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Posts Tagged ‘Zentimeter’

 

Vier Meter?

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Unsinn!

Wenn zwischen den Pfeilen weit mehr als gerade einmal 25 Zentimetern sind, fresse ich einen Besen! Am Stück, versteht sich!

;)

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Egal wie aufgeräumt eine Wohnung oder ein Mensch auch sein mag: Üblicherweise befindet sich in seinem Besitz immer etwas, mit dem kein anderer etwas anfangen könnte. Und vermutlich auch nicht wollen würde. Doch egal wie wertlos diese Gegenstände auch sein mögen: Nie käme man auf die Idee, sich von ihnen zu trennen. Und zwar aus dem simplen Grund, weil entweder das Herz oder wichtige Erinnerungen daran hängen.

Ich war nie ein Jäger; ein Sammler aber durchaus. Wenn mir etwas wichtig ist oder zumindest war, bewahre ich das. Egal was es ist. Es muss keinen materiellen Wert haben, ich möchte es einfach nur haben. Eben bewahren. Manchmal denke ich, dass ich viel zu viel „Unnötiges“ sammle. Bitte überzeugt mich vom Gegenteil! Nein, nein, ich möchte keine Bestätigung, dass das was gleich kommt doch schön ist und ich es ruhig aufheben soll. Das tue ich sowieso. Ich möchte sehen, womit Ihr Eure Leben verschönt, selbst wenn es niemand außer Euch als wert_voll empfindet. Nur, damit ich mich nicht mehr so alleine fühle! ;)

Die frei interpretierbaren Regeln lauten dieses Mal wie folgt: Zeigt oder beschreibt Gegenstände, von denen Ihr wisst, dass sie Euch persönlich wichtig sind; aber eben (fast) nur Euch. Dabei spielt es keinerlei Rolle, ob sie noch zu gebrauchen sind oder jemals einen Sinn hatten. Das Einzige was zählt ist, dass sie Euch wichtig sind. Egal warum. Die Anzahl überlasse ich Euch. Ob mit oder ohne Foto oder nur als Foto spielt dabei auch keine Rolle. Wobei natürlich ein Foto gemeinsam mit einer kleinen Erklärung am deutlichsten zeigen kann, was gemeint ist und warum. Aber wie gesagt: Jeder (m/w) so, wie er möchte!

Okay, ich fange dann mal wieder an:

***

Geschredderte DM

Ja, ich will die Deutsche Mark zurück! Mit Einführung des Euros fing m. E. der Untergang an. Zumindest unter anderem. Damals schenkte mir ein Mitarbeiter der Landeszentralbank diesen Packen geschredderter DM-Scheine. Ich weiß nicht mehr genau, ob es sich um 10.000 oder 100.000 DM handelt. Allerdings habe ich auch nicht vor, sie je wieder zusammen zu setzen! ;)

Titan-Implantat

Eines meiner schmerzlichsten aber letztendlich auch interessantesten Erlebnisse war der Bruch meines Handgelenks, und zwar zu recht ungewöhnlichen „Konditionen“. Letzteres ist hier jetzt aber egal. Eingipsen reichte nicht, verdrahten reichte nicht, es musste die ganz harte Nummer sein: Das Einsetzen eines Titan-Implantats. Mit 10 Schrauben wurde das T an den beiden Knochen-Enden befestigt. Die folgenden Monate waren recht „kompliziert“ aber auch sehr lehrreich. Und darauf kommt es doch letztendlich an?! Das aufgehobene Implantat (nach einem Jahr kam es wieder raus) ist also so eine Art Mahnmal mit Erinnerungswert.

Alte Jeans-Jacke

Kaum jemand hebt eine Jeans-Jacke auf, wenn sie nicht mehr passt. Diese habe ich zuletzt vor gut 30 Jahren getragen. Warum ich mich nicht von ihr trenne ist ganz einfach: Es befinden sich ungezählte Unterschriften darauf. Von „no names“ bis zu sog. Promis ist alles vertreten. Was auf der Vorderseite auf den Brusttaschen steht, zeige ich lieber nicht. Aber die Rückseite dürft Ihr gern sehen:

300 Kaffeebecher

Ich weiß nicht, wer von Euch sich noch an die „Wölkchen“ erinnert. Zur Erinnerung (das zählt aber nicht zu diesem Stöckchen):

