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Posts Tagged ‘Zahlen’

 

Beim Stöbern im Internet stolperte ich über recht interessante Informationen. Informationen zu einem Thema, von dem man in meinem Alter annehmen sollte, dass sich dazu wenn überhaupt, dann kaum noch Fragen ergeben. Dennoch fand ich so einiges, was ich bisher nicht wusste.

Allein schon den Begrüßungskuss betreffend gibt es so viele verschiedene Traditionen, dass ich nur staunen kann. Dass man in den Niederlanden zur Begrüßung dreimal auf die Wangen küsst, wusste ich bereits. Obwohl ich mir bisher nie merken konnte, wie rum man anfängt. Aber irgendwann weiß ich es; ganz bestimmt. Insgesamt dreimal ist aber noch wenig, denn in Afghanistan küssen die Frauen sich insgesamt dreimal auf jede Wange und in Paris tun es Männer und Frauen angeblich sogar viermal abwechselnd links und rechts. Wer da zu spät zu einer Verabredung kommt, kann also im Grunde nach der Begrüßung gleich wieder gehen ;-)

Auch hat das Küssen im Hinblick auf „Lebenslänglich“ einige Bedeutung: Er beschließt sowohl die standesamtliche wie auch die kirchliche Vermählung eines Paares. In Skandinavien versöhnen sich zerstrittene Ehepaare mit einem Kuss unter dem Mistelzweig. In vielen anderen Ländern bedeutet ein Kuss unter dem Mistelzweig ein Heiratsversprechen. In England werden die Beeren des Mistelzweiges „Kuss-Kugeln“ genannt. Ob dann dort auch geküsst oder dem ganzen nur ein Fantasiename gegeben wird, weiß ich allerdings nicht.

Was ich auch nicht wusste (aber RTL auf deren Homepage) ist, was in so einem an sich normalen Kuss alles drin steckt:

1. Küssen ist gesund. Zwischen 300 und 22000 Bakterien werden bei einem Kuss ausgetauscht. Diese immunisieren und schützen so vor Infektionskrankheiten.

Gesund, ja? Hoffentlich denke ich beim nächsten Kuss nicht an diese Zahlen …

2. Daraus besteht ein Kuss: 60 mg Wasser; 0,5 mg Eiweiß; 0,15 Drüsensekret; 0,4 mg Salz; 0,8 mg Fett.

Also fast ’ne ganze Mahlzeit, hm?

3. Der Druck, mit dem die Lippen aufeinander gepresst werden, reicht vom normalen Kuss (0,5 kg) bis zum leidenschaftlichen Kuss (15 kg).

Letztere Variante dürfte bei regelmäßiger Anwendung viel Botox sparen …

4. Beim Küssen wird das körpereigene Aphrodisiakum SEBUM freigesetzt und der Körper produziert mehr Adrenalin und Insulin.

Na gut, dann kann ich das ja schonmal von meiner Einkaufsliste streichen.

5. Fast 30 Gesichtsmuskeln werden bewegt, wenn man sich küsst.

Also ist Küssen gut gegen Falten? Wow!

6. Nur 8% der Frauen und 48% aller Männer küssen mit offenen Augen.

Das dürfte vermutlich immer auf die Situation ankommen. Bei mir zumindest.

Ein Rezept für „Nonnenküsschen“ lautet: Das Eiweiß von 2 Eiern steif schlagen, 1 Pck. Vanillezucker, 200 g Zucker und 230 g Mandeln (gehackt und geröstet) drunter mischen, mit einem Löffel kleine Häufchen abstechen und auf ein Backblech setzen. Bei 150 Grad eine halbe Stunde backen. Die Nummer würde bei mir allerdings schon daran scheitern, dass ich es leider noch nie geschafft habe, Eiweiß steif zu schlagen. Ich bin nun einmal grundsätzlich gegen Schlagen. Erst recht beim Küssen!

Zur Definition des Kusses führte RTL aus, dass es gleichermaßen die Lippen-Berührung eines Menschen wie auch eines Gegenstandes sein kann und dass er in allen Kulturen vorkommt. Küsse werden ebenso ausgetauscht, um Vertrauen zu zeigen wie auch aus leidenschaftlicher Hingabe und geküsst werden nicht nur geliebte Menschen oder Freunde, sondern beispielsweise auch Gegenstände wie Medaillen im Sport oder religiöse Symbole.

Da sich meine Religiosität durchaus in überschaubaren Grenzen hält bleibt mir also wohl nur eines: Ab in den Keller und meine alten Sportmedaillen suchen!

 

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Das ist doch mal eine richtig tolle Schlagzeile: Nach neuesten Meldungen sind die Arbeitslosen-Zahlen so niedrig, wie vor 18 Jahren! Nur noch 3,188 Millionen Menschen ohne Lohn und Brot. Was für eine tolle Meldung!

Okay, bei aller Euphorie und Freude könnte natürlich leicht übersehen werden, dass vor 18 Jahren noch alle Arbeitslosen als ebensolche bezeichnet wurden. Heutzutage bekommen sie ja zu Millionen einfach andere Bezeichnungen und schon stimmt die Statistik wieder. Solange es das schnöde Wahlvieh ohne zu blöken frisst, ist ja auch alles prima.

Mindestens die gleiche Menge (oder eher das Fünffache?) von den 3,188 Millionen Menschen, die noch keine andere Bezeichnung von der Bundesregierung bekommen haben, ist keineswegs in einer Situation, die es ihnen erlaubt, von dem leben zu können, was sie zu erwirtschaften in der Lage sind.

Allein schon ca. sieben Millionen Hartz IV-Empfänger dürften die Statistik etwas anders bewerten. Von weiteren Abermillionen Kurzarbeitern, Menschen ohne Job über 58, vorübergehend Erkrankten, Familien-Pfleger etc. etc. etc. einmal ganz abgesehen.

Aber wer will schon so penibel sein. Außerdem würde es doch die Ekstase der Verkündenden stören. Sowas macht man einfach nicht; das wäre wirklich sehr unhöflich.

Also freuen wir uns einfach darüber, dass „die Medien“ mittlerweile dermaßen ferngesteuert zu sein scheinen, dass offensichtlich überhaupt keine Prüfung mehr stattfindet, bevor aus irgendwelchen Halbinformationen massentaugliche Schlagzeilen konstruiert werden.

Es lebe die Schönredung von Arbeitslosen- und weiteren Statistiken, Stuttgart 21, dem Neubau des Landtages in Hannover und unvorstellbar vielen weiteren schönen Meldungen! Klar doch; solange das noch funktioniert …

Ich brauche dringend etwas zum Essen! Viel! Sehr viel! Grundlage für Kommendes schaffen und so. Sucht Euch was aus:

             

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