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Posts Tagged ‘Wikipedia’

Mich ernsthaft mit Politik auseinander zu setzen, ist mir immer mehr zuwider. Aber so ganz drum herum kommt man ja doch nicht, sofern man zur Kombination aus Lesen und Verstehen verdammt ist. Leider gibt es für den Bildschirm nur noch ein nachrichtliches Widget, und zwar von SPON (Spiegel online). Zum Anfüttern reicht es mir. Sofern ich irgendwas tatsächlich oder genauer wissen will, recherchiere ich eben anderweitig. Beim morgendlichen Studium der letztstündigen Nachrichten fiel mir allerdings etwas Bedenkliches auf:

Wenn man die dreier Riege derer nimmt, die in der SPD für die Spitzenkandidatur zur Verfügung standen, und den inakzeptabelsten streicht, bleiben noch zwei. Nimmt man von denen jeweils die ersten zwei Buchstaben ihrer Namen, bleiben PEST für Peer Steinbrück und SIGA für Sigmar Gabriel. Ich habe ja von Anfang an gesagt, dass die Wahl von PEST die dusseligste Entscheidung war, die die SPD treffen konnte. Was noch vor einigen Monaten in Amerika spöttisch als neue Maßeinheit definiert wurde

Der Abstand zwischen zwei Fettnäpfchen ist ein „Romney“

könnte in Deutschland analog lauten

Der Abstand zwischen zwei Peinlichkeiten ist ein „Steinbrück“

oder PEST, wer’s lieber mag.

Nun haben ja die Redakteure von SPON mitunter eine ganz eigene Sprache. Manchmal dauert es etwas, bis das inintellektuelle Menschenkind verstehen kann, was wohl wann womit und vor allem warum gemeint ist. So auch in diesem Artikel Jauch-Debatte: Mogelpackung mit Maschmeyer.

Man kann die (nach meinem Eindruck meist von vorn herein durch die Wahl der Gäste definierten Endergebnisse der) Sendungen von Herrn Günther Jauch natürlich ansehen. Man muss es aber glücklicherweise nicht. Wenn man es gestern doch getan hat und/oder dann heute früh auf den zuvor genannten Artikel auf SPON stößt, ist schnell zu erkennen: Die an Raffinesse und Wortneugestaltung nur selten zu überbietenden Redakteure dieses internetten Blättchens haben sich mal wieder etwas besonders Schickes einfallen lassen:

„Stanzen“

Zu sehen in den Sätzen

„… durften Liberale und Linke Stanzen austauschen“

„Bekannte Stanzen von Wagenknecht und Brüderle“

„… doch die hatten noch Stanzen parat …“

Da ich mit diesem Wort im Zusammenhang mit diesem Beitrag zunächst nichts anfangen konnte, wikipediate ich mich durch die Begrifflichkeit und fand folgende Hinweise:

Stanzen bezeichnet:

– Formstücke aus dünnem Werkstoff (Blech, Pappe, Textilien) auf der Presse mit besonderem Schnittwerkzeug herausschneiden, siehe Stanzen (Verfahren)

– drei von Raffael und seiner Schule für Papst Julius II. ausgemalte Gemächer im Vatikan, siehe Stanzen des Raffael (ital. stanza, „Zimmer“)

– in der Videotechnik das virtuelle Ersetzen des blauen Hintergrunds durch eine andere Szene, siehe Bluescreen-Technik

– eine Gedichtform, siehe Stanze

– umgangssprachlich und regional Stechmücken

– umgangssprachlich einen Ausdruck für Geschlechtsverkehr, siehe Stenz

Wenn ich mir das jetzt auf der seelischen Zunge zergehen lasse und daraufhin von meinen Resthirnzellen gezwungen werde, mir vorzustellen, dass Brüderle und Wagenknecht unter Aufsicht von Maschmeyer in der ARD-Sendung von Jauch Geschlechtsverkehr hatten, dann bin ich … Na? Was wohl? Genau: Ich bin ausgesprochen erleichtert, dass ich gestern Abend arte gesehen habe!