 Es gab sie als Tassen, Kissen, Bettwäsche, T-Shirts, Turnschuhe und was weiß ich noch alles. Überall wohin man sah waren Wölkchen. Irgendwann bekam ich ein Tee-Service und je zwei Kaffee-Becher mit Wölkchen in Blau/Weiß bzw. Rosa/Weiß. Damit fing alles an. Heute habe ich zwar noch drei Tee-Service’ (allerdings nicht mehr das mit Wölkchen) aber von den Wölkchen-Kaffeebechern leider gar keinen mehr. Dafür habe ich mittlerweile weltweit an die 300 Kaffee-Becher gesammelt. Außer auf Trinidad und Tobago. Da habe ich es völlig vergessen. Ein Grund, um dort nochmal hinzufliegen. Nachdem meine Schrank-Kapazitäten aufgebraucht waren, fing ich an, explizit für Kaffeebecher Regale aufzuhängen. Jetzt sind damit also nicht nur die Schränke voll, sondern die Wände auch noch! ;) Hier eine kleine Auswahl:

Ein Zapfen

Dass man sich Urlaubs-Erinnerungen mitbringt ist normal. Manchmal haben diese allerdings einen ganz besonderen Wert. Diesen Zapfen brachte ich mir aus dem Yosemite National Park mit. Wer diesen Park kennt, kann sich nun schon denken, dass dieses Teil womöglich etwas größer ist, als es Zapfen üblicherweise sind. Wie groß genau dürft Ihr alle gern raten: Bitte nur in ganzen Zentimetern! ;)

***

Gerade bei dem Stöckchen „Das erste Mal“ war ich begeistert davon, auf wie pfiffige Weise das Stöckchen auf zahlreichen Blogs immer wieder in leicht modifizierter Form geschnitzt wurde. „Regeln“ sollen hier also nur ein möglicher Wegweiser sein, nicht jedoch eine Festschreibung, wie das Stöckchen genau ausgeführt werden „muss“. Ich lasse mich lieber wieder so angenehm überraschen, wie beim letzten Mal! ;o)

Und wie beim letzten Mal hoffe ich, dass Ihr mich über TrackPingDinger (hilfsweise mit einem kleinen Kommentar) wissen lasst, dass Ihr das Stöckchen gefangen habt. Ich danke ertunlichst ;) und wünsche uns allen einfach rrrrichtig viel Spaß!

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Vom Sinn und Unsinn der Partnersuche und was passiert wenn’s passiert …


    Sie war glücklich so wie sie lebte. Sie hatte alles, was sie wollte und die paar Situationen, in denen sie sich nach Nähe und Wärme sehnte, bekam sie auch so ganz gut in den Griff.

Ein paar Jahre hatte sie in einer Beziehung gesteckt, die ihr schlussendlich nur einen bitteren Nachgeschmack ließ. Nachdem sie dieses Fiasko beendet hatte, konzentrierte sie sich auf ihren Job, ihre Freunde und ihr ureigenes Leben … ein Leben ohne den Störfaktor Mann. Und sie war glücklich.

Ein paar kleinere oder auch mal etwas intensivere Affären waren da schon aber nichts, was sie wirklich nachhaltig beeindruckt hätte. Sie wollte ja auch nicht. Sie suchte nicht und vom Finden-Lassen hielt sie auch nichts. Wenn sie wollte, wäre es kein Problem. Doch meist war sie ganz froh, wenn sie einfach wieder ihre Ruhe hatte.

Ihr Job nahm sie Tag und Nacht in Anspruch. Klar hätte sie das ändern können. Wenn sie nach Hause kam, einfach mal den Kopf abschalten und Feierabend machen. Aber wozu? Es störte ja keinen. Da war ja niemand, der an sie den Anspruch stellte, gehört, registriert, geliebt zu werden. Und das war ja auch sehr okay.

Sie empfand es als angenehm, abends einfach mit einem Buch zu versacken. Auch wenn sie nach langem Lesen oft genug feststellte, nicht zu wissen, um was es in dem Buch eigentlich ging, da ihre Gedanken die ganze Zeit abschweiften. Aber das machte ja nichts; sie konnte es ja irgendwann nochmal lesen.

