eingestellt. Hoffentlich finden Eltern und Geschwister dennoch irgendwann ihren Frieden! In Heilbronn hat mal wieder jemand um sich geschossen, ein Na‘zi fuhr mit diversen Todesfolgen in eine Menschengruppe und der Iran provoziert mal wieder die USA. Goldman Sachs halbiert angeblich die Gehälter von Top-Managern. Hoffentlich verhungern sie nun nicht. 2011 sollen sie an Gehältern und Boni jeweils zwischen drei und sechseinhalb Millionen Dollar „verdient“ haben. Nach einem hier bisher schneelosen Winter sind anderenorts Skiorte unter Lawinengefahr von der Umwelt abgeschnitten und mein Kaffee ist alle. Die Entscheidung darüber, was davon in meinen vier Wänden das größere Drama ist, verschiebe ich auf später.

Selbst Sweets „Little Willie“ entlockt mir jetzt keine Regung mehr. Es ist viertel vor Acht. Die Schlagbohrmaschine irgendwo im Haus scheint gerade durch zu sein. Vermutlich fängt sie pünktlich zur Mittagsruhe wieder an. Und wenn das vor meinem Fenster tatsächlich Winter ist, hätte ich gern ein bisschen Herbst zurück. Ganz kurz zwischendurch, nur um etwas mehr Wärme als im Sommer zu spüren. Das Gefühl zu haben, mich einfach fallenlassen zu können. Anzulehnen. Ruhe zu finden. Vorzugsweise sogar ein wenig Schlaf. Ich überlege, ob irgendeine höhere Macht einfach nur kleine perverse Spielchen mit mir spielt. Hey, falls es Dich wirklich gibt: Wenn Du mir schon tage- und nächtelang den Schlaf raubst, so lass mir doch bitte wenigstens meine Träume …

 

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Die abgegriffene Zigarettenschachtel ließ erahnen, dass sie längst mit dem Rauchen aufgehört hatte. Eigentlich. Nur ab und zu noch überkam es sie und sie verpasste ihrer Lunge eine Dosis Nikotin, die nicht nur ihre Lunge sprengte, sondern auch sofort bis ins Hirn zu schießen schien.

Verloren folge ihr Blick den Bewegungen der Gardinen, die unaufhaltsam wärmende Sonnenstrahlen in das kleine sterile Zimmer zu wehen versucht zu sein schienen. Vergeblich. Ihr war kalt. Eine innere Kälte, der mit nichts beizukommen war. Träume hatte sie längst keine mehr. Ebenso wenig, wie sie sich noch irgendwelchen Illusionen hingab. Sachlichkeit und Ernüchterung hatten ihren anfänglichen Willen längst austrocknen lassen.

„So ist das Leben. Leben eben“ hatte sie so oft lächelnd und ruhig gesagt, dafür aber nur verständnisloses Kopfschütteln geerntet. Die Karten mischt eine unbestechliche Macht, die nicht selten kleine perverse Spielchen zu treiben scheint. Mag sein, dass alles anders geworden wäre, wenn sie sich diesen Spielregeln gebeugt hätte. Aber sie kannte sie ja nicht einmal; wusste um keines der möglichen Ziele und hatte sich inzwischen in das ihr nach wie vor unbekannte Schicksal ergeben. Fast zumindest. Einen Weg hatte sie noch gefunden, um dem für sie von welcher Macht auch immer Geplanten doch noch ein Schnippchen zu schlagen.

Schicksal? Oder Bestimmung? Worin lag der Unterschied? Gab es überhaupt einen? Sie blies gedankenverloren den letzten Zug ihrer Zigarette dem Kosmos entgegen. Ein Atemzug wie jeder andere und doch mit tieferer Bedeutung. War er doch Teil ihres Todesurteils, das längst besiegelt war. Sie wehrte sich schon lange nicht mehr. Keiner redete noch auf sie ein. Alle hatten sich damit abgefunden, dass sie nun in einer Warteschleife hing. Eine Position, die ihr täglich mehr die Sinne vernebelte. Ihr sollte es recht sein. Waren die verabreichten Medikamente doch Garant dafür, dass sie ihr eigenes Ende hoffentlich nicht bei allzu klarem Bewusstsein mitbekommen würde.

Sie wollte längst nicht mehr, hatte vor langer Zeit angefangen zu beten. Nie hatte sie wirklich an Gott geglaubt. Doch jetzt lagen ihre verbliebenen Hoffnungen in seiner Existenz. Wenn es ihn gab würde er ihr beistehen. Der Allmächtige. Der Allwissende. Hoffentlich würde er. Würde er? Oder fand die Kirche auch hier wieder irgendeine Ausrede für ihn? Den Allmächtigen.

Sie schaute auf die Uhr. Es war Zeit. Ihre Sachen hatte sie längst gepackt. Niemand hatte es mitbekommen. Das meiste ließ sie sowieso zurück. Was sie bei dieser Fahrt brauchte passte in eine kleine Umhängetasche. Der Abschied von ihren Lieben war ihr etwas schwer gefallen. Doch nie zuvor hatte sie sich so sehr darauf gefreut, nach Holland zu fahren …

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Wenn Taubheit die Ohren schlägt
um Wahrheiten zu tabuisieren

Wenn Sprachlosigkeit verstummt
um Realitäten nicht zu präkognieren

Wenn Füße meilenweit stehen
um Wege zu souveränieren

Wenn Hände bewegungslos tasten
um Veränderungen zu präklusieren

Wenn Nasen heiß gefrieren
um Zukunft zu desavouieren

Wenn Augen Bilder malen
um Farben zu kontrastieren

Schmecken wir mit Ohren betäubender Lust
die Zärtlichkeit der Düfte des Augen Blicks
und tanzen Salsa zu Frühstück …

… gegeneinander.

Einander-Gegeneinander

© skriptum

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