Führt man das jetzt aber noch ein Tickchen weiter und wikipediat sich den Begriff „Stenz“, dann stößt man auf die Erklärung

„Der […] Begriff Stenz bezeichnet […] einen Zuhälter oder einen Weiberhelden.“

Gehe ich zu weit in meinen Befürchtungen, dass damit nur der potentielle Sexgott der FDP gemeint sein kann? Schade, dass RABR so gar kein phonetisch einwandfrei zu verstehendes Wort ergibt. Möglicherweise könnten hier die letzten beiden Buchstaben aushelfen, die ERLE ergeben würden. Damit schlüße sich im Hinblick auf einen Auszug aus einer Ballade von Johann Wolfgang von Goethe der Kreis mithin zum Erlenkönig,

[…] „Den Erlenkönig mit Kron’ und Schweif? […]

was mich einem mittelschweren Schweißausbruch doch geeignet ist, sehr nahe zu bringen. Mein aufrichtiges Mitgefühl gilt an dieser Stelle Sahra Wagenknecht!

Manchmal finde ich die Kombination aus Lesen und Verstehen echt hinderlich.

Ich wünsche Euch eine maximal angenehm befeuchtete Woche!

;o)

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Unter dem Buchstaben K entführe ich Euch heute nach Schweden, genauer auf die Insel Öland. Und dazu zeige ich Euch den Karlevistein:

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Dabei handelt es sich jedoch nicht einfach um einen Stein, auf den Kinder etwas gemalt haben. Vielmehr seht Ihr hier einen mehr als 1.000 Jahre alten Runenstein. Die genauere Geschichte erzählt die wikipedia allerdings besser, als ich es aus dem Ärmel schütteln könnte.

Ein seltsames Gefühl, so alter Geschichte plötzlich zum Greifen nahe zu sein. Und ja: Klar habe ich ihn angefasst. Nur gucken hatte mir nicht gereicht! ;o)

 

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Oder: Textportale und ihre Tücken

Sofern ich mal keine Aufträge meiner eigenen Kunden habe, schreibe ich mitunter auch für sog. Textportale oder Agenturen. Das System bei Textportalen ist relativ einfach: Ein Text-Suchender kann nach der Registrierung seinen Auftrag einstellen. Sucht er beispielsweise für seinen Internet-Auftritt einen Text zu einem bestimmten Thema, kann er einen entsprechenden Auftrag formulieren. Wenn er kann. Dieser Auftrag erscheint in einer Art offenem Pool. Dort können Texter in den Aufträgen stöbern und annehmen, was sie schreiben wollen. Auf manchen Portalen werden die Texter vom Betreiber in verschiedene Qualitätsstufen eingegliedert, auf anderen Portalen kann im Zweifel auch Hund Struppi alles annehmen, was er will.

Dass sich hierbei mitunter diverse Probleme ergeben können, liegt auf der Hand. Zahlreiche Auftraggeber wissen zwar möglicherweise ganz genau was sie wollen, verraten es aber nicht. Sie formulieren einen Auftrag, für den die Beschreibung Larifari noch geschmeichelt wäre. Gut, sowas muss man als Texter nicht annehmen. Solche Aufträge stehen auch üblicherweise mehrere Wochen herum und keiner will sie. Andere Auftraggeber sind da schon pfiffiger: Sie formulieren einen Auftrag, in dem ganz genau steht was sie wollen. Wird der Text entsprechend geschrieben und abgegeben, kommt er dennoch zur Überarbeitung zurück. Denn der Auftraggeber hat das doch nicht so gemeint. Oder ihm ist zwischenzeitlich noch etwas eingefallen und das soll unbedingt auch noch in den Text.

Letzteres muss ein Texter nicht nachliefern. Denn was sich aus dem Auftrag an Anforderungen nicht ergibt, muss auch nicht geliefert werden. Davon abgesehen: Wenn Texter hellsehen könnten, wäre sie vermutlich nicht als Texter tätig, sondern per Festanstellung bei Roncalli! Liefert der Texter aber nicht nach, sondern gibt den Text unverändert zurück mit der Bitte um Annahme, da der Auftrag selbst erfüllt wurde, kann ihm die Nummer um die Ohren fliegen. Beispielsweise, wenn der Auftraggeber die Annahme des Textes ablehnt. Dann kommt es auf den Betreiber an:

Ist der Betreiber mit dem Auftraggeber gut befreundet oder steht in sonstiger Abhängigkeit (was natürlich niemals den Ausschlag über Wohl und Wehe zur Annahme oder Ablehnung eines Textes zu Lasten des Autors geben würde!), wird die Ablehnung einfach mal binnen weniger Sekunden bestätigt. Sowas kann die Ablehnungsquote ganz schön desastrieren und schlimmstenfalls dazu führen, dass sich andere Auftraggeber bei der Vergabe direkter Aufträge abschrecken lassen. Direkte Aufträge sind üblicherweise mit einer höheren Verdienstspanne verbunden.