Sie kochte auch gern stundenlang. Es war ihr zwar verhasst alleine zu essen aber das machte ja nichts. Wenn sie den Eindruck hatte, sie müsse mal wieder in Gesellschaft essen, rief sie eben eine Freundin an oder ging mit irgend jemandem zum Essen. Außerdem war es doch so praktisch: ausgiebig kochen mit allen möglichen Raffinessen, während dessen die Gedanken baumeln lassen und danach das Kunstwerk allein vor dem PC verdrücken. Es war ja niemand da, der an sie den Anspruch an einen gedeckten Tisch gestellt hätte. Wozu also?

Es gab Phasen in ihrem Leben, in denen sie jedes Wochenende, ja fast jeden Abend, unterwegs war. Freunde, Familie besuchen oder auch besucht werden. Dann wieder Phasen, in denen sie sich total einigelte und – neben ihrem Job – einfach nur ihre Ruhe haben wollte. Das ging ja auch einfach so. Sie war ja niemandem Rechenschaft schuldig und konnte somit tun und lassen was sie gerade wollte.

Sie wuselte mitunter im Internet rum … Mailen, chatten, engagieren … Die Vielzahl von Kontakten, die sie über dieses Medium pflegte, verhinderte oft genug, sich wirklich auf die einzelnen Personen zu konzentrieren. Meist reichte ihr dieser oberflächliche Umgang. Immerhin wollte sie ja nicht jeden einzelnen heiraten. Sie wollte diese Form von Kontakten auch gar nicht wirklich intensivieren. Ihr Freundeskreis war so schon groß genug, um ihr das Gefühl zu geben, ihren – zumindest moralischen – Verpflichtungen kaum noch nachkommen zu können. Sie wollte sich, wenn sie im Internet war, abends einfach noch ein bisschen ablenken und das klappte auf diese Weise ganz gut.

    Denn: sie war glücklich so wie sie lebte. Sie hatte alles, was sie wollte und die paar Situationen, in denen sie sich nach Nähe und Wärme sehnte, bekam sie auch so ganz gut in den Griff. Sie liebte ihre Unabhängigkeit sehr.

Sie wollte ja nicht. Doch plötzlich passierte etwas, mit dem sie nicht gerechnet hatte. Ihr Herz raste, sobald sie seinen Namen las. Sie schrieb ihm aber seine Reaktionen waren mehr als dürftig. Also schrieb sie nicht mehr. Zog sich zurück und dachte doch ständig an ihn. Schrieb ihm wieder. Wartete auf Antwort. Oft genug vergeblich. Plötzlich reagierte er doch. Sie schrieben hin und her. Von bla-bla-bla über mal-ganz-nett-mailen bis hin zu heißesten Wortgefechten, die sie fast wahnsinnig machten. Sie wollte ja nicht aber dieser Mann löste in ihr ein Verlangen aus, das kaum noch zu beschreiben war.

Es dauerte nicht allzu lange, bis sie das was beide sich schrieben wirklich erleben wollte … musste! Sie wollte ihn sehen. Worte die per mails und Telefon hin und her geflogen war erleben. Mit ihm. Unbedingt. Sie verabredeten sich. Sie trafen sich. Small Talk und Wahnsinn auf einer Stufe. Körperliches Verlangen in ihr ohne Ende. Ihn zu sehen war für sie die Hölle. Sie wollte mehr.

Plötzlich stand er vor ihr und sah sie an. Sie zitterte am ganzen Körper und wollte nur noch eines: ihn. Er kam näher. Sah sie an. Ein leichtes Lächeln umspielte seine Lippen. Lippen die sie küssen wollte, Lippen die sie küssen wollten. Langsam nahm er ihren Kopf in seine Hände und zog sie sanft an sich. Erst da bemerkte sie, daß auch er zitterte. Genauso aufgeregt war wie sie. Der erste Kuss. Ihr Herz raste. Sie versank regelrecht in diesem Kuss. Sie versank in ihm. Er in ihr.

Seine Hände auf ihrer Haut. So sehr hatte sie sich das gewünscht. Sie genoss jede kleinste Berührung von ihm. War unersättlich. Wollte jeden Zentimeter seines Körpers spüren. Wieder und wieder. Mehr und mehr. Jeder Hauch seines Atems auf ihrer Haut löste in ihr Beben aus. Ihn zu spüren. Bei sich. An sich. In sich. Sie war kurz davor durchzudrehen. Viel zu lange hatte sie so etwas schönes nicht mehr erlebt. Gar nicht zugelassen. Fast vergessen wie es ist vor Genuss und Verlagen zu zergehen.

    Sicher: sie war glücklich so wie sie lebte. Sie hatte alles, was sie wollte und die paar Situationen, in denen sie sich nach Nähe und Wärme sehnte, bekam sie auch so ganz gut in den Griff. Aber das was sie nun gerade erlebte wollte sie nicht mehr hergeben.

Irgendwann ging er. Sie blieb zurück. Mit ihren Gedanken. Mit ihren Sehnsüchten. Mit ihrem nicht erloschenen Verlangen nach ihm. Mit seinem Duft auf ihrer Haut.

Sie hatte nichts gesucht und etwas wundervolles gefunden. Etwas gefunden was sie nicht wollte. Und das was sie nicht wollte vermisste sie schon in der Sekunde, als sich die Tür hinter ihm schloss.

    Klar war sie glücklich so wie sie lebte. Schließlich hatte sie alles was sie brauchte und die Situationen, in denen sie sich nach Nähe und Wärme sehnte, könnte sie auch irgendwie in den Griff bekommen. Doch plötzlich würde sie sehr gern abends nach Hause kommen, auch im Kopf Feierabend machen, den Tisch decken und all die Dinge tun, die sie längst kaum noch tat.

Mit ihm!

© skriptum

[15.01.02]

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Es reicht; aber sowas von! MAN! *rrröchel

Es war schon fast soweit, dass man das hannöversche Wetter, zumindest mit einem Minimum an Wohlwollen, das ich ja nun grundsätzlich in mir trage, als beginnenden Frühling hätte bezeichnen können. Der Drang, alle Türen und Fenster aufzureißen, um die Kemenate mit dieser herrlichen Luft durchfluten zu lassen, war mittlerweile regelmäßiger Gast in meinen Gedanken und Taten.

Bereits am Donnerstag hätte ich es durchaus als Warnung nehmen können, dabei einem ziemlich fiesen Irrtum erlegen zu sein. Allein das Öffnen der Balkontür belehrte mich eines anderen. Eines besseren möchte ich an dieser Stelle als potentielle Formulierung doch gern vermeiden. Da ich raus musste, wickelte ich mich also in alles Greifbare ein und entstieg meinem Gefilde. Und seid sicher: Für jedes mitgeführte Kleidungsstück war ich äußerst dankbar!

Doch im Laufe des Freitags schien wieder die Sonne in alle Ecken und Enden. Dem entsprechend war ich bester Stimmung als ich mich gegen Abend für den Besuch eines Konzerts einkleidete. Und was trägt man (frau) an den Füßen, wenn man (frau) in ein Konzert geht und das Wetter keine Kapriolen schlägt? Genau: Sicher keine dicken Winter-Boots mit fetter Profil-Laufsohle (mehr), sondern um diese Jahreszeit natürlich standardmäßig hochhackige (Frühling/Herbst-Übergangs-)Stiefeletten.

Als ich jedoch das Haus verließ und dafür, nicht nur aus reiner Gewohnheit, sondern weil es sich durchaus als zweckmäßig erwiesen hat, die Haustür öffnete, dachte ich blitzartig an einen so genannten „Comedian“, der sich gern des Spruches bedient „Sch*** die Wand an“. Wenn es mir in meinem gewählten Outfit (vermutlich auch sonst) nicht zu peinlich gewesen wäre, hätte ich es glatt getan! Denn: Der Winter war mit zwischenzeitlich heimlich bereits gefallenen (mindestens) 10 Zentimetern in Weiß zurück.

Zum Glück wurde ich abgeholt und musste keinen allzu langen Weg zu Fuß zurücklegen. Dennoch: Weiß. Es ist alles weiß. Schon wieder! Immernoch trifft es ja nicht: Blüten oder zumindest Triebe erblickten hier inzwischen die Welt. Schneeglöckchen trotzten allerorts der teilweise noch aber nicht mehr sichtbar gefrorenen Erde. Vögel zwitscherten. Auf Flickr sah ich sogar schon aktuelle Igel-Bilder (wen es interessiert: Ich habe sie in meinen dortigen Favoriten gespeichert), meine Mum erzählte bereits von Störchen, die nun schon zurück gekehrt waren und ihre Nester bezogen hatten. Und jetzt?

DAS!

Schnee!

Nochmal Winter!

Oder schon wieder!