Die Verdienstspannen richten sich in zahlreichen Textportalen nach verschiedenen Kriterien. In manchen Fällen geht es um den Themenbereich. Für wissenschaftliche Arbeiten wird beispielsweise mehr bezahlt, als für „bunte“ Beiträge. Letztere werden zum Beispiel oft in Auftrag gegeben, für Blogs, deren Blogger zwar bloggen wollen, selbst jedoch nicht schreiben können. Nein, dazu sage ich nüscht weiter! ;) In anderen Fällen sind die offenen Aufträge nach Qualitätsstufen sortiert, deren jeweiligen Preise vom Betreiber festgelegt sind. Der Kunde kann sich also entscheiden, ob ihm aneinander gereihte Buchstaben oder Keyword-Spam reichen oder ob er einen qualitativ hochwertigen Text bekommen möchte. Nach seinem Anspruch (und Zahlungswillen) richtet sich der Preis pro Wort und natürlich die letztendliche Qualität des Textes. Hochwertige Qualitätsstufen können nur von entsprechend qualifizierten Textern eingesehen und die darin befindlichen Aufträge angenommen werden.

Bei direkten Aufträgen legt der Texter, im Gegensatz zu den offenen Aufträgen, seinen Preis pro Wort selbst fest. Egal, um welchen Themenbereich es geht. Er kann in einigen Portalen seine Themenschwerpunkte angeben und mögliche Auftraggeber können sich die Profile aller Texter, die für diese Thematiken schreiben, anzeigen lassen. Anschließend beauftragen sie oder fragen zunächst per Nachricht an, ob eine Zusammenarbeit denkbar ist. Je besser dieses Vorgeplänkel (< positiv gemeint) läuft, desto allgemeiner können dann natürlich die folgenden, direkten Aufträge gefasst werden. Denn die Ziele der Texte sind bereits vorab zwischen Auftraggeber und Texter geklärt worden.

Zahlreiche Auftraggeber sind jedoch mehr daran interessiert, ganz viele super geile Texte zu Dumpingpreisen zu bekommen. Die realistische Annahme, mit dem gekauften Text selbst einen Pulitzer-Preis zu bekommen, nachdem widerrechtlich der eigene Name drüber oder drunter geklatscht wurde, sollte schon drin sein. Die Forderungspalette innerhalb eines Auftrages ist mitunter dem entsprechend „bemerkenswert“. Da wird über eine Din A4-Seite lamentiert, wie der Auftrag geschrieben werden soll. Außerdem, dass neben einer umfangreichen Recherche perfekte Kenntnisse in Rechtschreibung und Grammatik erwartet werden und die Einzigartigkeit des Textes genauestens geprüft wird.

Anschließend erfolgt oftmals gleich noch irgendeine Drohung: Entweder für den Fall des Text-Diebstahls, bei möglichen Tippfehlern oder fehlenden Absätzen etc.. Leider wird bei all den schönen Worten vergessen, genau zu erklären, um was es sich eigentlich inhaltlich bei dem Text handeln und welchem Zweck er dienen soll. Außerdem scheint vielen Auftraggebern dieses Quäntchen Realitätssinn zu fehlen, wenn es um die Abwägung zwischen Anforderungen und Preis geht. Die Chance auf einen Pulitzer-Preis ist denkbar verschwindend, wenn der Auftraggeber gerade einmal bereit ist, einen Wort-Preis von einem Cent zu bezahlen.

Mir persönlich gehen immer schon die Nackenhaare hoch, wenn ich lese, dass eine umfangreiche Recherche erwartet wird. Bei den Formulierungen handelt es sich oftmals um eben jene Auftraggeber, die einen Cent pro Wort zahlen. Werden also beispielsweise 200 Wörter verlangt, kann der Texter damit um die zwei Euro verdienen. Das geht nicht einmal als Schmerzensgeld durch! Ich war schon häufiger versucht, jene Auftraggeber anzuschreiben und zu fragen, ob ein Rechercheaufwand von drei Stunden für ausreichend einschätzt wird; immerhin müssen sich ja die zwei Euro lohnen. Aber ich glaube, das würden diejenigen sowieso nicht verstehen. Vermutlich käme nur ein „Sie dürfen auch gern länger“ zurück …

Dabei vergessen wird offensichtlich, dass es überhaupt nicht die Aufgabe eines Texters ist, zu recherchieren. Das besagt auch schon die Benennung. Es heißt Texter, nicht Rechercheur. Ein Texter erstellt aus den ihm überlassenen Informationen ordentliche Texte, die mitunter bestimmte zusätzliche Kriterien (SEO etc.) erfüllen sollen. Der Vorteil für den Auftraggeber liegt mit der Lieferung vollständiger Informationen darin, dass alle von ihm erwarteten Fakten in den Text eingearbeitet werden können. Der bloße Hinweis „Die Wikipedia kann da bestimmt weiterhelfen. Aber nicht abschreiben!“ ist keine Lieferung von Informationen, sondern bestenfalls eine Frechheit.

Davon abgesehen fehlt es eben auch oftmals allein schon an der Information, was in dem Text überhaupt beschrieben werden soll. Einen Auftrag zu überschreiben mit dem Titel „Sommer“ und als Auftragsbeschreibung (in der üblicherweise die Informationen geliefert werden müssen) gerade noch ein „Siehe Auftragstitel! Informationen im Internet!“ zustande zu bringen, reicht nicht. Wenn dann auch noch die Einarbeitung von Keywords in einer Anzahl verlangt wird, die das Gesamtvolumen des Textes bereits übersteigen oder in der vorgegebenen Form überhaupt nicht verwendbar sind, hört es ganz auf. Die Nummer geht garantiert in die Hose.

Allerdings kann es auch witzig sein, ungenau formulierte Aufträge anzunehmen. Ähnliches ist mir mal bei einem offenen Auftrag mit dem Titel „Nordic Walking“ untergekommen: Ich hatte Zeit und Lust etwas Witziges anzustellen. Also nahm ich den Auftrag an und schrieb einen achtkantigen Verriss über Nordic Walking. Dass mir der Auftrag um die Ohren fliegen würde, stand für mich eigentlich fest. Dann hätte ich ihn allerdings mit größter Freude auf meinem Blog veröffentlicht. Aber siehe da: Der Auftrag wurde binnen Minuten angenommen. Mehr noch: Aus der anschließenden Nachricht des Kunden ging hervor, dass er das zwar überhaupt nicht gemeint hatte, sie hätten sich aber gerade alle kaputt gelacht, weil der Text absolut genial sei! Tja, schade! Auf meinem Blog hätte ich ihn auch gern gehabt. Na ja, so gab’s Kohle, ist ja auch nicht schlecht! Pech für Euch: Ihr hättet Euch garantiert schlapp gelacht! ;)

Alles in allem bin ich froh und dankbar, dass ich ganz überwiegend für feste Kunden schreibe. Diejenigen wissen was sie wollen (Lob!), schätzen die Qualität meiner Texte und sind bereit, fair dafür zu bezahlen. Dann recherchiere ich auch gern mal. Für einen Cent pro Wort ist das allerdings nicht drin. Sollte ich irgendwann nur noch schreiben, um meine Zeit totzuschlagen, wäre es möglicherweise verhandlungsfähig. Solange ich aber über das Schreiben meinen Lebensunterhalt finanziere, möchte ich fair entlohnt werden. Bei einem angebotenen Kurs von einem Cent pro Wort schreibe ich, Zeit und lukrativere Aufträge vorausgesetzt, tatsächlich lieber für meine beiden Blogs!