Ich fasse es nicht. Es reicht; es reicht sowas von! Ich bin eh nicht mehr allzu lange hier aber die letzten Tage würde ich es durchaus begrüßen, wenn sich der Winter nun endlich verdingsen würde und ich mich hier schon einmal auf gefühlten Frühling einstellen dürfte. Anderenfalls ist der Temperatur-Unterschied einfach zu brutal. Hierbleiben würde ich deswegen garantiert trotzdem nicht. Aber ich würde mit einem wesentlich milder gestimmten Gemüt wegfliegen und möglicherweise auch zurück kommen.

Also: Überleg’s Dir, Winter! Eine Freundin von mir sagte mal über mich „Du bist die weltbeste Freundin aber ein absoluter Alptraum als Feindin“.

Winter?

Willst Du meine Feindschaft?

Willst Du sie wirklich?

Dann mach ruhig so weiter.

Mach nur so weiter, Do! *motz

Wenn nicht: Sieh zu, dass Du endlich Land gewinnst und geh mir aus den Augen! Im Dezember können wir gern wieder Freunde sein. Aber: Frühestens! Und bis dahin: Hau endlich ab! Sonst … piepe ich auf Wohlwollen. Ich schwör’s!

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Dödel as Dödel can

 

Vorwort:

Liebe Suchbegriffe-in-die-Suchmaschine-Schmeißer und -Zuordner, jetzt bekommt Ihr alles was Ihr braucht. Ich gebe Euch den Rest; versprochen!

°°°°°°°°°°°°°°

 

Mal wieder erhielt ich eine Mail, in der mir eine Penisverlängerung angeboten wurde. Mal wieder mehrfach. Natürlich mit identischem Betreff. Natürlich mit identischem Inhalt. Natürlich mit durchaus als variabel zu bezeichnenden Absendern.

Bisher habe ich diesen Mist nie gelesen. Und auch heute litt ich nicht an durch nichts zu bewältigender Langeweile. Dennoch habe ich es mir mal angetan. Ich las die Mail:

    “Hallo und guten Tag,

Hi! Wie geht’s denn so?

    die Untersuchung eines der grössten Kondomherstellers hat ergeben, dass 78 % aller Frauen mit der Penisgrösse ihres Partners nicht zufrieden sind!

Nein, wie grausam! 78 %? In echt?

    Viele Frauen schweigen… aber Grösse spielt halt doch eine entscheidende Rolle.

Ich und schweigen? Ja klar! Aber nur wenn ich den Mund voll habe. Mit Essen versteht sich!

    VERGRÖSSERN SIE IHREN PENIS 3 BIS 5 ZENTIMETERMEHR LÄNGEMEHR DICKE• Keine Operation, keine Pillen, keine Geräte.
    • Von den Naturvölkern seit Jahrhunderten erfolgreich angewandt.
    • In 60 Tagen ein grösserer Penis!….es funktioniert wirklich!
    • Keine Hemmungen mehr in der Gemeinschafts-Dusche/Sauna.
    • Mehr Selbstvertrauen beim Sex und in der Partnerschaft.
    • Mehr Männlichkeit in der Hose.
    • Mehr Erfolg bei Frauen.

Bei 3 bis 5 Zentimetern Vergrößerung hätte ich exakt drei bis fünf Zentimeter Penis, die ich gar nicht will! Hemmungen hatte ich im Grunde noch nie und (mehr …)

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Das Wochenende war alles andere als ruhig und der gemeine Montagsjob stand dem routiniert in nichts nach. Zuhause angekommen war ich froh, diesen Tag überstanden zu haben und inzwischen dabei, mich mental auf einen gemütlichen Feierabend einzuschießen. Eigentlich …

Nun kann man mir nicht unbedingt nachsagen, dass ich mich manieriert-gelangweilt durch meine Wohnung bewege; ein gewisses Tempo lege ich dabei meist vor und da ich diese Kemenate seit vielen Jahren bewohne, darf ich wohl behaupten, mich hier notfalls auch blind auszukennen.

Dem war an diesem Abend nicht so … nicht ganz … Mein Schreibtisch, der mir immer wirklich Freund war und mit dem mich eine Zeit verbindet, die jene in dieser Wohnung durchaus deutlich übersteigt, zeigte sich plötzlich von einer ganz anderen Seite. Obwohl … die Seite kannte ich wohl! Nur noch nicht die Intensität, mit der sie in der Lage war, mich in Bruchteilen von Sekunden Demut und Bewegungslosigkeit zu lehren.