Soll ich nochmal was über Nordic Walking erzählen? ;o)

 

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Dass ich ein ausgemachter Fan vom Erlebnis Zoo Hannover bin, dürfte bekannt sein. In den vergangenen Jahren habe ich wohl Hunderte von Fotos nebst entsprechenden Kommentaren ins Internet gestellt. Zahlreich in meinem bis vor einem dreiviertel Jahr betriebenen Forum marmonemi.de und in meiner Galerie donnAwetter.de. Seit knapp drei bzw. knapp einem Jahr finden sich meine Beiträge auf meinen Blogs skriptum und skryptoria; hier bei wordpress.com. Jeweils versehen mit kleinen (Bilder-/)Geschichten oder Kommentaren und oft genug mit Links zum Zoo.

Meine Begeisterung für diese Sehenswürdigkeit dürfte dabei vermutlich stets leicht zu erkennen gewesen sein. Es mussten gar nicht immer ganz großartige Sensationen sein. Wie zum Beispiel die Tatsache, dass der Erlebnis Zoo Hannover durch die Geburt von fünf Elefanten-Babys innerhalb des Jahres 2010 einen Weltrekord aufgestellt hat. Auch so genannte Kleinigkeiten, wie ausgefallen hübsche Weg-Ränder oder sonstige Schönheiten und Ereignisse inspirierten mich zu so einigem. Natürlich war mir bei all dem auch der Werdegang des Zoos bekannt:

Wikipedia schreibt:

„1972 ging der Zoo wieder in den Besitz der Stadt Hannover über. […] Anfang der 1990er Jahre steckte der Zoo in einer Krise. Die Besucherzahlen sanken, der öffentliche Betriebskostenzuschuss wurde gekürzt. Daraufhin beschloss die Stadt einen Neuanfang. Das städtische Amt Zoo wurde 1994 in eine GmbH umgewandelt und symbolisch für eine Mark an den Kommunalverband Großraum Hannover veräußert.“

Ebenfalls im Jahr 1994 übernahm Klaus-Michael Machens als Direktor die Leitung des Erlebnis Zoo’ Hannover. Mit einem unglaublichen Engagement holte er den Zoo nicht nur aus seinem Dornröschen-Schlaf, sondern machte ihn zu einem der erfolgreichsten Zoos überhaupt. Unter der Leitung von Herrn Machens wurde das Konzept „Zoo 2000“ entwickelt. Damit bewarb sich die GmbH am Ideenwettbewerb der Weltausstellung Expo 2000 und wurde 1996 offiziell als „Projekt Expo 2000“ anerkannt.

Vier in Europa als einzigartig geltenden Erlebniswelten (die Afrikalandschaft „Sambesi“, der „Gorillaberg“, ein indischer „Dschungelpalast“ und „Meyers Hof“) entstanden und bereits seit dem Jahr 2000 kamen jährlich über eine Millionen Menschen in den Zoo, um möglichst vielen Tieren, überwiegend ohne Gitter, nahe zu sein. Seit 2005 wird jedes Jahr für einige Wochen der sog. „Winter-Zoo“ veranstaltet und stark frequentiert. 2007 kam das Kinderland „Mullewapp“ mit zahlreichen Attraktionen hinzu. Das Jahr 2010 startete mit der Eröffnung des australischen „Outback“. Seit Mai 2010 freut sich der Erlebnis Zoo Hannover außerdem über die kanadische Erlebniswelt „Yukon Bay“.

Kommentierte Fütterungen und täglich bis zu acht Tiershows gehören ebenso zum Erfolgskonzept, wie die weiteren Attraktionen „Strandbad“ und „Tropenhaus“. Ein fünf Kilometer langer Entdecker-Pfad, ein Dschungel- und Evolutionspfad, mehrere begehbare Tieranlagen, der obligatorische Streichelzoo sowie zahlreiche Safaris und sonstige Führungen mit erfahrenen Zoo-Scouts sprechen ebenfalls für sich. Einmal hatte ich das in jeder Hinsicht bemerkenswerte Vergnügen, eine Backstage-Tour mitzumachen. Ich kann es nur jedem empfehlen!

Mittlerweile vermag es der Zoo durch das beispiellose, 17jährige und unermüdliche Engagement von Herrn Machens und seinen Mitarbeitern, dass jährlich über 1,6 Millionen Besucher in den Erlebnis Zoo Hannover kommen.

Klaus-Michael Machens feiert in diesem Jahr seinen 65. Geburtstag. Das wäre eigentlich ein uneingeschränkt schöner Anlass, ihm von ganzem Herzen zu gratulieren, für seinen Einsatz im Zoo zu danken und ihm eine gute Gesundheit, Kreativität und viele weitere Ideen nebst dem dafür mehr als verdienten Erfolg zu wünschen, damit er den Erlebnis Zoo Hannover noch viele weitere Jahre so hervorragend führen kann. Wenn da nicht …

Tja, wenn da nicht der Präsident der Region Hannover, Hauke Jagau, wäre. Erst ließ er sich noch freudestrahlend mit Herrn Machens ob des großartigen und andauernden Erfolges des Erlebnis Zoo’ Hannover medial ins Rampenlicht rücken. Allerdings wusste wohl nur er und ein paar seiner Kumpel zu dem Zeitpunkt, dass er keine 24 Stunden später überraschend erklären würde, den Vertrag von Herrn Machens nicht zu verlängern, weil dieser nun zu alt sei, um den Zoo weiter zu führen.

Lieber Herr Machens, selten hat mich, und bei weitem nicht nur mich, eine „regionale“ Entscheidung dermaßen wütend gemacht (den geplanten Neubau des Landtages lasse ich jetzt mal außen vor). Ich begegne diesem unsäglichen Abschluss Ihrer hervorragenden Arbeit mit größtem Bedauern und unermesslicher Irritation. Hannoveraner mögen mitunter etwas „spröde“ sein. Wenn sie jedoch erstmal jemanden in ihr Herz geschlossen haben, dann bleibt er da auch, unkaputtbar. Im Gegensatz zu Ihnen braucht Herr Jagau das sicher nicht zu „befürchten“.

Herr Jagau, ich wünsche Ihnen mit aller Intensität, dass Sie von nun an, jedes Mal wenn Sie an einem Spiegel vorbei kommen, vor Übelkeit und Scham in Grund und Boden versinken mögen! Mehr schreibe ich zu Ihrem Verhalten lieber nicht. Mir sind die §§ des StGB bekannt und Sie es mir nicht wert.

Und jetzt muss ich essen. Sehr viel essen! Meine regelmäßigen Blog-BesucherInnen wissen, warum.

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In der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung heißt es

„Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen wurden, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt wurden, worunter Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit sind. Dass zur Versicherung dieser Rechte Regierungen unter den Menschen eingeführt worden sind, welche ihre gerechte Gewalt von der Einwilligung der Regierten herleiten; dass sobald eine Regierungsform diesen Endzwecken verderblich wird, es das Recht des Volkes ist, sie zu verändern oder abzuschaffen, und eine neue Regierung einzusetzen, die auf solche Grundsätze gegründet, und deren Macht und Gewalt solchergestalt gebildet wird, als ihnen zur Erhaltung ihrer Sicherheit und Glückseligkeit am schicklichsten zu seyn dünket.
Zwar gebietet Klugheit, daß von langer Zeit her eingeführte Regierungen nicht um leichter und vergänglicher Ursachen willen verändert werden sollen; und demnach hat die Erfahrung von jeher gezeigt, daß Menschen, so lang das Uebel noch zu ertragen ist, lieber leiden und dulden wollen, als sich durch Umstoßung solcher Regierungsformen, zu denen sie gewöhnt sind, selbst Recht und Hülfe verschaffen. Wenn aber eine lange Reihe von Mißhandlungen und gewaltsamen Eingriffen auf einen und eben den Gegenstand unabläßig gerichtet, einen Anschlag an den Tag legt, sie unter unumschränkte Herrschaft zu bringen, so ist es ihr Recht, ja ihre Pflicht, solche Regierung abzuwerfen, und sich für ihre künftige Sicherheit neue Gewähren zu verschaffen.“

Insbesondere den Satz

„Dass zur Versicherung dieser Rechte Regierungen unter den Menschen eingeführt worden sind, welche ihre gerechte Gewalt von der Einwilligung der Regierten herleiten; dass sobald eine Regierungsform diesen Endzwecken verderblich wird, es das Recht des Volkes ist, sie zu verändern oder abzuschaffen, und eine neue Regierung einzusetzen, die auf solche Grundsätze gegründet, und deren Macht und Gewalt solchergestalt gebildet wird, als ihnen zur Erhaltung ihrer Sicherheit und Glückseligkeit am schicklichsten zu seyn dünket.“

möchte ich heraus greifen und fragen: Gilt das auch in einem Land, in dem die Regierenden, entgegen der eigenen Verfassung des Landes, jahrelang in andere Länder bewaffnete Truppen schicken, ohne dass das eigene Land von diesen Nationen angegriffen wurde, es Friedenseinsatz (o.ä.) nennen, obwohl sie teilweise fraglos kriegerische Handlungen befehlen, und damit womöglich überhaupt erst den weltweiten Terror konkret auf das eigene Land und die darin lebende Bevölkerung ziehen?