Ich frage mich auch nach wie vor, ob er immer so hier stand oder sich am Montag Abend zum ersten Mal in seinem langen Leben bewegt haben könnte. Denn dass ich mich nach all den Jahren dann doch um pummelige drei Zentimeter verschätze, die mich fast meine Kniescheibe nebst zugehöriger Kapsel und anwohnendem Meniskus kosten, bin ich noch immer nicht zu glauben bereit. Vielleicht lag es auch einfach nur an der Geschwindigkeit des Aufpralls. Zumindest war all das dazu geeignet, mich mit meinem Schreibtisch deutlich auseinander zu harmoniesieren.

Was soll’s? Shit happens …

Ich kühle und salbte, ich schonte und humpelte, ich ruhte und fluchte. Das war auch alles ganz witzig doch geholfen hat es rein gar nichts. Also machte ich mich mit dem Gedanken vertraut, jemanden aufzusuchen, der sich durch Studium und Approbation Doc nennen darf. Er war auch sehr nett. Lächelte sogar. Bat mich bereits nach wenigen Worten darum, meine Kleidung abzulegen … Es hätte also durchaus ein netter Tag werden können. Dem war aber dann doch nicht ganz so.

Ihm zur Seite stand eine Assistenzärztin der hier nahestehenden Hochschule. Was er an Griffen nicht drauf hatte, holte sie prompt nach. Und ich muss gestehen … sie wusste offensichtlich ganz genau was sie tat. Denn jeder Griff von ihr forderte mit diverse mir A-, O-, U- und sonstige vokalisierte Laute ab, die bis heute nicht einmal ein Mann in der Lage gewesen war, mir zu entlocken … und nun eine Frau … Ich denke noch immer darauf rum, ob mir das irgendetwas sagen soll. Eine fundierte Entscheidung habe ich allerdings zunächst auf später verschoben.

Die Diagnose war niederschmetternd und verbunden mit diversen Ansagen. So muss das Knie zwar bewegt, darf aber auf gar keinen Fall belastet werden. Wie ich linksseitig fliegen und rechts gehen soll, vergaß ich zu fragen. Ich bin mir auch nicht wirklich sicher, ob das eine praktikable Lösung ist. Doch versuchen werde ich es natürlich … notgedrungen.

Neben weiterer, verordneter Salbungen und oral zu konsumierender Heilmittel ist Treppensteigen ab sofort so was von verboten, wie es nur sein kann. Da ich im zweiten Stock, natürlich ohne Fahrstuhl, wohne fragte ich ihn, wie ich denn bitte meine Wohnung erreichen solle und dass die außenseitig am Haus befestigten Dachrinnen nicht allzu haltbar erscheinen. Den doktorischen Vorwurf, diese Treppen ja dann wohl bereits herab gestiegen zu sein, um zum ihm zu kommen, quittierte ich mit der Äußerung, dass ein aus dem Fenster Springen doch wohl wahrlich schwerwiegendere Folgen gehabt hätte als das, was ich ihm nun in der Lage bin zu präsentieren.

Er hatte anfänglich so nett gelächelt.

Müßig zu erwähnen, dass die Praxis des Arztes im dritten Stockwerk ist und in dem Haus ebenfalls kein Fahrstuhl zur Verfügung steht. Damit hatte ich im aufwärts Treppensteigen klar eine Etage vorsprung. Und runter musste ich ja erst noch. Aber das sagte ich ihm natürlich alles nicht. Nein, nein. Nicht, dass er mich doch noch aus dem Fenster geschmissen hätte …

Dieses Gespräch desasterte in der klaren Ansage des Arztes, meine Wohnung frühestens am Montag oder höchst ausnahmsmäßiger Weise vorher, falls ich anderenfalls verhungern müsse, wieder zu verlassen. Natürlich nicht den Hinweis vergessend, dass ein Mensch durchaus in der Lage ist, einige Tage nur mit Wasser zu überleben.

Na ja … zumindest wird mein nächstes Wochenende deutlich ruhiger als geplant und dass ein Montagsjob aufgrund widrigen Aufpralls auf den Schreibtisch dem anderen direkt folgt ist ja auch eher selten. Bleibt nur zu hoffen, dass, für den Fall, irgendwann mal umzuziehen, ein anderes Haus einen Fahrstuhl als generelle Einrichtung vorzuweisen hat … möglichst mit fließendem Wasser, dann dürfen die Regenrinnen auch gern klapprig sein.

Und wen interessieren schon Vokale?

© skriptum

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