Wenn ja, will ich diese Unabhängigkeitserklärung auch. Soooofocht!

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Imazalil. Ein Wort, das man nach kurzer Eingewöhnungsphase durchaus „drin“ haben kann. Allerdings in anderer Form, als der rein phonetischen. Die Schalen von Zitrusfrüchten werden mit dem Zeug versehen, damit die Früchte z. B. vor Schimmel geschützt werden.

Obstlasche

Soweit so gut.

Aber!

Wikipedia weiß zum Stichwort Imazalil, hier zum Thema

„Toxikologie

Versuchstiere bekamen als Symptom einer akuten Vergiftung eine Gänsehaut. Imazalil scheint über das Nervensystem die Haarfollikel zu erregen. Daneben kam es zu Koordinationsstörungen, niedrigem Blutdruck, Tremor und Erbrechen. Bei einigen empfindlichen Individuen trat eine Kontaktdermatitis auf. Die LD50 bei oraler Aufnahme lag bei 227 mg/kg Körpergewicht (Rattenweibchen) und 343 mg/kg Körpergewicht (Rattenmännchen).

Bei Langzeitstudien an Ratten traten leicht veränderte Leberwerte auf, die Gewichtszunahme war vermindert und es waren Auswirkungen auf den Bilirubin-Haushalt feststellbar. Ansonsten wurden keine Auswirkungen der Imazalil-Gaben beobachtet.“

Ansonsten keine Auswirkungen? Na, dann geht’s ja …

Und unter dem Stichwort „Konservierungsmittel“ findet sich unter anderem folgender Hinweis:

„Ähnlich wie Thiabendazol, Orthophenylphenol oder Bibhenyl schützt Imazalil Zitrusfrüchte vor Schimmelbildung. Soweit sie der EU-Vermarktungsnorm unterliegen, müssen mit Imazalil behandelte Zitrusfrüchte gekennzeichnet werden. Behandelte Schalen sollten nicht gegessen werden. Imazalil hat bislang noch keine E-Nummer.“

NOCH keine E-Nummer? Schon klar!

Und direkt rechts daneben findet sich

Gefahrenzeichen

Diese Gefahrenzeichen sah ich auch schon vereinzelt an LKW, die eine übergroße Joghurt-Reklame auf den Planen zeigte. Einmal war auch noch ein Explosiv-Hinweis angebracht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Jetzt brauche ich noch einen guten Tipp, wie ich die Aufnahme von Imazalil vermeiden kann. Klar: Zitrusfrüchte, wie z. B. Clementinen, schält man, bevor man den Inhalt verspeist. Da ich das jedoch nicht mit Handschuhen oder Messer und Gabel, sondern mit den bloßen Fingern tue, stellt sich die Frage, wie ich verhindern kann, dass ich das Zeug an den Händen habe, bevor ich den Inhalt der Clementine anfasse, um ihn zu essen.

Anybody?

Das grenzt an das Vorhaben, sich das Ende des Universums vorstellen zu wollen. Ich glaube, ab sofort gibt es bei mir nur noch frische Ananas. Auf deren Nippeln steht nichts von so’m Zeux! Oder Clementinen aus der Dose. Selbst wenn sie auch keine Größe, sondern „Grosse“ haben und ein „Fullgewicht“, jawoll!

Und wenn es weiter oben nicht um Erbrechen, sondern um Durchfall ginge, könnte ich durchaus in Versuchung geraten, einfach zu sagen:

kackender Elefant

Scheiß drauf!

Aber darum ging es ja nicht …

© skriptum

*****

Danke Ecki, für das Elefanten-Bild! ;o)

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